Essen, Schlafen und Sex

KI

In Deutschland verbringt man im Schnitt noch täglich 27 Minuten mit dem Lesen. „Wenn das Lesen abnimmt, verkümmert die Fähigkeit, längere und komplexere Gedankengängen selbst zu entwickeln“, sagt der Psychologe voraus. Es bestehe die Gefahr, dass sich eine Kluft entwickele zwischen denen, die intellektuell trainiert sind, und jenen, die ihr Gehirn nur noch zum Allernotwendigsten nutzen und alles, was anspruchsvoll ist, an die KI auslagern.“ (Deutschlandfunk, Audio-Beitrag)

Ich muss also meine Postings so formulieren, dass man mindestens 28 Minuten braucht, um sie lesen zu können. Und noch einmal so lang, um sie zu verstehen. Dann werden diejenigen abgeschreckt, die ihr Gehirn nur noch zum Allernotwendigsten nutzen.

Was aber ist das Allernotwenigste? Im Sinne der Evolution Essen, Schlafen und Sex.

Schöne Aussichten. Ich werde auch ohne Leser weiter bloggen.

KI

Fleisch macht glücklich



Man sollte die Fantasy-Dame (rund 60 MB) mit dem Mauszeiger drehen, bewegen und zoomen können.

Scoville und Carolina Reaper

Carolina Reaper

Ich habe ein neues Wort gelernt: Die Scoville-Skala „ist eine Skala zur Abschätzung der Schärfe von Früchten der Paprikapflanze. Der Schärfegrad wird in Scoville-Einheiten (SCU für Scoville Units, auch: SHU für Scoville Heat Units) gemessen.“

Mein südindischer Untermieter und ich haben das gemeinsame Hobby Kochen und können darüber lange fachsimpeln. Ich hatte, weil ich scharfe Paprika brauchte, im Supermarkt meines Vertrauens neugierig Carolina Reaper gekauft, ohne genau zu wissen, was das ist. Ich wunderte mich schon, dass der Auflauf für zwei Tage, in den ich eine der Schoten hineingedröselt hatte, so schmeckte, als hätte ihn Asterix persönlich zubereitet.

Carolina Reaper

Mein Untermieter beichtete mir heute, er habe nach dem Verzehr einer Schote geweint. Darüber musste ich heftig lachen, weil die südindische Küche, die er gewohnt ist, auch gerade nicht so schmeckt wie ungewürztes Tofu.

Die Carolina Reaper ist eine Zuchtform der Paprika-Art Capsicum chinense. Im November 2013 erhielt diese Sorte den Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde als schärfste Chili-Sorte der Welt und verdrängte damit den zuvorigen Spitzenreiter Trinidad Moruga Scorpion vom ersten Platz. Der gemessene Spitzenwert der Carolina Reaper lag bei über 2,4 Millionen Scoville, der errechnete Durchschnittswert lag bei 1,6 Millionen Scoville.

Ich habe wieder einige 12-Stunden-Schichten vor mir und muss heute noch Birnenkompott machen, weil ein Arbeitskollege mir ein paar Kilo Birnen aus seinem Garten mitgegeben hat, die er nicht loswurde. Dann Bouletten aka Frikadellen und Kartoffelsalat zum Mitnehmen zur Arbeit. Und Chili con Carne mit einem winzigen Bisschen Carolina Reaper für heute Abend. Zwischendurch fummele ich wieder an Blender…

Zimmes

Tzimmes

Am Montag, dem letzen Tag von Jom Kippur, habe ich einen jüdischen Freund mit Zimmes bekocht (Möhren, Rosinen, Zimt und Honig). Wir haben dazu urdeutsche Kartoffeln gegessen, was nicht üblich ist.

Unter Tassenbesitzern

Tassen

Mein Beitrag zur aktuellen Tassendiskussion. Meine sind auf jeden Fall gefährlicher als die der AfD. Ab er ich weiß nicht, wie lange der Besitz noch legal sein wird. Sobald der Besitz bestimmter Tassen strafbewehrt ist, muss ich sie ins befreundete Ausland verschenken.

Unter Frisurentragenden

frisur

Darf man sich über die Frisur einer Journalistin lustig machen? (Symbolbild) Frage für einen Freund.

Robinia pseudoacacia, invasive Neophyten und selbstkletternde Jungfern

balkonien

Bei Pflanzen bin ich ungewöhnlich tolerant: Wenn sie mir gefallen, dürfen sie wachsen, auch wenn sie sich – ohne Durchführungsgenehmigung meinerseits – auf meinen Balkon geschlichen haben bzw. dorthin geflogen sind.

Oder transportieren Ameisen Pflanzensamen, willentlich oder unbewusst? Oder ist etwa die Nafri Robinie (Robinia pseudoacacia) aka Scheinakazie – aus Nordafrika stammend – schuld, die unten wachsend, ihre Zweige illegal auf meine Balkon reckt, damit alles mögliche Getier jetzt hier heraufkrabbeln kann?

Die beiden sehr hohen, schlanken Pflanzen sind höchstwahrscheinlich Kanadisches Berufkraut (Conyza canadensis), auch Kanadischer Katzenschweif genannt. Es ist ein häufiges Wildkraut, das sich durch unzählige flugfähige Samen stark verbreitet. [Die Pflanzen – ein invasiver Neophyt – sehen großartig aus und dürfen bleiben. Wenn sie sich nicht benehmen oder zarte deutsche Pflanzen umbringen, greife ich zur Sense.]

Rechts im Kasten erkenne ich [ChatGPT] außerdem vermutlich:
[Vermutlich? Entweder erkennst du etwas oder nicht oder stellst du dein Erkennen an sich in Frage, womöglich mit dem Konditionalis irrealis?]
►einen Buchsbaum oder einen ähnlichen immergrünen Kleinstrauch,
►oben rechts möglicherweise Wilden Wein, [nicht „möglicherweise“, sondern ganz bestimmt]
►unten einige weitere Wildkräuter, die auf diesem Foto nicht sicher bestimmbar sind.

balkonien

Auf dem Foto erkenne ich wahrscheinlich folgende Pflanzen:
►In der Mitte, sehr hoch mit hellvioletten Blüten: ein geschossenes Radieschen bzw. Gartenrettich (Raphanus sativus). Die vierzähligen Blüten und langen Samenschoten sind typisch. Es wurde offenbar nicht geerntet und blüht jetzt. [Keine Ahnung, wie der auf meinen Balkon kommt.]
►Am Geländer mit fünfteiligen Blättern: Wilder Wein (Parthenocissus quinquefolia). [„Selbstkletternde Jungfernrebe“ finde ich viel schöner.]
►Links: vermutlich Buchsbaum (Buxus sempervirens). [Ja]
►Rechts: ein kleiner Wacholder oder eine Scheinzypresse; aus dieser Entfernung nicht sicher zu unterscheiden.
►Unten links: verschiedenfarbige Chrysanthemen.
►Kleine gelbe Blüte rechts: wahrscheinlich ein Hornveilchen.
►Rechts und am Geländer rankend: außerdem vermutlich eine Winde.
►Im Kasten wachsen zusätzlich mehrere spontane Wildkräuter, möglicherweise Vogelmiere [aka Morsus gallinae („Hühnerbiss“)] , Gräser und junge Kreuzblütler.

Die auffälligste Pflanze ist eindeutig der blühende Rettich. Seine jungen Samenschoten sind übrigens essbar und schmecken leicht scharf.

balkonien

Auf diesem Foto erkenne ich: [Aha! Jetzt also nicht mehr „wahrscheinlich“?]
►Lavendel – oben in der Mitte und nochmals unten rechts im Topf.
►Wilden Wein (Parthenocissus quinquefolia) – an den fünfteiligen Blättern und den dicken, verholzten Ranken gut erkennbar. Einige Blätter färben sich bereits rot.
►Weiße Hornveilchen oder Stiefmütterchen – im rechten Balkonkasten.
►Buchsbaum – wahrscheinlich der immergrüne Strauch hinten links.
►Eine Hibiskus-Art, vermutlich Garteneibisch – die größere Pflanze links mit den teilweise dreilappigen, gezähnten Blättern.
►Eine Polsterpflanze unten links – möglicherweise Gundermann oder eine kleine Glockenblumenart; ohne Nahaufnahme nicht sicher.
►Eine rosa blühende Balkonpflanze im Hängetopf – vermutlich eine Margeriten-/Kapkörbchen-Verwandte, die Blätter sehen allerdings etwas geschädigt aus. [Ja, aber ich weiß nicht, warum…]
►Außerdem wachsen in den Kästen verschiedene kleine Wildkräuter und Sämlinge.

Am sichersten zu erkennen sind Lavendel, Wilder Wein und die weißen Veilchen. Der Wilde Wein nimmt bereits ziemlich viel Raum ein und könnte zurückgeschnitten werden.

Ich denke gar nicht darin. Die können sich alle um Wasser, Pflanzendünger und Licht prügeln…

Frontberichte, Pflanzen und das eigene Reden über den Sachverhalt

Strahlenaralie
Strahlenaralie (Schefflera arboricola), aka Zwerg-Schefflera. Eine schwierige Pflanze – hier ein selbst gezüchteter Ableger der Mutterpflanze, die mehr als zweieinhalb Meter hoch ist. Letztere verlor im letzten Jahr plötzlich sehr viele Blätter, weil ich zu spät bemerkt hatte, dass sie voller Schildläuse war, welchselbige ich in einem chemischen Vernichtungskrieg bis zum letzten Mann ausrottete.

Ich wollte eigentlich bei Kaiserwetter heute auf’s Boot und die Havel, da es das Klima vermutlich der letzte richtig warme Tag im Jahr sein wird. Aber erstens bin ich viel zu spät aufgewacht, weil heute der letzte von vier freien Tagen ist, an dem ich ausschlafen kann. Ab morgen wieder vier Mal hintereinander um vier Uhr aufstehen und dann 12 Stunden Lohnschinderei. Und zweitens habe ich noch so viel vor und zu tun, dass ich vermeiden möchte, heute Abend hektisch herumzurödeln, um dann nur ein paar Stunden Schlaf übrig zu haben.

Ich denke also an Heinrich von Kleist: Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden: Es sei wichtig, dass dem Gegenüber die Materie bekannt ist. Der ausschlaggebende Punkt sei vielmehr das eigene Reden Bloggen über den Sachverhalt. Mit dieser Methode könne man sich selbst am besten belehren: Die Idee kommt beim Sprechen Schreiben. Wohlan.

StrahlenaralieStrahlenaralie
Köstliches Fensterblatt (Monstera deliciosa) (links). Die Pflanze wurde mir, als sie erst zwei Blätter hatte, von einer scheidenden Untermieterin geschenkt und hat sich prächtig entwickelt. Die Luftwurzeln sehen zwar hässlich aus, und die Blätter stehen kreuz und quer und sperrig herum, aber Burks gefällt das. Der Drachenbaum (rechts), der auf meinem Schreibtisch stand, ist mittlerweile riesig – er musste jetzt hinunter in einer ultraschweren Tontopf, damit er nicht in Gefahr gerät umzukippen, wenn er wieder Zweige, die fast größer sind als der Baum selbst, in Richtung Sonne wachsen lässt. Er mag aber keine Zugluft, und ich muss mir überlegen, ob er verträgt, dass die Balkontür sehr oft offen steht.

Armageddon-Front

Während meines Frühstücks spülten mir die Algorithmen tonnenweise Katastrophen-Filmchen zur Unterhaltung in meine Feeds. Beim Bildervergleich assoziierte ich Tsunami, aber mit höheren Bergen, oder Kerala. Textbausteine: „Heftige Unwetter“ (das Klima!), „völlig unerwartet“ (das Klima!).

Nein, nichts ist „unerwartet“, mit oder ohne Klima. Das war schon immer so, mit oder ohne Menschen, mehr oder weniger heftig. Erinnert sich noch jemand an den Flimser Bergsturz?

Ostfront

„Während Russland Luhansk nahezu vollständig erobert hat, kontrolliert die Ukraine noch knapp ein Fünftel der Oblast Donezk – gut 5000 Quadratkilometer. Das entspricht etwa der fünffachen Fläche Berlins. Sehr wahrscheinlich geht es nicht mehr um die Frage, ob Putins Armee die verbliebenen Gebiete im Donbass erobern wird, sondern wann,“ schreibt die bürgerliche Presse.

Oh, es geht nicht mehr um den Endsieg der Ukraine? „Die Eskalation nimmt immer mehr zu“, beobachtet Oberst Markus Reisner…“Es gibt unterschiedliche Erklärungsmodelle.“

Drachenbaum
„Das ist sehr wahrscheinlich eine Birkenfeige (Ficus benjamina), auch Benjamini genannt. Dafür sprechen auf deinem Foto die typischen Merkmale: die zahlreichen kleinen, glänzenden, ovalen und vorne zugespitzten Blätter sowie die dünnen, verholzten und stark verzweigten Triebe. Die Pflanze sieht insgesamt gesund und kräftig aus. Einige hellgrüne Blätter sind einfach jüngerer Austrieb. Der Standort direkt am hellen Fenster scheint ihr zu gefallen.“ Die Benjamini ist meine heimliche Lieblingspflanze, die wie fast alle anderen auch, eine Geschichte hat: Ich habe sie aus dem Büro des Konzerns, in dem ich ein paar Jahre gearbeitet habe, gerettet, nachdem dort Security nicht mehr gebraucht wurde. Sie hatte nur noch ein (!) Blatt. Vielleicht ist sie mir dankbar.

Naher-Osten-Front

Israels wachsender Bedarf an ausländischen Arbeitskräften verschärft die Wohnungskrise.

Seit dem 7. Oktober 2023 hat Israel die meisten „palästinensischen Arbeitskräfte“ durch ausländische Beschäftigte ersetzt. Ihre Zahl liegt inzwischen bei 250.000 – so hoch wie nie zuvor. Die von der Regierung festgelegte Obergrenze beträgt 330.000. [In der Kantine des Kibbutz Jan Mordechai, wo ich im Oktober 2025 war, arbeiteten Asiaten – ich glaube, waren Filipinos.]

Aufsichtsbehörden berichten von überbelegten Wohnungen und menschenunwürdigen Zuständen. Teilweise leben 12 bis 15 Menschen in einer Wohnung und müssen sich zwei Badezimmer teilen. Die staatlichen Pläne zur Unterbringung der Arbeitskräfte bestehen bislang größtenteils nur auf dem Papier – während die Wahlen näher rücken.

Ach. Ach was.

Die Jerusalem Post ist immer noch interessanter als alle deutsche Medien zusammen. Just saying.

Ich sage übrigens nur: Fauda!

Und Netanjahu sollte man auch nicht abschreiben.

Freie Zeit

fenster

Acht von zwölf Fenstern geputzt. #manhatjaauchsonstnichtszutun

Angriff auf die Lessingbrücke, 1. Planungsphase

kayaking

Ich paddele seit 2017, aber es gibt immer noch reichlich Touren, die ich noch nie gemacht habe. Gestern war ich bei Kaiserwetter unterwegs, aber ein bisschen untrainiert, daher nicht übertreibend. Man kann von Tiefwerder aus die Spree aufwärts – die Tour habe ich 2021 schon einmal gemacht. Bekanntlich bin ich seitdem nicht jünger geworden. Ich wollte testen, wie lang ich jetzt bis zur Rudolf-Wissell-Brücke brauchen würde.

Der Plan ist: Durch die Charlottenburger Schleuse und dann in Richtung Moabit, wie weit die Paddel tragen.

kayaking

ChatGPT: „Start bei Wassersportheim Stössensee 7:30–8:00 Uhr, dann Richtung Spandau und auf der Spree zur Schleuse Charlottenburg. Spätestens nach 3½ Stunden umdrehen, sofern du nicht schon vorher wegen Hitze oder Bedingungen abbrechen möchtest.

Wenn du die Schleuse bereits gegen 10:30–11:00 Uhr erreichst und schnell durchkommst, kannst du noch ein Stück Richtung Schloss Charlottenburg fahren. Die Gotzkowskybrücke würde ich morgen nicht als notwendiges Ziel betrachten. Für eine maximale Gesamtdauer von acht Stunden ist Schleuse Charlottenburg bzw. Schloss Charlottenburg der vernünftigere Wendebereich.

Wichtig ist morgen außerdem: Wenn du durch die Schleuse fährst, musst du auf dem Rückweg unbedingt vor 16 Uhr wieder durch die Schleuse nach Westen sein. Sonst sitzt du auf der falschen Seite fest.“

kayaking

Bis zur Brücke (vgl. Foto oben) habe ich nur gut zwei Stunden gebraucht, da ist noch viel Luft nach oben. Ich könnte also mindestens noch 90 Minuten weiter paddeln, aber man weiß nicht, wie lange man in der Schleuse festsitzt.

Acht Stunden am Stück im Boot sollten möglich sein, neun Stunden (vor sieben Jahren) ist mein Rekord – aber da war ich gut trainiert und dennoch restlos platt.

kayakingkayaking

Suboptimal, dass gestern mein Internet ausfiel. Ich weiß nicht warum, aber ich muss vermutlich checken, ob Vodafone wegen meines komplizierten Tarifs und zweier Handys wieder irgendwas versehentlich abgeschaltet hat.

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Die Strecke ist landschaftlich nicht besonders reizvoll, aber gesäumt mit Industrie und interessanten Hinweisschildern wie „Fäkaliensammelschiff“. Transportieren die hier Scheiße hin und her, und warum mit einem Schiff?

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Man hat das Gefühl, dass die Spree gar kein fließendes Gewässer ist, was bei der Havel, auf der immer irgendwelche Wellen versuchen, einen aus dem Boot zu kippen, nie vorkommt.

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Nach drei Stunden war ich immer noch total fit, trotz der brüllenden Hitze. Die Bäume und das Gesträuch im Südufer der Spree spenden aber manchmal Schatten. (Foto: die Mündung der Spree in die Havel, von Osten aus gesehen.)

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ich habe mir vorgestellt, in einem Haus zu wohnen, vor dem ein paar Meter entfernt eine Brücke die weitere Sicht versperrt. Was war eher da: die Brücke oder das Haus?

kayaking

Jetzt noch Schland vom Feinsten „Keiner zuständig: Schiffswracks bleiben für immer im Berliner Hafen“, meint die Qualitätshauptstadtpresse. Und die BZ schreibt: „Bürokratie-Irrsinn um Bootsruine im Spandauer Nordhafen: Weil behördliche Zuständigkeiten für Berliner Wasserwege so komplex verknotet sind, liegen kaputte Boote teils jahrelang achtlos im Wasser. Der Spandauer Nordhafen an der Havel: Ein abgebranntes Boot liegt verwaist am Anleger und geht langsam unter. Wem es gehört, ist nicht bekannt. Auch nicht wie lange es dort schon liegt.“

Man fasst es nicht. Aber es erklärt Deutschland hinreichend: Sobald das Wort „zuständig“ gefallen ist, geht nichts mehr.

kayaking

Was würden wohl zwei Spinnen mit einem ähnlichen Geschäftsmodell sagen? Hey, die baut ihr Netz genau da, wo ich schon eines gebaut habe! Wer ist jetzt zuständig?

リボス“, glänzend

Tisch

Ich habe vier Anstriche gebraucht, um den vorher abgeschliffenen Küchentisch so hinzubekommen, wie ich ihn gern hätte. Das Material ist kommunistisch chinesisch deutsch: Livos Tunna Klarlack Nr. 611 glänzend.

Das japanische 「リボス」 (Ribosu) [auf Amazon] ist lediglich die japanische Schreibweise von LIVOS in Katakana. Es handelt sich also nicht um einen japanischen Hersteller.

Ich frage mich, warum bei Amazon das Produkt zusätzlich mit Japanisch gelabelt wird?

Ein dritter Anstrich wird nicht empfohlen, da die Gesamttrockenfilmstärke von 50 µm nicht überschritten werden darf. Ein zusätzlicher Anstrich könnte diesen Grenzwert überschreiten und die Qualität des Lackfilms beeinträchtigen.

Wie messe ich jetzt, ob ich 50 µm überschritten habe oder nicht?

Die Firma und das Produkt kann man weiterempfehlen. „Der Lack ist speichel- und schweißecht (DIN 53 160), schmutzabweisend sowie begrenzt wasser- und chemikalienbeständig – ideal für stark beanspruchte Holzoberflächen im Innenbereich.“

Fräulein Pilz

currywurst

Restaurantempfehlung: Die Currywurstbude Fräulein Pilz auf dem Richardplatz in Rixdorf, auch bekannt als Berlin-Neukölln. Montag bis Sonntag 12:00-21:00 Uhr.

Die Hauptstadtpresse schreibt: „Die Wurst? Kommt aus Edingers Heimat, der Pfalz. Die Saucen? Hausgemacht und in der Experimentierküche der Bar entwickelt, es gibt etwa eine mit Ananas.“

Einer der besten, wenn nicht gar die beste Currywurst ohne Darm, die ich je gegessen habe. Und die Pommes schmecken besser als die, die ich selbst mache. Gerne wieder.

0,9 Hähnchenschenkel

hähnchenschenkel

Wisst ihr Bescheid.

Probleme mit der Klein-, Mittel- und Großbourgeoisie

farbe

Ich bin heute an meinem freien Tag zwischen zwei Mal vier Zwölf-Stunden-Schichten hin- und hergehetzt und musste mich aufregen. Ein Regal, das ich vor langer Zeit online bestellt hatte, war von DHL irgendwo abgelegt worden, ohne mich zu informieren, und wurde nach Hamburg zurückgeschickt, als ich es nicht abholte. Die Firma beauftragte dann eine Spedition.

Der Fahrer rief mich an, als ich gerade auf dem Niu saß, das Regal sei total kaputt, und er könne es so nicht ausliefern.

Was soll man dazu sagen… Vielleicht bekomme ich es noch in diesem Jahr?

Mein Küchentisch, den ich abgeschliffen und eingeölt hatte, sah suboptimal aus. Also fragte ich die KI.

Obi hatte überhaupt keinen glänzenden Klarlack, der für eine Arbeitsplatte in der Küche geeignet war. Der freundliche Berater riet mir zur Großbourgeoisie. Was soll man dazu sagen?

Leider kommt die Farbe erst Mitte der nächsten Woche. Küchentische werden eh überschätzt…

farbe

Abdul und gedeistert

abdul

„Gesprächstermine mit einer Beratungsstelle im Bereich Deradikalisierung und Extremismusprävention“ – den Quatsch kann man auch abschaffen.

Oder: „Violence Prevention Network gGmbH ist eine NRO, die seit über zwei Jahrzehnten mit Erfolg in der Extremismusprävention sowie der Deradikalisierung und Distanzierungsbegleitung tätig ist.“

Das sieht man. Immerhin kann man hierzulande auch die israelische Anti-Abdulalimohammed-Methode.

Martin Post schreibt auf Facebook über die „freie und weltoffene Gesellschaft“ mit all ihren Bodyguard-geschützten Sprechautomaten und Weiter-so-Journalisten“:
„Sie wird spätestens ab Montag
– statt über den Islam von „Autos“ sprechen, die in Gruppen fuhren;
– mit hängenden Mundwinkeln und zitternder Stimme wortreich vor jeder „politischen Vereinnahmung der schrecklichen Ereignisse“ warnen, gleichwohl
– „Konsequenzen“ ankündigen (die nicht kommen werden);
– den Kampf gegen den „eigentlichen Gegner“ – die „rechten Feinde Unserer Demokratie™“ – intensivieren (ein Verbot der AfD ist nun das Gebot der Stunde!) und selbstverständlich
– Demos für die behauptete „Vielfalt“ organisieren. Es wird Gelegenheit zu Selfies mit Katrin Göring-Eckardt geben und ansonsten eben: Party und strahlende Wir-sind-mehr-Gesichter, von rot und grün bis schwarz.“

abdul

And now for something completely different.

Was ich heute gemacht habe? Im Naturkundemuseum in einer 12-stündigen Schicht die Deisterroute erkundet, knapp vierzig Kontrollpunkte (auszulesen mit einem Handheld-Computer mit integriertem RFID-/NFC-Leser oder Barcode-Scanner) auf sieben Etagen in einem total verwinkelten Gebäude, das vor fast 150 Jahren erbaut und danach mehrfach erweitert wurde.

Wieviel Kalorien verbraucht man ungefähr, wenn man viereinhalb Stunden zügig geht, davon ein Viertel Treppen steigt?

Das hängt vor allem von deinem Körpergewicht, dem Tempo und der Steigung ab. Als grobe Schätzung:
►Zügiges Gehen (ca. 5,5–6 km/h): etwa 300–400 kcal pro Stunde.
►Treppensteigen: etwa 700–1.000 kcal pro Stunde, je nach Intensität.

Wenn du 4,5 Stunden unterwegs bist und davon ein Viertel (ca. 1 Stunde 8 Minuten) Treppen steigst, ergibt sich ungefähr:
►3 Stunden 22 Minuten zügiges Gehen: ca. 1.000–1.350 kcal
►1 Stunde 8 Minuten Treppensteigen: ca. 800–1.100 kcal

Insgesamt: etwa 1.800 bis 2.400 kcal.

Für eine Person um 80 kg liegt ein realistischer Wert meist bei rund 2.000 kcal für diese Belastung.

Wisst ihr Bescheid.

Unter strömenden alten Bildern oder: Neues von den GrünInnen

maskulin

„Die Grünen sollten ein positives Männerbild vermitteln – das forderten einige prominente Politiker der Partei in einem Manifest. In der Bundestagsfraktion stößt das auf Unmut. Das Papier könne Frauen abschrecken.“

Aber wir haben vergessen, ein Angebot zu machen, was Männlichkeit stattdessen sein kann. Wir haben ein Vakuum geschaffen, und in dieses Vakuum strömen jetzt die alten Bilder zurück.

Ich würde das Vakuum gern ausfüllen, aber ich bin kein altes Bild.

Und: Grüne fordert Gedenktag für die Hitzetoten.

Da schreibt sich die Satire wie von selbst.

Tropische Träume

strand

Nach drei 12-Stunden-Tagschichten traf ich mich gestern noch mit einem Freund (der meinen Käsekuchen aß) und stürzte mich in’s Neuköllner Nachtleben, ca. 20:00 Uhr.

Rotbart, voll, kein Stuhl frei, auch draußen. – Desgleichen Mausi. – Zum Heizelmann, früher eine waschechte Proletarier-Kneipe: Bis auf den letzten Platz voll mit jungen Leuten, auch draußen. Daneben Café Neukölln: Dito. – Zosse: Man soll draußen vor einem Schild warten, bis man platziert wird. Ich bin trotzdem hineingegangen und wurde hinauskomplimentiert. Ihr spinnt wohl! – Lobby030: kein Stuhl frei, auch draußen. – Wir sind dann doch im Linus hängengeblieben.

Nach 20 Stunden wurde ich dann doch ein wenig schlapp. Der Freund wollte, weil Latino, ohnehin ein Fußballspiel um Mitternacht ansehen. Ich schleppte mich also ins Bett und schlief vermutlich innerhalb von einer Sekunde ein.

Ich hatte einen merkwürdigen Traum. Ich wurde als Schiffbrüchiger an den Strand einer einsamen Insel gespült. Dort traf ich merkwürdigerweise zwei Frauen, die dasselbe Schicksal ereilt hatte. Als sie sich zu mir umsahen, dachte ich zunächst, die Brünette sei Rayna Vallandingham. Dann aber erkannte ich sie: Es waren Yasmin Wijnaldum und Daria Selezneva.

Mehr als 12 Stunden später wachte ich erfrischt auf. Der Körper holt sich, was er braucht. Andere Träume wurden übrigens wahr.

schlaf

Unter Multitaskenden

multitasking

– 04:00 Uhr: Alexa, ein Handy und das Festnetztelefon lärmen aus Leibeskräften: Zeit zum Aufstehen.

– 04:15 Uhr Frühstück: ein Saft aus einer Banane, einer Orange, einer Birne, einem Ei, einen Esslöffel Honig (Jugo Especial nach dem Rezept einer Marktfrau vom Zentralmarkt von Arequipa, Peru). Dazu zwei Schnitten Weißbrot mit Streichkäse und selbstgemachter Apfelsinen- bzw. Kirschmarmelade sowie Nutella. Thermoskanne voll Kaffee eingepackt.

– 05:00 Uhr Abfahrt zur Lohnschinderei an der Pforte des Naturkundemuseums Berlin (kein Publikumsverkehr, sondern Sicherheitszentrale mit Schränken voller Schlüssel, Brandmelde- und Alarmanlage und unzähligen Monitoren) und der zweiten von drei 12-Stunden-Schichten.

– 12:00 Uhr, kleine Pause mit einer Handvoll Himbeeren (ich will mein Idealgewicht nicht verlieren).

– 18:00 Uhr Feierabend, aber mein Kollege löst mich schon um 17:30 Uhr ab (dafür bin ich morgen früh um 05:30 Uhr auch schon da).

– 18:30 Einkaufen, Danach vegetarische Gemüsesuppe mit Bockwurst, polnischen Schinkenknackern und einem Pfund Kasseler, vorgestern schon für drei Tage vorgekocht. Dazu Vanillepudding mit dem Rest Himbeeren. Eine Kanne exotischen japanischen Tees getrunken.

– 20:00 Uhr Abwasch gemacht, Arbeitsflächen der Küche geputzt. Käsekuchen gebacken – der ist noch bis 21:45 Uhr im Backofen. Morgen Abend nach der Schicht kommt eine Freund, der den essen wird, bevor wir ein paar Bars aufsuchen werden (übermorgen habe ich frei, muss aber noch einen Artikel fertig schreiben.)

– 21:25 Uhr gebloggt.

– 21:35 Uhr: Der Kuchen ist fertig und muss jetzt erkalten. Die Wecker werden in sechs Stunden und 25 Minuten klingeln.

– Keine Zeit gefunden für: Blumen gießen, Duschen, Secondlife, die Medien und was sonst noch geschah.

Carpe Diem

Tiefwerder

Ich habe heute keine Zeit mehr, weil ich um 3:45 Uhr aufstehen muss, daher nur etwas Medidatives bei 34 Grad.

Tiefwerder

Man könnte die KI verwirren und fragen; Welche politische Idee wird mit der Flagge von Norwegen in Spandau und dem geklauten Straßenschild Bernauer Straße, die früher direkt an der Mauer war, vermittelt?

Tiefwerder

Oder auch: Was kaum jemand weiß: Einige der Statuen Michelangelos haben ein Handy.

Tiefwerder

Nur in Berlin hat man einen innerstädtischen See für sich allein, hier den schon mehrfach lobend erwähnten Grimnitzsee.

TiefwerderTiefwerder

Warum sich jemand einen mannshohen steinernen Mops in den Garten stellt unweit des Mottos carpe diem, entzieht sich meiner Erkenntnis und Interpretation.

Tiefwerder

Diverse Frontberichte

escort
Eine linke Freierin Genossin mit einem gemieteten Gigolo aka Escort (Symbolbild, made by KI)

Sexfront

Die Qualitätsboulevardmedien berichten: „Im Antrag „Freier sind keine Genossen“ fordert u.a. der Kreisverband Köln, Bordell-Besuche als Akt „rassistischer und kapitalistischer Ausbeutungsverhältnisse“ anzuerkennen. Wer als Linken-Mitglied künftig ein Bordell besucht, würde dann gegen den Grundsatz der Partei handeln – und ausgeschlossen werden.

Die sehen übrigens genau so aus wie ihr Antrag. Ich finde den diskriminierend: Genossinnen ist es weiterhin erlaubt, sich einen männlichen Escort zu mieten? Müsste das nicht auch einen Parteiausschluss nach sich ziehen? Die Frage ist natürlich rhetorisch, weil die heutigen so genannten „Linken“ gar nicht das Geld für so etwas haben.

Islam

„Er ist ein heller Geist und also ungläubig“. (Johann Wolfgang von Goethe)

Religiotenfront

Bei den Themen „Islam“ und „Einwanderung“ sind die öffentlich-rechtlichen Anstalten mittlerweile so objektiv und glaubwürdig wie die „Aktuelle Kamera“. Der bayerische Rundfunk machte jüngst eine Sendung, in der Scharia-Kleidung völlig unkritisch als Modetrend und als ein Option für Frauen unter vielen abgefeiert wurde.

Wie weltanschaulich verludert muss man sein? Ich würde die Verantwortlichen hochkant rauswerfen.

Ich hatte schon am 14.02.2020 geschrieben, dass kein ernst zu zu nehmender Journalist höhere Wesen verehren sollte.

Islam

Innere Front

Die Mehrheit der Deutschtürken wählt Erdogan. Das heißt: Das gesamte Milieu ist so antisemitisch verseucht wie die völkische so genannte „Linke“.

In einem Fratzenbuch-Forum las ich übrigens sinngemäß:

Die Dänen haben etwas getan, das in Teilen Europas inzwischen als revolutionär gilt: Sie haben aufgehört, Probleme zu diskutieren, und angefangen, sie zu lösen.

Das Ergebnis ist bemerkenswert. Die Zuwanderung aus problematischen Herkunftsländern ist drastisch gesunken. Und Däne zu werden ist heute kein bequemer Verwaltungsvorgang mehr, sondern setzt voraus, dass man tatsächlich Teil der dänischen Gesellschaft werden will.

Parallelgesellschaften? Unerwünscht. Entstehen sie dennoch, werden sie zurückgebaut – notfalls mit dem Abriss ganzer Wohnkomplexe. Das kostet Geld. Aber deutlich weniger als die dauerhafte Finanzierung von Ghettos, Kriminalität und sozialer Desintegration.

Wer in Dänemark leben, Rechte genießen und Sozialleistungen beziehen will, hat sich an die Regeln des Landes zu halten. Ohne kulturelle Sonderwege, religiöse Ausnahmen oder identitätspolitische Rabattmarken. Die Botschaft ist simpel:

Dänemark. Dänische Regeln.

Und wer meint, die Normen des Gastlandes müssten hinter den eigenen Überzeugungen zurückstehen, dem wird höflich erklärt, dass die Welt groß und die Ausreise jederzeit möglich ist.

Auch bei Straftätern verzichtet Kopenhagen auf sozialpädagogische Romantik. Wer schwer kriminell wird, verliert das Privileg, auf Kosten der Steuerzahler skandinavische Fürsorge zu genießen. Strafe absitzen, ausreisen, fertig.

Die eigentliche Überraschung lautet daher: Es funktioniert.

Man kann die Interessen der eigenen Bürger verteidigen, öffentliche Sicherheit durchsetzen und kulturellen Zusammenhalt bewahren, ohne ständig neue Gipfel, Kommissionen, Expertenräte oder Arbeitsgruppen einzusetzen.

Während andere Länder Milliarden für die Folgen ihrer Politik ausgeben, bekämpfen die Dänen die Ursachen. Deshalb wirkt Dänemark heute auf viele Europäer wie der einzige Mensch im Raum, der das Fenster schließt, statt endlos über den Luftzug zu debattieren.

Die Frage ist unbeantwortet: Warum geht das in Deutschland nicht?

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