Marx, Lenin und Mao [Update]

Was dabei herauskommt, wenn man Marx, Lenin und Mao liest, kann man in China sehen. Der herrschenden Klasse gefällt das natürlich nicht.

[Update] Der Economist schreibt auch was dazu: „Officials in Beijing worry about Marx-loving students“. I love it.

Protect You Even If You Get Hacked

qubes

– User -> VPN -> Tor -> Internet
https://www.whonix.org/wiki/Tunnels/Connecting_to_a_VPN_before_Tor
– User -> Tor -> VPN -> Internet
https://www.whonix.org/wiki/Tunnels/Connecting_to_Tor_before_a_VPN
– User -> Tor -> Proxy -> Internet
https://www.whonix.org/wiki/Tunnels/Connecting_to_Tor_before_a_proxy
– User -> Proxy -> Tor -> Internet
https://www.whonix.org/wiki/Tunnels/Connecting_to_a_proxy_before_Tor

(ohne Gewähr)

Zu dem Thema gibt es noch ein interessantes Video: „Qubes OS: The Operating System That Can Protect You Even If You Get Hacked“.

Konkret verboten!

konkret

Kauft die konkret! (Vgl. auch das Ermittlungsverfahren gegen mich.)

Kein Mitleid mit sich selbst

Sehr hübsche Kolumne von Jan Fleischhauer im Spiegel über Angela Merkel:

Ich habe „Merkel“ und „Anfang vom Ende“ mal bei Google eingeben. Als einer der ersten Treffer stieß ich auf einen „Zeit“-Artikel aus dem Jahr 2015. Wenn man länger sucht, finden sich noch weit ältere Texte. Die „Berliner Zeitung“ rief 2013 den „Anfang vom Ende der Ära Merkel“ aus. (…)

Wer nichts persönlich nimmt, ist im Vorteil. Er wartet einfach ab, bis sich die Dinge wieder zu seinen Gunsten wenden. (…)

Angela Merkel kippt niemand so einfach heraus. Ihre Politik mag links sein, in ihrem Politikstil ist sie konservativ bis ins Mark. Sich nicht beklagen, keine Schwäche zeigen, was ansteht, erledigen: Wenn es etwas gibt, was die Ästhetik heroischer Führung ausmacht, dann ist es die Mitleidlosigkeit gegen sich selbst. Sollen die Linken ihre Befindlichkeiten pflegen: Die Kanzlerin zieht die Dinge durch.

Die Gesellschaft stützen

Don Alphonso ist aus meiner Blogroll geflogen. Erstens mache ich keine Werbung für bezahlte Inhalte, und zweitens kann guter Stil, den der Don zweifellos hat, akzeptable und interessante politische Inhalte nicht ersetzen.

Jetzt ist endgültig Schluss

DIE LINKE spricht sich gegen Verbote von religiös motivierter Bekleidung aus.“
Nie wieder werde ich diese Partei wählen. Meine Stimme ist zu haben.

Die herrschende Klasse und ich

bismarck

2014

Relationship Stability Decrease

Inverse (via Fefe): „In the journal Biology Letters, sociology researchers from Stockholm University present evidence that relationships become less stable when there are lots of opportunities to meet a new mate in the workplace.“

„When partners are abundant, opportunities for mate switching may increase and relationship stability decrease.“ Das hätte ich jetzt nicht vermutet.

Der ideale Täter-Typ

§34a

In alten Unterlagen beim Kramen gefunden, Teil der Vorbereitung für die Sachkundeprüfung nach § 34 a Gewerbeordnung.

Weniger Islamkritik! Mehr Religionskritik!

11. Feuerbachthese

Einwanderer und Immer die gleichen Fragen

solimoes

Foto: Einwandererstrom / Symbolbild

„Betrachtet man die Diskussion der sogenannten „Ausländerfrage“ in längerer Perspektive, so fällt auf, daß sie seit den 70er Jahren alle vier, fünf Jahre in immer neuen Verwandlungen aufs neue entbrennt und jedesmal so tut, als seien plötzlich ganz neue Probleme aufgetaucht. Tatsächlich aber wird die Debatte um den Zuzug von Ausländern in Deutschland seit etwa 120 Jahren unter den im wesentlichen gleichen Fragestellungen und mit den gleichen Frontlinien geführt.

– durch ideologisch-moralischen Fundamentalismus: Auf der einen Seite wird die massenhafte Zuwanderung als Bedrohung der – je nach Sprachgebrauch – kulturellen, ethnischen oder völkischen Identität der Deutschen bekämpft, was in einem Land, das es als Nationalstaat erst seit 130 Jahren gibt und dessen Teile sich zuvor gegenseitig als ‚Ausland‘ deklariert hatten, besonders eigentümlich wirkt. Auf der anderen Seite werden alle Versuche der Begrenzung, Verringerung oder auch nur Steuerung der Zuwanderung als Ende des liberalen Rechtsstaates gebrandmarkt, die unbegrenzte Zuwanderung von Ausländern als moralisch gebotene Pflicht angesichts der Not in der Armutsregionen der Welt angesehen (…).

– durch die Fiktion der ‚Lösbarkeit‘: Sowohl die Befürworter einer radikalen Zuwanderungssperre als auch Verfechter einer radikalen Grenzöffnung suggerieren, auf diese Weise seien bestehende Konflikte und Probleme (womöglich schnell) lösbar. Das es in der Praxis vielmehr um Abmilderung und Steuerung, um pragmatische und mittelfristige Korrekturversuche der Auswirkungen einer globalen und die Einwirkungsmöglichkeiten eines Einzelstaates bei weitem übersteigende Entwicklung geht, wird übersehen oder unterschlagen. (…)

Gerade die Migrationsgeschichte der Bundesrepublik ist ein Beleg dafür, daß es zum Teil jahrzehntelanger Gewöhnungs- und wechselseitiger Anpassungsprozesse bedarf, um Zuwanderungsprozesse zu verkranten und zu akzeptieren.“ (Ulrich Herbert: Geschichte der Ausländerpolitik in Deutschland: Saisonarbeiter, Zwangsarbeiter, Gastarbeiter, Flüchtlinge, 2001)

Vor siebzehn Jahren erschienen und noch immer aktuell. Da aber auch Journalisten mehrheitlich ein Gedächnis wie eine Drosophila haben und auch nicht bereit sind, sich weiterzubilden, wiederholt sich natürlich alles. Nur die Wörter wechseln: „Einwanderer“ existiert plötzlich nicht mehr, alle Sprachopportunisten sagen jetzt „Migrant“, was letztlich dasselbe bedeutet, sich aber bürokratischer anhört.

(Sorry übrigens für die vielen Ungs. Ich war zu faul, um das Zitat in gutes Deutsch zu übersetzen.)

Add Diversity oder: Back to Blood

diversity

Welt online: „Um den Eindruck kultureller Vielfalt zu erwecken, hat eine Kunsthochschule mehreren Absolventen auf einem Gruppenfoto eine deutlich dunklere Hautfarbe verpasst. Und wurde mit ihren plumpen Fälschungen prompt enttarnt.“

Die Quelle ist ein Bericht von CNN: „The Émile Cohl art school in Lyon was forced to apologize after students noticed their faces had been digitally darkened to „add diversity“ to a picture posted on the American version of the school’s website. (…) ‚The communication company decided on its own to darken the skin of some students to add diversity,‘ Emmanuel Perrier, assistant director of the art school, told CNN. ‚The communication campaign was made from the US.'“ (Vgl. Twitter)

Wenn ich es noch nicht gesagt haben sollte: Ich halte den Diversity-Unsinn für einen reaktionären kleinbourgoisen Quatsch und genau so unpolitisch-verdummt wie das „Multikulti“-Konzept. Der Rest steht in Nazis sind Pop und in Tom Wolfes großartigem Roman Back to Blood.

Sympathy for the Devil

Michael Meyen hat mit einem Menschen geredet, den ich für uninteressant halte. In der Welt von Twitter und Co. wurde aus solchem Unverständnis blanke Ablehnung, wenn auch mit wenig Resonanz. Motto: Hat er sie noch alle?“

Mathias Broeckers hält das für eine „Pflichtlektüre für Journalistenschulen“.

Meine Meinung: Ein Journalist redet mit jedem. Ich hatte immer auf den Scoop gehofft, ein Interview mit dem Teufel machen zu können („Was halten Sie von Sympathy for the Devil?), aber er hat sich leider nicht gemeldet.

Cut the funding on the BDS!

Jungle World: „Der palästinensische Menschenrechtler Bassem Eid, der für seine kritische Haltung bekannt ist, liest Parlamentariern der EU die Leviten und erklärt, warum die BDS-Bewegung den Palästinensern weit mehr schadet als nützt. Er fordert Europa deshalb auf, seine Unterstützung für BDS umgehend zu beenden“:

This is one of the major problems in Europe, because if Europe tomorrow will cut the funding on the BDS, like Trump cut the funding on UNRWA, no BDS will exist in the coming six months.(…)

In my opinion, the majority of the Palestinians these days are people who are seeking dignity rather than identity. This is one of the most important issues, and dignity can be achieved only via economic prosperity. I used to teach my Palestinian colleagues in the refugee camps that homeland is not the place where you are born. Homeland is the place where you can get dignity, justice, and freedom. (…)

So Europe should have to help the Palestinians to put an end to the so-called BDS. It is much better for the parliaments in Europe to send the money directly to the Palestinians, rather than to give it to the BDS. The BDS is just using us. The BDS will never ever help us. The BDS will never ever want to achieve any kind of peace between the Israelis and the Palestinians. The BDS wants to destroy Israel, and, as a Palestinian, I don’t have time for that.

Kleine Schweine mit dem Ringelschwänzchen

„Die vielen Kompromisse, die die SPD so verantwortungsbewusst eingeht, sind nicht das, was die eigentlich gute SPD schlecht macht – die faulen Kompromisse sind der faule Kern der Partei selbst. Sie ist selbst schon der vorweggenommene Kompromiss nicht nur mit, sondern von Bourgeoisie und Reaktion.“ (Sébastien de Beauvoir auf Facebook, 19.09.2018)

Dazu fällt mir Tucholsky ein: „Und durch Deutschland geht ein tiefer Riß. Dafür gibt es keinen Kompromiß!“

People’s Revolutionary Rum

St. George's

Da sitze ich (den Rum vor mir kann man nicht sehen) im Hafen von St. George’s, der Hauptstadt Grenadas, (Kleine Antillen) während der Revolution 1982.

Uns wurde erzählt, dass das Restaurant vorher dem gestürzten Diktator Eric Gairy gehört haben soll. Die Revolutionäre des New Jewel Movement hatten es enteignet.

Die spätere Konterrevolution in Grenada ist an Tragik nicht zu überbieten. „Ein stalinistischer Putsch und die nachfolgende US-Intervention zerstörten große Hoffnungen und hinterließen eine politische Wüste.“

Barranca del Cobre, revisited

barranca del cobre

Die Barranca del Cobre (dt. „Kupferschlucht“, engl. Copper Canyon) im Norden Mexikos gehört zur Sierra Madre Occidental. „Das auf etwa 25.000 km² bis zu 1800 m tiefe und 50 km lange Schluchtensystem ist eines der größten Nordamerikas und insgesamt viermal so groß wie der Grand Canyon.“ Das Foto habe ich 1979 gemacht.

Mehr dazu Die Raramuri (Tarahumara), Mennoniten und der Chepe.

Arsch auf Eimer

Panorama: „Sachsen: AfD-Funktionär arbeitet beim Verfassungsschutz“.

Ich weiß gar nicht, warum das eine Meldung wert ist. Weitere Themen: Bock arbeitet als Gärtner usw..

In der elsterglazialen Abflussrinne, polabisch

Grimnitzseescharfe lankescharfe lanke

Wie soll man sich das merken? In Berlin-Spandau gibt es den Grimnitzsee (Foto oben), in Brandenburg heisst auch einer so, und dann haben wir noch den Griebnitzsee. „Ein kleiner, nicht schiffbarer Graben führt von der Südwestspitze des Sees parallel zur Heerstraße durch eine Uferwiese“ – ja, leider, das habe ich gemerkt. Wäre lustig gewesen, wenn ich im Spandauer Südpark paddelnd aufgetaucht wäre. Vielleicht sollte ich das nächste Mal meinen Trolley mitnehmen und das Boot über die Strasse tragen. Ich war übrigens allein auf dem See, ausgenommen zahllose Enten – und das mitten in Berlin!

Im Vergleich zu den heutigen Berliner Fließsystemen und zum Berliner Urstromtal, das sich am Ende der letzten Eiszeit, der Weichseleiszeit, vor rund 18.000 Jahren herausbildete, ist diese Rinne der drittletzten Eiszeit (von 475.000 bis 370.000 Jahren vor unserer Zeitrechnung) sehr alt. Sie reicht bis zu 100 Meter unter NN herab und hat als mächtiger Grundwasserleiter aus glaziären Sedimenten eine hohe Bedeutung für die heutige Berliner Wasserwirtschaft. (Quelle, vgl. S. 20 – vor rund 12.000 Jahren ging es also hier los mit dem menschlichen Siedeln! Gut zu wissen!)

Die Scharfe Lanke, die ich anschließend besuchte, ist keine Frau, sondern ein idyllisches Plätzchen im Wasser, weil die zahllosen Segler weiter südlich herumkreuzen. Dort ist es nur gefährlich für Versicherungen. Ich fühlte mich dort recht tiefenentspannt.

Wieder den Wortschatz erweitert: Lanke ist Polabisch (der deutsche Wikipedia-Eintrag wird offenbar demnächst wegen „Irrelevanz“ entfernt. Die spinnen, die.) „It was spoken approximately until the mid-18th century“. Von den Polaben hatte ich auch noch nie etwas gehört.

Ich sage es ja: Paddeln bildet!

Weg mit dem frommen Quatsch!

Jüdische Allgemeine: „Muslimische Geistliche erkennen an, dass einige Koranpassagen zu Judenhass und Terrorismus führen“.

Ich bin bekanntlich dafür, dass ein säkularer Staat Religion und andere Formen des Aberglaubens aktiv zurückdrängen und bekämpfen sollte. Man kann nicht gleichzeitig Wissenschaft und Religion aus Steuergeldern fördern. Die Chinesen machen es richtig.

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