Vermischtes

felsendom
Orthodoxe Juden belagern den Eingang von der Altstadt Jerusalems zum Felsendom und der al-Aqsa-Moschee. Für Juden ist der Eintritt verboten. Das wird von der israelischen Polizei kontrolliert und durchgesetzt. (12.10.2025)

Ich lasse die Nachrichten ziellos, unalgorithmisch und ohne zu werten, ob sie etwas bedeuten, an mir vorbeirauschen, wie die Mischung aus Katzenvideos und spärlich bekleideter Damen auf Instagram.

In Brasilien gibt es den üblichen Krieg zwischen der Polizei und den Favelas.

Die Gemengelage ist kompliziert. Die Kleinkriminalität mit psychotrophen Substanzen ist aus marxistischer Sicht natürlich Teil des Klassenkampfes von unten nach oben, geboren aus Verzweiflung angesichts der ausweglosen Situation. Die Bevölkerung ist zu arm, um aus den Viertel wegzuziehen, in denen Gangs und Warlords die Macht übernommen haben. Auch die Drogendealer sind zu arm, um in die Mittelklasse aufzusteigen und sich von den Favelas zu verabschieden.

„Die Verbrechen der Einzelnen sind nur die notwendige Folge der gesellschaftlichen Zustände, unter denen sie leben.“ (Friedrich Engels: „Die Lage der arbeitenden Klasse in England“ (1845))

Man kann Herumjammern, ohne Alternativen anzubieten. Oder von Narco-Terrorismus reden. Oder fragen, wie es dazu kommen konnte. So ein Zustand ist einer mit Ansage. Oder fragen, warum „Drogen“ verboten seien. Macht aber keiner.

Argentinien: Man weiß vorher, was die so genannten „Linke“ über Mileis Wahlsieg schreibt. Man hat ihm das Etikett „rechts“ angeklebt, daher sind rationale Argumente jetzt nicht mehr nötig. Die Wähler sind halt doof und müssen beschimpft werden, wenn sie mehrheitlich Milei und Trump wollen. „Javier Milei muss weiter als Präsident die Zügel in der Hand halten und seinen ultrarechten Anpassungskurs fortsetzen dürfen.“ Was genau ist mit „ulrarechts“ gemeint? Das Land so zu ruinieren wie die vorherigen Vorsitzenden der Ausschüsse, die die gemeinschaftlichen Geschäfte der Bourgeoisie in Argentinien verwalteten?

„Milei hat mithilfe von Trump einen wichtigen Etappensieg zum 10. Dezember errungen, wenn der neue Kongress zum zweiten Jahrestag seiner Amtsübernahme zusammentritt. Doch der wirtschaftliche Crash, der durch die frischen Dollars aufgeschoben wird, ist unvermeidbar, wenn Milei seinen Kurs beibehält. Der überbewertete Peso bricht Argentiniens Wirtschaft das Genick.“ (In diesem Artikel des ND ist Milei nicht „ultrarechts“, sondern „ultralibertär“.)

Fakt ist: Die so genannte „Linke“ hierzulande hat weder eine Idee noch einen Plan, wie Wirtschaftspolitik aussehen könnte und sollte, außer die eigene Klientel mit Geld zu überschütten, das andere vorher verdient haben. Frage: Warum funktioniert die Wirtschaft Argentiniens nicht so wie die Italiens, zumal ein großer Teil der Argentinier italienische Vorfahren hat?

Die Opposition in Argentinien ist übrigens nationalsozialistisch nationalistisch. „Fuerza Patria verteidigt grundlegende Prinzipien wie nationale Souveränität, soziale Gerechtigkeit und die Rolle eines intervenierenden Staates in der Wirtschaft, um Ungleichheiten zu verringern. Sie fördert öffentliche Politiken, die auf Industrialisierung, den Schutz von Arbeitsrechten und die Ausweitung sozialer Rechte abzielen. Zudem setzt sie sich für eine stärkere Integration der Völker Lateinamerikas ein, um sich gegen ausländische Einflüsse zu behaupten.“ (DIARIO AS)

Die traditionelle Linke ist zu einer irrelevante Sekte verkommen.

USA. Trump lässt künftig pro Jahr nur 7500 Flüchtlinge ins Land. Ach. Ach was.

Westasien und Baktrien. Trotz Stopps des Aufnahmeprogramms – Flug mit Afghanen ist in Deutschland gelandet.

„Dass trotz des Stopps einige der Betroffenen und ihre Angehörigen trotzdem Visa erhalten, liegt daran, dass in Deutschland Klagen angestrengt wurden, um ihre Einreise durchzusetzen. Unterstützt werden die Betroffenen dabei teils von der Organisation Kabul Luftbrücke.“ (Die Qualitätsmedien kriegen es einfach nicht hin, Links zu setzen. Aber ich habe es aufgegeben, mich darüber zu ärgern, sondern freue mich, wenn wieder eine Zeitung Pleite geht.)

Die Lobby-Organisation ist „eine Initiative der Aab Humanitarian Association gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung c/o Rechtsanwaltskanzlei Heinrich“ in Berlin. „Die Interessenvertretung wird ausschließlich in eigenem Interesse selbst wahrgenommen.“ (Jahresabschluss 2024: Zuschüsse 310.500,00 Euro. Personalkosten 198.062,50 Euro. Spenden: 52.038,77 Euro. Das ist ein höchst interessantes Geschäftsmodell.)

Israel: Bald wird es wieder knallen. Ich habe in drei Wochen auch niemanden in Israel getroffen, der das anders gesehen hätte. Die Haredim werden „Heuchler“ genannt. Und das ist bei diesen Religioten auch gut so.

Ich glaube auch, dass die Orthodoxen mit dieser Aktion Netanjahu einen Bärendienst erwiesen haben, denn den säkularen Israelis wird jetzt noch klarer sein, dass sie den Kopf hinhalten sollen im Krieg gegen die Araber, während die Verehrer des jüdischen höheren Wesens den ganzen Tag heilige Bücher studieren dürfen und sonst nichts zur Ökonomie beitragen, außer dass sie noch mehr Orthodoxe in wie Welt setzen, die durchgefüttert werden müssen. Und wenn Netanjahu die weiter hofiert, wird er seine Mehrheit verlieren.

Apokalypse: Ich muss hier Bill Gates zitieren:
„There’s a doomsday view of climate change that goes like this:
In a few decades, cataclysmic climate change will decimate civilization. The evidence is all around us—just look at all the heat waves and storms caused by rising global temperatures. Nothing matters more than limiting the rise in temperature.
Fortunately for all of us, this view is wrong. Although climate change will have serious consequences—particularly for people in the poorest countries—it will not lead to humanity’s demise.“

Oh!? Wird der überhaupt noch nach Deutschland gelassen? Konvertiert zum „Klimaleugner„, was auch immer das bedeuten mag?

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Lohamim Baruach oder: Die Legende von Ruth

Etzel Museum
Ansprache des ETZEL-Kommandeurs Menachem Begin vor dem Feldzug zur Befreiung von Jaffa:
„Wir ziehen aus, um Jaffa zu erobern. Dies wird eine der entscheidendsten Schlachten im Krieg um Israels Unabhängigkeit sein.
Wisset, wer vor euch steht. Gedenkt derer, die ihr hinter euch gelassen habt. Hinter euch stehen eure Eltern, eure Brüder und unsere Kinder.
Schlagt den Feind! Zielt gut! Spart mit eurer Munition. Zeigt keine Gnade im Kampf, so wie der Feind kein Erbarmen mit unserem Volk kennt.
Seid mitfühlend gegenüber Frauen und Kindern. Wenn jemand seine Hände zur Kapitulation hebt – verschont ihn. Er ist euer Gefangener, tut ihm kein Leid an.
Gundar Gideon, der im Kampf erfahren ist, wird euch in den Angriff führen.
Erinnert euch an das ETZEL-Banner! Es gibt nur eine Richtung vor euch: Vorwärts!“
Credits: The Etzel-House, Tel Aviv

So etwas wie das Etzel-Museum würde es in Deutschland nicht geben. Bewaffneter Aufstand? Ein Museum für eine Terrororganisation? Geht ja gar nicht. Da könnte die Bevölkerung verunsichert werden oder gar auf dumme Gedanken kommen.

Die Irgun Zwai Leumi (hebräisch אִרְגּוּן צְבָאִי לְאֻמִּי Irgūn Zvaʾī Ləʾummī, deutsch ‚Nationale Militärorganisation‘, Abkürzung IZL oder Etzel), auch lediglich Irgun, war eine jüdische, von 1931 bis 1948 bestehende zionistische paramilitärische Terrororganisation im britischen Mandatsgebiet Palästina vor der israelischen Staatsgründung. Sie stand der Weltunion der Zionistischen Revisionisten von Wladimir Jabotinsky nahe, welcher von 1937 bis 1940 auch Oberkommandierender war. In Folge des Arabischen Aufstandes verübte die Gruppe terroristische Anschläge gegen die arabische Bevölkerung.

Etzel Museum
Tagesbulletin
Soldaten;
Brüder und Schwestern;
Die Vereinten Nationen haben die Entscheidung über die Teilung getroffen.
Das Volk jubelt vor Freude.
Wir dürfen es ihnen nicht verübeln.
Ihre Seelen sehnen sich danach, das Joch der Sklaverei abzuwerfen.
Ihre Seelen dürsten nach Unabhängigkeit.
Die Begriffe „Staat“, „Regierung“, „Armee“, die wir so viele Jahre lang im Angesicht der Verleugnung und des Spottes der Vasallen der gegenwärtigen Verwaltung gefördert haben, sind zu den teuersten Träumen des Volkes geworden.
Und als verkündet wurde, dass diese Wirklichkeit werden würden, jubelte das Volk vor Freude.
Wir dürfen es ihnen nicht verübeln.
ETZEL-Hauptquartier, Bekanntmachung am Tag nach der Resolution der Vereinten Nationen vom 29. November [1947].

Etzel Museum

Militärisch kann man die Ziele der Irgun mit denen der ETA oder der IRA vergleichen. Ich überlasse es dem Publikum, sich einschlägig zu informieren. In Deutschland kennen vielleicht noch ein paar Leute Menachem Begin, der 1977 bis 1983 Ministerpräsident Israels war und die Vorherrschaft der „linken“ Arbeiterpartei gebrochen hat.

Etzel MuseumEtzel Museum

Das Museum ist nicht sehr groß. Natürlich war ich der einzige Tourist, und ich hatte auch den Eindruck, dass die guten Leute an der Rezeption, die kaum Englisch sprachen, mich nicht richtig einordnen konnten.

Man bekommt einige „Heldengeschichten“ zu sehen. Die Irgun wurde durch einige spektakuläre Aktionen bekannt (die auch im Roman „Exodus“ von Leon Uris erwähnt werden): Unter Begins Führung verübte die Irgun im Juli 1946 den Anschlag auf das King-David-Hotel in Jerusalem, das damals einige Abteilungen der britischen Mandatsregierung und Büros des Generalstabs der britischen Armee für Palästina beherbergte. Am 4. Mai 1947 befreite die Irgun gewaltsam 200 Gefangene aus der Zitadelle von Akkon, die von den Briten als Gefängnis genutzt wurde. Auch das Massaker von Deir Yasin geht auf das Konto der Irgun.

King David Hotel
Das King-David-Hotel in Jerusalem heute

Die Irgun spielte auch bei der Eroberung Jaffas im Unabhängigkeitskrieg eine Rolle. Das Thema ist noch heute präsent.

etzel museum
„Fallen in the battle for Jaffa

Nach der Altalena-Affäre wurde die Irgun zwangsweise aufgelöst.

Als Altalena-Affäre bezeichnet man die Fahrt, den Streit um die Waffenverteilung und die Versenkung des Schiffs durch die Hagana (danach IDF) und die Untergrundorganisation Palmach. Bei dem Vorfall starben neunzehn Juden, und Israel wurde an den Rand eines Bürgerkrieges (Bruderkrieg in Anlehnung an Kain und Abel) gebracht. Dabei schossen Juden auch auf Holocaustüberlebende, und es kam zu zahlreichen Befehlsverweigerungen.

Das Museum berichtet nicht sehr ausführlich über das Ereignis, das fast einen innerjüdischen Bürgerkrieg ausgelöst hätte.

Die Regierung der Arbeiterpartei und die israelischen Streitkräfte vermieden über Jahrzehnte die Erinnerung an den Vorfall. In Schulbüchern und in den Museen der Palmach und der Haganah wurde der Vorgang ignoriert und marginalisiert. Dagegen begingen die Irgun-Anhänger jährliche Trauerfeiern für ihre Kameraden, die durch die „Hände Kains“ getötet worden seien. In der Knesset warf Begin der Regierung 1959 Mord vor und Generationen von Likudmitgliedern sahen die Altalena-Affäre als „Mord“ an.

etzel museumetzel museum

„Nach den Unruhen im Jahr 1929 richtete die britische Regierung mit Zustimmung des Völkerbundes eine Kommission ein, die die umstrittenen Rechte und Ansprüche der Muslime und Juden an der Westmauer klären sollte. Diese Kommission wurde „Internationale Klagemauer-Kommission“ genannt.

Die jüdische Siedlung im Land Israel betrachtete das Urteil der Kommission als eine schwere Ungerechtigkeit. Die britische Mandatsregierung verbot das Blasen des Schofars an der Westmauer, ein uraltes jüdisches Ritual, das am Ende des Jom-Kippur-Gebets durchgeführt wird. Die Zuwiderhandlung wurde mit Gefängnis bestraft.

Seit 1930 begannen junge entschlossene Männer, Jahr für Jahr, den Befehl zu missachten und den Schofar bei der Westmauer zu blasen – trotz der Anwesenheit von Soldaten und Polizisten des Britischen Empires.“

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Dann haben wir noch eine richtige Heldengeschichte: Die Schlacht um Yehud (Yahudiya).

Im Morgengrauen des 4. Mai 1948 griff eine ETZEL-Einheit das große arabische Dorf Yahudiya an, das von etwa 300 arabischen Kämpfern mit vielen verschiedenen Waffen verteidigt wurde.

Die Truppe griff von drei Seiten an, und nach heftigem Widerstand fiel das Dorf in ihre Hände. Während der Schlacht flohen alle Dorfbewohner, und als die Angreifer den Ort betraten, fanden sie ihn menschenleer vor. Ein ETZEL-Soldat fiel in dieser Schlacht. Einige Tage später wurde die Truppe von der 11. Kompanie des ETZEL aus der Region Tel Aviv abgelöst, die sich im Dorf niederließ, um es zu verteidigen.

etzel museum

Am 19. Mai 1948 griff die Kompanie Wilhelma an, um arabische Streitkräfte in diese Richtung zu ziehen und so die ETZEL-Truppen zu entlasten, die Ramla angriffen. Ziel war es, eine Ablenkung zu schaffen und – falls sich die Gelegenheit ergab – Wilhelma einzunehmen. Die Kompanie gelangte bis zu den Zäunen von Wilhelma, stieß jedoch auf heftigen Widerstand und musste sich nach Yahudiya zurückziehen. Ihre Verluste in dieser Schlacht betrugen drei Tote und mehrere Verwundete.

Gegen Ende des Mai wurde die Kompanie nach Ramla verlegt und durch eine andere Truppe ersetzt, die zur Verteidigung von Yahudiya zurückblieb. Diese neue Truppe bestand aus einer verkleinerten Kompanie von etwa 90 Mann, darunter ehemalige Soldaten sowie etwa 20 Frauen, die Wachdienst und Beobachtungsposten versahen. Die Verteidiger verfügten nur über sehr wenig Munition. Der Kompaniekommandant bat um Hilfe – insbesondere um Munition – bei den IDF-Behörden in der Region, doch es kam keine Unterstützung.

Am 11. Juni 1948 griff eine große Einheit der Arabischen Legion Yahudiya an, bestehend aus irregulären Truppen unter Panzerschutz. Die Munition der Verteidiger ging sehr schnell zur Neige, und der Kontakt zwischen dem Hauptquartier und den Außenposten ging verloren. Trotzdem gelang es den meisten Soldaten in den Stellungen, sich in das Dorfzentrum zurückzuziehen. Sie wichen in Richtung Petach Tikva und Tel Hashomer zurück und sammelten sich neu. Doch infolge des schnellen Durchbruchs der feindlichen Truppen wurde die südwestliche Position abgeschnitten. Alle Versuche des Kommandeurs, die dort stationierten Soldaten zu retten, scheiterten – alle fünf fielen im Kampf. Gleichzeitig eroberte der Feind die Dorfmoschee. Auf deren Dach befanden sich zwei Frauen auf Beobachtungsposten – beide wurden getötet.

etzel museum

Während des Rückzugs und der Rettungsversuche fielen weitere ETZEL-Kämpfer. Insgesamt starben an diesem Tag zwölf Soldaten, darunter auch die beiden Frauen.

In den Schlachten um Yahudiya und Wilhelma wurden insgesamt 16 Etzel-Soldaten getötet. Am 10. Juli 1948 wurde Yahudiya schließlich von IDF-Truppen während der „Danny“-Operation befreit.

Heute ist der Ort eine blühende jüdische Siedlung mit dem Namen Yehud.

etzel museum

Übersetze ins Deutsche, was auf dem Rücken der Kinder auf den T-Shirts zu lesen ist.
Auf den Rücken der Kinder-T-Shirts steht auf Hebräisch: „לוחמים ברוח“
Das bedeutet auf Deutsch: „Kämpfer im Geiste“ oder „Kämpfer des Geistes“.

Kannst du das Motto irgendeiner Organisation zuordnen? Es waren offenbar Kinder strenggläubiger religiöser Juden.
Der hebräische Ausdruck „לוחמים ברוח“ („Lohamim Baruach“ – Kämpfer im Geiste) wird tatsächlich in Israel von mehreren religiös-zionistischen Organisationen verwendet, meist mit Bezug auf Jugenderziehung, Zionismus und Erinnerungskultur. Er ist kein exklusives Motto einer einzigen Gruppe, sondern ein verbreiteter Slogan im religiös-zionistischen Umfeld, besonders in Programmen, die Kinder oder Jugendliche an Themen wie den Unabhängigkeitskrieg Israels, die Erziehung zu religiösem Zionismus oder die Erinnerung an die Etzel/Lechi-Untergrundkämpfer (Irgun, Lehi) heranführen.

In diesem Fall (aufgrund der Kleidung der Kinder und des Rahmens mit Porträts zionistischer Persönlichkeiten) ist es sehr wahrscheinlich, dass die Gruppe mit einer Bildungs- oder Gedenkstätte des Etzel (Irgun) oder einer religiös-zionistischen Jugendorganisation verbunden ist – etwa der Bewegung Bnei Akiva oder einem Gedenkzentrum für den Unabhängigkeitskampf.

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Avocado-Hummus mit Kartoffel-Fladenbrot

Avocado-Hummus mit Kartoffel-Fladenbrot

Das Restaurant Ben-Sira-Hummus hat mich auf den Geschmack gebracht. Wenn man Hummus im Supermarkt kauft, schmeckt das nach irgendeiner undefinierbaren Chemie-Pampe. Das mochte ich nicht. Wenn man Hummus aber selbst zubereitet, sieht es gleich ganz anders aus, und es gibt auch noch unzählige Variationsmöglichkeiten.

Avokado-Hummus
Zutaten:
– 1 Dose Kichererbsen
– 2 Avocados
– 2 Knoblauchzehen
– 3 EL Zitronen- oder Limettensaft
– 1 EL Tahini Sesampaste (kann man auch selbst machen)
– 3 EL Olivenöl
– 1 EL Wasser (optional, oder die Flüssigkeit aus der Kichererbsen-Dose)
– 1 Prise (¼ TL) Salz
– ½ TL Chiliflocken

Zubereitung:
1. Kichererbsen abtropfen lassen. Avocados halbieren und die Kerne entfernen.
2. Alle Zutaten in einem Mixer oder mit einem Pürierstab zermatschen, bis die Substanz cremig wird (wie cremig, ist Geschmacksache).
3. Den fertigen Avocado-Hummus in eine Schüssel füllen und mit einem Schuss Olivenöl oder Kürbiskernen oder Schnittlauch garnieren. Koriander oder Petersilie gehen auch.

Kartoffel-Fladenbrot
Zutaten
– ca. 400 g Pellkartoffeln
– 1-2 Knoblauchzehen
– 140 g Mehl
– 1 (eine halbe Tüte) TL Backpulver
– Salz und Pfeffer
– Öl

Zubereitung
1. Pellkartoffeln machen. (Wie das geht? Mit Schale 20 Minuten kochen, abkühlen lassen und dann mit einem kleinen Messer – im Ruhrpott sagt man Hümmelchen dazu – pellen.)
2. Kartoffel zerstampfen (am besten mit einem Kartoffelstampfer oder mit den Händen zerquetschen). Dann Mehl und Backpulver, Salz und Pfeffer hineinmatschen. Aus allem einen Teig kneten.
3. Aus dem Teig sechs Kugeln formen. Backpapier auf die Arbeitsfläche legen und mit Öl bestreichen (am besten mit einem Küchenpinsel). Die Teigkugeln nacheinander im Öl hin und her rollen.
4. Aus den Kugeln Fladen machen, ca. einen halben Zentimeter dick. (Am einfachsten geht das mit einem Pfannenwender – einfach draufhauen).
5. Die Fladen in Öl in einer Pfanne von beiden Seiten goldbraun braten (dauert ca. fünf pro Minuten pro Seite, kommt natürlich auf die Hitze und den Ofen an.)

ChatGPT sagt dazu:
Dein Avocado-Hummus mit Tahini, Zitrone und 3 Kartoffel-Fladenbroten (die anderen esse ich morgen) enthält etwa:
➡️ 1690 kcal
Fett ≈ 85 g
Kohlenhydrate ≈ 211 g
Ballaststoffe ≈ 55 g
Eiweiß ≈ 46 g

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Hospizblick

Katze tel Aviv

Blick vom Dach des katholischen Österreichischen Hospizes zur Heiligen Familie auf die Altstadt von Jerusalem (vgl. „Von Äthiopien, Autokelaphen und Österreich“ 13.10.2025).

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Überwacht!

Katze tel Aviv

Auch alle Katzen in Tel Aviv werden vom Mossad überwacht, was hier am Halsband eindeutig zu erkennen ist.

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Der Standort ist ungenau


Das Video wird von YouTube eingebettet und erst beim Klick auf den Play-Button geladen. Es gelten die Datenschutzerklärungen von Google.

So sieht es aus, wenn man sich in der Negev verlaufen hat. Zur Nachahmung nicht empfohlen. (vgl. Mizpe Ramon und drumherum 16.10.2025).

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Western Wall Jerusalem

Western wall, Jerusalem Sukkot 2025

Das Video wird von YouTube eingebettet und erst beim Klick auf den Play-Button geladen. Es gelten die Datenschutzerklärungen von Google.

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Vom Warmen ins Kaltnasse

tel Aviv

Kurz vor Mitternacht kam ich am Flughafen Ben Gurion an, die Sicherheitskontrollen und das Einchecken begannen ab 02:30 Uhr. Ich hatte zum letzten Mal gegen Mittag im Kibbutz Jad Mordechai etwas gegessen und war froh, als es um 06:00 Uhr endlich losging – bei wunderbarem Wetter.

Berlin

In Berlin gab es genau das Gegenteil – richtiges Pladderwetter zum Abgewöhnen. Auch der Panzerspähwagen fuhr da aus mir unbekannten Gründen wieder herum.

Ich kam recht hungrig zu Hause an und päppelte mich mit einem Frühstück „Israel Style“ – aber mit besserem Kaffee als dort – auf. In den nächsten Tagen werde ich mich mal an selbst gemachtem Hummus versuchen. Leider ist mein Urlaub morgen schon vorbei.

Frühstück

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Highly Skilled Teams

Gaza
Gaza-Stadt, aufgenommen hier [150m über dem Meeresspiegel, 26.10.2025, 10:23 Uhr]. Man kann (in der großen Version) die Mauer zwischen Gaza und Israel erkennen. Die Rauchwolken stammen entweder von Panzern oder, was wahrscheinlicher ist, von israelischen Bulldozern, wie man mir sagte. Aufgenommen mit meiner GoPro HERO9.

Die bürgerliche QualitätsPresse berichtet: „Das ZDF hat eingeräumt, jahrelang mit einer Produktionsfirma zusammengearbeitet zu haben, die auch ein Hamas-Mitglied in ihren Reihen beschäftigte. (…) Bei dem Mann handelt es sich um Ahmed Abu Mutair [aka Ahmed As‘ad Muhammad Abu Matar]. Armeekreise berichteten in „Bild“, Israel habe den Palästinenser als Zugführer der Hamas identifiziert. Er soll dem militärischen Arm der Hamas, den sogenannten Qassam-Brigaden, angehört haben. Das ZDF forderte vom israelischen Militär entsprechende Belege – die dem Sender nun vorgelegt wurden. (…)

In einer ersten Reaktion am 19. Oktober hatte das ZDF den Angriff auf den PMP-Standort [Palestine Media Production ] noch verurteilt. „Wir sind in Gedanken bei den Opfern und ihren Familien, denen wir unser tiefes Mitgefühl aussprechen“, wurde ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten in einer Mitteilung zitiert. „Es ist nicht hinnehmbar, dass Medienschaffende bei der Ausübung ihrer Arbeit angegriffen werden.“

PMP
Ścreenshot der Web site pmptv.tv vom April 2019

Die Website der PMP ist nicht mehr erreichbar, nur noch über archive.org.

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Unter Kibbutzimern

Gaza

Im Kibbutz Jad Mordechai. „Der Kibbuz wurde im Dezember 1943 gegründet; benannt wurde er nach dem Anführer des Aufstands im Warschauer Ghetto Mordechaj Anielewicz.“

The sites we visited:
– Town of Sderot – A viewpoint & The police station memorial site.
– The burned cars site near Moshav Tekuma.
– The Nova festival site.
– The Migunit ( Shelter) near Kibbutz Re’im ( Aner Shapira’s story )
– We ate in Kibbutz Yad Morechai
– A tour & meeting in the Kibbutz

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Gaza Environment

Gaza

Ich habe heute eine anstrengende achtstündige Exkursion hinter mir, muss jetzt meinen Rucksack packen und die Nacht am Flughafen verbringen, weil das Einchecken um 05.20 Uhr beginnt.

Auf dem Foto oben ist Gaza Stadt zu erkennen. Die anderen sprechen für sich. Ich werde das Publikum noch die ganze nächste Woche mit Fotos behelligen und dazu einige interessante Geschichten erzählen können.

Nova Festival MemorialNova Festival MemorialNova Festival MemorialNova Festival MemorialNova Festival Memorial

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#Stadtbild #Strandbild Tel Aviv

Tel Aviv

On Jerusalem geht man am Schabbat in die Synagoge, in Tel Aviv an den Strand. In Jerusalem ist alles geschlossen, in Tel Aviv haben viele Cafés geöffnet.

Tel Aviv

Ich hatte für jedes Foto ein spezielles Motiv. Aber das kann das Publikum selbst herausfinden.

Tel AvivTel AvivTel AvivTel AvivTel AvivTel AvivTel Aviv

Das Schild „Baden verboten“ scheint hier nur eine Empfehlung zu sein.

Tel AvivTel AvivTel AvivTel Aviv

Ich bin bis zu Yarkon Park gegangen, benannt nach dem gleichnamigen Fluss, in den „alten Norden“ Tel Avivs.

Tel Aviv

Jitzchak Rabin „nahm am Abend des 4. November 1995 an einer großen Friedenskundgebung auf dem Platz der Könige Israels (hebräisch כיכר מלכי ישראל) in Tel Aviv teil. Der Platz trägt heute seinen Namen (hebräisch כיכר רבין Kikar Rabin). Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Ja zum Frieden, Nein zur Gewalt“. Jigal Amir, ein israelischer Jurastudent rechtsextremer, religiös-fanatischer Überzeugung, passte den Moment ab, als der Premierminister die Bühne verließ und zu seinem Auto geleitet wurde, dann schoss er auf ihn. Rabin starb kurz darauf im Ichilov-Hospital.“

Tel Aviv

Am vorletzten Tag in Israel Schakschuka im Café Tachtit.

Tel AvivTel Aviv

Irgendwo im Florentin-Viertel

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Die Minimalisten schlagen zurück

Ich habe mir einen Artikel von Israel Finkelstein in der Zeitschrift des Deutschen Palästina-Vereins übersetzen und zusammenfassen lassen: „The Large Stone Structure in Jerusalem – Reality versus Yearning“ [Das große Steingebäude in Jerusalem – Realität versus Sehnsucht] (2011).

city of david
Vgl. „Die Stadt Davids“ vom 14.10.2025

Der Artikel behandelt die kontroverse Deutung der archäologischen Funde aus den Ausgrabungen von Eilat Mazar in der Davidsstadt (Jerusalem).

Zwei gegensätzliche Interpretationen stehen sich gegenüber:
Die erste stammt von Eilat Mazar selbst, wird von Amihai Mazar und Ariel Faust unterstützt und vertritt die Ansicht, dass die freigelegten massiven Mauern zu einem einzigen großen Gebäude – der sogenannten *Large Stone Structure* (LSS) – gehören. Diese LSS soll zusammen mit der *Stepped Stone Structure* (SSS) ein einheitliches architektonisches Ensemble bilden, das spätestens im 10. Jahrhundert v. Chr. errichtet wurde.

city of David
Ein Auszug aus dem Prospekt der „Stadt David“ (Jerusalem Walls National Park) Stadt David, der die große Steinstruktur beschreibt.

Die zweite Interpretation, vertreten von Z. Herzog, L. Singer-Avitz, D. Ussishkin und dem Autor des Artikels, widerspricht dieser Sicht deutlich. Nach ihrer Analyse bilden die Mauern kein einheitliches Gebäude. Einige Abschnitte stammen vermutlich aus dem 9. Jahrhundert v. Chr. (Eisenzeit IIA), andere hingegen aus der hellenistischen Epoche. Auch die SSS sei keine monolithische Struktur, sondern sei über Jahrhunderte hinweg immer wieder erneuert worden. Der obere Teil der SSS gehöre wahrscheinlich zur hellenistischen Stadtbefestigung, während nur der untere Teil in die Eisenzeit reiche. Eine bauliche Verbindung zwischen der LSS und der SSS lasse sich heute nicht nachweisen.

Der Autor kritisiert die Interpretation von E. Mazar, A. Mazar und Faust als methodisch problematisch. Das Grabungsgebiet sei stark gestört, die Mauern fragmentarisch, und viele frühere Bauphasen seien durch spätere Eingriffe – insbesondere aus hellenistischer, römischer und moderner Zeit – zerstört oder verändert worden. Zudem sei das Areal bereits im frühen 20. Jahrhundert ausgegraben und anschließend verfüllt worden, wodurch viele Funde nicht mehr sicher *in situ* seien. Moderne Restaurierungen hätten zudem den Befund verfälscht, vor allem an der entscheidenden Verbindung zwischen Mauer 20 und der SSS.

Auch architektonisch und stratigrafisch sei die Hypothese einer großen einheitlichen Struktur nicht haltbar. Die Mauern verlaufen unregelmäßig, unterscheiden sich in Bauweise und Niveaulage, und es existieren keine durchgehenden Fußböden oder Funde, die eine gemeinsame Nutzung belegen. Die LSS sei daher vermutlich keine einheitliche Konstruktion, sondern bestehe aus mehreren Bauphasen und Gebäuden unterschiedlicher Zeitstellung.

Hinsichtlich der Datierung zeigen die Funde, dass die ältesten Mauern frühestens in der Mitte bis zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts v. Chr. entstanden sein können. Keramikfunde und stratigrafische Beobachtungen widerlegen eine Entstehung im 10. Jahrhundert v. Chr., wie von Mazar und Faust angenommen. Auch der Zusammenhang zwischen den eisenzeitlichen und hellenistischen Mauern bleibe unklar.

Jerusalem city of david

Der Autor schließt daraus:

1. Es gibt keine nachweisbare einheitliche „Large Stone Structure“.
2. Eine bauliche Verbindung zwischen LSS und SSS existiert nicht; nur der hellenistische Teil der SSS steht in Zusammenhang mit der hellenistischen Stadtmauer.
3. Die freigelegten Mauern stammen aus unterschiedlichen Epochen – teils aus dem 9. Jahrhundert v. Chr., teils aus der hellenistischen Zeit.
4. Ohne Rückgriff auf biblische Texte gäbe es keine archäologischen Gründe, diese Funde als Überreste eines monumentalen Baus des 10. Jahrhunderts v. Chr. zu deuten.

Damit stellt der Artikel die These eines großartigen, davidischen Palastbaus in Frage und plädiert für eine nüchterne, quellenkritische Auswertung der Befunde.

Also leider wieder nichts mit dem Palast Davids. Und Doron Spielman hat sich auch zu weit aus dem Fenster gelehnt. (Vgl. auch Emek Shaveh: „The Debate over „King David’s Palace“,2020)

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Altersnachweis für P0rn

facebook

Satz des Tages bei Heise: „Aylo [Betreiberin der in Großbritannien reichweitenstärksten Pornoplattform Pornhub] fordert deshalb, die Altersüberprüfung nicht auf einzelnen Websites vorzunehmen, sondern auf Geräte- oder Betriebssystemebene zu verankern. Der Pornoseitenbetreiber zeigt sich zuversichtlich, dass Nutzer eher bereit sind, ihre Daten mit Apple, Google und Microsoft zu teilen, um ihr Alter nachzuweisen, als mit Pornoseiten.“

Das möchte ich sehen. P0rnfilter als Teil von Betriebssystemen? Wer veräppelt hier wen?

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„Hessen gegen Hetze“ – diese Denunziationsbude gehört geschlossen“

Deniz Yücel hinter der Paywall der bürgerlichen Presse: „Das Verfahren gegen Bolz verdeutlicht, warum in den vergangenen Jahren die in der BKA-Statistik als „Politisch motivierte Kriminalität“ erfassten Äußerungsdelikte enorm gestiegen sind. Allein die Verfahren (nicht: die rechtskräftigen Verurteilungen) nach §86a StGB sowie nach §86 StGB (Verbreiten von Propagandamitteln verfassungswidriger und terroristischer Organisationen) haben sich von zusammen 5704 Fällen im Jahr 2015 auf 20.074 Fälle im Jahr 2024 vervierfacht.

Diese Zahlen zeigen aber nicht (oder nicht nur), dass an jeder Ecke, wie ständig moniert wird, „Hass und Hetze“ lauern würden. Vielmehr belegen Verfahren wie das gegen Bolz, dass Ermittlungsbehörden und Justiz nicht nur gegen tatsächlich und eindeutig strafbare Inhalte vorgehen, sondern immer häufiger dazu neigen, das Strafprozessrecht als Mittel zur politischen Maßregelung und Einschüchterung einzusetzen – ohne Rücksicht auf die gefestigte Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts. Und kühn der Gefahr trotzend, dass man sie für Deppen hält, die nicht imstande sind, jahrtausendealte Kulturtechniken wie Satire, Ironie und Polemik zu erkennen.“

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Unter Aussichtgenießenden

Jerusalem
Jerusalem–Yitzhak Navon (central station)- „It is the world’s deepest heavy-rail passenger station, with its platforms extending down to 80 metres (260 ft) below street level.“

Zurück im O-Pod-Hotel in Tel Aviv.

Tel Aviv Jaffa
Sderot Rothschild (Rothschild Avenue)

Ich habe heute die Gegend nördlich des Stadtteils Florentin in Tel Aviv erkundet. Ich musste eh einkaufen, weil morgen wieder alles geschlossen ist wg. Schabbat, außer bei den Arabern.

Tel Aviv JaffaTel Aviv JaffaTel Aviv Jaffa

Übrigens: Man bekommt zu Falafel normalerweise ein kleines Schälchen gratis, in das man irgendein scharfes Zeug packt – sozusagen als Gewürzzulage. Man kann selbst aus einer großen Auswahl entscheiden, mit was man sich den Gaumen verbrennen will.

Tel Aviv JaffaTel Aviv Jaffa

Empfehlenswert zum Bummeln ist auf jeden Fall der langgestreckte Park HaMesila: „Stillgelegte Eisenbahntrasse aus dem 19. Jh. mit Wegen und Grünflächen sowie Bänken, Cafés und Street-Art.“ Der war heute total überfüllt.

Tel Aviv Jaffa

Mittendrin ist der Biergarten Teder.fm (kein Foto): „Online-Radiosender mit beliebter Pizzeria und lebhafter Wochenendszene mit Livemusik und DJ-Auftritten.“ Die Leute standen draußen an mehreren Eingängen Schlange; ich hätte eh keinen Platz mehr bekommen.

Tel Aviv JaffaTel Aviv Jaffa

Im Künstlerviertel Neve Tzedek stehen wunderschöne alte Gebäude, total mit Pflanzen überwuchert, und hinter ihnen die Hochhäuser – man kann nur hoffen, dass sie sich nicht weiter ausbreiten. „Das Künstlerviertel Neve Tzedek bietet Geschäfte für Avantgardedesign, Modeboutiquen und Kunsthandwerksläden sowie allwöchentlich einen Bauernmarkt im HaTachana, einem restaurierten Bahnhofsgebäude. Angesagte europäische Restaurants liegen neben eleganten Bistros; viele der Freiluftcafés der Gegend verwandeln sich nach Einbruch der Dunkelheit in Jazzbars mit Livemusik oder Cocktaillounges.“

Ich werde jetzt den Sonnenuntergang über Jaffa genießen. Noch drei Tage Urlaub… 28 Grad hier um 17.38 Uhr. Und bei euch so?

Tel Aviv Jaffa

Es fehlen noch: Etzel Museum und Jerusalem Museum in Tel Aviv, Kleine Klagemauer in Jerusalem, Tell es-Sultan in Jericho, Österreichisches Hospiz in Jerusalem.

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Melden, durchführen, hausdurchsuchen

Hausdurchsuchng

Hausdurchsuchung bei Norbert Bolz wegen Ironie – das könnte mir auch passieren. „Junge, nette Polizisten, die mir abschließend den guten Rat gegeben haben, in Zukunft vorsichtiger zu sein. Das werde ich tun und nur noch über Bäume sprechen.“

Youtube: „Meinungsfreiheit in Gefahr: Razzia bei Norbert Bolz – Joachim Steinhöfel im Gespräch“.

Die Denunziation kam von der staatliche Meldestelle „Hessen Gegen Hetze“.

Was soll’s. Auch die CDU schafft die „Meldestellen“ nicht ab. Deutsch bleibt deutsch, da helfen keine Pillen.

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(Beinahe) ziellos in Jerusalem

Jerusalem

An meinem letzten Tag in Jerusalem habe ich mich treiben und die Stadt auf mich wirken lassen. Hier der Zion Square an der Jaffa Road.

Jerusalem

Westlich der Jaffa Road rechts und links von der Shamai und Ben Yahuda Street kann man gut bummeln – unzählige Läden und Straßencafés, und nicht unbedingt nur für Touristen.

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Unten an der Stadtmauer vor dem Jaffa Gate: Die Israelis haben irgendwie eine Obsession für alle möglichen Räder der merkwürdigen Art, die ich in Deutschland noch nie gesehen habe. Dafür gibt es hier absolut keine Lastenfahrräder. Zum Ausgleich brettern sie mit Motorrädern durch die Gassen der Altstadt, was die Deutschen bestimmt verbieten würden.

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Natürlich habe ich mich in der Altstadt schon wieder verlaufen, trotz Papierkarte und Google Maps. Ich wollte eigentlich bei den hier schon lobend erwähnten Österreichern Sachertorte essen, aber da stand eine so lange Schlange vor der Kasse, dass mir die Lust verging.

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Hier stand ich schon einmal am 11.10.2023. Leider war der Künstler nicht da – ich hätte gern wieder mal Jiddisch gehört.

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Das Hotel Imperial fasziniert mich immer wieder. Es sieht aus wie ein Gebäude aus Bladerunner, nur dass es nicht regnet. Am 13.11.2023 habe ich mehr darüber geschrieben. (27 Grad in Jerusalem, im Vergleich zu Jericho kühl.)

Jerusalem

Die beiden Mönche (Foto unten) telefonierten eifrig. Vielleicht ist ihnen das in ihrem Kloster – oder wo auch immer sie in der Altstadt leben – verboten.

Jerusalem

Ich aß wieder im Ben-Sira-Hummusbest Hummus in town.

Jerusalem

Nachts werden das Jaffa Gate und die Stadtmauer illuminiert. Was das soll, weiß ich nicht, und rosa macht auch keinen Sinn. Fackeln und Öllampen fände ich stilsicherer (Ausblick von der Terrasse des Post Hostels).

Jerusalem

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On the Road again

palestine

Sorry, ich bin froh, wieder zurück in der Zivilisation in Jerusalem zu sein. Die Straßencafés sind voll mit Frauen und Männern und nur selten sieht man Hijabs oder Niqabs und nie Burkas.

Kleine Randbemerkung: ChatGPT, was steht auf dem Schild in meinem Zimmer in Jericho (oben)?

„Das Kunstwerk zeigt eine Metallplatte in der Form des historischen Palästina, in die arabische Schrift kunstvoll eingraviert ist.
Der arabische Text lautet: **أنا إنسان من فلسطين (ʾanā insān min Filasṭīn)*
Übersetzt bedeutet das: „Ich bin ein Mensch aus Palästina.“
Diese Art von kalligrafischem Design ist in der arabischen Kunst häufig anzutreffen, besonders in Werken, die kulturelle oder nationale Identität ausdrücken. Hier verbindet die Form der Karte mit der kalligrafischen Inschrift eine politische und emotionale Botschaft über Zugehörigkeit und Herkunft.“

Und dieses „Palästina“ erwähnt Israel gar nicht, umfass aber dessen Grenzen, nicht etwa „Levante“ oder Groß-Syrien, was man am ehesten mit „Palästina“ verbinden könnte oder gar das römische Syria Palaestina.

Also? Was soll ein Israeli denken, der in diesem Zimmer übernachtet?

almog junction

Ich wollte eigentlich über Almog Junction schreiben. Dort setzte mich das Taxi aus Jericho ab, und ich wartete auf einen Bus nach Jerusalem.

Once a thriving pit stop for tourists, the situation there has dramatically changed from years of terror attacks, army incursions, and checkpoints nearby.

Davon erfahre ich erst jetzt. Ich habe davon nichts gesehen oder gemerkt. Dort sieht aus wie auf einem deutschen Autobahnrastplatz, nur knapp 40 Grad heiß, und die meisten Geschäfte aufgegeben oder kaputt. Und zwei arme angebundene Kamele als Attraktion für Touristen, die nicht kommen.

almog junction

Ich mag so etwas. Man bekommt das Gefühl, on the road zu sein, auch wenn alles ringsum abgefuckt ist. Das erinnert mich an meine Zeit des Trampens überallhin.

almog junction
Die Geschäftsidee, Hamburger zu verkaufen, hat sich offenbar nicht durchgesetzt.

Der Bus war voll mit Soldaten beiderlei Geschlechts samt Gewehren und riesigen Armeerucksäcken. Einer stand auf und bot mir einen Platz an. Ich lehnte heftig ab, aber er bestand drauf. Ich nahm es als Höflichkeit und weniger als Respekt vor dem nicht gefühlten Alter.

jerusalem

Kurz vor dem Busbahnhof in Jerusalem gab es den totalen Verkehrskollaps. Nichts ging mehr, eine halbe Stunde lang. Dann fingen die Soldaten an auszusteigen, die wenigen übrigen Fahrgäste dann auch. Der Busfahrer kauderwelschte irgendwas und zeigte immer nach vorn zu einer Fußgängerbücke über der Autobahn.

jerusalem

Ich nahm meinen Tasmanian Tiger und den kleinen Rucksack und folgte den anderen. Nach einem Marsch von 20 Minuten waren wir an der Jerusalem Central Station samt der Tram die Jaffa Road entlang. Die Stationen kann ich auswendig.

jerusalem

Jetzt genieße ich die beiden letzten halben Tage in Jerusalem, bevor es morgen Nachmittag nach Tel Aviv geht.

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Es fehlen noch: Etzel Museum und Jerusalem Museum in Tel Aviv, Kleine Klagemauer in Jerusalem, Tell es-Sultan in Jericho.

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Klauen ist ein Beitrag zur demokratischen Kultur

T-online (u.a. auch Alexander Wallasch): „Edle Optik – aber vielfach nur Abladeplätze von Pressemitteilungen, Facebook-Posts, Videotranskripten und Redetexten? Das Portal „The European“ des heutigen Kulturstaatsministers Wolfram Weimer ist seit Tagen in der Diskussion, weil es zum großen Teil aus zusammenkopierten Inhalten besteht und die Urheber der Texte nichts ahnend dort zu „Autoren“ wurden. Die langjährige Praxis setzt Weimer jetzt unter Druck.“

Tichys Einblick (Schwefelgeruch!): „Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat mit seinem Medium „The European“ selbst vielfach fremdes Eigentum ohne Zustimmung von Autoren genutzt. Plagiatsjäger Stefan Weber fordert nun Schadenersatz und Unterlassungserklärung.“

The European: „Veröffentlichung von Politiker-Äußerungen ist „ein guter Beitrag für die demokratische Kultur“.

So etwas ist vermutlich vor allem ein Verstoß gegen das Urheberrecht.

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