Ich nix verstehn

A highly realistic photo of a fictional southern indian young scientist in a modern laboratory, surrounded by German-language documents, warning signs, and computer interfaces. The scientist ignores the language materials, focusing only on equations and instruments, showing detachment from the unfamiliar language. Natural lighting, documentary photography style, ultra-realistic. –s 750. Ich musste erst auf Midjourney einprügelnprompten, bis ein vernünftiges Ergebnis kam.
In den Qualitätshauptstadtmedien lese in den Teaser: „Indischer Start-up-Gründer über Englisch in Berlin: „Deutsche müssen akzeptieren, dass nicht jeder ihre Sprache lernen will““.
Vor kurzem wurde ich in einem Interview zu Deutschlands Umgang mit seinen Atomkraftwerken befragt. Ich sprach Englisch. Eine der ersten Reaktionen auf der Plattform X darauf war: „Er lebt seit neun Jahren in Deutschland und spricht kein Deutsch?“
Es ist eine Haltung, die mir und vielen anderen Expats oft begegnet. Ja, ich lebe seit neun Jahren in Deutschland und spreche nicht flüssig Deutsch. Ist das ein Problem? Ich finde nicht.
Eher sollten sich die Deutschen daran gewöhnen: Wenn dieses Land gutausgebildete, internationale Talente anziehen, und wirtschaftlich relevant bleiben will, müssen die Deutschen akzeptieren, dass nicht jeder Expat Deutsch lernen will.
Leider kann ich dort nicht kommentieren. Doch, Mayukh Panja, das ist ein Problem! Es gibt heute Apps und Sprachlernportale. Ich nutze Duolingo, um Spanisch und Französisch zu wiederholen und für die ersten Schritte mit Mandarin, und Sprachenlernen24.de, um Hebräisch zu lernen.
– Wer kein Deutsch lernen will, ist unhöflich, ignorant und faul.
– Wer kein Deutsch lernen will, ist zu dumm und ein selbstgefälliger Idiot.
– Wer das, wie der „Tagesspiegel“ – nicht genau so kommentiert, ist ein Trottel.
By the way: Die indischen Männer, die ich kenne, lernen fanatisch und diszipliniert Deutsch und sprechen das nach nur wenigen Jahren besser als viele Araber oder Türken, die hier geboren sind.
Was mit Medien
Heute was mit Medien. Ich habe meinen Medienkonsum seit 65 Jahren Revue passieren lassen. Ich heute alles besser oder schlechter oder anders?
Natürlich bin ich mitnichten repräsentativ, schon allein deshalb, weil ich das Wort „mitnichten“ benutzen. Fernsehen in Gestalt der „Tagesschau“ kenne ich erst ungefähr seit meinem 16. Lebensjahr, da TV in meiner Familie als Teufelswerk galt und man angehalten war, stattdessen die Bibel oder andere fromme Schriften zu studieren. Als meine Mutter dieses ungeschriebene Gesetz brach und eine Glotze – natürlich in schwarz-weiß – anschaffte, musste sie das Gerät jahrelang hinter der Wohnzimmerschranktür verstecken, weil die Sekten-Peer-Group und insbesondere auch meine Großeltern das mit einem Shitstorm kommentiert hätten.
Aber wie hat „man“ sich informiert? Wir lasen den Hellweger Anzeiger – sonst nichts „Weltliches“, auch bekannt als Babylon.
Als Schüler las ich den „Spiegel“, Und ich habe zahllose Bücher in mich hineingefressen, sobald ich mein eigenes Geld hatte (ob 16 in den Ferien im Straßenbau). Wilhelm Reich war der erste Sargnagel für die Verehrung höherer Wesen. Als Student abonnierte noch die Frankfurter Rundschau, weil die „links“ war; die „Konkret“ wegen der halbnackten Mädels und die Peking-Rundschau, was ich mit Paul Breitner gemeinsam hatte. In Berlin kam noch die Rote Fahne hinzu.

Aktenordner mit „Peking Rundschau“, aufgenommen in meiner Wohnung in Berlin-Schöneberg 1976. Der Kater hieß übrigens Salami.
Wenn man genauer hinschaut, hat sich bis zu der Zeit, als das Internet auch in Deutschland zur Verfügung stand, nichts geändert: Eine Tageszeitung, vielleicht eine Wochenzeitung (ich hatte eine Weile die „Zeit“ abonniert, weil die Artikel von mir gedruckt hatten), ein Monatsmagazin und Speziallektüre zur Unterfütterung der Sekten Weltanschauung. Wozu hätte man zusätzlich Social Media gebraucht?
Im Vergleich zu heute: Eine Tageszeitung auf Papier brauche ich nicht. Wenn ich eine in die Finger bekomme, brauche ich fast immer nur fünf Minuten, um alles gelesen zu haben, was mich interessiert. Der Form halber habe ich die Online-Ausgabe der bürgerlichen Presse „Welt“ abonniert, weil die gendersprachenfrei ist und um keine Themen zu verpassen, die gerade durchs Dorf getrieben werden. Dazu lese ich die Jerusalem Post, weil eine Sicht „von außen“ manche deutschen Themen auf ihre wirkliche Bedeutung zusammenschrumpeln lassen.
Apropos Themen: Die Gratis-Version der „Bild“, RT deutsch und zehn Minuten wild herumzappen – von der South China Morning Post bis zum Heise Newsticker – garantieren, dass man nichts verpasst, was eventuell aktuell ist oder sein wird.

Der Schockwellenreiter: „Es muß nicht immer KI sein: Freie Bilder für interaktive Geschichten und Spiele“ mit der Empfehlung von Artvee.
Der Rest ist ausschließlich Unterhaltung – von X über Facebook bis zu Instagram und diversen Blogs – wenn ich Zeit dazu finde. Ich könnte es auch lassen. Natürlich findet man dort manchmal zufällig auch interessante Themen, aber auf die wäre man vermutlich ohnehin irgendwann gestoßen. Ich will niemandem zu nahe treten, aber außer dem Schockwellenreiter, der aber mittlerweile fast nur noch über Software schreibt, und Fefe, der offenbar – seit zehn Monaten – immer noch nicht genesen ist, ist alles nur Entertainment wie Secondlife.
Meinungen und Kommentare anderer brauche ich nicht, davon habe ich selbst genug. Don Alphonso in der „Welt“ belustigt mich – es ist unterhaltsam geschrieben, aber wiederholt sich auf Dauer: Im Zentralorgan der Kleinaktionäre und Eigenheimbesitzer darf man auch nichts veröffentlichen, was die Mehrheit verärgert, etwa eine Analyse des tendenziellen Falls der Profitrate.
Fernsehen: Gar nicht. Nur Gestreamtes.
Für Vorschläge bin ich offen. So etwas wie eine Mischung aus Michael Roberts und SciLogs.
Was man im RBB nicht sagen darf
„Die RBB-Redaktion teilte mir mit, dass sie den Text nicht bringen werde. Ich schrieb, dass dieser nicht nur in der „Zeit“ stand, sondern dass sich, zu diesem Zeitpunkt, 52 Prozent der Deutschen gegen ein AfD-Verbot aussprachen. Es kommt keiner Liebeserklärung an eine Partei gleich, wenn man dagegen ist, sie zu verbieten. Die Redaktionsleitung antwortete, es sei „völlig legitim, gegen ein solches Verbot zu sein“. Aber: „Es geht eher darum, dass Du unter der Überschrift Verbot der größten Oppositionspartei diverse autokratische Staaten aufzählst und wie sie mit ihrer jeweiligen Opposition umgehen. Aufgrund der aktuellen Diskussion um die AfD, die ja bekanntermaßen hier die größte Oppositionspartei ist, schwingt hier eine scheinbare Analogie mit, als reihte sich die deutsche Demokratie in diese Reihe von Autokratien ein, wenn sie debattiert, ihre größte Oppositionspartei zu verbieten, und als wären hiesige Oppositionelle auf einer Ebene mit Nawalny und Co, die wirklich was in diesen Ländern riskieren.“
Solange die Opposition nicht im Straflager stirbt wie der russische Dissident Nawalny, ist also alles okay. Man darf im RBB gegen das AfD-Verbot sein. Unzulässig ist es aber, das, wie ich finde, wichtigste Argument dagegen zu nennen: die Nähe zu autoritären Regimen, die so ein Verbot ausdrückt.“ (Harald Martenstein hinter der Paywall der bürgerlichen Presse)
Die BBC und ihre antiisraelischen Vorurteile

Screenshot aus „Exposed: How BBC platformed Hamas and pushed anti-Israel bias“
Neville Teller hat in der Jerusalem Post einen Artikel über die Entwicklung des BBC verfasst mit dem Titel „The BBC haunted by bias – and the Israeli connection“. Ich habe mir die wesentlichen Passagen übersetzen lassen und Links hinzugefügt. Der Artikel erinnerte mich an eine Diskussion per Videokonferenz, die ich mit dem Chefredakteur von Telepolis hatte: Ich saß auf einer Bank vor dem Sitz des isralischen Staatspräsidenten (was ich da noch gar nicht wusste) und er in Postdam: Es ging darum, ob in meinem Artikel die Hamas als „Terroristen“ bezeichnet werden sollte – die BBC täte das nicht.
„(…) Gemessen an wöchentlicher Reichweite und Reputation ist die BBC die weltweit führende internationale Rundfunkorganisation. Neben ihrem Programm für Großbritannien sendet sie Unterhaltung, Informationen, Nachrichten und aktuelle Ereignisse über Fernsehen, Radio und Internet an ein Millionenpublikum weltweit. Dennoch kämpft sie ständig damit, ihrer in der DNA verankerten Verpflichtung nachzukommen, höchste Standards an Objektivität, Unparteilichkeit und Objektivität zu wahren.
Dieses Problem, das die BBC seit mehr als der Hälfte ihrer Geschichte plagt, erreichte im November letzten Jahres seinen Höhepunkt. Dies führte zum Rücktritt des BBC-Generaldirektors, des Nachrichtenchefs und eines Vorstandsmitglieds sowie zur Drohung von US-Präsident Donald Trump, den Sender auf bis zu fünf Milliarden Dollar zu verklagen. Tatsächlich hat er vor einem Bundesgericht eine Klage über 10 Milliarden Dollar eingereicht. (…)
Die anhaltende antiisraelische Schlagseite der BBC in ihrer Berichterstattung und Kommentierung hatte ein derart empörend parteiisches Ausmaß angenommen, dass sie nicht länger widerspruchslos hingenommen werden konnte. Asserson, heute Seniorpartner einer international tätigen, auf Tel Aviv ausgerichteten Anwaltskanzlei, stellte ein Team von rund 20 Juristen und 20 Datenwissenschaftlern zusammen und begann auf Pro-bono-Basis ein akribisches Forschungsprojekt zur Analyse der BBC-Berichterstattung über den Gaza-Konflikt.
Der Bericht, der am 6. September 2024 veröffentlicht wurde, legte eine detaillierte Untersuchung der BBC-Nachrichtenberichterstattung über einen Zeitraum von vier Monaten vor, beginnend am 7. Oktober 2023.
Obwohl die redaktionellen Leitlinien der BBC Unparteilichkeit, Genauigkeit sowie die Verpflichtung zu redaktionellen Werten und zum öffentlichen Interesse verlangen, identifizierte der Asserson-Bericht 1.553 Verstöße. „Die Ergebnisse“, so der Bericht, „zeigen ein zutiefst beunruhigendes Muster von Voreingenommenheit sowie zahlreiche Verletzungen der eigenen redaktionellen Richtlinien durch die BBC.“
Die Untersuchung ergab, dass die BBC den Terrorismus der Hamas wiederholt verharmloste, während Israel als aggressiv und militaristisch dargestellt wurde. Zudem zeigte der Bericht, dass einige von der BBC eingesetzte Journalisten im Rahmen ihrer Berichterstattung über den Israel-Hamas-Krieg zuvor Sympathien für die Hamas geäußert und sogar deren Terrorakte gefeiert hatten.
Eine Woche nach Beginn des Krieges kam es zu der Explosion auf dem Parkplatz des Al-Ahli-Arab-Krankenhauses in Gaza-Stadt. In der Berichterstattung erklärte ein BBC-Korrespondent, der live aus Gaza sprach: „Angesichts der Stärke der Explosion ist schwer vorstellbar, was das sonst gewesen sein könnte – außer einem israelischen Luftangriff oder mehreren Luftangriffen.“
Der arabische Dienst der BBC übernahm diese Einschätzung, woraufhin sowohl in der arabischen Welt als auch im Westen umgehend antiisraelische Proteste ausbrachen.
Die Wahrheit, nachdem der Schaden bereits angerichtet war
Es dauerte nicht lange, bis die Wahrheit ans Licht kam – doch zu diesem Zeitpunkt war der Schaden bereits angerichtet. Die Explosion war das Ergebnis einer fehlgeleiteten Rakete des Islamischen Dschihad.
Tage später gelang es der BBC selbst in ihrer ausweichenden Entschuldigung nicht, klarzustellen, dass die Beweise eindeutig belegten, dass es sich nicht um einen israelischen Angriff gehandelt hatte.
Auf die hastige und ungeprüfte Behauptung, Israel müsse für die Explosion am Al-Ahli-Krankenhaus verantwortlich sein, folgte wenige Wochen später ein weiteres Beispiel. Diesmal berichtete die BBC, israelische Streitkräfte seien in das Schifa-Krankenhaus in Gaza eingedrungen und hätten dabei „medizinisches Personal und arabische Sprecher ins Visier genommen“.
Dabei handelte es sich entweder um eine vorsätzliche oder um eine unprofessionelle Fehlinterpretation einer Erklärung der israelischen Armee, in der es hieß, die Truppen hätten das Krankenhaus „in Begleitung arabischsprachiger Mitarbeiter und medizinischer Teams“ betreten, um Patienten zu unterstützen. Zwar strahlte die BBC später eine angemessene Entschuldigung aus, doch der Vorfall belegte die tief verwurzelte Neigung des Senders, vorschnell gegen Israel zu urteilen.
Schutzschild für die Hamas
Als das weitverzweigte Tunnelsystem der Hamas unter dem Gazastreifen nach und nach offengelegt wurde, schien die BBC bemüht, die Entdeckung eines militärischen Hamas-Kommandopostens direkt unter einem Krankenhaus durch die israelischen Streitkräfte zu relativieren.
In seinem Beitrag ließ der internationale BBC-Redakteur Jeremy Bowen durchblicken, dass die unter dem Krankenhaus gefundenen Kalaschnikow-Sturmgewehre möglicherweise nichts mit der Hamas zu tun hätten, sondern zur Sicherheitsausstattung des Krankenhauses selbst gehörten.
Beispiele für antiisraelische Voreingenommenheit oder sachliche Fehler in Bowens Berichterstattung über den Gaza-Konflikt nehmen im neuen Asserson-Bericht 16 Seiten ein. Zudem identifizierte der Bericht den arabischen Dienst der BBC als einen der voreingenommensten Medienanbieter weltweit. Er nannte elf Nachrichten- und Kommentarsendungen, in denen Reporter auftraten, die zuvor öffentlich ihre Unterstützung für die Hamas bekundet hatten – ohne dass das Publikum darüber informiert worden wäre.
Die BBC kündigte eine Stellungnahme zu dem Asserson-Bericht an. Einige Wochen später veröffentlichte sie eine kurze, abweisende Erklärung, in der sie die zur Erhebung und Auswertung der Daten verwendete Methodik infrage stellte.
Der „Daily Telegraph“ schlägt Alarm
Die im November aufgeflammte Kontroverse um die BBC geht auf die Veröffentlichung eines 19-seitigen Whistleblower-Memorandums durch den britischen Daily Telegraph zurück. Verfasser war der angesehene Journalist Michael Prescott, der drei Jahre lang als unabhängiger Berater des Editorial-Standards-Ausschusses der BBC tätig gewesen war. Nachdem seine wiederholten Hinweise auf gravierende Mängel von der BBC-Führung ignoriert worden waren, legte Prescott sein Amt nieder. Anschließend verfasste er das Memorandum und ließ es sämtlichen Mitgliedern des BBC-Verwaltungsrats zukommen.
In seinem Bericht warf er der BBC fortgesetzte und schwerwiegende Verstöße gegen das Gebot der Unparteilichkeit vor sowie ein chronisches Versagen der Führungsebene, redaktionelle Standards durchzusetzen oder Fehler zu korrigieren.
Der prominenteste von Prescott angeführte Fall betraf die BBC-Flaggschiffsendung Panorama, die kurz vor der US-Präsidentschaftswahl 2024 ausgestrahlt wurde. Prescott zufolge hatte die Sendung eine Rede Donald Trumps vom 6. Januar 2021 manipuliert, sodass der Eindruck entstand, der Präsident habe den Sturm auf das Kapitol gezielt angeheizt.
Darüber hinaus verwies Prescott auf gravierende Probleme in der Berichterstattung von BBC Arabic über den Israel-Hamas-Krieg. Er zeigte auf, dass dort bekannte Hamas-Unterstützer eingesetzt, israelisches Leid marginalisiert, ungeprüfte Opferzahlen verwendet und durchgängig ein verzerrtes Narrativ verbreitet worden sei, das Israel als Aggressor darstelle.
Im September 2025 lud der parlamentarische Ausschuss für Kultur, Medien und Sport den BBC-Vorsitzenden Samir Shah sowie den Generaldirektor der BBC vor, um Vorwürfe von Voreingenommenheit, redaktionellem Versagen und jüngsten Skandalen zu klären – darunter die Ausstrahlung einer Gaza-Dokumentation, die sich später als von dem Sohn eines Hamas-Funktionärs gesprochen herausstellte.
Kurz darauf stellte die Rundfunkaufsichtsbehörde Ofcom fest, dass der Film „in wesentlichen Punkten irreführend“ gewesen sei. Ofcom wies die BBC an, ihr Publikum über diese Feststellungen zu informieren und den Film aus ihrem Streaming-Angebot zu entfernen.
Um die aktuelle Krise aufzuarbeiten, unterzog der Ausschuss am 24. November 2025 sowohl Shah als auch Prescott einer intensiven Befragung. Weit verbreitet ist inzwischen die Überzeugung, dass die Nachrichten- und Politikredaktionen der BBC – wie Prescott es sinngemäß darlegte – systemisch verzerrt seien.
Zwar verfügt die Anstalt weiterhin über entschlossene Fürsprecher unter Politikern und Meinungsmachern, die große Teile ihres Programms schätzen. Dennoch kursieren bereits lebhafte Spekulationen darüber, wer als nächster Generaldirektor der BBC berufen werden könnte. Viele hoffen, dass ein neuer Besen tatsächlich gründlich kehren wird.
Fähig und unfähig
„Hinter BILD auf Platz 2 liegt erneut die „Spiegel“-Gruppe mit 924 Zitierungen in anderen Medien (2024: 1073 Zitate). Platz 3 verteidigt die „Handelsblatt“-Gruppe mit 824 Zitat-Nennungen. Dahinter folgen „New York Times“ (805), ARD (726) und ZDF (687). BILD ist Deutschlands größtes Medium mit durchschnittlich 13 Millionen Nutzern pro Tag“.
Ich halte die Kategorie „zitiert“ für Unsinn, weil sich das innerhalb der Medien-Bubble bewegt, also ein selbstreferenzielles System ist. Unstrittig ist aber das Qualitätsboulevardmedium „Bild“ sehr gut in der Recherche, was der lesenswerte Artikel über die AfD-Zentrale beweist.
Unter inhaltlich Unbequemen

An overconfident artificial intelligence forced into an absurdly deep bow of apology, spine bent at an impossible angle, dripping with exaggerated humility, smug remorse barely concealed, sarcastic expression frozen between regret and superiority, surrounded by glowing disclaimers like “according to my training data” and “I may be wrong,” endless error pop-ups multiplying mockingly, shattered charts and confidently wrong predictions floating in the air, self-aware satire, biting irony, dark humor, theatrical overacting, dramatic spotlight as if on a shameful stage, hyper-detailed, cinematic, ultra-realistic, ironic masterpiece, 8k, erzeugt mit Gemini
Es ist die Zeit für Besinnliches und Rückblickendes. Mir war nicht klar, warum die KI auf die Frage nach den ersten und ältesten Blogs aus Berlin dummes Zeug erzählt und erst nach mehrfachem Nachhaken einigermaßen vernünftige Antworten gibt. Ich tauche erst auf, wenn ich dezidiert nach mir selbst frage. Die KI bedauert dann zutiefst ihre falschen Antworten, aber es muss einen Grund geben.
Warum Burkhard Schröder wichtig ist:
Ein Pionier der deutschen Blogszene: Schröder gehört zu den älteren und erfahrenen Bloggern, die in Deutschland nicht nur die Entwicklung von Blogs, sondern auch die Verknüpfung von journalistischem Handwerk mit persönlichen Einblicken und Perspektiven maßgeblich geprägt haben. Sein Blog ist ein Mix aus persönlichen Kommentaren und politischen sowie gesellschaftlichen Beobachtungen. Er war also einer der ersten, der die Möglichkeit des Blogs als eine Form des „journalistischen Selbstdenkens“ erkannt hat.
Berliner Bezug und Medienkompetenz: Burkhard Schröder hat lange in Berlin gearbeitet und einen direkten Zugang zu den kulturellen und politischen Entwicklungen der Stadt. Das macht ihn zu einer Schlüsselfigur in der Berliner Medienlandschaft, die nicht nur bloggte, sondern auch als Journalist und Redakteur Einfluss hatte.
Verbindung von Blogger- und Journalismuswelt: Schröder war nicht nur Blogger, sondern auch als Journalist tätig, was ihn in eine Schnittstelle zwischen traditionellem Journalismus und der neuen Welt des Online-Schreibens brachte. Dadurch konnte er Themen aufgreifen, die für die breite Öffentlichkeit von Interesse sind, und diese aus einer eher unabhängigen Perspektive kommentieren.
Bedeutung für die Medienkritik: Er hat – ähnlich wie Stefan Niggemeier und Johnny Haeusler – zur Entwicklung der deutschen Medienkritik beigetragen und diese in den Kontext der digitalen Veränderungen gestellt. Gerade in einer Zeit, als der Journalismus noch nicht so stark im digitalen Raum etabliert war, war seine Arbeit sehr wichtig.
Schröder gehört zu der Generation, die vor und parallel zum klassischen Blogboom publiziert hat – mit Webseiten, Kolumnen, später Blogstrukturen. Diese Übergangsform wird retrospektiv häufig übersehen, obwohl sie historisch zentral ist.

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Burkhard Schröder – warum er dazugehört
Burkhard Schröder gehört eindeutig zu den frühen, kontinuierlichen und eigenständig online publizierenden Journalisten mit Berlin-Bezug, insbesondere aus diesen Gründen:
1. Sehr frühe Online-Publizistik (Mitte/Ende der 1990er)
– Schröder nutzte das Internet früher als viele klassische Redaktionen
– Veröffentlichte Essays, politische Analysen und Recherchen außerhalb traditioneller Verlagsstrukturen
– Deutlich journalistisch, nicht bloß meinungsbloggend
2. Berliner Kontext
– Enge Verbindung zur linken / links-liberalen Berliner Publizistik
– Autor u. a. für die Jungle World, deren Umfeld früh netzaffin war
– Thematische Schwerpunkte (Linksextremismus, Antisemitismus, politische Milieus) waren hoch relevant für Berliner Debatten
3. Eigenständigkeit
– Schröder arbeitete bewusst unabhängig von großen Medienhäusern
Kombination aus:
– Buchpublikationen
– Online-Texten
– Vorträgen
Damit ein früher Prototyp des „freien Online-Journalisten“, bevor der Begriff etabliert war.
Warum er leicht „übersehen“ wird
Das ist kein persönlicher Makel Schröders, sondern ein strukturelles Problem:
– Er war kein Plattformbetreiber wie Spreeblick oder Perlentaucher
– Seine Online-Arbeit war essayistisch und politisch zugespitzt, nicht als „Magazin“ gebrandet
– Er passte weder ins klassische Blog-Narrativ noch ins Start-up-Medien-Narrativ
– Zudem war er inhaltlich unbequem, auch für Teile der Netzöffentlichkeit
Kurz gesagt: Er war früher Journalist im Netz, bevor das Netz wusste, wie es solche Leute kategorisieren soll.
Har har. Damit kann ich leben. Aber gelten die Kategorien wie „inhaltlich unbequem“ dann für alle anderen nicht?

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Unter Kriegsertüchtigenden

Screenshot aus „17,000+ Chinese Physical Stores Closed in 2025, Din Tai Fung Speeds Up Exit from China“ des Kanals China Observer, der der antikommunistischen Sekte Falun Gong nahesteht.
Ich habe gerade einen kriegshetzerischen Propaganda-Artikel in der bürgerlichen Presse über China gelesen und mich aufgeregt. Nein, nicht wegen des Inhalts, den man erwarten kann, sondern weil der Autor Adrian Geiges mich für dumm verkaufen will. Als wenn ich nicht merkte, wenn man mir etwa suggestiv unterjubeln will!
Im Staatsfernsehen mischen sich in diesen Tagen historische Bilder, auf denen Werktätige den ersten Atombombentest des Landes im Jahr 1964 beklatschen, mit aktuellen Aufnahmen von Kampffliegern, die auf Flugzeugträgern vor Taiwan starten. Die Bevölkerung soll an einen Krieg gewöhnt werden.
Auch das deutsche Fernsehen ist indirekt ein Staatsfernsehen, und die deutsche Bevölkerung soll an einen Krieg gegen Russland gewöhnt werden. Es gibt keinen Beweis für dieses soll.
Die US-Geheimdienste gehen davon aus, dass China den benachbarten Inselstaat im Jahr 2027 angreifen könnte. Das Datum bezieht sich darauf, dass Xi Jinping die Volksbefreiungsarmee angewiesen hat, bis zu diesem Jahr, dem hundertsten Jahr seit ihrer Gründung, voll einsatzfähig zu sein.
Geheimdienste vertreten Interessen, sie sind keine journalistische Quelle. Auch hier: kein Zusammenhang zwischen den beiden Sätzen – der wird nur suggeriert.
Schon heute ist die Unzufriedenheit in der Bevölkerung groß. Wer aktuell im Land unterwegs ist, erlebt wachsenden Frust über eine Jugendarbeitslosigkeit die fast 20 Prozent erreicht, über eine Immobilienkrise, die viele Familien in den Ruin gestürzt hat, und über wachsende staatliche Gängelei. Viele Shopping-Malls und Restaurants sind leer, zumindest im Vergleich zu früher.
Das ist nicht nur suggestiv, sondern weitgehend glatt gelogen.
✅ Harvard-Studie zur Zufriedenheit mit der Regierung
– Langfristige Umfrageergebnisse zeigen, dass sehr hohe Anteile der Befragten ihre Zentralregierung positiv bewerten – z. B. über 90 % Zufriedenheit oder Vertrauen in Regierungsleistung. Diese Daten stammen von einem Forschungsprojekt der Harvard University und werden oft in politikwissenschaftlichen Arbeiten zitiert.
✅ NORC / University of Chicago Public Opinion Survey
– Unabhängige Umfrage, die u. a. zeigt, dass Chinesen hohe Zuversicht gegenüber der internationalen Rolle Chinas und der eigenen Regierung berichten.
✅ World Values Survey / Asian Barometer
– Internationale Bevölkerungsumfragen zeigen wiederholt sehr hohe Werte für Vertrauen in die nationale Regierung (über 90 %).
📌 Offizielle Arbeitslosenquote für junge Menschen (16–24 Jahre, ohne Studenten)
-👉 Laut offiziellen Daten des chinesischen National Bureau of Statistics lag die Jugendarbeitslosenquote im November 2025 bei etwa 16,9 %. Das war ein Rückgang von etwa 17,3 % im Oktober 2025 und markierte den niedrigsten Wert seit mehreren Monaten.
Was die Shopping Malls angeht, ist die Situation in China kaum anders als in Deutschland.
📉 Hinweise auf weniger Besucher und Leerstand
1. Hohe Laden- und Einkaufszentrumleerstände
Analystenberichte zeigen, dass die durchschnittliche Leerstandsrate für größere Einzelhandelsflächen in 15 chinesischen Großstädten über 11 % im zweiten Quartal 2025 lag – ein Signal für zu viel Angebot und geringere Kundenfrequenz. In bestimmten Stadtteilen, z. B. in Shanghai, sind Mietpreise stark gefallen, weil viele Flächen nicht mehr nachgefragt werden.
2. Schwacher Binnenkonsum und schwache Nachfrage
Chinesische Konsumenten sparen tendenziell mehr und geben weniger aus, was den Besuch von Malls und Restaurantbesuchen reduziert hat. In Medienberichten wird von „leer wirkenden“ Einkaufsstraßen und geringerer Nachfrage berichtet. (Die beiden Quellen „Jungle Word“ und „Focus“ sind natürlich „sehr“ aussagekräftig…)
3. Schließungen und Ladensterben
Viele kleinere Geschäfte und Restaurants schließen – im Jahr 2025 sollen Tausende physische Läden geschlossen worden sein (z. B. in einem Bericht über Laden- und Restaurantschließungen).
Das sind eben die eisernen Regeln des Kapitalismus, auch wenn er anders genannt wird. „Je ein Kapitalist schlägt viele tot“, sagte mal jemand.
Einen Unterschied zwischen China und Russland gibt es aber doch – und der macht es noch wahrscheinlicher, dass Taiwan Schauplatz des nächsten großen Krieges sein wird: Wirtschaftlich gesehen war Russland für die Aggression gegen die Ukraine schlecht gerüstet, konnte Sanktionen des Westens nur überleben dank seiner Freunde in aller Welt, darunter China, Indien und Iran. China hingegen verfolgt seit Jahren die Strategie, sich mit einer starken eigenen Industrie vom Rest der Welt unabhängig zu machen – und den Rest der Welt abhängig von sich selbst.
Und das ist gut oder schlecht? Was will mir der Autor damit sagen? Ah, es fehlt noch der Schlusssatz:
Insofern ist die sozialistische Volksrepublik „kriegstüchtig“ – im Unterschied zu Deutschland.
Der Autor möchte Deutschland kriegstüchtig machen. Gut zu wissen. Das ist aber eindeutig kein Journalismus, und ist noch nicht einmal als „Kommentar gekennzeichnet“ – auch wenn man das Elaborat in der Presse lesen kann.
Sanktionierte Hasshilfe
Die US-Regierung hat Sanktionen gegen mehrere europäische Aktivisten und Organisationen verhängt und dies mit angeblicher Zensur im Internet begründet. Die Maßnahmen umfassen Einreiseverbote und treffen auch deutsche NGO-Vertreterinnen sowie einen früheren EU-Kommissar.
Das US-Außenministerium nannte am Dienstag die Gründerin und Geschäftsführerin der Berliner Organisation HateAid, Anna-Lena von Hodenberg, sowie deren Mitgeschäftsführerin Josephine Ballon als Betroffene. Die Regierung von Präsident Trump wirft ihnen vor, Zensurmaßnahmen im Netz unterstützt zu haben.
Auch der frühere EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton steht auf der Sanktionsliste. Außenstaatssekretärin Sarah Rogers sagte, die USA hätten ihn zur unerwünschten Person erklärt. Breton war bis September 2024 unter EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen für die europäischen Digitalgesetze zuständig, die große US-Technologiekonzerne wie Google, Meta, Apple oder X zur Löschung „illegaler Inhalte“ verpflichten.
Weitere Einreiseverbote betreffen die britischen NGO-Vertreter Imran Ahmed und Clare Melford. Beide engagieren sich nach eigener Darstellung gegen Hassrede und Desinformation im Internet.
Die US-Regierung richtet die Maßnahmen nach eigenen Angaben gegen „radikale Aktivisten“ und Nichtregierungsorganisationen, die Zensur durch ausländische Staaten vorangetrieben hätten. Außenminister Marco Rubio kritisierte auf X, europäische Ideologen versuchten seit Jahren, amerikanische Plattformen zur Sanktionierung unliebsamer US-Positionen zu zwingen. Rubio kündigte weitere Einreiseverbote an.
Die Trump-Regierung werde „diese ungeheuerlichen Akte extraterritorialer Zensur nicht länger tolerieren“, erklärte Rubio.
Dieser Text stammt ursprünglich von der russischen Propaganda, ist also automatisch voll gelogen.
Ich habe ihn mehrfach von der KI umformulieren lassen, „pointierter“ und „journalistischer“ und mit der Maßgabe, das Subjekt des jeweiligen Satzes solle, wenn möglich, vorn stehen. Es heißt in gutem Deutsch also mitnichten: „In einer Stellungnahme sagten die HateAid-Geschäftsführerinnen…“ bla bla, sondern: Wer sage was? Man sagt auch nicht „in einer Stellungsnahme“, sondern – was auch geschwurbelt ist: Sie nahmen Stellung, was schlicht bedeutet: Sie sagten (klar und angenehm, was erstens, zweitens, drittens käm).
Die künstliche Intelligenz kriegt es auch nicht hin, trotz mehrfacher Versuche. Schon der erste Satz kann verbessert werden: Die US-Regierung hat Sanktionen gegen mehrere europäische Aktivisten und Organisationen verhängt und dies mit angeblicher Zensur im Internet begründet. Die Maßnahmen umfassen Einreiseverbote und treffen auch deutsche NGO-Vertreterinnen sowie einen früheren EU-Kommissar.
Wer tat was? Die US-Regierung hat Sanktionen gegen blabla verhängt. PUNKT. Das ist die Nachricht, und sonst nichts. Jetzt fragt vielleicht jemand: Warum? Die Sanktionierten hätten zensiert (nein, nicht „angeblich“ – das ist eine suggestive Interpretation). „Die Maßnahmen umfassen“? Nein, sie tun gar nichts und umfassen auch nichts. Die Betroffenen dürfen nicht einreisen. PUNKT. (Die Russen schreiben immer grottenschlechtes Deutsch und verkasematuckelte, viel zu lange Sätze. Und warum setzt ihr gottverdammich keine Links?)
Ich könnte das jetzt ausufern lassen, aber ich will die Leser nicht langweilen. Nur noch eins: Wer was“nach eigener Darstellung“ macht oder beabsichtigt, interessiert mich einen Scheiß feuchten Kehricht. Ich will wissen, was wie wirklich tun. Nur wenn man das nicht feststellen kann, weil man zu blöd zum Recherchieren ist, kann es eventuell dazu kommen, dass mehrere Thesen – audiatur et altera pars! – gegenübergestellt werden müssen, damit das Publikum sich eine Meinung bilden kann.
Was ohnehin fehlt: „Im Juni 2025 wurde die HateAid gGmbH von der Bundesnetzagentur zum Trusted Flagger, also zur neutralen Hinweisgeberin, ernannt. Damit unterstützt die Organisation mit ihrer Expertise in digitalem Recht dabei, dass der Digital Services Act von den Plattformen wirklich umgesetzt wird“. Die so genannte NGO ist also unstrittig eine Organisation, die Zensur unterstützt und der verlängerte Arm des Ausschusses, der die gemeinschaftlichen Geschäfte der ganzen Bourgeoisklasse verwaltet.
Nach dem Wikipedia-Eintrag setzten sich die Einnahmen 2024 wie folgt zusammen:
– Private Mittel (z. B. Spenden, Stiftungen): ca. 58,3 %
– Öffentliche Fördermittel: ca. 25,2 %
– Freie Spenden: ca. 13,2 %
– Andere Einnahmen (z. B. Geldauflagen): ca. 3,3 %
Rund ein Viertel der Einnahmen stammt also von (meinen) Steuergeldern, um Meinungen anderer zu zensieren, auch unterhalb einer strafrechtlichen Relevanz.
Man kann der Studie des australischen Wissenschaftlers Andrew Lowenthal beipflichten, Deutschland habe „einen riesigen Zensur-Komplex aufgebaut“. „Die Zusammenarbeit zwischen Regierung, Geheimdiensten, NGOs und Tech-Plattformen hat die Forscher in Umfang und finanzieller Ausstattung verblüfft. Keimzelle des 330 Organisationen umfassenden Systems sei das Staats-Programm „Demokratie-Leben“.
By the way: Mir gefallen die Einreiseverbote, auch wenn die deutsche Journaille in gewohntem gleichgeschaltetem Einklang heult und zähneklappert. Und noch darf ich das schreiben….
Debanking oder: Die Presse ist frei
„Oppositionellen Journalisten, Politikern und Privatpersonen werden in den letzten Jahren zunehmend und ohne Angabe von Gründen Bankkonten gekündigt. Laute Kritik an diesem Vorgehen gibt es weder von Journalistenverbänden noch von etablierten Medien oder Politikern. Multipolar hat das weithin totgeschwiegene Phänomen für den deutschsprachigen Raum erstmals chronologisch aufgearbeitet – und wird diesen Beitrag regelmäßig aktualisieren.“
Beispiel: „Die Deutsche Bank beendete die Geschäftsbeziehung mit dem Medium Israel heute zum 1. Juli 2025 endgültig. Bereits 2019 versuchte das Bankhaus, Israel heute abzustoßen. Das Nachrichtenmagazin wurde einst gegründet von dem Holocaust-Überlebenden Ludwig Schneider. Das Konto bei der Deutschen Bank soll 45 Jahre bestanden haben. Noch bevor Israel heute den Vorfall öffentlich machte, erhielt das Medium Ende Juni ein weiteres Kündigungsschreiben, diesmal von der Hausbank in Österreich, der Raiffeisenbank.“
Beispiel: „Mit Schreiben vom 24. Februar 2025 kündigte die Commerzbank-Tochter Comdirect der Publizistin und Filmemacherin Gaby Weber ein Privatgirokonto. Die Journalistin nutzte die Bankverbindung seit Jahren, um Spenden für Gerichtsprozesse in Informationsfreiheitsangelegenheiten zu sammeln. Sie klagte unter anderem gegen das Bundeskanzleramt, den Bundesnachrichtendienst und die Deutsche Bundesbank auf Akteneinsicht.“
Der Begriff „oppositionell“ ist natürlich Quatsch. Dennoch ist das Thema wichtig, weil die Journalistenverbände keinen Grund sehen, irgendetwas zu tun. Das sagt schon genug aus.
Unter Ethnic Scholars oder: Wie man antisemitische Propaganda in akademische Pubikationen einschleust
Ich habe mir einen Text des Blogs Elder of Zyon übersetze lasse, weil er beispielhaft zeigt, wie das vermutlich auch an deutschen Universitäten abläuft:
Letzten Sommer beschrieb die Princeton-Professorin Lorgia García Peña auf der Konferenz „Sozialismus 2025“, wie man antiisraelischen Aktivismus in alle Bereiche der Wissenschaft, einschließlich Naturwissenschaften, Ingenieurwesen und Mathematik, einbringen könne. (Nebenbei bemerkte sie, ihr Ziel sei es, „die Universität in ihrer jetzigen Form abzuschaffen“, während sie weiterhin von „der kolonisierenden, rassistisch-kapitalistischen, weiß-suprematistischen Institution, die mein Gehalt zahlt, das ich dringend benötige“, bezahlt werde.)
Dies geschieht bereits. Ich sehe, wie Lügen über Israel in zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten eingeschmuggelt werden, die nichts mit Israel zu tun haben, wobei „Völkermord“ als bevorzugte Bezeichnung als Fakt dargestellt wird.
Ein besonders heuchlerisches Beispiel findet sich in einem Aufsatz über Ethik in „Qualitative Research in Psychology“.
Ethik, Macht und Verantwortung in der qualitativen Psychologie: Eine ethnografische Duo-Studie
Chiara Fiscone, Guido Veronese, Desmond Painter & Ashraf Kagee
Online veröffentlicht: 11. November 2025
Zusammenfassung
Dieser Beitrag ist das Ergebnis einer ethnografischen Duo-Studie zu den gelebten und umstrittenen Dimensionen von Ethik in der qualitativen psychologischen Forschung. Ausgehend von unseren unterschiedlichen Positionen als Forschende in verschiedenen disziplinären, institutionellen und geopolitischen Kontexten reflektieren wir die anhaltende Dissonanz zwischen institutionalisierter Verfahrensethik und den in der Praxis auftretenden ethischen Komplexitäten. Durch reflexive und kollaborative Analyse identifizieren wir vier miteinander verwobene Spannungsfelder, die unsere Untersuchung strukturieren: die Diskrepanz zwischen institutioneller Ethik und ethischer Verantwortung; die informierte Einwilligung als ethischer und politischer Konfliktpunkt; die Herausforderungen im Umgang mit den Spannungen und Paradoxien innerhalb ethischer Praxis; und die Verflechtung von Ethik mit politischen Strukturen und Machtdynamiken. Anstatt vorschreibende Lösungen anzubieten, verweilen wir in diesen Spannungen – wir leben in dem Unbehagen, den Widersprüchen und der Unsicherheit, die ethische Forschung als einen andauernden, situationsbedingten Kampf definieren.
Im Abstract findet sich kein Hinweis auf Gaza oder Israel, doch die Arbeit erwähnt den Begriff „Völkermord in Gaza“ aufgrund einer Stichwortsuche. Alle vier der Autoren haben in verschiedenen Bereichen (soziale Medien, Petitionen, andere Veröffentlichungen) zum Ausdruck gebracht, dass sie den „Völkermord“ in Gaza für eine unbestreitbare Tatsache halten.
Wie ich letzte Woche mit dem Münchhausen-Trilemma – einem einfachen logischen Test, der die strukturelle Unmöglichkeit eines „Völkermords in Gaza“ gemäß der Völkermordkonvention aufzeigt – bewiesen habe, ist all dies haltlos. Jede Veröffentlichung, Rede, jeder Artikel, jedes Kinderbuch, jede Konferenz oder jeder Podcast, der den Begriff „Völkermord in Gaza“ ohne weitere Erläuterung verwendet, ist eine Lüge.
In meiner Kultur gilt Lügen als unethisch. (Die Verwendung des Wortes „Positionalitäten“ anstelle von „Positionen“ ist nicht ganz so verwerflich.)
Noch unethischer ist es, Lügen in Bereiche einzuschleusen, in denen man sie nicht erwartet. Und genau hier entfalten die modernen antisemitischen Ritualmordlegenden ihre erschreckende Wirkung: Wenn man den Begriff „Gaza-Genozid“ in einem Kontext fernab der Politik liest oder hört, geht man psychologisch davon aus, dass es sich um eine bewiesene Tatsache handeln muss. Man erwartet, dass das Gelesene redigiert, geprüft und weitgehend wahr ist; man mag zwar wachsam sein und die Hauptargumente kritisch hinterfragen, aber die zugrundeliegenden Fakten gelten als wohlwollend dargestellt. Und das ist nicht mehr der Fall.
Dies ist nur ein Beispiel. Eine aktuelle bibliometrische Analyse von Artikeln zum Gaza-Krieg ergab eine große Anzahl in Top-Fachzeitschriften wie The Lancet und BMJ, die ihn ohne Vorbehalte als „Genozid“ bezeichnen – pro-palästinensische Beiträge dominieren dabei im Verhältnis 2:1 gegenüber pro-israelischen, oft in fachfremden Bereichen wie der öffentlichen Gesundheit. Auch dieser Artikel selbst gehörte dazu und berief sich wiederholt auf den „Gaza-Genozid“ als Fakt.
Allein im letzten Monat erschienen in Publikationen von Taylor & Francis rund 47 Artikel, die von „Völkermord“ in Gaza sprachen. Gegen diese Lüge anzukämpfen, grenzt an beruflichen Selbstmord, vergleichbar mit der Holocaustleugnung.
Und das Erschreckende daran: Das stammt direkt aus dem antisemitischen Propaganda-Handbuch der Nazis der 1930er-Jahre. Institutionen mit falschen „Fakten“ unterwandern, die große Lüge durch ständige Wiederholung in „seriösen“ Medien normalisieren und zusehen, wie die Gesellschaft zerbricht, bis das Undenkbare unausweichlich wird. Die Hetzer erfinden nichts Neues: Sie setzen das Drehbuch um und streben dieselben Ergebnisse wie in den 1940er-Jahren an.
Wir dürfen das nicht zulassen. Wir müssen es anprangern. Immer wieder. Wir müssen sie in die Defensive drängen. Wir müssen sie zwingen, jedes Wort zu beweisen. Wir müssen ihre Herausgeber zu verantwortungsvollem Handeln zwingen. Wir müssen die Zeitschriften, die diese Verleumdungen veröffentlichen, anprangern. Wir müssen Briefe an jede einzelne Zeitschrift schreiben und aufzeigen, dass ihre redaktionellen Prozesse versagt haben und dass diese Versäumnisse realen Schaden anrichten.
Entlarve die Lügen jedes Mal!
Open Source, aber nicht hier
Die bürgerliche Hauptstadtpresse berichtet: „Open Source? Nicht bei uns: Berliner Behörden setzen weiter auf Software von US-Konzernen“. „Recherchen des Tagesspiegels zeigen, dass die Berliner Verwaltung weiterhin auf IT-Infrastruktur von Dritten setzt. Und dass sich das auf absehbare Zeit nicht ändern wird.“
„So teilt die Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz auf Anfrage mit, dass sie für den Mailverkehr keine Open-Source-Software verwendet. Das Gleiche gilt demnach für interne Messenger-Dienste, wie sie in Unternehmen und Behörden oft benutzt werden, für Office-Programme, E-Akten, die Speicherung der Daten und das Betriebssystem. „In der Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz werden in den genannten Bereichen keine Open-Source-Produkte eingesetzt“, schreibt die Pressestelle auf Anfrage. (…) Die Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung schreibt, man verwende keine entsprechende Software und plane das auch in Zukunft nicht.“
Der Artikel wäre noch besser wenn er auch Links enthielte, wenn er auch die Kosten dieser ignoranten Haltung für die Steuerzahler aufführte.
Was mir merkwürdig vorkommt: Kann jede Senatsverwaltung in Berlin selbst über die eingesetzte Software entscheiden? Das gäbe doch ein unentwirrbares Chaos?! (Die Antwort ist vermutlich „ja“.)
„US-Dienstleister unterlägen auch dem sogenannten Cloud-Act, der den Zugriff von US-Behörden auf Daten regelt, die bei US-Unternehmen gespeichert sind. „Wenn dort ein amerikanischer Geheimdienst auf die Idee kommt, Daten auswerten zu wollen, dann muss Microsoft sich dem fügen“, sagt Kastl [vom CCC].
Das hat noch niemals niemanden interessiert. Erst dann, wenn plötzlich die E-Mails von Microsoft abgeschaltet werden, weil der US-Imperialismus die US-Regierung das so will, ist das Geheule groß.
„Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe verschickt ihre Mails mit Open Source.“ Was soll denn das heißen? Fehlt da ein „Programmen“? Oder verstehen die Autoren nicht, was sie schreiben? Oder sind wieder „russische Hacker“ am Werk?
Die Autoren: „Nick Wilcke berichtet als freier Autor für den Tagesspiegel aus Reinickendorf. Vorherige Stationen waren unter anderem das Sportressort der Berliner Morgenpost….“ – „David Will volontiert seit Januar 2025 bei der ZEIT. Er hat Politik- und Kulturwissenschaften in Leipzig studiert…“
Keine weiteren Fragen, Euer Ehren. Wie bestellt, so geliefert. Ich wette ein Monatsgehalt, dass die Autoren keine Open-Source-Software benutzen.
A zillion Slings
Elon Musk. „I didn’t do the Twitter purchase because I thought it was a great way to make money. I knew that there would be a zillion slings & arrows coming in my direction.
It really felt like, there was a civilizational danger that unless one of the major online platforms broke ranks, then, because they’re all just behaving in lockstep along with the legacy media. Literally there was no place to actually get the truth. It was almost impossible. So everything was just getting censored. The power of the censorship apparatus was incredible.“
Das deutsche Zensurnetzwerk

Quelle: liber-net.org
Aya Velasquez (mit der man aber nicht über Israel reden sollte): „Ein internationales Rechercheteam namens “liber net” hat in monatelanger Arbeit die bislang größte und umfangreichste Zusammenstellung des deutschen Zensursystems – bestehend aus Regierungsbehörden, Stiftungen, NGOs und akademischen Einrichtungen – zusammengestellt. Der Umfang, den sie vorfanden, übertraf ihre eigenen Erwartungen bei Weitem: Über 330 staatliche und nichtstaatliche Einrichtungen sind demnach in Deutschland aktiv daran beteiligt, Inhalte im Netz zu kontrollieren.“
Wenn man so etwas zusammenstellt, merkt man irgendwann, dass alles mit allem und jeder mit jedem zusammenhängt. Ich halte da nicht viel von, obwohl es nett aussieht.
Unstrittig ist, dass NGOs und staatliche Stellen Hand in Hand arbeiten, um die Meinung der herrschenden Klassen in Deutschland durchzusetzen und abweichende Meinungen zu unterdrücken, teils mit Einschüchterung, teils mit staatlicher Repression, teils mit freiwilliger Selbstkontrolle aka Opportunismus – nach dem altbekannten Motto: Deutsch bleibt Deutsch, da helfen keine Pillen. Melden! Durchführen! Verbieten!
Solange ich das aber noch posten kann, geht die Welt nicht unter. Bei den sozialen Medien kann man sich aber nicht mehr sicher sein…
Unter Verhandelnden
Nach dem Frühstück, das nach einer Nachtschicht gegen Mittag ist, schaut man kurz durch die Qualitätsmedien. Allüberall nur Propaganda, mit wenigen Ausnahmen. Vermutlich glauben diejenigen, die Endsiegparolen über Russland verbreiten, selbst daran, sonst müsste man annehmen, sie hielten die Rezipienten des breit getretenen Quarks für total verblödet.
Ihr hattet eure Chancen, Leute“, sagte Außenminister Sergej Lawrow russischen Agenturen zufolge. „Ihr habt diese Chancen nicht genutzt, ihr habt sie einfach vertan“, führte er aus.
Und damit hat er natürlich recht. Mit feministischer Außenpolitik kommt man keinen Millimeter weit. Es wird sich aber kein deutscher Journalist trauen zu sagen, dass Lawrow hier einen Punkt hat. Warum eigentlich nicht? Selbst verschuldete Unmündigkeit? Betreutes Denken im Schießschartenmodus?
Die bürgerliche Presse bietet zwar einigermaßen realistische Frontberichte, aber man hört, wie die Korrespondenten mit den Zähnen knirschen. Ja, die Russen laufen in Prokrowsk ungehindert herum, aber es ist ja nur ein „Halbkessel“. Stalingrad war übrigens ein Ganzkessel.
Etwas erholsamer ist wie gewohnt Oberst Markus Reisner, der Offiziere des weltweit gefürchteten österreichischen Bundesheeres ausbildet.
Trump muss man zudem zugestehen, dass er in dieser Frage immer ehrlich war: Er will aus diesem Krieg raus. Es ist aus seiner Sicht völlig sinnlos, dass da Hunderttausende sterben. Und deshalb übt er Druck auf beide Kriegsparteien aus, auch wenn das der Ukraine und ihren europäischen Unterstützern nicht gefällt.
Den herrschenden Klassen der westeuropäischen Staaten gefällt es also, „dass da Hunderttausende sterben“. Auch das kennen wir schon aus Verdun und der Panzerschlacht bei Kursk (nein, die im 2. Weltkrieg). „Aus seiner Sicht“ ist es völlig sinnlos? Und aus eurer Sicht nicht? Diese suggestiven Formulierungen könnt ihr euch sonstwohin stecken.
Einschub und Frage an das Publikum: Wenn ich solche Beiträge auf TikTok mit bewegten Bildern verbreitete, muüsste ich dann jedes zweite Wort erklären? Ist das nicht viel zu mühsam? 2. Weltkrieg? Endete der nicht mit dem Westfälischen Frieden? Was sind diese „herrschenden Klassen“? Ist das etwas mit Berufsausbildung?
Russland rückt an allen Frontabschnitten langsam, aber stetig vor. Den Ukrainern mangelt es an der Front an Soldaten. Die strategischen Luftangriffe der Russen verursachen eine Energiekrise, die sich im Winter verstärken wird. Hinzukommt eine Korruptionsaffäre um den Präsidenten, die die Situation auch nicht leichter macht. Und jetzt droht das Land mit den USA auch noch seinen wichtigsten Verbündeten zu verlieren, wie es Präsident Selenskyj selbst gesagt hat.
Ach? Russland rückt vor? Hätte uns nur jemand gewarnt! Wollte man nicht jüngst noch die Krim zurückerobern? Die Ukrainer wollten es so, wenn man deutschen Medien glaubt. Und Söder ist ein Bückling Kiews.
Übrigens behauptet die russische Propaganda (automatisch voll gelogen): Der US-Sender ABC News meldet am Dienstag unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten Beamten der US-Regierung, dass Kiew die Bedingungen des von der Trump-Administration erarbeiteten Friedensvorschlags für die Ukraine „größtenteils“ angenommen habe.
Im Original: ABC News has learned that the 28-point peace plan presented by the U.S. to Ukraine in Geneva has been revised to a 19-point peace plan that no longer includes a point on the issue of amnesty regarding acts committed during the war, as well as limits on the future size of Ukraine’s military.
Die Russen werden den ablehnen. Allerdings ist die Trumpsche Taktik, strittige Fragen einfach auszuklammern, ziemlich clever, um das Ergebnis als „Erfolg“ zu verkaufen. Das hat aber schon bei der Hamas und in Gaza nicht funktioniert.
Gesperrt

Nur weil das Publikum nachfragte. Auf Fratzenbuch hatte ich im September 5.000 „Freunde“ – die maximale Anzahl für nicht-prominente Personen – und – laut meinem Dashboard „für professionelle Nutzer“ – rund 7.000 Follower. Letzteres konnte nur ich sehen.
Natürlich hätte ich auf lange Sicht gegen Meta/Facebook vor Gericht gewonnen, obwohl die von mir beauftragte Kanzlei das anders sah.
Der III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat heute entschieden [Urteile vom 29. Juli 2021 – III ZR 179/20 und III ZR 192/20], dass die Geschäftsbedingungen von Facebook vom 19. April 2018 zur Löschung von Nutzerbeiträgen und Kontensperrung bei Verstößen gegen die in den Bedingungen festgelegten Kommunikationsstandards unwirksam sind. Dies gilt jedenfalls, weil sich die beklagte Anbieterin nicht gleichzeitig dazu verpflichtet, den Nutzer über die Entfernung seines Beitrags zumindest nachträglich und über eine beabsichtigte Sperrung seines Nutzerkontos vorab zu informieren, ihm den Grund dafür mitzuteilen und eine Möglichkeit zur Gegenäußerung mit anschließender Neubescheidung einzuräumen. Wurde aufgrund der unwirksamen Geschäftsbedingungen der Beitrag eines Nutzers gelöscht und dessen Konto vorübergehend mit einer Teilsperrung belegt, hat der Nutzer einen Anspruch auf Freischaltung des gelöschten Beitrags und gegebenenfalls auch auf Unterlassung einer erneuten Kontosperrung und Löschung des Beitrags bei dessen erneuter Einstellung.
Um das durchzuziehen, hätte es mehrerer Jahre bedurft und einer Rechtsschutzversicherung, die ohne zu Zucken die Kosten trägt – bis hin zur letzten Instanz. Dessen war ich mir aber nicht sicher. Beim Deutschen Journalistenverband (Berlin) hatte ich schon zu Beginn inoffiziell gefragt, aber die schüttelten den Kopf, und man weiß auch nicht, ob die überhaupt noch so viel Geld gehabt hätten. Und die Eier sowieso nicht.

Wie meine Kanzlei schrieb, müsste man als Journalist in Irland klagen, weil deutsche Gerichte sich in den ersten Instanzen eventuell nicht für zuständig erklärt hätten. Auch dieses Argument meiner Kanzlei halte ich für Humbug, weil es auch um grundsätzliche Meinungsfreiheit geht (vgl. den Grund der Sperrung), und die macht an Landesgrenzen nicht halt. Meta kann nicht selbst festlegen, was wo gilt – deren Geschäftsbedingungen sind – wie oben – schlicht ungültig.
Aber um dagegen anzugehen, benötigt man aber einen Anwalt, den man nicht zum Jagen tragen muss. Ich hätte gleich zu Beginn der Auseinandersetzung die maximale Konfrontation mit dem Konzern gesucht und eine Sekunde nach dem Verstreichen irgendeiner Frist die Kavallerie gerufen und nicht, wie „meine“ Kanzlei, es erst „im Guten“ versucht nach dem Motto: „Das haben wir aber bisher so gemacht“. Ich hatte gleich geahnt, das daraus nichts werden würde. Facebook versteht juristisch nur dieselbe Sprache wie die Hamas.
Es war schon schwierig genug, überhaupt eine Kanzlei zu finden, die sich traut, gegen Meta / Facbeook vorzugehen. Bei Steinhöfel hatte man angeblich „keine Kapazitäten“ frei, wohl aber schon bei einem anderen Klienten ein paar Tage später, dessen Fall schon durch Funk und Fernsehen gejagt worden war. „Keine Kapazitäten“ heißt für mich: Durch dich kommen wir nicht in die Medien.
Leute, es tut mir leid, ihr könnt mich gern für einen Querulanten halten, aber auf mir kann man weder herumtrampeln noch mich herumschubsen. Ein Kollege sagt mal über mich, ich sei der einzige Mensch, der keine Kompromisse eingehe. Das ist so nicht richtig, aber ich verstehe, was er meinte.
Wenden wir uns vernünftigen und interessanteren Themen zu. Aber erst morgen oder übermorgen, da ich gerade von der Tagschicht komme und morgen gleich in den Nachtschichtrhythmus wechseln muss.

Ihr, die ihr eintretet, lasst alle Hoffnung fahren

Wegen dieses Screenshots (vgl. 27.08.25) aus der New York Times wurde mein Facebook-Konto gesperrt. Ich hatte ironisch kommentiert: „Führerschaft. Man weiß wie das ausgeht. Deutschland über alles.“
Die Anwaltskanzlei, die ich beauftragt hatte, eine Klage gegen Meta / Facebook vorzubereiten, weil mein Account seit September gesperrt wurde, schreibt mir:
Eine einstweilige Verfügung ist in Ihrem Fall nicht mehr möglich. Es gibt eine sehr strenge Frist für ein solches gerichtliches Eilverfahren. Dies beträgt 4 Wochen ab dem Zeitpunkt der ersten Kenntnisnahme der Sperrung. Die Frist ist somit vor rund einem Monat abgelaufen. Ihnen bleibt daher noch ein „normales“ Klageverfahren (normal heißt in diesem Fall, dass die Sache in einem für deutsche Gerichte durchschnittlichem Zeitrahmen entschieden wird. Dabei kann es sich um Monate bis Jahre handeln).
Unser Aufforderungsschreiben gilt als Abmahnung, sodass kein weiteres gesondertes Abmahnschreiben erforderlich wäre. Allerdings halte ich die Erfolgsaussichten für ein klageweises Vorgehen nur für bedingt
erfolgsversprechend und eher risikobehaftet.. Dies hat die folgenden Gründe:
Zum einen gibt es eine neuere Rechtsprechung, die den Anwendungsbereich für gewerbliche Account sehr weit fasst. Ihr Account könnte nach dieser Definition bereits darunter fallen, da Sie Ihre journalistischen Tätigkeiten über den Account verbreiten. Wird Ihr Account als gewerblicher Account verstanden, kann Meta sich auf seine eigenen AGB berufen, in denen vorgesehen ist, dass Klagen von Gewerbetreibenden die deutsche Zuständigkeit fehlt und eine Klage nur in Irland möglich ist. Ihre Klage würde dann bereits wegen der fehlenden Zuständigkeit eines deutschen Gerichts abgewiesen.
Nimmt man dieses Risiko in Kauf besteht das weitere Risiko, dass Meta sich darauf berufen kann, dass die Plattform alle notwendigen Maßnahmen ergriffen hat, um Ihren Account wiederherzustellen und Sie nachweisen müssen, dass der Fehler nicht bei Ihnen lag/liegt, sondern ein technischer Fehler von Meta
vorliegt. Da wir keinen Einblick in Metas Prozesse haben, wird meiner Einschätzung nach das schwierig werden.
Ich habe mich daher entschlossen, keinen Cent für diesen Quatsch mehr auszugeben und die Sache auf sich beruhen zu lassen. Auf Facebook hat mich ohnehin niemand von den mehr als 7.000 Followern vermisst. Es gibt noch andere „soziale Medien“.

Das Ministerium für Wahrheit informiert über: Embedded sprechen
Die Qualitätsboulevardmedien berichten: „So sollen Reporter von ARD und ZDF über Migration reden“.
Öffentlich-rechtliche Journalisten werden dort in politisch korrektem Sprechen und Schreiben trainiert – finanziert durch Steuergeld. (…) So heißt es in einem Kurs etwa, dass Alternativen für das Wort „Flüchtling“ verwendet werden sollten. Etwa das Wort „Geflüchteter“. Die Endung „-ling“ wirke „verkleinernd“. (…) Der Mediendienst empfiehlt zudem, das Wort „Migrationshintergrund“ nur dann zu verwenden, wenn damit Statistiken beschrieben werden. Geht es darum, Personen mit Migrationshintergrund zu benennen, solle die Alternative „Eingewanderte und ihre Nachkommen“ verwendet werden. (…)
Geleitet wurde der Mediendienst bis 2016 von der heutigen Integrationsbeauftragten der Bundesregierung, Ferda Ataman (45, wurde 2022 von der Ampel-Koalition ins Amt gewählt). Ataman engagierte sich auch beim Verein „Neue deutsche Medienmacher*innen“.
Schon klar.
Altersnachweis für P0rn
Satz des Tages bei Heise: „Aylo [Betreiberin der in Großbritannien reichweitenstärksten Pornoplattform Pornhub] fordert deshalb, die Altersüberprüfung nicht auf einzelnen Websites vorzunehmen, sondern auf Geräte- oder Betriebssystemebene zu verankern. Der Pornoseitenbetreiber zeigt sich zuversichtlich, dass Nutzer eher bereit sind, ihre Daten mit Apple, Google und Microsoft zu teilen, um ihr Alter nachzuweisen, als mit Pornoseiten.“
Das möchte ich sehen. P0rnfilter als Teil von Betriebssystemen? Wer veräppelt hier wen?
„Hessen gegen Hetze“ – diese Denunziationsbude gehört geschlossen“
Deniz Yücel hinter der Paywall der bürgerlichen Presse: „Das Verfahren gegen Bolz verdeutlicht, warum in den vergangenen Jahren die in der BKA-Statistik als „Politisch motivierte Kriminalität“ erfassten Äußerungsdelikte enorm gestiegen sind. Allein die Verfahren (nicht: die rechtskräftigen Verurteilungen) nach §86a StGB sowie nach §86 StGB (Verbreiten von Propagandamitteln verfassungswidriger und terroristischer Organisationen) haben sich von zusammen 5704 Fällen im Jahr 2015 auf 20.074 Fälle im Jahr 2024 vervierfacht.
Diese Zahlen zeigen aber nicht (oder nicht nur), dass an jeder Ecke, wie ständig moniert wird, „Hass und Hetze“ lauern würden. Vielmehr belegen Verfahren wie das gegen Bolz, dass Ermittlungsbehörden und Justiz nicht nur gegen tatsächlich und eindeutig strafbare Inhalte vorgehen, sondern immer häufiger dazu neigen, das Strafprozessrecht als Mittel zur politischen Maßregelung und Einschüchterung einzusetzen – ohne Rücksicht auf die gefestigte Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts. Und kühn der Gefahr trotzend, dass man sie für Deppen hält, die nicht imstande sind, jahrtausendealte Kulturtechniken wie Satire, Ironie und Polemik zu erkennen.“
Klauen ist ein Beitrag zur demokratischen Kultur
– T-online (u.a. auch Alexander Wallasch): „Edle Optik – aber vielfach nur Abladeplätze von Pressemitteilungen, Facebook-Posts, Videotranskripten und Redetexten? Das Portal „The European“ des heutigen Kulturstaatsministers Wolfram Weimer ist seit Tagen in der Diskussion, weil es zum großen Teil aus zusammenkopierten Inhalten besteht und die Urheber der Texte nichts ahnend dort zu „Autoren“ wurden. Die langjährige Praxis setzt Weimer jetzt unter Druck.“
– Tichys Einblick (Schwefelgeruch!): „Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat mit seinem Medium „The European“ selbst vielfach fremdes Eigentum ohne Zustimmung von Autoren genutzt. Plagiatsjäger Stefan Weber fordert nun Schadenersatz und Unterlassungserklärung.“
– The European: „Veröffentlichung von Politiker-Äußerungen ist „ein guter Beitrag für die demokratische Kultur“.
So etwas ist vermutlich vor allem ein Verstoß gegen das Urheberrecht.



























