Die Zukunft des Kapitalismus

ChinaJetzt haben wir zwei Optionen, das Filmchen (auf Instagram) zu interpretieren.

► Das Kapital muss zwangsläufig alle Komponenten, die den Profit ausmachen, verkleinern – die Ware Arbeitskraft („variables Kapital“ – der Teil des Kapitals, den der Kapitalist vorstreckt, um Arbeitskraft zu kaufen) und die Kosten der Produktionsmittel („konstantes Kapital“ – ganz exakt: „… handelt es sich um den Teil des aus Produktionsmitteln bestehenden Kapitals, dessen Gebrauchswert im Laufe einer Produktionsperiode durch Verschleiß oder Verbrauch untergeht und dessen Wert im Wert des Produkts wiedererscheint.“)

► „…während in der kommunistischen Gesellschaft, wo Jeder nicht einen ausschließlichen Kreis der Tätigkeit hat, sondern sich in jedem beliebigen Zweige ausbilden kann, die Gesellschaft die allgemeine Produktion regelt und mir eben dadurch möglich macht, heute dies, morgen jenes zu tun, morgens zu jagen, nachmittags zu fischen, abends Viehzucht zu treiben, nach dem Essen zu kritisieren, wie ich gerade Lust habe, ohne je Jäger, Fischer, Hirt oder Kritiker zu werden.“

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Kommentare

6 Kommentare zu “Die Zukunft des Kapitalismus”

  1. Godwin am September 12th, 2026 1:59 p.m.

    Was Marx als Befreiung erträumte, ist im 21. Jahrhundert als hyperrealer Albtraum der Beliebigkeit Realität geworden. Der Spätkapitalismus hat die Utopie von Marx nicht verhindert, sondern sie absorbiert und in eine sinnfreie Konsum-Dystopie verwandelt.
    In unserer heutigen Welt sind diese Tätigkeiten keine Befreiung von der Arbeit mehr, sondern reine Zeichen-Aktivitäten.

    Der moderne Mensch, der morgens im Homeoffice sitzt, nachmittags Urban Gardening betreibt und abends eine Restaurant-Rezension auf Google Maps tippt, ist kein befreiter Mensch. Er konsumiert lediglich die Zeichen dieser Tätigkeiten.
    Man fischt oder jagt heute nicht mehr für die Existenz, sondern für den Lifestyle.
    (da würde Burks dann wieder die Lifestyle-Linke kritisieren)

    Marx’ Utopie ist längst zu einer bloßen Aneinanderreihung von Freizeit-Konsumgütern verkommen.
    Marx geht davon aus, dass das Subjekt durch den Wechsel der Tätigkeiten eine tiefere, ganzheitliche Erfüllung findet. Baudrillard zeigt jedoch, dass die totale Flexibilität in die absolute Sinnlosigkeit führt:
    Wenn man alles sein kann, ist nichts mehr von Bedeutung. Die Tätigkeiten kollabieren in einer Logik der totalen Austauschbarkeit. Der Mensch wird nicht „ganzheitlich“, sondern er wird zu einem hyperflexiblen, bindungslosen Konsumenten-Subjekt, das durch ein permanentes Rauschen von Beschäftigungen driftet, um die innere Leere (das Fehlen eines echten Sinns) zu überdecken.

    Es ist gewissermaßen die höchste Stufe des Neoliberalismus.

  2. Karl Peter Schwarz am September 13th, 2026 6:56 a.m.

    … dann ist die Theorie widerlegt, daß der Kapitalismus gesetzmäßig vom Sozialismus abgelöst wird!
    Kommt gesetzmäßig ein nichtrichtiger Sozialismus, ein Unsozialismus, der dann vom richtigen Sozialismus gesetzmäßig abgelöst wird? Oder geht der falsche gesetzmäßig unter, dann ist wieder Kapitalismus, der wird dann gesetzmäßig vom richtigen wahren Sozialismus abgelöst?
    Wieviele Fehlschläge sind gesetzmäßig?

  3. admin am September 13th, 2026 7:02 a.m.

    Definiere „Gesetz“.

  4. bentux am September 13th, 2026 8:59 a.m.

    Also nach Kapitalismus kommt wohl eher ein Sozialismus, alles gerecht verteilt und Jeder wird nach seinen Beduerfnissen bedient. Siehe Cambodia, Die Roten Khmer unter Pol Pot haben Marx’ Idee von der Aufhebung der Arbeitsteilung und der Rückkehr zum einfachen Leben umgesetzt. Sie haben die Städte evakuiert und die Menschen gebeten, als Bauern das Land zu bestellen. Jederinnenundaussen hatte die Wahl.

    <8*) Der Aluhut meint: Campodia, Sponsored by the West. https://youtu.be/U4reO3LabZY

  5. Godwin am September 13th, 2026 9:59 a.m.

    Talk mit der google KI
    (bin zu faul, dass immer mit anderen zu vergleichen, wenngleich sich das oft lohnt):

    Frage:
    marx sagte gewissermaßen voraus, dass nach dem Kapitalismus der Sozialismus oder Kommunismus kommen müsse und werde
    aktuell geht die Tendenz ja eher wieder in Richtung Feudalismus Neofeudalismus

    will soll denn der post-kapitalistische Sozialismus aussehen?

    Antwort:
    Anstatt dass freie Märkte dominieren, erleben wir die Entstehung digitaler „Lehen“ (Plattform-Monopole wie Amazon, Alphabet oder Apple). Wer dort wirtschaften will, zahlt keinen klassischen Profit an Konkurrenten, sondern eine Art „digitale Pacht“ (Rentiers-Kapitalismus) an die Tech-Barone. Die Macht verlagert sich von den Produzenten zu den Besitzern der Infrastruktur.

    Wenn der Post-Kapitalismus also nicht im neofeudalistischen Albtraum enden soll, wie sieht dann ein moderner, post-kapitalistischer Sozialismus aus?

    Er bricht radikal mit der sowjetischen Kommando-Wirtschaft und der verstaubten Staatsbürokratie des 19. und 20. Jahrhunderts. In zeitgenössischen Debatten (u. a. im Kontext von Aaron Bastani, Paul Mason oder Nick Srnicek) zeichnet sich dieses Modell durch vier technologisch und demokratisch völlig neue Säulen aus:

    1. Das „Zentralkomitee“ wird durch Algorithmen ersetzt (Kybernetische Planung)
    Das größte Problem des historischen Sozialismus war das Informations-Dilemma:
    Eine staatliche Behörde in Moskau oder Berlin konnte unmöglich in Echtzeit berechnen, wie viele Schuhe, Zahnbürsten oder Schrauben Millionen Menschen in verschiedenen Größen und Farben benötigen. Das Ergebnis waren Mangelwirtschaft und Planungschaos.

    Das post-kapitalistische Modell:
    Heute verfügt die Menschheit über Big Data, globale Lieferketten-Software und prädiktive Algorithmen (wie sie Konzerne wie Amazon oder Walmart bereits intern nutzen, um Ströme exakt vorauszuberechnen). Ein moderner Sozialismus plant die Ressourcenverteilung nicht über Papierberge und Beamte, sondern über dezentrale, transparente Logistik-Algorithmen. Der Markt wird nicht durch staatlichen Zwang abgeschafft, sondern er wird durch datengestützte Echtzeit-Bedarfsanalysen schlicht überflüssig gemacht.

    2. Plattform-Sozialismus statt Staats-Monopol (Commons)
    Im 20. Jahrhundert verstaatlichte man Betriebe – aus dem privaten Ausbeuter wurde der unnahbare Staatsfunktionär. Der moderne Ansatz zielt nicht auf Verstaatlichung, sondern auf die Vergesellschaftung der digitalen Infrastruktur (Digital Commons).

    Das post-kapitalistische Modell:
    Die großen Plattformen (Suchmaschinen, soziale Netzwerke, Logistiknetzwerke, Cloud-Infrastrukturen) werden aus den Händen privater Milliardäre befreit und in öffentliche, genossenschaftliche Infrastrukturen umgewandelt. Wikipedia zeigt im Kleinen, wie das funktioniert. Die Algorithmen und Daten gehören der Allgemeinheit, und über ihre Weiterentwicklung und Ausrichtung wird nicht im Aufsichtsrat, sondern über digitale, flüssige Demokratien (Liquid Democracy) direkt von den Nutzern und Angestellten abgestimmt.

    3. „Fully Automated Luxury Communism“ (Die Befreiung von der Arbeit)
    Marx’ Utopie, dass der Mensch morgens fischt und abends kritisiert, scheiterte im 19. Jahrhundert daran, dass die Maschinen noch menschliche Sklavenarbeit am Fließband brauchten. Der moderne Sozialismus baut auf der totalen Automatisierung auf.

    Das post-kapitalistische Modell:
    Wenn künstliche Intelligenz, Robotik und additive Fertigung (3D-Druck) die Grenzkosten der Produktion gegen null laufen lassen, bricht die Logik des Kapitalismus (Wert durch Verknappung) zusammen. Ein moderner Sozialismus nutzt diese Automatisierungsdividende nicht, um Menschen in die Arbeitslosigkeit zu stürzen, sondern um die Arbeitszeit radikal zu senken.
    Das Ziel ist eine „Post-Work-Society“:
    Lebensnotwendige Güter (Energie, Wohnen, Nahverkehr, Grundnahrungsmittel, Bildung) werden als universelle Basisdienstleistungen kostenfrei bereitgestellt.

    4. Polyzentrische Räte statt zentralisierter Staatsmacht
    Um die Tyrannei einer allmächtigen Staatsbürokratie zu verhindern, setzen moderne Demokratietheoretiker (wie Klaus Dörre oder Vertreter der Commons-Forschung) auf dezentrale, miteinander vernetzte Nachhaltigkeits-, Transformations- und Produktionsräte.

    Das post-kapitalistische Modell:
    Entscheidungen werden strikt nach dem Subsidiaritätsprinzip getroffen. Was in der Nachbarschaft geregelt werden kann (z. B. lokale Energieversorgung über erneuerbare Netze), entscheidet der dortige Rat über digitale Abstimmungen. Große, planetare Fragen (z. B. CO₂-Budgets oder globale Rohstoffverteilung) werden von transnationalen, algorithmisch unterstützten Räten koordiniert. Macht wird horizontal gestreut, anstatt vertikal im Staatsapparat gebündelt zu werden.

    Fazit
    Der post-kapitalistische Sozialismus des 21. Jahrhunderts ist keine Rückkehr zur Mangel-Verwaltung, sondern eine Vorwärtsflucht in die Überfluss-Verteilung.
    Während der Neofeudalismus versucht, künstliche Verknappung (durch Lizenzen, Patente und Abonnements) aufrechtzuerhalten, um Monopolrenten zu sichern, will der digitale Sozialismus die technologische Produktivität befreien. Er nutzt die Werkzeuge des Silicon Valley, entzieht sie aber der Profitlogik und stellt sie unter demokratische Kontrolle.

    Frage:
    wenn man die Werkzeuge des Silicon Valley aber der Profitlogik entzieht, die diese überhaupt erst hervorgebracht hat, wie soll das funktionieren
    wo ist der Anreiz diese Werkzeuge weiterzuentwickeln, zu pflegen, gegenüber den Konkurrenten zu verteidigen?

    Antwort:
    Sie legen hier den Finger auf den zentralen argumentative Knackpunkt jeder post-kapitalistischen Theorie. Ihre Kritik ist vollkommen berechtigt: Der Kapitalismus und seine Profitlogik besitzen eine unbestreitbare historische Dynamik. Der Zwang, Gewinne zu maximieren und die Konkurrenz zu vernichten, hat die Effizienz des Silicon Valley überhaupt erst hervorgebracht.

    Post-kapitalistische Vordenker (wie Paul Mason oder Nick Srnicek) entgegnen auf diesen Einwand jedoch nicht mit moralischen Appellen, sondern mit einer Analyse der bereits heute existierenden digitalen Realität. Sie argumentieren, dass der moderne Kapitalismus die Weiterentwicklung der Werkzeuge mittlerweile eher bremst als beschleunigt und dass alternative Anreizstrukturen längst das Rückgrat unseres digitalen Lebens bilden.

    Die Argumentation, wie Pflege, Innovation und Verteidigung ohne Profit funktionieren können, stützt sich auf drei Säulen:

    1. Das empirische Gegenbeispiel: Die Open-Source-Realität
    Der stärkste Beweis dafür, dass hochentwickelte Software ohne direkte Profitlogik gepflegt und weiterentwickelt werden kann, ist das Open-Source-Ökosystem.

    Linux und das Internet: Das gesamte moderne Internet, die Server von Tech-Giganten, Cloud-Strukturen und das Betriebssystem Android laufen im Kern auf Linux. Linux wurde nicht von einem profitorientierten Großkonzern erfunden, sondern als kollaboratives, freies Projekt.

    Woher kommt der Anreiz?
    Entwickler pflegen und verbessern Open-Source-Software aus drei Motiven:
    – Gebrauchswert statt Tauschwert:
    Ingenieure entwickeln Werkzeuge, weil sie ein konkretes Problem lösen wollen, das sie selbst oder ihre Gemeinschaft betrifft.

    – Reputation und Peer-Status:
    In der Programmierwelt ist der Status innerhalb der Community (z. B. durch Beiträge auf GitHub) eine extrem mächtige Währung.

    – Kollaborative Effizienz:
    Studien der Linux Foundation zeigen, dass die gemeinsame, freie Pflege einer Software um ein Vielfaches effizienter und fehlerfreier ist als die isolierte Entwicklung hinter den Mauern eines privaten Konzerns, wo Code geheim gehalten wird.

    2. Warum die Profitlogik Innovationen heute verhindert
    Die These besagt:
    Das Silicon Valley war in seiner Gründungsphase innovativ. Heute jedoch, in der Phase des Plattform-Kapitalismus, dient die Profitlogik primär der künstlichen Verknappung und Monopolisierung.

    – Das „Enshittification“-Phänomen:
    Sobald eine Plattform (wie Amazon, Uber oder Google) ihr Monopol etabliert hat, investiert sie kaum noch in die Verbesserung des Werkzeugs für die Nutzer. Die Profitlogik zwingt sie dazu, das Produkt schlechter zu machen:
    Mehr Werbung, höhere Gebühren, schlechtere Suchergebnisse, stärkere Ausbeutung der Fahrer/Anbieter.

    – Patente als Innovationsbremse:
    Konzerne kaufen heute massenhaft Start-ups und Patente auf, nicht um deren Technologie weiterzuentwickeln, sondern um sie vom Markt fernzuhalten und potenzielle Konkurrenz im Keim zu ersticken.
    Ein post-kapitalistischer Sozialismus argumentiert, dass die Befreiung der Technologie von Patenten und Urheberrechten einen gigantischen Innovationsschub auslösen würde, weil jeder auf dem Wissen des anderen aufbauen dürfte, anstatt das Rad permanent neu erfinden zu müssen.

    3. Der „Feind“ steht vor der Tür:
    Verteidigung im Systemwettbewerb
    Ihre Frage, wie man diese Werkzeuge gegenüber Konkurrenz (z. B. kapitalistischen Staaten oder neofeudalistischen Blöcken) verteidigt, berührt die geopolitische Dimension. Wenn ein post-kapitalistischer Raum aufhört, profitorientiert zu forschen, wird er dann nicht einfach technologisch überrollt?

    – Verteidigung durch Resilienz und Open-Science:
    Die Sowjetunion versuchte, im Geheimen mit dem Westen zu konkurrieren, und scheiterte. Ein moderner digitaler Sozialismus würde auf radikale Offenheit setzen. Ein System, dessen Algorithmen, medizinische Patente und technologische Blaupausen frei und für die ganze Welt zugänglich sind, erzeugt eine enorme globale Sogwirkung.

    – Der Anreiz zur Systemverteidigung:
    Die Motivation, die eigenen Cyber-Strukturen und Infrastrukturen gegen Angriffe zu verteidigen, speist sich im Post-Kapitalismus aus dem Selbsterhaltungsdrang der Gesellschaft. Genau wie heute staatliche Institutionen (Katastrophenschutz, Universitäten, öffentliche Infrastruktur) nicht für Profit, sondern zur Aufrechterhaltung des gesellschaftlichen Lebens verteidigt und gepflegt werden, würde die Pflege der digitalen Planungs- und Logistikwerkzeuge als kritische Daseinsvorsorge begriffen.

    Fazit
    Der Systemwechsel behauptet nicht, dass der Egoismus und das Gewinnstreben als Motive komplett verschwinden. Er argumentiert aber, dass die technologische Reife heute an einem Punkt ist, an dem der Zwang zum Profit die Produktivkräfte fesselt, anstatt sie zu befreien.

    Der Anreiz im Post-Kapitalismus verlagert sich: Weg vom Anreiz, Milliardär zu werden, hin zum Anreiz, exzellente, gesellschaftlich nützliche Werkzeuge zu bauen, die einem selbst und der Gemeinschaft das Leben erleichtern. Die Pflege des Systems wird von einer Frage des privaten Investments zu einer Frage der demokratisch organisierten Überlebensnotwendigkeit.

    mein persönliches Fazit:
    sehr wissenschaftlich
    irgendwie ein technokratischen Erziehungs-Sozialismus, in dem eine neue Klasse von „Cyber-Bürokraten“ und IT-Spezialisten die Macht übernimmt…

  6. Karl-Peter Schwarz am September 13th, 2026 8:43 p.m.

    Meint der Hausherr mit „Definiere Gesetz“ eine abstraktere Ebene und fragt damit sinnvoll: *Was soll überhaupt ein „Gesetz“ der gesellschaftlichen Entwicklung sein?*

    Denn ich habe nicht behauptet, es gebe ein Ding namens „Gesetz“, sondern die These aufgegriffen, daß eine bestimmte historische Entwicklung *gesetzmäßig* verlaufe. Die Beweislast hängt deshalb daran, was dieses „gesetzmäßig“ eigentlich behaupten soll.

    Lautet die entscheidende Frage also nicht vielmehr:

    > Definiere „gesetzmäßig“?

    Denn daraus ergeben sich erst die interessanten Alternativen. Soll es heißen:

    * *notwendig*: Auf Kapitalismus *muß* irgendwann Sozialismus folgen?
    * *deterministisch*: Aus bestimmten kapitalistischen Verhältnissen folgt Sozialismus zwingend?
    * *tendenziell*: Der Kapitalismus erzeugt Kräfte, die einen Übergang zum Sozialismus wahrscheinlicher machen?
    * *bedingt notwendig*: Unter bestimmten zusätzlichen Bedingungen muß der Übergang erfolgen?
    * lediglich *regelhaft oder historisch typisch*, ohne daß jeder konkrete Fall so verlaufen muß?

    Gerade der Einwand „Wieviele Fehlschläge sind gesetzmäßig?“ zielt auf diese *modale Stärke* der Aussage. Er fragt sinngemäß: *Welche empirischen Ereignisse könnten die Behauptung überhaupt widerlegen?*

    Wenn nach jedem gescheiterten sozialistischen Versuch gesagt werden kann, das sei eben noch nicht der „richtige“ Sozialismus gewesen, droht die These gegen Falsifikation immunisiert zu werden.

    Mein Punkt: *„Definiere Gesetz“ kann eine sinnvolle vorgelagerte Frage sein; „Was heißt hier gesetzmäßig?“ wäre aber die präzisere Frage an die konkrete Behauptung.*

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