Höhlenmenschen und anderes Bemerkenswertes

Höhlenmensch
Ultra-photorealistic close-up action photograph of a massive yellow tracked bulldozer violently plowing through and destroying a large natural anthill, the heavy steel blade cutting directly into the mound, collapsing tunnels and chambers, chunks of soil and fine dust exploding into the air, hundreds of tiny realistic ants fleeing across the broken earth, dramatic contrast between the enormous industrial machine and the tiny ants, scratched and mud-stained steel blade, detailed caterpillar tracks, realistic hydraulic mechanisms, dry grass and natural vegetation around the anthill, low ground-level camera angle from the perspective of the ants, bulldozer towering enormously above the scene, frozen motion, flying dirt particles, natural daylight, realistic shadows, documentary photography, extremely detailed textures, cinematic depth of field, 35mm lens, high shutter speed, physically accurate proportions, no fantasy elements, no anthropomorphic ants, no illustration, no CGI look –ar 16:9 –stylize 75 –no text, logo, watermark, cartoon

Mich hat in den letzten Tagen am meisten die Armagedon-Meldung wir werden alle störben: „Anthropic-Forscher kündigt mit dramatischem Text: Branche erwarte „Auslöschung“. Die Kommentare bei Heise sind wie oft interessanter als der Artikel selbst, wenn man die Zeit findet, sich dort durchzuwühlen. Ein Posting des Users OttoPa fand ich bemerkenswert: „Dem Affen die Bombe geben“.

Da ist er wieder. Der Mensch. Man muss für diese Logik weder eine Superintelligenz noch das Jahr 2030 bemühen. Sie ist uralt. Jeder Rüstungswettlauf funktioniert so. Jeder Teilnehmer erklärt sich selbst zum widerwilligen Vernünftigen, der leider gezwungen ist, noch eine größere Bombe zu bauen, weil auf der anderen Seite womöglich jemand sitzt, der nicht so verantwortungsvoll mit großen Bomben umgeht wie man selbst.

Diesmal stehen halt GPUs im Bunker. Und genau deshalb greift mir die Frage, ob „die KI“ gefährlich ist, zu kurz. KI fällt schließlich nicht wie ein Meteorit vom Himmel. Wir bauen sie. Wir wählen die Ziele. Wir trainieren sie mit dem Zeug, das unsere Zivilisation hervorgebracht hat – Wissenschaft, Kunst und Philosophie genauso wie Krieg, Propaganda, Betrug, Gier, Hass und Größenwahn.

Einmal Menschheitsgeschichte, komplett. Mit scharf.

Das besonders Absurde daran ist: Wir können uns heute kaum noch darauf herausreden, es nicht besser zu wissen. Wir haben Geschichtsbücher, Klimamodelle, Ethikkommissionen, Philosophie, Völkerrecht und ungefähr zwölfunddreißig Millionen PowerPoint-Folien darüber, warum bestimmte Dinge eine ausgesprochen schlechte Idee sind. Und machen sie dann trotzdem. (…)

Wir sind eben eine merkwürdige Mischung aus technischer Hochkultur und Savannenbewohner. Wir fotografieren Schwarze Löcher, editieren Gene und bauen Maschinen, die in Sekunden durch Informationsmengen pflügen, für die ein Mensch mehrere Leben bräuchte. Gleichzeitig beschäftigen uns mit bemerkenswerter Zuverlässigkeit noch immer Status, Macht, Besitz, Neid, verletzte Eitelkeit und die wichtige Frage, welcher Stamm gerade die besseren Fahnen hat.

Unter der Hochtechnologie läuft noch verdammt viel Steinzeit-Firmware. Gier, Aggression, Egoismus und Tribalismus waren für kleine Gruppen von Primaten vermutlich einmal ziemlich brauchbare Überlebensprogramme. Nur sitzen diese Primaten heute nicht mehr mit Feuerstein am Wasserloch. Sie verfügen über Atomwaffen, Biotechnologie, globale Finanzsysteme und zunehmend über KI.

Wir haben dem Höhlenmenschen einen Teilchenbeschleuniger gegeben und hoffen, dass er charakterlich inzwischen nachgereift ist. (…)

Denn KI ist vor allem eines: ein Multiplikator. Wer helfen will, kann mit ihr mehr helfen. Wer forschen will, kann schneller forschen. Wer betrügen, manipulieren, überwachen, angreifen oder Menschen gegeneinander aufhetzen will, bekommt leider denselben Rabatt. Mathematik hat schlicht keine Moral.

Und selbst falls irgendwann tatsächlich etwas entsteht, das uns intellektuell weit überlegen und wesentlich autonomer ist, muss daraus noch lange kein Maschinen-Hitler werden. Diese Vorstellung ist ohnehin sehr menschlich. Selbst bei unserer eigenen Vernichtung möchten wir offenbar noch so wichtig sein, dass uns jemand ausdrücklich hasst.

Dabei reicht Gleichgültigkeit völlig. Der Bulldozer hasst den Ameisenhaufen nicht. Er hat nur einen anderen Auftrag.

Wir selbst behandeln andere Spezies schließlich genauso. Wir rotten den Laubfrosch nicht aus, weil wir morgens aufstehen und denken: „Dieser Bastard muss weg“ – er hat schlicht das Pech, dort zu leben, wo eine Straße, ein Tagebau oder die nächste Gewerbehalle hin soll.

Warum sollte eine uns weit überlegene Intelligenz unsere Bedürfnisse grundsätzlich heiliger finden als wir die des Laubfroschs?

bulldozer
Ultra-photorealistic close-up action photograph of a massive yellow tracked bulldozer violently plowing through and destroying a large natural anthill, the heavy steel blade cutting directly into the mound, collapsing tunnels and chambers, chunks of soil and fine dust exploding into the air, hundreds of tiny realistic ants fleeing across the broken earth, dramatic contrast between the enormous industrial machine and the tiny ants, scratched and mud-stained steel blade, detailed caterpillar tracks, realistic hydraulic mechanisms, dry grass and natural vegetation around the anthill, low ground-level camera angle from the perspective of the ants, bulldozer towering enormously above the scene, frozen motion, flying dirt particles, natural daylight, realistic shadows, documentary photography, extremely detailed textures, cinematic depth of field, 35mm lens, high shutter speed, physically accurate proportions, no fantasy elements, no anthropomorphic ants, no illustration, no CGI look –ar 16:9 –stylize 75 –no text, logo, watermark, cartoon

Dann haben wir noch den uralten Tipp für Angela Merkel, den Aufstieg der AfD lebhaft zu begrüßen:

Die Etablierung der AfD geht bisher zu Lasten aller Parteien. Insofern kann ihr Erfolg keineswegs primär als Reaktion von Wählerschichten erklärt werden, die vom Modernisierungskurs der Union verschreckt sind. Eine Etablierung der AfD bietet für die Union sogar eine doppelte Chance: Zum einen wird ihre Fokussierung auf die politische Mitte glaubwürdiger, wenn rechtspopulistische Positionen außerhalb der Union ihre Heimat finden. Und zum anderen wird es schwerer für Rot- (Rot-)Grün, zu parlamentarischen Mehrheiten zu kommen.

Henryk M. Broder in der bürgerlichen Presse aka „Welt“ – etwas Besseres wird man zum 25. Jahrestag des islamischen Massenmordes nicht lesen können.

Was ein Merkmal kultureller Überlegenheit ist – die Fähigkeit einer Gesellschaft, sich selbst radikal infrage zu stellen –, kann sich im Augenblick einer existenziellen Krise in ein Zeichen von Schwäche und Selbstverleugnung verwandeln. Man macht sich klein und hässlich, um moralisch groß zu erscheinen.“

RBB
Mein Vorschlag für eine Strukturreform des RBB

Beim RBB hilft nur noch: Ersatzlos abwickeln!

Nicht der einzige Berater, den der RBB für viel Geld einkauft: Im Januar 2024 präsentiert das Direktorium um Demmer das „Zielbild 2028“. 2028 wäre Demmers vorerst letztes Amtsjahr. Bis dahin will sie den RBB „digitaler, jünger und diverser“ machen. Ihr Konzept nennt sie „Neue Zusammenarbeit“. Und auch dafür holt sich die Intendantin mit Peter Paryzcek einen teuren Berater. Offizielle Bezeichnung: „Leiter Transformation und digitaler Wandel“. Dafür kriegt er rund 14.000 Euro im Monat, muss aber vertraglich festgelegt nur drei Tage dafür arbeiten pro Woche. Die restliche Zeit kann er für andere Mandate nutzen. Dementieren will der Sender das auf Anfrage nicht. ((Quelle)

„Die Gymnasialquote von rund 50 Prozent ist durch Intelligenzforschung nicht zu rechtfertigen“.

IQ

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