Insel der Sterne
Die Iglesia de San Antonio Abad auf der peruanischen Insel Amantani, fotografiert im April 1984 (Ich habe nur zwei Fotos dieser Kirche gefunden). Damals gab es weder gepflasterte Straßen auf der Insel noch irgendeine Herberge. Wir waren bei Bauern privat untergebracht. Aus meinem Reisetagebuch:
Der Aufenthalt in Amantaní ist das interessante Gegenstück zu Cabanaconde. Der vierstündige Bootstrip [von Punu aus] zeigt Plätze, an denen die Schilfboote gebaut werden. In Amantaní werden wir von der Familie schüchtern empfangen und bekommen ein sauberes und hübsches Zimmer mit zwei Betten inklusive einer Matratze aus Schilf und einem Steintisch. (…)
Zu allen Mahlzeiten gibt es den obligatorischen Mate de Muña, ein Kraut, das den Magen beruhigen soll, bei mir aber nach drei Tagen das Gegenteil bewirkt. Zum Frühstück Brot und Ei. Mittagessen und cena: Suppe (sieht gut aus und schmeckt gut), secundo: Ei mit papas fritas und Reis, am Sonntag Fisch (Pejerrey).
Vermutlich hat mein Magen das Fett der papas fritas nicht vertragen, denn ich kriege Durchfall. Das baño ist ein ordentlich mit Steinen eingefasstes Loch hinter dem Haus, das bald von unserem Klopapier vollgestopft ist. Nachts ist das ärgerlich, aber der señor [Hausherr] stellt mir schließlich einen ehemalige Topf als Pinkelpott ins Zimmer.
Die Frauen sprechen nur Quechua und tragen als Inseltracht einen schwarzen Schleier, den sie, wenn sie die Insel verlassen, gegen den obligatorischen Hut eintauschen. Wir sehen die Mädchen weben, die beiden Jungen bauen kleine Boote aus Schilf, wie ich es nicht hätte tun können. Die ultima (das jüngste Kind der Familie, das keinen Namen hat) trägt einen riesigen Hut mit breiter Krempe wie alle ultimas.
Auf dem Pachatata ist eine kleine Ruinenstadt mit einem viereckigen ummauerten Platz, wo sich am 22. Januar alle Leute der Insel treffen, um zu feiern. Der señor, der uns führt, erzählt, noch sein Vater habe die Häuser der heutigen Ruinen intakt gesehen, aber da das Land knapp ist, brauchten die Leute die Steine. Er sagt, auf Taquile [was damals bei Touristen „angesagt“ war] gebe es nichts Interessantes, und die Leute zögen ihre Trachten nur an, damit Touristen kämen.
Die ganze Insel ist wie ein großer Garten: viele kleine, gepflasterte Wege zwischen Gartenzäunen laufen auf Terassen kreuz und quer, so dass er schwer fällt, die Richtung einzuhalten. Die Höfe sind ziemlich ärmlich: ein zweistöckiges schmales Haupthaus und die Küche ohne Kamin daran gebaut. Die Frauen haben verquollene Augen, wenn sie gekocht haben. Je nach Reichtum sind sie mit Wellblech oder mit Schilf gedeckt. Es gibt auch eine Adventisten-Kirche, wohl nach dem Motto: Wer zuerst da ist…
Wir unterhalten uns mit dem einzigen Ladenbesitzer, dessen Inventar mit deutscher Hilfe eingekauft worden ist. Später klärt uns der señor auf, dass der Laden comunal sei.
Das ist auch der Unterschied zu den Orten in der Sierra und auf dem Altiplano: Um überhaupt in den Geldverkehr eintreten zu können, müssen die Leute gemeinsam handeln. Je 30 besitzen ein Boot. Gemeinsam tauschen sie das steinharte Eukalyptusholz gegen Lebensmittel. Außerdem handeln sie mit den Urus.
Der Laden ist sinnvoll, weil die Armen die Schiffspassage nach Puno gar nicht aufbringen könnten. Wir könnten für den Ladenbesitzer „Schicksal“ spielen, indem wir irgendwelchen Reiseführern [damals gab es noch keine außer dem South American Handbook] mitteilten, dass er auch ein alojamiento hat, was bis jetzt [1984] niemand weiß.
Die Situation ist vielleicht untypisch. Früher haben nur 900 Leute auf der Insel gelebt, und vermutlich hat erst der Handel mehr ermöglicht. Die Leute auf Amanataní seine fleißig. (…)
Alle Kinder rufen ständig da me plata (gib mir Geld), weil irgendwelche Touristen ihnen wohl für Weg- und andere Auskünfte etwas bezahlt haben. Die ersten Touristen, Franzosen – vor ca. zwei oder drei Jahren -, haben mit ihren blonden Haaren noch die Kinder erschreckt.
Die Rückfahrt ist schrecklich: ziemlich hoher Wellengang, und mir ist kotzübel, was sich nach einer Weile ein wenig bessert. Ein Kotzeimer wird auf dem Boot herumgereicht, und ich muss die ganze Zeit kacken, was die Neugier auf die Urus, bei denen wir anlegen, vermindert. Eine „Herde“ von Schilfbooten empfängt uns und cargo wird umgeladen. Ich weiß nicht, ob die Urus nur von Fisch leben?
Fernfuchtler et al
Telepolis: „Von Fernfuchtlern, Zeitungsratten und Knüppelwörtern – Der Streit um Peter Handke ist auch eine Auseinandersetzung um Literatur und Journalismus.“
„Dass in deutschsprachigen Medien einseitig über Jugoslawien berichtet wurde, haben inzwischen zahlreiche universitäre Forschungen von Doktoranden und Professoren belegt. Doch in den Leitmedien werden allem Anschein nach weder Dissertationen noch Sammelbände wissenschaftlicher Symposien ernsthaft wahrgenommen.“
Warum auch, wenn man im Schießschartenmodus schreibt…
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Food porn, revisited
Sauerkraut-Kasseler aus dem Römertopf. Das Rezept sieht frischen Ingwer und Apfelsaft als Spurenelement vor. Da ich beides nicht hatte, musste ich improvisieren: Ich habe meine selbst gemacht Apfel-Ingwer-Marmelade genommen – und sieht, es schmeckt großartig. Die Klöße passen IMHO besser als Brei.
I Fucking Love Frauen und Disketten und Wissenschaft

Meinen ersten Roman hatte ich nur auf Diskette gespeichert. Als ich den Text vor ein paar Jahren im Original haben wollte, musste ich erst einen Freund bemühen, der irgendwo ein Diskettenlaufwerk organisierte.
Falls jemand noch kein Weihnachtsgeschenk für eine Dame hat – hier mein Vorschlag: Jurek Beckers Amanda herzlos – das beste Buch über Frauen und Männer, das ich kenne, ironisch, elegant geschrieben, einfach schön zu lesen.
Rezensionen gab es schon 1992, im Jahr des Erscheinens. Vielleicht verstehen Frauen das Buch gar nicht: Warum Iris Radisch ihn verreißt, kann ich nicht begreifen: „Drei nette Herren erzählen drei launige Geschichten über eine schöne Frau im Sozialismus.“ Nett sind sie ganz und gar nicht, jedenfalls nicht immer, und „launig“ ist das falsche Wort. Vielleicht hatten die Rezensenten nur keine Lust auf ein DDR-Sujet. Der „Sozialismus“ ist aber nur Staffage, man hätte sich alles – mit wenigen Änderungen – auch im Kapitalismus vorstellen können.
Oder eine Frau missbilligt, sich selbst uneingestanden, dass dieser Roman eine Frau aus der Sicht der Männer schildert, die Frau aber nur indirekt, in Form von Zitaten in indirekter Rede, vorkommt? Das ist die Pointe – jeder sieht jede(n) anders, es ist aber immer dieselbe Person. Becker hat eine unglaublich scharfe Beobachtungsgabe – selbst winzige Details im Verhalten lässt er nicht aus.
Bories vom Berg trifft es schon eher: „Wie immer beim Autor des berühmten Romans «Jakob der Lügner» ist auch hier seine ureigene literarische Methode deutlich zu erkennen, nämlich selbst außerordentlich ernste Sujets «komödienähnlich» zu bearbeiten, wie er selbst es formuliert hat. Ironie und Komik wären der von ihm präferierte Ton, das habe möglicherweise auch was mit Unterhaltsamkeit zu tun. Dieser Roman ist thematisch eindeutig mehr ein Liebesroman als ein DDR-Roman… (…) Herzlos ist Amanda, weil sie ihre Männer nicht nur physisch bespöttelt, sondern vor allem psychisch demaskiert, – und den Unrechtsstaat, den sie verachtet, gleich mit dazu!“
Ich habe das Buch schon mindestens zehn Mal gelesen und amüsiere mich immer noch köstlich.
Ein Detail ist aber eher unfreiwillig komisch: Einer der Männer will einen Roman über die Heldin schreiben, aber irgendjemand hat die Diskette, auf dem der Entwurf war, zerstört oder gelöscht. Welches Zeitfenster war das, in dem das technisch einen Sinn macht? Ab wann hatten „Heimcomputer“ Festplatten? Oder ist die fiktive Person nur einfach total zu blöd, kein Backup auf einer zweiten Diskette gemacht zu haben? Oder wusste Becker das nicht?

Symbolbild für die deutschen Medien
Was sonst noch geschah: Die Wissenschaft empfiehlt, immer in die Dusche zu pinkeln. Gut zu wissen. (Man lernt auch viel über deutschen Humor, wenn man sich vorstellt, warum I Fucking Love Science niemals von Deutschen betrieben werden könnte.
National Geographic: „Secret Room Holds ‚Lost‘ Michelangelo Artwork
These rarely seen drawings on the chamber walls may have been created when the famed artist took refuge from the Medici family in 1530.“ Sehr hübsch.
The Guardian: „Amazon indigenous leaders killed in Brazil drive-by shooting. Gunmen opened fire on a group from the Guajajara tribe on a highway in Maranhão state, killing two and wounding others.“ Davon schreiben die deutschen Medien ab, wenn sie überhaupt etwas zum Thema bringen. Wenn man vorwiegend ausländische Medien konsumiert wie ich, wird einem klar, wie beschränkt und provinziell es hierzulande zugeht. Ausser der SPD und dem Klima (ich kann das Wort nicht mehr hören) scheint es nichts zu geben, was zur Zeit „interessant“ ist.
Wenn man auf Fratzenbuch über die schreckliche Lage der Flüchtlinge in Bosnien berichtet, kritisiert niemand ein Zitat der Bild kurz danach: „Fünf Messer-Attacken in deutschen Städten“. Man kann sich die Kommentare selbst dazudenken. [Update von gestern][Update von heute]
Die Beißreflexe bei den grünguten Menschen sind ähnlich vorhersehbar und genauso dämlich. Ich hatte einen älteren Artikel gepostet: „Der Verband Ditib kontrolliert auch in Deutschland zahlreiche islamische Prediger. Einige seiner Mitglieder wettern gegen Weihnachten“. Jemand kommentierte: „Gibt es nichts Aktuelleres zum Hetzen als fast drei Jahre alten Käse?“ Jeder blamiert sich so gut, wie er kann. Wer Religion verabscheut und noch mehr weltanschauliche U-Boote Erdogans, „hetzt“. Darauf muss man erst einmal kommen. Vielleicht kommt so etwas von den Gendersternchen.

Ich weiß nicht, wofür das Teil ist, das über der Autobahn bei Halensee hängt – zum Füttern von irgendwetwas? Oder ein Wasserspender?
Auch schön von Russia Beyond: „It’s official: Native Americans and Siberians are cousins“. Ist nicht so ganz überraschend. Noch mehr Wissenschaft: Zebrafinken müssen Singen und Pfeifen erst lernen. Auch die IT-Ableitung der Uni Gießen muss noch viel lernen. „Die Hacker“ waren es vermutlich nicht.
Zum Schluss: Genau meine Postleitzahl war betroffen; ich habe aber alles bekommen. Nur funktioniert der neue Scanner auch nicht richtig… Mal sehen, ob ich das hinkriege.
Aguas Calientes
Fotografiert am 25.03.1984 in Chivay, Peru. Chivay ist bekannt für heiße Quellen. (Leider ist das Foto von mir ein bisschen verwackelt.)
[Bitte selbst ausfüllen]
Warum soll ich mir eigentlich immer selbst die Titel für Fotos ausdenken?
I am sailing…
I am sailing, I am sailing
Home again ‚cross the sea
I am sailing, stormy waters…
Durch die Wüste, revisited
Ich bin 1984 die Panamericana nach Süden getrampt, von Ica südlich von Lima bis nach Camana an der Pazifik-Küste westlich von Arequipa. Es werden um die 1000 Kilometer gewesen sein.
Ich wurde irgendwann von einem Mann in einem Volkswagen mitgenommen, der nicht wusste, wozu die Gänge gut sind – er fuhr mit heulendem Motor im dritten Gang neunzig und mit Stottern im vierten Gang Hügel hinauf, solange, bis es mir zu bunt wurde und ihn ihn überredete, mich als Steuer zu lassen, zumal er schon schweißüberströmt war und sich jedes Mal beim Anblick eines anderen Autos bekreuzigte und irgendetwas Frommes murmelte. Ich darf also behaupten, dass ich die Panamericana selbst befahren habe.
[Mehr: Durch die Wüste, 15.05.2011]
Kugelläuferin
Berlin-Frohnau, Zeltinger Platz, fotografiert ca. 1981 (Dia). Die Dame ist die Kugelläuferin, geschaffen von Otto Maerker.
Бога не существует
Die Tür zu meinem Arbeitszimmer verkündet jetzt eine Botschaft.
1917
Von den Nachgeborenen weiß wieder niemand, was das bedeutet… O tempora, o mores! (Ausstatter: Stratonaut)
Tulcán, kalt an der Grenze
Eine Marktszene in Tulcán, Ecuador, einem Ort an der Grenze zu Kolumbien. Fotografiert am 24.11.1979.
Wir wollten da nicht hin, aber die Polizei schickte uns von Ibarra wieder zurück an die Grenze, weil man nur dort einen gültigen Einreisestempel bekam. Wir waren versehentlich illegal eingereist – mit Benzinschmugglern über den Rio Mira in Kolumbien nach San Lorenzo an der Pazifikküste und von dort mit der Eisenbahn hoch in die Anden. Aus meinem Reisetagebuch:
Unangenehmer Tag, aber sonnig. Ibarra 2700 Meter hoch, sauberer als in Kolumbien. Stehen um fünf Uhr nach durchfrorener Nacht auf. Auf dem Indiomarkt ist noch nicht viel los. Oficina de la Immigration am Plaza Mayor ist am Wochenende geschlossen. Polizei schickt uns zurück an die Grenze nach Tulcán.
Der Bus braucht zweieinhalb Stunden. Tolle Fahrt über die Panamericana durch das Gebirge. Vom Busterminal zwei Kilometer in die Stadt gelaufen. Grenzpolizist schickt uns zu seinem Chef, der macht großes Theater. Reden eine Stunde mit ihm. Er sagt, der Offizier in San Lorenzo sei nicht berechtigt gewesen, uns die Einreise zu gewähren. Die sei nur in Tulcán, über Puerto Asis oder Esmeraldas und noch einer anderen Stadt möglich. Er verdonnert uns zu einer Strafe von 80 Dollar pro Person und zeigt uns sogar den Auszug des Gesetzes, auf das er sich beruft. Sie können aber keine US-Dollar wechseln, und der Kerl, der das kann und auch eine Quittung unterschreiben darf, ist erst am Montag wieder da. Wir müssen also noch eine Nacht bleiben und dürfen die Stadt bis dahin nicht verlassen..
Kapitalistisches Staatsfernsehen oder: Kreuziget ihn, milieuspezifisch
Interessant, welche Reaktionen der Fall Uwe Steimle hervorruft. Die Sache ist insofern langweilig, weil man schon vorher weiß, wer was sagt. Beide Seiten haben die Hasskappe auf, differenzierte Sichtweisen kommen kaum vor.
Ich kenne Steimle nur aus der ZDF-Anstalt, als ich noch die so genannten öffentlich-rechtlichen Anstalten schaute. Sogar mit Schramm trat er zusammen auf. Entweder waren damals alle blind und taub oder Steimle sagt jetzt etwas anders als vor einem knappen Jahrzehnt. Das wurderte mich. Steimles Attitude trifft ohnehin nicht meinen Humor, und Sendungen aka „Talkshows“, in denen er auftrat, sehe ich nicht an.
„Öffentlich-rechtliche Kollegen gelten ihm als Besatzungsmoderatoren, die englische Sprache als Besatzersprache und der gesamte öffentlich-rechtliche Rundfunk als kapitalistisches Staatsfernsehen. (Übermedien, 30.06.2018)
Natürlich haben wir juristisch gesehen kein staatliches Fernsehen. Faktisch aber doch: Wir haben Staatsverträge, die Mainstream-Medien vertreten die Sicht der herrschenden Klasse, allein schon deshalb, weil nur Mittel- und Oberschichtkinder den Beruf des Journalisten ergreifen (können).
Das Volk hat ja schon lange nichts mehr zu sagen. (Riverboat) Richtig oder falsch? Die Parteien haben für mich durch die Bank versagt. Die bescheißen das Volk. (Beifall) Richtig oder falsch?
Was Steimle zur deutschen Sprache faselt, ist meines Erachtens grober Unfug, aber ich könnte damit leben. Sinngemäß: Jeder, der in dieses Land kommen will, sollte die deutsche Sprache lernen. Das gehe direkt ins Herz (langer Beifall).
Er versteht sich nach eigener Aussage als „Seismograph“. In seiner Sendungen kamen Leute zu Wort, die sonst nirgendwo auftauchten. Das ist die klassische Aufgabe von Journalisten, nicht aber von Satirikern. Steimle versteht sich vermutlich als beides, er ist aber in beiden Metiers nicht überzeugend, vor allem dann, wenn er sich immer ernst nimmt. Und diese Sachsentümelei ist grausam.
Ich wünsche mir, dass die nächste Revolution friedlich abläuft. (Beifall) (Steimles Wutrede“, Riverboat, 13.11.2016)
Auch politisch stammelt er nur herum – aber das kann ausgerechnet der MDR nicht mehr ertragen? Das fällt ihnen erst jetzt auf? Wer den Salonfaschisten von der Jungen Freiheit Interviews gibt, ist naiv, aber auch ein ehemaliger brandenburgischer Innenminister hat das getan. So what?
Ich finde es zum Beispiel überhaupt nicht in Ordnung, dass man fremden Kulturen die Heimat wegbombt…ja? Das Geld ist von deutschen Steuerzahlern, ich sage mal „deutsch“, alle, die das hier erarbeiten. und dann wundert man sich, wenn die Leute kommen, und sagt scheinheilig: „Ihr seid alle herzlich willkommen“, aber eigentlich wollte man sie töten. Diese „Barmherzigkeit“ ist für mich Heuchelei. Wo sitzen die Leute der Rüstungsindustrie?J Ja? Über die haben wir zu sprechen, bei „Hart aber Fair“ oder „Anne Will“ oder wie sie heißen… Das verstehen die Leute nicht. Niemand ist gegen Fremde oder so. Das stimmt nicht. Da wird was gesät… so sind die Sachsen nicht. Entschuldige Sie, dass ich das so sage. Es wird uns auch was untergejubelt. Da hat man einen Schuldigen gefunden. Ich finde das unmöglich. Man kann dann immer gerne mit dem Finger…Das sind die Sachsen, nee, das sind die Eenzigen, die das Maul aufmachen. (Beifall, Riverboat)
Das erinnert mich an eine Passage aus „Der Name der Rose“. Worauf Salvatore antwortete, wenn die wahren Feinde zu mächtig seien, müssen man sich eben schwächere Feinde suchen. Ja, dachte ich mir, das war es wohl, warum man die einfachen Leute einfach nannte.
Gegen wen machen denn „die Sachsen“ das Maul auf? Stellen sie die Machtfrage? Greifen sie den Kapitalismus an und schlagen Alternativen vor? Attackieren die das Großkapital? Mitnichten.
Pegida ist nicht die Minderheit, es ist die Spitze des Eisbergs. (Beifall) Da stimme ich zu.
Ich habe mit Pegida nichts zu tun. (Riverboat) Ach.
Politics postponed
So stelle ich mir gepflegtes Chillen vor: Leckere Pralinen, guten Whisky und zum wiederholten Male das beste Buch über Frauen und Männer ever… Symboldbild für meine Stimmung (neun Tage frei!). Ich wollte mehr schreiben, aber das verschiebe ich auf morgen.
Die Freiheit über den Wolken
Über der Küste Perus – Flug von Lima nach Havanna, Kuba, 02.08.1984.
Glückwunsch!

Meine Mutter wird heute 94 und muss leider oft telefonieren…Mal sehen, ob ich in dem Alter noch bloggen werde?!
Bleibtreu
Berlin-Charlottenburg, S-Bahnhof Savignyplatz, Bleibtreustraße, frühe achtziger Jahre.
Comenius im Dunkeln
Der Comenius-Garten (Teilansicht) in Rixdorf, auch bekannt als Berlin-Neukölln.
Deutsches Internet

Der Download dürfte zu Neujahr abgeschlossen sein…





































