Um jeden Preis auffallen

Frau Sawsan Chebli konnte wieder mal die Kresse nicht halten und twitterte aus Auschwitz so vor sich hin:
chebli

Naida Pintul (auf Facebook): Mein letzter Anlauf: Chebli schafft es nicht, einen „gewöhnlichen“ Callout (lel) in Richtung Amthors zu verfassen, nein, sie muss erwähnen, dass sie sich in Auschwitz befindet und dort große Schwüre leistet, noch mehr gegen Rassismus aufstehen zu wollen. Das ist insofern nichts neues als dass Auschwitz ständig dazu instrumentalisiert wird, sich zivilgesellschaftlich ja noch mehr gegen Rassismus und Islamophobie engagieren zu wollen und da ist Chebli nicht die erste, nicht die zweite, nicht die vierzigste, die denkt, es komme schon hin, den Antisemitismus des dritten Reiches irgendwie noch mit Rassismus gegen Muslime bzw. als solche Wahrgenommene in ideologische Verbindung zu bringen.

Hätte sie den Auschwitz-Part im Tweet weggelassen, hätte daraus einfach nur ein stinklangweiliger Beef mit nem geleckten Dorfjugend-JUler werden können, aber Chebli wäre nicht Chebli, wenn ihr das nicht ein paar Nummern zu klein gewesen wäre und man gleich die ganz großen Kaliber in Stellung bringen müsste, so wahnhaft ist sie dann doch schon.

Da Muslime keine Rasse sind und weil es beim Homo sapiens gar keine Rassen gibt, kann man auch nicht „rassistisch“ gegen eine bestimmte Sorte von Verehrern höherer Wesen sein, Frau Chebli. Man kann allerdings in der Tradition der Aufklärung behaupten, dass jemand, der im 21. Jahrhundert an Götter glaubt, dringend zum weltanschaulichen Nachhilfeunterricht muss.

Maglev im Kommunismus und auch anderswo

CNN: „China unveils 600km/h maglev train prototype“.

Robb Report: „China’s New 373-Mile-Per-Hour Bullet Train Will Be the World’s Fastest – China Railway Rolling Stock Corporation hopes to have its new maglev train in operation by 2021.“

Es gab auch eine deutsche Version (mitteleuropäischer Kapitalismus: „die eingelagerten Streckenteile wurden verschrottet“).

Bemerkenswert ist, dass der chinesische Zug die Strecke zwischen Peking und Shanghai schneller bewältigen wird als ein Flugzeug. Gerade in Deutschland hätte man von Anfang an auf dieses Transportmittel setzen können statt alles mit Autobahnen und Flughäfen vollzuballern.

Auch das wird nach der Revolution zu ändern sein…

Sonnenallee

sonnenallee

Berlin-Neukölln, Sonnenallee aka „Arabische Allee“, Himmelfahrt, morgens um 5.18 Uhr, zwischen Treptower und Roseggerstraße – ein ungewöhnliches Foto, weil man manchmal sogar mit dem Fahrrad im Stau steht.

Online-Durchsuchung, revisited

Reporter ohne Grenzen (ROG) warnt vor Plänen des Bundesinnenministeriums, wonach deutsche Geheimdienste Medien im In- und Ausland künftig digital ausspionieren könnten. Einem Referentenentwurf zufolge sollen deutsche Inlands- und Auslandsgeheimdienste Server, Computer und Smartphones von Verlagen, Rundfunksendern sowie freiberuflichen Journalistinnen und Journalisten hacken dürfen.

Dann hackt mal schön. Das ist doch wieder ein großer Schmarrn. Aber unsere „Online“-Journalisten werden das alle nachbeten.

Ich schrieb im Oktober 2009: Der Kaiser ist bekanntlich nackt und Online-Durchsuchungen hat es nie gegeben und wird es nie geben. Jedenfalls nicht so, wie sie der Volksmund und Klein Wolfgang verstehen: Da sitzt ein Ermittler irgendwo in einer Behörde und sucht und findet die IP-Adresse des Computers eines Verdächtigen, spielt dem dann „online“ und unbemerkt ein Spionageprogramm auf und liest dann mit? Vergesst es. Keep on dreaming. Die real gar nicht existierende Online-Durchsuchung ist der einflussreichste Medien-Hoax, den ich kenne, ein hübsches urbanes Märchen, das vom Wünschen und Wollen ahnungsloser Internet-Ausdrucker und noch mehr vom ahnungslosen Geraune der Medien am Leben erhalten wird. Nicht ich muss beweisen, dass es bisher keine „Online-Durchsuchung gab, sondern diejenigem, die behaupten, so etwas würde gemacht, müssen Fakten, Fakten, Fakten liefern – wer, wie und womit.

Wenn der Nutzer sich total dämlich anstellt, dann ginge es – und nur mit physischem Zugriff auf den Rechner. (Und welchen? Hackt ihr auch meinen Router und mein Intranet?)

Und kommt mir jetzt nicht mit FinFisher: …Spionageprogramme, die bislang unbekannte Sicherheitslücken von Smartphones und Computern ausnutzen, um sämtliche Aktivitäten der Nutzer auszuspionieren: Mail-Korrespondenz, Adressbücher, Chat-Programme, Telefonanrufe – sie schalten sogar Kamera und Mikrofon nach Belieben ein, ohne dass der Nutzer dies merkt.

Ach ja? PGP ist jetzt auch „gehackt“? Meine Mail-Korrespondenz, falls unverschlüsselt, wird doch schon durch die SINA-Box mitprotokolliert. Wozu jetzt noch mal draufsatteln? Meine Kameras schaltet niemand ein. Nur damit ihr’s wisst.

[Update] Fefe hat was über die Cyberpläne vom Cyberheimathorst.

Marx gleich Hitler?

Kann jemand hier fließend Polnisch? Laut Dziennik Trybuna ist jetzt in Polen angeblich der Besitz der Werke von Karl Marx strafbar.
„Tymczasem przez polski sejm przeszła właśnie nowelizacja art. 256 kk. dzięki której komunizm oficjalnie stanie się na równi nielegalny z faszyzmem.
Do tego prezentowanie, przesyłanie, czy nawet posiadanie np. dzieł Marksa, flagi z Che Guevarą, czy książki Róży Luksemburg będzie karane na równi z rozpowszechnianiem Mein Kampf.
Polska będzie teraz ciemnogrodzkim wyjątkiem na skalę świata, gdzie za Kapitał Marksa albo książki Althussera możesz iść do więzienia jeśli ziobrowym prokuratorom tylko się zechce. Cenzura zrównująca wolnościowy projekt komunistyczny i refleksję nad nim z hitleryzmem to efekt ipnowskiej, prawicowej manii. Na skalę Europy, gdzie w parlamencie zasiadają komuniści, i całego świata jest to po prostu obciach i kompromitujący wstyd.“

Europawahl, reloaded

Zur jüngsten Wahl empfehle ich die Analyse des Guardian: „EU election results 2019: across Europe“.

Spiegel online bietet eine interessante Grafik: „Die SPD holte in nur noch 18 Kreisen mehr Stimmen als alle anderen Parteien, 2014 waren es noch 92 Kreise. Die Sozialdemokraten liegen nun hinter den Grünen, die in 49 Kreisen stärkste Kraft wurden, und der AfD, die in 30 Kreisen dominierte.“ Ebenfalls aussagekräftig ist die Wählerwanderung: „Grüne holen Millionen Stimmen von SPD und Union“

Der Freitag kommentiert die Niederlage der „Linken“.

Der Tagesspiegel beschäftigt sich mit Orten, die tiefbraun sind (gruselig!): „Wo jeder Dritte rechtsnational wählt“.

Die Partei, die ich wählte, liegt in Berlin vor der FDP. Das ist sehr gut.

Sozialismus der dummen Mädels

Der Kampf für das Klima ist der Sozialismus der dummen Mädels. (Aber das versteht wieder niemand.)

Regulierte Meinungen

HAZ und Göttinger Tagblatt: „In der Diskussion um CDU-kritische Youtube-Videos vor der Europawahl hat CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer über die Regulierung von Meinungsäußerungen im Internet vor Wahlen nachgedacht.“

Heise dazu: „Wenn 70 Zeitungsredaktionen vor einer Wahl dazu aufriefen, nicht CDU und SPD zu wählen, würde dies als ‚klare Meinungsmache vor der Wahl‘ eingestuft, so Kram-Karrenbauer: ‚Was sind Regeln aus analogen Bereich und welche Regeln gelten auch für den digitalen Bereich.‘ Darüber gelte es zu diskutieren, sagte sie.“

Jetzt werden die, die Gesetze gegen Gefühle („Hass“) im Internet fordern, dumm aus der Wäsche gucken: Zensur trifft im Zweifelsfall alle, die nicht der Meinung der herrschenden Klasse und ihrer medialen Helfershelfer sind.

Tagesspiegel: „Kramp-Karrenbauer will im Wahlkampf Regeln für Influencer. (…) Dass sie Meinungsäußerungen regulieren will, weist sie aber zurück.“

Har har.

Fakten versus literarische Qualität

Der „Spiegel“ hat den Fall Relotius jetzt aufgearbeitet. Der Abschlussbericht ist lesenswert – man sollte ihn ohne Häme studieren.

Am 11. November 2015 schickte ein Leser, nach eigenen Angaben Lektor für Fachmagazine, eine E-Mail an die Adresse chef-redaktion@spiegel.de. Darin wies er ruhig und detailliert auf Fehler in der Relotius-Geschichte »Blindgänger« (…) hin, nachdem er den Text mit einer einfachen Google-Recherche überprüft hatte. Der Chefredaktionsaccount, auf dem die E-Mail einging, wird vom Sekretariat der Chefredaktion verwaltet. Die Kolleginnen dort leiteten die E-Mail am selben Tag weiter, das konnte die Kommission im Ausgangsfach überprüfen; die E-Mail ging korrekterweise an Klaus Brinkbäumer und den für Relotius zuständigen Ressortleiter Matthias Geyer. Es gibt dort keine Hinweise darauf, dass jemand dem Leser geantwortet hat.

Unfassbar. Was macht denn die Dokumentation, auf die der „Spiegel“ so stolz ist, beruflich? Noch nicht einmal Google benutzen? Ein Teil der Antwort kommt später: „… im Ressort arbeitete nur noch eine Halbtagskraft.“

Die Kommission hat mehrere Faktoren identifiziert, die eine systemische Rolle im Fall des Claas Relotius gespielt haben könnten.
• Die Stilform der Reportage, die möglicherweise für Fälschungen besonders anfällig ist.
• Der Druck durch Journalistenpreise.
• Die besondere Konstruktion des Gesellschaftsressorts innerhalb des SPIEGEL.
• Die Dokumentation, die beim Aufspüren von Fehlern, die den Fälscher möglicherweise entlarvt hätten, versagt hat.
• Der Umgang mit Fehlern

Ceterum censeo: Journalistenpreise abschaffen! Journalisten, die sich gegenseitig bepreisen? Wie blöde ist das denn? Die ehemalige stellvertretende Chefredakteurin Susanne Beyer bestätigte im Gespräch mit der Kommission, dass von der Chefredaktion Journalistenpreise ausdrücklich gewünscht worden seien. Zu welchem Zweck? Und wie kann man einen solchen Wunsch umsetzen?

Besonders gefährdet und anfällig für Ausschmückungen und Fehleinschätzungen scheint die Form der »szenischen Re-konstruktion«, wie sie im „Spiegel“ auch in den szenischen Einstiegen häufig genutzt wird.

Auch „szenische Einstiege“ sind albern und klingen fast immer bemüht. Ich habe meinen Studenten abgeraten, so etwas zu benutzen. Wer oder was also zwingt den „Spiegel“ und anderen Medien, darauf zurückzugreifen? Erkenntnisse der Wahrnehmungspsychologie? Wolf Schneider? Oder was? Lasst es einfach.

Demokratie ist…?

Demokratie

In der Tasche ist Demokratie.

Käuflich

Abgeordnetenwatch: „Als vor einiger Zeit ein vertraulicher Brief der SPD-Schatzmeisterin an eine gesetzliche Krankenkasse öffentlich wurde, war die Blamage groß. In dem Schreiben bat sie ganz offen um eine Spende für den bevorstehenden Wahlkampf – dabei dürfen Parteien von gesetzlichen Krankenkassen gar keine Spenden annehmen. Nach dem Parteiengesetz sind Zahlungen von Körperschaften des öffentlichen Rechts verboten.“

Die Parteispenden im Jahr 2017 sind aufschlussreich.

Der Kommunismus ist …?

fragebogen

Symbolbild für alles Mögliche, Schlossmuseum Quedlinburg

Angeregt durch den Tipp eines Lesers und den Freitag habe ich den ominösen Fragebogen für Politiker auch ausgefüllt:

Was mögen Sie an Angela Merkel?
Sie könnte mir vermutlich die kosmologische Inflation erklären, ohne vorher zu googeln.

Welches Buch haben Sie zuletzt nicht zu Ende gelesen?
William Ryan / Walter Pitman: Noah’s Flood: The New Scientific Discoveries About The Event That Changed History.

Welchen linken Politiker, welche linke Politikerin bewundern Sie?
Ich bewundere niemanden außer Alexander von Humboldt und Karl Marx.

Würden Sie gerne öfter Fahrrad fahren?
Ich fahre oft genug Fahrrad.

Welches Auto gefällt Ihnen am besten?
Der Porsche 356.

Wann sind Sie zuletzt U-Bahn gefahren?
Gestern.

Welche Drogen sollten Ihrer Meinung nach legalisiert werden?
Alle. Der Staat soll den Bürgern nicht vorschreiben, womit sie sich zudröhnen.

Darf man in Ihrem Schlafzimmer rauchen?
Nein.

Wer oder was hätten Sie gerne sein mögen?
Kosmonaut.

Sollte das generische Maskulinum abgeschafft werden?
Nein.

StudentInnen oder Studierende?
Studenten.

Haben Sie ein Zeitungsabo? Wenn ja, welches?
Nein.

Wie viele Apps sind auf Ihrem Smartphone?
77.

Und welche benutzen Sie am meisten?
Whatsapp und DuckDuckGo.

Töten Sie Insekten?
Alle, die mich stechen wollen.

Ihr Lieblingsvogel?
Der Adler.

Offene Grenzen sind …?
… im Sinne des Kapitals.

Sollte man Gehälter öffentlich machen?
Bei Politikern immer.

Der Kommunismus ist…?
… die Zukunft, ob jemandem das gefällt oder nicht.

Welchen Song würden Sie auf die einsame Insel mitnehmen?
Burning Spear: Happy Day.

Toskana oder Krim?
Krim.

Sushi oder Schnitzel?
Schnitzel.

Haben Sie geweint, als die Berliner Mauer fiel?
Nein.

Gehen Sie vorsichtig mit Ihren Daten im Netz um?
Ja.

Kaufen Sie bei Amazon?
Ja.

Ihre Lieblingsgewerkschaft?
Ein notwendiges Übel. Ich bin seit vielen Jahren Verdi- und DJV-Mitglied.

Sollte der Kapitalismus überwunden werden?
Na klar.

Waren Sie schon mal auf einer Demonstration?
Seit 1970 immer wieder.

Haben Sie Aktien?
Nein.

Wo haben Sie zuletzt Urlaub gemacht?
In Unna.

Was schätzen Sie an der chinesischen Kultur?
Das Essen.

Welchen Rat würden Sie der SPD-Parteivorsitzenden geben?
Keinen, sie würde mir nicht zuhören und ihn auch nicht verstehen.

Haben Sie schon einmal einen Abend mit einem Flüchtling verbracht?
Ja. Mit meinem Großvater.

Sind einige Ihrer besten Freunde Muslime?
Nein. Ich kann mit Verehrern höherer Wesen überhauptet nicht befreundet sein.

Wem würden Sie das Bundesverdienstkreuz geben?
Dr. Michael Schmidt-Salomon.

Ihr Lieblingsfilm?
Aktuell: The Expanse.

Ihr Lieblingsmaler?
Hieronymus Bosch.

Welche Ausstellung haben Sie zuletzt besucht?
Fachwerkmuseum im Ständerbau, Quedlinburg.

Ihr Lieblingsjournalist?
Hans-Günter Wallraff.

Kaufen Sie im Bio-Laden?
Nur Obst zum Einkochen.

Wie möchten Sie sterben?
Im Schlaf.

Nespresso oder Filterkaffee?
Was ist Nespresso?

Wer SPD wählt, ist doof

marktwirtschaft

„Alles, was man vor der Europawahl über die SPD wissen muss, um sie nicht zu wählen, hat übrigens Katarina Barley im Fragebogen des aktuellen Freitag gesagt.“ (Christian Baron)

Kostümierter Staatsfunk

Ein Artikel ist wie eine Hose und hat wie diese einen Preis. Liefert der eine Journalist nicht, was bestellt ist, liefert der andere. (…) Die sogenannten privaten Medien gehören eben nicht irgendwelchen „zweihundert reichen Leuten“, sondern „der Wirtschaft“, dem Kapital; die sogenannten „öffentlich-rechtlichen“ gehören dem Staat, vertreten durch die ihn tragenden Parteien. (…) Was sich „öffentlich-rechtlich“ kostümiert, ist: Staatsfunk. Presse- und Meinungsfreiheit bedeuten, dass der Staat und das Kapital so frei sind, ihre Meinung vom Blatt singen zu lassen, begleitet von einem manchmal dezent murrenden Chor. (…) Für neunzig Prozent des Gesendeten und Gedruckten und Erwägungen wie die hier angestellten freilich sinnlos. Es ist einfach Schund, Abfall, Dreck, wie die Hersteller selbst zugeben, wenn sie das eine oder andere ihrer Produkte als ‚Qualitätsmedium“ davon abzuheben versuchen… (Hermann L. Gremliza: Aus der Welt der Wahren, in der aktuellen konkret)

Moralisierender Kindermüll

koran

Wenn ihr Wer glaubt, ich würde mir jetzt die Haare blau färben, mein Blog mit Musik unterlegen, auf Diskussionen zum Frühfeudalismus und der Programmierung merkwürdiger Polygone verzichten und unpolitischen Quatsch faseln über das Klima (und vermutlich auch was mit Tieren), der irrt.

Female Muslim Workers!

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Source: Russian perspectives on Islam

Damit sollte man heute die grünen und parteilinken Islamversteher*_&$innen traktieren. (Die Position Lederers ist ein Grund, warum ich die „Linke“ nicht mehr wähle.)

By the way: Wie man die Rechte fördert, hat Mark Harbers, der niederländische Minister für Einwanderung, gerade demonstriert.

Restaurantempfehlung

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Im Pastaladen in Berlin-Weißensee gibt es extrem leckeres italienisches Essen – täglich „frische, handgemachte, original italienische Pasta, wie sie nur noch und immer seltener werdend in traditionellen Trattorias in Italien angeboten wird.“

Am Wochenende hat der kleine Laden geschlossen. Offiziell gibt es keinen Wein, weil für den Ausschank von Alkoholika ein behindertengerechtes Klo vorhanden sein müsste.

Ich aß Canederli Altoatesini – Semmelknödel aus Südtirol mit Fontina-Käse in Parmesan-Zitronen-Creme auf gebratenem Weißkohl mit Schnittlauch.

Er hat „Österreich“ gesagt!

Österreich

Habe ich in den letzten vier Tagen etwas verpasst? Österreich? Dieser Zwergstaat hinter den sieben Bergen hat 8,8 Millionen Einwohner. Die chinesischen Städte Shanghai, Peking, Shenzgen, Guangzhoue, Tianjin haben mehr Einwohner. Wuhan hat ungefähr so viele Bewohner wie Österreich und ist ähnlich wichtig. So what?

Die herrschende Klasse ist korrupt? Hört, hört! Was war noch mal der Berliner Bankenskandal, den unsere Qualitätsmedien nicht aufgeklärt haben, sondern der geschätzte Kollege Mathew D. Rose fast im Alleingang?
So wurden seit langem und systematisch Verluste über Netzwerke von Strohmännern verborgen, Risiken aus Geschäften wurden mit dubiosen Verträgen auf das Land Berlin abgewälzt. Für einen ausgewählten Personenkreis (vor allem Prominente, Mitglieder der Regierungsparteien CDU und SPD, Bankmanager sowie deren Bekanntenkreis) wurden Sonderfonds angeboten, deren Konditionen noch wesentlich besser als die der normalen Immobilienfonds waren. Weiterhin gab es hohe Abfindungen und Renten für die entlassenen Bankmanager sowie Verträge mit unangemessenen Mieten für bankeigene Villen, die von den Managern genutzt wurden. Auch die kostenlose Renovierung mehrerer dieser Villen kam ans Licht.

Die Neue Zürcher Zeitung hat einen netten und treffenden Kommentar dazu: „Deutsche Politiker reden über Österreich, als wäre Wien Magdeburg oder Hannover. Die FPÖ dürfte davon profitieren.“

Genau so wird es sein.

Da geht die Kohle hin

steuertruhe

Eiserne Steuertruhe des „Kaiserlich freien weltlichen Reichsstifts Quedlinburg“ mit verstecktem Deckelschloss und vierzehn Verriegelungspunkten (Schlossmuseum Quedlinburg). Die Truhe war ideal geeignet, um größere Geldbeträge zu verwahren, da ihre massive Ausführung und die 14 Schlösser für das 18. Jahrhundert ein hohes Maß an Sicherheit gewährleisteten.

Wunschliste [Update]

wunschliste

Zu teuer oder nicht zu haben – was ein Pech. Wenn jemand eine preiswertere Version irgendwo sieht, bitte ich um eine verschlüsselte E-Mail.

Jemand schickte mir gerade Link 1 und Link 2 – funktioniert aber gerade nichts (Zeitmangel!).

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