Ragequitten

Neues Wort (Jargon) gelernt: ragequitten. Das Wort nutzt eine interessante Eigenart des Deutschen, einfach zwei Wörter zu kombinieren, und das Resultat bedeutet dann etwas Neues. Im Jargon werden hier englische Wörter „deutsch“ verknüpft. Wenn also die des gehobenen Deutschen kundigen Leserinnen und die sprachgewandten Leser hier kommentierend herumzicken, werde ich dann ragequitten. Ischwör Wallah!

Queerbeet

Neue Zürcher Zeitung: „Grüsse von der Gender-Front – Wie macht man sich zum Feind der queeren Szene? Indem man sich gegen deren Betroffenheitskult stellt.“

Na gut. Ein paar interessante Argumente. (Es gibt übrigens auch Linksradikale wie mich, die Sprachesoterik kritisieren!) Wenn man jedoch so herumschwurbelt wie die Autorin Caroline A. Sosat und gegen alle Regeln der Verständlichkeit verstößt, ist das tpyische akademische Arroganz. Es kann mir doch niemand behaupten, man könne keinen Satz bilden ohne Nomen, die auf -ung enden?

Nun problematisieren feministische und LGBT-Aktivistinnen und -Aktivisten gemeinsam queere Politik, die subjektive Erfahrungen von Diskriminierung ins Zentrum stellt und die momentan als Stichwortgeberin für alle zeitgenössischen pädagogischen und sozialwissenschaftlichen Diskurse dient. Sie kritisieren die in dieser Denkform angelegte Idealisierung von Benachteiligung als kulturelle und schützenswerte Eigenart.

Bitte übersetzen Sie das ins Deutsche! Einmal ein Verb mit -ieren (verboten), drei mal -ung (verboten), mehrere Wörter mit mehr als fünf, eines sogar mit acht Silben. Meine armen Studenten, die sich damit werden plagen müssen!

Surroundings News

meedia

Screenshot: meedia.de. Man kann eine Website auch so unprofessionell zusammenstückeln, dass nicht jedes Ausgabegerät sie korrekt anzeigt. Das nennt man „nicht barrierefrei“. Der Webdesignerpappnasenfaktor ist hier hoch.

Vorsicht! Ein schwarzer Schimmel sprengt auf uns ein! Werbefuzzys können kein verständliches Deutsch! Wie meinen? Wie, wenn nicht die? Der Kunde soll nicht verstehen, was die hinausposaunen?

These dazu: Die Werbebranche befleißigt sich eines denglischen Jargons, a) um sich arrogant vom gemeinen Volk abzugrenzen, b) um sich in der peer group wohlzufühlen – Gruppendynamik usw., c) weil die Leute, die meinen, so herumschwurbeln zu müssen, dumm und faul sind. Verständlich zu schreiben ist anstrengend und ein Handwerk, das man lernen muss. Die Kunst, sich mit einem Text in den Köpfen der Leser einzunisten, fällt nicht vom Baum: Man muss es üben, üben, üben, und man muss Regeln beachten.

1. Regel: Leser erwarten das handelnde Subjekt weit vorn im Satz. Ross und Reiter sollen sich also nicht im Gebüsch oder am Satzende verstecken. Leider lädt die komplizierte und archaische Grammatik des Deutschen dazu ein:
Wenn Nicolas Fromm, Geschäftsleiter Digital der Zeitungshäuser NOZ Medien und mh:n Medien, über Hamburg als Digitalstandort für Medienhäuser spricht, findet er klare Vorzüge: blabla

Nach 19 (!) Wörtern tut Herr Fromm etwas – er spricht. Wer hätte das gedacht? Warum hüllte er sich vorher in Schweigen – um seinen zahllosen Titeln zuzusehen, die Branding, ick hör dir trapsen endlos lange vorbeihoppeln? (Was ist ein „Geschäftsführer digital“ – gibt es ihn nur in Pixelform?) Dann – wir bersten vor Spannung – findet er im nächsten Wort Vorzüge. Stimmt aber gar nicht, weil er sie – wetten, dass? – gar nicht gesucht hat. Der Autor Gregory Lipinski hat nur das erstbeste schwache Verb gegriffen, das nicht schnell genug auf dem Baum war.

Entweder: Fromm zieht Hamburg gegenüber anderen Städten vor. Danach wollen wir wissen, warum.
„Hamburg verfügt über eine große Startup-Szene. Die Elbmetrolople ist für uns ideal, geeignete Digitalexperten zu finden“, sagt der Geschäftsmann.

Wie albern ist das denn? Er sagt es. Aber das wissen wir doch schon, weil der Autor ihn zitierte! Wer sucht, der findet, und dann sagt er es. Wenn schon der bescheuerte Verlegenheitstitel „Geschäftsmann“, dann sollte der ganz vorn stehen; das enthebt uns der lästigen Pflicht, die im ersten Satz unterzubringen und die Leser damit auf die Folter zu spannen.

Also: Der Geschäftsmann Nicolas Fromm zieht Hamburg gegenüber anderen Städten vor: Dort gebe es eine große Startup-Szene, und man finde leicht geeignete Digitalexperten (was auch immer das sei). Fromm ist… (blabla). Die Leser zucken natürlich beim Konditional, den die indirekte Rede erfordert, zusammen. Daher ist ein Zitat besser.
Der Geschäftsmann Nicolas Fromm zieht Hamburg gegenüber anderen Städten vor: Hamburg hat („verfügt“ ist Geschwurbel) eine große Startup-Szene. Die Elbmetropole ist für uns ideal, geeignete Digitalexperten zu finden.“ Ich mäkele noch an „Elbmetropole“ herum – eine völlig abgedroschene Metapher: Berlin: Spreemetropole. Kairo: Nilmetropole. Moskau: Moskwa-Metropole. Holzwickede: Emscher-Metropole (SCNR).

Die Äußerung kommt nicht von ungefähr.
Tut mir leid, Wörter mit ung sind fast ausnahmslos verboten. Außerdem tut die Äußerung nichts; sie kommt nicht, auch nicht aus dem Ungefähren.

Dass die NOZ-Gechäftsführung mit Axel Gleie und Joachim Lieber gerade die Hansestadt ausgewählt hat, ist auch geographisch bedingt.
Ich zeige mit verquollenen Augen auf Regel Eins: Wer tut was? Ach so: niemand? Dass müssen wir jetzt investigativ recherchieren. Wir haben eine Geschäftsführungungungung und zwei Mal einen Menschen. Die Menschen, die einen Titel haben (vermutlich: Geschäfsführer), suchten etwas aus. Warum versteckt der Autor das in einem Nebensatz? Falsch.

Regel 2: Das zentrale Verb gehört in einen Hauptsatz. Unwichtiges gehört in Nebensätze.

„Wir hoffen, dass die Mitarbeiter Anfang nächsten Jahres das Büro beziehen und wir schon im ersten Quartal operativ tätig sind“, betont Fromm.
Hoffen. Beziehen. Tätig sein. Das vergleichen wir jetzt mit Friedrich Schiller: Glühn, krachen, stürzen, klirren, jammern, irren, wimmern rennet, rettet, flüchtet. Starke, alte, kurze Verben treiben einen Satz voran wie mit einer Peitsche. Das fesselt die Leser. Oder Heinrich von Kleist, wahrlich ein dynamisches Meisterstück: Reihte man nur die Verben aneinander, verstünde man, was geschehen ist.

Das reicht jetzt. Ach ja, der Titel: Was sind „ambient news“? Ein Synonym für „ambient“ ist „surrounding“. Das verstehe ich aber immer noch nicht.

Wenn unbequeme Bücher verschwinden

Eine Zensur findet nicht statt. Ich muss einen Autor verlinken, dessen politische Meinung ich nicht kenne, nicht kennen will und vermutlich auch nicht teile (wenn ich über sein Buch lese: alles Bullshit!). Auch seine Sprache ist grauenhaft. Trotzdem muss ich es tun. Die medienkompetenten Leserinnen und wissenden Leser können mich notfalls erleuchten.

Wer die Meinungsfreiheit erst dann verteidigt, wenn die eigene Meinung unter Feuer kommt, der wird sie wahrscheinlich verlieren. Die Manipulation der Bestsellerliste, wie vom Spiegel im Sommer diesen Jahres vorgeführt, oder die Manipulation eines Regals in einer Buchhandlung, das die Bestsellerliste abbilden soll, sind Schritte auf dem Weg zur Zensur und teilen mit dieser die illiberale Geisteshaltung. Wenn Linke diese Schritte erst dann kritisieren, wenn linke Bücher solchen „Säuberungen“ zum Opfer fallen, begeben sie sich meiner Ansicht nach auf einen gefährlichen Weg. Darauf wollte ich mit meinem Artikel hinweisen. Weder bin ich ein Anhänger der AfD, noch ein Freund des Buches von Thorsten Schulte oder ihm selbst. Offenbar sind die Polarisierung der Meinungen und der Feindbildaufbau inzwischen allerdings soweit fortgeschritten, dass solche Differenzierungen nicht mehr möglich sind. Das bedaure ich – und ich bedaure es besonders für die NachDenkSeiten. Wo intellektuelle Redlichkeit unter dem „Sturm“ von zehn oder zwanzig kritischen Leserkommentaren die Segel streicht, werden zukünftige Debatten schwer werden.

Autorisierte objektive Fake-News, Jenny Stern!

leere

Foto: Die Einsamkeit des Dozenten, wenn er zehn Minuten zu früh zur Vorlesung kommt…

Geschätzte Kollegin Jenny Stern vom „Bayerischen Rundfunk“! Natürlich ist ein alter Mann froh, wenn die Ratschläge und Tipps journalistischer Art, die man meinte, im Allgemeinen und Besonderen jederzeit und allüberall geben zu müssen, auch von den Nachgeborenen positiv angenommen werden. Der „Tagesschau“-Klon „Faktenfinder“ offeriert uns einen gar löblichen Artikel mit dem Titel „Wann darf ein Journalist seine Meinung sagen?“ (Man jauchzt und frohlocket so ganz nebenbei, da es sogar bei einer so genannten „öffentlich-rechtlichen“ Anstalt ganz unerwartet möglich scheint, ohne gendrifiziertes Schreiben auszukommen.) Außerdem lernen bzw. wiederholen wir alle gemeinsam, was an „journalistischen Darstellungsformen“ so herumfleucht, als da wären die objektive und meinungsfreie Nachricht, die schon Pontius Pilatus schätzte, dazu „meinungsäußerende Darstellungsformen“ wie der Kommentar oder die Glosse sowie Bastarde wie das Feature. Volui dicere: Genau das bringe ich meinen Studenten auch bei.

Ich hätte gern auf das Angebot der „Tagesschau“ verwiesen, wenn ich nicht etwas zu mäkeln hätte, so sehr, dass ich – mit Verlaub, geschätzte junge Kollegin! – das Geschwurbel beinahe als Beispiel dafür präsentiert hätte, wie man es gerade nicht machen soll. Deutsch des Grauens vom Feinsten! Es wimmelt vor Nomen (ung, ung, ung, ung – als hätte Katja Kipping den Text verfasst) und Funktionsverben, die Journalisten, falls sie dem Volke dienen wollen (sorry, altes KSV-Sprech), tunlichst vermeiden.

Ich bin versucht, den pathetisch dahinholpernden Satz „die strikte Trennung in informierende und meinungsäußernde Darstellungsformen ist oberstes Gebot im Journalismus“ zu erweitern: Verständlich zu schreiben ist oberstes Gebot im Journalismus, noch vor der Regel, man solle Information und Kommentar strikt trennen. Wenn man nicht verstanden wird, nützt der Rest rein gar nichts.

Mal im Ernst, liebe Kollegin, wir glauben doch nicht, was wir da behaupten? Objektiv? Was soll denn das sein, mal abgesehen von mathematischen Formeln? Uwe Krüger zum Beispiel behauptet in seinem Buch Meinungsmacht – Der Einfluss von Eliten auf Leitmedien und Alpha-Journalisten, dass die Mehrheit der Journaille die Sicht der herrschenden Klasse übernehme. Ich gebe zu, dass bei der „Tagesschau“ und beim Bayerischen Rundfunk sowieso der hässliche Begriff „herrschende Klasse“ vermutlich verpönt, wenn nicht gar verboten ist im Sinne der freiwilligen Selbstzensur, dennoch ist er wahr und gut und trifft die Realität wie ein Dartpfeil die Scheibe.

Daher nannte man in grauer Vorzeit so etwas wie die „Tagesschau“ und andere Meinstream-Medien „bürgerliche Presse“. Ein schönes Wort, entlarvt es doch die statistisch, gar wissenschaftlich fundierte These, dass Journalisten fast nie aus der Arbeiterklasse stammen, sondern das Proletariat verachten, eben wie es die Linke auch tut (vgl. Christian Baron: „Proleten, Pöbel, Parasiten: Warum die Linken die Arbeiter verachten). Nicht nur das: Sie machen ihnen sprachpolizeiliche Benimmvorschriften, schelten die Arbeiter, weil sie nicht politisch korrekt wählten und wollen mit ihnen nichts zu tun haben.

Nichts ist objektiv, und Journalisten zu allerletzt. Sie tun nur so.

Nehmen wir „schlussendlich“ (ein beliebtes Wort im Furz- und Blähdeutschen), Jenny Stern, den Abschnitt über das Interview. „Das Gesagte wird dabei genau wiedergegeben und vor der Veröffentlichung häufig vom Interviewpartner ‚autorisiert‘: Das ist, wieder mit Verlaub, gequirlte Kuhkacke und gelogen dazu. Der Guardian macht sich deshalb über deutsche Journalisten lustig und schickt noch Häme hinterher: Diese spielten das Spiel der Politiker mit. Mit Journalismus hat es also nichts zu tun, wenn man Interview „autorisieren“ lässt, eher mit Dummheit und Autoritätshörigkeit. Das ist bei der „Tagesschau“ und anderen Faktenfindern nicht bekannt? Und so etwas soll ich meinen Studentinnen (ich hatte in diesem Semester nur Frauen) empfehlen? Ein höheres Wesen bewahre mich davor.

Unter uns Sprachprofis

ja wie denn nunNeulich bekam ich Ja wie denn nun? Der Sprachratgeber für Textprofis geschenkt. Unter uns Sprachprofis: Ein Profi, der Deutsch beherrscht wie Jimi Hendrix die Gitarre, braucht selbstredend keine Bücher mehr. Er weiß schon alles oder schreibt selbst. Aber man lässt sich ja [überflüssiges Füllwort] gern unterhalten.

Froh gestimmt begann ich zu blättern. Da sprang, ja stieß mir ein Name in die Augen. Prof. Dr. Frank Überall, Vorsitzender des Deutschen Journalisten-Verbandes, hat die Einleitung verfasst. Mein großer Vorsitzender versucht sich am Deutschen?! Da müssen wir näher hinschauen.

Zum Handwerk des professionellen Textens gehört vor allem die Beherrschung einer korrekten Sprache.

Hört! Hört! Zum Dichten und Denken gehört auch, dass man Geschwurbel vermeidet. Ich habe meinen Studenten klare Regeln für ihre Hausarbeiten vorgegeben. Ich sage es gern klar und angenehm, was erstens, zweitens, drittens käm. Ich will kein Wort sehen, dass mit -ung endet. Punktum. Es geht immer besser, verständlicher, interessanter und eleganter als im bürokratischen Nominalstil à la Katja Kipping.

Merke: Alle Wörter mit UNG, KEIT, ION und ISMUS sind des Gefasels verdächtig und sind nicht (in Worten: überhaupt nicht) erlaubt. Das gilt auch für Verben mit IEREN.

Geschätzter Kollege Professor und Doktor Überall, wir texten also zukünftig wie folgt: Wer professionell schreibt, muss vor allem die Sprache beherrschen.

Das klingt aber leider, als hätten wir einen Schimmel ziemlich hell angestrichen. Gemeint ist: Wer sich kühn daran macht, verständlich und gut schreiben zu wollen, muss zuvörderst die Sprache beherrschen, obzwar letzteres Verb genderpolitisch des Unkorrekten verdächtig ist. Dialektisch-logisch ist also das Beherrschen eine Teilmenge des professionellen Textens. Der Advocatus Diaboli zweifelte natürlich an, dass noch mehr dazu gehöre, sondern würfe ein: Wer perfekt die Sprache beherrscht, kann eh schon genauso gut schreiben. Er müsste also rein gar nichts tun. Wir wollen außerdem nicht die unkorrekte Sprache beherrschen, was mindestens Professor Überall verhüte, sondern die korrekte. Wie meinen? Der Schimmel ist jetzt nicht nur hell, sondern strahlt in Weiß?

Zum Handwerk des Schreibens gehört – wer hätte das gedacht? -, die Sprache zu beherrschen. Texten schreiben wir nicht, weil das ein nur schwaches Verb ist. Wir lieben es hingegen stark, das klingt immer besser.

Es ist stets ein Genuss, gut geschriebene Ausführungen zu lesen oder ihnen bei einem guten Vortrag zuzuhören.

Ausführungen? Ist das eine Art Gassi gehen mit Wörtern? Ich führe den Sprachdackel aus und durchführe ihn, womöglich durch eine dunkle Gasse? Verboten, Professor Überall, erstens wegen des UNGs, zweitens wegen des Geschwurbels, und drittens weil ein Nomen schlechter als ein Verb klingt. Das wissen wir schon seit Heinrich von Kleist, der 1810 besseres Deutsch schrieb als alle Funktionäre des DJV zusammen. Ich wette, dass in dessen gesammelten Werken kein einziges Mal von „Ausführungen“ die Rede ist.

Gerade für Journalistinnen und Journalisten sowie für seriöse Bloggerinnen und Blogger ist es wichtiger denn je (bla bla)

Was wäre, wenn unseriöse Blogger sich auf das berühmte Urteil des Bundesverfassungsgerichts beriefen und behaupteten, sie seien auch Journalisten, da die Definition von „Presse“ seitens des höchsten deutschen Gerichts auch auf sie zuträfe? Oder, wieder die Attitude des Advocatus Diaboli imitierend -: Gerade für die, die nichts zu sagen haben, ist es wichtig, interessant zu schreiben, um den Mangel an Inhalt zu verdecken. Ach so? Das ist auch nicht gemeint?

Ich bin auch gegen gendrifiziertes [das Wort habe ich soeben erfunden] Schreiben, weil das die Sätze schwerfällig dahinstolpern lässt und außerdem den Autor unverzüglich in ein bestimmtes sprachesoterisches Milieu stößt. Journalisten sollten aber diskret sein und das, was sie denken, verbergen. Just saying. Vielen Dank übrigens an meine Studentinnen (mit kleinem i), die sich dem Gendersprech allesamt verweigern, ohne dass ich hätte a priori intervenieren müssen.

Sprache gehört zu unserer Kultur, und korrekte Sprachanwendung trägt dazu bei, dass öffentliche Kommunikation gelingen kann.

Sprachanwendung. Wieso muss ich jetzt an Hautcreme denken? Und wieso höre ich das Echo vor der Eiger Nordwand jodeln: UNG UNG UNG?

Aus Beziehungsdiskussionen (nicht zufällig lugen hier ein UNG und ein ION hervor und machen das Wort an sich so hässlich wie das, was gemeint ist) wissen wir, dass auch die private Kommunikation misslingen kann. Reden ist schwer, und Schreiben auch. Was aber verstehen wir unter „gelingen“ und gar dem öffentlichen Gelingen? Dass der Empfänger der Botschaft sie so versteht, wie der Absender sie abgeschickt hat?

Nur wenn richtige und präzise Wörter gewählt werden, tragen sie zum gesellschaftlichen Diskurs wirkungsvoll bei.

Zu Risiken und Nebenwirkungen sinnfreien Geschwafels im herrschaftsfreien Klassenkampf studieren Sie die Worte des Vorsitzenden Professor Doktor Frank Überall.

Ganz kleine Verwüstungen

verwüstungen

Liebe Kollegen von Spiegel online, ich bedaure, dass ich schon wieder etwas anzumerken habe. Wolf Schneider schrieb in Deutsch für Profis schon 1984 sinngemäß: „In Wüste verwandeln“ sei ein Superlativ, den keine Fantasie übersteuern könne. „Schwere Verwüstungen“ seien so sinnvoll wie „starke“ Orkane oder „ziemliche“ Katastrophen.

Was würde Wolf Schneider gar zu Eurem Supersuperlativ „schwerste Verwüstungen“ sagen? Vermutlich verschlüge es ihm die Sprache. Darauf muss man ja erst einmal kommen.

„Für Verwüstungen sorgen“ oder dieselben „anrichten“ seien außerdem Streckverben. „Verwüsten“, in welcher Zeit auch immer, beschriebe das, was geschah, ausreichend. Ich füge hinzu: Man richtet einen Schaden oder ein Dinner an, der Hurrikan richtet gar nichts an. Er verwüstet halt.

„Verwüstung“ gestattet übrigens keinen Plural, genau so wenig wie Versandung, Vermehrung oder Verehrung. Oder sollte der Hurrikan jetzt in Florida mehrere Verwüstungen angerichtet haben?

„Das Spreizwort ’schwere Verwüstungen anrichten‘ ist ein in Großauflage gedrucktes Etikett für einen gehobenen Versicherungsfall, das in den Köpfen etlicher Journalisten zweieinhalb leichte Verwüstungen angerichtet hat.“

Das Ende ist nahe!

FAZ – Natur und Wissenschaft: „An diesem Montag werden viele Amerikaner Zeugen eines Spektakels: totale Sonnenfinsternis. Die Himmelserscheinung ist Anlass für Spekulationen: Deutet sie auf Donald Trumps Aufstieg oder Ende hin?“ #vollpfostenjournalismus

Burks.leicht

wortsalat

„Auf der Internet-Seite von der taz gibt es jetzt Texte in Leichter Sprache zur Bundestags-Wahl. Das Angebot heißt taz.leicht.“

Journalisten, die kein verständliches Deutsch schreiben können, haben ihren Beruf verfehlt. Einer „leichten Sprache“ bedarf es nicht.

„Auf der Website der Taz“ klingt übrigens besser. Der Dativ ist dem usw.. Und was soll ein Punkt inmitten eines Wortes? Ist das leichtes Werbesprech?

Duckmäuseriche

duckmäuse

Es heißt Duckmäuser, Heise. männlich, nicht gegendert.

It’s the economy. revisited

Bernd Stegemann im „Neuen Deutschland“:
Der blinde Fleck der Identitätspolitik ist ihr fehlendes Klassenbewusstsein. In der Ökonomie geht es nie um Moral, immer um Interessen. Wer aber keine Klassen kennt, muss auf moralische Kategorien zurückgreifen. (…)

Als Trump ankündigte, die Arbeitsvisa für die USA restriktiver zu bewilligen, ging ein Aufschrei von den Internetkonzernen in Kalifornien aus. Die Wahrheit ist doch, dass die Arbeitsvisa vor allem dazu gebraucht werden, um hochqualifizierte, aber billige Programmierer ins Land zu holen, die die US-Amerikaner arbeitslos machen und deren Dumpinglöhne die Gewinne der Aktionäre steigen lassen. Hinter der moralischen Panik vor Rassismus verstecken sich also die Interessen des Kapitals, das einen Lohnkampf führt, indem es den Arbeitsmarkt globalisiert. Linke machen sich dabei selbst zu Kollaborateuren. Durch die einseitige Fokussierung auf die Fragen von Race und Gender ist der Diskurs erblindet für die Ausgrenzungen, die aus den Eigentumsverhältnissen resultieren.

Wohl wahr. Das ist fast wörtlich Eribon. Ich habe da aber noch ein paar Fragen. Warum sagt das ein Dramaturg – und nicht ein Politiker der „Linken“? Warum übersetzt eine Zeitung wie das ND das Geschwurbel – so richtig und wahr es sein mag – nicht ins Deutsche? Will man, dass das arbeitende Volk den Text nicht liest?

Identitätspolitik – was war das noch mal gleich? Focussierung? Geht es vielleicht auch ohne Ungs? Nein? Der Diskurs erblindet? Nein, tut er gar nicht. Und wer grenzt wen wohin aus? Aus den Eigentumsverhältnissen resultieren? Geht’s noch?

„Wenn wir etwas mit Mühe lesen, ist der Autor gescheitert.“ (Jorge Luis Borges)

Ich verkontrolliere das!

Journalisten, die das deutsche Wort „melden“ in Bläh- und Furzdeutsch verwandeln („vermelden“ ist Niederländisch), müssen zukünftig „Deutsch für Profis“ auswendiglernen. Ich kontrolliere das!

Ich denke gerade über die SPD nach

Heißt es in kleinbürgerlichem Neusprech à la taz eigentlich „ArbeiterverräterInnen“? Oder „ArbeiterInnenverräter“? Oder „ArbeiterInnenverräterInnen“?

Charaktermasken oder: Soko Nafri und Soko Casablanca

nafri

Source: Entschließungsantrag der Fraktion der FDP, Landtag Nordrhein-Westfalen, Drucksache 16/10731, 14.01.2016 (!)

Dummerweise las ich beim Frühstück eine Zeitung (online). Das verdarb meine Laune ein wenig.

In Berlin löst man gerade die dringendsten Probleme der Stadt. Ich meine übrigens, dass man Toiletten für alle einrichten sollte und nicht für verschiedene Geschlechter. Ich halte es auch mit Karl May, der meinte, dass böse Taten unter dem Einfluss von Alkohol oder anderer Macken härter bestraft werden sollten und nicht milder. (Das kommt davon, wenn man als Kind die falschen Bücher liest.)

Wer noch nicht wusste, was schleimiger Opportunismus ist und welche Mentalität die meisten Politiker haben, der kann sich das fast live anschauen. Das gilt auch für Revolutionäre (natürlich nicht für Fidel. RIP). Charaktermasken eben.

Wenn Kinder nicht zur Schule kommen, setzen einige Döspaddel in der Hauptstadt offenbar auf Habermas. Funktioniert aber nicht. Es muss doch möglich sein, Eltern zu zwingen, ihre Kinder zur Schule zu schicken? „Was nach Law-and-Order klingt, ist nichts anderes als die logische Konsequenz aus der Beobachtung, dass selbst Bataillone von Sozialarbeitern, Lehrern und Lesepaten an ihre Grenzen stoßen, wenn sie es mit Familien zu tun haben, die ihre Schuldistanz bereits in der zweiten oder dritten Generationen pflegen.“ Yesssss. (Abgesehen vom Deutsch des Grauens: „Schuldistanz pflegen“. Aha. Tot sein heißt jetzt: Lebensdistanz pflegen.)

Manchmal werde ich einfach wütend, wenn ich Kurzberichte lese. Ich wüsste gern mehr (der Version der Polizei ist etwa anders, sagt aber auch nichts aus). Was hätte ich gemacht? Bei dreien hätte ich, wette ich.

Die Kölner Polizei hat erklärt, was für sie „Nafri“ ist. Es gibt ja schon seit rund einem Jahr eine gleichnamige Sonderkommission. In Düsseldorf heisst die „SoKo Casablanca“.

„Polizeisprecher Thomas Held erläuterte, die Polizei habe in der Silvesternacht Passanten nicht allein nach ihrer mutmaßlichen Herkunft kontrolliert. ‚Bei den Kontrollen haben die Beamten verschiedene Kriterien berücksichtigt‘, sagte Held dem Tagesspiegel. Entscheidend sei nicht allein das Aussehen gewesen, sondern auch das Verhalten von Personen: ‚Handelt es sich um eine Gruppe, die sich dynamisch oder sogar aggressiv bewegt? Wie ist die Stimmung in der Gruppe?‘ Vergleichbar sei dies beispielsweise mit der Situation vor Fußballspielen, wenn größere Fangruppen anreisten.“ Und jetzt kommt mal wieder von den Palmen runter.

Übrigens: Es gibt auch Ofris und Drittis.

Unter Ruchlosen

verdächtige

Fahndungsfoto der Berliner Polizei: Die jungen Männer, die verdächtig sind, einen Obdachlosen angezündet zu haben.

„Denn eine Arbeiterkindheit auf der Straße oder in Armenvierteln blieb für das Reformbürgertum ein Schreckbild, die anarchische Brutstätte ruchloser Jungen und sittenloser Mädchen.“ (Eribon: Rückkehr nach Reims, S. 33)

„Kleine und mittelschwere Straftaten waren im Viertel die Regel, sie waren eine Art Volkssport, ein unbeugsamer Widerstand gegen die Gesetze eines Staates, den man im Alltag nur als das allgegenwärtige Machtmittel des Klassenfeindes erlebte.“ (ebd., S. 36)

Argumente gegen irgendetwas sind bekanntlich nutzlos. Auch das Aufrechnen von Straften, etwa derer von Nazis an Obdachlosen gegenüber denen von Einwanderern. Mich ärgert nur das hilflose Herumgeiere vieler Medien zum Thema.

Zum Beispiel schreibt Eberhard Seidel: „War es richtig, die Herkunft der Täter, die einen Obdachlosen anzünden wollten, zu nennen? Ich denke, ja. Für mich war es sehr wichtig, zu erfahren, dass es sich bei den mutmaßlichen Tätern um jugendliche Geflüchtete handelt. Berlin tut gut daran, sich intensiv mit der psychischen Verfassung und ideologischen Orientierung dieser aus einem Bürgerkriegsgebiet geflohenen Jugendlichen zu beschäftigen, um die geeigneten präventiven Maßnahmen zu entwickeln, die notwendig sind, Prozesse der Verrohung erst gar nicht zuzulassen. Egal ob wir über Präventionskonzepte gegen Rechtsextremismus, Salafismus oder einfach nur jugendliche Gewalt sprechen – sie können nur dann erfolgreich sein, wenn wir offen über individuelle Hintergründe und gesellschaftliche Zusammenhänge sprechen.“

Die Sprache ist verräterisch, Deutsch des Grauens vom Feinsten und kein Zufall: „Für mich ist es wichtig“ VerfassUNG OrientierUNG präventiven Maßnahmen Prozesse VerrohUNG Präventionskonzepte […]ismus […]ismus Hintergründe gesellschaftliche Zusammenhänge. Das ist einfach alles Gefasel. Ich lehne übrigens das affirmative Schaumsprech „Geflüchtete“ in allen seinen Varianten sowieso ab: Der Begriff „Einwanderer“ beschreibt die Realität treffend und heuchelt erst gar nicht, die Motive der Befreffenden zu beurteilen, was Unfug ist und sinnlos.

Einige junge und männliche Einwanderer aus einem Bürgerkriegsgebiet sind offenbar „verroht“. Das Kriterium ist aber keins, sonder ein jeweils klassenspezifisches Verdikt (ja, ich kann auch so schreiben, dass mich niemand versteht). Das meint: Die Bösen sind immer die anderen: „Die Experten in hochkomplexen Systemen sind dafür da, einem Milieu einleuchtend zu erklären, daß das Böse aus dem jeweils anderen Milieu stammt. Die Experten weisen Schuld zu und aktivieren und entlasten das Milieu, das jeweils bezahlt.“

Da ich mich selbstredend zu einem Experten erkläre, weise ich hiermit der Kleinbourgeoisie Mittelschicht die Schuld zu. Der Kerle auf dem Fahndungsfoto sehen so aus: Gut gekleidet, eine bescheuerte Frisuren (Verzeihung, bei „Undercut“ denke ich immer an Uppercut, den ich demjenigen versetzen möchte), und sie lachen, vermutlich weil sie jemanden sehen, der nicht den Normen ihrer sozialen Schicht entspricht, eben ein besoffener Obachlose zum Beispiel. Bei diesem „hierarchischen Lachen“ fällt mir natürlich immer Elias Canetti ein – Lachen ist eine Agression, die man sich versagt:
Das Lachen ist als vulgär beanstandet worden, weil man dabei den Mund weit öffnet und die Zähne entblößt. Gewiß enthält das Lachen in seinem Ursprung die Freude an einer Beute oder Speise, die einem als sicher erscheint. Ein Mensch, der fällt, erinnert an ein Tier, auf das man aus war und das man selber zu Fall gebracht hat. Jeder Sturz, der Lachen erregt, erinnert an die Hilflosigkeit des Gestürzten; man könnte es, wenn man wollte, als Beute behandeln. Man würde nicht lachen, wenn man in der Reihe der geschilderten Vorgänge weitergehen und sich’s wirklich einverleiben würde. Man lacht, anstatt es zu essen. Die entgangene Speise ist es, die zum Lachen reizt; das plötzliche Gefühl der Überlegenheit, wie schon Hobbes gesagt hat … Es scheint, daß die Bewegungen, die vom Zwerchfell ausgehen und fürs Lachen charakteristisch sind, eine Reihe von inneren Schlingbewegungen des Leibes zusammenfassend ersetzen.

Ich wette, dass es in der Gruppe der oben Gezeigten einen oder zwei Meinungsführer gibt und die anderen das tun und meinen, was die machen und laut denken. Der Homo sapiens ist ein Opportunist, der auf die Peer group hört – und nicht auf die Medien. Die Herren kommen auch garantiert nicht aus den unteren und armen Schichten Syriens und Libyens („in Libyen geboren“ als „Herkunft“ erzeugt bei mir die reflexhafte Frage: Ach so, also vermutlich ein Berber?).

Die (leider verstorbene) Birgit Rommelspacher hat Gewalt gegen die da unten, wenn die von „Rechtsextremisten“ (pdf) verübt wird, genau beschrieben (und gegen den Mainstream): Gewalt als subkulturelle Lebensform, der man mit Moral nicht beikommt, Gewalt gegen Schwächere, die gefahrlos ist (- mein Kampfsportlehrer sagte über die Bösen: Die legen sich nie mit jemandem an, der ein Gegner sein könnte). Im Gegensatz zu einigen Thesen Rommelspachers glaube ich aber, dass die Mittelklassen empfänglicher für den „Hass“ nach unten („Klassismus„) sind. Das lehren schon die Wahlergebnisse der Weimarer Republik.

Meine These, die ich durch nichts begründen kann: Arme Einwanderer begehen vielleicht eher kleinkriminelle Handlungen, wie sie Eribon als typisch für das traditionelle Arbeitermilieu schildert. Das unterscheidet sie gar nicht so sehr von „eingeborenen“ Deutschen. Obdachlosigkeit wird aber besonders in den Gesellschaften und von den Klassen geächtet, die „Leistung“ als Lebenssinn propagieren.
Protestantische Nützlichkeitsethik und Merkantilismus als Wirtschaftssystem begründeten eine gesellschaftliche Moral, in der sich die menschliche Ehre vor allem auf Leistung, materiellen Verdienst, den eigenen Beitrag zur Finanzierung des Staates bezog. Die hierarchisch geprägte Gesellschaft mit unterschiedlichen Klassen sah Arme ohne Erwerbstätigkeit als Plage und zunehmend auch als Asoziale, die umerzogen werden müssten. Zuchthäuser wurden eingeführt, in denen Vagabunden Zwangsarbeit zur Besserung leisten mussten.

Die jungen Männer auf dem Fahndungsfoto verhalten sich also schon systemkonform, nur dass sie die ekelhafte, heuchelnde und nur punktuelle Empathie der deutschen Mittelschichten noch nicht imitieren.

Wer uns nicht versteht, ist dumm

Telepolis: „Beobachtungen zum schwierigen Verhältnis zwischen Linken und dem „gemeinen Volk“ am Beispiel der taz“. – „Soziale Probleme werden erst interessant, wenn sie Frauen, Menschen mit Migrationshintergrund oder LSBTTIQ betreffen. (…) Wenn so manche Menschen, nicht nur aus der Unterschicht, mit den Grabenkämpfen zwischen linken Splittergruppen nichts anfangen können, kommen dafür zwei Gründe in Frage: Entweder sie sind zu dumm dafür oder sie haben einfach andere Probleme, etwa wo das Geld für die nächste Miete oder die Stromrechnung herkommt.“

Meine Rede. Und wer Wörter wie „Migrationshintergrund“ und „queer“ benutzt, die zum Beispiel ältere Menschen gar nicht verstehen, ist auch doof.

Finde den Fehler!

Genitiv

Unter Elektoren

Die Neue Zürcher Zeitung schreibt: Noch ist Donald Trump nicht zum Präsidenten gewählt – formal werden dies erst die Elektoren tun.“

Ich habe dort kommentiert: „Elektoren? Neues deutsches Wort? Oder ein Begriff, der die Arbeiterklasse davon abhalten soll, den Artikel zu lesen?“

Die soziale Abfederung des Personalabbaus

Horizont.net („Zeitung für Marketing, Werbung und Medien“): „die soziale Abfederung des Personalabbaus ist nachjustiert worden“. Das ist Neusprech vom Feinsten und Deutsch des Grauens sowieso.

Winnetou, der Indigenen-Häuptling

Oh, in den Mainstream-Medien heißt es jetzt nicht mehr Indianerreservat, sondern Reservate für Indigene. Synonyme: primitive, aboriginal, native, autochthon, bushman.

„Indigen“ kommt aus dem Mittelfranzösischen, wurde dann Spanisch (Reserva indígena). Ein wichtiger Grund, das Wort genau so ins Deutsche zu übernehmen, dass es auch jeder versteht. Kommt gleich in eine Reihe mit „Migrationsbackgroundhintergrund“. Dann ist die Welt ja wieder besser geworden.

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