Giant and Dwarf Things

Tikal

Das Foto habe ich 1979 in Tikal in Guatemala gemacht.

Kurze Wissenschaftsnachlese:
BBC: „Prehistoric art hints at lost Indian civilisation – The discovery of rock carvings believed to be tens of thousands of years old in India’s western state of Maharashtra has greatly excited archaeologists who believe they hold clues to a previously unknown civilisation…“

National Geographic: „Laser Scans Reveal Maya „Megalopolis“ Below Guatemalan Jungle. A vast, interconnected network of ancient cities was home to millions more people than previously thought.

IFLScience dazu: „In all, more than 61,000 ancient structures have been accounted for in the surveyed region, indicating that up to 7 to 11 million people were present at the height of the Late Classic period, 650-800 CE. For scale, New York City has about 8.5 million people. These populations were unevenly distributed with different levels of urbanization and were spread out over more than 1,200 square kilometers (810 square miles). This land was modified in some way for the intensive agricultural production needed to support the massive population for hundreds of years.“

Carnegie Science: „New extremely distant solar system object found during hunt for Planet X2.

Agua, revisited

agua

Besteigung des Vulkans Agua (3760 m) in der Nähe der Kleinstadt Antigua in Guatemala (1979).

Livingstone, I presume

gringo

Das Foto habe ich in dem kleinen Ort Livingstone an der Atlantikküste Guatemalas gemacht (1982). Ich habe die Dias aus der Zeit schon Jahrzehnte nicht mehr angesehen und miste gerade aus.

Wir waren in der Nacht von einem Schmuggler illegal über die Grenze zwischen Belize und Guatemala gebracht worden, Guatemala erlaubte hier keine Grenzübertritte. Wir wollten aber hinüber, weil die Option gewesen wäre, durch halb Belize wieder nach Norden reisen zu müssen, was eh schon mühselig gewesen war. Der Kerl hatte uns mit seinem Kanu bei Sonnenaufgang einfach am Strand abgesetzt – nach dem Motto: Jetzt seht mal zu, wie ihr weiterkommt. Sein Geld hatte er ja im voraus bekommen. Meine Begleiterin blieb am Strand und passte auf die Rucksäcke auf. Ich musste jemanden finden, der mir sagen konnte, wo wir einen legalen Einreisestempel für unsere Pässe bekommen würden. Die Leute auf dem Weg waren die ersten, die ich sah. (Es gab ein Happy End, aber es kostete mich noch mal 20 Dollar.)

Gringo con mochila

gringo

Das bin ich irgendwo in Guatemala (1979). Der Rucksack wog 22 Kilo – gutes Konditionstraining, aber der Inhalt musste ja auch für die sieben Monate reichen, die ich unterwegs war.

Fernreisen per Bus

agua

Fernreisen per (Schul)Bus in Guatemala (1979). Die Fahrgäste mussten öfter aussteigen und schieben oder warten, bis das Gefährt sich durch den Schlamm gewühlt hatte.

Schwankend

brücke

Eine eingestürzte Brücke in Guatemala (1979). Wir mussten mit unseren schweren Rucksäcken über die Behelfsbrücke laufen. Das kann man nur noch mit der chinesischen Variante (Facebook) toppen.

Volcán de Agua

Tikal

Besteigung des Vulkans Agua (3760 m) in der Nähe der Kleinstadt Antigua in Guatemala (1979). Der Aufstieg war nicht besonders anstrengend, und im Krater war damals – Überraschung! – ein kleiner Fußballplatz mit Toren. Die Aussicht aber war atemberaubend.

Iluminación

Puerto Barrios

Das Foto habe ich 1982 in Puerto Barrios in Guatemala aufgenommen.

Sustainable water use in Mayan Tikal

Tikal

Diverse Medien berichten heute von riesigen Wasserspeichern der Maya, die Archäologen entdeckt haben.

Es hat mich einige Sekunden gekostet herauszufinden, wo die deutschen Zeitungen (O Wunder – sogar eine Link bei SpOn!) das abgeschrieben haben. Beim Examiner wurde ich übrigens nach englischen Suchbegriffen fündig – „Sustainable water use in Mayan Tikal“. Der Original-Artikel steht im Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS), Standford University.
Recent mapping, sediment coring, and formal excavation at Tikal, Guatemala, have markedly expanded our understanding of ancient Maya water and land use. Among the landscape and engineering feats identified are the largest ancient dam identified in the Maya area of Central America; the posited manner by which reservoir waters were released; construction of a cofferdam for dredging the largest reservoir at Tikal; the presence of ancient springs linked to the initial colonization of Tikal; the use of sand filtration to cleanse water entering reservoirs; a switching station that facilitated seasonal filling and release; and the deepest rock-cut canal segment in the Maya Lowlands.

Ich finde mein Foto von Tikal (1979, vgl. auch diese) schöner als das bei SpOn.

Tikal

TikalTikal

Die Fotos habe ich 1979 in Tikal in Guatemala gemacht.

Wer das obige Foto wiederzuerkennen meint, obwohl er oder sie noch nie in Guatemala war, der irrt nicht unbedingt. Genau aus dieser Perspektive wurde eine Filmszene in „Krieg der Sterne“ gedreht.

Just a Beach in Guatemala

Guatemala

Ja, das ist ein ganz normaler Strand, nicht besonders schön und nicht besonders aufregend. Aber nur auf den ersten Blick. Dieser Strand hat es in sich: Ich war mit dem (motorisierten) Kanu eines Einwohners von Punta Gorda in Belize am frühen Morgen illegal über die Grenze nach Guatemala gebracht worden – für eine Handvoll Dollar.

Zwischen dem spanischsprachigen katholischen Guatemala und dem englischsprachigen Belize, einer ehemaligen englischen Kolonie, gab und gibt es immer Spannungen, weil Guatemala ganz Belize für sich reklamiert.

Throughout Belize’s history, Guatemala has claimed ownership of all or part of the territory. This claim is occasionally reflected in maps showing Belize as Guatemala’s twenty-third department. As of February 2012, the border dispute with Guatemala remains unresolved and quite contentious. Guatemala’s claim to Belizean territory rests, in part, on the terms Clause VII of the Anglo-Guatemalan Treaty of 1859 which (supposedly) obligated the British to build a road between Belize City and Guatemala. At various times the issue has required mediation by the United Kingdom.

Hätten Sie’s gewusst? Ich wusste es, umd dementsprechend mulmig war es mir. weil die Grenze nach Süden damals (1982) für Ausländer geschlossen war. Ich wurde also einfach am Strand abgesetzt und musste selbst sehen wie ich zurechtkam: das nächste Dorf – Livingston – finden, Immigration Office finden, bestechen, Stempel im Pass, irgendwie weiterkommen.