Anmerkungen zum künstlich intelligenten variablen Kapital oder: „Wir sind nicht vorbereitet“

KI
Artificial intelligence replacing human workers, a large glowing AI brain made of circuits towering over an empty factory floor, robotic arms and algorithms taking over machines while human workers walk away carrying boxes, contrast between humans in shadow and bright cold machines, symbolic illustration of job displacement by AI, dystopian industrial atmosphere, dramatic lighting, highly detailed, conceptual economic illustration, editorial style –ar 16:9 –v 6.0 –s 750 –

Ich darf auf ein paywallgeschütztes Interview hinweisen mit dem Ökonomen Anton Koriniec, Universität von Virginia („Named to TIME100 AI list of the most influential people in artificial intelligence“). Auch Golem hat das Interview abgeschrieben zusammengefasst.

Zentrale Aussagen Korineks: „Die KI wird in ein paar Jahren so gut wie alle intellektuellen Tätigkeiten verrichten können.“ – „Wird der Wert der Arbeit insgesamt weiter steigen oder fällt er, wenn KI und später auch Roboter alle Arbeit berichten können? Bisher war die Antwort immer, dass die Automatisierung nur einen kleinen Teil der Jobs zerstört. In den nächsten paar Jahren besteht aber das Risiko, dass alle Jobs wegfallen, die man vor einem Laptop verrichten kann.“

Golem: „In wenigen Jahren könnte KI so gut wie alle Tätigkeiten erledigen, die vor einem Bildschirm stattfinden. Juristen, Journalisten, Analysten – alle diese Berufe gelten in seiner Einschätzung als gefährdet. Schon heute erledigt KI viele anwaltliche Routineaufgaben halbwegs brauchbar. Und die Systeme verbessern sich laut Korinek alle drei Monate erheblich.“

Dazu habe ich Kritisches anzumerken. Ein bürgerlicher Ökonom hat immer eine enge erkenntnistheoretische Grenze. Sobald die Gesetze des Kapitalismus stringent dazuführen würde, dass dieser sich selbst abschafft (meine These) oder abgeschafft werden müsste (buchgläubige „Marxisten“), ist Schluss mit lustig. Es kann nicht sein, was nicht sein darf.

Korinek sagt definitiv etwas über den „Wert der Arbeit.“ Das ist aber sehr ungenau: „Arbeit“ ist kein Synonym für „Jobs“. Es ist richtig, dass die Automatisierung Jobs vernichtet – aber das ist eine Folge des tendenziellen Falls der Profitrate und der immanenten Gesetze des Kapitalismus: Das Kapital muss zwangsläufig alle Komponenten, die den Profit ausmachen, verkleinern – die Ware Arbeitskraft („variables Kapital“ – der Teil des Kapitals, den der Kapitalist vorstreckt, um Arbeitskraft zu kaufen) und die Kosten der Produktionsmittel („konstantes Kapital“ – ganz exakt: „… handelt es sich um den Teil des aus Produktionsmitteln bestehenden Kapitals, dessen Gebrauchswert im Laufe einer Produktionsperiode durch Verschleiß oder Verbrauch untergeht und dessen Wert im Wert des Produkts wiedererscheint.“)

variables und konstantes kapital
ChatGPT, 1. Versuch: „mache eine Skizze, die die Begriffe „variables Kapital“ und „konstantes Kapital“ im 1. Band von „Das Kapital“ von Karl Marx veranschaulicht.“ 2. Versuch: „Lasse die Skizze wissenschaftlicher aussehen, es soll auch klar werden, dass der Profit steigt, wenn das variable Kapital billiger wird“.

Golem: „Wenn KI und Roboter irgendwann alle Arbeit übernehmen können – nicht nur einen kleinen Teil -, dann fällt der Wert menschlicher Arbeit insgesamt. Nicht nur der eines bestimmten Berufsbildes. Das ist der Kern seiner Überlegung, und er verschweigt nicht, wohin das führen könnte: zu Massenelend, wenn die Verteilungsfrage nicht gelöst werde.“

Da muss ich zugunsten des Kapitalismus widersprechen. (Seit wann dürfen bürgerliche Ökonomen die Apokalypse vorhersagen?) Nein, dazu wird es nicht kommen. Dazu ist das System zu flexibel. Der Welt der Waren ändert sich nur tendenziell, nicht absolut.

Elend ist ein relativer Begriff: Das entsteht nur, wenn die herrschenden Klassen machen dürfen, was sie wollen. Man könnte auf die – zugegeben: kühne! – Idee kommen, den real existierenden unermesslichen Reichtum anders zu verteilen. Das würde – auch wenn die sogenannte „Linke“ das hierzulande anders sieht – am System rein gar nichts ändern, aber es würde temporär verhindern, dass „die Massen“ total verarmten und somit auch als Konsumenten wegfielen.

Korinek sieht das ähnlich und recht zynisch: „Wenn die KI dafür sorgt, dass die Wirtschaft so schnell wächst, sollte es möglich sein, einen kleinen Teil der Früchte dafür zu verwenden, dass die Verlierer des technologischen Fortschritts entschädigt werden.“ Klar, entschädigt“, vermutlich durch Brot und Spiele? Die Machtverhältnisse dürfen auf keinen Fall angetastet werden.

Ich habe ChatGPT, Duck.ai und Grok gefragt: „Wenn künstliche Intelligenz viele Bereiche menschlicher Arbeit übernimmt, sinkt dann nach der Theorie von Karl Marx der Gebrauchswert der erzeugten Waren?“ Die Antwort von Grok war am besten:

„Nein, nach Karl Marx’ Theorie sinkt der Gebrauchswert der erzeugten Waren nicht, wenn Künstliche Intelligenz (oder Maschinerie allgemein) menschliche Arbeit übernimmt. Im Gegenteil: Der Gebrauchswert bleibt unverändert oder kann sogar qualitativ steigen. Der Effekt von KI betrifft ausschließlich den Tauschwert (bzw. den Wert) der Waren. [also auch den Tauschwert der Ware Arbeitskraft, B.S.]

Hier die entscheidenden Stellen aus Marx’ Das Kapital (Band 1, Kapitel 1 und 7) kurz und präzise erklärt:

1. Was ist Gebrauchswert?
– Der Gebrauchswert ist die Nützlichkeit einer Ware – ihre Fähigkeit, ein menschliches Bedürfnis zu befriedigen (z. B. ein Mantel wärmt, Brot stillt Hunger, ein Auto transportiert).
Er ist qualitativ und hängt von den stofflichen Eigenschaften der Ware ab, nicht von der Menge der dafür aufgewendeten Arbeit.

Marx schreibt wörtlich: „Der Gebrauchswert wird nur durch den Gebrauch oder die Konsumtion realisiert.“
Und: „Nichts kann Wert haben, ohne Gebrauchsgegenstand zu sein. Ist das Ding nutzlos, so ist auch die in ihm enthaltene Arbeit nutzlos, zählt nicht als Arbeit und bildet daher keinen Wert.“

→ Die Arbeit (auch KI-gestützte) erzeugt also keinen Gebrauchswert – sie macht nur etwas Nützliches. Ob ein Hemd von Hand genäht oder von einer KI-gesteuerten Fabrik in 10 Sekunden produziert wird, ändert nichts an seiner Nützlichkeit.

2. Was ändert sich durch KI/Maschinerie?
– KI ist für Marx nichts anderes als hochentwickeltes konstantes Kapital (wie eine Dampfmaschine oder ein Webstuhl).
– Nur lebendige menschliche Arbeit schafft neuen Wert und Mehrwert.
– Maschinen (und KI) übertragen lediglich ihren eigenen Wert (Abschreibung) auf das Produkt – sie schaffen keinen neuen Wert.
– Ergebnis: Die gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit pro Ware sinkt dramatisch → der Wert (und damit der Tauschwert) jeder einzelnen Ware sinkt.

Marx formuliert das so (Kapital, Band 1, Kap. 15): „Die Maschinerie vermehrt die Produktivität der Arbeit, d.h. sie befähigt, in derselben Arbeitszeit eine größere Masse von Gebrauchswerten zu produzieren. […] Der Wert der einzelnen Ware sinkt daher.“

3. Was passiert konkret bei Masseneinsatz von KI?
– Gebrauchswert pro Ware: gleichbleibend oder besser (bessere Qualität, mehr Varianten möglich).
Gesamte Gebrauchswerte in der Gesellschaft: steigen massiv (mehr Waren für alle).
– Wert/Tauschwert pro Ware: sinkt (die Waren werden „billiger“ im Sinne der in ihnen verkörperten Arbeitszeit).
– Lohnarbeiter werden tendenziell überflüssig → Mehrwertproduktion gerät in die Krise („Gesetz des tendenziellen Falls der Profitrate„). [Wie ich oben schon schrieb – die KI ist hier logischer als alle bürgerlichen Ökonomen, B.S.]

Kurzes Fazit in Marx’schen Begriffen
– KI ersetzt lebendige Arbeit → Wert der Waren sinkt.
– Der Gebrauchswert bleibt aber unberührt, weil er keine Arbeitszeit-Größe ist, sondern eine Gebrauchs-Eigenschaft.
– Deshalb lautet die Antwort klar: Nein, der Gebrauchswert sinkt nicht. Marx würde sogar sagen: Genau dadurch wird die materielle Basis für eine Gesellschaft geschaffen, in der die Menschen nicht mehr unter dem Zwang der Wertproduktion stehen müssen – aber das ist dann schon ein anderes Kapitel (Kritik der politischen Ökonomie).“

Welche Berufe bleiben übrig? „Sportler, Schauspieler“, „Religiöses Personal“. Ach? Auch das sehe ich anders. Bei Sportlern könnte es stimmen, weil dort die Person, die vermarktet werden will, im Vordergrund steht, nicht die Leistung. Schauspieler? Nein, die Menschen werden sich auch mit künstlich erzeugten Charakteren identifizieren – vgl. Avatar – Aufbruch nach Pandora.“ Und brauchen wir Religion in der Zukunft? Gott bewahre!

KI
Der erste Band meines Ausgabe des „Kapitals“ von Marx mit meinen Notizen aus den 70-er Jahren, als ich mehrere Semester Tutor in Haugs legendären „Kapitalkursen“ war und auch privat Arbeitsgruppen angeleitet habe, zum Teil noch mit Schreibmaschine. Für die Nachgeborenen: „Eine Schreibmaschine ist ein von Hand oder elektromechanisch angetriebenes Gerät, das dazu dient, Text allgemein mit Drucktypen zu schreiben und hauptsächlich auf Papier darzustellen.“ Und nein, ich kann die drei Bände des „Kapitals“ nicht auswendig, genau so wenig wie die Bibel.

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Kommentare

10 Kommentare zu “Anmerkungen zum künstlich intelligenten variablen Kapital oder: „Wir sind nicht vorbereitet“”

  1. Godwin am März 11th, 2026 3:13 p.m.

    vergiss nicht die Philosophen
    was nutzen ewige Debatten über Gott, wenn Deep Thought mal eben seine Adresse rausspuckt…

    wie ich bereits hier postete:
    https://www.burks.de/burksblog/2025/12/18/miszellen-zum-kommenden-kommunismus

    KI und Roboter sind konstantes Kapital (c): Sie übertragen nur ihren eigenen Wert (Abschreibung) auf das Produkt, schaffen aber keinen neuen Wert. Eine Maschine, die 1 Million Euro kostet und 10 Jahre hält, überträgt pro Jahr 100.000 Euro Wert auf die produzierten Waren. Sie schafft keinen Cent Mehrwert.

    Der gewaltige Profit entsteht nicht, weil die Maschine Wert schafft, sondern weil sie zwei andere, entscheidende Dinge tut:

    a) Sie transferiert Wert aus anderen Quellen (Werttransfer)

    b) Sie steigert die Produktivkraft extrem (Relativen Mehrwert)

    und unsere HinterwäldlerPolitiker fordern tatsächlich mehr Arbeitzeit.
    Die haben die Zeichen der Zeit nicht erkannt.

    „“Gefahren warten nur auf jene, die nicht auf das Leben reagieren“
    „Zugleich dürfen gefühllose, unhöfliche Menschen, die die Nöte des Volkes nicht sehen und sie sich nicht zu Herzen nehmen, Menschen, die kein Mitgefühl haben, keine Leitungsfunktionen ausüben.“
    (M. Gorbatschow)

  2. Juri Nello am März 11th, 2026 4:11 p.m.

    Der neue iranische Führer klingt, wie die schwäbische Halloweenkneipe in Berlin.

  3. bentux am März 11th, 2026 5:09 p.m.

    KI, guter Punkt. da schreiben sich die Satiren von selbst. Stichworte Mistral, Microsoft, DSGVO. Einfach die KI fragen. Es soll in Frankreich eine AI gebaut werden, die sich an die DSGVO h�llt. Der Punkt ist, das automatische vergessen und eigentlich Datenschutz vs KI. Kann Bunt und Komisch werden, also ne KI mit Alsheimer oder wie soll Ich mir das vorstellen? Plus das Teilen der Daten mit dem großen Bruder soll nun auch gehen?

    <8*) Ohne Worte.

  4. Godwin am März 11th, 2026 7:30 p.m.

    … freilich geht eine große Angst um.

    Viele Geschäftsmodelle können in kurzer Zeit obsolet werden.
    Teure Software-Lizenzen entfallen, weil man mittel KI seine eigenen Tools nach individuellen Bedürfnissen entwickeln kann…
    Microsoft, Apple usw. wären auf einmal wertlos

    Wenn die Chinesen bald anfangen humanoide Roboter in Serie herzustellen wird Christoph Siebers Vorstellung Realität
    https://youtu.be/og0iMCYrc2k?t=196

    m.E. sind die derzeitigen Bestrebungen erste KI-Supermacht zu werden, um durch diesen technologischen Wettbewerbsvorteil das globale Kapital aufzusaugen (Konzentration) der Wettlauf ums Überleben
    Da die Reichen – der Rest der Welt wird mit Schweigegeld dahingehalten

    das, was nach dem vermeintlichen Ende des Kapitalismus kommen wird, wird zumindest NICHT die flauschige sozialistische Polly Pocket Insel

  5. nOby am März 11th, 2026 8:47 p.m.

    Gutes Stichwort, aber nicht zum Thema. Kehren wir mal vor der eigenen Tür, sozusagen:

    „Zugleich dürfen gefühllose, unhöfliche Menschen, die die Nöte des Volkes nicht sehen und sie sich nicht zu Herzen nehmen, Menschen, die kein Mitgefühl haben, keine Leitungsfunktionen ausüben.“
    (M. Gorbatschow)

    Fall in Berlin 16-Jährige vergewaltigt: Jugendklub soll Tat vertuscht haben.

    In einem Neuköllner Jugendklub soll es zu einer mutmaßlichen Vergewaltigung und mutmaßlichen sexuellen Übergriffen auf eine 16-jährige Schülerin gekommen sein. Doch der Klub soll die Tat verschwiegen haben.

    Nach Tagesspiegel-Recherchen waren die Vorwürfe sowohl dem Jugendklub als auch dem zuständigen Jugendamt des Bezirksamts teils über Monate bekannt.

    Was lese ich Unglaubliches, warum keine Anzeige erfolgte:

    👉 Jugendamt verzichtet und entscheidet bewusst gegen Anzeige – um Täter zu schützen. Was muss in einem Täter vorgehen, der von den Betreuern auch noch für so eine Straftat geschützt wird?

    👉 „Das Jugendamt hat keine Anzeige gestellt, da dem Jugendamt weder vom Opfer noch vom Täter die Namen bekannt sind.“ Und selbst nachfragen war unzumutbar?

    👉 Man wollte die „üblichen Verdächtigen“ nicht als übliche Verdächtige kennzeichnen.

    Schon doof, dass die Geschichte doch ans Licht kam! “Nach heutigem Kenntnisstand war das ein Fehler!” höre ich die vom Amt sachlich feststellen. Klar, wer konnte vom Jugendamt oder seitens der politisch verantwortlichen Linken damit rechnen, dass die Geschichte publik wird. Na ja, die Täter dürfen die Einrichtung nicht mehr betreten, aber wenn sie sich geschickter anstellen, draußen weiter vergewaltigen und erpressen! Denn Täterschutz bei bestimmter Abstammung hat in ’schland einfach Priorität! Das müssen wir hilflos zur Kenntnis nehmen. Es besteht aber eine geringe Hoffnung (Tatort ist Berlin-Neukölln), dass aufgrund der Berichterstattung die Verantwortlichen der Einrichtung und die Sachbearbeitung des Jugendamt zur Rechenschaft gezogen werden könnten. Wenn nicht strafrechtlich, dann hoffentlich zivilrechtlich vom Opfervater. Aber bitte darauf achten, dass die Zahlung dann nicht der Senat übernimmt.

    Dieses Ereignis und andere Entwicklungen sind so erschütternd, dass es schwerfällt angemessene Worte dafür zu finden. Doch offenbar ist all das was geschieht gewollt oder wird zumindest in Kauf genommen. Diese Erkenntnis hinterlässt bei mir Ratlosigkeit, Frustration und Zorn – mehr fällt mir im Moment dazu nicht ein. In der Zeit kurz nach 1923 hätten die Täter die Kurdin vermutlich vergewaltigt und meistbietend verkauft oder deren Eltern erpreßt und später alle erhängt. Die Türken unter Kemal Pascha, also das Militär, haben damals gerne gehängt, was mich immer wieder verwundert, wenn ich das lese. Kemal Pascha soll doch der Modernisierer gewesen sein.

    *************************

    Und weil ich gerade Berlin abarbeite, noch ein Nachschlag:

    *************************

    U-u-u-u-h, selbst im Sarg liegend ist niemand in Berlin sicher.

    Vor zehn Jahren – im Juli 2015, also kurz vor dem großen Blackout, der die Vernichtung einer ganzen Kultur einleitete – brachen Unbekannte auf einem Friedhof in der Nähe von Berlin in das Grab des Filmregisseurs Friedrich Wilhelm Murnau ein, der heute am 11. März vor 95 Jahren starb. Murnau ist ein Künstlername. In Wirklichkeit heißt er Friedrich Wilhelm Plumpe. Murnau ist vor allem für „Nosferatu“ bekannt, ein (oder einen ?) Stummfilm, den er 1922 drehte und der auf der klassischen Geschichte von Dracula basiert. Dabei stahlen die Diebe seinen Kopf. Ja, das ist Diebstahl plus Störung der Totenruhe. Geschehen sein soll es zwischen dem 4. und 12. Juli. Sicher ist nur, dass die Diebe die Gruft von Murnau aufbrachen, den Sargdeckel zur Seite schoben und seinen einbalsamierten Kopf stahlen. Das war mit ziemlicher Sicherheit der einzige Zweck ihrer Tat, denn die Särge seiner Brüder wurden nicht angefaßt. Ich weiß nicht, ob sein Kopf inzwischen restauriert oder zurück gebracht wurde. Laut Schrottsammelstelle nicht. Ich denke, wenn die Ungläubigen irgendwann ihre Häuser und Wohnungen an die Rechtgläubigen übergeben müssen, dann wird dieser Kopf gefunden werden. Vielleicht hat der Kopf das gleiche Schicksal erlitten wie der Kopf der Nofretete. Nur nicht ganz so gigantisch.

    Wer sich für das Abtrennen von solchen Köpfen interessiert, der wird bei der BILD fündig. BILD befragte Experten und stellt fest, es ist ganz einfach.

    Murnau starb bei einem Autounfall in den USA, während sein Schäferhund ohne einen Kratzer überlebte. Sein Cabrio wurde von einem vierzehnjährigen Jungen gefahren, der ebenfalls starb. Murnau soll dem Jungen vor und während des Unfalls einen Blowjob gegeben haben. Dabei wurde er aus dem Auto geschleudert und prallte mit seinem Kopf gegen einen Stromkabelmast.

    Ok, ha ha, dazu paßt Your Mouth von Macy Gray. Das Original stammt von Frank Zappa und ist zum Einschlafen. Da paßt irgendwie nichts zusammen.

  6. nOby am März 11th, 2026 8:54 p.m.

    Zum Thema:

    Wer den Text anderswo liest, ja, ich bin nicht nur hier tätig. Deswegen mache ich schnell ein copy & paste.

    *************************

    Wenn das so weitergeht, sind sie bald blank: Wegen KI! Nackte Angst bei Pornhub & Co..

    Strengere Regulierungen, sinkende Werbeeinnahmen und jetzt auch noch KI: Die Porno-Industrie steht am Wendepunkt. Künstlich generierter Sex im Internet lässt die Gewinne von Plattformen wie Pornhub sinken. Die Branche ist im Wandel.

    Ja, die schießen sich gerade selbst in die Beine.

    Überall auf den Sex-Seiten sehe ich KI generierte Nacktfotos vermischt mit echten Nacktfotos. Das Verhältnis mag zur Zeit vielleicht 12 zu 88 sein. In 10 Jahren wird sich das gedreht haben. Dann vielleicht 52 zu 48. In 10 Jahren wird die KI viel realistischere Ergebnisse liefern. Schon heute ist es möglich sich von irgendwoher ein Gesicht aus einem Foto zu kopieren und dem einen neuen Körper zu schenken. Leider kann jeder ohne Sehprobleme erkennen, dass es sich um eine Fälschung handelt. Dazu braucht es keine besonderen Kenntnisse oder Erfahrungen.

    Ich bin sicher, in 20 Jahren lassen sich Spielfilme ohne echte Schauspieler mittels KI generieren und niemand wird dabei irgendwas als störend empfinden. Es gibt bereits Spielfilme, die kommen ohne echte Schauspieler aus. Das sieht aber jeder. Anders sieht es mit den Kulissen in diesen Filmen aus. Die sind bemerkenswert echt. So gibt es die Filme der sogenannten „Alien“-Filmreihe bereits vollständig oder teilweise als künstliche Schöpfungen via KI. Genauso die Filmreihen Predator und Avatar. Dabei wurden diese künstlichen Kopien meist in Heimarbeit erstellt und nicht von professionellen Filmemachern. Das Problem heute ist die Nachbildung der menschlichen Darsteller. Das will noch nicht klappen. In Pornos wirkt das aktuell teilweise lächerlich. Trotzdem scheint es bereits einen Markt dafür zu geben. Die besten Software-Schöpfungen sind die „Avatar“ Kopien. Hier gibt es im Original nur wenige echte Schauspieler und mit deren Nachbildung haben sich die Macher augenscheinlich wenig Mühe gegeben, aber der Rest ist bemerkenswert. Auch hier sehen wir das aktuelle Problem der KI, es ist noch nicht möglich die Bewegungen des Menschen einwandfrei zu kopieren. Aber das wird kommen.

    ***

    Es werden sich allerdings noch viele andere in die Beine schießen.

    Globale Intelligenz-Krise: KI-Zukunftsbericht lässt Aktien abstürzen Wirtschaftsforschungsinstitut spricht von Millionen Arbeitslosen schon 2028.

    Laut KI-Untergangsszenario und dieser BILD-Montage zerstören Roboter nicht nur die meisten Büro-Jobs – sie entlassen die Angestellten auch selbst

    Und was wird aus den bisher gut bezahlten Angestellten? Sie können laut der Citrini-Prophezeihung etwa Lkw- oder Uber-Fahrer werden – zu etwa der Hälfte ihres früheren Gehalts und auch nur so lange, bis das autonome Fahren auch diese Jobs zerstört.

    Im Bereich der Künste wird bekanntermaßen nicht nur schlecht bezahlt, sondern die Arbeitsplätze im Bereich der Künste gehörten auch zu den ersten Arbeitsplätzen, die durch die KI ersetzt wurden. Schriftsteller, Künstler, Filmemacher und Musiker wurden bisher wohl mehr durch die KI geschädigt als jeder andere Berufsstand. Wenn das Endziel für uns der Übergang zu mehr kreativer und nicht effizienter Arbeit ist, warum haben wir dann die KI-Revolution damit begonnen und zuerst diese kreativen Jobs ersetzt?

    Wer wird in der Zukunft, in der die KI nicht nur die Künste für sich beansprucht, sondern alle qualifizierten Arbeitskräfte ersetzen kann, noch das kaufen können, was die mit den Robotern herstellen und verkaufen? Von welchem Geld? Ups, KI hat alle Jobs übernommen und wir haben kein Geld für die Miete und mein Vermieter ist pleite. Hoppla, 50 % der Bevölkerung beziehen Arbeitslosengeld und können keine Steuern zahlen, also kann die Regierung auch ihre Arbeit nicht erledigen. Es wird Zeit die Faulen und Unproduktiven auszusortieren wird einer wie der christliche Demokrat Linnemann womöglich eines Sonntag morgens fordern und anschließend mit seiner Familie die Heilige Messe besuchen.

    Es gibt keine Oberschicht ohne Arbeiterklasse und keine Arbeiterklasse ohne Arbeitsplätze. Das hat jemand vor 150 Jahren herausgefunden und darüber 3 Bücher geschrieben und viel Unheil damit erzeugt. Und ich vermute, dass die Menschen mit Geld und Macht, die auf diese Zukunft drängen, das zwar nicht gelesen haben, aber verstehen. Was wollen die also bezwecken, wenn die eine KI entwickeln und als Arbeitnehmerersatz favorisieren? Die wollen ihr Geschäft einfach nur ankurbeln, kurzfristig von dieser Finanzierung profitieren und dann aussteigen, wenn die KI-Blase platzt. Das ist der Zweck ihrer teils enormen finanziellen Anstrengungen.

    Jetzt läßt sich die KI nicht einfach so verbieten oder per Gesetz auf das Militär beschränken. Das geht technisch nicht. Für all das muss es eine Lösung geben, die nicht mit Massenarbeitslosigkeit einhergeht oder in einer Zukunft endet, in der wir herumlungern und uns als Spezies zurückentwickeln, während Roboter alles für uns tun. Ist es das universelle Grundeinkommen oder doch der Verbot von KI, zusammen mit einem sehr aggressiven Schutz der Arbeitnehmerrechte auf der ganzen Welt? Oder wird es so, wie wir die Entwicklung der Gesellschaft in der Filmreihe „Raumschiff Enterprise“ erleben?

    Ich weiß es nicht. Außerdem bleibt das Risiko Islam in allen Überlegungen die große Unbekannte. Die Ausbreitung des Islam wird nie in Zukunftsszenarien mit einkalkuliert. Nein, den Grund kenne ich nicht, aber ich weiß, wann ich angelogen werde und damit meine ich nicht nur von Leuten wie Linnemann.

    Wer BILD nicht aufrufen will, hier geht es zur Citrini Prophezeiung, das die BILD referenziert und teilweise in die deutsche Sprache übersetzte. Das Original ist in englischer Sprache.

  7. blu_frisbee am März 11th, 2026 10:57 p.m.

    Jede fortgeschrittene Technik erscheint ununterscheidbar von Zauberei
    Je weniger die Geldigen von der Technik verstehen desto mehr Zaubereien erwarten die.
    Ständig wird unterstellt es gäbe im Kapitalismus Rezepte zum Reich werden.
    Es kann zwar jeder Reich werden, aber nicht alle.

    „KI“ ist nicht in der Maschine sondern wird vom Rezipienten attributiert.
    „KI“ ist nur ein stochastischer Papagei, ein Autocomplete.
    Das ist nicht Wissenschaft sondern Cargo Cult.

    Physiokraten erklärten den Reichtum eines Landes durch Bodenfruchtbarkeit.
    Merkantilisten erklärten durch Handel.
    Adam Smith erklärte durch menschliche Arbeít.

    Seit je träumte der Mensch von der Maschine die selber werkt.
    Was mich am ignoranten Deppengeschwätz von Jurnis fasziniert ist der kollektive Glaube an Höhere Mächte die Träume wahr machen.
    Waghalsige Konstruktionen von Voluntativ und Optativ, Freunde des Konjunktiv.
    Mit solchem Ernst hatte die Kirche behauptet Gott wäre real da draußen.
    Bis Ludwig Feuerbach kam.

    Matthias Egersdörfer über die Überflüssigkeit des einzelnen Menschen im Kapitalismus
    https://www.youtube.com/watch?v=CbaUwIfdd14

    In der realen Welt ist KI ein Ponzi Scheme.

  8. blu_frisbee am März 12th, 2026 4:24 p.m.

    Real & Denken ist nix, Gefühl ist alles.
    Wer nix von der KT versteht glaubt die zaubert.

    Ähnlich Niedergang der Systemparteien und Aufstieg der AfD.
    https://hpd.de/artikel/wenn-wahrnehmung-politik-ersetzt-spd-spiegel-einer-rationalitaetskrise-23875
    https://www.nd-aktuell.de/artikel/1198223.ostdeutschland-jana-hensel-im-osten-ist-die-demokratie-am-ende.html

    Seit die Leute nicht mehr an Gott glauben glauben sie nicht nix, sondern jeden möglichen bullshit.
    Letztlich bleiben feindliche WELTBILDer.

    Der elementare Widerspruch des Kapitalismus:
    Reichtum wird aus menschlicher Arbeit geschaffen, Profit eliminiert Arbeit.
    Wie sehr das Kapital die Arbeit braucht sagt es bei Streik (oder wenn nix kauft).
    Dann zaubert nix. Gewalt ist Ausweg der Schwäche.

    PS: Arbeit hat keinen Wert, sie schafft ihn.
    Der Kapitalist kauft ArbeitsKRAFT, Arbeit ist ein PROZESS.
    Natürlich will der Kapitalist die Arbeitskraft billiger kaufen.
    Marx verhandelt Getreidezölle, Konflikt zwischen Agrariern & Industriellen.

    KI macht Unidiplom billig. Blöd kann mit KI jeder.

    KI wird trainiert an was die Leute plappern.
    Amis könen sich Wirtschaft ohne Kapitalismus nicht vorstellen.
    Die Wunderwaffe muß kommen. Wir warten.

  9. Mutant am März 13th, 2026 10:25 a.m.

    Ich halte die Analyse für fehlerhaft.

    Es fängt schon beim „konstanten“ Kapital an. Maschinen verlieren i.d.R. an Wert und Rohstoffe können extrem volatil sein. Und Nützlichkeit, mag bei vielen Gebrauchsgegenstände eine Rolle spielen, aber bei der Wertermittlung, gerade heute in Zeiten der influenzer, ist es oft wichtiger was in ein Produkt Interpretiert wird ohne das es selbst einen Nutzen hat.

    Grundsätzlich gilt auch, am meisten profitiert im Kapitalismus immer derjenige der den Preis festlegen kann. Aber dieser wird nicht nur durch die reine BWL festgelegt.

    Die KI verspricht erstaml diese Kosten zu senken und das mag auf den ersten Blick, vor allem bei Journalisten, der Fall sein. Auf der Anwenderseite vereinfacht das vieles. Aber du probierst ja auch nur kostengünstige/-lose KI-Systeme aus. Ich habe mir einige Videos zu Openclaw angeschaut, damit kannst du ja viele Dinge konkret auf dem Computer machen. Damit werden alle Admin/Propgrammierer arbeitslos – wird verkündet. Aber wenn man genauer hinschaut, entstehen dabei hohe Kosten. Die Produzenten der Videos sprechen dabei oft von über 100$ pro Tag für die KI und wenn man sich das dann genauer anschaut ist das auch verständlich. Die Rechenzentren verbrauchen enorme Strommengen, was in Zeiten der sogenannten Energiewende ein grosses Problem werden kann. Deshalb spricht man auch wieder konkret von Atomkraft. Die aber enorme Investitionskosten verursacht und hinter der auch wieder enorme unbekannte Kosten stehen. Und was ja auch spürbar ist, nicht nur die Energie ist eine Frage, auch die Rohstoffe, warum sind denn Grafikkarten so teuer geworden? Die Bereithaltung und Verarbeitung dieser Datenmengen wird noch einiges verschlingen.

    Und ein gan anderer Faktor bei der KI ist noch, woher bekommt denn die KI ihr Wissen? Es ist ja nicht so, dass sie sich das selbst ausdenkt und es müssen immer noch Menschen das alles ausdenken, ausprobieren, analysieren und entdecken. D.h. irgendwann ist die KI am Ende des erkenntnisgewinn und wenn die Menschheit dann nicht in ihre eigene Entwicklung investiert, wird Stagnation zu einer dystopischen einfältigen Welt führen, weil es immer nur die ein Lösung geben wird.

    Da mit so einfach Modellen zu arbeiten, erscheint mir nicht seriös und bringt wenig Erkenntnisse der tatsächlichen Veränderungen.

  10. Crazy Eddie am März 13th, 2026 6:45 p.m.

    @ Burks
    Vielleicht möchtest Du aus Neugierde mal folgende Prompts nacheinander (!) in ChatGPT eintragen.
    1) Könnten mehrere KI eine Musik Session machen und in einen Flow kommen?
    2) Beschreibe die Möglichkeiten von mehreren KIs zu emergentem Verhalten.
    3) Beschreibe die Kurzgeschichte „Autofac“ von Philip K. Dick aus dem Jahr 1955.
    4) Beschreibe die Kurzgeschichte „The Ultimate Melody“ von Arthur C. Clarke.
    5) Vereinige die vorstehenden 4 Prompts in einer plausiblen Projektion.

    Viel Spaß!

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