NRW: WWww?

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Foto (Ⓒ Burks): Deutsche Leitkultur

Schadenfreude ist schön. In meiner peer group hatte ich für die Wahlen in NRW vorhergesagt: CDU gewinnt, ungefähr so viel, wie die SPD krachend verlieren wird, Grüne und „Linke“ knapp über fünf, AfD unter neun. Nur bei der FDP lag ich falsch.

Was will uns der Künstler Wähler damit sagen – abgesehen von der Tatsache, dass Gendersprech und -toiletten für das Proletariat offenbar und erfreulicherweise nicht auf der To-Do-Liste stehen?

Welche Wähler wanderten wohin? (Alles andere ist Feuilleton, somit irrelevant.) Was Merkel vermutlich wusste: Die CDU verliert weniger am rechten Rand als sie von der SPD und den Grünen zurückholen kann. „Wir schaffen das“ und so. Das wird auch bei der Bundestagswahl so sein.

„Auch die AfD schneidet bei Arbeitern und Arbeitslosen überdurchschnittlich ab.“ Wie in Frankreich. Die „Linke“ schafft es nicht, sich als eine Partei zu definieren, die gegen „das System“ ist. Die Galionsfiguren der „Linken“ kommen aus dem kleinbürgerlichen Milieu (außer Bernd Riexinger) und sehen auch so aus – was will man da erwarten?

„Bei den Hochschulabsolventen sind FDP- und Grünen-Wähler überdurchschnittlich vertreten.“ Schon klar. Die Studenten werden ohnehin, so meine Vorhersage, in absehbarer Zeit so mehrheitlich reaktionär werden wie sie es in der Weimarer Republik schon waren. Vergesst die Unis!

Kommentare

15 Kommentare zu “NRW: WWww?”

  1. Michael am Mai 15th, 2017 2:05 am

    Tagesschau.de hat jetzt die Gesamtübersicht. Die interessantesten Datenpunkte bei den Wählerwanderungen sind wohl:

    1. Die SPD hat am meisten in Richtung CDU und FDP abgegeben. Meine Deutung: Statt verlogen-neoliberal-konservativ haben jetzt viele original-neoliberal-konservativ gewählt.

    2. Ziemlich wenig Linke->AfD. Das war bei vorangegangenen Wahlen der letzten Monate anders. Anscheinend gibt es da den Typ „unpolitischer Protestwähler“ (den ich hier vermute) weniger oder (wahrscheinlicher) der hat in der Vergangenheit dann doch nicht Links gewählt sondern irgendwelche rechten Grüppchen oder Piraten. Dafür spricht die sehr starke Wanderung Andere->AfD.

  2. ... der Trittbrettschreiber am Mai 15th, 2017 6:29 am

    „Die Galionsfiguren der „Linken“ kommen aus dem kleinbürgerlichen Milieu (außer Bernd Riexinger) und sehen auch so aus – was will man da erwarten?“

    Wirbst Du hier für das Großbürgertum oder für das Proletariat? Beides existiert (gefühlt) nicht mehr.

  3. ... der Trittbrettschreiber am Mai 15th, 2017 6:43 am

    „Die Studenten werden ohnehin, so meine Vorhersage, in absehbarer Zeit so mehrheitlich reaktionär werden wie sie es in der Weimarer Republik schon waren.“

    Das Konnotat zu „Studenten“ ist nicht mehr das der Weimarer Republik ff. Sie „studieren“ schon lange nicht mehr. Sie sind Auszubildende für Spezialjobs, die durch verschulte Seminare hetzen. Insofern das zukünftig reaktionäre Proletariat mit elitärem Dünkel, ohne den die intellektuelle Hilflosigkeit ja überhaupt nicht aushaltbar wäre. Viele werden Jünger von Clausewitz.

    Investiert in freie Unis! Wir haben sie nötiger denn je.

  4. Godwin am Mai 15th, 2017 5:58 pm

    Ist das Ego schon so klein, dass es solcher Gehässigkeiten bedarf??

    Wie sollte eine linke Partei denn aussehen und was sollte sie tun?
    Es ist immer albern, wenn selbsternannte linke zum linkenbashing ausholen ohne selbst gangbare Alternativen aufzuzeigen.

  5. flurdab am Mai 16th, 2017 9:31 pm

    Eigentlich war die Wahlentscheidung doch ganz einfach.
    Es gab eine neoliberale SPD, eine neoliberale CDU, ein neoliberale FDP, eine neoliberale Bündnis 90/ die Grünen und eine neoliberale AfD.
    Und dann gab es noch eine Linke, die immer noch nicht verstanden hat das man sich entscheiden muss zwischen Sozialstaat und offenen Grenzen.
    Aus meiner Sicht also eigentlich eine „linke“ Partei mit neoliberaler Attitüde.
    Auch wenn Sie dies partu nicht verstehen wollen.

    Die Wahlentscheidung war also völlig einfach.

    Pispers würde fragen:“ Wollen Sie mir Scheixe in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen anbieten?“

    OK, es gab noch eine Menge anderer Parteien. Aber was nützt dies, wenn ich von ihrer Existenz erst auf dem Wahlzettel erfahre.
    (Ich bin Kunde, ich will beworben werden!)

    Eigentlich kann man auch würfeln, den die Bank gewinnt immer.

    Grüße

  6. Artur Lichtenfeld am Mai 17th, 2017 10:59 am

    Es soll später nicht heißen „im Burks blog fand in den Kommentaren kein Diskurs statt“. Also, jemand schrieb;

    … der Trittbrettschreiber am Mai 15th, 2017 6:43 am

    […] Viele werden Jünger von Clausewitz.

    Äh, wie meinen? Das ist mir genauso kryptisch wie das Geschreibe von Herr Schröder von „meinen Studenten“.

    Sie meinen sicherlich

    … der Trittbrettschreiber am Mai 15th, 2017 6:43 am

    […] Viele werden Jünger von Mohammed.

    Natürlich ist das hier auch ein Test, ob alte Posts in diesem blog überhaupt noch gelesen werden oder ob ein Burk’scher blog-Eintrag bereits nach 36 Stunden Tod ist.

  7. ... der Trittbrettschreiber am Mai 17th, 2017 1:17 pm

    @Arthur Lichtenfeld

    Schreibfehler sind die Clowns im Text. Das große ‚J‘ hätte selbstverständlich klein sein sollen – so passte es für sowohl meine als auch Ihre Version des Kryptischen.

  8. Artur Lichtenfeld am Mai 17th, 2017 6:09 pm

    Also das große J als kleines j sieht so aus:

    … der Trittbrettschreiber am Mai 15th, 2017 6:43 am

    „Die Studenten werden ohnehin, so meine Vorhersage, in absehbarer Zeit so mehrheitlich reaktionär werden wie sie es in der Weimarer Republik schon waren.“

    Das Konnotat zu „Studenten“ ist nicht mehr das der Weimarer Republik ff. Sie „studieren“ schon lange nicht mehr. Sie sind Auszubildende für Spezialjobs, die durch verschulte Seminare hetzen. Insofern das zukünftig reaktionäre Proletariat mit elitärem Dünkel, ohne den die intellektuelle Hilflosigkeit ja überhaupt nicht aushaltbar wäre. Viele werden jünger von Clausewitz.

    Investiert in freie Unis! Wir haben sie nötiger denn je.

    Das wird doch noch kryptischer bis unlesbar.

  9. ... der Trittbrettschreiber am Mai 18th, 2017 6:34 am

    @Arthur Lichtenfeld

    ;-) Jungbrunnen sind eben nichts für Wasserscheue.

    Nach der Lektüre vergilbter Literatur fühle ich mich jedesmal jünger – alles ist subjektiv, auch die diebische Freude über schiefe opens source Schriftarten. Was ist schon ein Jot(a) in einem vegan diskursiven Buchstabensalat.

    Alles Burks!

  10. ... der Trittbrettschreiber am Mai 18th, 2017 9:09 am

    @Arthur Lichtenfeld

    Apropos Schreibfehler:
    WER WEGSIEHT MACHT SICH MITSCHULDIG!

  11. Artur Lichtenfeld am Mai 18th, 2017 12:49 pm

    … der Trittbrettschreiber

    Geben Sie etwa auf oder müssen Sie arbeiten?

    Wenn ja, dann kennen Sie sicherlich diesen schönen Spruch:

    Der Deutsche will es so, er geht Arbeiten und muckt nicht!

  12. flurdab am Mai 18th, 2017 7:43 pm

    @ Artur Lichtenfeld,

    nicht das mir anmaße die deutsche Sprache in all ihrer „Seltsamkeit“ vollumfänglich zu verstehen.
    Aber hier schrieb der Trittbrettschreiber doch von den Jüngern aka Anhängern, also quasi Fans.
    Selbst in meiner maroden Rechtschreibung müssen dies groß geschrieben werden.
    Ein kleiner j würde den Sinn entstellen. Denn es geht ja nicht um das Alter der Personen.

    Aber falls ich hier etwas grundsätzlich falsch verstanden habe, bitte ich um Aufklärung.

    Grüße

  13. ... der Trittbrettschreiber am Mai 19th, 2017 7:03 am

    Herr Ober! Wie immer bitte!

  14. Artur Lichtenfeld am Mai 19th, 2017 4:59 pm

    flurdab am Mai 18th, 2017 7:43 pm

    @ Artur Lichtenfeld,

    nicht das mir anmaße die deutsche Sprache in all ihrer „Seltsamkeit“ vollumfänglich zu verstehen.
    Aber hier schrieb der Trittbrettschreiber doch von den Jüngern aka Anhängern, also quasi Fans.

    Eben drum, das wäre zu erklären! Aber der Verfasser kapiert es nicht.

    … der Trittbrettschreiber am Mai 18th, 2017 9:09 am

    @Arthur Lichtenfeld

    Apropos Schreibfehler:
    WER WEGSIEHT MACHT SICH MITSCHULDIG!

    Das hat für Beamte keine Gültigkeit. Das steht im Grundgesetz Artikel 0.

  15. ... der Trittbrettschreiber am Mai 20th, 2017 3:39 pm

    @Arthur Lichtenfeld

    „Aber der Verfasser kapiert es nicht.“

    Wie könnte ich auch. Ich habe mich noch nie verstanden. Jeder Gedanke, jedes Wort von mir weckt nur die eine, einzige Frage: „Was will ich mir damit sagen?“ Die Antwort kommt stante pede von meinem Über-Ich aus dem mittlerweile feinstaubversmogten Aether: „Keine Ahnung.“

    Insofern, Arthur, sind Sie nicht allein.

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