Weg mit dem frommen Quatsch!

Jüdische Allgemeine: „Muslimische Geistliche erkennen an, dass einige Koranpassagen zu Judenhass und Terrorismus führen“.

Ich bin bekanntlich dafür, dass ein säkularer Staat Religion und andere Formen des Aberglaubens aktiv zurückdrängen und bekämpfen sollte. Man kann nicht gleichzeitig Wissenschaft und Religion aus Steuergeldern fördern. Die Chinesen machen es richtig.

Tendenzieller Fall

tendenzieller fall der Profitrate

Tendenzieller Fall der Profitrate – „das Gesetz als solches besagt, dass der Anstieg der technischen und organischen Zusammensetzung selbst dann dazu führt, dass die Profitrate fällt, wenn die Mehrwertrate steigt.“ (Klaus Müller: „Das Gesetz des tendenziellen Falls der allgemeinen Profitrate – Engels versus Marx?“)

Das erinnert mich daran, endlich Michael Heinrich zu lesen: „Begründungsprobleme. Zur Debatte über das Marxsche ‚Gesetz vom tendenziellen Fall der Profitrate'“.

Das Thema hatten wir hier schon mehrfach, insbesondere im Februar 2015:

Fall der Profitrate

Die Profitrate für Deutschland bezieht sich auf Westdeutschland 1950–1990 und die Bundesrepublik 1991–2000. Angaben in Prozent (Quelle: IWF). Das Foto von Olga Kurylenko musste sein, weil sonst bei dem Thema jeder sofort weggezappt wäre.

Starke und schwache Passwörter

passwords

[via Sassy Socialist Memes]

Ich bringe dich um, du Hurensohn

Die BZ zitiert aus einem „Brandbrief“ des Personals („zwei Angestellte der Rettungsstelle, auch im Namen weiterer Mitarbeiter“) des Vivantes Klinikums Am Urban über die Sicherheitslage:

…da es immer wieder zu brutalen Übergriffen in der Rettungsstelle kommt. Der Schutz der Mitarbeiter sei nicht ausreichend. Sie gehen mit einem Survival-Messer auf die Rettungskräfte los, schlagen mit einem Feuerlöscher Scheiben ein, randalieren halb nackt oder schreien: „Ich bringe dich um, du Hurensohn“ und Schlimmeres. Die Mitarbeiter der Rettungsstelle des Vivantes Klinikums Am Urban sehen sich oft der vollen Wucht von Gewalt und Aggressivität ihrer Notfall-Patienten ausgesetzt. (…) Zudem müsse eine 24-Stunden-Security eingerichtet werden. Bislang ist der Sicherheitsdienst nur von 16 bis 4 Uhr morgens im Einsatz.

Nun gut. Wir haben ein profitorientieres Gesundheitssystem. Was ist, wenn jetzt oder bei der nächsten Ausschreibung eine „24-Stunden-Security“ eingestellt wird, dafür aber eine Billigfirma, deren Personal ungefähr so ist wie die problematischen Patienten?

Guyana Zoological Park

Georgetown

Guyana Zoological Park, 1982

Am Sonneborn

Daubermühle

Nein, nicht der Sonneborn, sondern der längste Quellbach der Nuhne bei Winterberg im Sauerland. Der ist auf dem Foto – es ist eine alte Postkarte – ganz rechts zu sehen. Aber was die Leute dort tun und wer das ist, ratet ihr nie!

Auf der Rückseite der Postkarte steht: Gasthof und Pension „Daubermühle“ Heilklimatischer Kurort 5788 Winterberg (Hochsauerland) – 700 m.ü.d.M. Telefon 02981/235.

Offenbar gibt es die Daubermühle nicht mehr so, nur eine ehemalige Website verrät noch etwas. Bei Google sieht es von oben so aus, als würde dort umgebaut. Vermutlich steht sie leer, angeblich wurde dort sogar eingebrochen.

In der Daubermühle war ich als Kind oft im Urlaub, sowohl mit meiner Eltern als auch mit meinen Großeltern. Auf der Postkarte (Anfang der 60-er Jahre) bin ich als Junge zu sehen, der gerade im Kneipp-Tretbecken steht (ich habe es gehasst), mein Opa steht hinter mir und die Oma sitzt auf der Bank. Wir haben damals den Fotografen nicht bemerkt.

Das Becken müsste zwischen der Daubermühle und dem Gebäude nordwestlich davon sein, aber es ist vermutlich zugeschüttet worden.

Friedrichstadt, revisited

gendarmenmarkt

Gendarmenmarkt (2013) – den habe ich schon öfter fotografiert.

Wer will Upload-Filter?

Wer das Internet kaputtmacht, kann man bei Martin Sonneborn in einem schönen Schaubild sehen. (Man beachte das Wahlverhalten der „Grünen“. Wählt die noch jemand hier?)

Islamismus und Kollaboration

Telepolis über Islamismus und Kollaboration (2 Teile) – ein bisschen verschwurbelt, aber lesenswert!

„Wenn sich Angehörige der unteren Klassen über die Folgen der Islamisierung beklagen, wird ihnen traditionellerweise ein repli sur soi (Rückzug auf sich selbst) vorgeworfen. Gleichzeitig bleiben ja gerade die meinungsbildenden Mittel- und Oberschichten in den geschützten Quartieren unter sich, wählen sich die guten Schulen für die Kinder aus et cetera. (…)

Der sich als „antirassistisch“ verkaufende Diskurs im frankophonen Europa (hierzu gehören auch Wallonien, Brüssel und die französische Schweiz) hat sich zu einem semitotalitären islamophilen McCarthyismus entwickelt, der auch die Praxis im deutschsprachigen Raum in den Schatten stellt.“

Das ist in Deutschland nicht anders. Aber: Linke Islamkritik ist immer auch Kritik an jeder Religion.

Sudo kill fsciety

mr. robot

Der Mythos „Hacker“ hat seinen Platz als Sozialcharakter gefunden. Ein Mythos bleibt eine Projektion, deren Konsistenz sich beim näheren Hinsehen verflüchtigt. Der Hacker bündelt die Ängste, aber auch die Allmachtsphantasien derjenigen, die sich der revolutionären technischen Entwicklung im Zeitalter des Internet stellen wollen. Information bedeutet Macht; wer über sie verfügt, übt Macht über andere aus. Der Hacker scheint – stellvertretend für alle – über mehr Wissen zu verfügen als der gewöhnliche Sterbliche, und er wendet es, in dessen Phantasie, schöpferisch an. Der Hacker beweist, dass die verborgenen Geheimnisse im Innern der Technik nicht geheim bleiben müssen. Er lüftet sie und stelle sie – laut idealtypischer Form der „Hackerethik“ – der Allgemeinheit zur Verfügung. Der Hacker als Projektion ist David und Robin Hood zugleich. (Burkhard Schröder: Tron – Tod eines Hackers, 1999)

Bisher habe ich „Hackerfilme“ – zumal deutsche – immer vermieden anzusehen. Passwort-Raterei, die Eingabe von tracert auf der DOS-Shell eines Windows-95-Rechners, Remote-Zugriff auf einen fremden Rechner, ohne dessen IP-Adresse zu kennen, Verkehrsampeln mit dem Smartphone ausschalten – oder was man so sah. Da dreht sich einem das Gehirn um. Jetzt wurde ich durch Werbung bei Amazon Prime manipuliert. Die Serie Mr. Robot wurde mir empfohlen (anhand meines Nutzer- und Sehverhaltens natürlich).

mr. robot

„Die Serie handelt von einem jungen IT-Sicherheitsspezialisten mit einer dissoziativen Identitätsstörung. Er wird vom mysteriösen Mr. Robot für eine anarchistische Hackergruppe rekrutiert, um die Weltwirtschaft ins Schwanken zu bringen.“ Das hört sich bescheuert an, ist es aber nicht bzw. wird interessant umgesetzt. Linux-Kommandozeilen vom Feinsten, der Plot ist superspannend und die Charaktere zwar ein wenig übertrieben und politisch korrigiert (Frauen- und Afroamerikaner-Anteil muss stimmen), aber einigermaßen glaubwürdig und keineswegs auf Comic-Strip-Niveau. Man merkt, dass der Regisseur Sam Esmail keine Mainstream-Ware abliefern wollte. „Seine Familie stammt aus Ägypten. Esmail schreibt, dass er als Kind unter Zwangsstörungen litt und ihm später soziale Angststörungen diagnostiziert wurden. Er sei zudem als Nerd aufgewachsen und habe während seiner Collegezeit im Computerraum gearbeitet.“

Ich habe noch nicht alle Staffeln gesehen, aber mich interessierte auch, wie realistisch die Technik dargestellt wird. Auf error454 analysiert jemand die Kommandozeilen-Befehle: „I thought it would be interesting to freeze frame some of these scenes and take a closer look at what’s going on, will I come away more or less impressed? Let’s find out! But before I launch into this I want to say that I know how difficult it is making creative content and entertainment. Regardless of what I find, I’ll thumbs up the content creators as I think they did a good enough job pulling the wool over my eyes in the heat of the moment.“

mr. robot

Auch LeaseWeb labs ist angetan: „People told me that the hacking in ‚Mr Robot‘ was pretty accurate. Mr Robot is a TV series about a hacker named “Elliot”. (…) Last Sunday was a prefect lazy day and I took the time to finally watch it. I must admit it was pretty amazing to see the inside of a data-center and all the geeky Linux command line screens in a such a popular TV series.“

Die Serie bestätigt einen Artikel aus der aktuellen konkret: „Prime Time – Streamingdienste laufen Fernsehen und Kino den Rang ab.“ Ja, ich habe in den letzten Wochen mehr brilliante und unterhaltsame Serien auf Streaming-Portalen gesehen als in 20 Jahren im klassischen Fernsehen.

Schottisch rauchig oder nicht, das ist hier die Frage

Whisky

Nur für die den Single Malt liebenden Leserinnen und die männlichen Whisky-Kenner: Ich habe mir heute guten Stoff gekauft, einen 10-jährigen Bowmore aus der ältesten Brennerei auf der Insel Islay und einen Robert Burns, der weniger rauchig ist als der Bowmore.

Tsederbaum!

„Wo ist eigentlich juristisch gesehen der Unterschied zwischen dem Verfassungs“schutz“ und einer kriminellen Vereinigung?“ (Fefe).

Das frage ich schon seit mehr als 20 Jahren. Aber nicht vergessen: It’s not a bug, it’s a feature. (Nun könnt ihr über den Titel rätseln.)

Extremistische Pappnasen

Journalisten, die den Begriff Extremismus benutzen, sind auch Pappnasen. Das ist Behörden-Neusprech und keine politische Analyse.

Das Thema hatten wir hier schon öfter, zu, Beispiel 2009 oder 2003.

Der Anfang vom Ende der deutschen Medien

Telepolis: „Es gehört zum Komplettversagen der Linken, dass sie sich die Sache mit der Lügenpresse von den Dumpfbacken der Pegida aus der Hand nehmen ließ“.

Opium raus aus den Schulen!

Kleine Zeitung (Österreich): „Susanne Wiesinger, Lehrerin an einer Neuen Mittelschule in Wien-Favoriten, erzählt vom Alltag in ihrer Brennpunktschule: von Konflikten mit muslimischen Kindern, vom Schweigen ihrer Vorgesetzten und der Politik.“

„Bis heute scheuen sich viele Lehrer, Kritik am Islam zu üben. Der Grund des Schweigens liegt in einer Verwechslung von Akzeptanz und Toleranz sowie der Sorge, als überfordert und islamophob diffamiert zu werden.“

Ein Grund mehr, warum Religion in Schulen überhaupt nichts zu suchen hat.

Wohngemeinschaft

Wohngemeinschaft

Mitte der 80-er Jahre, Fabriketage im Hinterhof, Skalitzer 33, Kreuzberg. Wir wohnten da zu acht. (Hallo, Susanne!)

Lichterketten, neu gesungen

Statt alberne Hashtags zu verbreiten, kann man stattdessen auch Kirchenlieder singen. Die Wirkung ist vergleichbar. #wirsindmehr

Der Putsch in Chile

Über den Putsch in Chile habe ich am 11. September 2003 auf Telepolis geschrieben: „Die mit Hilfe der US-Regierung in Blut getauchte „Demokratisierung“ ließ einen verklärten Mythos der Linken entstehen“.

Mutter aller Probleme

Jemand hat die Domain mutterallerprobleme.de gekauft und leitet sie weiter.

Neusprechkritisch

Medien-Neusprech: Einwanderungskritisch. Bald kommt: „Sachsens Nazis haben einen einwanderungskritischen Nicht-Migrationshintergrund“.

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