Legt Euch, Schwestern, zu den Brüdern

Auf dem Kirchentag der Evangelen wurde das deutsche Liedgut gegendert.
In der Logik der beiden Frauen, die für die sprachlichen Missgriffe verantwortlich zeichnen und der Hamburger Gruppe „Lesben und Kirche (LuK)“ angehören, darf auch „Lobet den Herren“ nicht stehen bleiben. Stattdessen soll „Lobet die Ew’ge“ gesungen werden.

Bruhahahaha.

Dos Lindas

hamaca

Meine Hängematte stammt aus Tintorero bei Quibor im venezolanischen Bundesstaat Lara. Das Mädel war im Verhandeln eisenhart und gefiel mir außerordentlich. Die Hängematten werden von einer Kooperative hergestellt und verkauft, und man hat dort Festpreise, was extrem un-südamerikanisch ist.

Martin Luther: ein polizeilich attestierter Volksverhetzer

Wer Luthers antisemtische Hetze zitiert, verhetze das Volk. Das meinen offenbar die Evangelen. „Angeblich habe sich die Aktionsgruppe „Das 11. Gebot“ nicht deutlich genug von den Thesen Luthers distanziert.“

Reaktionär antikapitalistische Schrott-Proletarier

deutscher Zollverein

Source: Wikipedia: Deutscher Zollverein

…Das Volk, „dass sich in Wahlen nicht immer an den Bedürfnissen der kapitalistischen Moderne orientiert, sondern sich bisweilen auf reaktionäre Weise antikapitalistisch verhält. Die Produktionsverhältnisse sind reif für die Vereinigten Staaten von Europa, doch in der Blüte der grenzübergreifenden Wertschöpfungsketten wollen Schrott-Proletarier und Gemüsehändler, Linke und Faschisten, Heimatbündler und Tories zurück zu alten vaterländischen Konkurrenzschlachten.“ (Rainer Trampert: „Mein Freund, der Schlagbaum“, in Konkret)

„Rome“, die NSDAP und dann abrupt Schluss

rome

Vor dem Einschlafen (es ist draußen meistens schon hell) schaue ich mir zur Zeit die TV-Serie Rom – The Complete Collection [11 DVDs] an. (Sorry, aber die Spartacus-Serien kann ich schon fast auswendig, und „300“ kann man auch nur einmal im Jahr sehen, ohne Gehirnzellen zu verlieren.)

Man wird einigermaßen unterhalten. Weniger Zeitlupen-Hauereien als in Spartacus, dafür mehr das Drumherum der Schlachten. ich erwarte von den hiesigen historisch gebildeten Leserinnen und in materialistischer Geschichtswissenschaft geschulten Lesern, dass diese wissen: Mit der historischen Realität haben solche Filme rein gar nichts zu tun. Da bestätigen im Falle der Person Caesar sogar bürgerliche Historiker wie Markus Schauer, vgl. Der Gallische Krieg: Geschichte und Täuschung in Caesars Meisterwerk. (Hatten wir schon in Spartacus, revisited.)

Die Kostüme und das Ambiente stimmen aber um so mehr, wenn man heutige „historische“ Serien mit den (trick)technischen Möglichkeiten Hollywoods zur Hochzeit der Sandalenfilme vergleicht.

Warum fällt mir jetzt die NSDAP ein? Je gefährlicher die unteren Klassen sind, um so mehr brauchen die „oberen Zehntausend“ Organisationen, die sich nur „revolutionär“ oder „volkstümlich“ kostümieren, aber in Wahrheit die Interessen der herrschenden Klassen vertreten. Das genau war die Rolle der NSDAP. (Dazu mehr, wenn ich dazu komme, Schönbach zu rezensieren.)

In „Rome“ wird Caesar die Rolle zugeschrieben, dass er für die Plebejer gewesen sei, gegen die Oligarchen des Senats. Das ist so natürlich Blödsinn. Genauso „logisch“ könnte man Trump als Arbeiterführer bezeichnen.

Und jetzt breche ich abrupt ab, denn ich muss leider arbeiten und kann nicht bloggen…

Blood or Marriage

BBC: „Munich police say they have broken up a huge burglary clan which they estimate may have been responsible for a fifth of German break-ins. The criminal gang was compared by police to an octopus with tentacles across Europe and its members were related by blood or marriage.“

Fashionable Nonsense oder: The conceptual Penis

Leseempfehlung (via Fefe): „The conceptual penis as a social construct” is a Sokal-style hoax on gender studies“. – „The androcentric scientific and meta-scientific evidence that the penis is the male reproductive organ is considered overwhelming and largely uncontroversial.“

„Subsequently, Sokal and the Belgian physicist Jean Bricmont noted in their 1997 book Fashionable Nonsense, that certain kinds of ideas can become so fashionable that the critical faculties required for the peer-review process are compromised, allowing outright nonsense to be published, so long as it looks or sounds a certain way, or promotes certain values.“

Ich musste auch an die „Online-Durchsuchung“ denken.

Stromlinien

stromlinien

Lohn, Preis und Profit oder: Die leuchtenden Gipfel der Wissenschaft

Leseempfehlung (pdf): Marx popularisiert Marx von Thomas Kuczynski (mit Dank an den Schockwellenreiter).

Das Marx-Engels-Zentrum Berlin schreibt dazu:
Wer das Marx’sche [sic] ökonomische Denken in seiner ganzen Breite und Tiefe begreifen will, muss das Kapital studieren, zumindest dessen ersten Band, das einzige von Karl Marx selbst veröffentlichte Buch auf ökonomischem Gebiet. Sich seinen Inhalt zu erarbeiten, erfordert viel Zeit, Mühe und Geduld.

Was aber sollen jene tun, die nicht die leuchtenden Gipfel der Wissenschaft erklimmen, sondern allein zu einem – eignes politisch aktives Handeln erst ermöglichenden – Verständnis ihrer sozialökonomischen Lage gelangen wollen? Diese Frage hatte schon Zeitgenossen von Marx und Engels bewegt, und so erschienen in westeuropäischen Ländern Broschüren, die wichtige Resultate aus dem ersten Band des Kapitals zusammenfassten und popularisierten.

Was keiner der Autoren dieser Broschüren wusste, war, dass sich in Marx’ Nachlass das Manuskript eines Vortrags befand, in dem er bereits 1865 wichtige Gedankengänge aus dem noch unveröffentlichten Werk in populärer Form zusammengefasst hatte. Die deutsche Übersetzung dieser erst nach seinem Tod 1898 veröffentlichten Schrift mit dem Titel Lohn, Preis und Profit war, über hundert Jahre hinweg, eines der in der deutschen Arbeiterbewegung meistgelesenen Werke von Marx.

Blut und Ehre, vermittelt

vs

Tagesschau: „Der ehemalige Deutschland-Chef der verbotenen Neonazi-Gruppe „Blood and Honour“ ist offenbar V-Mann des Verfassungsschutzes gewesen. Wie aus Recherchen der ARD-Politmagazine Report Mainz, Report München und Fakt hervorgeht, vermittelte das Landeskriminalamt Berlin den Mann in den 1990er-Jahren an den Verfassungsschutz. Er soll laut Sicherheitsbehörden die Strukturen in Deutschland wesentlich mit aufgebaut haben.“

Warum überrascht mich das jetzt nicht?

NRW: WWww?

leitkultur

Foto (Ⓒ Burks): Deutsche Leitkultur

Schadenfreude ist schön. In meiner peer group hatte ich für die Wahlen in NRW vorhergesagt: CDU gewinnt, ungefähr so viel, wie die SPD krachend verlieren wird, Grüne und „Linke“ knapp über fünf, AfD unter neun. Nur bei der FDP lag ich falsch.

Was will uns der Künstler Wähler damit sagen – abgesehen von der Tatsache, dass Gendersprech und -toiletten für das Proletariat offenbar und erfreulicherweise nicht auf der To-Do-Liste stehen?

Welche Wähler wanderten wohin? (Alles andere ist Feuilleton, somit irrelevant.) Was Merkel vermutlich wusste: Die CDU verliert weniger am rechten Rand als sie von der SPD und den Grünen zurückholen kann. „Wir schaffen das“ und so. Das wird auch bei der Bundestagswahl so sein.

„Auch die AfD schneidet bei Arbeitern und Arbeitslosen überdurchschnittlich ab.“ Wie in Frankreich. Die „Linke“ schafft es nicht, sich als eine Partei zu definieren, die gegen „das System“ ist. Die Galionsfiguren der „Linken“ kommen aus dem kleinbürgerlichen Milieu (außer Bernd Riexinger) und sehen auch so aus – was will man da erwarten?

„Bei den Hochschulabsolventen sind FDP- und Grünen-Wähler überdurchschnittlich vertreten.“ Schon klar. Die Studenten werden ohnehin, so meine Vorhersage, in absehbarer Zeit so mehrheitlich reaktionär werden wie sie es in der Weimarer Republik schon waren. Vergesst die Unis!

Grünbraune Heimat

arminutes

Die Grünen in NRW nutzen Arminius als Wahlvorlage (links, vgl. Ruhrbarone). Das taten andere vor ihnen (rechts, Stadtarchiv Detmold) auch schon. Das Schwert auf dem linken Plakat hat vermutlich die Genderbeauftragte wegretuschiert.

Wannadings und Reissen

linux

Screenshot: ca. 2006, ein Uralt-Rechner mit irgendeiner exotischen Linux-Version (habe ich vergessen)

Ich blogge erst morgen wieder, heute dritter Tag 12-Stunden-Schicht.

Krankenschwester in der Notaufnahme, mit kühl-professionellem Blick auf einen Patienten, der sich vor Schmerzen krümmt: „Anus oder Hämorrhoiden“. #diagnosendiemannichtgernhört

Die wohlwollenden Leserinnen und geneigten Leser lasen vermutlich schon Fefe über Wannacrypt. Zum Kringeln.

Peter Glaser schreibt über das Reißen.

Leseempfehlungen

Telepolis: „Medienhetze gegen Systemkritik – Wenn ein prominenter Akteur den schmalen Pfad der politischen Orthodoxie verlässt, erschlagen ihn die Medien“.

– Die Briten regen sich darüber auf, dass Theresa May nur Fragen beantworten will, die man ihr voher vorgelegt hat. Har har. Vielleicht sollte man denen man sagen, dass in Deutschland Journalisten meinen, man müsse Interviews „autorisieren“ lassen, was ja noch schlimmer ist.

– Der Deutschlandfunk übt sich in Fake News „Qualitätsjournalismus“.

The Nation: „Trumpism: It’s Coming From the Suburbs – Racism, fascism, and working-class Americans.“ – „But scapegoating poor whites keeps the conversation away from fascism’s real base: the petite bourgeoisie.“ Warum liest man solche klugen Artikel nicht in deutschen Medien?

Don Alphonso über alte, weiße Männer und deren Vorzüge. „Alte, weisse Männer sind zäh und oft genug, wenn sie vorne sind, die gehärtete Auslese ihrer Zeit: Und vor allem sind sie gerissen genug, den Zeitpunkt zu kennen, zu dem sie besser anhalten und Jüngere ins Verderben gehen lassen.“ Yayayay.

– Reminder: Nasser über Kopftuchzwang.

Laserprinter [Update]

Ich brauche einen Printserver, weil sich meine verschiedenen Rechner mit Drucker und Fritzbox ziemlich verheddern. Irgendwelche Emfpehlungen?

Drucker: Oki 332 (kein eigenes WLAN), Fritzbox 7490, Betriebssysteme: Ubuntu 16.04 (2x), Windows 7 (2x) und Windows 10 sowie Android (2x). Das Problem ist, dass das Windows-10-Laptop die anderen Rechner blockiert, wenn es am USB-Port der Fritzbox hängt, sogar Ubuntu druckt auf dem Umweg über Windows 10. Ich will das jetzt endgültig lösen.

[Update] Ein Freund machte mich darauf aufmerksam, dass der Drucker schon alles hat. Ich muss also nur das fucking manual lesen.

Geschichtsmanipulation

wehrmacht

Credits: Bundesarchiv, Bild 101I-031-2436-05A / Koch / CC-BY-SA 3.0 | Wikipedia

Andreas von Westphalen auf Rubikon: „Heute jährt sich zum 72. Mal das Ende des Zweiten Weltkrieges und man darf gewiss viele wohlmeinende Reden zum Gedenken an die Befreiung Europas vom Faschismus erwarten. Fraglich ist jedoch, ob zentrale Aspekte in dem politischen und medialen Erinnerungschor nicht wieder einmal ausgeblendet werden.“

Lesebefehl bei diesem grandiosem Artikel!

Gehirnschäden machen Menschen religiöser

Independent: „Suffering a brain injury can make you more religious, scientists say“.

Yo.

Es war einmal

berlin Wall

Second Life 2007

Fuck off oder: Auf Englisch vollgerülpst

Sehr hübsch: „Wenn ich etwas in Berlin nicht mehr ertragen kann, dann ist es die Unsitte, mit großer Selbstverständlichkeit auf Englisch vollgerülpst zu werden.“ (Berliner Zeitung)

Master of Desaster

Udo Vetter: „Vor einigen Tagen ist der Koblenzer Mammutprozess gegen mutmaßliche Neonazis gescheitert, weil der Vorsitzende Richter im Juni völlig überraschend die Regelsaltergrenze erreicht.“ Vgl. auch: Desaster in Koblenz.

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