Nix auf Vorrat

Ich zitiere mal den Schockwellenreiter: „Klatsche für die GroKo: Gericht stoppt Vorratsdatenspeicherung“. Quod erat demonstrandum. Aber sie werden es wieder und wieder versuchen.

Betreutes Fernsehen [Update]

bataclan

Westdeutsche Zeitung: Die WDR-Fußnoten zum Film, nachzulesen unter doku-faktencheck.wdr.de, dürften nachträglich für kaum weniger Diskussionen sorgen als der Film, wie eine schnelle Übersicht zeigt. Beispiel: Der WDR-Kommentar Zum Anschlag auf die Pariser Konzerthalle „Bataclan“ im November 2015, bei dem 90 Menschen ums Leben kamen. Der Film stellte dar, dass die nach Israel ausgewanderten ehemaligen Besitzer bereits seit 2008 massiv bedroht wurden und bereits 2011 nur knapp einem geplanten Anschlag entgingen.

Das kommentiert der WDR so: „Es gibt keinerlei Belege dafür, dass der Anschlag auf das Bataclan im November 2015, zu dem sich der IS bekannt hat, antisemitisch motiviert war. Er kann deshalb nicht in eine Aufzählung antisemitischer Attentate aufgenommen werden.“ Es gibt ein Videomit Palästinenser-Tüchern Vermummte das „Bataclan“ bedrohen, weil dort Spenden-Galas für Israel stattfinden. Die Band „Eagles of Death Metal“, die am Abend des Anschlags spielte, wurde schon Monate vorher von pro-palästinensischen Musikern kritisiert, weil sie sich weigerte, sich einem Boykott Israels anzuschließen. Keinerlei Belege?

Schade, dass bei diesem „Faktencheck“ kein Autor genannt wird. Ich würde den oder die gern einen antisemitischen Volltrottel nennen.

[Update] Meedia.de: „Die Antisemitismus-Doku bei „Maischberger“ – ein Debakel für den WDR auf allen Ebenen“. – „Diese Sache mit der Antisemitismus-Doku hat der WDR auf wirklich spektakuläre Art und Weise vergeigt.“

Exodus

exodus

„Die Juden stehen den Arabern blutsmäßig sehr nahe und zwischen den beiden Völkern gibt es keinen Konflikt der Charaktere. Grundsätzlich besteht zwischen uns absolutes Einvernehmen.“ [Faisal I., König von Syrien (1920) und König des Irak (1921–1933)]

Niemand hat mich bisher gefragt, warum ist wie und was über Israel denke. (Tenenbom machte sich jetzt über mich lustig: Die Deutschen und ihre Obsession „Israel“, ja, ja…) In meiner streng christlichen Familie redete man weder über die Shoa noch über den Nationalisozisalimus; und die Juden kommen bekanntlich im Christentum nur als diejenigen vor, die Christus nicht akzeptieren, also die Bösen sind. Im Schulunterricht kamen wir nur bis zum 1. Weltkrieg….

Die Antwort ist einfach: Ich habe, als ich 13 oder 14 war, Leon Uris‘ Roman Exodus gelesen. Das Buch hat mich zutiefst beeindruckt und bis heute gefesselt. Man sollte auch es allen Arabern zwangsweise zum Lesen verordnen.

Da ist alles drin und unterhaltsam und sehr spannend anhand einzelner Schicksale verpackt: Der Aufstand im Warschauer Ghetto bis zur Rampe in Auschwitz, vom dänischen Widerstand gegen die deutsche Besatzung bis zur Staatsgründung Israels, von der Balfour-Deklaration bis zu Liebesszenen, in denen Salomons Sprüche gemurmelt werden. Übrigens bezeichneten sich die Juden zu der Zeit immer noch als Palästinenser.

Das Buch gehört zum hier vom Stammpublikum vorausgesetzten Bildungskanon. Den gleichnamigen Film Exodus mit Paul Newman habe ich auch angesehen: Der wirkt heute zu oberflächlich und aufgesetzt und ist für Jugendliche, die sich noch nicht mit dem Thema befasst haben, nicht zu empfehlen.

Fazit: Unbedingter Lesebefehl!

Blühende Landschaften at al

blühende landschaften

Foto: Blühende Landschaften (Quelle: Wikipedia)

Warum und zu welchem Ende sind deutsche Journalisten feige? Der Taz-Titel war gelungen: Mit dem Begriff „blühende Landschaften“ wird man auf alle Ewigkeit den Namen Helmut Kohl verbinden und den Unsinn, den er da verbrochen hat. Kohl meinte natürlich: Der Kapitalismus wird auch die Ossis reich und glücklich machen. Darüber darf man lästern, man kann es satirisch verfremden, und man darf sich über einen verstorbene Politiker, denn Ideen man ablehnt und der zu Unrecht bei seinem Ableben gelobt wird, lustig machen, ob es nun CDU-Politiker oder Somoza höchstselbst sind – ganz egal. Wenn die Taz sich a posteriori davon distanziert, ist das nur noch peinlich.

Das Neue Deutschland sollte man fragen, ob das Wort „Narrativmaschinen“ jetzt meint, dass man sich der Sprache der Arbeiterklasse anbiedern will? Oder was? Vielleicht sollte der Autor dieses Geschwurbels, der aus dem gern psychologisierenden Kleinbürgertum stammt, Christian Baron lesen. (O je, ich mache mir wieder zahlreiche neue Freunde….)

Nun zu et al.

Übrigens hat Donald Trump mit manchen seiner Tweets recht; das erwähnen die deutschen Medien natürlich nicht.

By the way: Ich wurde gefragt, warum ich jetzt Versammlungen des DJV Berlin leite. Ja, die ältere Generation der hiesigen Leser wird sich erinnern, dass ich vor mehr als zehn Jahren vier mal aus diesem Verband ausgeschlossen wurde – und mich jedesmal erfolgreich wieder hineingeklagt habe. Der damalige Vorsitzende, den wir absetzen wollten, konnte mit Kritik – vor allem an seinem finanziellen Gebaren – halt nicht umgehen und musste es auf die harte Tour lernen. Die „Guten“ im DJV Berlin (zu denen ich mich zähle) haben ihn dennoch ein paar Jahre später abgesetzt.

Burkhard Schröder gefällt Karl Kobs‘ Beitrag (Facebook): „Wie müsste eigentlich eine Dokumentation über den Antisemitismus aussehen, die von Fernsehredakteuren nicht als tendenziös bezeichnet wird? Vielleicht eine, in der alle 10-Minuten ein Lauftitel eingeblendet wird: ‚Die in dem Beitrag geäußerten Behauptungen geben nicht zwangsläufig die Meinung der Redaktion wieder.'“

De mortuis nil nisi bene?

„Am 26. November 1999 räumte schließlich der frühere CDU-Generalsekretär Heiner Geißler ein, dass die Partei in der Ära Kohl ’schwarze Konten‘ geführt habe. (…). Der ehemalige Bundeskanzler und CDU-Vorsitzende Helmut Kohl bestätigte nach vorherigem Abstreiten schließlich am 30. November 1999 die Existenz dieser Konten in einem Fernsehinterview. Kohl übernahm die politische Verantwortung für Fehler bei den CDU-Finanzen in seiner Amtszeit und gab an, dass er 2,1 Millionen DM verdeckter und damit illegaler Parteispenden – an den Büchern seiner Partei vorbei – angenommen habe.“

Die Namen der Spender nannte Kohl nicht; er habe den Spendern sein Ehrenwort gegeben, ihre Namen nicht zu verraten. Eines Verstoßes gegen die Rechtsordnung oder gar gegen die Verfassung fühle er sich dabei nicht schuldig. (Wikipedia

Just saying. „De mortuis nil nisi bene“ bedeutet: „von den Toten nichts außer auf gute Weise“ (und mitnichten, dass man über Tote nur Gutes sagen soll).

Push hard!

stimmung

In welcher Stimmung sollte man angesichts der Weltläufte sein? Ich schwanke noch zwischen oben und unten…

Der Schockwellenreiter hat das Thema, über das ich mich am meisten geärgert habe, noch einmal aufgegriffen. Ich kann mir gar nicht so viele Schimpfwörter ausdenken, wenn ich die „religionspolitischen“ Pappnasen der Partei „Die Linke“ ansehe.

Der Sozialdemokrat Bernie Sanders hat übrigens recht: Trump ist bestimmt nicht blöd, und Witze über ihn verfehlen das Thema.

Das übliche Gemisch aus Dreistigkeit und Dummheit liefert wieder der David Cameron (Javascript erforderlich), an Victor Orbán und den ehemaligen Bundesinnenminister Kanther im Jahr 1993, der Verschlüsselung ganz verbieten wollte. Immer dieselbe Leier.

Der Guardian bietet Erfrischendes, was die Grünen und vermutlich auch die so genannte „Linke“ hierzulande empört aufheulen ließe: „Stop fretting over religious sensitivities. We must push hard against Islamists“. Yalla!

Ich muss auch der Welt angesichts der Fakten beipflichten: „Nach dem Attentat auf das Satiremagazin ‚Charlie Hebdo‘ kamen nur sehr wenige Muslime zur Mahnwache in Berlin. Die Kosten des staatstragenden Flops sollen jetzt auch noch Union und SPD tragen.“ Har har.

Mir ist danach, herabwürdigende Kommentare über den „Propheten“ Mohammed überall zu hinterlassen. Aber das ist die Anstrengung nicht wert, und ich würde immer noch schlechte Laune haben.

Und morgen ist auch noch der letzte Urlaubstag…

stimmung

Auserwählt und Ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa

Bild zeigt den Film, den Arte nicht zeigen will – leider nur für 24 Stunden. (Auch auf Youtube)

Bye bye, Linke!

Neues Deutschland: „Die Forderung, Kirchenstaatsverträge aufzulösen, wird doch nicht ins Wahlprogramm der Linkspartei aufgenommen. Das beschlossen die Delegierten bei einer erneuten Abstimmung. Die religionspolitische Sprecherin des Vorstands, Christine Buchholz, sagte, der zuvor beschlossene Antrag zur Kündigung der Staatsverträge mit den Kirchen hätte »zwar keine praktischen Konsequenzen« gehabt, wäre »in seiner Wirkung aber fatal«. Sie dankte für das Ergebnis der neuerlichen Abstimmung und verwies darauf, dass der anderslautende Tenor des vorigen Beschlusses »den Angehörigen der christlichen Kirchen vor den Kopf« schlage, »auch denen, die innerhalb der Kirchen um Reformen kämpfen. Und er führt zu Verunsicherung bei Minderheitenreligionen, die um Gleichberechtigung ringen.“

Das wars. Jetzt wähle ich Sonneborn oder gehe gar nicht mehr wählen. Ihr könnt mich mal. Feiges Pack!

Fake News 1.0

„Wer vorsätzlich eine unwahre oder gröblich entstellte Behauptung tatsächlicher Art aufstellt oder verbreitet, die geeignet ist, das Wohl des Reichs oder eines Landes oder das Ansehen der Reichsregierung oder einer Landesregierung oder der hinter diesen Regierungen stehenden Parteien oder Verbänden schwer zu schädigen, wird, soweit nicht in anderen Vorschriften eine schwere Strafe angedroht ist, mit Gefängnis bis zu zwei Jahren und, wenn er die Behauptung öffentlich aufstellt oder verbreitet, mit Gefängnis nicht unter drei Monaten bestraft.“ (Verordnung des Reichspräsidenten zur Abwehr heimtückischer Angriffe gegen die Regierung der nationalen Erhebung vom 21. März 1933)

Nzinga!

Die grüne Bezirksstadträtin Sabine Weißle möchte eine Mörderin und Sklavenhändlerin gewürdigt wissen. Wenn es denn dem Gendern dient, ist alles erlaubt…

Links! Links! Links! Die Arbeiterklasse marschiert nicht

fashion

Interessanter Artikel auf Zeit online: „Verena Friederike Hasel fühlte sich politisch immer auf der richtigen Seite. Inzwischen erlebt sie ihr Milieu als selbstgerecht, intolerant und realitätsfern.“

Ich habe meine politisch Meinung noch nie von einem „Milieu“ abhängig gemacht. Das gefühlslinke Kleinbürgertum, das die Autorin zu Recht in die Pfanne haut, hat ohehin kein Interesse, eine Alternative zum Kapitalismus zu entwickeln, ist also auch nicht links. „Selbstgerecht“: sind Politiksektierer immer. „Intolerant“: dito. „Realitätsfern“: Die wissen gar nicht, wie ein Arbeiter aussieht.

„Die Zugehörigkeit zu einer Randgruppe wird so zur Schlüsselqualifikation erhoben. Diese Sakralisierung von Diskriminierungserfahrungen ist unter Linken inzwischen verbreitet.“ Das sind keine Linken, sondern Kleinbürger („in meinem großstädtisch geprägten Bildungsbürgermilieu“), sie beschäftigen sich vornehmlich mit Benimm- und Lifestylefragen und damit, ihre Privilegien zu verteidigen.

Einfach ignorieren, das Pack, und ab in die Produktion damit… (Ich habe Urlaub und bin deshalb gut gelaunt.)

Täuschen, tricksen und sich Verpissen

Was macht eigentlich das LKA Berlin? Es täuscht Observationen vor!

Heisse Klimaluft

pipeline

Screenshot: Second Life 2010

Zum Thema „Klimaschutz“ empfehle ich einen Artikel der FAZ. „An der Klimabilanz der Vereinigten Staaten dürfte Trumps Ausstieg nicht viel ändern.“

„Entgegen dem generellen Eindruck war Präsident Donald Trumps Vorgänger Barack Obama erfolglos in der Klimapolitik. Er hatte kein bedeutendes Klimaschutzgesetz durch den Kongress gebracht.“

Dachte ich mir schon, da ich auf „generelle Eindrücke“ aka Mainstream-Medien ohnehin nichts gebe. Nie war der Titel „heiße Luft“ treffender als bei den aktuellen Artikeln über Trump und das „Klimaschutzabkommen“.

Märzrevolution

märzrevolution

Neu in meiner Bibliothek. „Aus dem Generalstreik entwickelte sich ein bewaffneter Arbeiteraufstand. Die Arbeiter kämpften nicht nur gegen den Kapp-Putsch; ihr Kampf richtete sich gegen die gesamte Entwicklung nach rechts. Erhard Lucas legte nach umfangreichen Ermittlungen in den Staats- und Stadtarchiven des Ruhrgebiets eine detaillierte Untersuchung des Aufstandes vor. Sein Buch widerlegt die gängige These, die Weimarer Republik sei zwischen links und rechts zerrieben worden. Als die von der SPD geführte Regierung mit der reaktionären Reichswehrführung einen Pakt gegen die revolutionären Arbeiter einging, hatte sie den Untergang der Republik besiegelt.“

Ich interessiere mich für das Thema auch deswegen, weil meine Großväter – Bergleute im Ruhrgebiet – Augenzeugen waren, ich sie aber leider nie danach gefragt habe.

Martin Luther: ein polizeilich attestierter Volksverhetzer

Wer Luthers antisemtische Hetze zitiert, verhetze das Volk. Das meinen offenbar die Evangelen. „Angeblich habe sich die Aktionsgruppe „Das 11. Gebot“ nicht deutlich genug von den Thesen Luthers distanziert.“

Reaktionär antikapitalistische Schrott-Proletarier

deutscher Zollverein

Source: Wikipedia: Deutscher Zollverein

…Das Volk, „dass sich in Wahlen nicht immer an den Bedürfnissen der kapitalistischen Moderne orientiert, sondern sich bisweilen auf reaktionäre Weise antikapitalistisch verhält. Die Produktionsverhältnisse sind reif für die Vereinigten Staaten von Europa, doch in der Blüte der grenzübergreifenden Wertschöpfungsketten wollen Schrott-Proletarier und Gemüsehändler, Linke und Faschisten, Heimatbündler und Tories zurück zu alten vaterländischen Konkurrenzschlachten.“ (Rainer Trampert: „Mein Freund, der Schlagbaum“, in Konkret)

„Rome“, die NSDAP und dann abrupt Schluss

rome

Vor dem Einschlafen (es ist draußen meistens schon hell) schaue ich mir zur Zeit die TV-Serie Rom – The Complete Collection [11 DVDs] an. (Sorry, aber die Spartacus-Serien kann ich schon fast auswendig, und „300“ kann man auch nur einmal im Jahr sehen, ohne Gehirnzellen zu verlieren.)

Man wird einigermaßen unterhalten. Weniger Zeitlupen-Hauereien als in Spartacus, dafür mehr das Drumherum der Schlachten. ich erwarte von den hiesigen historisch gebildeten Leserinnen und in materialistischer Geschichtswissenschaft geschulten Lesern, dass diese wissen: Mit der historischen Realität haben solche Filme rein gar nichts zu tun. Da bestätigen im Falle der Person Caesar sogar bürgerliche Historiker wie Markus Schauer, vgl. Der Gallische Krieg: Geschichte und Täuschung in Caesars Meisterwerk. (Hatten wir schon in Spartacus, revisited.)

Die Kostüme und das Ambiente stimmen aber um so mehr, wenn man heutige „historische“ Serien mit den (trick)technischen Möglichkeiten Hollywoods zur Hochzeit der Sandalenfilme vergleicht.

Warum fällt mir jetzt die NSDAP ein? Je gefährlicher die unteren Klassen sind, um so mehr brauchen die „oberen Zehntausend“ Organisationen, die sich nur „revolutionär“ oder „volkstümlich“ kostümieren, aber in Wahrheit die Interessen der herrschenden Klassen vertreten. Das genau war die Rolle der NSDAP. (Dazu mehr, wenn ich dazu komme, Schönbach zu rezensieren.)

In „Rome“ wird Caesar die Rolle zugeschrieben, dass er für die Plebejer gewesen sei, gegen die Oligarchen des Senats. Das ist so natürlich Blödsinn. Genauso „logisch“ könnte man Trump als Arbeiterführer bezeichnen.

Und jetzt breche ich abrupt ab, denn ich muss leider arbeiten und kann nicht bloggen…

Blut und Ehre, vermittelt

vs

Tagesschau: „Der ehemalige Deutschland-Chef der verbotenen Neonazi-Gruppe „Blood and Honour“ ist offenbar V-Mann des Verfassungsschutzes gewesen. Wie aus Recherchen der ARD-Politmagazine Report Mainz, Report München und Fakt hervorgeht, vermittelte das Landeskriminalamt Berlin den Mann in den 1990er-Jahren an den Verfassungsschutz. Er soll laut Sicherheitsbehörden die Strukturen in Deutschland wesentlich mit aufgebaut haben.“

Warum überrascht mich das jetzt nicht?

NRW: WWww?

leitkultur

Foto (Ⓒ Burks): Deutsche Leitkultur

Schadenfreude ist schön. In meiner peer group hatte ich für die Wahlen in NRW vorhergesagt: CDU gewinnt, ungefähr so viel, wie die SPD krachend verlieren wird, Grüne und „Linke“ knapp über fünf, AfD unter neun. Nur bei der FDP lag ich falsch.

Was will uns der Künstler Wähler damit sagen – abgesehen von der Tatsache, dass Gendersprech und -toiletten für das Proletariat offenbar und erfreulicherweise nicht auf der To-Do-Liste stehen?

Welche Wähler wanderten wohin? (Alles andere ist Feuilleton, somit irrelevant.) Was Merkel vermutlich wusste: Die CDU verliert weniger am rechten Rand als sie von der SPD und den Grünen zurückholen kann. „Wir schaffen das“ und so. Das wird auch bei der Bundestagswahl so sein.

„Auch die AfD schneidet bei Arbeitern und Arbeitslosen überdurchschnittlich ab.“ Wie in Frankreich. Die „Linke“ schafft es nicht, sich als eine Partei zu definieren, die gegen „das System“ ist. Die Galionsfiguren der „Linken“ kommen aus dem kleinbürgerlichen Milieu (außer Bernd Riexinger) und sehen auch so aus – was will man da erwarten?

„Bei den Hochschulabsolventen sind FDP- und Grünen-Wähler überdurchschnittlich vertreten.“ Schon klar. Die Studenten werden ohnehin, so meine Vorhersage, in absehbarer Zeit so mehrheitlich reaktionär werden wie sie es in der Weimarer Republik schon waren. Vergesst die Unis!

Grünbraune Heimat

arminutes

Die Grünen in NRW nutzen Arminius als Wahlvorlage (links, vgl. Ruhrbarone). Das taten andere vor ihnen (rechts, Stadtarchiv Detmold) auch schon. Das Schwert auf dem linken Plakat hat vermutlich die Genderbeauftragte wegretuschiert.

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