Wer SPD wählt, ist doof

marktwirtschaft

„Alles, was man vor der Europawahl über die SPD wissen muss, um sie nicht zu wählen, hat übrigens Katarina Barley im Fragebogen des aktuellen Freitag gesagt.“ (Christian Baron)

Kostümierter Staatsfunk

Ein Artikel ist wie eine Hose und hat wie diese einen Preis. Liefert der eine Journalist nicht, was bestellt ist, liefert der andere. (…) Die sogenannten privaten Medien gehören eben nicht irgendwelchen „zweihundert reichen Leuten“, sondern „der Wirtschaft“, dem Kapital; die sogenannten „öffentlich-rechtlichen“ gehören dem Staat, vertreten durch die ihn tragenden Parteien. (…) Was sich „öffentlich-rechtlich“ kostümiert, ist: Staatsfunk. Presse- und Meinungsfreiheit bedeuten, dass der Staat und das Kapital so frei sind, ihre Meinung vom Blatt singen zu lassen, begleitet von einem manchmal dezent murrenden Chor. (…) Für neunzig Prozent des Gesendeten und Gedruckten und Erwägungen wie die hier angestellten freilich sinnlos. Es ist einfach Schund, Abfall, Dreck, wie die Hersteller selbst zugeben, wenn sie das eine oder andere ihrer Produkte als ‚Qualitätsmedium“ davon abzuheben versuchen… (Hermann L. Gremliza: Aus der Welt der Wahren, in der aktuellen konkret)

Moralisierender Kindermüll

koran

Wenn ihr Wer glaubt, ich würde mir jetzt die Haare blau färben, mein Blog mit Musik unterlegen, auf Diskussionen zum Frühfeudalismus und der Programmierung merkwürdiger Polygone verzichten und unpolitischen Quatsch faseln über das Klima (und vermutlich auch was mit Tieren), der irrt.

Female Muslim Workers!

korankoran

Source: Russian perspectives on Islam

Damit sollte man heute die grünen und parteilinken Islamversteher*_&$innen traktieren. (Die Position Lederers ist ein Grund, warum ich die „Linke“ nicht mehr wähle.)

By the way: Wie man die Rechte fördert, hat Mark Harbers, der niederländische Minister für Einwanderung, gerade demonstriert.

Restaurantempfehlung

pastaladenpastaladenpastaladen

Im Pastaladen in Berlin-Weißensee gibt es extrem leckeres italienisches Essen – täglich „frische, handgemachte, original italienische Pasta, wie sie nur noch und immer seltener werdend in traditionellen Trattorias in Italien angeboten wird.“

Am Wochenende hat der kleine Laden geschlossen. Offiziell gibt es keinen Wein, weil für den Ausschank von Alkoholika ein behindertengerechtes Klo vorhanden sein müsste.

Ich aß Canederli Altoatesini – Semmelknödel aus Südtirol mit Fontina-Käse in Parmesan-Zitronen-Creme auf gebratenem Weißkohl mit Schnittlauch.

Er hat „Österreich“ gesagt!

Österreich

Habe ich in den letzten vier Tagen etwas verpasst? Österreich? Dieser Zwergstaat hinter den sieben Bergen hat 8,8 Millionen Einwohner. Die chinesischen Städte Shanghai, Peking, Shenzgen, Guangzhoue, Tianjin haben mehr Einwohner. Wuhan hat ungefähr so viele Bewohner wie Österreich und ist ähnlich wichtig. So what?

Die herrschende Klasse ist korrupt? Hört, hört! Was war noch mal der Berliner Bankenskandal, den unsere Qualitätsmedien nicht aufgeklärt haben, sondern der geschätzte Kollege Mathew D. Rose fast im Alleingang?
So wurden seit langem und systematisch Verluste über Netzwerke von Strohmännern verborgen, Risiken aus Geschäften wurden mit dubiosen Verträgen auf das Land Berlin abgewälzt. Für einen ausgewählten Personenkreis (vor allem Prominente, Mitglieder der Regierungsparteien CDU und SPD, Bankmanager sowie deren Bekanntenkreis) wurden Sonderfonds angeboten, deren Konditionen noch wesentlich besser als die der normalen Immobilienfonds waren. Weiterhin gab es hohe Abfindungen und Renten für die entlassenen Bankmanager sowie Verträge mit unangemessenen Mieten für bankeigene Villen, die von den Managern genutzt wurden. Auch die kostenlose Renovierung mehrerer dieser Villen kam ans Licht.

Die Neue Zürcher Zeitung hat einen netten und treffenden Kommentar dazu: „Deutsche Politiker reden über Österreich, als wäre Wien Magdeburg oder Hannover. Die FPÖ dürfte davon profitieren.“

Genau so wird es sein.

Da geht die Kohle hin

steuertruhe

Eiserne Steuertruhe des „Kaiserlich freien weltlichen Reichsstifts Quedlinburg“ mit verstecktem Deckelschloss und vierzehn Verriegelungspunkten (Schlossmuseum Quedlinburg). Die Truhe war ideal geeignet, um größere Geldbeträge zu verwahren, da ihre massive Ausführung und die 14 Schlösser für das 18. Jahrhundert ein hohes Maß an Sicherheit gewährleisteten.

Wunschliste [Update]

wunschliste

Zu teuer oder nicht zu haben – was ein Pech. Wenn jemand eine preiswertere Version irgendwo sieht, bitte ich um eine verschlüsselte E-Mail.

Jemand schickte mir gerade Link 1 und Link 2 – funktioniert aber gerade nichts (Zeitmangel!).

Avatare sehen dich an, reloaded

avatar

Ich muss vier Tage 12 Stunden arbeiten, vielleicht komme ich nicht dazu, etwas Substanzielles zu bloggen.

Qualitätsjournalismus, revisited oder: So genannte Hintergrundgespräche

Telepolis: „Von gefährlichen Iranern, trickreichen Russen und schrecklichen Kindern“.

Der Tagesspiegel hat auch etwas: „Bundesnachrichtendienst streute heimlich Russland-Kritik unter Medien“.

Yo.

Goethe et al

goethe zitate

Coloured Mom

mom

Meine Mutter im Jahr 1929. Ich habe ein bisschen experimentiert – das Foto ist ursprünglich schwarz-weiß. Colorize Photos oder Colourise your black and white photos machen da ein ganz ordentliches buntes Foto draus, obwohl ich das Original schöner finde.

Es war einmal in einer Zeche im Ruhrpott

Zeche Bönen

Credits: Gemeindearchiv Bönen

Three strikes law?

„Es ist seltsam: Wir gehen brutal gegen jeden vor, der ins Land will. Wer die Berichte aus den Lagern am Mittelmeer liest, die wir dulden, um Flüchtlinge fern zu halten, den muss das Schaudern packen. Aber kaum ist jemand im Land, schalten wir auf eine Nachsicht um, die an Apathie grenzt.“

Man muss hier jedem Wort zustimmen.

Eines Menschen gedenken

Wiglaf Droste ist tot. (Und – Ironie des Schicksals – Vera Lengsfeld lebt noch.)

Ich empfehle den Nachruf Gustav Seibts in der Süddeutschen: „Patriotismusverächter und Sprachliebhaber“:
Sein Metier dabei war weniger die Welt- als die Sprachbeobachtung. Sprachkritik war bei ihm aber nicht Knöllchenverteilung zur Verhöhnung von Unterprivilegierten, sondern ein scharfer Blick auf gesellschaftliche Praktiken, in denen Mitarbeiter „gut aufgestellt“ zu sein haben, um „zeitnah“ und „zielführend“ agieren zu können, gehetzt von rollkofferbollernden und mobiltelefonbrüllenden Managementbarbaren. Dabei mobilisierte Droste die autoerotische Sprachlust ungebremsten Schimpfens ebenso wie das raue Gelächter über öffentlichen Schwachsinn.

Einer meiner Lieblingstexte Drostes ist Mösenstövchen bleibt:
Sex/Gender-Debatten mögen einige Akademikerinnen ernähren; zu diesem einzigen Zweck wurden sie schließlich ersonnen. Sie fügen der Welt jedoch weder Wahrheit noch Schönheit zu. Was sich im feministischen Restmilieu abspielt, ist bloße Folklore. Der Wunsch, über korrekt gemeinte scheußliche Wörter Welt und Weltbewusstsein zu ändern, nervt – und scheitert.

Dieselben Leute, die früher wegen Wiglaf Drostes Kolumnen ihr Taz-Abo gekündigt haben, gehen heute vegan essen, verehren Greta und den Klimaschutz und sprechen gendergerechte Sprache.

Breaking News

breaking

Kein Vergeben! Kein Vergessen!

Wilhelm Brauckmann

Wilhelm Brauckmann, Holzwickede, Nordstr. 19, geboren am 27.05.1888 in Holzwickede, heiratete und wurde Vater zweier Töchter. Zuletzt arbeitete er als Maurerpolier bei der Firma Horstkorte. In das Fadenkreuz der Nationalsozialisten geriet er durch seine engagierte Tätigkeit in der SPD und der Gewerkschaft. Ohne weiteren Anlass wurde er am 01.09.1933 von der Polizei verhaftet und in das Konzentrationslager Bergkamen-Schönhausen verschleppt, wo er unter desolaten Verhältnissen eingesperrt und schwer misshandelt wurde. Nach seiner Entlassung im Oktober 1933 war er dauerhaft arbeitsunfähig, musste sich regelmäßig bei der NSDAP-Ortsgruppenleitung melden und wurde unter ständige „Betreuung“ eines Truppführers gestellt. Von den Folgen der Misshandlungen erholte sich Wilhelm Brauckmann nicht mehr und verstarb am 01.08.1937.

Deadly Punch

trade war

South China Morning Post: „China will not only act as a kung fu master in response to US tricks, but also as an experienced boxer and can deliver a deadly punch at the end,” Wei told the South China Morning Post, adding that the world’s second largest economy is prepared for an extended trade war with the US.
US agriculture products would be a natural primary target for retaliation, especially wheat, corn and pork, Wei said. These would directly target a key part of US President Donald Trump’s electoral base in the run-up to the 2020 election, in which US policy towards China is expected to play a key role.“

Woran denke ich jetzt? Tut mir leid, aber es ist ein Marxsches Zitat – obwohl der Alte sich geirrt hat, wie das geschehen wird. Aber was passiert, ist ziemlich klar beschrieben:
Je ein Kapitalist schlägt viele tot. Hand in Hand mit dieser Zentralisation oder der Expropriation vieler Kapitalisten durch wenige entwickelt sich die kooperative Form des Arbeitsprozesses auf stets wachsender Stufenleiter, die bewußte technische Anwendung der Wissenschaft, die planmäßige Ausbeutung der Erde, die Verwandlung der Arbeitsmittel in nur gemeinsam verwendbare Arbeitsmittel, die Ökonomisierung aller Produktionsmittel durch ihren Gebrauch als Produktionsmittel kombinierter, gesellschaftlicher Arbeit, die Verschlingung aller Völker in das Netz des Weltmarkts und damit der internationale Charakter des kapitalistischen Regimes. (…) Die Zentralisation der Produktionsmittel und die Vergesellschaftung der Arbeit erreichen einen Punkt, wo sie unverträglich werden mit ihrer kapitalistischen Hülle. Sie wird gesprengt. Die Stunde des kapitalistischen Privateigentums schlägt. Die Expropriateurs werden expropriiert.

Apropos: Lünschermannsweg

burks lünschermannsweg

Nachtrag zum Lünschermannsweg in Holzwickede, von der Quellenstraße aus gesehen. Ihr wisst, warum das jetzt sein muss.

The Decline of Anti-Trumpism, revisited

Ich hatte vor mehr als einem Jahr einen Artikel der New York Times erwähnt: „The Decline of Anti-Trumpism“. „The modern lowbrow (…) ignores normal journalistic or intellectual standards. He creates a style of communication that doesn’t make you think more; it makes you think and notice less. He offers a steady diet of affirmation, focuses on simple topics that require little background information, and gets viewers addicted to daily doses of righteous contempt and delicious vindication.“

Heute lese ich im Tagesspiegel: „Donald Trumps Beliebtheitswerte sind nicht nur stabil – sie steigen sogar“.

Wie kann denn das sein, da doch die deutsche Journaille freiwillig gleichgeschaltet unisono sich die Finger wundschreibt, um das Gegenteil zu erreichen?

Im November 2016, nach Trumps Wahlsieg, publizierte ich hier:
Robby Soave auf Reason.com: „Nobody votes for Trump or likes Trump on the basis of policy positions. That’s a misunderstanding of what the Trump phenomenon is. (…) The segment of the electorate who flocked to Trump because he positioned himself as „an icon of irreverent resistance to political correctness“ think it means this: smug, entitled, elitist, privileged leftists jumping down the throats of ordinary folks who aren’t up-to-date on the latest requirements of progressive society.“

Ganz großartig: „ordinary folks who aren’t up-to-date on the latest requirements of progressive society“. Ich sage nur: Gendesprech*(/_innen! Wie schreibt man das noch mal?

Ferdinand Knauß in der Wirtschaftswoche: „Gerade wir Journalisten können oder wollen dieses Wahlergebnis kaum fassen. Vermutlich auch, weil wir zwar über Trump schreiben, aber kaum jemals mit seinen Anhängern sprechen.“

Die Neue Zürcher Zeitung behauptet übrigens das Gegenteil – Trump werde immer unbeliebter. Das kann aber unser Vertrauen in den Qualitätsjournalismus nicht erschüttern.

Ich hatte Trumps Wahl vorhergesagt. Ich sage jetzt voraus, dass Trump die nächste Wahl gewinnen und wiedergewählt werden wird. Bin ich der einzige Journalist in Deutschland, der noch alle Tassen im Schrank hat der das so sieht?

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