Sex im Osten

Ney York Times: „Why Women Had Better Sex Under Socialism“.

Gouvernantenpolitik oder: Schwundstufe linker Ideologien

Interessantes Interview in der Schweizer Wochenzeitung: „Wenn das Glück der anderen nur noch eine Bedrohung ist: Der Kulturtheoretiker Robert Pfaller sieht in unserer Verbotskultur ein Symptom für die realen Versäumnisse der Politik.“
Geht es dabei denn wirklich um Moral, also darum, die Menschen zu einem besseren Lebenswandel zu erziehen?
Letztlich ist es eine rechte Einschüchterungspolitik. Das Vertrackte daran ist, dass alles, was die Gesellschaft in letzter Zeit repressiver gemacht hat, nicht mit rechten, sondern mit scheinbar linken Argumenten gerechtfertigt wurde. Die neoliberalen Beraubungsmassnahmen an der Gesellschaft konnten nur mit einem bestimmten Überbau durchgesetzt werden, der signalisiert hat, dass man schon dafür sorge, dass es den Schwachen gut gehe. Genau diesen Überbau muss man aus einer linken Perspektive angreifen. Das ist eine groteske Verzerrung linker Anliegen. Erstens kämpfen wir nicht dafür, dass es den Schwachen gut geht, sondern dass niemand schwach ist. Zweitens haben diese Massnahmen fast immer nur ihren Repräsentanten genutzt. Das ist eine Schwundstufe linker Ideologien, die im Namen irgendwelcher Schwachen, die übrigens meist fiktiv sind, jeden kritischen Diskurs und jedes Aufbegehren ersticken.“

Zentraler Satz: „Die Moralisierung ist ja ein anderes Symptom dieser Entpolitisierung mit scheinbar linken Argumenten“.

Da ich schon dabei bin: Ulli Kulke sagt, die Bienen stürben nicht aus.

Ehe für niemanden

ehe

Was ist eigentlich dran an dieser Ehe, dass sie alle haben wollen?

„Die Ehe ist in vielen Fällen lebenslängliche Doppelhaft ohne Bewährungsfrist und Strafaufschub, verschärft durch gemeinsames Fasten und gemeinsames Lager.“ (Jean-Paul Sartre)

Soleier im Hungerturm

soleier

Soleier mit Freunden im Café Linus am Richardplatz in Rixdorf.

„Nach etwa vier Wochen Lagerung in der Salzlake beginnt sich das Eidotter grünlich bis bläulich zu verfärben und es entwickelt sich ein leicht schwefliger Geruch. Unter Kennern gilt das aber als Qualitätsmerkmal.“ Öhm….

Zuckerbaby

richardplatz

Urlaub am Richardplatz im Zuckerbaby Café & Deli.

Links! Links! Links! Die Arbeiterklasse marschiert nicht

fashion

Interessanter Artikel auf Zeit online: „Verena Friederike Hasel fühlte sich politisch immer auf der richtigen Seite. Inzwischen erlebt sie ihr Milieu als selbstgerecht, intolerant und realitätsfern.“

Ich habe meine politisch Meinung noch nie von einem „Milieu“ abhängig gemacht. Das gefühlslinke Kleinbürgertum, das die Autorin zu Recht in die Pfanne haut, hat ohehin kein Interesse, eine Alternative zum Kapitalismus zu entwickeln, ist also auch nicht links. „Selbstgerecht“: sind Politiksektierer immer. „Intolerant“: dito. „Realitätsfern“: Die wissen gar nicht, wie ein Arbeiter aussieht.

„Die Zugehörigkeit zu einer Randgruppe wird so zur Schlüsselqualifikation erhoben. Diese Sakralisierung von Diskriminierungserfahrungen ist unter Linken inzwischen verbreitet.“ Das sind keine Linken, sondern Kleinbürger („in meinem großstädtisch geprägten Bildungsbürgermilieu“), sie beschäftigen sich vornehmlich mit Benimm- und Lifestylefragen und damit, ihre Privilegien zu verteidigen.

Einfach ignorieren, das Pack, und ab in die Produktion damit… (Ich habe Urlaub und bin deshalb gut gelaunt.)

Karl says saˈjjaːra

karls cafe

Berlin-NeuköllnRixdorf, Karl-Marx-Strasse. Cool: die Idee. Cool: Korrekter Genitiv. Cool: Karl says we’re closed.

Ich bin gerade da herumgelaufen, um einen Döner zu essen. Das ist gar nicht so einfach, weil fast alle Kneipen mittlerweile in arabischer Hand sind. Ich mag arabische Pampe nicht, bis auf wenige Ausnahmen. Aber die wissen, was kulinarischer Eklektizismus ist und bieten Döner und Ayran an, das Gericht heißt dann nur anders.

By the way: Das wichtigste arabische Wort ist ساق/قاد سيارة . Kommt in jeder Unterhaltung vor.

Stilleben oder: In Erwartung der Kartoffeln

stilleben

Ist das überhaupt ein Stilleben? Glenfiddich, Feldsalat mit Gurken und Knoblauch, russischer Smooth-Jazz sowie einfache Kartoffeln (gerade nicht im Bild, weil sie noch kochen) mit ebenso einfachem Kräuterquark?

By the way: Meinen Studenten habe ich „in Erwartung“ natürlich verboten, weil das Nominalstil ist, also schlechtes Deutsch.

Kurzer Rede langer Sinn: Ich hatte zwar vier Tage frei in einem meiner Berufe, aber viel zu tun (Hochbettbau usw.). Außerdem ist der gerade erst gekaufte Drucker kaputt, was misslich ist. Ab Pfingstmontag habe ich Urlaub. Dann also wieder mehr in diesem Theater.

Wursthaare verboten

dreadlocks

Kleinbürgerliche Lifestyle-Sektiererei vom Feinsten. Das Denglische ist übrigens auch eine „kulturelle Aneignung“. (Was ist eigentlich mit Kreolsprachen?)

Plugs? Communities? Queer? Zine? Community-building? Alle diese Wörter verstehe ich nicht…

Make Antifa Sexy Again

Make Antifa Sexy Again

Credtis: Louise Rosealma (Facebook)

Großartig! Jetzt hat sie aber noch mehr Feinde, von rechts bis links…

This is Sparta!

ökologisch

Voll Öko ey

ökologisch

Das meiste ist für eine junge Dame, für mich sind nur Currywurst, Schokolade und Fleischsalat.

Unter Trinkteufeln

Eckkneipen

Grandiose Reportage des RBB über Berliner Eckkneipen (verfügbar bis 01.04.2018). Da fällt mir ein: Ich sollte mal wieder ins Slumberland gehen.

Grumpy Old Man

Das muss ich unbedingt haben.

Ga Ga Land Sexparty

sexparty

Neues von der Jüdäischen Befreiungsfront gibt es auf Zeit online: „Ga Ga Land“. An der Sexparty werde ich natürlich teilnehmen, obwohl ich bisher eher mit der Befreiungsfront von Judäa sympathisiert habe.

Einfältige Vielfalt

renovierung

Man könnte vermuten, dass die Redakteure der „Tagesschau“ (vgl. Screenshot von der Website oben) jetzt komplett verblödet sind. So harsch urteilt man aber nicht über Kollegen, vermutlich sind sie nur dumm und ignorant oder wählen „grün“ und Multikulti und sprechen Gendersprech. (Damit Sie es nicht vergessen, liebe wohlwollende Leserin und lieber geneigter Leser: ich bin linksradikal und für den säkularen Staat. Wer mehr Religion will, ist für mich „rechts“ und ein politischer Gegner, auch wenn das unter grünem Tarnanstrich gefordert wird.)

Ahmad Mansour schrieb dazu: „Das aus religiöser Motivation getragene Kopftuch ist mehr als nur ein Stück Stoff. In vielen Fällen ist es, zunehmend in der Gegenwart, ein klares, religionspolitisches Symbol. Es steht für ein Denksystem der Geschlechtertrennung, für eine Übersexualisierung von Frauen und Mädchen bei gleichzeitiger Tabuisierung von Sexualität. Die Vorstellung dahinter ist: Eine unbedeckte Frau ist potentiell sündhaft und unrein, ehrlos, sie animiert Männer zu Übertretungen. Nimmt man es genau, steht dieses haarbedeckende Tuch damit in Konflikt mit Artikel 3 des Grundgesetzes, mit der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau. Das so getragene Kopftuch diskriminiert Frauen und degradiert sie zu Objekten der Blicke und des Begehrens von Männern. Das Tuch suggeriert, solcher Schutz vor Männern sei notwendig – und wer es nicht trägt verhalte sich ehrlos oder gebe sich preis.“

Außerdem fordert der Koran gar nicht, dass Frauen ein Kopftuch tragen sollten. Dazu stehen genug Quellen auf Wikipedia: „Im Koran finden sich keinerlei Regeln, wie ein Kleidungsstück auszusehen hat, das dem Verhüllungsgebot entspricht.“

Wer also von „Vielfalt“ redet, wenn mehrere unterschiedliche Kopftücher im Spiel sind, hat – mit Verlaub – nicht mehr alle Tassen im Schrank und will das Bekenntnis zum politischen Islam als „normal“ einbürgern.

Alles neu macht der März

renovierungrenovierung

[x] Wasserschaden beseitigt, Decke gestrichen
[x] Türschloß und Klinke erneuert
[x] Fußboden repariert und gesäubert

Und das alles, obwohl ich unter Männerschnupfen leide. Schlafzimmer ist fertig, aber es ist noch viel zu tun.

Dinkel et al

dinkel

Dinkelbrot und andere Leckereien aus der Køniglichen Backstube in Rixdorf.

Hart, aber ungerecht

Feynsinn über die Staublunge: (Mein Großvater hatte Staublunge.)

Die Teilhabe der Arbeiter am ‚Wachstum‘ wurde in den frühen Jahren teuer bezahlt. Im Bergbau hat sich niemand über Staublunge oder „jauchige Bronchitis“ gewundert. Was die Ausbeuter heute wieder feiern wollen, ist dass viele Männer nicht viel von ihrer Rente hatten. Chemiearbeiter haben in Giftstoffen gebadet, auf dem Bau wurde mit Asbest geaast.
Niemand wäre auf die Idee gekommen, das Rauchen zu verbieten. Männer, die hart genug waren, Wetter, Buckelei und Gift zu ertragen, hätten es sich auch nicht verbieten lassen, ebenso wenig wie Frauen, die es nicht leichter hatten und oft aus Hunger damit angefangen hatten. Das Privileg gesund zu leben hatten die Reichen und erst allmählich die (gehobene) Mittelschicht.

Well said. Das gilt auch heute noch.

Home, sweet home

zimmer

Hier sitzen die, die hier immer sitzen. (Umzug von einem Zimmer in das andere geschafft.)

Older entries