This is Chess

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Ich muss vier Tage jeweils 12 Stunden in der Nacht arbeiten und habe nicht viel Zeit, (Heute die letzte Nacht.) Hier mein Beitrag zur Schachweltmeisterschaft.

Verworren und zugenäht

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Schaut euch mal diese verflixte Stellung an. Ich hatte als Weißer in verlorener Position verzweifelt Ld6-e5 gezogen – und gewann ganz überraschend! Es folgten Dc6? 52.Dh8+ Kg6 53.Dg8+ Kh6 54.Dh8+ Th7 55.Df8+ Kg6 56.Df5+ mit unabwendbarem Matt.

Was hätte der Schwarze anstelle von 51… Dc6 spielen können, um 52. Dh8+ und den Rest zu verhindern? War natürlich Blitz, nicht viel Zeit zum Überlegen.

Sich selbst kultursensibel geißeln

Anna Muzychuk
Source: „Gott und die Welt“ (Felix Kruppa auf Facebook)

Ich muss wieder etwas zum obigen Foto-Ausriss zitieren:
„Im Gegensatz zur ‚ersten feministischen Regierung‘ Schwedens oder beispielsweise Claudia Roth hat die Ukrainerin Anna Muzychuk mit ihrer Entscheidung, an den diesjährigen Schachweltmeisterschaften in Saudi-Arabien nicht teilzunehmen, echte Courage bewiesen. In einem Statement begründet sie, dass sie sich in Riad als Mensch zweiter Klasse fühlen würde.

Zwar hätte sie sich während des Turniers nicht verhüllen müssen, außerhalb aber sollen die Teilnehmerinnen eine Abaya (ein islamisches Überkleid) tragen. Anna Muzychuk kann das nicht mit ihren Prinzipien vereinen, was als Frau die einzig logische Haltung mit Bezug sowohl auf die Frauenrechte in Saudi-Arabien als auch auf die islamische Verschleierung sein kann. Alles andere wäre Selbstgeißelung, die im Falle einiger PolitikerInnen oft als Zeichen der Toleranz oder Kultursensibilität verkauft wird.

Sich als emanzipierte Frau den islamischen Kleiderordnungen zu beugen, bedeutet allerdings auch, Repräsentantin ihrer Symbolik zu werden. Die Tatsache ignorierend, dass die absolute Mehrheit der muslimischen Frauen weltweit nicht in der Lage ist, freiwillig darüber zu entscheiden, ob sie sich verhüllt oder nicht, unterwerfen sich freie Frauen einem patriarchalischen Symbol, das sie zum Besitztum des Mannes degradiert.

Dass die Anbiederung an frauenfeindliche Symbole und Kulturpraktiken nichts mit Offenheit und Toleranz, sondern mit dem Verrat an der eigenen Freiheit und den eigenen Prinzipien einhergeht, hat die 27-jährige Anna Muzychuk hervorragend verstanden, regierende Politikerinnen hingegen nicht.“

Vermutlich ist dem Stammpublikum auch bekannt, dass mir Beifall von der falschen Seite an einem Körperteil vorbeigeht, das ich hier nicht näher bezeichnen will. Ich stimme dem oben Gesagten zu. Es ist mir aber schleierhaft (!), warum kluge und emanzipierte Frauen (Claudia Roth gehört nicht dazu) sich derart zur Äffin machen und vor dem puritanischen und reaktionärem Islam einknicken. Ich versteh’s einfach nicht.

And now for something completely different. Leider habe ich in diesem Jahr nicht viel von dem geschafft, was ich mir vorgenommen hatte. Die E-Book-Ausgabe der Konquistadoren steht immer noch auf meiner To-Do-Liste, dazu auch noch eine ebensolche Version meines Seminars über „Investigative Recherche im Internet“.

In diesem Jahr sind mir Themen über den Weg gelaufen bzw. auf die Füße gefallen, die keinen Aufschub duldeten. Vom Schockwellenreiter habe ich eine Liste bekommen, die ich abarbeiten muss und will: Es geht um Auszeichnungssprachen, die die Welt überdauern etwas dauerhafter sind als das jeweils aktuelle HTML oder WordPress und dergleichen. (Pandoc sieht interessant aus.)

Wenn ich meine Forschungen zu den Vorfahren – also auch zur polnischen und russischen Lokalgeschichte – abgeschlossen haben werde, muss ich die Ergebnisse in irgendein Format bringen, das auch noch in ferner Zukunft lesbar sein wird, sonst machte das keinen Sinn. Das muss ich im Jahr 2018 auf die Reihe kriegen, wie auch immer.

Ja, ich habe auch noch zwei Buchprojekte im Sinn, aber Details verrate ich (noch) nicht.

Ich wollte im nächsten Jahr nach Israel reisen und zudem mein Paddelboot in Klein-Venedig ausprobieren. Auf meiner Wunschliste stehen jetzt auch Montevideo und das Land der Guaraní. Warum hat mir die Vorsehung oder wer auch immer nicht drei Leben geschenkt?

Ich verbringe heute, Silvester und Neujahr wie gewohnt im Krankenhaus (nein, ich bin nicht krank). Mir schwant nichts Gutes.

Guten Rutsch!

Hat Schwarz noch eine Chance?

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Ich hatte den Springer auf d4 gezogen. Es folgte Dd6? 25.Dxf7+ Kd8 26.Sxe6+ und Schwarz gab auf. Glück gehabt, beim Blitz braucht man Intuition. Ich hatte das Mittelspiel schon fast vergeigt und zwei Bauern weniger. Wenn ich mir aber die Stellung so ansehe: Hat Schwarz überhaupt eine Chance, entweder dem Matt oder dem Qualitätsverlust zu entrinnen? Auf 24…. De7 folgte 26. Sxe6!

Chess!

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Welcher Zug von Weiß entscheidet sofort? (By the way: 1594!)

Elo

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Ich habe einen Lauf – die Elo-Zahl ist nicht schlecht, obwohl ich ja gar nicht in einem Verein spiele.

Heureka!

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Ich hatte als Weißer am Zug eine Idee und beendete das Spiel. Wie? (Leider sehr einfach… Nein, nicht DxTe6)

Sie kommen!

00:52 KleineStatue: den ausgenockten pfleger muss ich ein stockwerk unter mir bringen und dann schnell nach oben
00:50 KleineStatue: durch gutes timing konnte ich ein pfleger in der dunkelheit überwältigen
00:49 KleineStatue: habs geschafft, konnte durch den schlitz der schranktüren gut den lichtkegel sehn
00:49 Schwachi: guten abend
00:44 KleineStatue: mein akku ist fast leer muss aus dem schrank an die steckdose doch die pfleger patrouillieren da draußen
00:23 KleineStatue: vilma!……….. sie kommen!
00:22 KleineStatue: oder haben euch die pfleger gefunden :-D
00:21 KleineStatue: seid ihr eingenickt
00:21 KleineStatue: leute…….
00:12 HenryGondorff: vilma!
00:12 hanfdampf: heute ist schon wieder gestern von morgen

(Chat in einem Schachforum nach Mitternacht)

Was ist Glück?

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Uhrzeit: 4.54 Uhr, nach 12 Stunden Arbeit als Bodyguard. Getränk: Glen Grant. Musik: The Rolling Stones feat. Lisa Fischer (Gimme Shelter, oder die ältere Version). Chess: Fast höchste Stufe gegen Hal (vgl. Screenshot).

Let’s roll in Chess

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Ein wunderbares und zweischneidiges Hauen und Stechen im Blitzmodus. Ich zog e5-e6, und der Schwarze antwortete mit f7xe6, ich antwortete mit f6-f7 und der Schwarze gab auf.

Chess is gloriously rebellious

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Der Guardian hat einen ganz entzückenden Artikel über Schach mit ebensolchen Zitaten über das königliche Spiel:

The real attraction of chess is that the board is a simulacrum of life, where intense battles can be fought with no casualties, where the rules and objectives are clear, where neat geometric certainties replace messy realities. (…)

Raymond Chandler called the game: “The most elaborate waste of human intelligence outside of an advertising agency.” (…)

Perhaps this is what the mufti really fears: chess players are natural rebels who have rejected the workaday world and all its totems.

Das Foto zeigt eine Stellung aus der Partie zwischen Wilhelm Steinitz und dem Berliner Curt von Bardeleben, Hastings 1895. Schachfreunde wissen, was jetzt kommt.

Geistesblitz

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Weiß zieht und gewinnt. (Blitzschach, 15 Minuten pro Spieler.)

Chess!

FIDE World Championship 2014 – livestream (English)

Matt in sechs Zügen?

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Natürlich zeige ich hier nicht die Partien, die ich wegen dummer Fehler oder weil ich unkonzentiert war oder einfach nur schlecht krachend verloren habe. Hier gewann ich sehr hübsch, und ich hatte das Matt in sechs Zügen geplant und vorhergesehen.

Ich zog 38. Dd7, Schwarz antwortete mit Tc8, um den Bauern zu schützen. Schwarz hätte aber das drohende Turmopfer erkennen müssen:
39. Tf3-h3 Dd4?
40. Th3-h7+ Kxf7 (auf Kg8 folgen Tg7+ und Dh3 matt)
41. Dh3+ Kg8
42. Dh6 und Schachmatt auf g7

Ich frage mich aber, ob Schwarz dem vor meinem 38. Zug noch hätte entrinnen können. Vermutlich wäre 38. … Bh5 anstatt Tc8 besser gewesen. Ich hätte Bxh6 en passant schlagen müssen, weil der schwarze König sonst total eingemauert gewesen wäre. Wenn dann 39. … Tc7 gefolgt wäre, hätte ich mit La6 geantwortet, was die Lage für Schwarz auch aussichtlos macht.

Drei Damen und nicht aufgeben?

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Zugegeben, ich wollte nur diejenigen austricksen, die im RSS-Feedreader diese Überschrift lesen und dann schnell hierher kommen…

Man sollte ja nie aufgeben, auch nicht bei drei oder mehr Damen – außer beim Schach. Da wird es nur peinlich. Das fiel meinem Gegner dann doch auf, als ich einen Zug vor der dritten Dame war, und er streckte endlich die Waffen.

Das ist Schönheit im Schach [Update]

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Weiß zog Läufer b3 – a2. Danach startete Schwarz einen Mattangriff mit sieben Zügen, der nicht mehr aufzuhalten war. Wie? Jaja, ich war nicht der Weiße, und ich hatte einen sehr lichten Moment.

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Nicht vergessen: Das sind Blitzpartien auf schacharena.de.

Zwei Damen in Sicht

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Mein Gegner – mit den schwarzen Steinen – verlor diese Blitzpartie wegen Zeitüberschreitung. Das Gemetzel wurde irgendwann ziemlich unübersichtlich, und ich dachte schon, ich könnte aufgeben. Aber plötzlich merkte ich, dass der Schwarze meine marschierenden Bauern kaum mehr aufhalten konnte. Schwarz wäre am Zug gewesen – kann Weiß noch verlieren? Ich sehe da nichts…

Was machen eigentlich die Russen?

FIDE World Chess Championship 2013 live zwischen Viswanathan Anand (Indien) und Magnus Carlsen (Norwegen).

War noch was drin?

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Mir gelang es noch, mit den schwarzen Steinen per Dauerschach (De3+, De5+ usw.) Remis zu halten. Wäre für mich mehr drin gewesen? Weiß wird jetzt Kg1 ziehen….

Man kann nie genug Elos haben

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Sozusagen mein drittes Hobby neben Second Life und Laufen… und das ist auch kostenlos und dient zudem der geistigen Gesundheit und Fitness. Ich spiele aber nur Blitzschach (jeder 10 Minuten).

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