Ortstypisch

Rettungsstelle

Foto: Ortstypische Verunreinigung #Notaufnahme #Rettungsstelle

Eine Frau versucht sich innerhalb von 12 Stunden 22 Mal in der Notaufnahme anzumelden. Der Psychiater kennt sie schon und will sie nicht. Jetzt bekommt sie Hausverbot.

Der ideale Täter-Typ

§34a

In alten Unterlagen beim Kramen gefunden, Teil der Vorbereitung für die Sachkundeprüfung nach § 34 a Gewerbeordnung.

Ich bringe dich um, du Hurensohn

Die BZ zitiert aus einem „Brandbrief“ des Personals („zwei Angestellte der Rettungsstelle, auch im Namen weiterer Mitarbeiter“) des Vivantes Klinikums Am Urban über die Sicherheitslage:

…da es immer wieder zu brutalen Übergriffen in der Rettungsstelle kommt. Der Schutz der Mitarbeiter sei nicht ausreichend. Sie gehen mit einem Survival-Messer auf die Rettungskräfte los, schlagen mit einem Feuerlöscher Scheiben ein, randalieren halb nackt oder schreien: „Ich bringe dich um, du Hurensohn“ und Schlimmeres. Die Mitarbeiter der Rettungsstelle des Vivantes Klinikums Am Urban sehen sich oft der vollen Wucht von Gewalt und Aggressivität ihrer Notfall-Patienten ausgesetzt. (…) Zudem müsse eine 24-Stunden-Security eingerichtet werden. Bislang ist der Sicherheitsdienst nur von 16 bis 4 Uhr morgens im Einsatz.

Nun gut. Wir haben ein profitorientieres Gesundheitssystem. Was ist, wenn jetzt oder bei der nächsten Ausschreibung eine „24-Stunden-Security“ eingestellt wird, dafür aber eine Billigfirma, deren Personal ungefähr so ist wie die problematischen Patienten?

Intox

„Haben wir jemanden, der Polnisch spricht?“ – „Ja, Intox vielleicht.“ #Insiderhumor #Rettungsstelle #Notaufnahme

Nachtwache

nachtwache

Ganz normal

Älterer türkischer Mann: „Meine Frau liegt da drin. Haben Sie sie vielleicht gesehen?“
Ich: „Fragen Sie bei der Anmeldung. Aber ich habe mehrere Frauen gesehen, trägt sie ein Kopftuch oder Hijab?“
Er: „Nein, ganz normal.“
Guter Mann!
#Notaufnahme #Rettungsstelle #Hijab #Security

Akustisches Armageddon

Man könnte die Geräuschkulisse in der Rettungsstelle nehmen, um Hieronymus Bosch zu vertonen. #Rettungsstelle #Notaufnahme #Armageddon

Fünf auf einen Streich

Rettungsstelle

Innerhalb von 35 Minuten kamen neun Feuerwehren und brachten Patienten. Fünf auf einen Streich bekam ich auf’s Bild. Der normale Wahnsinn am Wochenende. #notfallaufnahme #rettungsstelle

Themensuche oder: Nur ganz kurz zwischendurch

Warum liest man weder in der Berliner Zeitungen und in den aktuellen Polizeimeldungen darüber, dass einer meiner Kollegen gestern in der Notaufnahme von einem Patienten nicht unerheblich verletzt wurde? Der Randalierer konnte nur mit Hilfe mehrerer Polizisten und Feuerwehrleute überwältigt werden. Das ist offenbar so normal dort, dass sich niemand die Mühe macht, darüber zu berichten. Mein Kollege muss krankfeiern.

Kulturferne Kulturen

Der Präsident der Bundesärtzekammer beschreibt meinen Arbeitsplatz in einem meiner Berufe: „In einigen Krankenhäusern gibt es bereits Sicherheitsdienste, um das Personal dort zu schützen. Die Politik muss dringend einen Kulturwandel befördern, damit man wieder begreift, dass diese Menschen Retter und Helfer sind.“

Da ist sie wieder, unsere „Kultur“. Die kann man nicht einfach verändern, vor allem nicht bei denen, die gar keine Kultur haben und kennen.

Menschen handeln so, dass sie sich einen Vorteil versprechen. Wenn Aggressivität und mangelnde Empathie nützlich sind und nicht die Regeln der Gesellschaft, sondern nur die der eigenen Familie zählen, darf man sich über das Ergebnis nicht wundern, solange das nicht sanktioniert wird. Ich bin nicht tolerant.

Findet den Arm!

Ein Mann hatte mit einer Flex gearbeitet und sich den Arm unterhalb des Ellenbogens sauber abgetrennt. In Panik rannte er auf die Straße und wollte mit einer Taxe in ein Krankenhaus fahren. Der Taxifahrer rief aber die Feuerwehr. Die kam mit dem schon halb bewusstlosen Mann im Galopp in die Notaufnahme. Dort versorgte man ihn, dann wurde er in eine Spezialklinik gebracht.

Die Polizei hatte die undankbare Aufgabe, den Unterarm samt Hand in der Wohnung zu finden. Ich hörte mit, dass sechs Beamte vor Ort und erfolgreich waren.

Vermutlich operieren sie immer noch. Das kann sieben Stunden dauern, wie ähnliche Beispiele zeigen.

Blubber oder: Multitoxikomanie, mal anders

Ein alkoholkranker Mann torkelt in der Notaufnahme zur Toilette. Die schlechte Nachricht: Er greift nach der erstbesten Flasche, die da ist, und trinkt sie fast aus. Die gute Nachricht: Es ist nicht das Desinfektionsmittel, sondern die flüssige Seife. Deshalb kotzt er großflächig herum. #Notaufnahme #rettungsstelle #kannmansichgarnichtausdenken

Unter Notfallexorzisten

exorzist

Rettungssanitäterhumor….

Fehlende preussisch-protestantische Selbstbeherrschung, kulturell bedingt

gewalt

Wenn der Wachschutz in der Notaufnahme Feierabend hat, also nicht präsent ist, belieben wartende Patienten manchmal auszurasten und die Scheiben der Rettungsstelle mit Stühlen und Feuerlöschern zu bearbeiten. Die Folgen beantworten auch die oft von naiven Touristen gestellte Frage: Wieso muss im Krankenhaus Security sein? #notaufnahme #security #rettungsstelle #arbeitsplatzbeschreibung

Aussschlafen? Was ist das?

Wieder drei 12-Stunden-Schichten. Ein Polizist fragt mich: „Bist du eigentlich immer hier? Oder hast du auch mal frei?“ #notaufnahme #rettungsstelle

Babylonien, revisited, 39.0

Babylonien, revisited, 39.0: Schottisch. Drei junge Männer, die von einer Aikido-Veranstaltung kamen, die für einen von ihnen nicht gut ausgegangen war. Ich hörte eine Sprache, die für mich wie eine Mischung aus Skandinavisch und Englisch klang, und fragte nach. Ich habe mir gerade Centurion gekauft, weil ich alle Filme mag, in denen Olga Kurylenko vorkommt. Vielleicht haben die Pikten ja so gesprochen.

Und noch einmal: Tigrinya. Schon der zweite Eritreer, der das sprach.

Feierabend

feierabend

Feierabend nach einer 12-Stunden-Horror-Nacht ohne Pause. Man kommt sich dämlich vor, ins Wachbuch einzutragen: „Keine besonderen Vorkommnisse“. Besser wäre: „Zahllose Vorkommnisse, aber hier keine besonderen.“

Drei Großfamilien vom Balkan. Das meint: Nach Mitternacht mehr als 50 Personen im Warteraum, inklusive mehrerer lärmender Kinder. Dazu besoffene Hipser-Tussies, die sich über sich selbst lauthals totlachen, mehrere „südländische“ Männer, die kurz vor dem Ausflippen sind und die ich nur mühsam im Zaum halten kann.

Vier Polizisten und drei Feuerwehrleute bringen einen gefesselten, aber dennoch tobenden Mann auf einer Trage, der Schaum vor dem Mund hat und schier unmenschlich kreischt und schreit. Definitiv die falsche Drogenmischung. Eine alte Bulgarin im Rollstuhl bekreuzigt sich, als die Prozession an ihr vorbeizieht. Vielleicht ist das das Richtige. Wir brauchten auch einen Exorzisten. #rettungsstelle #notfallaufnahme

Sie werden integriert – Widerstand ist zwecklos

second lifesecond life

Screenshots Second Life 2007: Burks‘ Avatar – der mit den Dreadlocks – boxt einen bewaffneten Angreifer in den Abgrund. (Ich hatte gestern eine Schlägerei im Urban-Krankenhaus, ich bin in der Laune….)

Meine Leseempfehlungen für diejenigen, die nicht am Wochenende arbeiten müssen wie ich:

– Thomas Knüwer über eine zukünftige kostenlose Bouelevard-Zeitung: „Der Tipping Point für Deutschlands Zeitungen: die Gratis-‚Bild'“.

Don Alphonso über grüne BlockwärtI*_nnen: „Grüne Denunzianten küsst und wählt man nicht“.

Michael Angele über den Niedergang der Presse, reloaded (Facebook): „Der Tagesspiegel lädt zum ‚Trendfrühstück: Hunger als Fluchtursache‘ ein. Gesponsort von Rewe“.

Kai Biermann über die Thesen eines Verwaltungsfachangestellten über Kulturelles: „Was ist deutsch? Der Innenminister schreibt über die Regeln der Leitkultur und will so Toleranz stärken. Doch seine Vorschläge sind verlogen und bewirken das Gegenteil.“

Für’s Feuilleton IFLScience: „Female Dragonflies Fake Their Deaths To Avoid Annoying Males“.

Angeschossen

Bin erst morgen wieder dort: „An der Rettungsstelle des Urban-Krankenhauses in Berlin-Kreuzberg ist ein Mann von der Polizei angeschossen und am Bein verletzt worden.“

Hanging Gardens oder: Programmierung 42 komplexer Polygone

hanging gardens

Ich weiß, ich weiß. Ich bin ein komischer Typ, der sich für allerlei komische Sachen interessiert. Ich baue virtuelle hängende Gärten (hier in: Ianda), obwohl ich Hetero bin. Ich schreibe Bücher und lehre Studenten und arbeite gleichzeitig als Bodygard. Ich bin linksradikal und greife dennoch hart gegen (meistens) Araber durch, die sich (meistens) nicht benehmen können. Meine Vorurteile gegen Polen halten sich in Grenzen, obwohl ich beruflich nur mit Polen zu tun haben, die nur noch das Wort Kurwa aussprechen können, womit sie mich meinen. Ich verweigere mich dem Gendersprech, und meine Studenten mögen es (jaja, private Elite-Uni). Ich kann in Südamerika ohne Karte und ohne Google Earth reisen, war aber noch nie in Griechenland oder Großbritannien.

Ich muss das jetzt irgendwie sagen, weil ich für lau gerade virtuelle Münzen herstelle, für jemanden, der sie braucht, und mich frage, ob das mit 42 zu tun hat ob ich vielleicht besser eine sinnvolle Sache tun sollte – nein, ich habe acht Tage durchgearbeitet, davon fünf 12 Stunden, und eine Nacht gar nicht schlafen können; ergo: Ich erlaube mir daher, jetzt um 2.10 Uhr in der Frühe nur dummes Zeug zu veranstalten, zum Beispiel hier über Blumenarrangements und den Aufgang zum Hauptquartier meines Avatars zu posten, obwohl das Publikum etwas Politisches erwartet oder zumindest eine klarere corporate identity dieses Blogs, das sich ursprünglich den Weltläuften und dem hinreichenden Erklären derselben gewidmet hatte, aber oft mäandernd ins logisch Ungefähre abschweift, der seichten Unterhaltung wegen, die zu genießen als Bedürfnis ich den wohlwollenden Leserinnen und geneigten Lesern kühn und anmaßend unterstelle.

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