Professor für Mikrofaschismus

In der aktuellen Ausgabe der konkret heißt es in der Rubrik gremlizas express:

Ein Wahlwerbespot der „Alternative für Deutschland“ ging so: „Haben Sie sich schon mal gefragt, warum unser ganzes Geld nach Griechenland geht und nicht in unsere kaputten Straßen und Brücken? Haben Sie sich eigentlich schon mal gefragt, warum unsere Renten vorn und hinten nicht mehr reichen, während wir immer mehr Geld an bankrotte Länder überweisen?“

Bernd Lucke, der Vorsitzende dieses Vereins, nennt sich „Professor für Makroökonomie“.

Haben Sie sich schon mal gefragt, warum der Lucke nicht Professor für Mikrofaschismus geworden ist?

Die Konquistadoren, revisited

konquistadorenIch plane, meinen Roman „Die Konquistadoren“ (rd. 480 S.) als E-Book selbst herauszugeben, da ich schon vor Jahren die Rechte zurückbekommen haben. Es gibt offenbar immer noch einen Bedarf, da das Buch auch antiquarisch nicht so einfach zu bekommen ist. Die Auflage ist ja komplett ausverkauft.

Leider habe ich nicht die Rechte für das Titelblatt, muss also ein neues suchen, das auch noch frei verfügbar ist. Vorschläge der geneigten Leserinnen und wohlwollenden Leser sind willkommen! Auch die Karten müsste ich selbst neu zeichnen, aber die im Buch gefielen mir sowieso nicht, weil sie zu ungenau waren.

Auch sind Vorschläge erwünscht, wo und wie ich das Werk publizieren soll – ich muss mich erst sachkundig machen. Amazon Kindle? Epubli? Petra von Cronenburg hat vor zwei Jahren etwas darüber geschrieben.

Und dann der Preis: Wieviel würdet ihr bezahlen?

Exterminate!

cyber unit

Die britische Regierung stellt massenhaft Cyberkrieger ein. Burks.de wurde exklusiv ein erste Foto der British Cyber Unit zugespielt.

Das freut die Märkte

„Das freut die Märkte, weckt aber auch Sorgen.“ (Gerald Braunberger, FAZ) „Das freut die Märkte.“ (Martin Schulz, Hedgefonds-Gruppe PNC Capital Advisors, Spiegel 55/2013)

Leibesübungen

42,195 Kilometer in 2:03:23 Stunden. Wieso läuft der Wilson Kipsang Kiprotich den Marathon noch wesentlich schneller als ich den Halbmarathon? Das ist ja peinlich. Ich habe mir vorgenommen, härter zu trainieren.

Wilson Kipsang Kiprotich ist 1,83 m groß und wiegt 68 kg. Ich bin einen Zentimeter größer und wiege 86 Kilogramm. Soll ich mich auf Bulimie runterhungern? Das wird nicht passieren.

Ich hoffe, es ist nicht total unrealistisch, dass ich im nächsten Jahr auch beim Berlin-Marathon mitlaufe? Oder sollte ich erst 2015 anpeilen?

Verstörende Nachrichten von heute

„Die Wirtschaftskrise von 2009 bis 2012 hat bei den Spitzenverdienern in den USA kaum Spuren hinterlassen.“ (Der Spiegel 40, S. 69)

Weitere Meldungen: „Im Krieg gegen Afghanistan gab es vor allem Opfer unter den Soldaten und der Zivilbevölkerung, nicht aber unter denen, die ihn anordneten.“ – „Die Hilfe für Griechenland hilft nur den Banken und dem Kapital, aber nicht den Griechen.“ – „‚Die Löhne müssen weiter gekürzt werden‘, sagte ein Professor der Volkswirtschaftslehre und AfD-Mitglied, ‚Profite dürfen nicht gekürzt werden, weil das gegen das Allgemeinwohl ist.'“ – „Ausländische Geheimdienste dürfen die Deutschen zukünftig nicht mehr belauschen, wohl aber die eigene Regierung, die die erlauschten Daten dann weiterleitet.“ – „Von der Leyen lehnt höhere Steuern strikt ab.“

Be an Outsider

„The fundamental job of journalists which, he says, is to be an outsider.“ (Seymour Hersh im The Guardian)

Cookies

cookies

In der taz steht ein ärgerlicher Artikel über Tracking per Cookies, der zwar inhaltlich richtig ist, aber das Wesentliche weglässt: Welcher Trottel erlaubt denn noch beim Surfen Cookies? Kommentieren konnte ich auch nicht, vielleicht, weil ich keine Cookies erlaube….

An der Blutrinne

PanoramamuseumPanoramamuseumPanoramamuseumPanoramamuseum

Warum soll ich immer alles selbst schreiben? Die wohlwollenden Leserinnen und geneigten Leser können ja am Wochenende selbst herausfinden, wo ich war (das ist natürlich kinderleicht, vgl. auch den Tag dieses Postings). Man muss aber etwas historisch gebildet sein, um zu wissen, warum das auf der Karte gezeigte Tal „Blutrinne“ heißt.

Euch wählen ist ein Gräuel

Die Partei „die Linke“ und die Piratenpartei sollten fordern, das negative Stimmrecht einzuführen. Das deutsche Wahlrecht sollte dementsprechend geändert werden. (Nicht zu verwechseln mit dem negativem Stimgewicht.) In Indien wird das jetzt so gemacht (via Fefe).

Die Richter wiesen die Wahlkommission an, dass bei den elektronischen Wahlmaschinen und auf den Stimmzetteln das negative Wahlrecht verankert wird. Konkret soll unterhalb der Kandidatenliste vermerkt sein, „keiner der oben genannten Möglichkeiten“ zuzustimmen. (…) Die negativen Stimmen werden nicht mit positiven Stimmen gegengerechnet, so dass sie keine direkten Auswirkungen auf das Wahlergebnis haben. Allerdings sollen sie veröffentlicht werden, um Druck auf die Parteien auszuüben.“

Das ist doch genial. Außerdem war ich schon immer der Meinung, dass in Deutschland, wie in vielen anderen Ländern, die Wahlpflicht eingeführt werden sollte – das ist in Zusammenhang mit dem negativen Wahlrecht besonders sinnvoll. Man könnte sehen, in welchem Maße das Parlament noch das Vertrauen der Bevölkerung hätte.

Wie sagt es die Bibel in Jesaja 41, Vers 24, treffend: „Euch wählen ist ein Greuel“.

Pleiten, Pannen, Briefwahl

Ich habe zwar in den letzten Jahren „Briefwahl“ gemacht, bin aber immer rechzeitig ins Rathaus Neukölln gegangen und habe dort live angekreuzt und die Umschläge abgegeben. Welche Risiken es bei der Briefwahl gibt, schildert gerade Spiegel online: Stimmen sind verschollen, Unterlagen gingen auf dem Weg verloren oder kamen mehrfach an oder es wurden die falschen verschickt. „Im Raum Freising entsorgte ein Postbote etliche Wahlbenachrichtigungen im Gebüsch.“

Unirdisches Jerusalem

himmisches Jerusalem

Das Ende der Privatsphäre?

tagung

„Die digitale Revolution hat unsere Vorstellung von Privatheit und Öffentlichkeit grundlegend verändert. Dreißig Jahre nach Einführung des Grundrechts auf informationelle Selbstbestimmung fragt die Tagung nach dem Umgang mit persönlichen Daten heute. Wo verlaufen heute die Grenzen zwischen Privatheit und Öffentlichkeit?“ (Freitag, 27.09.2013)

Von der Maas bis an die Memel, reloaded

The Local: Ex-President calls for German-Polish state – Former Polish President Lech Walesa has caused a stir by calling on his country to unite with Germany to form one European nation, saying borders were no longer relevant.“ (Quelle u.a. The Telegraph)

Unter 90 Minuten

joggen

Gestern nacht habe ich aus Versehen noch einen Flasche Bier getrunken und eine Tafel Schokolade gegessen. Mir war danach. Deshalb bin ich mit einem schlechten Gewissen losgerannt. Immerhin zum ersten Mal meine Kurzstrecke unter 90 Minuten geschafft!

Karamba!

Huffington Post: „Karamba Diaby, Senegal-born Chemist, Becomes Germany’s First Black Lawmaker“
Although nearly one in five of Germany’s 80 million people are immigrants, or the children or grandchildren of immigrants, relatively few have made it into the federal legislature. Until now there were no black lawmakers in Parliament, despite more than 500,000 people of recent African origin believed to be living in Germany.

Hierzu ein Hinweis (felis via Twitter): Hallo @SPIEGELONLINE, Afrika ist kein Land und Karamba Diaby ist Deutscher, nicht „Afrikaner“.

Einige Fragen und ein Hinweis an linke Parteifunktionäre

Wer gutes Deutsch lernen will, kann auch Bertold Brecht lesen. Hier ein Auszug aus „Fragen eines lesenden Arbeiters“. Hinweis für Parteifunktionäre der „Linken“: Es taucht kein Wort auf, dass mit -ung endet. Auch wenn ihr das für unmöglich haltet – aber so redet und schreibt man, wenn man dem Volk auf’s Maul schaut.

Wer baute das siebentorige Theben?
In den Büchern stehen die Namen von Königen.
Haben die Könige die Felsbrocken herbeigeschleppt?
Und das mehrmals zerstörte Babylon –
Wer baute es so viele Male auf? In welchen Häusern
Des goldstrahlenden Lima wohnten die Bauleute?
Wohin gingen an dem Abend, wo die Chinesische Mauer fertig war
Die Maurer?
Das große Rom
Ist voll von Triumphbögen. Wer errichtete sie?
Über wen triumphierten die Cäsaren? Hatte das vielbesungene Byzanz
Nur Paläste für seine Bewohner? Selbst in dem sagenhaften Atlantis
Brüllten in der Nacht, wo das Meer es verschlang
Die Ersaufenden nach ihren Sklaven.
Der junge Alexander eroberte Indien.
Er allein?
Cäsar schlug die Gallier.
Hatte er nicht wenigstens einen Koch bei sich?
Philipp von Spanien weinte, als seine Flotte Untergegangen war. Weinte sonst niemand?
Friedrich der Zweite siegte im Siebenjährigen Krieg. Wer siegte außer ihm?

Was lese ich hingegen im Parteiprogramm der „Linken“? „Aushöhlung der Demokratie – Die Möglichkeit demokratischer Einflussnahme und Mitgestaltung“.

Unfassbar. Wer redet so? Ja, Parteifunktionäre eben.

Man stelle sich vor, das Kommunistische Manifest hätte so begonnen: „Die Kommunisten sind gegen die Aushöhlung der Demokratie und für die Möglichkeit demokratischer Einflussnahme und Mitgestaltung“ – hätte das auch nur ein Mensch gelesen?

Was die Bürger wirklich fürchten

„Die Bürger fürchten den Veggie-Day in der Firmenkantine mehr als die Totalüberwachung des Internets.“ (Sascha Lobo)

Tweet of the day 68

Tschüß #Piraten ! Das war es für mich. Ich ziehe mich zurück. (Bernd Schlömer)

Quilapayun

Die deutsche Linke (nicht nur die gleichnamige Partei) bietet ein desaströses Bild. Vielleicht sollte ich im Alter doch nach Lateinamerika auswandern. Da kann die Jugend die Texte dieser Lieder noch auswendig. Die Musik ist eh besser – und die linken Frauen schöner (ja, ein doofer Spruch, aber die Wahrheit).

Hier singt Victor Jara.

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