Smankies

Frankreich will Handys an Schulen verbieten. Großartige Idee!

…eine Studie der London School of Economics zeigt: In Schulen, in denen Smartphones verboten sind, verbesserten sich die Testergebnisse der 16-jährigen Schüler um 6,4 Prozent. Besonders Kinder aus Familien mit niedrigem Einkommen profitierten von solchen Verboten.

Sollte man hier auch einführen, inklusive der Pflicht, Schuluniform zu tragen.

Rixdorfer Grünkohl

weihnachtsmarkt Rixdorfweihnachtsmarkt Rixdorf

Jährlich gesetzt: Grünkohl mit Knacker auf dem Rixdorfer Weihnachtsmarkt. Schön ist auch, dass ich den Markt vom Balkon aus sehen kann. Puffer mit Apfelmus konnte ich leider nicht ergattern, weil die Warteschlange wie erwartet zu lang war.

Religioten et al

kitsch

Feuerbach sieht daher nicht, daß das „religiöse Gemüt“ selbst ein gesellschaftliches Produkt ist und daß das abstrakte Individuum, das er analysiert, in Wirklichkeit einer bestimmten Gesellschaftsform angehört. (Karl Marx: Thesen über Feuerbach, 1845)

Dem geschätzten Stammpublikum seien diverse Artikel zur weiteren Lektüre über Religiotismus empfohlen, obwohl man danach in tiefe Depression verfallen könnte, da, was sogar Marxisten erkannt haben, die Welt leider nicht – im teleologischeschatololgischen Sinn – in eine bessere Zukunft marschiert, sondern, wie der Fall verschiedener Imperien trotz Hypokaustum und Beton zeigt, auch wieder in die düstere Hölle des Aberglaubens und der geistigen Umnachtung zurückfallen könnte, was insbesondere die Grünen, eine Partei des neuen und reaktionären Kleinbürgertums, exemplarisch beweist, da deren Ideen, Religion (Verehrung höherer Wesen) und Esoterik (Verehrung niederer Wesen) betreffend, mittlerweile auf dem Stand des frühen 19. Jahrhunderts angekommen sind, also vor Feuerbach und Marx ohnehin.

Die Berliner Grünen wollen laut Tagesspiegel wieder mehr religiöse Symbole in Schulen (einstimmig!). Dann sollte man auch alles mit Kruzifixen zupflastern. Und was wäre, wenn eine Muslimin mit Hijab in einer bayerischen Schule unterrichten will? Ist das nicht kognitiv dissonant für Schüler, oder müssen die dann alle eine Kippa aufsetzen?

Ich frage mich, welcher Teufel Iblīs in die gefahren ist. Zugegeben: In Deutschland sind Staat und Kirche nicht wirklich getrennt. Man darf sich also nicht wundern, dass die armen Kinder mit relgiösen Märchen und mit Aberglauben indoktriniert werden. Es scheint da einen – nur auf den ersten Blick – merkwürdigen Schulterschluss zu geben, der aber in den Medien nicht erwähnt wurde: Die Grünen-Abgeordnete Bettina Jarasch, die etwas gegen das Neuträlitätsgesetz hat, ist auch im Zentralkomitee der deutschen Katholilen. Da wächst zusammen, was zusammengehört. Die Grünen sind also sogar reaktionärer als die SPD. I told you so.

Die Stadt Berlin musste sich jetzt vom Märtyrermuseum distanzieren. Die Bild-Zeitung hatte ein Stöckchen hingehalten, über das zu springen man sich bemühte. Die Diskussion tobte schon vor einem Jahr: Islamistische Terroristen als „Märtyrer“ zu bezeichnen, halte ich für einen Wahnwitz. Was die Veranstalter herumschwurbeln, überzeugt mich nicht. Ich warte jetzt darauf, dass die Grünen eine Ausstellung über die so genannten Palästinenser finanzieren.

Zum Thema Märtyrer, grauenhaft geschrieben, aber dennoch interessant: Flugschrift: Von der syrischen Katastrophe zur Demokratie der Märtyrer.

Übrigens sollte man über Religion ganz anders diskutieren: Der Glaube ist ein Produkt, nicht als anthrolopogische Konstante vorausgesetzt. Das hatte Marx schon 1845 (vgl. das Zitat oben) erkannt.

Es geht nicht darum, wie islamisch Europa wird und wann, sondern darum, welchen Vorteil sich Menschen davon versprechen, dass sie plötzlich religiöser werden, auch wenn es Alternativen gibt. Religion fällt nicht vom Himmel. Ethnologen wie die von mir verehrte Mary Douglas haben interessante Antworten, aber das will niemand wissen – es ist zu kompliziert, zu zynisch und passt daher nicht in den Mainstream. Oder, wie man sagen könnte: Ein Teil dieser Antworten würde die Bevölkerung verunsichern.

Esst mehr Phosphat!

Grüne und SPD wollen offenbar den Döner verbieten. Finde ich gut, dann dann fliegen die Grünen endlich aus dem Bundestag, und die SPD ist dann da, wo sie hingehört und wo Wallraf schon einmal war.

Der Döner ist unkaputtbar, aber, Grüne, auch wenn ihr keine Chance habt: Der Versuch, den Döner kaputtzumachen, ist strafbar.

Unter der Haube, Lügenpresse und andere Miszellen [Update]

befreiung der Frau

Sowjetisches Plakat von 1921 (!) gegen Frauenunterdrückung im Islam. Text: „Auch ich bin jetzt frei“.

Das Kopftuch oder wie auch immer man es nennt ist ein Zeichen dafür, dass Frauen unterdrückt werden. Das wusste man schon vor 100 Jahren in der Sowjetunion. Bei den Grünen hierzulande und anderen Sympathisant*_Innen der Verehrer höherer Wesen der islaischen Art ist das noch nicht bekannt. Man ist ja tolerant.

Ulrich Teusch hat Ferdinand Lasalles Meinung über die Presse und die Journaille zitiert:
„Das lukrative Annoncengeschäft hat den Zeitungseigentümern die Mittel gegeben, ein geistiges Proletariat, ein stehendes Heer von Zeitungsschreibern zu unterhalten, durch welches sie konkurrierend ihren Betrieb zu vergrößern und ihre Annonceneinnahmen zu vermehren streben. Aber wer soll unter dieses Heer gehen, wer, der sich selber achtet, wer, der nur irgend welche Befähigung zu reellen Leistungen auf dem Gebiete der Wissenschaft, des Gedankens oder des bürgerlichen Lebens in sich fühlt?

Ihr, Proletarier, verkauft euren Arbeitsherrn doch nur eure Zeit und materielle Arbeit. Jene aber verkaufen ihre Seele! Denn der Korrespondent muß schreiben, wie der Redakteur und Eigentümer will; der Redakteur und Eigentümer aber, was die Abonnenten wollen und die Regierung erlaubt! Wer aber, der ein Mann ist, würde sich zu einer solchen Prostitution des Geistes hergeben?

Lasalle, einer der Gründerväter der SPD, war bei Karl Marx aber nicht sonderlich beliebt. Das muss man hinzufügen.

Gestern habe ich mir District 9 angesehen. Wieso hat mir noch niemand etwas von diesem Film erzählt? Ziemlich genial, grimmig und bitterböse – wahrscheinlich konnten deutsche Feuilletonisten das gar nicht aushalten. Ich muss ausnahmsweise Cicero beipflichten: „Inwieweit sind Menschen unappetitlichen Marsmännchen gegenüber zur Solidarität verpflichtet, die auf der Erde Asyl beantragen, und sich dann nicht integrieren lassen? Eine Frage, die der südafrikanische Film ‚District 9‘ famos beantwortet.“

Wer sich von dem Quatsch jetzt erholen muss, schaue sich einen Sonnenaufgang auf dem Mars an.

[Update] Die französischen Behörden dürfen keine genderifizierte Sprache mehr benutzen.

Veganismus-Asketismus, revisited

vegan

Nein, das sind nicht die Zeugen Jehovas. Veganer sind religiöse Esoteriker und reaktionär bis auf die Knochen. Das bestätigt das Foto.

Mohr im Hemd

mohr im hemd

Muss man da eingreifen? Vielleicht die Genderbeauftragtin anrufen? (Dank an Andreas Coerper!)

#metoo

scharia

Mein Beitrag zur #metoo-Diskussion.

Rolle rückwärts

sportabitur

Sportabitur 1971. Ich (links) versuche mich an einer Rolle rückwärts. Kann mich nicht erinnern, ob sie mir gelang. Damals war ich unsportlicher als heute.

Qualm für das Proletariat

raucher

Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich ein militanter Nichtraucher bin. Aber:

„Soziologisch gesehen handelt es sich bei der Durchsetzung des Rauchverbots um die systematische Vertreibung der Unterschichten aus dem öffentlichen Raum. Denn Rauchen ist längst zu einem Erkennungszeichen der tatsächlich oder potenziell sozial Schwachen geworden – derer, die in dieser Gesellschaft nichts mehr werden wollen oder können. In den USA ist diese Entwicklung schon sehr viel weiter fortgeschritten als in Europa, doch wir holen tüchtig auf. Wer am Qualmen festhält, sich nicht zumindest bemüht, es aufzugeben oder es wenigstens nur schamhaft und mit schlechtem Gewissen betreibt, gilt als charakterlos und potenziell untauglich, einen konstruktiven Beitrag zur menschlichen Gemeinschaft zu leisten.

Die Unterschichten aber können und wollen nicht auf das Qualmen verzichten, denn es ist eines der kleinen Fluchten aus einer absoluten Gegenwart, die keinen Zweifel mehr daran aufkommen lassen will, dass sie die beste und einzig denkbare aller Gegenwarten ist. Rauchen, fettes Essen und übermäßiges Trinken aber sind solche kleine Alltagsfluchten aus dieser Diktatur des Unmittelbaren, der jederzeit Fitten und Verwendbaren, und deshalb werden diese unerwünschten Gewohnheiten von einer Allianz aus durchkommerzialisierten Aufstiegsmenschen und grünen Öko-Gesundheitsaposteln unbarmherzig verfolgt. (Beide Gruppen überschneiden sich dabei mittlerweile schon sehr weitgehend.)“ (Richard Herzinger)

Panties-Bra

panties

Mode in Second Life – vielleicht sollte ich mehr über Mode bloggen? Har har….

Cultural Appropriation oder: Geifernde Blockwarte

Die FAZ schreibt über den Quatsch der so genannten „kulturellen Aneignung“. (Wörter, die mit -ung enden, stehen ohnehin immer unter dem Generalverdacht des Blödsinns.) Wieder so ein Lifestyle-Unfug aus der US-amerikanischen Mittelklasse; könnte direkt auch von den Grünen stammen.

„Irgendwas läuft schief, denkt man, wenn man die Blockwarte eifern sieht.“ Well said.

Kartoffelcurry

kartoffelcurry

Menschen, die Essen fotografieren, sind gelangweilt oder doof. Oder so. Ich war heute in der Kantine des Urban-Krankenhauses und angenehm überrascht, wie lecker das Kartoffelcurry schmeckte. Das war ein plausibler Grund zu fotografieren. Ich glaube, das werde ich auch mal nachkochen.

Sex im Osten

Ney York Times: „Why Women Had Better Sex Under Socialism“.

Gouvernantenpolitik oder: Schwundstufe linker Ideologien

Interessantes Interview in der Schweizer Wochenzeitung: „Wenn das Glück der anderen nur noch eine Bedrohung ist: Der Kulturtheoretiker Robert Pfaller sieht in unserer Verbotskultur ein Symptom für die realen Versäumnisse der Politik.“
Geht es dabei denn wirklich um Moral, also darum, die Menschen zu einem besseren Lebenswandel zu erziehen?
Letztlich ist es eine rechte Einschüchterungspolitik. Das Vertrackte daran ist, dass alles, was die Gesellschaft in letzter Zeit repressiver gemacht hat, nicht mit rechten, sondern mit scheinbar linken Argumenten gerechtfertigt wurde. Die neoliberalen Beraubungsmassnahmen an der Gesellschaft konnten nur mit einem bestimmten Überbau durchgesetzt werden, der signalisiert hat, dass man schon dafür sorge, dass es den Schwachen gut gehe. Genau diesen Überbau muss man aus einer linken Perspektive angreifen. Das ist eine groteske Verzerrung linker Anliegen. Erstens kämpfen wir nicht dafür, dass es den Schwachen gut geht, sondern dass niemand schwach ist. Zweitens haben diese Massnahmen fast immer nur ihren Repräsentanten genutzt. Das ist eine Schwundstufe linker Ideologien, die im Namen irgendwelcher Schwachen, die übrigens meist fiktiv sind, jeden kritischen Diskurs und jedes Aufbegehren ersticken.“

Zentraler Satz: „Die Moralisierung ist ja ein anderes Symptom dieser Entpolitisierung mit scheinbar linken Argumenten“.

Da ich schon dabei bin: Ulli Kulke sagt, die Bienen stürben nicht aus.

Ehe für niemanden

ehe

Was ist eigentlich dran an dieser Ehe, dass sie alle haben wollen?

„Die Ehe ist in vielen Fällen lebenslängliche Doppelhaft ohne Bewährungsfrist und Strafaufschub, verschärft durch gemeinsames Fasten und gemeinsames Lager.“ (Jean-Paul Sartre)

Soleier im Hungerturm

soleier

Soleier mit Freunden im Café Linus am Richardplatz in Rixdorf.

„Nach etwa vier Wochen Lagerung in der Salzlake beginnt sich das Eidotter grünlich bis bläulich zu verfärben und es entwickelt sich ein leicht schwefliger Geruch. Unter Kennern gilt das aber als Qualitätsmerkmal.“ Öhm….

Zuckerbaby

richardplatz

Urlaub am Richardplatz im Zuckerbaby Café & Deli.

Links! Links! Links! Die Arbeiterklasse marschiert nicht

fashion

Interessanter Artikel auf Zeit online: „Verena Friederike Hasel fühlte sich politisch immer auf der richtigen Seite. Inzwischen erlebt sie ihr Milieu als selbstgerecht, intolerant und realitätsfern.“

Ich habe meine politisch Meinung noch nie von einem „Milieu“ abhängig gemacht. Das gefühlslinke Kleinbürgertum, das die Autorin zu Recht in die Pfanne haut, hat ohehin kein Interesse, eine Alternative zum Kapitalismus zu entwickeln, ist also auch nicht links. „Selbstgerecht“: sind Politiksektierer immer. „Intolerant“: dito. „Realitätsfern“: Die wissen gar nicht, wie ein Arbeiter aussieht.

„Die Zugehörigkeit zu einer Randgruppe wird so zur Schlüsselqualifikation erhoben. Diese Sakralisierung von Diskriminierungserfahrungen ist unter Linken inzwischen verbreitet.“ Das sind keine Linken, sondern Kleinbürger („in meinem großstädtisch geprägten Bildungsbürgermilieu“), sie beschäftigen sich vornehmlich mit Benimm- und Lifestylefragen und damit, ihre Privilegien zu verteidigen.

Einfach ignorieren, das Pack, und ab in die Produktion damit… (Ich habe Urlaub und bin deshalb gut gelaunt.)

Karl says saˈjjaːra

karls cafe

Berlin-NeuköllnRixdorf, Karl-Marx-Strasse. Cool: die Idee. Cool: Korrekter Genitiv. Cool: Karl says we’re closed.

Ich bin gerade da herumgelaufen, um einen Döner zu essen. Das ist gar nicht so einfach, weil fast alle Kneipen mittlerweile in arabischer Hand sind. Ich mag arabische Pampe nicht, bis auf wenige Ausnahmen. Aber die wissen, was kulinarischer Eklektizismus ist und bieten Döner und Ayran an, das Gericht heißt dann nur anders.

By the way: Das wichtigste arabische Wort ist ساق/قاد سيارة . Kommt in jeder Unterhaltung vor.

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