Miszellen

DJV
Mitgliederversammlung des DJV Berlin – JVBB. Wir haben uns (fast) garnicht herumgezankt, sondern ein paar Dinge diskutiert.

Heute nur gute Nachrichten. Ich habe einen Tag frei, bevor es wieder in die 12-stündigen Nachschichten geht. Nein, ich würde nie vom Arbeitsplatz bloggen oder dort surfen. Das ist total vollumfänglich absolut verboten. Ich starre meinen Laptop mit eigenem Modem nur an.

DJV
Blick von der Markgrafenstr. 15 nach Westen

Meine Rechtsschutzversicherung hat überraschend zugesagt, die Kosten für mein gerichtliches Vorgehen gegen Facebook zu übernehmen. Das hatte ich gar nicht erwartet. Mein Anwalt setzt gerade ein Schreiben auf, Meta aufzufordern, meinen Account wieder komplett freizuschalten. Wenn die das nicht unverzüglich tun, kommt die juristische Kavallerie.

DJV
Blick von der Markgrafenstr. 15 nach Süden, am Horizont ist der Radarturm des ehemaligen Flughafens Tempelhof zu sehen.

Ich habe auch eine Auslandskrankenversicherung abgeschlossen, weil mir rechtzeitig einfiel, meine Krankenversicherung zu fragen, ob ich in Israel versichert wäre. Nein, wäre ich nicht. Wenn mich dort vor zwei Jahren einen Rakete gestreift hätte, wäre das auch finanziell übel geworden. Jetzt kann ich arabische Messerstecher verhauen und muss nicht selbst zahlen, wenn ich dabei was abkriege.

DJV
Blick von der Markgrafenstr. 15 nach Norden – man sieht die Kuppel des Deutschen Doms.

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Gaza, revisited

Israel besetzt und annektiert Gaza nicht. Das Weiße Haus hat einen Friedensplan von Trump zu diesem Konflikt veröffentlicht. (Diverse Quellen)

Hier sind die Details, die darin vorgeschlagen werden:
🛑 Gaza wird eine „deradikalisierte, terrorismusfreie Zone“ sein, die keine Bedrohung für die Nachbarn darstellt.
🛑 Innerhalb von 72 Stunden nach der öffentlichen Annahme dieses Abkommens durch Israel werden alle Geiseln, lebendig und tot, zurückgegeben.
🛑 Nach der Freilassung aller Geiseln wird Israel 250 lebenslänglich Inhaftierte und 1700 Personen aus Gaza freilassen, die nach dem 7. Oktober 2023 festgenommen wurden.
🛑 Die USA werden einen Dialog zwischen Israel und den Palästinensern einrichten, um ein friedliches und gedeihliches Zusammenleben zu vereinbaren.
🛑 Wenn beide Seiten diesem Vorschlag zustimmen, endet der Krieg sofort.

Natürlich wird die Hamas das nicht akzeptieren. Ich bezweifele auch, dass die Terroristen-Warlords überhaut noch Einfluss auf die Mitglieder haben oder wissen, wer was macht. Die Folge wird daher sein, dass Gaza zu rund 80 Prozent besetzt werden wird. So sehe ich das.

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Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?

friedrich

Begegnung während der Nachtschicht…

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Unter mutmaßlichen Kalorienverlierern

breakfast
Tagesmahlzeit à la Burks (Symbolbild)

Da die Weltläufte gerade nichts Interessantes zu bieten haben, unterhielt ich mich wieder mit meinem Ernährungsberater mit der KI über meine gegenwärtigen Essgewohnheiten.

Grundlage: Zwei 8-stündige Nachtschichten, zwei zwölfstündige Nachtschichten, zwei Tage frei, dann vier 12-stündige Nachtschichten. Danach – hurra! – drei Wochen Urlaub mit viel Bewegung.

Heute hatte ich als einzige Mahlzeit: (bitte keine Care-Pakete schicken, ich muss noch das letzte aufessen!)

– 1 Banane (mittelgroß, ca. 120 g) → ~105 kcal
– 1 TL Honig (ca. 10 g) → ~30 kcal
– 1 Orange (mittelgroß, ca. 130 g) → ~60 kcal
– 400 ml Vollmilch (3,5 % Fett) → ~260 kcal
– 1 Scheibe Leberkäse (ca. 100 g) → ~300 kcal
– 4 Scheiben Vollkorntoast (à ca. 40 g = 160 g) → ~380 kcal
– 3 Eier (Größe M, à ~55 g) → ~210 kcal
– 1 EL Fleischsalat (ca. 20 g) → ~60 kcal
– 1 EL Heringssalat (ca. 20 g) → ~70 kcal
– 1 EL Streichkäse (ca. 20 g) → ~40 kcal
– 1 EL Margarine (ca. 10 g) → ~70 kcal
– 1 EL Marmelade (ca. 20 g) → ~50 kcal
– 2 Tassen Kaffee (schwarz, ohne Zucker/Milch) → ~4 kcal
Gesamtsumme: ~1.639 kcal

Wie hoch ist der Tagesbedarf an Kalorien für einen 73-jährigen Mannes, der 84 Kilo wiegt und nur sitzt [ich verschwieg der KI, dass ich ein paar Liegestütze und sonstige Bauchmuskelübungen gemacht hatte)?

„Ein 73-jähriger Mann, 84 kg, 184 cm groß, sitzende Lebensweise → ca. 2.000 kcal pro Tag. Du hast bisher (laut deiner Liste) ca. 1.639 kcal aufgenommen. Dein geschätzter Tagesbedarf liegt aber bei ca. 2.018 kcal. Wenn du täglich so isst wie in deinem Beispiel, würdest du rechnerisch etwa 1 kg Körpergewicht alle 2½ Wochen verlieren (vorausgesetzt, Aktivität und Stoffwechsel bleiben gleich).“

Bleiben sie aber nicht. Ganz in Gegenteil. Mein Terminkalender im Urlaub ist übervoll. Ich werde vielleicht gar nicht alles schaffen.

Ungefähr in geplanter Reihenfolge, aber alles schon gebucht: Tel Aviv, Etzel Museum, Jerusalem, Altstadt, Teich von Siloah und Gihonquelle, die Gräber der Propheten (alles war vor zwei Jahren geschlossen), die Klagemauer (das letzte Mal habe ich sie nur von weitem gesehen) und das Netz der Tunnel, das Israel-Museum, Maʿale Adummim, YMCA-Turm, vierstündige Privatführung mit „Jerusalem Treasures Include Much More Than Meets the Eye“ sowie Me’a Sche’arim, Gaza Envelope Tour, Guvrin-Nationalpark, Masada, En Gedi und Totes Meer, Mitzpe Ramon (vier Tage, Privatunterkunft mit Katze und Aussicht), Jericho und Monastery of Saint George of Choziba und Tell es-Sultan, dann zwei Tage Chillen in Tel Aviv.

Vermutlich werde ich noch die eine oder andere Kalorie mehr verlieren.

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Über den Wolken ist Kleinweich

surveillance
Midjourney hat natürlich bei dem Prompt „Unit 8200’s system collected millions of Palestinian civilian phone calls made each day in Gaza and the West Bank“ extrem herumgezickt, so dass ich alles, was auch nur entfernt die Algorithmen der KI hätte triggern können, entfernen musste.

Wait a minute. Hier ist noch etwas, das ich schon vorgestern posten wollten, aber aus Zeitmangel verschieben musste. Ich konnte es erst gar nicht glauben: Die israelische Aufklärungsheinheit Unit 8200, die dem Militärnachrichtendienst Aman untersteht, speichert abgehörte Telefonate von Arabern in Gaza sowie Judäa und Samaria in der Cloud von Microsoft? Und Microsoft hat das jetzt gesperrt?

„Man wolle sicherstellen, dass Microsofts Dienstleistungen nicht für die Massenüberwachung palästinensischer Zivilisten verwendet werden können, sagte Firmenpräsident Brad Smith.“

Originalton: „The Guardian article reported that “multiple individuals have asserted that the IDF is using Azure for the storage of data files of phone calls obtained through broad or mass surveillance of civilians in Gaza and the West Bank.“

Ach. Ach was. Der ursprüngliche Artikel stammt aus dem Guardian (25.09.2025). Von dem haben alle abgeschrieben: Die Zeit, CNN, das Handelsblatt, CNBC, Israel heute: „Nach Bekanntwerden der Vorwürfe zog die Einheit ihre Daten offenbar schnell ab und verlagerte sie zu einem anderen Anbieter.“

Warum haben die ausgerechnet Microsoft genommen, obwohl es in Israel genug Anbieter von Cloud-Diensten gibt? Sogar mit hübschen Mädels?

Aber das traue ich natürlich unseren Geheimdiensten auch zu. Ich dachte nur, das die Israelis cleverer wären. Man muss doch damit rechnen, dass das irgendjemand ausplaudert und man dann einen Shitstorm erntet.

Vielleicht war alles ganz anders. Vor fünf Jahren gab es die Schlagzeile: „Microsoft to launch new cloud datacenter region in Israel“. (Wieso erwähnt das eigentlich niemand außer mir?)

„This investment expands the Microsoft global cloud infrastructure to 56 cloud regions in 21 countries, with the new Israel region anticipated to be available starting with Microsoft Azure in 2021, with Office 365 to follow.“ – „Public sector entities, large organizations, and small and medium enterprises across all industries in Israel are already making the most of Microsoft’s cloud solutions. These include Sheba Hospital, the Tel Aviv Municipality, Checkpoint, Hapoalim Bank, eToro, Zim, Discount Bank, Jfrog, Mellanox and Rafael.“

Man kann nur mit Wilhelm Busch sagen: Das kommt von das.

microsoft
Source: Microsoft

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Hamas Massacre

Hamas massacre

Die Website ist saturday-october-seven.com/.
„Oct. 7 2023. Documentation of Crimes Against Humanity“.

Ich muss gestehen, dass ich es nicht ertrage, mir das anzusehen. Vielleicht habe ich zu wenig Horrorfilme in meinem Leben gesehen.

Ich bekomme aber Fantasien dergestalt, dass ich jeden Idioten, der „Free Palestine“ ruft, auf einem Stuhl festbinden möchte, mit Streichhölzern zwangsweise die Augen offenhalte und dann die Person zwinge, alles zehn Mal anzusehen.

Hamas massacre

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Unter Eingeschüchterten

pizza
Screenshot: Ausschuss für Kultur und Medien: 46. Ausschusssitzung, Landtag NRW

Die bürgerliche Presse berichtet: „Einschüchterungsversuche im ÖRR? „Ja, die gibt‘s“, sagt der ZDF-Reporter“.

Die Sitzung, um die es geht, ist komplett online, aber mehr als vier Stunden lang.

„Mit drastischen Beispielen hat der ZDF-Investigativjournalist Andreas Halbach („Frontal“) bei einer Anhörung im Kulturausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags am Donnerstag die Entscheidungsprozesse im ÖRR geschildert. Unter anderem sprach Halbach von der „Gefahr eines Themenfilters“, der „die journalistische Agenda“ steuern könnte. (…)

Es gebe nicht nur fehlende Kontrolle in den Sendern selbst, sondern auch geringe Möglichkeiten, intern Kritik zu äußern. Und wenn intern Kritik geäußert werde, bedeutete das für denjenigen eventuell Nachteile. So antwortete Halbach auf die Frage, ob es bereits zu Einschüchterungsversuchen gekommen sei: „Ja, die gibt’s.“ Er habe Fälle recherchiert, in denen Mitarbeiter nach Kritik fristlos gekündigt oder versetzt worden seien, so Halbach in der Sitzung.“

Für mich ist es auch ein Skandal, dass die Journalistenverbände nicht den Mumm haben, sich des Themas anzunehmen. Die kümmern sich lieber, wie gewohnt, um die Reparatur des Kapitalismus, was niemandem weh tut.

An anderer Stelle heisst es: „Der Deutsche Journalisten-Verband veröffentlicht eine „grüne Ausgabe“ seines Magazins und präsentiert darin kritiklos die Dogmen der linken Klimabewegung. Das verrät viel über die deutschen Medien.“

Mit „links“ haben die Themen zwar nichts zu tun, aber mit bräsiger Schwarmdummheit sowie Opportunismus, weltanschaulichem Schießschartenmodus und kleinbürgerlichem Klassenstandpunkt und damit, dass der DJV strukturell unfähig zu sein scheint, sich selbst zu reformieren. (Ich bin seit Jahrzehnten Mitglied – ich weiß, wovon ich rede.)

„Es gibt manche Leute, die nicht eher hören können, bis man ihnen die Ohren abschneidet.“ (Georg Christoph Lichtenberg)

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Sehr geehrte Pizzeria Zulu!

pizza
Pizza aus Fürth (Symbolbild)

Sehr geehrte Pizzeria Zulu in in Fürth! Sehr geehrter Herr Gaspare Squitieri!

Ihr hattet da in der Königstraße 81 laut den Berichten der Qualitätsmedien einen Aushang, der sinngemäß lautet: Juden und Hunde seien nicht erwünscht. Das Schild wurde wieder entfernt. Ich vermute, dass ihr den Text jetzt ändern wollt, etwa: „Araber sind hier nicht erwünscht, so lange die Geiseln in Gaza nicht frei sind!“ Bring them home!

Wenn ich jemals nach Fürth kommen sollte, was ein höheres Wesen verhindern möge, werde ich sicher nicht bei Euch einkehren, sondern vor die Tür kacken spucken oder leise das Motto von Krav Maga vor mich hinmurmeln: „We do bad things to bad people.“

Gaza? Israel macht dort fast alles alles richtig, mal abgesehen davon, dass jeder Krieg tragisch ist und schreckliche Kollateralschäden nach sich zieht. Aber die Bewohner Gazas wollten es so, genauso wie die Bewohner Dresdens es so wollten. Wenn man einen Krieg anfängt, sollte man über die Folgen nicht jammern. Das wissen wir Deutschen doch am besten.

Und übrigens: Judäa und Samaria gehören zu Israel, schon rund dreitausend Jahre. Bekomme ich jetzt bei Euch Hausverbot?

Nessuna riunione desiderata!
Burkhard Schröder

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Unter Indianern

Ich habe noch einen Brief gefunden, den ich vergessen hatte. Er gehört zeitlich hinter den Brief vom 25.09.1981. Über die Tarahumara, auch bekannt als Raramuri, hatte ich hier schon öfter geschrieben.

Tarahumara
Tarahumara – Foto: L. Verplancken S., Creel. Chihuahua, Mexico

Creel, 2.10.

Liebe Eltern!
Ich schreibe jetzt noch mal, weil wir morgen für 2 Wochen in ein kleines Dorf fahren, wo es keine Post, sondern nur einen Postesel gibt, wie man sagt. Wer weiß, wie oft der kommt. Dort wohnen die Tarahumara-Indianter (s. Foto), mehr noch als hier.

Wenn das Wetter einigermaßen ist, werden wir auch endlich zu unserem einwöchigen Ritt kommen. Hier in Creel sind wir eine Woche steckengeblieben, weil es weder Bus noch Auto gab, die uns die nächsten 80 km hätten mitnehmen können. Bei den Straßenverhältnissen dauert es ca. 8 Std..

tarahumara
Tarahumara in Creel, fotografiert im Oktober 1981

Hier ist es sehr ruhig, so richtig zum, Ausspannen, 2 Straßen, ein paar Häuser, eine Eisenbahnstation (1x am Tag ein Zug), sehr viel Staub, Pferde, ein paar urtümliche LKWs, die nur den Weg von einem Ortsende zum anderen schaffen, Männer mit hohen Cowboyhüten – nach dem Motto: je kleiner der Mann, desto größer der Hut, ein paar Indianer, die aus dem Gebirge kommen, um Sachen zu verkaufen. Es gibt ca. 50000 von ihnen hier, aber über ein gebiet verstreut, das 10000 Quadratkilometer groß ist.
Im Ort 3 Hotels. fast alle leer – eigentlich sind es nur Schlafmöglichkeiten, allerdings kommen manchmal reiche Amerikaner in das eine, sie bezahlen auch entsprechend. Sonst ist hier nicht slos.

Das nächste Mal aus Mexiko City!
Gruß Burkhard

brief
Das Hotel Korachi scheint es noch zu geben.

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Unter Care-Pakete-Empfangenden

care paket

Da habe ich ja etwas angerichtet! Jetzt schicken die Leser schon Lebensmittelpakete! Nein, ich leide keinen Hunger!

Aber dieses Paket ist besonders schön, weil es von einem der hier offenbar zahlreich mitlesenden Bauern und Landwirte stammt. Die Kartoffeln sind schwerer als im Supermarkt und sehen irgendwie erdiger aus, und sie und die Möhren sind noch umhüllt von den Resten der Scholle, in der sie vor sich hinwuchsen. Dazu eine Flasche Rotwein. Wenn ich nicht gerade etwas gegessen hätte, wäre ich schon wieder hungrig.

Also herzlichen Dank, Friedrich B. aus – Moment, wie hießt das noch gleich? Triburin… äh.. Stöckendrebber! (Ich kann den Hof von oben sehen!) Wenn mal jemand Urlaub in der Pampa auf dem Bauernhof machen will, werde ich die Adresse empfehlen!

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Status: Confirmed

el al

El Al hat nicht vergessen, dass ich schon im März einen Flug gebucht hatte. Aber ich habe zur Sicherheit noch mal nachgeschaut.

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Krieg und KI

Ich habe mir einen interessanten Artikel der Jerusalem Post übersetzen lassen: „Gaza-Krieg und KI-Einsatz führen laut einer Studie des Taub-Zentrums zu steigender Arbeitslosigkeit im israelischen Technologiebereich. Die Arbeitslosenquote in der Branche ist gestiegen und liegt nun über dem Durchschnittswert der gesamten Wirtschaft; im Jahr 2024 gab es zudem einen starken Rückgang an freien Stellen.“

Was mich überraschte: Ein Viertel (!) aller nicht orthodoxen jüdischen Männer arbeitet im High-Tech-Sektor Israels, aber nur 12 Prozent der Frauen.

wages israel

Israels Technologiesektor, der wichtigste Motor der Wirtschaft, steht laut einer heute vom Taub Center for Social Policy Research veröffentlichten Studie vor einer besonders herausfordernden Phase.

Die Untersuchung stellte einen Anstieg der Arbeitslosigkeit unter Tech-Beschäftigten, einen Rückgang der offenen Stellen sowie wachsende soziale und geografische Unterschiede fest. Hauptgründe seien laut der Forscher die Folgen des Krieges sowie die beschleunigte Nutzung von KI.

Den Daten zufolge stieg die Zahl der Beschäftigten in Israels Hightech-Industrie zwischen 2014 und 2023 um rund 60 % – ein Zuwachs von etwa 150.000 Beschäftigten, vor allem im Bereich Forschung und Entwicklung. Die Löhne stiegen deutlich und liegen weiterhin weit über dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt. Seit Ausbruch des Krieges hat sich dieser Trend jedoch umgekehrt.

Die Arbeitslosenquote in der Branche ist gestiegen und hat den gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt überschritten. Im Jahr 2024 kam es zudem zu einem starken Rückgang offener Stellen, vor allem für junge und unerfahrene Beschäftigte – ein Phänomen, das als „Junior-Krise“ bezeichnet wird.

Die Studie basiert auf einer umfassenden Analyse der Daten der Arbeitskräfteerhebung 2023–2024 des Zentralamts für Statistik und untersucht den Arbeitsmarkt für Personen im Alter von 25 bis 64 Jahren. Dabei wurden die Erwerbsstatus verschiedener Bevölkerungsgruppen (beschäftigt, arbeitslos, arbeitssuchend) sowie demografische Merkmale wie Geschlecht, Sektor und Wohnort berücksichtigt.

Darüber hinaus wurden sogenannte KI-Expositionsindizes herangezogen, um einzuschätzen, in welchem Umfang typische Tätigkeiten in verschiedenen Berufen von KI-Systemen übernommen werden können, und um das Risiko einer Verdrängung von Arbeitskräften durch Automatisierung zu bewerten.

Die Studie zeigt zudem große Unterschiede in der Beschäftigung: Fast 25 % der nicht-haredischen jüdischen Männer arbeiten im Hightech-Sektor, verglichen mit nur etwa 12 % der nicht-haredischen jüdischen Frauen. In der haredischen Gesellschaft sind weniger als 10 % in der Branche beschäftigt, in der arabischen Gesellschaft weniger als 5 %.

Geografisch gesehen ist die Beschäftigung in den meisten Regionen des Landes zurückgegangen, insbesondere im Norden, rund um den See Genezareth und in Safed, während Jerusalem und die Jesreelebene einen leichten Anstieg verzeichneten. Tel Aviv bleibt zusammen mit Petach Tikva, Haifa und Rehovot führend in Bezug auf die Beschäftigung.

Gleichzeitig stellte die Studie fest, dass Tech-Dienstleistungen die Wirtschaft beim Einsatz von KI-Technologien anführen. Dieser Trend geht mit einem Rückgang bei Neueinstellungen sowie dem Ersatz von Fachkräften durch automatisierte Systeme einher. Die Forschenden warnen, dass langfristig ein deutlicher Beschäftigungsrückgang in der Branche zu erwarten sei, falls keine geeigneten politischen Maßnahmen ergriffen werden.

Prof. Gil Epstein, einer der Autoren der Studie, schreibt: „Die Implementierung von KI und die Beschleunigung der Automatisierung verändern das Gesicht der Beschäftigung in der Hightech-Industrie.“ Laut ihm sei ein spürbarer Rückgang der Zahl der Beschäftigten in Unterstützungsfunktionen zu verzeichnen, begleitet von steigenden Löhnen – ein Trend, der den Bedarf an beruflicher Umschulung und gezielten Qualifizierungsmaßnahmen verstärkt.

Das Taub Center empfiehlt zudem, dass die Regierung eine Strategie entwickelt, die die KI-Revolution nutzt, um hochwertige Beschäftigung zu fördern und Unterschiede abzubauen, insbesondere in Randregionen. „Dies ist eine Bewährungsprobe für die Wirtschaftspolitik Israels“, betonen die Forschenden, „denn die Erhaltung und Stärkung des wichtigsten Wachstumsmotors der Wirtschaft ist entscheidend für Erholung und langfristiges Wachstum.“
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ChatGPT könnte meine Frage, wie das in Deutschland aussieht, nicht exakt beantworten, nannte aber als Quelle eine Studie der Bundesagentur für Arbeit: „Der Arbeitsmarkt für IKT-Berufe im Kontext der Transformation“.

„Ich konnte keine verlässliche Quelle finden, die angibt, wieviel Prozent der deutschen Männer insgesamt im High-Tech-Sektor arbeiten. Ein paar relevante Hinweise:
* In Deutschland sind über 1,12 Millionen sozialversicherungspflichtige IKT-Fachkräfte beschäftigt.
* Der Anteilswert der Beschäftigung im Bereich „High- und mittel-hochtechnologische Fertigung“ liegt laut Eurostat für Deutschland bei etwa 9,60 % (Stand Dezember 2024)
* In der Digital- / Techbranche liegt der Frauenanteil laut Bitkom bei etwa 16 % ([Electro IQ][3]) — daraus ließe sich theoretisch ableiten, dass etwa 84 % der Tech-Beschäftigten Männer sind, aber das ist kein direkter Beleg für den Anteil aller Männer in der Gesamtbevölkerung oder im Arbeitsmarkt, der in High-Tech arbeitet.“

Wenn ich die Daten richtig interpretiere, ist der Anteil der Personen, die in Israel im High-Tech-Sektor arbeitet, fast drei Mal so hoch wie in Deutschland.

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Lebe wild und gefährlich

Kontosperrung

Wie das Publikum ganz richtig anmerkte, ist es heutzutage in Deutschland riskant und auch gefährlich, Politisches zu bloggen. Das sehen die öffentlich-rechtlichen Anstaltsinsassen natürlich anders, weil sie in ihrer eigenen Blase leben. Die so genannten sozialen Medien agieren ähnlich; vermutlich noch in dieser Woche werden ich gegen meine Kontosperrung bei Facebook juristisch vorgehen. Die haben alle Fristen, die ich ihnen gesetzt habe, kommentarlos verstreichen lassen. Ich werde auf jeden Fall gewinnen. Die Frage ist nur zu welchem (finanziellen) Preis.

Das ehemalige Nachrichtenmagazin hat sich jetzt positioniert und für die eingebettet Denkenden entschieden: „Charlie Kirks Standpunkte zum »Großen Austausch«, zum angeblichen Wahlbetrug 2020, zum »Kulturmarxismus« erfüllen Kernkriterien für die Einordnung als rechtsextrem. In Deutschland wären vor allem seine rassistischen Äußerungen und die fortwährende Delegitimierung demokratischer Institutionen und Prozesse womöglich ein Fall für den Verfassungsschutz gewesen.“

Ob etwas oder jemand „ein Fall“ für den Inlandsgeheimdienst ist, ist völlig irrelevant, nur nicht für deutsche Journalisten. Dazu habe ich seit mehr als dreißig Jahren genug Artikel verfasst, zum Beispiel 1997: „Alles Wirkliche sei vernünftig, meinte der deutsche Philosoph Hegel im letzten Jahrhundert. Damals gab es den Verfassungsschutz noch nicht, eine wirklich überflüssige Behörde mit gefährlichen Wirkungen auf Journalisten und Politiker. Die Medien werden auf den VS ungern verzichten wollen: Wen sollte man sonst zum Beispiel zum Thema Rechtsextremismus interviewen? Die Journalisten sich gegenseitig? Und von wem sonst sollten sich die Politiker Meinungen zuarbeiten lassen?“

Natürlich ziehen auch die Pfaffen mit. (Darf man das sagen oder ist das eine strafbewehrte Delegitimierung der Verehrung höherer Wesen?)

Kontosperrung

Es gibt einen weiteren interessanten Fall, vom den ich heute zum ersten Mal von der automatisch voll gelogenen russischen Propaganda hörte – das Neue Deutschland berichtete: „Wie ein linker Journalist auf der EU-Sanktionsliste landete“. Und die Nachdenkseiten:

„…hatte der Rat der Europäischen Union (auch EU-Ministerrat genannt) ab dem 20. Mai 2025, nach aktuellem Wissensstand auf Initiative der Bundesregierung, den Chefredakteur des Portals Red Media, Hüseyin Doğru, mit Verweis auf dessen Berichterstattung zu Pro-Palästina-Protesten in Deutschland vollumfänglich sanktioniert: Kontosperrung und Anstellungs- sowie Ein- und Ausreiseverbot in den gesamten EU-Raum. Doğru lebt mit seiner Familie und mittlerweile drei Kindern in Berlin. In Folge der Sanktionen hatte ab 1. Juli sogar die Krankenkasse die Leistungen für seine Familie zwischenzeitlich eingestellt, obwohl die Ehefrau sich im 7. Monat einer Risikoschwangerschaft mit Zwillingen befand. (…)

Denn erstmals sanktionierte die EU, mutmaßlich auf Initiative der Bundesregierung, einen Chefredakteur und dessen Medium auf Grundlage des „Beschlusses (GASP) 2024/2643 über restriktive Maßnahmen angesichts der destabilisierenden Aktivitäten Russlands“ nicht wegen deren Berichterstattung zum Krieg in der Ukraine (Red hat diesbezüglich eine explizit russland-kritische Haltung), sondern weil deren Berichterstattung über Pro-Palästina-Proteste in Deutschland angeblich „unter seinem überwiegend deutschen Zielpublikum ethnische, politische und religiöse Zwietracht“ säen und damit „die Stabilität und Sicherheit in der Union sowie mehrerer ihrer Mitgliedstaaten untergraben und bedrohen“ würde…“

Die üblichen Verdächtigen gehen also nicht den Weg über die Gerichte, offenbar weil sie ahnen, dass sie damit nicht durchkommen würde, solange wir noch eine einigermaßen unabhängige Justiz haben. Nein, sie versuchen, die Existenz der Leute zu ruinieren, die nicht mit dem Mainstream konform gehen.

Campact – wie zu erwarten war – kampagniert (ich habe das Verb gerade erfunden) das alles mit.

Nein, es wird sich nicht zum Besseren wenden. Die Demokratie und freie Meinungsäußerung sind ein Luxus, den sich die herrschenden Klassen im Kapitalismus manchmal erlauben. Aber nicht immer.

Kontosperrung

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Grauland, nicht Outland

grauland

Reiseempfehlung in Secondlife: The Grauland Cluster (Fotos auf Flickr). Ich war durch Inara Pey auf diese originelle Sim aufmerksam geworden und habe mir den Text von ChatGPT übersetzen lassen, den Text geglättet und die Links hinzugefügt. Mich erinnerte das Szenario aber auch an einen meiner Lieblingsfilme – Outland mit Sean Connery.

grauland

Für jeden, der eine Schwäche für gute Science-Fiction hat, dürfte die eingangs beschriebene Szenerie sofort Erinnerungen an Stanley Kubricks zeitlos aktuellen Klassiker 2001: Odyssee im Weltraum wachrufen – allein durch die Anspielung auf einen geheimnisvollen Monolithen im All. Und tatsächlich genügte schon dieser Gedanke, um meine Neugier zu wecken, als ich Jimgarands neuestes Grauland-Projekt besuchte: The Grauland Cluster.

Noch stärker wird der Bezug zu 2001, sobald man den Landeplatz verlässt: Vor einem liegt ein gewaltiger Krater, der unweigerlich an den Tycho-Krater des Mondes erinnert, jenen Ort, an dem Dr. Heywood Floyd seine historische Begegnung hatte. Nur: Dieser Krater befindet sich auf einem Asteroiden, und der Monolith hier ist keineswegs ein schwarzer, glatter Block (geschweige denn vergraben oder in einer Umlaufbahn um Jupiter – oder Saturn, wie in Clarkes ebenso brillanter Romanfassung).

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Doch wer nun meint, Jims Werk sei lediglich ein Nachklang von Kubrick oder Clarke, irrt. Was uns hier begegnet, ist ein faszinierendes Zukunftsszenario, sorgfältig verwoben und inszeniert – mit dem Schwerpunkt auf einer gigantischen Anlage, die tief in den Asteroiden gebaut wurde.

Über eine Teleportscheibe in der Kraterstation erreicht man das eigentliche Herzstück: die Asteroidenbasis. Sie ist eindrucksvoll gestaltet mit Bauelementen aus Beth Delaunays (Isilmeriel) exzellenter Sci-Fi-Kollektion, die vielen SL-Veteranen vertraut sein dürfte, kombiniert mit Teilen von ʼfrit (Ifrit Skytower) sowie eigens entworfenen und kitbash-ähnlichen Strukturen.

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Das Ergebnis ist eine weitläufige Station, verbunden mit mehreren kleineren Asteroiden, die teils ausgehöhlt und dadurch selbst spannende Erkundungsziele sind. Mehrere Docks – darunter eines für große Frachter – zeugen von regem interstellarem Verkehr.

Dass die Basis für längere Aufenthalte gedacht ist, versteht sich fast von selbst: eine großzügige Kantine, ein geräumiges Fitnessstudio, zahlreiche Freizeiträume. Alles deutet darauf hin, dass hier eine große Besatzung leben und arbeiten kann. Künstliche Gravitation wird angedeutet, Verteidigungsanlagen sind vorhanden – die Details bleiben bewusst der Fantasie überlassen.

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Der Monolith selbst schwebt frei im Raum, über einen Gang erreichbar, der von zwei Luftschleusen ausgeht. Über seiner rau behauenen Oberfläche schweben leuchtende Symbole und geometrische Formen – geheimnisvoll, rätselhaft, offen für jede Deutung. Spontan erinnerte mich der Anblick an eine Art Voyager-Botschaft an ferne Sterne – oder vielleicht an einen noch unentzifferten Rosetta-Stein.

Zu den kleinen, feinen Details, die den Reiz des Bauwerks verstärken, zählen NASA-inspirierte Außeneinsätze und die – angesichts der Lage im Asteroidengürtel fast ironische – Nutzung von Solarpaneelen. Diese bewusst gesetzten Anachronismen verleihen der Szenerie einen besonderen Charme, da sie im Kontrast zu futuristischen Raumfahrzeugen, künstlicher Gravitation und hochentwickelter Hydrokultur stehen.

grauland

So bleibt das Setting zeitlich bewusst unbestimmt, doch die Einbindung aktueller Technologien (etwa im Fitness- und Freizeitbereich) verankert die Station fest in unserer Vorstellung von menschlicher Machbarkeit. Besonders gefallen haben mir die wechselnden Bilder auf den Bildschirmen des Kommandoraums – eines davon zeigt offenbar ein Schiff mit dem legendären Alcubierre-Antrieb. Ob Zufall oder Absicht, für mich war es ein kleines, amüsantes i-Tüpfelchen.

Weil so vieles offen bleibt, eignet sich The Grauland Cluster hervorragend für freies Rollenspiel – vielleicht auch mit einem leicht düsteren Unterton, wenn man an die Geschützstellungen im Außenbereich und die „Big Brother“-artige Flut an Monitoren im Kontrollzentrum denkt, die scheinbar alles im Blick behalten.

grauland

Doch auch ohne jede Rollenspielabsicht entfaltet Jimgarands Schöpfung ihre Wirkung: The Grauland Cluster ist – wie alle seine Bauten – visuell spektakulär und von seltener Fotogenität. Ein in jeder Hinsicht meisterhaft gestaltetes Werk.

grauland

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Jugo especial und Hungerlevel

müsli
Ein Porzellanschälchen mit Vollkornmüsli, viel Joghurt und Weintrauben auf einem schönen hölzernen Küchentisch –no flowers –ar 3:2 –s 750

Ich unterhielt mich mit meinem Ernährungsberater mit der KI über meine gegenwärtigen Essgewohnheiten. Bei mehreren 12-Stunden-Nachtschichten hintereinander nehme ich nur eine Mahlzeit in 24 Stunden zu mir. Zu mehr bleibt gar keine Zeit, und Fast Food esse ich grundsätzlich nicht. Ich mixe mir einen Jugo especial à la Arequipa mit Ei und esse Müsli mit Zutaten.

Wieviel Kalorien haben ungefähr eine Banane, zwei Birnen, ein Teelöffel Honig, ein halber Liter Milch, ein Schälchen Vollkornmüsli, 20 Weintrauben, ein Ei und fünf Esslöffel Joghurt?

Okay, lass uns die einzelnen Komponenten überschlagen (Durchschnittswerte):
1 Banane (mittel, ~120 g): ~105 kcal
2 Birnen (je ~150 g): ~200 kcal
1 TL Honig (~10 g): ~30 kcal
½ Liter Milch
1,5 % Fett: ~250 kcal
3,5 % Fett: ~325 kcal
1 Schälchen Vollkornmüsli (~50 g): ~180–200 kcal
20 Weintrauben (~100 g): ~70 kcal
1 Ei (mittelgroß, ~60 g): ~80 kcal
5 EL Joghurt (~100 g, Naturjoghurt 3,5 %): ~60 kcal

Gesamtsumme: Mit Milch 3,5 % Fett: ~1.050–1.100 kcal.
👉 Das Frühstück liegt also knapp bei 1.000 kcal

Wieviel Kalorien braucht man am Tag, wenn man nur sitzt?

Das sind die Kalorien, die dein Körper in völliger Ruhe für Atmung, Herzschlag, Hirnaktivität, Körpertemperatur usw. braucht. Er hängt ab von Alter, Geschlecht, Gewicht, Größe. Als ganz grobe Faustregel: ca. 22–24 kcal pro kg Körpergewicht und Tag.
(z. B. bei 70 kg → ~1550–1700 kcal Grundumsatz)

👉 Das heißt:
– Sehr kleiner Mensch (50 kg): ~1400–1600 kcal
– Durchschnitt (70 kg): ~1800–2000 kcal
– Größer/kräftiger (90 kg): ~2200–2400 kcal

Wie viele Kalorien haben zwei kleine Gläser Whisky?
👉 Zwei kleine Gläser (wenn wir 2 cl pro Glas annehmen) haben also zusammen ~130–140 kcal.
👉 Wenn es zwei Gläser à 4 cl sind, wären es schon ~260–280 kcal.

Wenn das Frühstück rund 1000 Kalorien hat, dazu noch vor dem Einschlafen zwei kleine Gläser Whisky kommen, nimmt man dann schon ab?

Ausgangspunkt: Frühstück + Whisky = ~1200 kcal pro Tag

Angenommener Bedarf bei „nur sitzen“ (PAL 1,2, ca. 70 kg, 170 cm, 40 J.): ~1900 kcal pro Tag
➡️ Kaloriendefizit: 1900 – 1200 = 700 kcal pro Tag

Abnahme pro Woche:
1 kg Körperfett ≈ 7000 kcal
700 kcal Defizit × 7 Tage = 4900 kcal pro Woche
4900 ÷ 7000 ≈ 0,7 kg Fett pro Woche

👉 Das bedeutet: Mit diesem Muster würdest du theoretisch rund 0,5–0,7 kg pro Woche abnehmen. In einem Monat also etwa 2–3 kg.

⚠️ Aber: 1200 kcal pro Tag sind für die meisten Erwachsenen zu wenig auf Dauer, da wichtige Nährstoffe fehlen können.

Was fehlt, wenn ich täglich nur eine Banane, zwei Birnen, einen Teelöffel Honig, einen halben Liter Milch, ein Schälchen Vollkornmüsli, 20 Weintrauben und fünf Esslöffel Jogurt esse?

Kohlenhydrate & Zucker: reichlich (Banane, Birnen, Trauben, Honig, Müsli) → viel schnelle Energie.
Ballaststoffe: durch Obst und Müsli durchaus ordentlich.
Eiweiß: etwas durch Milch & Joghurt (~30 g insgesamt) – das reicht aber nicht für Muskelerhalt.
Kalzium: viel durch Milchprodukte.
Vitamine: Vitamin C, B-Vitamine, Kalium (Banane, Birnen, Trauben).

Was fehlt oder zu wenig ist:
Eiweiß: Für Erwachsene sind ca. 1–1,5 g pro kg Körpergewicht sinnvoll → du liegst deutlich darunter.
Fett: Kaum enthalten, insbesondere gesunde Fette (Omega-3, einfach ungesättigte Fettsäuren).
Vitamin D: praktisch nicht enthalten (außer minimal in Milch), musst du über Sonne oder Supplemente decken.
Vitamin B12: nur sehr wenig über Milch/Joghurt – auf Dauer zu wenig.
Eisen & Zink: stark unterversorgt (besonders ohne Fleisch, Hülsenfrüchte, Nüsse).
Jod: Milch enthält etwas, aber ohne Fisch oder jodiertes Salz → meist zu wenig.

Gesamtenergie: 900–1000 kcal/Tag sind ein Hungerlevel, das den Körper langfristig schwächt (Muskelabbau, Müdigkeit, Hormonprobleme).

Wisst ihr Bescheid. 1,84 cm, 84 Kilo.

Jugo especial
Sehr großer gläserner Mixer mit gequirltem Saft gefüllt aus Bananen, Birnen und Milch, –no flowers, –ar 3:2 –s 750

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Unter Niederträchtigen

Tagesspiegel
Ausschnitt der Titelseite des „Tagesspiegel“ vom 12.09.2025

„Ich war 33 Jahre lang Redakteur einer Zeitung, aus Anhänglichkeit hatte ich den „Tagesspiegel“ immer noch abonniert. Am 12. September stand auf der Titelseite: „Tod eines Brandstifters“. Kirk hat niemals Gewalt angewendet. Ich habe mein Abo gekündigt. Für so viel Niedertracht gebe ich freiwillig keinen Cent aus.“ (Harald Martenstein hinter der Paywall der bürgerlichen Presse)

By the way: Mit vielem, was Martenstein in dem Artikel schreibt, bin ich nicht einverstanden.

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Training bösartiger Modelle

Ich habe mir einen interessanten Artikel der South China Morning Post übersetzen lassen und Links hinzugeführt (auch die Chinesen scheinen das nicht zu können).

KI nature

DeepSeek warnt vor Sicherheitsrisiken im Zusammenhang mit „Jailbreak“-Angriffen auf seine Open-Source-Modelle. – Laut einem Artikel im wissenschaftlichen Fachmagazin Nature [im Original ist der nicht online] wurden bei der Bewertung der Modelle Branchen-Benchmarks sowie eigene Tests verwendet.

Open-Source-Modelle werden kostenlos im Internet veröffentlicht und können von jedem heruntergeladen und verändert werden. Das fördert zwar die Verbreitung der Technologie, birgt aber auch die Gefahr, dass Nutzer eingebaute Sicherheitsmechanismen entfernen.

„Wir sind uns bewusst, dass die Offenlegung im Open-Source-Bereich einerseits die Verbreitung fortschrittlicher Technologien erleichtert, andererseits jedoch auch Risiken des Missbrauchs schafft“, heißt es in einem Fachartikel, dessen Hauptautor DeepSeek-CEO Liang Wenfeng ist.

Zur Eindämmung solcher Risiken rät DeepSeek Entwicklern, die Open-Source-Modelle einsetzen, vergleichbare Kontrollmechanismen wie bei kommerziellen Anwendungen einzubauen.

Die Warnung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem chinesische Behörden betonen, dass Entwicklung und Sicherheit im Open-Source-KI-Ökosystem des Landes in Balance gebracht werden müssen. Erst am Montag hatte ein mit der Cyberspace Administration of China verbundenes Normungsgremium auf die Gefahr hingewiesen, dass Schwachstellen offener Modelle in nachgelagerte Anwendungen übertragen werden könnten.

„Die Veröffentlichung von Basis-Modellen … wird ihre Wirkung vergrößern und Korrekturen erschweren. Damit steigt das Risiko, dass Kriminelle sie für das Training bösartiger Modelle missbrauchen“, hieß es in einem neuen Update des „AI Safety Governance Framework“.

Der Artikel in Nature enthüllte zudem erstmals die Trainingskosten des Modells R1, die mit 294.000 US-Dollar deutlich niedriger lagen als die kolportierten Kosten vergleichbarer US-Modelle – ein Umstand, der seit der spektakulären Veröffentlichung im Januar für Spekulationen gesorgt hatte.

Zugleich wies DeepSeek Vorwürfe zurück, das Unternehmen habe Modelle von OpenAI „destilliert“, also ein eigenes Modell auf Grundlage der Ausgaben eines Konkurrenzmodells trainiert.

In China wurde die Titelplatzierung von DeepSeek in der renommierten Fachzeitschrift Nature mit großer Begeisterung aufgenommen. In den sozialen Medien trendete die Nachricht schnell, viele bezeichneten DeepSeek als das „erste LLM-Unternehmen mit Peer-Review“.

Laut Branchenbeobachter Fang könnte diese Anerkennung andere chinesische KI-Firmen dazu bewegen, ihre Sicherheits- und Schutzmaßnahmen offener darzulegen – zumindest dann, wenn sie ihre Arbeiten in führenden internationalen Fachzeitschriften veröffentlichen möchten.
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Die Formulierung „erstes LLM-Unternehmen mit Peer-Review“ bedeutet wörtlich:
– 👉 Das Unternehmen DeepSeek ist das erste Unternehmen, das ein LLM (Large Language Model) entwickelt hat und dessen Arbeit in einer Fachzeitschrift nach dem Peer-Review-Verfahren veröffentlicht wurde.
– LLM-Unternehmen = ein Unternehmen, das große Sprachmodelle entwickelt.
– Peer-Review = Begutachtungsverfahren durch unabhängige Fachleute, bevor eine wissenschaftliche Arbeit in einer renommierten Zeitschrift veröffentlicht wird.

deepseek

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Unter Illusionsmaschinisten

KI
Beschriftung der Armbänder, Schärfe- und Licht-Relation zwischen Vorder- und Hintergrund: Die Dame ist attraktiv, aber eindeutig KI-generiert.

Wieso denke ich derzeit oft an das Spiel „Schiffe versenken“?

Was haben Gamedesigner, etwa in Secondlife (wie ich), Opernhäuser, Schriftsteller und Künstliche Intelligenz gemeinsam? Sie erzeugen Illusionen für das jeweilige Publikum. Das kann man als Kunst oder Handwerk beschreiben oder als eine Mischung aus beidem.

Wenn man die Technik, die dahintersteckt, genauer ansieht, bekommt man Respekt vor dem, was alles nötig ist, um die Augen und Sinne der Rezipienten hinter’s Licht zu führen und ihnen etwas vorzugaukeln.

Ich arbeite sehr oft in der Berliner Staatsoper und kann – vor allem nachts – im Sinne des Wortes hinter und auch unter die Kulissen schauen. Unter der Hauptbühne sind drei (!) Etagen Technik. Wenn man also im dritten Untergeschoss steht und nach oben sieht, kommt man sich vor wie in einem gotischen Hallendom, der komplett verkabelt ist. Mehr als hundert Techniker arbeiten, um einen Chor, ein Orchester und Sänger zum Musizieren zu bringen. Dazu kommt die Kostümerie.

KI
Man beachte die unrealistische Spiegelung auf dem linken Oberschenkel der Dame in altrosa: Eindeutig KI-generiert bzw. enhanced. Auch die Unterarme sehen nicht natürlich aus – ein weiteres Indiz.

Auch die Technik, die hinter den Sims in Secondlife steckt, also den virtuellen Environments, in dem Avatare herumlaufen, ist wahnsinnig kompliziert, vor allem auch deswegen, weil man das nicht in einem Handbuch nachlesen kann, sondern nur per learning per doing – und man braucht jahrelange Erfahrung. Es erzeugt das Gefühl, ein Maschinist zu sein, der an vielen Hebel gleichzeitig herumfummeln muss, um die Dinge zum Laufen zu bringen.

Auch Leute, die gute Geschichten schreiben, erzeugen Illusionen. Vor dem inneren Auge der Leser entfalten sich Welten, und sogar mehr, als der Verfasser planen kann. Ich lese gerade, um mich abzulenken und zu entspannen, Thomas Manns Buddenbrooks. Und das kam so: Neulich fand ich partout auf Netflix keinen Film, der sich zum Einschlafen eignete, und stöberte in meiner Sammlung von CDs und fand die Verfilmung des Romans mit Armin Müller-Stahl und Iris Berben. Man kann sich das heute noch ansehen, aber auch jederzeit wieder ausschalten mit dem Gefühl, nichts zu verpasst zu haben, wenn man nicht weiterschaut. Die zweieinhalb Stunden Film sind also 729 Seiten Roman. Ich suchte in meiner Bibliothek und fand auch das – noch nie gelesene – Buch, das ich für ein paar Mark in den 70-ern irgendwo auf einem Trödelmarkt gekauft hatte.

Die „Buddenbrooks“ hat es nie gegeben – alles natürlich erfunden. Das muss man erst einmal nachmachen. Ein Schriftsteller kann aber kein Wort über etwas verfassen, was ihm noch nie irgendwo und irgendwie in irgendeiner Form begegnet ist (Deswegen bin ich 1998 nach Venezuela gereist.)

Auch die mittlerweile doch recht zahllosen KI-Mädels auf Instagram sind pure, aber attraktive Illusionen. Ich gräme mich, dass ich das nicht kann bzw. – auf Grund meiner Präferenzen – keine Zeit finde, mir das beizubringen. „Was machst du beruflich?“ – „Ich erzeuge hübsche spärlich bekleidete Damen, die Zehntausende Follower in sozialen Medien haben und mir Geld einbringen.“

Neben der Schriftstellerei und dem Gamedesign wäre das mein dritter „Beruf“ als Illusionsmaschinist.

KI
Schwer zu beurteilen, aber im Profil der Dame steht „AI Influencer“ – das ist schon richtig gut gemacht.

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Rumänische ischiocrurale Arschmuskeln

leibesübungen
Der Screenshot ist nicht aus dem unten erwähnten Buch…

Ich ließ mich durch Werbung fahrlässig manipulieren und kaufte Calisthenics für Dummies. Die Neugier besiegte die Vernunft. (Unendlich viel Gefasel und Geschwurbel – siehe Screenshot unten – die Übungen gehen erst ungefähr auf Seite 70 los.)

Ich mache ohnehin schon Übungen, nicht täglich, aber so oft ich Zeit finde. Alle nach dem weisen Rat meiner ehemaligen superschnuckeligen Physiotherapeutin, die mich durch ihren extrem erfreulichen Anblick permanent hoch motivierte.

Als da wären: Liegestütze. Leider habe ich ein paar Wochen nicht trainiert, weil ich sicher sein wollten, dass ein kleines und schmerzfreies Ganglion, das plötzlich nach exzessivem Paddeln an meinem Handgelenk erschien – an unauffälliger Stelle -, harmlos ist. Ein paar Wochen heißt leider: Von 34 auf rund 20 Liegestütze abgestürzt. Das wird alles wieder.

Kniebeugen. Schon klar. Mag ich nicht, aber wenn ich will, bin ich bei 50 aufwärts. Dito für Kreuzheben. Da ist kein Trainingsbedarf.

Beckenheben mache ich fast täglich, kombiniert mit Drehen der Hüfte in Richtung Wirbelsäule. Nennt sich auch Beckenbodentraining. „Tun Sie so, als möchten Sie den Urinstrahl abdrücken und ziehen Sie die entsprechenden Muskeln ein paar Mal zusammen. Zwicken Sie dann mehrmals die Gesäßbacken zusammen“ (har har). Das ist wirklich spürbar gut, vor allem, wenn man viel sitzt. Wenn man es nicht macht, merkt man schon nach wenigen Tagen den Unterschied.

Die oben lobend erwähnte junge Dame empfahl das – mit ihren schelmischen Grübchen und spöttischem Grinsen, weil sie natürlich mein wahres Alter kannte: „Ist gut gegen Altersinkontinenz.“ Die gute Nachricht: Beckenbodentraining ist gut für die Potenz.

Aufgestützte Oberkörper-Rotation – auch das praktiziere ich, obwohl es sehr anstrengt. Das ist übrigens die einzige Übung, bei der ich noch einen Unterschied zwischen der linken und rechten Hüfte (die mit dem Titan) spüre – die rechte hat rund zwei Zentimeter weniger Spielraum. Daran arbeite ich.

Jetzt kommt das Problem: Beinheben aus der Bauchlage. Das hatte ich noch nie gemacht. Ich kann das überhaupt nicht. So etwas ärgert mich maßlos – ich komme mir dann gleich wie 90 vor. Fragen wir die KI.

Beim Beinheben aus der Bauchlage (also das Anheben eines oder beider gestreckter Beine, während man auf dem Bauch liegt) spielen vor allem die Hüftstrecker eine Rolle, unterstützt durch stabilisierende Rumpfmuskulatur.

Hauptmuskeln:
Gluteus maximus (großer Gesäßmuskel) → wichtigste Kraft für die Hüftstreckung.
Ischiocrurale Muskulatur (Beinbeuger: Biceps femoris, Semitendinosus, Semimembranosus) → helfen bei der Hüftstreckung.
Gluteus medius und minimus (hintere Fasern) → stabilisieren das Becken.
Lendenwirbelsäulen-Muskulatur (v. a. M. erector spinae) → sorgt für Stabilität des Rückens beim Anheben.

Empfohlene Übungen:
– Beinheben aus der Bauchlage selbst → als Übung, evtl. mit Gewichtsmanschette am Knöchel.
Glute Kickbacks (im Vierfüßlerstand, Bein nach hinten oben strecken).
– Hip Thrusts / Glute Bridge (Rückenlage, Hüfte nach oben drücken).
Rumänisches Kreuzheben (kräftigt Gesäß und hintere Oberschenkel).
– Good Mornings (Rückenstrecker + Hüftstrecker).
– Step-ups oder Ausfallschritte (funktionelle Hüftstrecker-Übungen).

👉 Wichtig: Oft ist nicht fehlende Kraft, sondern eine eingeschränkte Beweglichkeit der Hüftbeuger (M. iliopsoas, Rectus femoris) schuld, wenn das Beinheben schwerfällt. Daher helfen auch Dehnübungen für die Hüftbeuger.

Das wird bei mir der Fall sein. Kraft habe ich genug. Demnächst mehr in diesem Theater – ich berichte (nein, hier, nicht bei TikTok!)

leibesübungen

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Warum Anstalten?

rbb

Nein, tut ihr nicht. Vgl. zum Beispiel die Akte Lammel.

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