Schwarzer Senf und anderes
Ich hatte mir vor einiger Zeit aus dem Senfladen Unna „Ruhfpott-Senf“ mitgebracht und ihn gestern einigen Freunden, die ich eingeladen hatte, kredenzt, natürlich zusammen mit Wurstwaren. Der ist wirklich schwarz – aber nicht aus Kohle gemacht.



Ich bin jetzt mit den Aufräumungsarbeiten der kleinen Party fertig.
Es gab übrigens Süßkartoffel-Erdnuss-Kokosmilch-Suppe, Westfälischen Kartoffelsalat, Nudelsalat nach Burkscher Art, Käsekuchen sowie Erdbeer-Buttercreme-Torte (eigene Entwicklung, auf dem Foto noch in Arbeit und ohne Sahne), dazu Talisker aus Schottland, Penderyn aus Wales, Bushmills aus Nordirland, Casillero del Diablo (Rotwein aus Chile) und Cepa Lebrel aus Spanien.
Den Backofen musste ich auch von Grund auf reinigen.

Unter Urlaubenden
Was ist eigentlich Urlaub? Man sitzt morgens in der Küche, trinkt ungestört Kaffee, die Sonne scheint, und man kann den ganzen Tag tun, was Spaß macht, und niemand geht einem auf die Nerven.
Die Havel. Unendliche Weiten.
Ich eröffnete vorsichtshalber die Paddel-Saison, falls die Klimaerwärmung dafür sorgte, dass der Sommer kühl bleibt oder gar nicht kommt. Trotz der 28 Grad wehte ein eine ziemlich steife Brise, gegen die ich ankämpfen musste.
Mitten in Klein-Venedig baut irgendjemand einen hässlichen Betonklotz (unten). Mal sehen, was das wird.
Ich habe es heute nicht übertrieben und war nur rund drei Stunden auf dem Wasser. Das Boot musste ich auch noch putzen…
Sättigungsbeilage, indischer Stil
Ragi Ball (Kannada: ರಾಗಿ ಮುದ್ದೆ [rāgi mudde]; Telugu: Sangati) ist ein indisches Gericht aus Fingerhirse (Kannada: Ragi). Es ist eine Spezialität des Bundesstaates Karnataka (wo mein Untermieter geboren ist, der diese Klopse gemacht hat). Der Ragi Klops wird mit der Hand ein Stück abgetrennt, in die dazu gereichte Soße getunkt und ohne zu kauen heruntergeschluckt, da beim Kauen der Mund unangenehm verkleben würde.
Traditionell isst man Ragi Mudde mit scharfen Sambar (Linsensuppe bzw. Dal), Fleischcurrys (z. B. Lamm oder Huhn) oder Gemüse-Currys. (Die Klöße haben einen nur geringen Eigengeschmack.)
Man kaut sie oft nicht, sondern bricht kleine Stücke ab, tunkt sie in Sauce und schluckt sie fast wie Gnocchi.
Fingerhirse stammt aus Indien oder dem Sudan. In Teilen Südindiens und Zentralafrikas ist sie die Hauptnahrung auf dem Land. Mein Untermieter sagte, für die meisten Bauern in Südindien sei Reis früher ein Luxus gewesen – Fingerhirse hingegen die Nahrung armer Leute, wie Graupen(suppe) in Deutschland. Daher waren Ragi Balls zeitweise unbeliebt, weil man etwas „Besseres“ sein wollte. Ich finde das insofern interessant, weil das bei uns auch so ist: In welchem Hipster-Restaurant gibt es Graupensuppe?
In Peru war das anspruchslose, aber extrem gesunde Quinoa die Basis der Nahrung der Andenbauern, da Mais in der Höhe des Altiplano nicht wächst – und anderes Korn schon gar nicht. Heute isst man überall pampigen und weniger nährstoffreichen weißen Reis, weil das alle so machen, obwohl fast die Hälfte importiert werden muss. Deutsche Hipster hingegen schwören auf Quinoa, das man klimafreundlich um die halbe Erde transportiert.
Was ist aber mit deutscher (Rispen)Hirse („in Europa von Kartoffel und Mais verdrängt“)?
Rezept für Ragi Mudde (Hirseklöße)
Zutaten
→ 1 Tasse Ragi-Mehl (Fingerhirse)
→ 2–2,5 Tassen Wasser
→ 1 Prise Salz
→ Wasser mit Salz in einem Topf zum Kochen bringen,
→ etwas Mehl einrühren (optional, aber hilfreich),
→ 1–2 TL Ragi-Mehl in etwas kaltem Wasser glattrühren und ins kochende Wasser geben. Das verhindert Klumpen.
→ Mehl hinzufügen,
→ das restliche Ragi-Mehl auf einmal in die Mitte des Topfes geben (nicht sofort umrühren!) und kurz ziehen lassen,
→ 1–2 Minuten bei niedriger Hitze stehen lassen, damit das Mehl dämpft, danach kräftig rühren,
→ jtzt mit einem stabilen Holzlöffel oder Kochlöffel kräftig rühren, bis eine glatte, feste Masse entsteht.
→ Hände leicht anfeuchten und aus der heißen Masse runde Klöße formen.
Europäische Hirse-Klöße
Zutaten
→ 1 Tasse Hirsemehl (oder fein gemahlene Hirse)
→ 2–2,5 Tassen Wasser oder Gemüsebrühe
→ 1 EL Butter oder Olivenöl
→ 1 Prise Salz
→ optional: etwas geriebener Parmesan
→ Muskatnuss
→ fein gehackte Kräuter (Petersilie, Schnittlauch)
Zubereitung
→ Flüssigkeit erhitzen
→-Wasser oder Brühe mit Salz und Butter aufkochen.
→ Hirse einrühren
→- Mehl langsam einrühren (hier darfst du rühren – anders als beim Original 😉).
→-Sanft köcheln lassen
→-Bei niedriger Hitze 5–10 Minuten rühren, bis eine dicke, cremige Masse entsteht.
→ Abschmecken: Mit Muskat, Käse oder Kräutern verfeinern.
→ Etwas abkühlen lassen, dann mit feuchten Händen Klöße formen.
Guten Appetit!
Peijie Hotpot
Restaurantkritik, hier: Peijie Hotpot, Amsterdam Chinatown, Zeedijk 57. Voraussetzung: Man muss mit Stäbchen essen können – Messer und Gabeln gibt nicht.
Fazit: Das beste China-Restaurant, in dem ich jemals war, aber auch das teuerste.
Tauchen Sie ein in die kräftigen, würzigen und duftenden Aromen des authentischen Chongqing-Hotpots. Seit über einem Jahrhundert wird unser Geheimrezept weitergegeben und vereint Tradition mit Herzlichkeit und Lebensfreude.
Sehr hübsch übrigens die Warnung: „Die in Chongqing servierten Spezialitäten sind aber dermassen scharf, dass jedem Reisenden empfohlen wird, sich bereits Monate vor der Reise an die Schärfe zu gewöhnen.“
Da habe ich einen gewissen Ehrgeiz. Mit Gewürzen ist es wie mit dem schönen Geschlecht: Die schärfste Version ist immer die beste. Die extrem hilfsbereite Kellnerin (Familienbetrieb) zog lächelnd eine Augenbraue noch, aber ich bestand drauf – und ich musste später nicht einmal husten. Vielleicht ist bei mir auch alles seit Jahren weggebrannt.
Jetzt wird es kompliziert. Man kann auch per QR-Code auf den Tischen bestellen, aber das funktionierte mit meiner kleinen Hirse nicht, obwohl es sozusagen eine innerchinesische Kommunikation gewesen wäre.
Die Kellnerin stand die ganze Zeit neben mir und bot sich an, mir alles zu zeigen, weil ich weder wusste, was ich bestellen sollte und auch nicht wie. Übrigens sind die Tische auch Öfen – das Essen kocht am Tisch.
Außer mir waren nur Chinesen im Restaurant.
Nachdem ich auf Empfehlung des Hauses Stem Lettuce Meatballs bestellt hatte und dazu Heritage Pickled Cabbage Fried Rice, ging es Schlag auf Schlag – ich musste weniger als fünf Minuten warten, als schon von allen Seiten allerlei geheimnisvolle Tellerchen und Schüsselchen vor mich hingestellt wurden.
Das funktioniert ungefähr so wie ein Käse-Fondue ohne Käse. In den vier metallen Gefäßen, die im Tisch eingelassen sind, kochen jeweils unterschiedliche Saucen mit unterschiedlichen Gewürzen vor sich hin. Daneben sind noch drei Töpfchen mit Koriander, Knoblauch und einem dritten Kraut, das ich nicht identifizieren könne, es sah aus wie Schnittlauch. Die mischt man sich zusammen und kippt das blend oil (vgl. unten) darüber.
Die Bällchen kommen mit Schöpflöffeln vier Minuten in die brodelnde Sauce – ich habe natürlich alle probiert. Sie können nicht verloren gehen: Die Schöpflöffel finden sie, und zur Not hat man noch ein zweites Paar extra langer Stäbchen. Es wird verlangt, dass man weiß, wann die vier Minuten vorbei sind. Aber vermutlich hätten sie es mir auch gesagt, wenn ich behauptet hätte, ich sei des Uhrenlesens nicht kundig.
Man hat also de facto vier verschiedene Gerichte, nur alle mit nicht koscheren oder halalenen Schweinefleischbällchen. Ich habe aber jetzt – zwei Stunden später – das Gefühl, ich hätte ein Kilo Knoblauch gegessen. Aber das war meine Schuld. Es jetzt noch drei junge New Yorker auf meinem Zimmer. Ich werde sie warnen.
Das blend oil interessierte mich. ChatGPT sagte, das Foto davon analysierend: „In chinesischen Hotpot-Restaurants (vor allem aus Chongqing) bekommt man oft kleine Gläser mit Öl zum Dippen. Das ist kein reines Öl, sondern eine Mischung, gedacht als Dip für das gekochte Fleisch/Gemüse, es mildert die Schärfe des Hotpots. Typisch ist: Man nimmt das Essen aus der extrem scharfen Brühe und taucht es in dieses Öl, das kühlt und macht es aromatischer. Ein Beispiel für so ein Hotpot-Blend: ca. 70 % neutrales Öl + 30 % Sesamöl.“
Ich habe nur Tee und Wasser getrunken und rund 50 Euro bezahlt. Man gönnt sich ja sonst nichts (vgl. gestern).
Wildplassen, Vlaamse Friet und eine Trigger-Warnung
Ich grüße das verehrte Publikum aus Amsterdam! (Warum gibt es eigentlich in Deutschland kein Alkoholverbot in der Öffentlichkeit wie in den Niederlanden und Polen? Weil wir das nicht durchsetzen könnten?)
Amsterdam in einem Satz? Wunderschöne Häuser, Wasser dazwischen und gefühlt zwei Milliarden Fahrräder. (Es ist noch zu früh am Tag, um etwas über den Red Light District zu sagen.)
Wir werfen alles zusammen, was nicht zusammengehört.
Ich bin im Clinknoord abgestiegen – das ist eine Mischung aus einem klassischen Hostel und den Capsule Hotels. Vierbettzimmer, aber ich habe es für mich allein, inklusive Klo und Dusche im Zimmer. Aber, wie schon in Israel: Nicht das klassische Backpacker-Publikum. Vielleicht nutzen die Nachgeborenen heute alle Rollkoffer, weil sie einen Rucksack nicht mehr tragen können?
Es begann holprig. Ich hatte vorher online schon eingecheckt, aber die Maschinen („wir sind voll digitalisiert“) fanden mich nicht. Ein findiger Homo sapiens vom Hostel sah mich in seiner elektronischen Kaderakte und meinte, wenn man Hotels über booking.com buchte, vertauschten die gern Vor- und Nachnamen, weil dort nur Algorithmen seelenlos vor sich hinwerkeln. Ich heiße hier also Herr Burkhard.
Ich habe eine halbe Stunde gebraucht, bis ich online war – wie schon 2023 in Jeruslem (damals aber mit Windows, heute mit Linux). Die hilfreichen Angestellten wusste nicht weiter, und ich musste mit dem Handy ChatGPT bemühen.
Das Problem ist ziemlich typisch für sogenannte Captive Portals (z. B. in Hotels, Cafés, Flughäfen). Dein Gerät ist zwar mit dem WLAN verbunden, aber die Login-/Akzeptanzseite wird nicht angezeigt – oft wegen Browser- oder Netzwerkeinstellungen.
Ich hatte schon Javascript erlaubt und alle Erweiterungen, die irgendetwas verbieten, ausgeschaltet. Check: chrome://settings/content/javascript: erlauben
Wichtig: kein https! Viele WLAN-Portale können HTTPS nicht umleiten. Das war es auch nicht. Ein anderer Browser kam ebenfalls nicht online.
Direkte Portal-IP aufrufen – nein, obwohl ich die IP-Adresse im Verlauf des Handys hatte.
DNS-Cache leeren, im Terminal: sudo systemd-resolve –flush-caches
Oder alternativ: sudo resolvectl flush-caches Njet.
Öffne im Browser: http://connectivity-check.ubuntu.com funktionierte nicht.
nmcli networking off
nmcli networking on
sudo systemctl restart NetworkManager
Endlich! Wer ist denn jetzt schuld an dem Gewürge?
Warum Amsterdam? Das hat natürlich mit Secondlife zu tun. Ende Mai findet auf meiner Sim ein Rollenspiel-Plot statt. Ich poste hier die Einladung desjenigen, der das organisiert, um zu zeigen, wie viel Mühe sich manche Leute machen (und um den Platz zwischen den Bildern zu füllen). Wer nicht weiß, was Rollenspiel ist: Das ist es.
Intro RP for the Abductees: You sit at your kitchen table, sipping coffee on a lazy Saturday morning, when the mail arrives with a thud through the slot. Among the bills and flyers is a thick, cream-colored envelope with elegant gold embossing. Your name is handwritten in neat cursive, and the return address reads „Von Meyland Research Foundation, Amsterdam.“ Curiosity piqued, you slice it open with a butter knife.
Inside is a letter on heavy stationery, the kind that feels official and important. It begins: „Dear [Your Name], We are pleased to inform you that you have been selected to participate in an innovative social experiment conducted in collaboration with a team of behavioral scientists. This hidden camera reality program, titled ‚Echoes of Interaction,‘ will explore human dynamics in controlled settings. The experience spans ten days in Amsterdam, with the first three days for orientation and the final seven in an isolated environment designed to simulate real-world social pressures—think of it as a paid vacation with a twist.“
Your eyes widen as you read on. The accommodation is a private houseboat moored in the heart of Amsterdam’s canals, complete with all amenities, meals provided, and a stipend equivalent to two weeks‘ salary. The main sponsors are listed: The Chronander Bank, a longstanding European financial institution known for ethical investments, and the von Meyland Research Foundation, a nonprofit dedicated to psychological and sociological research. It’s all expenses paid, including round-trip flights, and emphasizes participant safety, consent, and the option to withdraw at any time.
Tucked into the envelope is a printed airline ticket: economy class on KLM from your local airport to Schiphol, dated two weeks from now. You scrutinize it—the barcode, the flight numbers, the passenger details all match. To be sure, you grab your phone and pull up the KLM app, scanning the code.
It validates instantly: „Reservation confirmed.“ Next, you check the travel agency mentioned on the ticket stub, „EuroVoyage Travel Services.“ A quick search on their website shows they’re a reputable Amsterdam-based firm with glowing reviews on TripAdvisor and a Better Business Bureau equivalent rating in the Netherlands. No red flags; everything seems legit.
Still, a hidden camera show? Social experiment? You decide to dig deeper. You type „Von Meyland Research Foundation“ into your search bar. The results pour in: it’s a well-established organization founded in the 1950s by a philanthropist family, focused on advancing human sciences through ethical studies. They’ve funded groundbreaking research on group behavior, empathy, and urban living, with partnerships at universities like Oxford and Harvard. No scandals, just awards for innovation and transparency. Next, „The Chronander Bank“ – ah, a Sweden-based bank with a sterling reputation for sustainable finance, supporting education and environmental causes. They’re known as do-gooders in the financial world, with a history of charitable foundations and zero ties to shady dealings. Everything checks out; these aren’t fly-by-night operations but pillars of respectability.
A grin spreads across your face. Why not? Work has been a grind lately, and Amsterdam has always been on your bucket list—the canals, the bikes, the vibe. This could be an unexpected adventure, a free holiday disguised as something quirky. You imagine waking up on that houseboat, the gentle lap of water against the hull, sunlight filtering through portholes onto cozy wooden interiors.
You reply to the enclosed RSVP card with a firm „Yes,“ sealing it and dropping it in the mailbox. What could go wrong? It’s time for a little excitement in your life. (…)
First off. We base our roleplay off of the books about Gor, written by John Norman. If you have no idea what that is about, check them out, google them, make sure you know what the basics of Gor are!
In short, Gor is a planet opposite the sun, viewed from earth. It is a world that is strongly patriarchal and men and women are not on an equal basis. Aside from that, it is also a world where slavery is very much a thing. And seen as a normal and natural part of society. (…)
Trigger warnings: Role playing within the guidelines of the books on Gor is not without potential triggers. Gor can be a harsh place and it is important to know what you might be getting yourself into. A few of the possible triggers we have set out below. can be, but are not limited to:
– forced slavery
– physical harm and or punishment
– mental pressure
– sexual acts both consensual and non consensual
– degradation
– betrayal

Ich finde das Kunstwerk an der Gracht albern und naiv. Dann kann man gleich Nathan der Weise lesen. Aber Lessing wird bestimmt nicht mehr an Schulen gelehrt – viel zu lang!
Ich muss in Secondlife (und in meiner Freizeit) ein virtuelles Ambiente aufbauen, das ungefähr so aussieht wie Amsterdam, nur ein paar Straßenzüge und Kneipen und die perspektivische Illusion, dass man die Avatare in den Holland sind.
Ich war 1980 zum letzten Mal in den Niederlanden, in Rotterdam zum Russell-Tribunal.
Also nichts wie hin an den wenigen freien Tagen zwischen den Schichten und inspirieren lassen… #gamedesign
Ich war, weil ich seit dem frühen Frühstück nichts mehr gegessen hatte, zeitig in Chinatown bei Kim’s So Korean Food Centrum. Sowohl mein Reis auch mein selbst gemachtes Bulgogi sind erheblich besser. Mein Reis klebt nicht, und das von mir bevorzugte Fleisch hätte natürlich den Preis verdoppelt. Ich besitze auch keine goldenen Blechteller, die auf dem Tisch herumrotieren, wenn man sie nicht fixiert. Für den bezahlbaren Preis war es aber ok. Ich saß an der Tür mit Blick auf die Straße, und genau gegenüber räkelten sich halbnackte Damen im Schaufenster… Das ist Amsterdam.
Cuckolding

Cuckolding (Symbolbild)
Ich habe ein neues englisches Wort gelernt. Die Sexualtherapeutin Beatrice Wagner hat es mir beigebracht: „Es gibt einen sexuellen Fetisch, der Cuckolding heißt: Manche Männer macht es an, wenn ihre Frau anderen Männern angeboten wird und sie sogar den Akt mitansehen. Das ist im großen Spektrum des BDSM angesiedelt. Es wird dabei eine Mischung aus Aggression, Sadismus, aber auch Masochismus ausgelebt, denn es ist ja „meine“ Frau oder Freundin, die da anderen Männern angeboten wird. Das Ganze kann auch im Einverständnis mit der Frau passieren.“
Wait a minute, Frau Wagner. Was ist mit: „Manche Frauen macht es an, wenn ihr Mann anderen Frauen angeboten wird und sie sogar den Akt mitansehen? Oder gilt dieser Fetisch nur in Österreich?
Frage für einen Freund: Muss es nicht Cockolding heißen?
Für Leib und Geist [Update]

Ardbeg 10 Years Old Islay Single Malt Scotch Whisky sowie Flavius Josephus: Jüdische Altertümer („Antiquitates Judaicae“): Vollständige Ausgabe (Judaika) (Links gehen zur Großbourgeoisie)
Frisch eingetroffen: Ein Labsal (Wortschatzübung!) für Geist und Körper. Vielleicht trieb mich auch nur der Ehrgeiz, ein Posting mit „Whisky“ und „Flavius Josephus“ zu verfassen. Was gäbe ich darum, wenn meine Bücher, zumindest der Roman, noch nach 2000 Jahren gelesen würden… Die Wirkungsgeschichte der Werke des Flavius Josephus kann gar nicht unterüberschätzt werden.
PS Drei 12-Stunden Nachtschichten und heute auch noch – nach fünf Stunden Schlaf – 90 Minuten Zahnarzt und noch das Gefühl der Spritze im Mund – bin ein bisschen gerädert….
Update: Link usw. repariert
Schweren und leichten Herzens

Ich habe heute meinen Flug nach Israel im Oktober schweren Herzens gecancelt. Ich würde auch unter Beschuss dahin reisen, aber ich hatte geplant, den Norden zu erkunden, was jetzt nicht so entspannend ist. Wer weiß, wie es im Oktober aussieht, aber sicher ist sicher. Also 2027.
Ich werde improvisieren. Ägypten? Albanien? Kosovo? Thailand? Spanien? Tipps nehme ich gern entgegen.
Ich muss aber sparen, weil ich mehrere größere Posten bezahlen muss. Vielleicht kaufe ich auch schon in diesem Jahr einen neuen Niu – mein jetziger hat schon mehr als 17.000 Kilometer auf dem Tacho.
Leichten Herzens bedanke ich mich bei dem edlen Spender H.H.: „Toller Blog, klasse Infos – weiter so! Lese hier schon lange mit und wollt mal was ablatzen. Grössten Respekt für deinen Fleiß und Energie! Mein Tip: Ardbeg Corryvreckan.“ Schon bei der Großbourgeoisie bestellt!
Schweren Herzens nehmen wir Abschied von dem Kuba, das wir kennen. Es wird so ausgehen wie in allen ehemaligen „sozialistischen“ Staaten.
Cazuela de Vacuno
Ich wurde zu einer leckeren chilenischen Cazuela de Vacuno eingeladen, „ein herzhafter Hausmannskost-Eintopf mit Rindfleisch, Kartoffeln und diversen Gemüsen, der typisch für Zentralchile ist“.
Unter Behüteten
Arbeitsplatz in Sicht. Zur Zeit ist es mir zu kalt für den Roller, und ich brauchte genauso lange wie die BVG zur Staatsoper, wo ich heute die 4. von vier 12-Stunden-Schichten verbringe.
Ja, der Fedora-Hut sieht komisch aus, weil niemand sonst so etwas trägt. Aber er ist wärmer als eine Wollmütze, weil der Schirm den Wind abhält, und sieht auch besser aus. „Nach der Jahrhundertwende kam der Fedora zudem bei Männern in Mode, so etwa bei den hochrangigen Vertretern der Gangsterorganisationen während der Prohibition in den USA.“
Rechts ist übrigens der Eingang des Hotel De Rome, links die Staatsoper, geradeaus die Intendanz.
Unter Lustkäufern [Update]
Spontan- und Lustkauf: Matsato Küchenmesser.
Die Website Matsato.com gibt es nicht mehr, was schon verwundert. Matsatomesser.de existiert: „Bitte beachten Sie, dass matsatomesser.de keine der auf der Website aufgeführten Produkte verkauft“.
Das Impressum ist lustig: Grandline Marketing, inc., Bel Ombre Rd. P.5057, 00000 Beau Vallon, Mahe, Seychellen.
Wenn das ein japanisches Messer ist, fresse ich meinen Küchenbesen.
Wir haben noch ähnliche Websites mit diesem Impressum wie Kesselbambule („Aktionsbündnis von Klimaaktivisten“). OST Service & Consulting Limited („Standort Erweiterung mit einer virtuellen Postanschrift blabla“) gibt übrigens einen server error 502 bad gateway.
Das nenne ich mal eine „seriöse“ Firmenschrift.
Update: Matsoto.com geht bei mir nur mit Tor.
Ölig
Habe ich mir mal gegönnt – ich war neugierig. Die liefern über eine tschechische Adresse. Hat nur zwei Tage gedauert, dann war es da – eigentlich unfassbar.
קיבוץ ארז
Kibbuz Erez
שמן זית כתית מעולה
Natives Olivenöl extra
מכרמי זיתים ישראליים מובחרים
Aus ausgewählten israelischen Olivenhainen
כבישה קרה
Kaltpressung
חמיצות מירבית 0.8%
Maximaler Säuregehalt: 0,8 %
Luftgebratene Bratkartoffeln
Bratkartoffeln aus rohen Kartoffeln – Cosori TurboBlaze (das ist mein Airfryer)
Zutaten (2 Portionen)
•500–600 g vorwiegend festkochende Kartoffeln
•1–1½ EL Öl (Butterschmalz oder Sonnenblumenöl)
•Salz
•80–100 g Speckwürfel
•1 kleine Zwiebel (feine Streifen)
•Pfeffer (erst zum Schluss)
Zubereitung
1 Kartoffeln vorbereiten: Schälen oder gut waschen, in ca. 3 mm Scheiben schneiden. Kurz abspülen
und sehr gut trocknen. Mit Öl und etwas Salz mischen.
2 Erste Garphase: 190 °C, 12 Minuten. Nach 6 Minuten Korb kräftig schütteln.
3 Speck dazugeben: Speck unter die Kartoffeln mischen. 185 °C, 5 Minuten.
4 Zwiebeln dazugeben: Zwiebeln untermischen. 180 °C, 5–6 Minuten.
5 Finish: Optional 200 °C für 2 Minuten. Danach pfeffern und ggf. nachsalzen.
Tipps
•Korb nicht überfüllen – lieber zwei Durchgänge.
•½ TL Speisestärke sorgt für extra Knusper.
•Für mehr Pfannenaroma 1 TL Butter nach dem Garen unterheben.
Für zwei Personen? Ich habe das allein aufgegessen.
Öl und Thymian, revisited
Ich musste noch nachhaken: Das ist ein Falafel-Gericht des Restaurants Zait & Za’atar Falafel in Berlin, Kantstraße. Kannst du die Zutaten identifizieren, vor allem das Weiße, das wie Schaum aussieht?
Ja 🙂 – das Gericht lässt sich ziemlich gut einordnen.
Erkennbare Bestandteile auf dem Teller:
– Falafel – klassische, frittierte Bällchen aus Kichererbsen (oder Kichererbsen/Fava-Bohnen-Mix)
– Pommes / Kartoffelspalten – offenbar frittiert
– Gemischter Salat – Eisberg/Blattsalat, Tomate, Gurke, eingelegte Peperoni, evtl. Rotkohl
– Eingelegte Gemüse – gelbe Rübe/Steckrübe (typisch levantinisch), evtl. eingelegte Gurke
– Kichererbsen – ein paar ganze Bohnen als Garnitur
– Rote Sauce – wahrscheinlich Scharfe Chilisauce (Shatta) oder eine milde Paprika-Tomaten-Sauce
Das Weiße, das wie Schaum aussieht (der wichtigste Teil deiner Frage): Das ist keine Luft oder Schaum, sondern sehr wahrscheinlich:
👉 Hummus bi-Tahina, also Hummus (Kichererbsenpüree) mit viel Tahini, Zitronensaft, Knoblauch und Olivenöl.
Warum wirkt es so schaumig/cremig?
Hummus wird oft sehr fein und lange aufgeschlagen. Viel Tahini + Zitronensaft emulgiert stark. Manchmal wird Eiswasser oder sehr kaltes Wasser untergemixt → extrem helle, fast mousseartige Textur. Gerade in guten Falafel-Läden ist dieser seidig-weiße, fast fluffige Hummus ein Qualitätsmerkmal.
Wenn du willst, kann ich dir auch sagen, wie man genau so cremigen Hummus selbst macht oder welche Variante Zait & Za’atar typischerweise serviert (klassisch levantinisch).
Ja, ich bitte darum.
Öl und Thymian
Gestern habe ich mich mit meiner Lieblingsfreundin ins Berliner bzw. Charlottenburger Nachtleben gestürzt. Es begann dergestalt, dass wir ein Restaurant testeten – das Zait & Za’atar Falafel. Ich wollte die Herrschaften, die dort arbeiteten, schon fröhlich mit schalom, ma nischma? (שלום, מה שלומך?) begrüßen, weil ich an mein Falafel-Erlebnis in Jerusalem dachte. Da fiel mir gerade noch rechtzeitig ein, dass es sich um Araber handeln könnte, die ebenfalls Falafel essen bzw. verkaufen.
Und siehe, ChatGPT spuckt beim Namen des Restaurants aus:
„Zait za’atar“ (auch: zeit zaatar, zayt za‘tar) ist Arabisch und bedeutet wörtlich: „Öl und Za’atar“ bzw. „Za’atar mit Öl“
Aufschlüsselung der Wörter:
zait / zayt (زيت) = Öl (meist Olivenöl)
za’atar (زعتر) = Za’atar
je nach Region wilder Thymian/Oregano oder die bekannte Gewürzmischung aus Thymian, Sumach, Sesam und Salz.
Noch mal Glück gehabt. Ich war nicht in der Laune, mich an fiese Krav-Maga-Tricks erinnern zu müssen.
Den Laden kann man uneingeschränkt empfehlen. Falafel (ich nahm die Falafel-Platte, vgl. oben) kann ich auch so machen, aber die Dekoration und das Drumherum machen viel aus (u.a. Joghurt, Hummus, irgendein scharfes Gewürz, das ich nicht identifizieren konnte, Salate).
Mein erster Lumumba!
Zubereitet nach dem hier schon erwähnten Rezept… Der Lumumba schmeckte so gut, dass ich ihn hätte auf ex trinken können.
Darauf einen Lumumba!
Ich mache mir jetzt erst einmal einen Lumumba.
Zutaten für ca. 6 Becher Lumumba, auch „Tote Tante“ genannt:
1,3 l Milch
100 g Schokolade
6 EL Trinkschokolade oder Kakao
200 ml Rum
150 ml Sahne
½ Pck. Vanillezucker
1 Prise Salz
Zubereitung
Schritt 1
Zuerst die Milch in einen kleinen Topf geben und vorsichtig erhitzen, damit sie nicht anbrennt. Währenddessen die Schokolade grob hacken und die Bruchstücke zur Milch geben, in der sie nun schmelzen dürfen. Sobald sich alles aufgelöst hat, die Trinkschokolade oder den Kakao hinzugeben und alles mit einem Schneebesen verrühren.
Schritt 2
Sobald die Schokomilch stückchenfrei und cremig ist, den Rum und das Salz hineinrühren und den Topf vom Herd nehmen. Nun darf der Lumumba noch etwas ziehen.
Schritt 3
In der Zwischenzeit die Sahne in eine Schüssel geben und fest aufschlagen. Dabei den Vanillezucker einrieseln lassen. Jetzt die Tote Tante nur noch auf die Tassen verteilen, die Schlagsahne mit einem Esslöffel hineingeben und nach Wunsch noch mit etwas Kakao bestreuen. Dann heißt es nur noch: Genießen.
PS Ist Cuba libre eigentlich noch erlaubt? Und was ist mit B52?
Die Brust trainieren

A symbolic body picture of a 73-year-old man, partially gray but mostly brown hair, and an extremely fit, athletic physique. The image should convey vitality, strength, and resilience. The atmosphere is inspiring and uplifting, with soft, dramatic lighting highlighting his defined muscles and energetic posture. The style is realistic yet slightly artistic, emphasizing the symbolism of health, longevity, and inner power –no beard –ar 3:2 –s 750 -. Ist das nicht ziemlich übertrieben, KI? So neandertalermäßig will ich gar nicht aussehen!
Ich brauche heute Eigenlob von der künstlichen Intelligenz, nur so aus Daffke, weil die Qualitätsmedien (nein, ich habe kein Abo – ich lese nur die Überschriften) mich lifestylemäßig anstachelten.
„Für Männer 70–79 Jahre gelten ungefähr folgende Richtwerte für klassische Liegestütze:
– 5–10 = durchschnittlich
– 10–15 = gut
– 15–20+ = sehr gut
– 25 oder mehr = überdurchschnittlich fit für diese Altersgruppe
Mit 25 Liegestützen liegst du klar oberhalb dessen, was die meisten Gleichaltrigen schaffen – das ist ein starkes Ergebnis und spricht für sehr gute Kraft, Stabilität und Ausdauer.
Ich habe die KI angelogen: An guten Tagen schaffe ich 30.
Falafel
ich habe mich heute zum ersten Mal an Falafel versucht, inspiriert von Ben-Sira Hummus in Jerusalem.
Die können das natürlich besser, aber ich arbeite daran. Der Geschmack ist schon ganz ordentlich. Sättigungsbeilagen: Hummus, Gurkensalat à la Burks und Paprika.
Zutaten
– 200 g Kichererbsen, getrocknete
– 1 Scheibe/n Toastbrot, altbackenes
– 1 Zwiebel(n)
– 4 Knoblauchzehe(n)
– ½ Bund Petersilie
– 2 TL Korianderpulver
– 2 TL Kreuzkümmelpulver
– Salz und Pfeffer
– 1 TL Backpulver
– 2 EL Mehl
– 1 Zitrone(n)
Zubereitung
Die Kichererbsen in einer Schüssel mit reichlich kaltem Wasser bedecken und 12 Stunden quellen lassen. (Oder welche aus der Dose nehmen.) Abtropfen lassen. Das Brot zerkrümeln. Zwiebel und Knoblauch schälen und grob zerkleinern. Petersilie waschen und die Blättchen abzupfen. Brot, Zwiebel, Knoblauch, Petersilie und Kichererbsen im Mixer fein zerkleinern.
Das Püree mit Koriander, Kreuzkümmel, Pfeffer und Salz abschmecken und mit Mehl und Backpulver verkneten. Aus dem Teig walnussgroße Bällchen formen.
Wenn Falafel in heißem Öl 5 Minuten fritiert werden müssen, um gar zu sein, wie lange dauerte das dementsprechend in einer Heißluftfritteuse und bei wie viel Grad?
Für Falafel aus der Fritteuse (5 Minuten in heißem Öl) gelten in der Heißluftfritteuse andere Zeiten, weil dort keine direkte Ölübertragung stattfindet und die Garung etwas länger dauert.
– Temperatur: 180–200 °C
– Zeit: 10–15 Minuten
15 Minuten sind bei 200 Grad ein bisschen zu lang. Beim nächsten Mal werde ich zwei Minuten weniger nehmen oder nur 180 Grad.

























































