Schmalbrüstig in der Wüste, revisited und anderes
Dune 2000 is a real-time strategy video game based on the Dune universe, released in 1998. It features full motion cutscenes, online multiplayer, and a powerful storyline. Now, with GruntMods Edition, you can experience this classic with modern enhancements and exclusive content.
Das einzige Computerspiel, das mich anturnt. Das muss am Alter liegen. Nein, meine Armee ist nicht zu sehen, weil die im Norden die Harkonnen und die Ordos plattmacht, während meine taktisch gut platzierten Raketenwerfer in, um und um mein Hautquartier herum herannahende Feinde zu virtuellem Staub zerbröseln.
Ich hatte die 32.bit-Version schon erwähnt. Aber ich bin ganz stolz darauf, dass ich das Spiel auf dem älteren und schmalbrüstigerem Linux-Laptop per Bottles überraschenderweise zum Laufen bekommen haben.
Ansonsten spiele ich keine Computerspiele, für die ich bezahlen muss. 0AD habe ich immer noch in Reserve, aber ich habe in Secondlife soviel zu tun, dass ich in meiner äußerst knappen Freizeit nicht dazu komme. Gerade ist die 380-ste Ausgabe meiner Inworld-Gamer-Zeitung erschienen, mittlerweile der 18. Jahrgang. (Auf dem Blog sind nur ausgewählte Artikel, nicht die gesamte Ausgabe.) Ich wollte mir immer den Scherz erlauben, falls der DJV Berlin nachfragen sollte, was ich journalistisch machte, die anzugeben. „Wie können wir das nachprüfen?“ – „Macht euch einen Avatar, besteht den Adult-Check und beamt euch um Beispiel auf meine Gor-Sim.“ Bewaffnung für Männer ist empfohlen; für Frauen sind vergiftete Dolche erlaubt.
Als ich die Nachrichten der Qualitäts- und soziale Medien zur einzigen Mahlzeit des Tages durchstöberte (14 Uhr, ich bin im 12-stündigen Nachtrhythmus), fiel mir nichts auf, was berichtenswert schien. Es muss auch nicht immer etwas passieren, außer dem gewöhnlichen Horror. Die meisten Kommentare bekam ich übrigens, als ich neulich irgendeinen lustigen Quatsch auf Instagram kommentierte und mein Alter erwähnte.
Übrigens: Fefe ist jetzt schon fast ein Jahr weg vom Fenster. Das heißt nichts: Sharon Stone hat sieben Jahre gebraucht, um nach einem Schlaganfall wieder fit zu werden, aber das hat sie wohl 18 Millionen Dollar gekostet. Vermutlich hatte sie keinen Krankenversicherung.
Einige Leser werden den Freund aus Friesland kenne, den es vor zwei Jahren erwischt hat, obwohl er 15 Jahre jünger als ich ist. Seitdem halbseitig gelähmt; das Maximum der Bewegung sind ein paar Schritte mit einen Dreifuß-Gehstock. Nach Berlin wird er nie wieder zurückkommen können. Plötzlich, ohne Vorwarnung, von einem Tag auf den anderen. Da wird einem ganz schummrig…
Deep Fake News mal anders: „In einem neuen Schreiben, was WELT vorliegt, äußert sich Ulmens Anwalt nun ausführlicher. „Unser Mandant hat zu keinem Zeitpunkt Deepfake-Videos von Frau Fernandes oder anderen Personen hergestellt und/oder verbreitet“, heißt es dort. „Entsprechende Darstellungen sind falsch.“ Tatsächlich hat das der „Spiegel“ in seiner Recherche auch nicht behauptet. Allerdings wurde darauf hingewiesen, dass es KI-generierte pornografische Darstellungen von Fernandes geben würde. In der Folgeberichterstattung hatten einige Medien berichtet, dass diese möglicherweise auch von Ulmen angefertigt oder verbreitet wurden.“
Das ehemalige Nachrichtenmagazin wird irgendwann behaupten, man hätte gar nichts behauptet.
Miscellaneous:
– Rubio sagt, es ginge im Iran auch ohne Bodentruppen. Aber: „The Pentagon is reportedly considering deploying up to 10,000 additional ground troops to the Middle East, according to Department of Defense officials cited by the The Wall Street Journal.“
– Israel wird vermutlich den südlichen Teil des Libanon bis zum Litani annektieren. Gut so, denn die „Regierung“ des Libanon hat weder die Macht noch die Kraft, die Hisbollah von dort zu vertreiben. Das und die Vorgeschichte hatte ich hier schon erwähnt:
„Der Einmarsch der Carmeli-Brigade [im Oktober 1948 im Rahmen der „Operation Hiram”] in den Libanon war das erste Mal, dass die Israelis eine anerkannte internationale Grenze [die von den Kolonialmächten 1923 willkürlich gezogen worden war] überschritten und in einen souveränen arabischen Staat eindrangen.“
– Was macht eigentlich die Baerbock? Da kann man sich nur noch an den Kopf fassen. Aber hierzulande ist ja sogar die CDU mit im islamophilen Boot. Man kann nur auf die ferne Zukunft hoffen, die es in der Vergangenheit schon einmal gab.
Stunden später…

Das ist ja wie in alten Zeiten! Der Rechner lief übrigens schon die ganze Nacht. Ich hätte vielleicht einen anderen UBS-Anschluss für die externe Festplatte nehmen sollen… Fragen wir also Hal.
Die entscheidende Zeile in deiner Ausgabe ist diese:
|__ Port 4: Dev 6, If 0, Class=Mass Storage, Driver=usb-storage, 480M
Das bedeutet: Deine externe Festplatte läuft nur mit 480 Mbit/s. Das ist USB 2.0 Geschwindigkeit. Obwohl dein Rechner USB-3 / USB-3.1 / USB-3.2 Controller hat (5000M und 10000M Busse), ist die Platte nicht dort verbunden oder wird nicht als USB-3 erkannt.

Flaschen und Klauen
Drei Tage Freizeit. Das bedeutet, alle Computerprobleme lösen zu können, denen man so zwischendurch begegnet ist. Ich habe jetzt Bottles auf allen Rechnern installiert. Das gefällt mir wesentlich besser als Wine und ist auch benutzerfreundlich. Eigentlich brauchte ich das Programm nur auf meinem schmalbrüstigen Ubuntu-Laptop, das ich im Urlaub und auf der Arbeit benutze und auf dem Firestorm für Linux ständig abschmiert. Ich habe die Software für Secondlife dort mit Alchemy ersetzt (nicht zu verwechseln mit Alchemy Linux), das einigermaßen stabil läuft, auch bei lahmer Verbindung.
Ein ungelöste Frage ist immer noch das E-Mail-Programm. Ich schrieb schon im Januar: Ich benutze bekanntlich Thunderbird für Linux, mit der Option des Umstiegs auf Mutt, Claws Mail für Windows (weil das zuverlässig kein HTML anzeigt und auch Attachments sehr sicher handelt; Verschlüsseln geht aber nur auf dem Umweg über Kleopatra) und für Android FairEmail.
Ich wüsste nicht, was es zu Verbessern gäbe, und schon gar nicht mit KI. [Weibliche Stimme in verführerischem Tonfall: „Sie haben zu verschlüsseln vergessen!“] Aber das habe ich auch schon gesagt, als ich noch Crosspoint benutzte.
Jetzt habe ich gar kein Windows mehr und könnte auch Claws Mail überall installieren. Die Kriterien, nach denen normalerweise die Vor- und Nachteile aufgelistet werden überzeugen mich aber nicht: „modern“, „Plugins“, „Erweiterbaurkeit“ – brauche ich alles nicht. Für mich zählt nur: Wie geht das Programm mit HTML um (will ich nicht sehen oder angezeigt bekommen!) und wie viel Stunden wie lange brauche ich, um eine E-Mail zu verschlüsseln?
Mein Laptop meckert mich gerade von der Seite an, mein PGP-Schlüssel sei abgelaufen? Muss ich mal nachsehen. Man hat ja sonst nichts zu tun….
| Kriterium | Thunderbird | Claws Mail |
|---|---|---|
| Zielgruppe | Komfortorientierte Nutzer, die eine vollständige Mail-Suite mit vielen Funktionen möchten. | Minimalisten und Power-User, die einen schnellen und schlanken Mailclient bevorzugen. |
| Funktionsumfang | Sehr umfangreich: E-Mail, Kalender, Kontakte, RSS, Add-ons. | Basisfunktionen für E-Mail, erweiterbar über Plugins. |
| Benutzeroberfläche | Modern und relativ benutzerfreundlich. | Klassisch und technisch, wirkt teilweise veraltet. |
| Ressourcenverbrauch | Relativ hoch im Vergleich zu minimalistischen Clients. | Sehr gering, ideal für ältere Rechner oder schlanke Systeme. |
| Geschwindigkeit | Solide, aber nicht besonders schnell beim Start. | Sehr schnell beim Starten und Arbeiten. |
| Erweiterbarkeit | Viele Erweiterungen und große Entwickler-Community. | Plugins vorhanden, aber deutlich weniger als bei Thunderbird. |
| HTML-Mail | Voll unterstützt. | Teilweise eingeschränkt, oft über Plugins. |
| Eignung für Ubuntu | Standard-Mailclient vieler Linux-Distributionen. | Beliebt bei Linux-Power-Usern und Minimal-Systemen. |
ChatGPT: „Hier ist ein praxisnaher Vergleich von Mozilla Thunderbird und Claws Mail unter Ubuntu/Linux. Beide sind freie Open-Source-Mailprogramme, verfolgen aber sehr unterschiedliche Konzepte: Thunderbird ist eine umfangreiche Mail-Suite, Claws Mail ein extrem leichtgewichtiger, schneller Client.“
Kreischen, Schaben und VPN

Der Screenshot hat vermutlich nichts mit dem Thema zu tun, sondern dient nur zur Erbauung für die hier mitlesenden Senioren Windows-Nutzer.
Ich habe mich gerade mit ChatGPT lang und breit darüber unterhalten, warum ich mit Windows und Wireguard aus einen Firmennetz über meine FritzBox online komme, aber mit Ubuntu nicht.
Hintergrund: Der (von der Großbourgeoisie runderneuert erstandene) Laptop mit Windows, den ich nur auf Reisen und (minderlegalerweise) auf der Arbeit nutzte, fing an zu Kreischen und Schaben dergestalt, dass die Festplatte mir wohl mitteilen wollte, sie werde demnächst nach Ghana in die ewigen Festplatten-Jagdgründe für Festplatten eingehen.
Man kann bekanntlich nie genug Laptops haben. Der Tuxedo-Gamer-20-Zöller ist zu unhandlich, aber ich hatte noch einen etwas kleineren mit Windows in Reserve, den ich nicht wirklich brauchte. Neu ist der auch nicht, aber besser als der runderneuerte. Ich habe ein wenig herumfummeln müssen. Ich wollte ursprünglich Mint installieren, bin dann aber doch bei Ubuntu geblieben, weil ich den USB-Stick mit dem Mint-Iso verlegt hatte, und habe das Windows komplett geschreddert.
ChatGPT hat ziemlich ausführlich herumschwadroniert, warum Wireguard über ein Firmennetz nicht funktioniert, aber so richtig schlau wurde ich aus dem künstlich intelligentem Gelaber nicht.
🧠 Warum Windows funktioniert
Windows-WireGuard:
-ignoriert oft aggressives Default-Routing
– oder nutzt Split-Tunnel automatisch
– oder dein Windows-Profil hat andere AllowedIPs
– Ubuntu ist hier „strenger“ und setzt exakt, was konfiguriert ist.
Ich nutze die grafische Oberfläche Wireguird.
🎯 Fazit
– Routing ist korrekt.
– Es ist zu 80% DNS.
– Zu 20% MTU.
DNS kann ich mir nicht vorstellen, weil ich aus dem Firmennetz auf die hierzulande zensierten Russen komme. Ich hatte keine Lust, in allen möglichen Konfigurationsdateien mit nano herumzufummeln, daher sind wir bei dem etwas unbefriedigendem Ergebnis geblieben:
➡️ Dann liegt es an etwas sehr Speziellem (selten).
PS Bei dieser Ubuntu-Version scheitert das Installieren von Veracrypt, aber das kriege ich noch hin.
Was mit Cyber
Ich schreibe gerade einen längeren Artikel (für das Blog) und werde damit heute nicht fertig, zumal ich morgen kurz vor fünf aufstehen muss, um 12 Stunden zu schindern arbeiten.
In Kürze: In Israel ist das Niveau, auf dem offiziell vor dem pöhsen Cyberdings aka Phishing gewarnt wird, genauso „hoch“ wie hier. „The cyberattacks involve “targeted phishing,” in which attackers impersonate familiar figures to lure victims into revealing personal information or downloading malicious files“, schreibt die Jerusalem Post.
Mit Linux wäre das nicht passiert. Dann nutzt gefälligst ein E-Mail-Programm, dass nur Text anzeigt wie Clawsmail oder fummelt in den Einstellungen so lange herum, bis alle Nachrichten statt in HTML in reinem Text erscheinen! Dann seht ihr größtenteils, wo die Links hinführen und die Phisher können sich ihr Phishing sonstwohin stecken. Und wenn das nicht geht, tretet dieses Programm in die Tonne und denjenigen, der so etwas installiert, gleich mit!
Aber die werden das genausowenig machen wie die deutsche Journaille. Dann jammert mich wenigstens nicht voll!
Linux-Apps auf Android
Ein bisschen Herumspielen mit den unterschiedlichen Devices hält das Gehirn in Trab. Bei Heise schreiben sie: „Android 16 erlaubt es, Linux-Anwendungen zu starten. Dabei läuft nicht nur die Kommandozeile, auch grafische Anwendungen sind neuerdings möglich“.
Ich wurde neugierig, ob meine kleine Hirse das auch kann.
ChatGPT spuckte ein paar Anleitungen aus, und andere Leute hatten sich meines Themas auch schon angenommen. Einfach war es aber doch nicht. Termux hatte ich schon – aber was nutzt ein Terminal ohne ein Betriebssystem samt Software?
Man muss zuerst die Entwickleroptionen finden, die aus vermutlich gutem Grund ziemlich gut versteckt sind – bei Xiaomi woanders als bei anderen Android-Smartphones.
Neuere Android-Versionen (wie Android 15) haben eine versteckte Funktion in den Entwickleroptionen, die einen Linux-Entwicklungsmodus anbietet – eine Art nativer Linux-Terminal-Umgebung.
👉 Dieser Modus muss in den Entwickleroptionen erst aktiviert werden und lädt zusätzliche Ressourcen herunter. Voraussetzung: Du musst den entsprechenden Menüpunkt in den Entwickler-Einstellungen finden (falls vorhanden – er ist nicht auf allen Geräten verfügbar).
| Art der Linux-Umgebung | Funktion | Aufwand |
|---|---|---|
| Termux | Linux-Terminal + Pakete | 🟢 leicht |
| Android Linux Dev Environment | Native Android-Linux-Terminal-Modus | 🟡 mittel (Verfügbarkeit variiert) |
| Linux App / chroot / Container | Linux-Distribution in Android | 🟠 technisch |
| Vollständiges Linux-OS (Ubuntu Touch/Mobian) | Echtes Linux statt Android | 🔴 sehr technisch / häufig nicht möglich |
Nein, so funktioniert das nicht.
Irgendwann wurde ich auf einen winzigen Hinweis aufmerksam: „If it is still not supported on your device, I highly recommend using NOMone Desktop to get Linux up and running in the simplest way possible.“
„The simplest way possible“? Bei mir geht immer etwas schief, und wenn Nerds von „einfach“ faseln, ist das dann meistens so einfach wie Anleitungen für PGP unter DOS.
Ich habe mir die App heruntergeladen und installiert, und – weil heute Weihnachten ist – 7,99 Euro dafür ausgeben, nur so aus Daffke (man kann sie gratis eine Stunde am Tag benutzen – die telefoniert vielleicht ständig „nach Hause“ zum Rapport).
Und siehe: Der NOMone Desktop ist einfach und selbsterklärend (wenn man Linux schon benutzt hat) und irgendwie witzig. Man braucht so etwas nicht wirklich, aber vielleicht finde ich in den digitalen Eingeweiden der App noch etwas Nützliches…
Firefox und FSTAB, revisited

Dieser Beitrag ist nur für Linux-Nutzer.
Da wir gerade bei Reparaturen sind: Gestern kam ich mit Chromium für Linux gar nicht mehr auf mein Blog (mit Google Chrome schon). Mein Provider antwortete auf meinen E-Mail-Hilfeschrei: „Wegen massiver Bot-Zugriffe blocken wir derzeit uralte Browser weg, z.B. alles vor Chrome oder Firefox in Version 110 oder 120 (je nach Setup). Mit so alten Browsern sollte niemand mehr unterwegs sein. Diese Methode ist nicht der Weisheit letzter Schluss, aber wir können so relativ leicht einen größeren Teil von Bots abwehren.“
Wieso habe ich einen „uralten Browser“ – Version 106.0.5249.119 (Offizieller Build) for TUXEDO OS (64-Bit)?
„Chromium/106 ist aus dem Jahr 2022. Du solltest dich um ein Update kümmern oder einen anderen aktuellen Browser benutzen. Es ist sehr unsicher, so alte Browser zu verwenden, unter jedem Betriebssystem.“
O je. Aber damit fing es erst an – und endete in einer mehr als einstündigen Unterhaltung mit ChatGPT. Neuinstallation Chromiums?
system_key.go:147: cannot determine nfs usage in generateSystemKey: cannot parse /etc/fstab: cannot parse dump frequency: „information.“ Fehler: timeout waiting for snap system profiles to get updated
Was will mir der Künstler damit sagen?
=> Installing the chromium snap
===> Checking connectivity with the snap store
====> System doesn’t have a working snapd, skipping
=Entpacken von chromium-browser (1:85.0.4183.83-0ubuntu2.22.04.1) …
=dpkg: Fehler beim Bearbeiten des Archivs /var/cache/apt/archives/chromium-browse
r_1%3a85.0.4183.83-0ubuntu2.22.04.1_amd64.deb (–unpack):
=Versuch, »/usr/share/applications/chromium-browser.desktop« zu überschreiben, welches auch in Paket chromium 1:106.0.5249.119~f~tux1 ist
=Fehler traten auf beim Bearbeiten von: /var/cache/apt/archives/chromium-browser_1%3a85.0.4183.83-0ubuntu2.22.04.1_amd6
=4.deb
=E: Sub-process /usr/bin/dpkg returned an error code (1)“
„Der Kern des Fehlers ist ein Paket-Konflikt: Du versuchst chromium-browser aus Ubuntu (das ist heute im Prinzip nur noch ein Snap-Installer/Wrapper) zu installieren.
Auf deinem System ist aber schon ein anderes Chromium-Paket installiert: chromium 1:106.0.5249…~f~tux1
Beide liefern dieselbe Datei:
/usr/share/applications/chromium-browser.desktop → deshalb bricht dpkg ab.
Zusätzlich meldet der Installer: snapd funktioniert/fehlt, daher kann Ubuntu sein „Chromium als Snap“ nicht sauber installieren.
Kurzfassung: Dein System versucht Chromium als altes .deb-Paket (85.x) zu installieren, obwohl Ubuntu 22.04 Chromium nur noch als Snap unterstützt. Zusätzlich liegt sehr wahrscheinlich noch ein Rest eines früheren „tux1“-Chromiums im Dateisystem, der die .desktop-Datei blockiert.
Wir beheben das sauber in 4 Schritten.“
Soso. Sauber und nur vier Schritte. Es wurde dann noch ein ganzer Spaziergang.
Es kommt die Fehlermeldung: chromium –version 2025/12/13 00:06:11.572780 system_key.go:147: cannot determine nfs usage in generateSystemKey: cannot parse /etc/fstab: cannot parse dump frequency: „information.“
„Das ist kein Chromium-Problem, sondern snapd stolpert über eine kaputte Zeile in /etc/fstab.
In /etc/fstab müssen Feld 5 („dump“) und Feld 6 („fsck pass“) Zahlen sein (typisch 0 0 oder 0 2). Bei dir steht da offenbar sowas wie information. → daher:
cannot parse /etc/fstab: cannot parse dump frequency: „information.“
Gut zu wissen. Zwanzig Minuten und ebenso viele Kommandozeileneingaben später:
„Danke für die Ausgabe – jetzt ist es glasklar 👍“
Gern geschehen.
„Deine /etc/fstab enthält mehrere syntaktische Fehler, die snapd (und damit Chromium) brechen.
Ich zeige dir exakt, was falsch ist und wie es korrekt aussehen muss.
❌ Fehler 1 (kritisch): Root-Dateisystem (Zeile 6)
Aktuell (falsch)
UUID=99df4bb9-31e5-4fae-a332-42c2d390f679 / ext4 defaults0 1
Probleme:
defaults0 → Optionen und dump/pass zusammengeklebt
Es fehlen zwei Spalten
✅ Korrekt
UUID=99df4bb9-31e5-4fae-a332-42c2d390f679 / ext4 defaults 0 1
❌ Fehler 2: Swap-Zeile (Zeile 15)
Aktuell (falsch)
UUID=ef2ba6e4-17ae-41d0-9ec9-4f26e452c016 none swap sw 00
Problem:
00 → muss zwei getrennte Felder sein
✅ Korrekt
UUID=ef2ba6e4-17ae-41d0-9ec9-4f26e452c016 none swap sw 0 0“
Gut zu wissen. Zwanzig Minuten und ebenso viele Kommandozeileneingaben später:
Was muss ich tun, um das Problem
snap install firefox
Fehler: cannot perform the following tasks:
– Installationshook von Snap „firefox“ ausführen, falls vorhanden (run hook „install“:
system_key.go:147: cannot determine nfs usage in generateSystemKey: cannot parse /etc/fstab: cannot parse dump frequency: „information.“
Fehler: timeout waiting for snap system profiles to get updated
zu beheben?
„Der eigentliche Auslöser ist diese Zeile:
cannot parse /etc/fstab: cannot parse dump frequency: „information.“
„Snap (genauer: snapd) versucht beim Install-Hook einen “System Key” zu erzeugen und liest dafür u. a. /etc/fstab. Deine fstab enthält sehr wahrscheinlich eine ungültige Spalte 5 (dump frequency) – dort darf nur 0 oder 1 stehen. Bei dir steht da offenbar das Wort information. (oder ein Teil davon), wodurch snapd abbricht. Danach läuft der Hook in ein Timeout („snap system profiles …“).
So behebst du das…“

Gut zu wissen. Zwanzig Minuten und ebenso viele Kommandozeileneingaben später:
Da steht aber kein Fehler:
sudo findmnt –verify –verbose findmnt: /etc/fstab: Einlesefehler in Zeile 1 — ignoriert (ewig lange Terminal-Ausgabe…)
„Doch – da ist ein Fehler, nur etwas versteckt 🙂 Der entscheidende Hinweis ist gleich die erste Zeile der Ausgabe:
findmnt: /etc/fstab: Einlesefehler in Zeile 1 — ignoriert
Das bedeutet nicht, dass Zeile 1 inhaltlich falsch gemeldet wird, sondern dass sie gar nicht korrekt gelesen werden kann. Genau daran scheitert snapd.
Was heißt „Einlesefehler in Zeile 1“ konkret?
„Typische Ursachen (sehr häufig!):
Unsichtbare Zeichen in Zeile 1
BOM (Byte Order Mark, oft UTF-8 BOM)
Windows-Zeilenenden (CRLF)
Text vor dem ersten Kommentar/Eintrag, z. B.: freier Text
ein Wort wie information. ohne # davor
Datei wurde mal mit Word / LibreOffice / falschem Editor gespeichert
snapd ist hier strenger als mount oder findmnt und bricht dann ab.“
Voller Grauen erinnerte ich mich an den holden Mai diesen Jahres, als ich an der fstab herumdoktern musste.
Ich will die Leser nicht langweilen. Ich habe es hingekriegt, wie die hier schon lobend erwähnte Wohnungstür. Zwischendurch rauchte auch noch CUPS ab.
Unter richtig tief digital Bearbeitenden
Ich habe mich geirrt, aber zum Glück wird es niemand gemerkt haben.
Frage an ChatGPT: kann man unter Linux ein pdf, das man online nicht ausfüllen kann, trotzdem bearbeiten?
Ja, absolut! 🎉 Unter Linux kannst du ein PDF auch dann bearbeiten, wenn es kein interaktives Formular ist – du brauchst nur das richtige Werkzeug. Hier sind ein paar gute Wege:
1. Text oder Kommentare hinzufügen
– Okular (KDE) : damit kannst du Kommentare, Markierungen oder Textfelder über das PDF legen.
– Evince (Gnome): eher zum Lesen, aber mit Plugins auch Anmerkungen möglich.
2. PDF wie ein Bild bearbeiten
– Xournal++: perfekt, um handschriftlich oder mit Tastatur Text ins PDF einzutragen [kann man über synaptic installieren, der Befehl zum Starten lautet xournalpp.)
– LibreOffice Draw: öffnet ein PDF, so als wäre es eine Grafik – dann kannst du Text an beliebiger Stelle einfügen, verschieben, sogar Bilder einbauen. Danach einfach wieder als PDF exportieren. [So hätte ich meine Unterschrift einfügen können. Ich habe aber Xournal installiert, das ist benutzerfreundlich.]
3. Richtig tief bearbeiten
– Inkscape: für einzelne Seiten, sehr mächtig, wenn du Layout oder Grafikelemente ändern willst.
– PDFtk (Kommandozeile): eher für Bastler – damit kannst du Seiten neu zusammensetzen, extrahieren, zusammenfügen.
👉 Wenn es nur darum geht, ein Formular auszufüllen, ist Xournal++ meist die angenehmste Lösung. Willst du eher den Text direkt editieren, probier es mit LibreOffice Draw.
Stand der Digitalisierung in Deutschland, Miszellen
Ich bekomme Nachrichten von meinen Krankenversicherungen in mein elektronisches Postfach (hier: Die DKV – meine Zahnzusatzversicherung). Das ist die gute Nachricht.
Jetzt die schlechte Nachricht. Ich erhielt ein pdf-Dokument mit 13 Seiten, das aber fünf verschiedene Formulare erhielt, die nicht zusammengehörten und an verschiedene Leute bzw. Instanzen verschickt werden sollten. Das kriegte ich noch hin.
Frage an ChatGPT: Mit welchem Linux-Programm kann ich einzelne Seiten aus einem pdf extrahieren und wie geht das?
– PDFtk: pdftk dokument.pdf cat 3 output seite3.pdf
– QPDF: qpdf dokument.pdf –pages dokument.pdf 5 — seite5.pdf
– pdfseparate: pdfseparate -f 4 -l 4 dokument.pdf seite4.pdf (1 Seite) oder pdfunite seite4.pdf seite7.pdf neue_datei.pdf
– pdfarranger (grafische Oberfläche): Datei öffnen → gewünschte Seite auswählen → Rechtsklick → „Seiten exportieren“.
– Okular (KDE) oder Evince (Gnome)
Ich entschied mich für pdfarranger, musste aber noch mal nachfragen, wie zum Beispiel nur zwei Seiten aus dem Dokument zu extrahieren seien (warum soll ich die Hilfe-Seiten lesen, wenn es so viel schneller geht?):
Ganz einfach – das geht in ein paar Klicks 🥳. Hier der Ablauf mit **PDF Arranger**:
1. – PDF öffnen
– pdfarranger starten.
– ein PDF reinziehen oder über Datei → Öffnen laden.
2. – Seiten auswählen
– Klicke die gewünschte erste Seite an.
– Halte Strg gedrückt und klicke zusätzlich die zweite Seite. (Beide sind nun markiert.)
3. – Exportieren
– Rechtsklick auf eine der markierten Seiten.
– „Seiten exportieren“ auswählen.
– Speicherort und Dateinamen angeben, z. B. `meine_zwei_seiten.pdf`.
– Bestätigen.
Jetzt ging es erst los. Das pdf konnte online nicht bearbeitet werden. Ich sollte es aber unterschreiben und dann weiterleiten. Ich stellte die Leninsche Frage.
Ich rief also wutentbrannt die Krankenversicherung-Hotline an (Headset, rund 35 Minuten Warteschleife). Wie soll ich ein pdf unterschreiben, das man nicht bearbeiten kann? Ähm. Die Vorgesetzte, an die ich weiterverbunden wurde, wusste es auch nicht. „Ausdrucken?“ Und dann? Soll ich 13 Seiten wieder einscannen, wenn ich die Formulare offline unterschrieben habe? Ähm. “ Die meisten Versicherten lassen sich die Formulare per Post schicken.“ Gut zu wissen. Ich aber nicht.
Es lief tatsächlich darauf hinaus: Fünf Dokumente einzeln drucken, unterschreiben, die Blätter wieder als Grafik einscannen, mit Gimp bearbeiten, alles in Open Office dröseln, als pdf exportieren. Gefühlt sechs Stunden.
Offensichtlich war ich der erste Kunde, die sich beschwerte, sonst hätten die eine Antwort parat gehabt.
Online-Durchsuchung, revisited [Update]

Imagine a horse sitting *inside* a computer—not in a server room, no, *inside* the actual hardware. It has made itself quite at home among the transistors and circuit boards, wearing an anti-static helmet and peering critically at a tiny monitor strapped to a RAM stick. It’s casually chewing on a byte (low carb, of course) while calmly monitoring the data packets galloping past. Whenever an error occurs, it snorts in disapproval, kicks the motherboard with a hoof, and mutters, “Humans and their updates…” This is the horse that keeps your computer from crashing—whether you like it or not.
Lange nichts mehr von der „Online-Durchsuchung“ gehört. Aber wir haben ja Stefan Krempl, der bei Heise zuverlässig liefert – mit allen Buzzwords („Quellen-TKÜ“), die schon hart an der Grenze zu soliden Fake News sind: „Strafverfolger setzen erneut mehr Staatstrojaner ein“.
Nein, das tun sie gar nicht. Die Quelle, die sogar dreist verlinkt ist, gibt das gar nicht her: „Übersicht Telekommunikationsüberwachung für 2023 (Maßnahmen nach § 100a StPO)“. Stand Juli 2025. Nochmal zum Mitschreiben: „Überwachung der Telekommunikation“. Was heißt das genau? IP-Adressen speichern? Hypertext Transfer Protocol Secure hacken? Router aushebeln?
Das verrät uns Krempl wie gewohnt nicht, weil er es gar nicht weiß. Ja ja, da sitzt jemand in einem Büro und beamt von fern eine Überwachungssoftware auf den Linux-Rechner eines Verdächtigen, der gerade Porn schaut. So macht das der Mossad bekanntlich auch, nur dass da noch Sprengstoff drin ist – man kann nie wissen, wofür man den brauchen könnte.
„Heimliche Eingriffe in IT-Systeme durch Ermittler“? Ist gar nicht gar nicht erlaubt, vgl. das Grundrecht auf Gewährleistung der Vertraulichkeit und Integrität informationstechnischer Systeme.
„Gestattet sind präventive staatliche Eingriffe – vor allem die sogenannte Online-Durchsuchung – in dieses Grundrecht nur, wenn tatsächliche Anhaltspunkte einer konkreten Gefahr für ein überragend wichtiges Rechtsgut bestehen. Überragend wichtig sind Leib, Leben und Freiheit der Person oder solche Güter der Allgemeinheit, deren Bedrohung die Grundlagen oder den Bestand des Staates oder die Grundlagen der Existenz der Menschen berührt“, schrieb Krempl selbst. (Irgendwann ist der bestimmt die einzige Quelle zum Thema, die immer von sich selbst abschreibt und sich selbst zitiert.)
Diese „präventiven“ Eingriffe sind mitnichten das, was sich Klein-Fritzchen vorstellt. Ohne physischen Zugriff auf den Rechner geht das nicht, außer man schießt mit der Phishing-Schrotflinte auf einen Windows-Rechner und hofft, dass der Besitzer total bekloppt ist.
Fassen wir das mal seriös zusammen: Die Überwacher überwachen im Rahmen ihrer Möglichkeiten, vermutlich immer öfter wie immer.
[Update] Jemand fragte nach inject. Das könnte von Krempl stammen, ist aber von netzpolitik.org, was ungefähr ein ähnliches hyperventilierendes Niveau ist.
Eine Werbe-Broschüre von 2011 beschreibt einen beispielhaften Einsatz: „Ein Geheimdienst setzte FinFly ISP im Netzwerk des wichtigsten nationalen Internetdienstanbieters ein. Es genügte, dass das System nur die Log-in-Informationen der Zielperson in das Provider-Netz kannte, um eine Fernüberwachungslösung auf ihrem Computer zu installieren und sie von da an zu überwachen.“ (…) Erst vor zwei Wochen berichtete Amnesty International, wie Journalisten in Marokko über eine solche Netzwerk-Injektion mit dem Staatstrojaner der israelischen NSO Group infiziert wurden.
– Die Israelische Spyware Pegasus ist für IPhone und Android (Voraussetzung: „fragt die App unter einem Vorwand nach Rechten“ usw. blabla. Ich sage allen Apps, die mich was fragen: NEIN! Widerstand ist zwecklos, du wirst gelöscht!)
– Es ist immer nötig, dass der Nutzer mitmacht. „…jeweils eine SMS auf seinem iPhone 6, die auf neue Hinweise zu Menschenrechtsverletzungen aufmerksam machte und einen Link zu einer Webseite enthielt, die angeblich neue Geheimnisse enthülle.“
Dumm klickt gut. Oder dass jemand anderes physischen Zugriff auf das Handy hat. (Analyse) „Aufgrund des hohen Preises pro Ziel (25.000 US-Dollar) ist nicht davon auszugehen, dass eine breite Masse an Benutzern mit Pegasus infiziert wurde.“
– „Es genügte, dass das System nur die Log-in-Informationen der Zielperson in das Provider-Netz kannte“. Noch Fragen?
KI und das Ende des Internet(s)
Nein, ich stimme nicht in das kulturpessimistische Lied ein, das Dr. Oliver Diedrich anstimmt: „Ist Ihnen aufgefallen, dass das Ergebnis einer Google-Suche seit einigen Wochen meist mit einer KI-Zusammenfassung startet? Die ganz schön häufig genau die Antwort liefert, nach der man gesucht hat? Das ist Googles Reaktion auf moderne KI-Assistenten wie ChatGPT oder Perplexity, die das Internet nach aktuellen Inhalten durchsuchen und Nutzern die eigenhändige Netz-Recherche abnehmen. Wer mit KI sucht, muss nicht mehr googeln.“
Ach was. Google kriegt es noch nicht mal hin, das passende Bild für die Suchangabe „Burkhard Schröder“ zu finden. Das war, wenn ich mich recht erinnere, früher und ohne KI besser.
Man kann natürlich einige Argumente nicht von der Hand weisen: „Die KI-Zusammenfassungen verbergen die Links zu den Quellen in unscheinbaren Fußnoten und sind häufig so gut, dass man sie gar nicht mehr anklicken muss.“ Das gilt aber nur für lexikalisches Wissen. Wikipedia ist langsamer, aber bietet immerhin Quellen. Die stimmen natürlich auch nicht immer, und es gibt keine Garantie dafür, dass die wesentlichen Infos überhaupt vorkommen.
»Ich verstehe«, sagte er. »Klyne und ich gehören zwei verschiedenen Generationen an. Als ich zu fliegen anfing, war die Zuverlässigkeit der Automaten bedeutend geringer. Das wirkt sich auf das Verhalten aus. Ich glaube… er hat ihnen restlos vertraut.« (…) Klyne hatte der näcshten Generation angehört. Pirx aber, und das wußte er, wurde von den jüngeren »Automatenfeind«, »Konservatist«, »Mammut« genannt.“ (Stanislaw Lem: Ananke)
Man darf eben nichts glauben. Und das ist eine Kulturtechnik, die den Nachgeborenen oft nicht vertraut ist, weil sie nicht wissen, was sie tun sollen, wenn das betreute Denken, sei es von der KI oder von den Anstalten, nicht mehr funktioniert.
Diedrich schreibt: „Denn was motiviert Menschen, ihr Wissen ins Web zu schreiben? Gefunden und gelesen zu werden. Das gilt für die Betreiber von Blogs zu Nischenthemen, ebenso für Leute, die Fragen auf Reddit, Stack Overflow (die schon länger ein anders geartetes Problem mit KI haben) oder im heise-online-Forum beantworten.“
Die Frage ist doch, was schneller geht. Wenn ich ein kompliziertes Problem mit Linux habe, kann ich mich an ein Forum wenden und bekomme dort meistens, aber nicht immer, innerhalb von wenigen Tagen ausreichende Antworten. Falls die nicht stimmen, gibt es immer irgendeinen Rechthaber, der herumkritisiert und es besser weiß. Die KI antwortet in 15 Sekunden, aber das Ergebnis glaube ich nie, bevor ich nicht eine Gegenrecherche gemacht habe, sonst zerhaue ich mir eventuell unwiderruflich die Eingeweide meines Rechners.
„Aber wer das Internet wegen seiner Vielfalt schätzt und wegen seiner ursprünglichen Idee, jedem Menschen die Möglichkeit zu geben, zu publizieren und Leser zu finden: Wir müssen uns Sorgen machen. Das KI-Internet wird ein anderes sein als das, das wir kennen.“
Genau das hat man gesagt, als das WWW aufkam und man noch im Usenet herumtrollte. An der „ursprünglichen Idee“ zweifele ich auch: Die kam vom Militär, und das denkt nie an Friede, Freude und Eierkuchen.
Ceterum censeo: Wir leben in interessanten Zeiten!
PS: ChatGPT: „des Internets“ ist die häufigere und traditionellere Form, besonders im formellen oder technischen Sprachgebrauch.
Beispiel: Die Entwicklung des Internets hat die Kommunikation revolutioniert.
„des Internet“ wird seltener verwendet und klingt oft etwas ungewohnt oder umgangssprachlich, ist aber sprachlich zulässig, da „Internet“ ein sogenanntes Nullgenitiv-Wort sein kann (ähnlich wie „des Auto“ in manchen Dialekten oder stilistisch reduzierten Kontexten).
Schwänze [Update]
Geht doch. Falls ich auf die Kiste nicht Mint/XFCE draufgespielt bekomme, kann ich immerhin Tails benutzen. Windows kann weg.
[Update] Leider habe ich Windows wieder zum Laufen bekommen – komplett den Rechner neu aufgesetzt. Ich sage nur: Dune! Jetzt habe ich also beides, wenn ich will.
Fstab, revisited, oder: Failed to start default target
Ich habe etwas verschwiegen. Nachdem ich gestern schon laut Halleluja gesungen hatte, weil beide zusätzlichen Festplatten eingebunden worden waren (Plusquamperfekt Passiv), misstraute ich der Sache immer noch. Und siehe, beim erneuten Booten blieben die Monitore schwarz und waren zudem mit kryptischen Fehlermeldungen verunziert.
Wenn ich nicht noch einen zweiten Rechner gehabt hätte, wäre ich gescheitert – ChatGPT per Smartphone ist sehr mühsam, und ich hätte alles eintippen müssen. Ich bekam noch nicht einmal eine ordentliche Shell.
Ich habe mehr als drei Stunden gebraucht, um das hinzukriegen. Die Tipps der KI waren nicht immer ganz richtig. Ich musste auf learning by doing ausweichen. Aber ohne ChatGPT wäre ich total hilflos gewesen – noch nicht einmal der recovery modus funktionierte. Ich begann schon, auf dem Laptop per Balena Etcher ein iso von Ubuntu auf einen USB-Stick zu beamen, um dem Gewürge ein Ende zu setzen.
Aber irgendwann kriegte ich dann ein richtiges Terminal und begann, den Ratschlägen der KI folgend, herumzukommandozeilen. Ich hätte die beiden externen Festplatten in der fstab gleich auskommentieren sollen, weil es heute morgen schon wieder losging mit den schwarzen Monitoren (vgl. Foto oben). Die Befehle von Nano kann ich mittlerweile auswendig und esse dennoch weder Knäckebrot noch dusche ich kalt.
Ganz kapiere ich es nicht. Die beiden zusätzlichen Festplatten werden in der fstab nicht berücksichtigt – sie sind aber per Nautilus vorhanden. Nur die Namen – datadisk1 und datadisk2 – stehen da nicht, sondern unter „andere Orte“ zwei Mal „Datenträger 1 TB“. Ist also alles so, wie ich es wollte, aber warum, könnte ich nicht erklären.
„Du hast das Problem systematisch gefunden und gelöst – das ist nicht selbstverständlich, besonders bei Bootproblemen mit schwarzem Bildschirm!“ Ach. Ach was.
Sudo Festplatten [Update]

Make a symbolic image of three computer hard drives with the Linux operating system –s 750
Ich muss den hier mitlesenden EDV-Opas und den kommandozeilenaffinen DFÜ-Omas etwas beichten. Es ist mir peinlich. Ich hatte mir vor sechs Jahren den Tuxedo-Gamer-PC mit Ubuntu zugelegt (vor dem ich gerade sitze und schreibe). Dunkel erinnerte ich mich, dass ich damals drei Festplatten orderte. Bei sowas ist man als Laie natürlich vorsichtig: Ich habe schon einmal, noch mit Debian, vor rund zwei Jahrzehnten alle meine Daten gelöscht, weil ich eine virtuelle nicht von einer physisch real existierenden Festplatte unterscheiden konnte. Ich hatte nur ein Backup auf der virtuellen, und das war natürlich weg, als ich die Harddisk formatierte.
Ich war mir irgendwann nicht mehr sicher: Habe ich nun zwei oder drei? Und wie heißen und und wo tauchen die wie auf? Ich sah die anderen beiden nur mit Nautilus als sudo-Admin und benutzte sie schlicht als Backup.
Aber einem nicht existierenden höheren Wesen sei Dank gibt es ja jetzt ChatGPT.
Zu meiner Entschuldigung sei angemerkt, dass man das, wenn man kein IT-Admin irgendwo ist, nur alle paar Jahre einmal macht.
Schritt x: Mount-Verzeichnisse erstellen (falls noch nicht vorhanden). Schritt 3: In die Datei /etc/fstab eintragen Bearbeite die Datei mit einem Editor: sudo nano /etc/fstab.
Da musste ich improvisieren, also einen normalen editor als root aufrufen. nano ist nur was für Knäckebrotesser.
Füge am Ende Folgendes hinzu (ersetze UUID=… durch deine tatsächlichen UUIDs und USERNAME durch deinen Benutzernamen): UUID=yyyy-yyyy-yyyy-yyyy-yyyyyyyyyyyy /mnt/datadisk1 ntfs-3g defaults,uid=USERNAME,gid=USERNAME,umask=0022 0 0 .
Schritt x: Optional – Besitz der Verzeichnisse ändern:
sudo chown -R USERNAME:USERNAME /mnt/datadisk1
sudo chown -R USERNAME:USERNAME /mnt/datadisk2 (Ja, man muss seinen Benutzernamen eintragen – mit whoami suchen.)
Wenn du willst, kann ich dir auch bei der konkreten fstab-Zeile helfen, wenn du mir die Ausgabe von lsblk -f oder sudo blkid gibst. Bitte!
Danke für die ausführliche Ausgabe! Du hast:
/dev/sda1 → /datadisk1, UUID: a3a93863-a581-463b-9c32-95145357b9dd
/dev/sdb1 → /datadisk2, UUID: 565b8a28-f5ca-4c20-83d3-fe92e46df964
Dein Systemlaufwerk ist /dev/sdc mit Root-Partition auf /sdc2. Heureka!
Jetzt richten wir ein, dass /datadisk1 und /datadisk2 automatisch beim Start eingebunden werden und dein Benutzer Zugriff hat.
Falls noch nicht vorhanden oder du dir nicht sicher bist: Mountpoints sicherstellen
sudo mkdir -p /datadisk1
sudo mkdir -p /datadisk2
Mounts aktivieren
sudo mount -a
Besitz ggf. setzen (nur einmal nötig) (den eigenen Benutzernamen statt „max“ eintragen)
sudo chown -R max:max /datadisk1
sudo chown -R max:max /datadisk2
Wie du die Systemfestplatte mit Nautilus erkennst: Die Systemfestplatte ist auf / (Root-Verzeichnis) eingebunden. Sie hat keinen eigenen Namen, weil: Sie ist immer eingebunden als Wurzel des Dateisystems. Sie enthält Ordner wie /home, /etc, /usr, /var, usw.. Dein „Persönlicher Ordner“ (/home/deinbenutzer) liegt ebenfalls darauf.
Bonus-Tipp: Label (Namen) für Datenträger setzen
Wenn du möchtest, kannst du der Systemfestplatte einen „sichtbaren“ Namen geben – das ist aber nicht üblich und auch nicht notwendig, da sie ohnehin immer als / eingebunden ist.
Wenn du die Labels für datadisk1 oder datadisk2 ändern willst (damit sie in Nautilus anders erscheinen), sag einfach Bescheid – ich zeige dir gern, wie das geht.
Danke, aber das muss heute nicht sein. Ich hab’s kapiert, dass ich drei Festplatten habe, die jetzt immer und automatisch zu sehen sind. Und ich muss mich noch nicht einmal für die Hilfe bedanken!

[Update] Wichtig für die Zukunft: Bearbeite Systemdateien niemals per sudo nautilus oder sudo gedit, weil sie oft falsche Zeichencodierungen verwenden (Windows- statt UNIX-Format), sie versteckte Metadaten/Backups erzeugen, die Probleme machen.
Sicherheitsrisiko HTML-E-Mails
Finde den Fehler! Ich weiß schon, warum meine E-Mail-Programme – sowohl Linux als auch Windows – so etwas gar nicht anzeigen.
Der DJV findet den Fehler seit 20 Jahren nicht und verschickt seine Newsletter ausschließlich im HTML-Format. Aber dort ist man auch beratungsresistent und zu sehr damit beschäftigt, zu Gendern und sich selbst zu bejubeln, obwohl dazu nicht der geringste Anlass besteht.
J’ai compris y ils sont fous
Ich habe Le Monde in der Blogroll durch Le Figaro ersetzt. Aus Gründen.
Übrigens: „Votre navigateur Chrome n’étant pas à jour, le site du Figaro risque de ne pas fonctionner correctement. Il est conseillé de mettre à jour votre navigateur.“ Ils sont fous, les IT-Français. Außerdem surfe ich gar nicht mit Chrome.
Fernüberwachungsermöglichungspflicht oder sudo apt-get synaptic
Eine Meldung wie aus einem Horrorfilm bei Heise: „Bundesländer beschließen Porno-Filter für Betriebssysteme“. Oder auch: Zwangsfilter für Betriebssysteme.
„Hersteller von Betriebssystemen müssen dann etwa gewährleisten, dass „nur Apps nutzbar sind, die der Altersangabe entsprechen oder die individuell und in abgesicherter Weise freigeschaltet wurden“. Die Installation von Programmen soll nur noch über Vertriebsplattformen wie App-Stores möglich sein, die die Altersfreigabe berücksichtigen und ein automatisiertes, von der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) anerkanntes Bewertungssystem vorhalten.“
Das gibt es zwar alles schon, aber irgendein dämliches Gesetz kann man trotzdem beschließen.
Das Gute daran ist, wenn das überhaupt technisch umsetzbar wäre, dass Jugendliche eine starke Motivation für Medienkompetenz entwickeln würden, weil jeder die Filter austricksen wollte. Falls ich aber hier eine Anleitung online stellen würde, wie man den Quatsch umgehen kann, dürfte eine Hausdurchsuchung fällig werden, mindestens wegen Beihilfe zum Porno-Konsum oder wegen Störung des öffentlichen Friedens.
Unter rigoros incident-response Testenden
Wie das Publikum – darunter zahlreiche EDV-Opas – sicher schon weiß, ist Windows 11 das sicherste Betriebssystem der Welt. Darauf musste Heise jüngst hinweisen, sonst hätte das niemand gemerkt. (Fefe hat auch was dazu.)
„Und schließlich will Microsoft den Identitätsschutz verbessern, um Phishing-Angriffe zu verhindern.“ Oha. Der Nutzer darf also genauso blöd bleiben wie bisher; für dessen Sicherheit ist jetzt Microsoft zuständig. Vielleicht ertönt eine Sirene, wenn er auf Links in HTML-Mails klickt, und das Laptop schließt sich automatisch und öffnet sich erst wieder, wenn der DAU einen Haufen Bitcoins an Bill Gates überweist?
„Zum einen verpflichtet Microsoft die Drittentwickler, ihre Security-Produkte rigoroser zu testen und ihre Incident-Response-Prozesse zu verbessern. Hierzu gehören das graduelle Verteilen und Monitoring von Updates sowie Recovery-Prozeduren bei fehlerhaften Aktualisierungen.“ Da denke ich gleich an – Juristen-Jargon following – Softwareüberlassung und so.
Ich schreibe übrigens nur etwas, weil ich vermutete, dass meine KI-erzeugten Bilder besser würden als die von Heise.
Uniting for Internet Freedom: Tor Project & Tails Join Forces

The Tor Project, which develops tools for online privacy and anonymity, joined forces with Tails, a portable operating system that uses Tor to protect users from digital surveillance. Tails, short for ‚The Amnesic Incognito Live System,‘ leverages the Tor network for anonymization by routing network traffic through its relay nodes. Designed as a live system for use on USB sticks or DVDs, Tails focuses on ensuring user anonymity and safeguarding privacy –ar 3:2 –s 750
Tor und Tails arbeiten jetzt zusammen.
Ganz praktisch: Ich nutze Tor meistens mobil oder wenn ich kein eigenes Internet in Form eines mobilen Modems bei mir habe. Über VPN zu meiner eigenen FritzBox werde ich eh nicht zensiert, weil ich nicht die von deutschen Providern vorgegebenen DNS-Server nutze. Die Zensur ist bekanntlich hierzulande nur für Klein Fritzchen und symbolisch. Ich kann alles lesen, auch die automatisch voll gelogene russische Propaganda.
Wenn ich aber in meinem Freundeskreis herumfrage, dann gibt es doch einige, die mich für einen Nerd halten, wenn die Rede drauf kommt. Für mich gehört dieses Wissen aber zur Allgemeinbildung.
Tails habe ich auf einem USB-Stick. Ich habe zum Reisen (wie in Israel) und auf der Arbeit einen kleinen Windows-Laptop als „Arbeitspferd“, weil mein Linux-Laptop für Seminare und Schulungen viel zu groß ist. Weiterer Nachteil: Manche Anbieter haben den Zugang zum „öffentlichen“ WLAN so konfiguriert, dass man ohne den Browser Edge gar nichts im Menü der Anmeldung eingeben kann. Das habe ich zum ersten Mal im Abraham Hostel in Jerusalem gemerkt: Ich brauchte eine halbe Stunde, bis ich online war. (Edge hatte ich vorher noch nie benutzt.) Die guten Leute dort verstanden gar nicht, was mein Problem war. Das Problem erinnert mich an „diese Website wurde für blabla konfiguriert“. Ich möchte nicht mit Linux stundenlang fummeln müssen.
Meine Linux-Rechner brauchen daher kein Tails. Die Schwachstelle wäre eher mein kommunistisches volksrepublikchinesisches Smartphone, bei dem man nicht wirklich weiß, was es macht und wann es wohin telefoniert. Immerhin ist das E-Mail-Programm dort sicher und ohne Risiko zu nutzen.
Ich müsste einen Bildungsurlaub in China machen, um auszuprobieren, ob es mir gelingt, überall Zensur auszuhebeln. China steht ohnehin auf meiner To-Do-Liste.
Zotero
Durch Heise wurde ich auf Zotero aufmerksam (auch für Linux). „Zotero is a free, easy-to-use tool to help you collect, organize, annotate, cite, and share research.“ Zotero ist ein Programm zum Literaturmanagement, also zum Verwalten von Quellen, Fußnoten und Literaturangaben. Da ist gerade an zwei Büchern gleichzeitig arbeite mit jeweils sehr viel Sekundärliteratur, kam mir das gerade recht. (Das Heise-Video ist aber fürchterlich – zu schnell und nuschelnd gesprochen, und die Dame hat da irgendetwas Hässliches an der Lippe.)
Bei der Installation musste ich mir ein bisschen von ChatGPT helfen lassen: „Übersetzte ins Deutsche und erkläre es: Run the set_launcher_icon script from a terminal to update the .desktop file for that location. .desktop files require absolute paths for icons, so set_launcher_icon replaces the icon path with the current location of the icon based on where you’ve placed the directory.“
ChatGPT
Übersetzung: Führe das Skript set_launcher_icon über ein Terminal aus, um die .desktop-Datei für diesen Ort zu aktualisieren. .desktop-Dateien benötigen absolute Pfade für Symbole, daher ersetzt set_launcher_icon den Symbolpfad durch den aktuellen Speicherort des Symbols, basierend darauf, wo du das Verzeichnis abgelegt hast.
Erklärung:
In Linux-Desktop-Umgebungen werden .desktop-Dateien verwendet, um Anwendungsstarter zu erstellen, also die Symbole und Verknüpfungen, die Programme starten. Diese Dateien enthalten Informationen wie den Pfad zur ausführbaren Datei und den Pfad zum Symbol (Icon), das für die Verknüpfung verwendet wird.
.desktop-Dateien erfordern, dass der Pfad zum Symbol absolut ist, das heißt, der volle Pfad von der Wurzel des Dateisystems an muss angegeben sein.
Das Skript set_launcher_icon automatisiert den Prozess, indem es den Pfad zum Symbol in der .desktop-Datei aktualisiert. Wenn du das Verzeichnis verschoben hast, in dem das Symbol liegt, sorgt das Skript dafür, dass die .desktop-Datei mit dem neuen, korrekten Pfad für das Symbol aktualisiert wird. So bleibt das Symbol immer an der richtigen Stelle sichtbar.









































