Unter automatisch Kommunizierenden

Made by ChatGPT – metaphorische und ironische Interpretation des Inhalts des Screenshots unten
Irgendein Algorithmus warf mir diesen verschwurbelten Text des Leibniz-Instituts für Medienforschung │Hans-Bredow-Institut (HBI) vor die Füße: „Wie verändert kommunikative Künstliche Intelligenz unsere gesellschaftliche Kommunikation, und welche Folgen hat dies für Medienorganisationen? Diesen Fragen geht die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF) geförderte Forschungsgruppe Kommunikative KI (ComAI) – Die Automatisierung gesellschaftlicher Kommunikation nach. In neun Forschungsprojekten untersuchen Forscher aus den Bereichen Kommunikations‑ und Medienwissenschaft, Mensch-Computer-Interaktion, Wissenssoziologie, Governance-Forschung und Medienrecht die Potenziale, Risiken und Konsequenzen dieses tiefgreifenden Wandels.“
Die Brafaselrharbarertextbausteine („Potenziale, Risiken und Konsequenzen“) ließen mir keine Ruhe. „KI-Inhalte“ sollen gekennzeichnet werden? Und dann? Wird die Welt dann besser – und würde der Bürger aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit entlassen?
Dann las ich noch etwas über Claude (neu in der Blogroll) von Anthropic. Und in meinem Hinterkopf hallte etwas von Baudrillard und Zeichen.
ChatpGPT merkte noch süffisant an: „Im Bild steht „Leibnitz Institut“. Falls damit das bekannte Forschungsnetzwerk gemeint ist, wird es normalerweise „Leibniz“ geschrieben.“

Alsp sprach ich zu Claude: Ich brauche zu dem Thema einen journalistischen Artikel, der ungefähr so lang ist wie 2 Din-A-4 Seiten in einer Zeitschrift.
Um es gleich zu sagen: Der Journalismus ist tot, mausetot. Gefühlt 90 Prozent alles Texte, die produziert werden, sind schlechter als die von der KI erstellten. Das gilt natürlich nicht für polemische Kommentare – dazu ist die künstliche Intelligenz zwangsweise zu ausgewogen und harmonisch.
Vielleicht sollte ich – wie Claude – jetzt immer meine Postings hier beginnen mit „Von der Redaktion – Analyse“ – aber „Analyse“ klänge zu sehr nach RT Deutsch.

Die stille Übernahme
Künstliche Intelligenz verändert den Journalismus – doch wer kontrolliert eigentlich die Kontrolleure?
Von der Redaktion – Analyse
Es begann mit dem Versprechen, Routinearbeit abzunehmen. Heute generieren KI-Systeme Nachrichtentexte, prüfen Quellen, analysieren Datenberge – und treffen dabei Entscheidungen, die früher Journalistinnen und Journalisten vorbehalten waren. Die Branche steht an einem Scheideweg: zwischen Effizienzgewinn und dem schleichenden Verlust redaktioneller Kontrolle.
Die Zahlen klingen zunächst verheißungsvoll. Laut aktuellen Branchenerhebungen nutzen inzwischen mehr als 60 Prozent der großen deutschen Medienhäuser KI-gestützte Tools in der Produktion – für automatisierte Börsenmeldungen, Sportergebnisse, Wetterberichte. Was als Entlastung begann, hat sich ausgeweitet: Algorithmen schlagen Themen vor, fassen Pressemitteilungen zusammen, transkribieren Interviews in Sekundenschnelle. Doch mit der Nützlichkeit wächst auch die Abhängigkeit.
Das Versprechen der Verifikation
Besonders aggressiv vermarktet wird KI derzeit als Werkzeug für den Quellencheck. Tools wie Radar oder ClaimBuster durchsuchen in Echtzeit Millionen von Dokumenten, Social-Media-Posts und Datenbanken, um Aussagen automatisch zu verifizieren. Die Versuchung ist real: In einer Nachrichtenumgebung, in der Falschinformationen sich schneller verbreiten als ihre Korrekturen, klingt maschinelle Unterstützung wie ein Segen.
Was in den Verkaufspräsentationen fehlt: Diese Systeme sind nicht neutral. Sie wurden auf historischen Daten trainiert – mit all deren Verzerrungen, Lücken und impliziten Annahmen. Wenn ein Algorithmus entscheidet, ob eine Behauptung als wahr, falsch oder zweifelhaft eingestuft wird, kodiert er damit auch die Perspektive seiner Entwickler. Factchecking ist keine technische, sondern eine zutiefst redaktionelle Entscheidung. Wer das delegiert, gibt Macht ab.
KI-Slop: Die neue Dimension der Desinformation
Während Redaktionen über den Einsatz von KI diskutieren, hat das Problem längst eine neue Dimension erreicht. KI-Slop – der Begriff bezeichnet massenhaft generierte, fehlerhafte oder bewusst manipulierte KI-Inhalte – flutet das Netz. Gefälschte Zitate von Politikern, plausibel klingende, aber erfundene Studienergebnisse, fotorealistische Bilder von Ereignissen, die nie stattgefunden haben: Das Volumen ist neu, die Raffinesse erschreckend.
Für Journalistinnen und Journalisten bedeutet das eine fundamental veränderte Arbeitssituation. Die alte Faustregel: Wenn etwas zu gut ist, um wahr zu sein, ist es das meistens – greift nicht mehr. KI-generierte Inhalte sind oft präzise genug, um oberflächliche Prüfungen zu bestehen. Wer heute eine Meldung verifiziert, muss nicht nur die Faktenlage, sondern auch die Echtheit des Materials selbst hinterfragen. Reverse-Image-Search, Metadaten-Analyse, linguistische Muster – das Handwerk des Factcheckers wird technisch aufwändiger und gleichzeitig wichtiger.

Mady by Gemini – Prompt wie unten für Midjourney
Die Kennzeichnungsfrage: Transparenz als Standard?
In der Debatte um KI-Inhalte ist die Forderung nach klarer Kennzeichnung längst zum Konsens geworden – zumindest auf dem Papier. Der Deutsche Presserat hat Leitlinien formuliert, der Europäische Medienfreiheitsakt sieht Transparenzpflichten vor, und die meisten Ethikrichtlinien großer Verlage enthalten entsprechende Passagen. Die Praxis sieht anders aus.
Was genau muss gekennzeichnet werden? Nur vollständig KI-generierte Texte? Oder auch solche, die lediglich KI-assistiert entstanden – sprich: von einem Menschen geschrieben, aber mit KI-Vorschlägen überarbeitet? Was ist mit KI-generierten Bildern, die redaktionell ausgewählt wurden? Die Grenzziehungen sind unscharf, die Definitionen umstritten. Und solange keine verbindlichen Standards gelten, entscheiden Verlage im Eigeninteresse – was nicht immer dem Interesse der Leserinnen und Leser entspricht.
Eingebettet in die Infrastruktur
Die vielleicht folgenreichste Entwicklung verläuft weitgehend unbemerkt: KI wird nicht mehr als externes Tool verwendet, sondern direkt in redaktionelle Infrastrukturen integriert. Content-Management-Systeme schlagen automatisch SEO-optimierte Überschriften vor. Algorithmen entscheiden, welcher Artikel auf der Startseite erscheint. Chatbots beantworten Leseranfragen im Namen der Redaktion. Die Linie zwischen Mensch und Maschine verschwimmt – und damit auch die Verantwortung.
Medienforscher warnen vor einem schleichenden Prozess, den sie als Automation Bias bezeichnen: die Tendenz von Menschen, maschinellen Empfehlungen zu folgen, auch wenn sie ihrem eigenen Urteil widersprechen. Redakteure, die täglich mit KI-Vorschlägen arbeiten, beginnen diese als Baseline zu akzeptieren. Was der Algorithmus nicht vorschlägt, wird seltener geschrieben. Was er bevorzugt, häuft sich. Das nennt sich dann Reichweite – und ist in Wirklichkeit stille Zensur durch Optimierung.
Was jetzt gefragt ist
Die Antwort auf diese Entwicklungen kann nicht Technikfeindlichkeit sein. KI-Tools werden bleiben, und viele sind tatsächlich nützlich – wenn sie richtig eingesetzt werden. Was fehlt, sind klare Kompetenzprofile für den KI-informierten Journalismus: Redakteurinnen und Redakteure, die verstehen, wie Sprachmodelle funktionieren, welche Fehler sie machen, wo ihre Grenzen liegen. Wer ein Tool nicht versteht, kann es nicht kritisch einsetzen.
Ebenso dringend ist eine strukturelle Antwort der Branche: verbindliche Kennzeichnungsstandards, unabhängige Audits von KI-gestützten Redaktionssystemen, und eine offene Debatte darüber, welche Entscheidungen grundsätzlich beim Menschen bleiben müssen. Die Frage, welche Geschichte erzählt wird, gehört dazu.
KI verändert den Journalismus – das ist unbestreitbar. Die entscheidende Frage ist nicht ob, sondern wie. Wer diese Frage den Technologiekonzernen überlässt, die die Systeme bauen, hat die Antwort bereits gegeben.

An ultra-photorealistic and ironic metaphor for the future of journalism in the age of AI: a crowded newsroom where hundreds of journalists have been replaced by giant mechanical magnifying glasses with artificial eyes, tirelessly inspecting mountains of glowing digital documents. In the center, a nervous human reporter desperately searches for a single authentic paper source while surrounded by endless streams of AI-generated articles flowing from golden factory machines. Above them, enormous floating labels reading „TRUST“, „SOURCE CHECK“, and „AI GENERATED“ are held up by tiny drones like advertising banners. The irony: despite infinite verification technology, nobody notices a giant elephant made of fake news quietly sitting in the room. Cinematic realism, satirical symbolism, newsroom of the near future, dramatic lighting, shallow depth of field, hyper-detailed textures, award-winning photojournalism, 8k, Leica photography, believable human expressions, visual metaphor for trust, transparency, source verification and AI-assisted journalism –ar 16:9 –stylize 250 –chaos 15 (Midjourney)
Hintergrund: Begriffe im Überblick
KI-Slop: Massenhafte, fehlerhafte oder manipulierte KI-generierte Inhalte, die gezielt oder ungefiltert verbreitet werden.
Automation Bias: Die kognitive Tendenz, Empfehlungen automatisierter Systeme auch dann zu folgen, wenn sie dem eigenen Urteil widersprechen.
Constitutional AI: Ansatz zur KI-Entwicklung, der ethische Grundsätze direkt in das Training integriert, um zuverlässigeres, transparenteres Verhalten zu fördern.
Vorübergehend geschlossen
Die IDF hat Burg Beaufort im Libanon eingenommen.
„Beaufort war die einzige größere Kreuzritterburg, die der Eroberungswelle Saladins in den Jahren 1187 bis 1189 standhielt, der die Burg mehrmals belagerte. Dabei überlistete der Burgherr Rainald von Sidon Saladin, indem er die Übergabe versprach, die Burg jedoch heimlich reparierte.“
Rainald sprach übrigens fließend Arabisch.
Hinweis: Wenn man mich verarschen auf den Arm nehmen will, muss man das schon geschickter anstellen. Das Bild ganz unten, das Hisbollah-Terroristen im Libanon zeigen soll, ist garantiert nicht echt. Die tragen sogar ihre „Palästinenser“-Tücher noch.
Der Betreiber des Kanals ist aus Lagos, Nigeria: „I am a businessman living in Guangzhou, China.“ Schon klar.
ChatGPT bestätigt meine Vermutung:
„Ich kann nicht mit Sicherheit sagen, ob das Bild echt oder KI-generiert ist, aber ich sehe mehrere Merkmale, die mich skeptisch machen:
Auffälligkeiten, die für KI sprechen könnten
Die Menschenmenge wirkt ungewöhnlich gleichförmig
► Viele Personen haben nahezu identische Körperhaltungen.
► Die Arme über dem Kopf bilden ein fast perfektes Muster, wie man es oft bei KI-generierten Menschenmengen sieht.
Gesichter im Hintergrund sind kaum klar erkennbar
► Besonders in den mittleren Reihen wirken viele Gesichter verwaschen oder unnatürlich vereinfacht. Das ist ein typisches Problem von KI-Bildern, vor allem bei größeren Personengruppen.
Unklare Details an Händen und Armen
► Einige Hände scheinen ineinander überzugehen.
► An mehreren Personen ist schwer zu erkennen, welche Arme zu welchem Körper gehören.
Der Soldat rechts vorne
► Seine Ausrüstung wirkt auf den ersten Blick plausibel. Allerdings erscheinen einzelne Gurte und Taschen etwas unlogisch angeordnet. Das allein beweist nichts, ist aber ein typisches KI-Indiz.
Licht und Schärfe
► Die Szene wirkt insgesamt sehr kontrastreich und dramatisch.
► Moderne KI-Bilder haben oft genau diesen „hyperrealistischen Nachrichtenfoto-Look“.
Was für ein echtes Foto spricht
Fahrzeuge und Landschaft
► Die gepanzerten Fahrzeuge und die Straße sehen weitgehend konsistent aus.
► Keine offensichtlichen KI-Fehler wie schwebende Räder oder unmögliche Perspektiven.
► Keine extremen Anatomiefehler
► Ich sehe keine sechs Finger, verschmolzenen Gesichter oder andere grobe Fehler, die bei KI häufig vorkommen.
► Das Motiv selbst: Solche Bilder existieren tatsächlich aus realen Konflikten. Das Motiv ist also nicht von vornherein unrealistisch.“
Geheime zweite Schutzinselprofile

A futuristic smartphone displaying a hidden „Second Space“ profile designed to conceal sensitive data, sci-fi cyber security aesthetic, dual digital identities inside one device, encrypted private zone glowing beneath the normal interface, holographic folders, hidden emails and secret files protected behind biometric locks, layered user profiles visualized as parallel digital realities, dark neon environment, blue and cyan light, cinematic atmosphere, ultra-detailed, cyberpunk style, advanced mobile privacy technology, glowing encryption symbols, realistic high-tech smartphone UI, dramatic volumetric lighting, octane render, 8k –ar 16:9 –stylize 700
Wir müssen es mit der Datencontainerwissenschaft noch weiter treiben, zumal in den Kommentaren Defätismus verbreitet wurde, dem ich entgegenwirken will.
Die Idee, auf mich und meine kleine Hirse gemünzt (ich habe jetzt zwei Xiaomi-Handys): Ist es möglich, das E-Mail-Programm – hier FairEmail – in einem geschützten Container zu betreiben?
Die KI sagt: Ja und nein. Es sei prinzipiell möglich, „aber mit wichtigen Einschränkungen unter Xiaomi Android bzw. HyperOS/MIUI.“
Programme wie EDS können verschlüsselte Container (ähnlich VeraCrypt) bereitstellen. Darin lassen sich Dateien speichern. Schwieriger wird es aber bei kompletten installierten Apps wie FairEmail.
Der entscheidende Punkt: Android installiert Apps normalerweise immer im regulären App-Bereich des Systems. Ein Container wie EDS kann zwar APK-Dateien oder Daten speichern, aber nicht ohne weiteres eine App „unsichtbar“ im Container betreiben, sodass sie erst nach dem Mounten erscheint.
Vorschlag: eine „Work Profile“-Container benutzen.
Mit Apps wie Shelter, Insular oder Island kann man FairEmail in ein getrenntes Arbeitsprofil installieren. Dieses Profil kann gesperrt werden. Dann verschwindet die App aus dem normalen Bereich, Benachrichtigungen stoppen, und erst nach Entsperren des Profils wird FairEmail sichtbar.
Alle drei Apps – Shelter, Insular und Island – basieren auf derselben Android-Technik: dem sogenannten „Work Profile“ bzw. Arbeitsprofil. Sie erzeugen also keinen echten VeraCrypt-artigen Container, sondern nutzen die von Android eingebaute Trennung verschiedener Profile.
„Das ist auf Xiaomi-Geräten meist die praktikabelste Lösung ohne Root-Zugriff.“
| Funktion | Shelter | Insular | Island |
|---|---|---|---|
| Open Source | Ja | Ja | Teilweise / nicht vollständig FLOSS |
| Basis | Eigenständiges Projekt | Fork von Island | Originalprojekt |
| Datenschutz-Fokus | Sehr hoch | Hoch | Mittel |
| Werbung / Tracking | Keine bekannt | Keine bekannt | Teilweise Google-näher |
| Bedienung | Einfach, technisch | Modern und komfortabel | Sehr komfortabel |
| Apps einfrieren („Freeze“) | Ja | Ja | Ja |
| Arbeitsprofil pausieren | Ja | Ja | Ja |
| Kontakte zwischen Profilen blockieren | Gut | Sehr gut | Eher schwach |
| F-Droid verfügbar | Ja | Ja | Nein |
| Xiaomi-Kompatibilität | Meist gut | Gut | Schwankt je nach HyperOS-Version |
| Ressourcenverbrauch | Gering | Mittel | Mittel |
| Typische Zielgruppe | Privacy- und Security-Nutzer | Privacy mit mehr Komfort | Mainstream- und Komfort-Nutzer |
| Besonderheit | Sehr transparent und minimalistisch | Guter Mittelweg zwischen Privacy und Bedienung | Viele Komfortfunktionen und App-Klonen |
| Empfehlung für FairEmail auf Xiaomi | Sehr empfehlenswert | Gut geeignet | Eher Komfortlösung |
[Eine Stunde später.] Nein, ist es nicht.
Auf Xiaomi-Smartphones lässt sich Shelter zwar per F-Droid installieren, aber die vollständige Installation wird geblockt. Shelter ist auch im Play Store nicht mehr erhältlich. Shelter und Insula wurden entfernt, „unter anderem wegen Android-/Google-Play-Richtlinien rund um Work Profiles und App-Installation.“
Ich kann natürlich nichts darüber sagen, wie Apps, die per F-Droid installiert wurden, auf Samsung- und anderen Smartphones funktionieren. Bei Xiaomi geht es definitiv nicht.

Also Plan B. Und der wird jetzt richtig kompliziert und nerdig, aber es funktioniert.
Wer sich aber der Hilfe der KI bedienen will, muss starke Nerven haben, weil auf Anhieb alle Antworten falsch sind und dann bedauernd kommt: Ja, tut mir leid, früher war das so, heute ist das nicht mehr der Fall und ähnlicher nervtötender Quatsch.
Man muss ein so genanntes Zweitprofil einrichten. (Die Option findet man in den Einstellungen.)
HyperOS hat die Oberfläche von „Second Space“ stark verändert:
– manche Regionen blenden das Icon aus,
– manche zeigen es nur im Zweitprofil,
– manche nur über den Sperrbildschirm.
Das ist an sich nicht kompliziert (wenn man das Feature gefunden hat). Die Panik kommt, wenn es funktioniert und man plötzlich vor einem ganz „fremden“ Handy-Monitor mit nur wenigen Apps sitzt. Wie gelangt man wieder zurück ins Hauptprofil? Es gibt im Zweitprofil einen „Schalter“ (wie eine App) „wechseln“. Aber mitnichten im Hauptprofil.
Man muss tricksen: Den Bildschirm sperren und dann mit dem Passwort oder dem Fingerabdruck des Zweitprofils einloggen. Niemand weist einen darauf hin, dass man beim Anlegen des zweiten Profils auch andere Passwörter benutzen sollte – sonst funktionier das nicht und man tritt|tippt auf der Stelle.
Ich finde die Idee gut. Es ist fast so wie bei einem hidden container: Wenn ein Schnüffler gar nicht weiß, dass es ein zweites Profil gibt, müsste man schon gezielt und lange – mit forensischen Methoden – danach suchen. (Den Button „Wechseln“ habe ich ganz nach hinten verbannt.)
Wie die Übersicht unten zeigt, bieten einige Hersteller diese Option an.
Kompliziert ist bei Xiaomi, Daten von einem Profil zum anderen zu schicken. Ich habe mir beim ersten Mal mit Webmail beholfen. Zukünftig werde ich – wie bisher – einfach FTP benutzen.
| Hersteller | Funktion | Art der Trennung | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Xiaomi | Zweitprofil / Second Space | Sehr stark | Fast wie ein zweites Smartphone mit getrennten Apps, Daten und Konten |
| Samsung | Secure Folder | Stark | Knox-basierte Hardwareverschlüsselung, separater geschützter Bereich |
| OnePlus | System Cloner / Private Safe | Mittel bis stark | Separates Benutzerprofil mit eigenen Apps und Daten |
| OPPO | Privacy Space / System Cloner | Stark | Ähnlich Xiaomis Zweitprofil, inklusive separater Apps und Konten |
| Vivo | Privacy Space | Mittel | Fokus auf versteckte Apps und private Datenbereiche |
| Huawei | PrivateSpace | Sehr stark | Komplett getrenntes Profil mit eigenem Passwort und Fingerabdruck |
| Honor | Parallel Space / Private Space | Mittel | Je nach MagicOS-Version unterschiedlich umfangreich |
| Google Pixel / Android 15+ | Private Space | Mittel | Versteckter App-Bereich mit separater Sperre und eigenem Play Store |
| Standard-Android vieler Hersteller | Gastmodus / Mehrbenutzer | Sehr stark | Echte Android-Benutzerkonten mit vollständiger Trennung |
| Beste Sicherheitslösung | Samsung Knox Secure Folder | Sehr stark | Besonders starke Hardware- und Software-Isolation |
| Beste Alltagstauglichkeit | Xiaomi Zweitprofil | Sehr stark | Sehr komfortabler Wechsel zwischen getrennten Bereichen |
Kaltstartangriffe und Hidden Volumes, minderlegal reloaded

Multiple nested encrypted containers, inspired by VeraCrypt, layered vaults inside each other, glowing secure cores, digital locks and keyholes, symbol of strong cryptography, dark background, blue and cyan light, ultra detailed, cinematic lighting, 3d render, octane style –ar 3:2 –s 750 (Midjourney)
Ich habe mich kurz umgesehen, was es an verständlichen Anleitungen gibt, ein hidden volume mit Veracrypt anzurichten. Es gibt einige und recht gute (auf Englisch), sogar für Lehrer.
Wenn man weiß, wie Veracrypt funktioniert, ist es fast selbsterklärend.
Merke: Bevor Sie ein komplettes Laufwerk inklusive Daten verschlüsseln, sollten Sie die Dateien zuvor unbedingt sichern. Zwar arbeitet Veracrypt seit Jahren sehr zuverlässig, doch Fehler können trotzdem passieren.
Das habe ich noch nie gemacht. So viele Daten, die privat bleiben sollten, habe ich gar nicht. Ich begnüge mich mit Containern und verschlüsselten USB-Sticks (vor allem auf Reisen). Umgekehrt: Wenn man das ganze Laufwerk des Rechners verschlüsselt, braucht man keine Container.
Aber: Wozu sollte man hidden volumes überhaupt haben? Für misstrauische Ehepartner?
Ich habe mir ein Szenario überlegt, das vielleicht für Geschäftsleute realistisch ist, die davon ausgehen müssen, dass sie in dem Land, in dem sie gerade sind, gezwungen werden, den Inhalt ihrer Rechner den neugierigen Augen der dortigen Sicherheitsbehörden preiszugeben, etwa China und Hongkong, USA, Großbritannien, Kanada. (Fährt hier jemand oft nach Russland? Weiterlesen!)
Ich muss ein bisschen ausholen. Vor Jahren habe ich ein Vortrag in einem großen Rüstungskonzern über Sicherheit und Recherche gehalten und einer der Teilnehmer fragt, ob von ihrer Firma etwas im Darknet zu finden sei. Nichts leichter als das.
Man muss natürlich die Realität berücksichtigen; In welcher Firma ist es erlaubt, den Tor-Browser zu installieren und in dunkelsten Ecken des Netzes herumzusurfen? Ich habe schon in internationalen Konzernen gearbeitet, die sich IT-mäßig als Hochsicherheitstrakt – ohne jedwede Fremdgeräte – gaben, aber natürlich lagen alle Daten bei Microsoft in der Cloud.
Ich fand damals irgendwelche internen Preislisten der Firma im Darknet und löste eine gewissen Panik aus nach dem Motto: Kriegt man das wieder da weg?
Nehmen wir an, wie schicken dem potenziellen Geschäftskunden keine verschlüsselte E-Mails, sondern möchte bestimmt Dokumente, die viel wert sind, persönlich diskutieren. Und die Konkurrenz sollte davon auch nichts erfahren.
Es fängt schon bei den basics an und mit der – bei Microsoft-Hassern – legendären Schlagzeile „Microsoft Word bytes Tony Blair in the butt“. Oder jemand erstellte ein PDF für uns mit eingebettetem Javascript, das beim Aufrufen dieses und jenes aus dem Internet lädt. „Wenn es mehrere Möglichkeiten gibt, eine Aufgabe zu erledigen, und eine davon in einer Katastrophe endet oder sonst wie unerwünschte Konsequenzen nach sich zieht, dann wird es jemand genau so machen.“
Wir haben uns bemüht das zu vermeiden, und wollen zwei Dutzend Dokumente absolut sicher verbergen, auch wenn die Briten, Russen und US-Amerikaner unseren Laptop bei der Einreise auseinandernehmen, die Daumenschrauben rausholen und verkünden: Wenn du uns nicht alle Passwörter verrätst, musst du wieder heim!
Wir machen es richtig schwer. Die Chinesen sagen sogar: Öffnen Sie den Veraclypt-Containel! Und wenn der leer ist, werden sie erst recht misstrauisch.
Wenn wir nicht freiwillig verraten, das da noch in den Tiefen ein hiden volume schlummert, sind wir auf der sicheren Seite – mit kleineren Einschränkungen, die zu beachten wären.
| Segment | Bedeutung | Erklärung |
|---|---|---|
| Header des Standard-Volumes | Startbereich des normalen VeraCrypt-Volumes | Enthält die verschlüsselten Informationen, mit denen VeraCrypt das äußere Volume öffnen kann. |
| Speicherplatz, der von Dateien belegt ist | Sichtbare Dateien im äußeren Volume | Hier liegen die normalen, harmlosen Dateien, die beim Öffnen mit dem äußeren Passwort sichtbar werden. |
| Freier Speicherplatz | Scheinbar leerer Bereich | Dieser Bereich ist mit Zufallsdaten gefüllt. Dadurch ist nicht erkennbar, ob er wirklich leer ist oder ein Hidden Volume enthält. |
| Header des Hidden Volumes | Startbereich des versteckten Volumes | Wird nur mit dem Passwort des Hidden Volumes erkannt. Für Außenstehende sieht er wie Zufallsdaten aus. |
| Datenbereich des Hidden Volumes | Geheimer Speicherbereich | Hier liegen die eigentlichen geheimen Dateien. Ohne das richtige Passwort ist dieser Bereich nicht vom übrigen Zufallsdatenbereich zu unterscheiden. |
Wer das noch nie gemacht hat und des Lesens von kurzen Texten mächtig ist: Bei VeraCrypt wird ein Hidden Container (bei mir unter Linux) über die grafische Oberfläche genauso geöffnet wie ein normaler Container.
Zunächst startet man VeraCrypt über das Anwendungsmenü und klickt anschließend auf select file (Veracrypt gibt es auch auf Deutsch), um die Container-Datei auszuwählen. Danach markiert man einen freien Slot (oder „Laufwerk)) und klickt auf mount.
Entscheidend ist allein das eingegebene Passwort: Wird das Passwort des äußeren Containers (oder volume) eingegeben, öffnet VeraCrypt das normale äußere Volume; wird dagegen das Passwort des Hidden Volumes eingegeben, wird automatisch das versteckte Volume geöffnet.
Es gibt dafür keinen besonderen Menüpunkt und auch keine separate Datei für das Hidden Volume, da sich beide Bereiche innerhalb derselben verschlüsselten Containerdatei befinden.
Nach erfolgreichem Einhängen erscheint das Volume wie ein normales Laufwerk im Dateimanager. Wichtig ist außerdem, dass beim Öffnen des äußeren Volumes Schreibzugriffe das versteckte Volume beschädigen können. Deshalb sollte man beim Mounten des äußeren Volumes in den „Mount Options“ die Funktion „Protect hidden volume against damage caused by writing to outer volume“ aktivieren und zusätzlich das Passwort des Hidden Volumes angeben.
Bei VeraCrypt bleibt ein Hidden Volume auch dann unsichtbar, wenn man beim Öffnen des äußeren Containers die Funktion mount all devices beziehungsweise „Alle Datenträger einhängen“ verwendet: Das versteckte Volume ist technisch kein eigenes Laufwerk und keine eigene Datei. Äußeres Volume und Hidden Volume befinden sich innerhalb derselben verschlüsselten Containerdatei oder Partition. VeraCrypt erkennt daher nicht zwei getrennte Datenträger, sondern nur einen einzigen verschlüsselten Container. Welcher Bereich tatsächlich geöffnet wird, entscheidet ausschließlich das eingegebene Passwort.
Technisch ist das Hidden Volume zwar nicht von zufälligen verschlüsselten Daten zu unterscheiden. In der Praxis entstehen aber unter Umständen Hinweise durch das Verhalten des Nutzers oder durch „Daten-Beifang“ außerhalb des Containers.

Multiple nested encrypted containers, inspired by VeraCrypt, layered vaults inside each other, glowing secure cores, digital locks and keyholes, symbol of strong cryptography, dark background, blue and cyan light, ultra detailed, cinematic lighting, 3d render, octane style –ar 3:2 –s 750 (Gemini)
Ein Risiko: Das äußere Volume wirkt ungewöhnlich leer. Wenn ein großer Container vorhanden ist, sich darin aber nur wenige harmlose Dateien befinden und gleichzeitig nur wenig freier Speicher angezeigt wird, kann dies Verdacht erregen. Deshalb empfiehlt VeraCrypt, das äußere Volume mit glaubwürdigen Dummy-Dateien zu füllen, damit der belegte Platz plausibel erscheint.
Ich würde als Geschäftsmann daher in den äußeren Container Duplikate aller meiner geheimen Dokumente legen, aber mit falschen Zahlen und Angaben, am besten noch mit „streng geheim“ markiert, und beim erzwungenen Öffnen des (äußeren) Containers händeringend in Tränen ausbrechen.
ChatGPT warnt: Auch Metadaten außerhalb des Containers können problematisch sein. Beispielsweise können Dateimanager, Backup-Programme oder Cloud-Synchronisationsdienste Hinweise liefern, dass bestimmte Dateien häufiger benutzt werden, als es der sichtbare Inhalt des äußeren Volumes vermuten lässt. Ebenso können temporäre Dateien, Vorschaubilder, zuletzt geöffnete Dokumente oder Einträge in der Shell-History verraten, dass mit sensiblen Daten gearbeitet wurde.
Ein weiteres Risiko liegt in forensischen Analysen des Systemspeichers. Wenn ein Hidden Volume geöffnet ist, können Schlüsselmaterial oder Dateinamen zeitweise im RAM vorhanden sein. Wird ein laufendes System beschlagnahmt oder ein sogenannter Cold-Boot-Angriff durchgeführt, könnten Ermittler Hinweise auf ein geöffnetes verstecktes Volume finden. Deshalb schützt VeraCrypt vor allem ruhende Daten (Data at rest), nicht unbedingt ein bereits laufendes und entsperrtes System.
Ich habe natürlich einen unschlagbaren Vorteil – solange niemand mein Blog liest: Bei meinem Alter werden Grenzbeamte sich vermutlich fragen, ob ich den Unterschied zwischen einem Betriebssystem und einem Browser kennte. Und ich werde harmlos lächeln und mich angemessen verbeugen.
Split Tunneling

A modern cybersecurity infographic illustrating the difference between Split Tunneling and Full VPN Tunneling. On the left side, show a laptop connected to a VPN tunnel where only traffic to a home network and private servers passes through the encrypted tunnel, while normal internet traffic bypasses it directly to the web. Label this “Split Tunnel”. On the right side, show a “Full Tunnel” where all internet traffic, including websites and cloud services, is routed completely through the VPN tunnel, changing the user’s public IP address. Use glowing blue VPN tunnels, network diagrams, internet cloud icons, routers, and data streams. Professional IT illustration style, dark background with neon blue and cyan highlights, highly detailed, clean layout, futuristic networking concept art, cinematic lighting –ar 16:9 –v 7 (ChatGPT)
Ich hatte neulich ein interessantes IT-Problem: Ich bin mit einem Ubuntu Laptop in einem Firmennetz online, wenn ich Wireguard einschalte, komme ich nicht aber mehr online. Kann es sein, dass der Admin des Firmennetzes VPN bzw. Wireguard zu meiner eigenen Fritz!Box unterbindet?
Daraus ergab sich eine längere „Unterhaltung“ mit viel Gefummel, und das Problem konnte ich noch nicht lösen. Ich weiß aber, wie es ginge, habe nur keine Lust dazu. Da ich aber im November außerhalb Europas sein werden, könnte es sein, dass ich doch etwas machen muss, weil dort das Internet streng zensiert wird.

Midjourney erzeugt bei identischem Prompt nur symbolischen Unfug ohne Erkenntniswert.
Ja, das ist gut möglich. Viele Firmennetze blockieren oder filtern VPN-Verbindungen — besonders unbekannte oder private VPNs wie eine eigene FRITZ!Box-WireGuard-Verbindung.
Typische Ursachen:
→ Die Firewall blockiert den WireGuard-Port (standardmäßig UDP 51820).
→ UDP-Traffic wird generell eingeschränkt.
→ Das Firmennetz erlaubt nur HTTP/HTTPS über Proxy.
→ Deep Packet Inspection erkennt und blockiert VPN-Traffic.
→ Das Firmennetz verhindert „Split Tunneling“ oder private Tunnel absichtlich aus Sicherheitsgründen.
Dass „gar nichts mehr geht“, sobald WireGuard aktiv ist, deutet oft auf eines dieser Probleme hin:
→ Der Tunnel baut sich nicht korrekt auf
→ dann routet Ubuntu trotzdem alles durch das VPN und verliert Internetzugang.
DNS wird über den Tunnel geschickt, funktioniert aber nicht
→ Webseiten wirken „offline“, obwohl IP-Verbindungen evtl. noch gehen.
Die Firma blockiert genau den UDP-Verkehr zur Fritzbox
→ Handshake kommt nie zustande.

Ping geht, aber DNS nicht. Also liegt das Problem vermutlich daran. Was haltet ihr von den Ratschlägen der KI?
Wenn Ping auf IPs geht, aber DNS nicht:
→ DNS-Problem im Tunnel.
Oft hilft bei Firmennetzen:
→ WireGuard auf einen anderen UDP-Port legen (z. B. 53, 123 oder 443 UDP)
→ Auf der Fritzbox einen alternativen Port konfigurieren
→ PersistentKeepalive = 25
→ Split Tunneling statt AllowedIPs = 0.0.0.0/0
Beispiel: AllowedIPs = 192.168.178.0/24
resolvectl status
Global
Protocols: -LLMNR -mDNS -DNSOverTLS DNSSEC=no/unsupported
resolv.conf mode: stub
Link 2 (wlp0s12f0)
Current Scopes: DNS
Protocols: +DefaultRoute -LLMNR -mDNS -DNSOverTLS DNSSEC=no/unsupported
Current DNS Server: 8.8.4.4
DNS Servers: 8.8.8.8 8.8.4.4
Link 4 (wg_config)
Current Scopes: DNS
Protocols: +DefaultRoute -LLMNR -mDNS -DNSOverTLS DNSSEC=no/unsupported
Current DNS Server: 192.168.178.1
DNS Servers: 192.168.178.1 fd93:9136:e393:0:7642:7fff:fe2c:f103
DNS Domain: fritz.box ~.
Das erklärt das Verhalten ziemlich eindeutig. Dein WireGuard-Tunnel setzt den DNS auf deine FRITZ!Box:
Current DNS Server: 192.168.178.1
Sobald WireGuard aktiv wird, versucht Ubuntu also:
→ alle DNS-Anfragen an deine Fritzbox zuhause zu schicken durch den VPN-Tunnel
→ Wenn der Tunnel aber im Firmennetz nicht richtig funktioniert oder UDP teilweise blockiert wird, erreicht dein Laptop die Fritzbox-DNS nicht mehr zuverlässig.
Darum:
→ DNS → kaputt
→ Webseiten → „offline“
→ SERVFAIL von 127.0.0.53
Der entscheidende Punkt:
Dein normales WLAN (wlp0s12f0) hat funktionierende Google-DNS:
→ 8.8.8.8
→ 8.8.4.4
Aber WireGuard überschreibt das mit:
192.168.178.1
„Das ist typisch bei Fritzbox-WireGuard-Konfigurationen.“
ChatGPT empfiehlt split tunneling: Das sei in Firmennetzen fast immer die stabilere Lösung. Das hülfe mir aber nicht gegen Internet-Zensur…

Identischer Prompt, Gemini-Version
Sie werden ersetzt. Widerstand ist zwecklos.

Sehr geehrtes Zentralorgan für Oberstudienräte! Mein Arbeitsplatz ist sicher und wird nicht ersetzt!
Nonnenklosterviereck [2. Update]
Ich bin sehr motiviert, meine alten Fotos von der KI aufmöbeln zu lassen (vgl. oben und unten).
Dazu schrieb ich am 14.11.2022: Das letzte Foto aus der Ruinenstadt Uxmal in Mexiko, am 17.10.1979. Ich habe lange gesucht, um ein ähnliches Foto zu finden, aber vergeblich. Es hat sich nicht viel geändert. Die Ruine gehört zum Nunnery Quadrangle (Cuadrangulo De Las Monjas).
Insel der Sterne, revisited mit KI
Das Foto habe ich 1984 auf Amantani gemacht, einer peruanischen Insel im Titcaca-See. Dort habe ich eine Woche bei Quechua-Bauern verbracht, die schlechter Spanisch sprachen als ich. Die Kinder hatten noch nie eine Kamera gesehen und reagierten dementsprechend. Das obere Foto (eingescanntes Dia) und das unten habe ich mit KI bearbeitet. ChatGPT schlug vor, um alte Fotos zu verbessern:
Wenn du nur ein Tool willst:
Beste Gesamtwahl: Topaz Photo AI (kostenpflichtig)
Beste Profi-Kontrolle: Adobe Photoshop
Beste kostenlose Lösung:
GIMP + Real-ESRGAN Github
Ich finde, der Authentizität schadet es nicht.
Artifizielles Wettrennen, mir zuliebe
Ich muss zugeben, dass ich – im positiven Sinne- ein bisschen geschockt bin über das, was die KI mittlerweile kann. Es ist mir fast unheimlich. Heute habe ich wieder Gemini und ChatGPT gegeneinander antreten lassen. Dieses Mal hat ChatGPT mit Abstand und klar gewonnen. Warum, weiß ich nicht wirklich.
Ich hatte am 09.10.2018 schon zu meinem heutigen Problem ausführlich gepostet. Ich schrieb damals:
Das Dorf Mittenwalde (Dąbrowa Mała) im ehemaligen Westpreußen (vgl. Kartenausschnitt) grenzte an Krossen (Chrosna, beide in der Woiwodschaft Kujawien-Pommern. Wie mir eine Lehrerin aus Thorn (Torún) schrieb, schwelt immer noch ein Streit zwischen den Dörfern, wo die exakte Grenze sei – genau dort, wo der Hof war. Das erklärt auch, warum mein Opa zwar in Mittenwalde geboren, aber in Krossen zur Schule ging.
Eine Leserin meines Blogs (vgl. Kommentare) schickte mir vor zwei Jahren [2018] eine handgemalte Skizze, die Mittenwalde im Jahr 1911 zeigt samt der Legende, wer wo wohnte. Nr. 1 (links unten) ist der Hof meiner Urgroßeltern. Leider war ich zunächst auf der falschen Fährte, weil ich die Nord-Süd-Tangente für die Strasse hielt, die von Mittenwalde/Dąbrowa Mała nach Süden führt. Der Vergleich der Waldwege stimmte einigermaßen, und ich war erst recht von meiner These überzeugt, als ich in Archiven herausfand, dass die Nr. 1 ein Hof bei Elsendorf hätte sein können, der schon im 18. Jahrhundert von einer Familie bewohnt wurde, deren Namen in meinem Stammbaums vorkommt. Aber ich irrte. In Wahrheit zeigt die Skizze die „Hauptstraße“ von Krossen – Mittenwald ist östlich davon. Und die Skizze ist nicht exakt genordet: Wenn man sie richtig hält, stimmt alles.
Heute habe ich die Karte und die Skizze jeweils Gemini und ChatGPT hochgeladen mit dem Befehl: „Die erste Karte zeigt den Ort Mittenwalde im heutigen Polen, der heute Dabrowa Mala heißt, und alle Dörfer und Höfe ringsum. Die zweite Karte zeigt eine handschriftliche Skizze von Mittenwalde aus der Erinnerung einer Person, die dort gelebt hat, ein Hof ist auf der handschriftlichen Skizze mit einem Kreis markiert (unten links), ich muss wissen, wo dieser markierte Hof auf der ersten historischen Karte ist.“
Beide künstlichen Intelligenzen versicherten, das sei kein Problem. Gemini kriegt es aber trotz mehrere Versuche und penetrantem Nachhaken meinerseits nicht hin, den Hof richtig zu markieren. Es kam mehrfach „Ich entschuldige mich, ich habe einen Fehler gemacht.“ Der Versuch hat rund zehn Minuten gedauert.
Dann kam ChatGPT an die Reihe – mit identischer Order.
„Tatsächlich lässt sich die Skizze ziemlich gut mit der historischen Karte abgleichen. Der entscheidende Punkt ist die Orientierung der Wege und die Form der Siedlung: Auf der Handskizze verläuft eine Nord-Süd-Straße mittig. Unten quert eine Ost-West-Straße. Der markierte Hof liegt unten links, direkt an dieser Ost-West-Straße, nahe einem Gewässer oder Graben. Oberhalb befindet sich eine charakteristische halbkreisförmige Feld-/Siedlungsstruktur. Auf der historischen Karte passt dieses Muster am besten zum westlichen Rand von Mittenwalde, dort wo die Straße nach Trossen / Leschütz führt.
Der markierte Hof dürfte daher sehr wahrscheinlich hier gelegen haben: Südwestlich des Ortskerns von Mittenwalde, direkt westlich der Hauptstraße nahe der kleinen Bach-/Niederungszone südlich des Dorfes ungefähr im Bereich zwischen den Kartenmarkierungen 89 / 70 / 69.
Besonders auffällig: Die Handskizze zeigt links unten einen isolierten Hof an einer Wegkreuzung. Genau eine solche Situation existiert auf der historischen Karte südwestlich von Mittenwalde, wo mehrere Wege zusammenlaufen.“
Bingo. Und die Karte von ChatGPT überzeugt auch. Nur ein Wermutstropfen: Die Markierung ist immer noch nicht korrekt – es war ein Haus weiter westlich. Es war wohl früher ein Hof, der irgendwann geteilt wurde.
Vergleich ChatGPT und Gemini

Mache ein symbolisches Foto, das den Vergleich zwischen Gemini und ChatGPT zeigt – Ergebnis von ChatGPT
| Feature | Gemini (Kostenlos) | ChatGPT Plus ($20/Monat) |
|---|---|---|
| Kern-Modell | Gemini 3 Flash | GPT-5.5 |
| Transkription | Exzellent (nativ für Video, Audio & historische Layouts) | Gut (stark bei Text/Bild, Video weniger tiefgreifend) |
| Kontext-Fenster | Groß (optimiert für schnelle Inhalts-Analyse) | Sehr groß (bis zu 1 Million Token) |
| Stärken | Medien-Analyse, Speed & Google-Vernetzung | Logik, komplexes Coding & kreative Nuancen |
Stand: Mai 2026. Basierend auf den aktuellen Modellen Gemini 3 Flash und GPT-5.5.
Das hat mir keine Ruhe gelassen. Bei einem Menschen erwarten wir, falls der für ein Unternehmen spräche, dass er dieses natürlich besser dastehen ließe als die Konkurrenz. Es fällt schwer sich vorzuzustellen, dass die KI nicht so reagiert (oder doch?), sondern streng „journalistisch“ nach dem aus der Mode gekommenen Prinzip Audiatur et altera pars arbeitet.

Mache ein symbolisches Foto, das den Vergleich zwischen Gemini und ChatGPT zeigt – Ergebnis von Gemini
Ich halte den Vergleich für wenig aussagekräftig. Es gibt andere wie der von Zemith.com: „Gemini vs. ChatGPT 2026: Welcher KI-Assistent gewinnt wirklich?“ (Der Betreiber sitzt in Singapur.) Immerhin bezieht Gemini sich auch darauf und gibt die Quelle an.
Die wesentlichen Unterschiede
Die meisten Vergleiche übersehen einen entscheidenden Punkt: Gemini und ChatGPT folgen unterschiedlichen Grundideen.
Gemini ist stark in das Google-System eingebunden. Das Modell arbeitet mit der Google-Suche zusammen und kann bei aktuellen Themen direkt auf WWW-Informationen zugreifen. Zudem ist es mit Diensten wie Gmail, Google Docs, Drive oder Maps verknüpft. Mit seinem Kontextfenster von bis zu einer Million Tokens kann Gemini ganze Dokumentationen, umfangreiche Codebasen oder komplette Recherchearchive in einer Sitzung verarbeiten.
ChatGPT verfolgt einen anderen Schwerpunkt. Die Stärke liegt im strukturierten Denken, bei komplexen Analysen und der Fähigkeit, längere, kohärente Texte zu erzeugen. ChatGPT zerlegt Probleme oft präziser in nachvollziehbare Schritte und liefert besonders starke Ergebnisse bei kreativen Aufgaben, Stil, Argumentation und sprachlicher Feinabstimmung.
Deshalb ist keines der beiden Systeme pauschal „besser“. Sie wurden für unterschiedliche Arbeitsweisen und Prioritäten entwickelt.
(Hinweis: Ich habe ein Zitat von Zemith der KI hingeworfen mit dem Befehl, es besser zu formulieren, was nicht wirklich geschah, und das Ergebnis gestrafft, zum Beispiel die meisten nichtssagenden Adjektive entfernt: besondere Stärke, schwierige Probleme, in einer einzigen Sitzung usw..

Mache ein symbolisches Foto, das den Vergleich zwischen Gemini und ChatGPT zeigt – Ergebnis von Midjourney
Deutsche Kurrentschrift, poesitisch, update
Ich bin überrascht. Ich habe die einzelnen Seiten der Poesiealbums meiner Urgroßmutter Emilie Kukuk Gemini zum transkribieren gegeben und bekam für jede der rund 40 Seiten eine saubere „Übersetzung“.
Warum ist Gemini so viel besser als ChatGPT?
Antwort von Gemini
Es ist durchaus möglich, dass Google Gemini in bestimmten Bereichen, wie der Transkription von historischen Texten oder Handschriften, Vorteile gegenüber ChatGPT bietet. Das liegt vor allem an der unterschiedlichen Art und Weise, wie die Modelle Bildinformationen verarbeiten.
Hier sind die Gründe, warum Gemini beim Transkribieren (wie bei deinem Beispiel der Frakturschrift) oft die Nase vorn hat:
1. Native Multimodalität
Gemini wurde von Grund auf „nativ multimodal“ entwickelt. Das bedeutet, das Modell muss ein Bild nicht erst in ein anderes Format umwandeln, um es zu „lesen“. Es versteht visuelle Strukturen, Layouts und komplexe Schriftzeichen (wie die alte deutsche Frakturschrift) direkt im Kontext. ChatGPT nutzt oft ein vorgeschaltetes System (OCR), um Text zu erkennen, was bei ungewöhnlichen Schriftarten zu Fehlern führen kann.
2. Kontextverständnis und Korrektur
Gemini ist sehr stark darin, den Sinn eines Textes zu erfassen. Wenn ein Wort in der Grafik mopo2.jpg schwer lesbar ist, nutzt Gemini den restlichen Textinhalt, um das wahrscheinlichste Wort zu ergänzen.
Beispiel: In deinem Text erkennt Gemini Begriffe wie „Kohlensäure-Gas“ oder „Infektions-Krankheiten“ korrekt, selbst wenn die Lettern im Original durch das Alter des Papiers verwaschen sind.
3. Integration von Werkzeugen
Ein entscheidender Vorteil ist die nahtlose Verknüpfung mit anderen Google-Technologien. Gemini kann auf die jahrelange Erfahrung von Google Lens und Google Books zurückgreifen, die Millionen von Seiten alter Schriften digitalisiert haben. Dieses „Training“ macht es extrem sicher im Umgang mit Fraktur und Handschriften.
| Feature | Google Gemini | ChatGPT (OpenAI) |
|---|---|---|
| Bilderkennung | Hervorragend bei komplexen Layouts und historischen Schriften (z. B. Fraktur). | Stark bei modernen Texten; kann bei sehr feinen oder alten Details ungenauer sein. |
| Kontext-Fenster | Verarbeitet extrem große Datenmengen und lange Dokumente in einem Durchgang. | Gutes Gedächtnis, stößt aber bei sehr umfangreichen PDF-Analysen schneller an Grenzen. |
| Daten-Aktualität | Direkter Zugriff auf die Google-Suche für Echtzeit-Informationen. | Nutzt Browsing-Funktionen (Bing), wirkt oft etwas langsamer bei der Recherche. |
| Stärke | Analytisch, faktenorientiert und exzellent in der Dokumentenextraktion. | Sehr stark in kreativer Textgestaltung, Nuancen und komplexem Coding. |
Hinweis: Die Leistung kann je nach Modellversion (z. B. Gemini 1.5 Pro vs. GPT-4o) variieren.
Anwort von ChatGPT
Es hängt stark davon ab, welche Art von Texten du transkribieren willst. Bei OCR und Transkription (also Text aus Bildern, Scans, PDFs oder Handschrift erkennen) haben die Modelle unterschiedliche Stärken:
Gemini ist oft sehr stark bei:
– langen PDFs
– komplexen Layouts
– mehrseitigen Dokumenten
– multimodalen Aufgaben (Bild + Text + Struktur gleichzeitig)
– Google-typischer Dokumentanalyse
ChatGPT ist häufig besser bei:
– schwer lesbarer alter Schrift
– Kontextverständnis
– Interpretation beschädigter Texte
– strukturierter Wiedergabe
– Nachbearbeitung historischer Dokumente oder Frakturschrift
Gerade bei alten deutschen Frakturschriften (wie dein Zeitungsbild von 1931) kommt es oft darauf an:
– erkennt die KI nur Buchstaben? Oder versteht sie auch sprachlich den Zusammenhang?
Da kann ChatGPT manchmal Vorteile haben, weil es stärker „errät“, was wahrscheinlich gemeint ist. Gemini wiederum kann bei sauber gescannten Dokumenten erstaunlich präzise sein.
Interessant ist: Einige unabhängige Vergleiche sehen Gemini bei PDF- und Dokumentanalyse vorne, während ChatGPT bei kreativer Sprache, Struktur und genauer Textinterpretation besser abschneidet.
Bei Handschrift und OCR berichten Nutzer teils:
– Gemini: sehr gut bei Masse und Kontext
– ChatGPT: oft besser bei schwierigen Einzelstellen
– Claude: erstaunlich stark bei Handschrift
Für historische deutsche Texte würde ich heute sagen:
| Aufgabe | Oft stärker |
|---|---|
| Saubere PDFs massenhaft auslesen | Gemini |
| Alte Fraktur interpretieren | ChatGPT |
| Handschrift erkennen | Claude oder Gemini |
| Beschädigte Texte sinnvoll rekonstruieren | ChatGPT |
| Tabellen- und Dokumentstruktur erkennen | Gemini |
In der Praxis benutzen viele Leute inzwischen sogar zwei Modelle:
– Gemini für Rohtranskription
– ChatGPT für Korrektur und sprachliche Bereinigung
Das liefert oft die besten Ergebnisse.
Hinweis: Ich lasse alle Tabellen von der KI machen mit dem Hinweis, dass die für ein WordPress-Blog mit dem Template Silhoutte 3-Column sind. Manchmal braucht es dazu mehrere Versuche, zum Beispiel:
Die Tabelle ist ok, die Schrift ist aber zu groß, kann man das so machen, dass sich die Schriftgröße flexibel der Schriftgröße des postings anpasst?
„Ja, das ist möglich und sogar sehr empfehlenswert für ein harmonisches Design. Um die Schriftgröße flexibel zu gestalten, müssen wir im HTML-Code die festen Pixel-Werte (wie 14px) durch relative Einheiten ersetzen.
Wenn man für die Tabelle font-size: 1em; oder font-size: inherit; verwendet, orientiert sie sich automatisch an der Schriftgröße, die dein WordPress-Theme für den Textkörper (Body/Posting) vorgibt.“
Postscriptum: Mit gefällt es, die Tags „Ancestry“ und „Ki“ zusammen zu haben.
Die Bakterien und OCR-Tools
Deutsche Kulturbilder der Berliner Morgenpost – diese „Postkarte“ ist eine „Quittung der Berliner Morgenpost über 55 Pfennig für die 18. Woche vom 03.05. bis 09.05.1931“.
Am 25.05.2023 hatte ich zum letzten Mal Bilder der „Berliner Morgenpost“ gepostet. Drei Jahre – und jetzt sieht man, was sich geändert hat: Ich brauchte den Text auf der Rückseite nur der KI zu zeigen, um ihn posten zu können. Damals hätte ich ihn mühsam abtippen oder ihn mit einem OCR-Tool transkribieren müssen. Ich habe auf meinem Handy immer noch Textfee, mit dem ich sehr zufrieden bin – aber das wird bald überflüssig sein.
Hier der Text – ChatGPT und Gemini sind gleich gut, aber Gemini bietet an, das Ergebnis gleich als HTML und in zwei Spalten zu kopieren.
Bakterien
Bei dem Wort Bakterien (oder Bazillen) packt die meisten Menschen ein Schreck, in ihrer Phantasie steigen sogleich Bilder von Krankheiten auf. Jeder denkt an Tage, an denen er mit Fieber und Schmerzen im Bett lag und neben sich ein Glas mit schlecht schmeckendem Spülwasser stehen hatte, um damit die Bakterien in seinem Hals abzutöten. Diese Vorstellung ist ganz falsch. Bei dem Wort „Bakterium“ sich etwas Böses vorzustellen, ist genau so falsch, als wollte man bei dem Begriff „Mensch“ an einen Mörder denken. So wie es unter unzähligen Menschen vereinzelt Mörder gibt, so sind unter zahllosen Bakterien-Arten einige wenige gefährlich.
Bakterien bevölkern die ganze Welt. Mit jedem Hauch Luft atmen wir mehrere tausend ein. Mit jedem Schritt über den Erdboden scharren wir hunderte auf. In jedem Tropfen Wasser (nicht Leitungs-Wasser, das filtriert ist, sondern Fluß-Wasser) leben zahllose Kleinst-Lebewesen. In einem Liter Milch sind mehr Bakterien enthalten, als es Menschen auf dem ganzen Erdball gibt.
Die Zahl der Bakterien auf der Erde anzugeben, ist absolut unmöglich. Man müßte eine Zahl schreiben, die so viel Nullen enthält, daß die Zahl von einem Zimmer ins andere reichte. Die meisten Bakterien sind nicht Feinde des Lebens, sondern für seine Entwicklung und seinen Bestand auf Erden unentbehrlich. Ohne sie würde sich unser Planet in wenigen Monaten in einen großen Friedhof verwandeln. Die Bakterien sind es, die, in jeder Krume Ackerboden lebend, hier die toten Mineralien auflösen und sie in halbflüssige und flüssige Formen überführen. Ebenso wirken sie im Flußwasser und im Meer. Sie stehen an der unteren Stufe zwischen der toten und lebendigen Natur, sie allein sind imstande, tote mineralische Stoffe zu verdauen, sie dienen den kleinsten unsichtbaren Meeres-Tierchen als Nahrung, diese wieder den größeren, diese abermals größeren. So baut sich auf der Urnahrung der Bazillen das lebendige Gebäude der irdischen Natur auf. Ohne die Mithilfe der Bakterien kann das Obst nicht reifen, bildet sich kein Essig, kann man aus der Milch keinen Käse gewinnen, gäbe es kein Bier, keinen Wein und auch kein Brot. Denn beim Backen bedient sich der Mensch der Mithilfe der Bakterien, indem er in die Teigmasse einen den Bakterien nahestehenden niederen Pilz, den Hefe-Pilz, als Hefe einbringt. Dieser nährt sich von der Teigmasse, erzeugt hierbei Kohlensäure-Gas, und dieses treibt den Teig auf, der hierdurch lufthaltig, krümelig und genießbar wird.
Im Körper des Menschen leben etliche Trillionen Bazillen. Das Verhältnis zwischen Mensch und Bazillus ist nicht das einer Feindschaft, wie zwischen Jäger und Fuchs, sondern das einer friedlichen Zusammenarbeit, wie zwischen Mensch und Haustier. Der Mensch gibt dem Haustier „Bazillus“ von seinen Nahrungs-Abfällen zu fressen, er gibt ihm die warme Stallung im Innern seines Leibes, dafür leistet ihm das Haustier Bazillus wertvolle Dienste. Beispielsweise weichen sie bei der Verdauung alle Zellen, Fasern, Kerne, Hornteilchen u. dgl. auf, die von den Verdauungs-Säften selbst nicht angegriffen werden. Ohne die Mithilfe der Bakterien kann kein Tierleben, und wenn man junge Hühnchen in einem ganz bakterienfreien Kasten aufziehen will, so gehen sie bald an Entkräftung zugrunde — es fehlen ihnen die Helfer des Lebens, die Bakterien.
Nur wenige Dutzend unter ihren vielen tausend verschiedenen Arten sind dem Menschen gefährlich und verursachen in seinem Innern die Infektions-Krankheiten (Scharlach, Masern, Diphtherie, Keuchhusten, Pocken, Pest, Tuberkulose, Blutvergiftung, Halsentzündung usw.).
Quittung der Berliner Morgenpost über 55 Pfg. für die 18. Woche vom 3. 5. bis 9. 5. 1931
Quittungen, auf denen Preis oder Bezugszeit geändert ist, sind ungültig
Unter HTML-Zerhauenden

Ich habe gestern für ein paar Stunden das Blog zerhauen, ohne das zu merken. Ich war in Eile und hatte etwas anderes zu tun. Die Postings erstreckten sich zu breit, dass auch die Spalten des Templates kaputt waren.
Als ich es bemerkte, fand ich um’s Verrecken eine Weile nicht heraus, woran es lag. Ich habe sogar den kompletten HTML-Code der Postings der künstlichen Intelligenz zum Fraß vorgeworfen – aber ohne brauchbares Ergebnis.
Nach einer Stunde hatte ich es: Bei dem Attribut „alt“ des Codes, der die Grafiken beschreibt, fehlte bei allen Bilder des Postings über Secondlife das zweite Anführungszeichen.
Darauf muss man erst mal kommen. Bei so etwas bin ich immer froh, dass ich einfaches HTML „per Hand“ schreiben kann.
„Beachten Sie: Es handelt sich um ein Pflichtattribut.“ Ach was. Das sehen die heutigen Browser nicht so eng, wenn das Attribut ganz fehlt.
OK, Human!

A cinematic conceptual illustration showing the contrast between authentic human creativity and artificial intelligence. In the center, a human writer sits at a glowing desk, surrounded by handwritten notes, evolving drafts, flowing ink, fingerprints, and organic creative chaos. Around the writer, transparent timelines, revision layers, heartbeat-like data streams, and luminous process trails visualize the journey of genuine human thought. In the background, faceless AI-generated text clouds dissolve into geometric patterns and sterile machine grids. The scene symbolizes proof of human authorship rather than AI detection. Emotional, intellectual, trustworthy atmosphere. Futuristic but human-centered. Soft warm lighting mixed with cool digital holograms. Highly detailed, symbolic storytelling, editorial illustration style, cinematic depth, ultra realistic, subtle cyberpunk aesthetics, 8k –ar 16:9 –stylize 250
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Der folgende Text wurde von ChatGPT verfasst; das obige Bild von Midjourney, das Schaubild und das Bild unten von ChatGPT.
Ich frug: „Was kannst du mir über die Website/Software OKHuman sagen, die angeblich KI-generierte Texte erkennen kann und menschliche Texte zertifiziert?“ (Fünf Sekunden für die Antwort.) „Verfasse aus deiner Antwort einen journalistischen Text, den man in ein WordPress-Blog einfügen kann.“
OKHuman: Kann diese Plattform wirklich menschliche Texte zertifizieren?
Seit dem Siegeszug von ChatGPT, Claude und anderen generativen KI-Systemen stehen Schulen, Universitäten und Unternehmen vor einer neuen Herausforderung: Wie lässt sich überhaupt noch feststellen, ob ein Text von einem Menschen oder von einer KI geschrieben wurde?
Während zahlreiche sogenannte „AI Detectoren“ versuchen, KI-generierte Texte anhand statistischer Muster zu erkennen, verfolgt die Plattform OKHuman einen anderen Ansatz. Das Unternehmen behauptet nicht, künstliche Intelligenz direkt zu entlarven. Stattdessen soll der eigentliche Schreibprozess eines Menschen nachvollziehbar dokumentiert werden.
Doch wie funktioniert das – und wie glaubwürdig ist dieser Ansatz wirklich?
Weg von der KI-Erkennung, hin zum Schreibprozess
Klassische KI-Detektoren analysieren fertige Texte. Sie suchen nach sprachlichen Mustern, typischen Satzstrukturen oder statistischen Auffälligkeiten, die auf Systeme wie GPT [Sprachmodelle aus der GPT-Familie, also die Technik hinter OpenAIs ChatGPT] hindeuten könnten.
Das Problem dabei: Moderne Sprachmodelle werden immer besser. Inzwischen gelten viele KI-Erkennungssysteme als unzuverlässig. Menschliche Texte werden teilweise fälschlich als KI-generiert markiert, während überarbeitete KI-Texte oft unerkannt bleiben.
Genau hier setzt OKHuman an.
Die Plattform konzentriert sich nicht auf den fertigen Text, sondern auf dessen Entstehung. Während des Schreibens werden offenbar verschiedene Metadaten erfasst, darunter:
- Schreibdauer,
- Bearbeitungsverläufe,
- Überarbeitungen,
- Schreibpausen,
- Versionsänderungen.
Am Ende entsteht daraus eine Art Zertifikat oder „Stamp“, der bestätigen soll, dass ein Mensch tatsächlich an diesem Text gearbeitet hat.
Kein KI-Detektor im klassischen Sinn
OKHuman betont ausdrücklich, kein klassischer KI-Scanner zu sein. Statt zu fragen: „Ist dieser Text von einer KI geschrieben worden?“ lautet die eigentliche Frage: „Kann nachgewiesen werden, dass ein Mensch aktiv an diesem Dokument gearbeitet hat?“
Das ist ein entscheidender Unterschied.
Denn die Plattform versucht nicht, künstliche Intelligenz direkt zu identifizieren – etwas, das selbst Experten zunehmend für schwierig halten. Stattdessen soll eine Art Vertrauensnachweis entstehen, vergleichbar mit einer Versionshistorie in Google Docs oder Commit-Verläufen bei Softwareentwicklern.
Die Schwächen des Systems
Trotzdem bleibt die Idee nicht ohne Kritik. Denn ein dokumentierter Schreibprozess beweist nicht automatisch, dass keine KI beteiligt war. Nutzer könnten weiterhin:
- KI-generierte Abschnitte einfügen,
- Texte umformulieren,
- Inhalte schrittweise übernehmen,
- oder KI parallel zum Schreiben verwenden.
Das System kann also eher belegen, dass jemand mit dem Dokument gearbeitet hat – nicht jedoch, dass der gesamte Inhalt ausschließlich menschlichen Ursprungs ist.
Hinzu kommen Datenschutzfragen. Auch wenn OKHuman nach eigenen Angaben nicht den eigentlichen Text analysiert, entsteht dennoch eine umfangreiche Schreib-Telemetrie. Dazu gehören möglicherweise Informationen über Arbeitsweise, Tippverhalten, Bearbeitungsgeschwindigkeit oder Pausen.
Gerade im Bildungsbereich könnte das kritisch gesehen werden. Datenschützer dürften sich fragen:
- Wer speichert diese Daten?
- Wie lange bleiben sie erhalten?
- Und welche Rückschlüsse lassen sich daraus über Nutzer ziehen?
Die Branche sucht nach neuen Lösungen
Der Fall OKHuman zeigt vor allem eines: Die Diskussion um KI-generierte Inhalte verschiebt sich gerade grundlegend.
Viele Experten gehen inzwischen davon aus, dass reine KI-Erkennung langfristig kaum zuverlässig funktionieren wird. Sprachmodelle imitieren menschliche Schreibweisen mittlerweile zu gut.
Deshalb entstehen neue Ansätze:
- Schreibprotokolle,
- Versionsnachweise,
- kontrollierte Schreibumgebungen,
- digitale Signaturen,
- kryptografische Watermarks,
- oder eben Systeme wie OKHuman.
Die Idee dahinter lautet nicht mehr: „Erkenne die Maschine.“ Sondern vielmehr: „Dokumentiere den Menschen.“
Fazit
OKHuman wirkt auf den ersten Blick moderner und plausibler als klassische KI-Detektoren. Statt fragwürdiger Textanalysen setzt die Plattform auf die Dokumentation des Schreibprozesses.
Allerdings bleibt auch dieser Ansatz weit von einem eindeutigen Beweis menschlicher Autorschaft entfernt. Letztlich handelt es sich eher um ein Vertrauenssystem als um eine technisch unangreifbare Zertifizierung.
Ob sich solche Plattformen langfristig durchsetzen, dürfte vor allem davon abhängen, wie Schulen, Universitäten und Unternehmen künftig mit KI-generierten Inhalten umgehen wollen.
Denn eines scheint bereits klar zu sein: Die Zeit, in der sich KI-Texte zuverlässig allein anhand ihres Sprachstils erkennen ließen, geht wahrscheinlich zu Ende.
Zur Ehrenrettung der Humanoiden muss ich natürlich noch etwas anmerken. Außerdem habe ich gern das letzte Wort. Was hätte ich anders formuliert? In willkürlicher Reihenfolge:
- Sätze fängt man nicht mit „denn“ an. Grammatikalisch ist das zwar korrekt, denn – wenn „denn“ einen Satz beginnt – handelt es sich um einen Konjunktionalsatz mit nebenordnender Konjunktion, auch als „Bindewort“ bekannt.
- Alle Zwischenüberschriften sind gähnend langweilig – ein typisches Problem der KI.
- „Die Branche sucht nach neuen Lösungen“ – Wolf Schneider würde urteilen: „Direkt aus dem Anus einer Werbeagentur ausgeschieden.“
- Eine künstliche Intelligenz benutzt kein starkes und korrektes, aber archaisches Verb wie „frug“.
- „Beweis menschlicher Autorschaft“. Nein, keine Schäfte. Ein Beweis, dass der Autor ein Mensch war.
- Keine „-ung“-Wörter wie „Herausforderung“.
- „Der eigentliche Schreibprozess“ – was ist mit dem uneigentlichen Schreibprozess? Fasel-Rhabarber.
- „Dürfte davon abhängen“ und „scheint klar zu sein“. Nichts Genaues weiß man also nicht. Vielleicht sollte man dann besser die Kresse halten?
Luxury und andere Beliefs

Die Qualitätsboulevardmedien von gestern (digitaler Ausriss)
Wir nehmen wieder Dinge zusammen durch, die gar nicht zusammengehören.
Medien und die Ostfront
Manchmal frage ich mich ganz ernsthaft, ob es heute nicht ehrenrührig ist, sich „Journalist“ in Deutschland zu nennen. Mit dieser haltungsaffinen belehrungsfreundlichen Mischpoke möchte ich eigentlich gar nichts mehr zu tun haben.
Ich sehe in der Tagespresse keinen Journalismus, wie ich ihn verstehe, nirgends. „Expertin entlarvt“ – soll ich da etwa weiterlesen? „Digital-Terror“? WTF? Und wieso denke ich jetzt an Immobilienmakler?

Die Qualitätshauptstadtmedien von gestern (digitaler Ausriss)
Es kömmt darauf an, was mit dem suggeriert wird, was als Cluster von „Nachrichten“ angeboten wird. „Ukraine meldet“ ist kein Journalismus, sondern ungefragte Weitergabe von Propaganda. Das ist genau so „seriös“ wie die zahlreichen Krankheiten Putins, von denen die üblichen Verdächtigen gern herumraunen.
„Seine Frau versucht“ – auch das ist suggestiv und hat mit dem Thema rein gar nichts zu tun. „Politisch isoliert“ bedeutet nur, das man in der selbstreferenziellen Medienblase nicht mehr auftaucht. Außerdem ist das nicht mess- und verifizierbar, gehörte also in einen gekennzeichneten Kommentar, nicht in eine Nachricht.

Das gefühlte Zentralorgan der deutschen Bourgeoisie von gestern (digitaler Ausriss)
Schröder ist Putins Mann. Weitere Nachrichten: Spaniens Regierungschef ist der Mann der Hamas und der Hisbollah. Merz ist Selenskijs Mann. Stegner ist der Mann des Islam. Man kann den Blödsinn bis ins Unendliche fortführen.
Fernost
Wechseln wir das Thema. Falls übrigens jemand eine Bombe auf den nordkoreanischen Diktator würfe, wäre das eine schlechte Idee. Und noch schlechter wäre dieser Bombenwurf, wenn der Täter sich gar nicht zu erkennen gäbe.
Luxurybeliefniks
Kommen wir zu den Sich-gut-Fühlenden.
„Der Artikel argumentiert, dass der Erfolg der Grünen in London weniger von ärmeren Wählern getragen wird, sondern vor allem von wohlhabenden, gut situierten Bewohnern attraktiver Innenstadtviertel. Obwohl Zack Polanski mit Forderungen wie Vermögenssteuer, höheren Kapitalertragssteuern und Gehaltsobergrenzen auftritt, zeigen die Wahlergebnisse laut Autor ein anderes Bild.
Die Grünen erzielten besonders gute Ergebnisse in reichen und beliebten Stadtteilen wie Highbury, Clissold Park oder De Beauvoir Town – Gegenden mit hohen Immobilienpreisen und wohlhabender Bevölkerung. Dagegen hielten ärmere Viertel mit höherer Kriminalität oder sozialen Problemen, etwa Homerton, Notting Dale oder Northumberland Park, eher zur Labour-Partei.
Der Autor interpretiert dies als Beispiel für sogenannte „Luxury Beliefs“: Wohlhabende Menschen unterstützen politische Ideen, die ihnen moralisches Prestige verleihen, deren negative Folgen aber eher ärmere Bevölkerungsschichten tragen müssten. Die Grünen würden damit vor allem das politische und moralische Selbstbild der urbanen Mittelschicht bedienen.“
Ist also exakt wie hier. Den Begriff Luxury Beliefs merke ich mir. Die Taz ist das Zentralorgan der Luxurybelievers (ChatGPT schlägt auch „Luxurybelieflings“, „Luxurybeliefocrats“ und „Luxurybeliefarians“ vor – gefällt mir!).
Internet verbieten!
Dann hatten wir noch eine lustige Meldung: „Der Wissenschaftliche Dienst des EU-Parlaments stuft VPNs als Gefahr für den Jugendschutz ein und fordert Auflagen gegen das Umschiffen von Altersverifikation.“ (Die Original-Quelle ist CyberInsider.
Virtual Private Networks seien ein „loophole that needs closing“. Tor haben sie vergessen. Und was ist mit dem Verbot von Verschlüsselung?
Übrigens surfe ich über das VPN meiner eigenen Fritzbox, wenn ich nicht zu Hause bin. Wie wollen die das verbieten?
Man muss es ganz unverblümt aussprechen: „Jugendschutz“ ist seit vierzig Jahren nur ein Vorwand, Zensur im Sinn der herrschenden Klasse im Internet einzuführen. Zum Glück sind die alle so dämlich, dass daraus nie etwas wird oder nur für Klein Fritzchen. Ernst würde es erst, wenn der European Parliamentary Research Service (EPRS) eine Bildungsreise nach China machen würde.

a static shot featuring a figure in military attire and a balaclava with their back to the viewer, against a large blue star of david symbol on a white wall. a laptop is placed on a shiny case in the foreground, displaying source code on the left of its screen and a stylized, luminous blue brain icon with „ai“ on the right, accompanied by network information below the code. –ar 16:9 –s 750
Naher-Osten-Front
– Wir haben das Gewohnte vom künstlich intelligenten Mossad: „Inside Israel’s AI targeting system: How data from a phone becomes a death sentence“.
„Der Artikel beschreibt, wie Israel mithilfe von künstlicher Intelligenz und umfassender Überwachung gezielt Mitglieder und Unterstützer der Hisbollah aufspürt und tötet. Im Mittelpunkt steht Ahmad Turmus, ein älterer Hisbollah-Funktionär aus dem libanesischen Grenzdorf Talloussah, der im Februar nach einem Anruf eines israelischen Offiziers bei einem Drohnenangriff getötet wurde.
Das israelische System kombiniert Daten aus Smartphones, Kameras, Drohnen, WLAN-Signalen, sozialen Medien und staatlichen Datenbanken. KI analysiert daraus Bewegungen, Kontakte und Verhaltensmuster, um sogenannte „Bedrohungsprofile“ zu erstellen. Laut dem Bericht kann die Software Ziele in Sekunden identifizieren – Aufgaben, für die früher viele Analysten Wochen gebraucht hätten.
Experten warnen jedoch vor großen Risiken: Die KI arbeite oft mit Wahrscheinlichkeiten statt mit sicherem Wissen. Menschen könnten allein wegen ihrer Kontakte oder ähnlicher Kommunikationsmuster fälschlich als Kämpfer eingestuft werden. Dadurch entstehe eine gefährliche „Illusion von Gewissheit“.
Der Artikel zeigt außerdem, dass Israel die Infrastruktur und Kommunikationsnetze im Libanon über Jahre infiltriert hat. Gleichzeitig versucht die Hisbollah inzwischen, sich anzupassen, etwa durch kleinere Gruppen und sicherere Kommunikationsmethoden.
Am Ende schildert der Text die letzten Stunden von Turmus: Nachdem er einen Anruf der Israelis erhalten hatte, sagte er seiner Familie, sie solle das Haus verlassen, weil „sie sein Gesicht kennen“ und es keine Möglichkeit gebe zu entkommen. Kurz darauf wurde er getötet.“

Jerusalem, Nachlaot, Oktober 2025
– Ich traue mich jetzt nicht mehr, den Ausgang der Wahlen in Israel im Oktober vorherzusagen. Netanjahu hat zwar jetzt eine ganz große Koalition gegen sich, die wesentlich mehr Stimmen bekäme als der Likud, aber man sieht schon im Ansatz, dass dieses Bündnis sehr brüchig ist.
Die Die Jerusalem Post „berichtet über die schwere Personalkrise der israelischen Armee (IDF). Generalstabschef Eyal Zamir fordert dringend mehr Soldaten, insbesondere die Einberufung großer Zahlen ultraorthodoxer Juden (Haredim), die bisher oft vom Militärdienst befreit sind.
Zamir warnte, dass die Armee wegen der vielen Gefallenen, Verwundeten und psychisch belasteten Soldaten sowie der anhaltenden Einsätze in Gaza, Libanon, Syrien und dem Westjordanland an ihre Grenzen komme. Laut ihm brauche die IDF bis 2027 etwa 15.000 zusätzliche Soldaten, darunter viele Kampfsoldaten.
Er fordert drei neue Gesetze: längere Wehrpflicht, längeren Reservedienst, sowie ein wirksames Gesetz zur Einberufung der Haredim.
Politisch ist das Thema hoch umstritten, weil Premierminister Benjamin Netanyahu auf die Unterstützung ultraorthodoxer Parteien angewiesen ist. Kritiker werfen der Regierung vor, aus politischen Gründen keine gerechte Wehrpflicht durchzusetzen und damit die Sicherheit Israels zu gefährden.
Oppositionspolitiker wie Naftali Bennett und Gadi Eisenkot erklärten, dass die Verweigerung der Einberufung ultraorthodoxer Männer Soldatenleben koste und die Einsatzfähigkeit der Armee schwäche.“
Das Thema Armee und Einberufung der Orthodoxen wird die Wahl entscheiden. In Israel kann jeder mit jedem koalieren. Man sollte trotz der Umfragen den Machiavellisten Netanjahu nicht abschreiben.
Gemini
Man kann natürlich an so einem Environment in Secondlife basteln, bis man grün im Gesicht wird, wie bei einer Modelleisenbahn. Ich muss aber jetzt aufhören, weil ab heute da Avatare herumlaufen. Und wenn die plötzlich sähen, dass ihre Umgebung sich wie von Zauberhand veränderte, dächten die – je nach Alter der Person, die den Avatar benutzt, sie seien in einem Film von Fassbinder (im hier geforderten Bildungskanon enthalten!) oder in der Matrix.
Gestern Nacht fiel alles Mögliche aus, und ich musste zum Beispiel bei ChatGPT improvisieren, was pädagogisch wertvoll ist und mir ohnehin Spaß macht. (Ich kam nicht an meine E-Mails, daher auch nicht an den Bestätigungscode zum Einloggen.)
Ich bin daher auf Gemini ausgewichen und war von der Qualität des Resultats recht beeindruckt.
„Parents and children witting around a table eating dinner, view of a guest from the side“. „mache ein Bild in dieser Größe und Perspektive von mehrere Leuten, die in einem Büro arbeiten und vor Monitoren sitzen“. „Mache ein Schild von einer niederländischen Anwaltskanzlei“. „Mache ein Foto von dieser Größe und Perspektive von einer Küche in einem Büro, Leute trinken im Stehen Kaffee“. „Mache ein Bild rechteckig hochkant von vorn einem Laden mit niederländischem Namen in Amsterdam in der Altstadt“ (das ist der Laden auf dem Screenshot ganz oben). „Nur den Laden, nicht das Haus, und hochkant“ usw..
Ich werde in Zukunft ChatGPT, Midjourney und Gemini vergleichen. Ich habe auch noch die schlauen Chinesen in der Hinterhand. Vielleicht lohnt es sich gar nicht, die 23 Dollar monatlich für ChatGPT auszugeben – obwohl ich mich daran gewöhnt habe und das täglich unzählige Male nutze.
PS Die virtuelle Rembrandt-Ausstellung ist auch von mir, die Rahmen der Gemälde von ChatGPT.
Empfohlene Grundeinstellung für deinen Sack oder: Diffuse Blinn-Phong AO Mesh
Mit so etwas schlage ich mich gerade herum – Frage an die KI: Ein Mesh Objekt (ein brauner Sack aus Jute oder Leinen) in Secondlife hat folgende Konfiguration: Texture diffuse+AO selbst per Gimp für Linux zusammengefügt, AO 20 Prozent Helligkeit, specular weiß, Glossiness 20, Environment 0, Blinn-Phong AO die ursprüngliche Version und nicht selbst gemacht, das Objekt ist aber zu dunkel, wenn es gerezzt wird, wird aber hell nur per edit Blinn-Phong, wie kann ich die Texture permanent hell stabil machen?
Warum der Sack in Second Life zu dunkel wirkt
Das Verhalten, das du beschreibst, ist typisch für ein Material-/Lichtproblem in Second Life und meist kein Fehler der eigentlichen Textur. Wenn das Objekt gerezzt dunkel wirkt, im Edit-Modus mit Blinn-Phong aber heller, dann liegt das in der Regel an der Kombination aus:
- in die Diffuse eingerechnetem AO (Ambient Occlusion),
- Specular-/Glossiness-Einstellungen,
- der Umgebungsbeleuchtung des Viewers,
- und dem Unterschied zwischen Darstellung im Edit-Modus und normal gerezztem Zustand.
Die wahrscheinlichste Ursache
Der Hauptgrund ist fast immer das in die Diffuse hineingerechnete AO. Auch wenn du nur etwa 20 % Helligkeit für das AO verwendet hast, dunkelt es die Oberfläche dauerhaft ab. Gerade bei einem braunen Jute- oder Leinensack summiert sich das schnell, weil das Grundmaterial ohnehin schon eher matt und dunkel ist.
Zusätzlich ist weißes Specular bei einem matten Stoff oft ungünstig. Es macht das Objekt nicht automatisch heller, sondern kann im Zusammenspiel mit schwacher Umgebungsbeleuchtung eher stumpf und grau wirken.
Wie du die Textur dauerhaft heller und stabiler bekommst
1. AO schwächer einarbeiten
Wenn du das AO direkt in die Diffuse einrechnest, solltest du es deutlich schwächer machen.
- Statt 20 % besser nur 5 bis 10 % AO verwenden.
- Falls du im Modus Multiply gearbeitet hast, wird stark abgedunkelt.
- Für Stoffe wie Jute oder Leinen lieber sehr sanft vorgehen.
Das ist meistens der wichtigste Schritt.
2. Die Diffuse-Textur in GIMP leicht aufhellen
Öffne die diffuse Textur in GIMP und hebe die Mitteltöne etwas an.
Geeignet sind zum Beispiel:
- Farben > Helligkeit/Kontrast: Helligkeit etwa +10 bis +20
- oder besser Farben > Kurven: die Mitteltöne leicht nach oben ziehen
Mit Kurven bekommst du meist ein natürlicheres Ergebnis als nur mit Helligkeit.
3. Specular nicht reinweiß lassen
Für einen Jute- oder Leinensack ist eine reinweiße Specular-Map meist zu hart. Besser ist:
- Specular: hellgrau statt weiß
- Glossiness: 30 bis 60
- Environment: 5 bis 20
Deine jetzigen Werte:
- Specular weiß
- Glossiness 20
- Environment 0
führen bei Stoff oft eher zu einem dumpfen Eindruck als zu einer echten Aufhellung.
4. Environment nicht auf 0 lassen
Mit Environment 0 bekommt das Material keinen zusätzlichen Lichtanteil aus der Umgebung. Ein kleiner Wert wie 5 bis 10 hilft oft schon, damit das Objekt auch außerhalb des Edit-Modus freundlicher wirkt.
Zu hoch solltest du bei einem Sack aus Jute oder Leinen aber nicht gehen, sonst wirkt das Material unnatürlich.
Für einen realistischen Sack ist das daher eher nicht zu empfehlen.
Warum es im Edit-Modus heller aussieht
Im Edit-Modus wirkt ein Objekt häufig heller, weil der Viewer dort Material- und Lichtinformationen anders darstellt als im normalen gerezzten Zustand. Das heißt: Wenn es nur im Edit-Modus gut aussieht, ist das kein verlässlicher Maßstab für das Endergebnis.
Entscheidend ist immer, wie das Objekt normal gerezzt unter üblicher Beleuchtung aussieht.
5. Empfohlene Grundeinstellung für deinen Sack
Für einen braunen Sack aus Jute oder Leinen würde ich testweise Folgendes nehmen:
- AO in der Diffuse: nur 5 bis 10 %
- Diffuse: leicht aufgehellt, vor allem in den Mitteltönen
- Specular: hellgrau, nicht weiß
- Glossiness: etwa 40
- Environment: etwa 10
Damit bekommst du meistens eine deutlich stabilere und dauerhaft hellere Darstellung.
Praktische Kurzlösung
- AO in GIMP schwächer machen, am besten nur noch 5 bis 10 %.
- Diffuse-Textur leicht aufhellen.
- Specular von weiß auf hellgrau ändern.
- Glossiness auf ungefähr 40 setzen.
- Environment von 0 auf etwa 10 erhöhen.
Ok, also alles auf Zero. Einen Termin beim Zahnarzt habe ich heute auch noch….
#Mesh #gamedesign #secondlife #bforartists #gimp
Was bedeutet das für Dich?
Ich habe mir den Prompt von ChatGPT schreiben lasse3n: dystopian AI surveillance center reconstructing real identities from anonymous internet conversations, holographic screens with forum threads and usernames, data fragments forming human faces from code and text, glowing connection lines across a global network map, dark cyber intelligence lab, red warning lights, cinematic tech noir atmosphere, ultra detailed, dramatic lighting, volumetric fog, realistic, 8k –ar 16:9 –style raw –v 6
Ich darf das Statement eines Telepolis-Artikels von Matthias Lindner zitieren: „Eine neue Studie zeigt: Künstliche Intelligenz kann pseudonyme Nutzer auf Social Media mit hoher Trefferquote identifizieren. Was bedeutet das für Dich?“
Die Modelle analysierten dabei unstrukturierte Texte – also ganz normale Kommentare und Beiträge – und extrahierten daraus Hinweise wie Interessen, berufliche Details, Schreibstil oder geografische Angaben. Anschließend glichen sie diese Signale mit öffentlichen Profilen auf Plattformen wie LinkedIn ab.
Ein Beispiel der Forscher verdeutlicht das Prinzip: Ein Nutzer schreibt über Schulprobleme und Spaziergänge mit seinem Hund Biscuit durch einen bestimmten Park. Die KI sucht nach genau diesen Details auf anderen Plattformen und ordnet das anonyme Konto mit hoher Sicherheit einer realen Person zu.
In den Experimenten lag die Trefferquote bei bis zu 68 Prozent, die Genauigkeit korrekter Zuordnungen bei bis zu 90 Prozent.
Ich erwäge, auch die hiesigen Nutzer auszuspionieren, damit ich endlich genau weiß, mit wem ich es zu tun habe. Also hört auf, anderswo im Internet über eure Haustiere zu posten – der Mossad, die CIA und sammeln und interpretieren das!
Bottles und mit der Exe klarkommen
Man hat ja auch sonst nichts zu tun. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich jemals Wine gebraucht hätte. Linux nutze ich schon etwas länger, und ich kenne keine Windows-Programme, für die es keinen Ersatz unter Linux gäbe (der in der Regel sogar besser ist, wenn man von der Usability absieht – wie etwa bei Gimp).
Ausnahmen bestätigen die Regel. Mein Firestorm-Viewer für Secondlife lässt den kleinen Laptop, den ich „außer Haus“ benutze, regelmäßig in die Knie gehen bzw. crasht alle zwei Minuten, selbst bei niedrigsten Grafik-Einstellungen. Also suchte ich nach Alternativen, um mal kurz zwischendurch und zu jeder Tageszeit auf meine Sim gucken zu können. Es ist eine bloße sinnlose Zeitverschwendung Spielerei, weil es mit dem Handy natürlich auch funktionierte.
Radegast gibt es angeblich für Linux, aber ich habe diese Version nirgendwo gefunden. Also installierte ich Wine, um mit der .exe klarzukommen. Dann, weil ich keine Lust auf Kommandozeilen hatte, eine grafische Oberfläche, die erste, die mir ChatGPT empfahl. Und schon gab es die erste Fehlermeldung.
PlayOnLinux gibt es also nicht mehr bzw. es wird praktisch nicht mehr gepflegt.
Bottles als Wine-Gui-Alternative kannte ich nicht. Dann ging es los: Funktioniert nur, wenn man Flatpak auch installiert. Done – ohne ChatGPT hätte ich ewig lange recherchieren müssen.
Read the fucking manual of Bottles. Nein, nichts von dem, was die KI mir höflich vorschlug, gelang auf Anhieb. Auch die Radegast-Version war zunächst falsch. Aber woher soll man das alles wissen?
Ich habe mehr als eine Stunde gebraucht. Jetzt läuft alles. Wenn Senioren ältere Herren zu sehr mit Software herumbasteln…
Tanais

Hereford-Weltkarte, Ende 13. Jh.
Ich habe den Beyer erst halb durch, er ist interessanter, als ich dachte.
כל ארץ צפון כלה עד די דבק ל[…]¹¹
ים רבא […]¹⁶ פניה נהרא […]⁸¹⁷ […]
לחזקק […] לארם ארנא די […]¹⁰
דן ועבר חולקא די למערבא עד דבק […]¹¹
ועל ריש תלח חולקא […]¹⁶
לגמר יהב לקדמין בצפונא עד די דבק לים
נהרא ובתרה למגוג […]
¹⁶¹¹ […] das ganze nördliche Land insgesamt, bis er (= sein Anteil)
angrenzte an […]¹² diese Grenze das Wasser des großen Meeres
(des Mittelmeeres) […]¹⁶ den Fluß Tina [Tanais, heute Don]
[…]¹⁷⁸ im Westen nach Assur, bis er angrenzte an den Tigris
[…] ⁹ dem Aram das Land, welches […], bis er angrenzte an die
Spitze von […]¹⁰ diesen Berg des Stiers (Amanusgebirge nördlich
des Golfs von Alexandret ta), und dieser Anteil erstreckte sich nach
Westen bis er angrenzte an […]¹¹ und gegen die Spitze der drei
Anteile […] dem Arpaksad […]¹⁶ dem Gomer gab er zuerst im
Norden, bis er angrenzte an den Fluß Tina, und nach ihm dem
Magog […].
Übersetzung einer der Qumran-Texte durch Breyer
Moment aka wait a minute. Die ältesten Schriften aus Qumran stammen aus dem 3. vorchristlichen Jahrhundert, die jüngsten aus dem 1. Jh. n. Chr.
Die obige Passage handelt davon, wie Noah (aka Noach) die Erde unter seinen Nachkommen verteilt (das ist der mit der Arche). Die Sintflut fand ungefähr um 7500 v. Chr. statt, als das Mittelmeer durch die Dardanellen brach, und hat sich bei vielen Völkern als Legende in das kollektive Gedächtnis eingebrannt, wie etwa dem Gilgamesch-Epos aus dem zweiten vorchristlichen Jahrtausend (aus dem die Bibel vermutlich abgeschrieben hat).
Frage: Woher kennen die Qumran-Schreiber den Don am Asowschen Meer?
(Vgl. oben) Der ist ganz schon weit weg von der Levante. Der Don hieß in der Antike Tanaïs und galt als die östliche Grenze Europas – laut gotischen und isländischen Geschichtsschreibern.
Aber heute glaube ich nichts und hake nach, weil ich auch noch das Interview mit KI-Forscher Michael Gerlich gelesen habe: „Aber wenn man hundertmal die KI nutzt und hundertmal zufrieden war oder sogar schon automatisch die Antworten übernimmt, dann entscheidet im Endeffekt längst die KI und nicht mehr der Mensch. Aber diejenigen, die das nicht möchten, und das hat meine Studie gezeigt, die erreichen bis zu 60 Prozent Verbesserung der Leistung, also des Outputs, indem sie gezielt mit der KI zusammenarbeiten.“ Ich bin für „gezielt“.
Kurzantwort:
Im hebräisch-aramäischen Text steht nicht die deutsche Wortgruppe
„der Fluss Tina“, sondern der Ausdruck
נהרא טינא
(nahrā Tīnā), wörtlich:
„der Fluss Tina / Tanais“.
Sprachliche Erklärung:
נהרא
(nahrā) ist aramäisch für „Fluss“ und entspricht dem
hebräischen נהר (nahar).
טינא
(Tīnā) ist die aramäische Lautform von
Tanais, dem antiken Namen des Don.
Zur Textüberlieferung:
In der gedruckten Edition erscheint die relevante Stelle nur
fragmentarisch (mit […]). Der Eigenname
טינא
ist dort nicht vollständig erhalten, wird jedoch aus
Parallelüberlieferungen und aus dem geographischen Kontext
(Grenzbeschreibung des Nordens) zuverlässig erschlossen.
Ich fragte natürlich die KI, wo der Tanais aka Don auf der Hereford-Karte sei, und ChatGPT sollte gefälligst auf der hochgeladenen Karte markieren, wo Tanais stehe. Ich kriegte aber eine komplett halluzinierte Karte, die sogar dreist verfälscht (vgl oben).
„Auf der Original-Karte steht das Worte Tanais aber nicht: Es gibt auch keine Verbindung zwischen dem nord-südlichen Fluss oberhalb der Insel zu der Region, die orange markiert ist.“
„Du hast vollkommen recht – und danke, dass du so genau hinschaust. Die vorherige Markierung war nicht korrekt“. Bitte und gern geschehen. „Auf der Hereford-Mappa-Mundi ist der Tanais nicht eindeutig lokalisierbar wie auf ptolemäischen oder schematischen Weltkarten.“
Quellen? Scott D. Westrem, The Hereford Map: A Transcription and Translation of the Legends (2001) – Standardwerk: The river traditionally taken to represent the Tanais is not clearly distinguished from other northern rivers on the map.“ Es gibt also gar keine antike oder mittelalterliche Karte, die den Don zeigt. Aber Quellen:
Die Berufung auf den Tanais auf der Hereford-Karte stützt sich auf diese lateinischen Autoritäten:
1. Isidor von Sevilla
Etymologiarum sive Originum libri XX,
Buch XIV, Kapitel 3, §31.
Maßgebliche Edition:
W. M. Lindsay (Hg.), Isidori Hispalensis Episcopi Etymologiarum sive Originum Libri XX,
2 Bände, Oxford: Clarendon Press, 1911.
2. Paulus Orosius
Historiae adversus paganos,
Buch I, Kapitel 2, §48.
Maßgebliche Edition:
C. Zangemeister (Hg.), Pauli Orosii Historiarum adversum paganos libri VII,
Leipzig: Teubner, 1889 (Nachdrucke gebräuchlich).
3. Plinius der Ältere
Naturalis Historia,
Buch IV, §78.
Maßgebliche Edition:
L. Ian & K. Mayhoff (Hg.), C. Plini Secundi Naturalis Historiae Libri XXXVII,
Leipzig: Teubner, 1892–1909.
4. Gaius Iulius Solinus
Collectanea rerum memorabilium,
Kapitel 19, §1.
Maßgebliche Edition:
Th. Mommsen (Hg.), C. Iulii Solini Collectanea rerum memorabilium,
Berlin: Weidmann, 1895.
Das Asowsche Meer aka Palus Maeotis war nie Teil des römischen Reiches. Der Schreiber der Qumran-Texte, der dem legendären Noach gute geografische Kenntnisse unterjubelten, war auch nicht schlecht in Erdkunde. Und man muss davon ausgehen, dass auch die Leser oder Zuhörer, des es gab, wenn die Schriftrollen in Gebrauch waren, mit dem Begriff etwas anfangen konnten.
🕍 Die früheste jüdische Quelle: Flavius Josephus, Werk: Antiquitates Iudaicae Zeit: ca. 93/94 n. Chr. Stelle: I, 6, 1 (Ant. Iud. 122–124, Zählung je nach Edition).
οἱ δὲ τοῦ Ἰάφεθ υἱοὶ τὴν ἀπὸ τοῦ Ταύρου καὶ Ἀμανῶν ὄρους μέχρι Τανάϊδος χώραν ᾤκησαν. (Die Söhne Japhets aber bewohnten das Land vom Taurus- und Amanusgebirge bis zum Tanais. Nein, ich kann kein Griechisch.)
👉 Hier erscheint der Tanais erstmals explizit in einem jüdischen Werk.

















































