Nonnenklosterviereck [2. Update]
Ich bin sehr motiviert, meine alten Fotos von der KI aufmöbeln zu lassen (vgl. oben und unten).
Dazu schrieb ich am 14.11.2022: Das letzte Foto aus der Ruinenstadt Uxmal in Mexiko, am 17.10.1979. Ich habe lange gesucht, um ein ähnliches Foto zu finden, aber vergeblich. Es hat sich nicht viel geändert. Die Ruine gehört zum Nunnery Quadrangle (Cuadrangulo De Las Monjas).
Insel der Sterne, revisited mit KI
Das Foto habe ich 1984 auf Amantani gemacht, einer peruanischen Insel im Titcaca-See. Dort habe ich eine Woche bei Quechua-Bauern verbracht, die schlechter Spanisch sprachen als ich. Die Kinder hatten noch nie eine Kamera gesehen und reagierten dementsprechend. Das obere Foto (eingescanntes Dia) und das unten habe ich mit KI bearbeitet. ChatGPT schlug vor, um alte Fotos zu verbessern:
Wenn du nur ein Tool willst:
Beste Gesamtwahl: Topaz Photo AI (kostenpflichtig)
Beste Profi-Kontrolle: Adobe Photoshop
Beste kostenlose Lösung:
GIMP + Real-ESRGAN Github
Ich finde, der Authentizität schadet es nicht.
Artifizielles Wettrennen, mir zuliebe
Ich muss zugeben, dass ich – im positiven Sinne- ein bisschen geschockt bin über das, was die KI mittlerweile kann. Es ist mir fast unheimlich. Heute habe ich wieder Gemini und ChatGPT gegeneinander antreten lassen. Dieses Mal hat ChatGPT mit Abstand und klar gewonnen. Warum, weiß ich nicht wirklich.
Ich hatte am 09.10.2018 schon zu meinem heutigen Problem ausführlich gepostet. Ich schrieb damals:
Das Dorf Mittenwalde (Dąbrowa Mała) im ehemaligen Westpreußen (vgl. Kartenausschnitt) grenzte an Krossen (Chrosna, beide in der Woiwodschaft Kujawien-Pommern. Wie mir eine Lehrerin aus Thorn (Torún) schrieb, schwelt immer noch ein Streit zwischen den Dörfern, wo die exakte Grenze sei – genau dort, wo der Hof war. Das erklärt auch, warum mein Opa zwar in Mittenwalde geboren, aber in Krossen zur Schule ging.
Eine Leserin meines Blogs (vgl. Kommentare) schickte mir vor zwei Jahren [2018] eine handgemalte Skizze, die Mittenwalde im Jahr 1911 zeigt samt der Legende, wer wo wohnte. Nr. 1 (links unten) ist der Hof meiner Urgroßeltern. Leider war ich zunächst auf der falschen Fährte, weil ich die Nord-Süd-Tangente für die Strasse hielt, die von Mittenwalde/Dąbrowa Mała nach Süden führt. Der Vergleich der Waldwege stimmte einigermaßen, und ich war erst recht von meiner These überzeugt, als ich in Archiven herausfand, dass die Nr. 1 ein Hof bei Elsendorf hätte sein können, der schon im 18. Jahrhundert von einer Familie bewohnt wurde, deren Namen in meinem Stammbaums vorkommt. Aber ich irrte. In Wahrheit zeigt die Skizze die „Hauptstraße“ von Krossen – Mittenwald ist östlich davon. Und die Skizze ist nicht exakt genordet: Wenn man sie richtig hält, stimmt alles.
Heute habe ich die Karte und die Skizze jeweils Gemini und ChatGPT hochgeladen mit dem Befehl: „Die erste Karte zeigt den Ort Mittenwalde im heutigen Polen, der heute Dabrowa Mala heißt, und alle Dörfer und Höfe ringsum. Die zweite Karte zeigt eine handschriftliche Skizze von Mittenwalde aus der Erinnerung einer Person, die dort gelebt hat, ein Hof ist auf der handschriftlichen Skizze mit einem Kreis markiert (unten links), ich muss wissen, wo dieser markierte Hof auf der ersten historischen Karte ist.“
Beide künstlichen Intelligenzen versicherten, das sei kein Problem. Gemini kriegt es aber trotz mehrere Versuche und penetrantem Nachhaken meinerseits nicht hin, den Hof richtig zu markieren. Es kam mehrfach „Ich entschuldige mich, ich habe einen Fehler gemacht.“ Der Versuch hat rund zehn Minuten gedauert.
Dann kam ChatGPT an die Reihe – mit identischer Order.
„Tatsächlich lässt sich die Skizze ziemlich gut mit der historischen Karte abgleichen. Der entscheidende Punkt ist die Orientierung der Wege und die Form der Siedlung: Auf der Handskizze verläuft eine Nord-Süd-Straße mittig. Unten quert eine Ost-West-Straße. Der markierte Hof liegt unten links, direkt an dieser Ost-West-Straße, nahe einem Gewässer oder Graben. Oberhalb befindet sich eine charakteristische halbkreisförmige Feld-/Siedlungsstruktur. Auf der historischen Karte passt dieses Muster am besten zum westlichen Rand von Mittenwalde, dort wo die Straße nach Trossen / Leschütz führt.
Der markierte Hof dürfte daher sehr wahrscheinlich hier gelegen haben: Südwestlich des Ortskerns von Mittenwalde, direkt westlich der Hauptstraße nahe der kleinen Bach-/Niederungszone südlich des Dorfes ungefähr im Bereich zwischen den Kartenmarkierungen 89 / 70 / 69.
Besonders auffällig: Die Handskizze zeigt links unten einen isolierten Hof an einer Wegkreuzung. Genau eine solche Situation existiert auf der historischen Karte südwestlich von Mittenwalde, wo mehrere Wege zusammenlaufen.“
Bingo. Und die Karte von ChatGPT überzeugt auch. Nur ein Wermutstropfen: Die Markierung ist immer noch nicht korrekt – es war ein Haus weiter westlich. Es war wohl früher ein Hof, der irgendwann geteilt wurde.
Vergleich ChatGPT und Gemini

Mache ein symbolisches Foto, das den Vergleich zwischen Gemini und ChatGPT zeigt – Ergebnis von ChatGPT
| Feature | Gemini (Kostenlos) | ChatGPT Plus ($20/Monat) |
|---|---|---|
| Kern-Modell | Gemini 3 Flash | GPT-5.5 |
| Transkription | Exzellent (nativ für Video, Audio & historische Layouts) | Gut (stark bei Text/Bild, Video weniger tiefgreifend) |
| Kontext-Fenster | Groß (optimiert für schnelle Inhalts-Analyse) | Sehr groß (bis zu 1 Million Token) |
| Stärken | Medien-Analyse, Speed & Google-Vernetzung | Logik, komplexes Coding & kreative Nuancen |
Stand: Mai 2026. Basierend auf den aktuellen Modellen Gemini 3 Flash und GPT-5.5.
Das hat mir keine Ruhe gelassen. Bei einem Menschen erwarten wir, falls der für ein Unternehmen spräche, dass er dieses natürlich besser dastehen ließe als die Konkurrenz. Es fällt schwer sich vorzuzustellen, dass die KI nicht so reagiert (oder doch?), sondern streng „journalistisch“ nach dem aus der Mode gekommenen Prinzip Audiatur et altera pars arbeitet.

Mache ein symbolisches Foto, das den Vergleich zwischen Gemini und ChatGPT zeigt – Ergebnis von Gemini
Ich halte den Vergleich für wenig aussagekräftig. Es gibt andere wie der von Zemith.com: „Gemini vs. ChatGPT 2026: Welcher KI-Assistent gewinnt wirklich?“ (Der Betreiber sitzt in Singapur.) Immerhin bezieht Gemini sich auch darauf und gibt die Quelle an.
Die wesentlichen Unterschiede
Die meisten Vergleiche übersehen einen entscheidenden Punkt: Gemini und ChatGPT folgen unterschiedlichen Grundideen.
Gemini ist stark in das Google-System eingebunden. Das Modell arbeitet mit der Google-Suche zusammen und kann bei aktuellen Themen direkt auf WWW-Informationen zugreifen. Zudem ist es mit Diensten wie Gmail, Google Docs, Drive oder Maps verknüpft. Mit seinem Kontextfenster von bis zu einer Million Tokens kann Gemini ganze Dokumentationen, umfangreiche Codebasen oder komplette Recherchearchive in einer Sitzung verarbeiten.
ChatGPT verfolgt einen anderen Schwerpunkt. Die Stärke liegt im strukturierten Denken, bei komplexen Analysen und der Fähigkeit, längere, kohärente Texte zu erzeugen. ChatGPT zerlegt Probleme oft präziser in nachvollziehbare Schritte und liefert besonders starke Ergebnisse bei kreativen Aufgaben, Stil, Argumentation und sprachlicher Feinabstimmung.
Deshalb ist keines der beiden Systeme pauschal „besser“. Sie wurden für unterschiedliche Arbeitsweisen und Prioritäten entwickelt.
(Hinweis: Ich habe ein Zitat von Zemith der KI hingeworfen mit dem Befehl, es besser zu formulieren, was nicht wirklich geschah, und das Ergebnis gestrafft, zum Beispiel die meisten nichtssagenden Adjektive entfernt: besondere Stärke, schwierige Probleme, in einer einzigen Sitzung usw..

Mache ein symbolisches Foto, das den Vergleich zwischen Gemini und ChatGPT zeigt – Ergebnis von Midjourney
Deutsche Kurrentschrift, poesitisch, update
Ich bin überrascht. Ich habe die einzelnen Seiten der Poesiealbums meiner Urgroßmutter Emilie Kukuk Gemini zum transkribieren gegeben und bekam für jede der rund 40 Seiten eine saubere „Übersetzung“.
Warum ist Gemini so viel besser als ChatGPT?
Antwort von Gemini
Es ist durchaus möglich, dass Google Gemini in bestimmten Bereichen, wie der Transkription von historischen Texten oder Handschriften, Vorteile gegenüber ChatGPT bietet. Das liegt vor allem an der unterschiedlichen Art und Weise, wie die Modelle Bildinformationen verarbeiten.
Hier sind die Gründe, warum Gemini beim Transkribieren (wie bei deinem Beispiel der Frakturschrift) oft die Nase vorn hat:
1. Native Multimodalität
Gemini wurde von Grund auf „nativ multimodal“ entwickelt. Das bedeutet, das Modell muss ein Bild nicht erst in ein anderes Format umwandeln, um es zu „lesen“. Es versteht visuelle Strukturen, Layouts und komplexe Schriftzeichen (wie die alte deutsche Frakturschrift) direkt im Kontext. ChatGPT nutzt oft ein vorgeschaltetes System (OCR), um Text zu erkennen, was bei ungewöhnlichen Schriftarten zu Fehlern führen kann.
2. Kontextverständnis und Korrektur
Gemini ist sehr stark darin, den Sinn eines Textes zu erfassen. Wenn ein Wort in der Grafik mopo2.jpg schwer lesbar ist, nutzt Gemini den restlichen Textinhalt, um das wahrscheinlichste Wort zu ergänzen.
Beispiel: In deinem Text erkennt Gemini Begriffe wie „Kohlensäure-Gas“ oder „Infektions-Krankheiten“ korrekt, selbst wenn die Lettern im Original durch das Alter des Papiers verwaschen sind.
3. Integration von Werkzeugen
Ein entscheidender Vorteil ist die nahtlose Verknüpfung mit anderen Google-Technologien. Gemini kann auf die jahrelange Erfahrung von Google Lens und Google Books zurückgreifen, die Millionen von Seiten alter Schriften digitalisiert haben. Dieses „Training“ macht es extrem sicher im Umgang mit Fraktur und Handschriften.
| Feature | Google Gemini | ChatGPT (OpenAI) |
|---|---|---|
| Bilderkennung | Hervorragend bei komplexen Layouts und historischen Schriften (z. B. Fraktur). | Stark bei modernen Texten; kann bei sehr feinen oder alten Details ungenauer sein. |
| Kontext-Fenster | Verarbeitet extrem große Datenmengen und lange Dokumente in einem Durchgang. | Gutes Gedächtnis, stößt aber bei sehr umfangreichen PDF-Analysen schneller an Grenzen. |
| Daten-Aktualität | Direkter Zugriff auf die Google-Suche für Echtzeit-Informationen. | Nutzt Browsing-Funktionen (Bing), wirkt oft etwas langsamer bei der Recherche. |
| Stärke | Analytisch, faktenorientiert und exzellent in der Dokumentenextraktion. | Sehr stark in kreativer Textgestaltung, Nuancen und komplexem Coding. |
Hinweis: Die Leistung kann je nach Modellversion (z. B. Gemini 1.5 Pro vs. GPT-4o) variieren.
Anwort von ChatGPT
Es hängt stark davon ab, welche Art von Texten du transkribieren willst. Bei OCR und Transkription (also Text aus Bildern, Scans, PDFs oder Handschrift erkennen) haben die Modelle unterschiedliche Stärken:
Gemini ist oft sehr stark bei:
– langen PDFs
– komplexen Layouts
– mehrseitigen Dokumenten
– multimodalen Aufgaben (Bild + Text + Struktur gleichzeitig)
– Google-typischer Dokumentanalyse
ChatGPT ist häufig besser bei:
– schwer lesbarer alter Schrift
– Kontextverständnis
– Interpretation beschädigter Texte
– strukturierter Wiedergabe
– Nachbearbeitung historischer Dokumente oder Frakturschrift
Gerade bei alten deutschen Frakturschriften (wie dein Zeitungsbild von 1931) kommt es oft darauf an:
– erkennt die KI nur Buchstaben? Oder versteht sie auch sprachlich den Zusammenhang?
Da kann ChatGPT manchmal Vorteile haben, weil es stärker „errät“, was wahrscheinlich gemeint ist. Gemini wiederum kann bei sauber gescannten Dokumenten erstaunlich präzise sein.
Interessant ist: Einige unabhängige Vergleiche sehen Gemini bei PDF- und Dokumentanalyse vorne, während ChatGPT bei kreativer Sprache, Struktur und genauer Textinterpretation besser abschneidet.
Bei Handschrift und OCR berichten Nutzer teils:
– Gemini: sehr gut bei Masse und Kontext
– ChatGPT: oft besser bei schwierigen Einzelstellen
– Claude: erstaunlich stark bei Handschrift
Für historische deutsche Texte würde ich heute sagen:
| Aufgabe | Oft stärker |
|---|---|
| Saubere PDFs massenhaft auslesen | Gemini |
| Alte Fraktur interpretieren | ChatGPT |
| Handschrift erkennen | Claude oder Gemini |
| Beschädigte Texte sinnvoll rekonstruieren | ChatGPT |
| Tabellen- und Dokumentstruktur erkennen | Gemini |
In der Praxis benutzen viele Leute inzwischen sogar zwei Modelle:
– Gemini für Rohtranskription
– ChatGPT für Korrektur und sprachliche Bereinigung
Das liefert oft die besten Ergebnisse.
Hinweis: Ich lasse alle Tabellen von der KI machen mit dem Hinweis, dass die für ein WordPress-Blog mit dem Template Silhoutte 3-Column sind. Manchmal braucht es dazu mehrere Versuche, zum Beispiel:
Die Tabelle ist ok, die Schrift ist aber zu groß, kann man das so machen, dass sich die Schriftgröße flexibel der Schriftgröße des postings anpasst?
„Ja, das ist möglich und sogar sehr empfehlenswert für ein harmonisches Design. Um die Schriftgröße flexibel zu gestalten, müssen wir im HTML-Code die festen Pixel-Werte (wie 14px) durch relative Einheiten ersetzen.
Wenn man für die Tabelle font-size: 1em; oder font-size: inherit; verwendet, orientiert sie sich automatisch an der Schriftgröße, die dein WordPress-Theme für den Textkörper (Body/Posting) vorgibt.“
Postscriptum: Mit gefällt es, die Tags „Ancestry“ und „Ki“ zusammen zu haben.
Die Bakterien und OCR-Tools
Deutsche Kulturbilder der Berliner Morgenpost – diese „Postkarte“ ist eine „Quittung der Berliner Morgenpost über 55 Pfennig für die 18. Woche vom 03.05. bis 09.05.1931“.
Am 25.05.2023 hatte ich zum letzten Mal Bilder der „Berliner Morgenpost“ gepostet. Drei Jahre – und jetzt sieht man, was sich geändert hat: Ich brauchte den Text auf der Rückseite nur der KI zu zeigen, um ihn posten zu können. Damals hätte ich ihn mühsam abtippen oder ihn mit einem OCR-Tool transkribieren müssen. Ich habe auf meinem Handy immer noch Textfee, mit dem ich sehr zufrieden bin – aber das wird bald überflüssig sein.
Hier der Text – ChatGPT und Gemini sind gleich gut, aber Gemini bietet an, das Ergebnis gleich als HTML und in zwei Spalten zu kopieren.
Bakterien
Bei dem Wort Bakterien (oder Bazillen) packt die meisten Menschen ein Schreck, in ihrer Phantasie steigen sogleich Bilder von Krankheiten auf. Jeder denkt an Tage, an denen er mit Fieber und Schmerzen im Bett lag und neben sich ein Glas mit schlecht schmeckendem Spülwasser stehen hatte, um damit die Bakterien in seinem Hals abzutöten. Diese Vorstellung ist ganz falsch. Bei dem Wort „Bakterium“ sich etwas Böses vorzustellen, ist genau so falsch, als wollte man bei dem Begriff „Mensch“ an einen Mörder denken. So wie es unter unzähligen Menschen vereinzelt Mörder gibt, so sind unter zahllosen Bakterien-Arten einige wenige gefährlich.
Bakterien bevölkern die ganze Welt. Mit jedem Hauch Luft atmen wir mehrere tausend ein. Mit jedem Schritt über den Erdboden scharren wir hunderte auf. In jedem Tropfen Wasser (nicht Leitungs-Wasser, das filtriert ist, sondern Fluß-Wasser) leben zahllose Kleinst-Lebewesen. In einem Liter Milch sind mehr Bakterien enthalten, als es Menschen auf dem ganzen Erdball gibt.
Die Zahl der Bakterien auf der Erde anzugeben, ist absolut unmöglich. Man müßte eine Zahl schreiben, die so viel Nullen enthält, daß die Zahl von einem Zimmer ins andere reichte. Die meisten Bakterien sind nicht Feinde des Lebens, sondern für seine Entwicklung und seinen Bestand auf Erden unentbehrlich. Ohne sie würde sich unser Planet in wenigen Monaten in einen großen Friedhof verwandeln. Die Bakterien sind es, die, in jeder Krume Ackerboden lebend, hier die toten Mineralien auflösen und sie in halbflüssige und flüssige Formen überführen. Ebenso wirken sie im Flußwasser und im Meer. Sie stehen an der unteren Stufe zwischen der toten und lebendigen Natur, sie allein sind imstande, tote mineralische Stoffe zu verdauen, sie dienen den kleinsten unsichtbaren Meeres-Tierchen als Nahrung, diese wieder den größeren, diese abermals größeren. So baut sich auf der Urnahrung der Bazillen das lebendige Gebäude der irdischen Natur auf. Ohne die Mithilfe der Bakterien kann das Obst nicht reifen, bildet sich kein Essig, kann man aus der Milch keinen Käse gewinnen, gäbe es kein Bier, keinen Wein und auch kein Brot. Denn beim Backen bedient sich der Mensch der Mithilfe der Bakterien, indem er in die Teigmasse einen den Bakterien nahestehenden niederen Pilz, den Hefe-Pilz, als Hefe einbringt. Dieser nährt sich von der Teigmasse, erzeugt hierbei Kohlensäure-Gas, und dieses treibt den Teig auf, der hierdurch lufthaltig, krümelig und genießbar wird.
Im Körper des Menschen leben etliche Trillionen Bazillen. Das Verhältnis zwischen Mensch und Bazillus ist nicht das einer Feindschaft, wie zwischen Jäger und Fuchs, sondern das einer friedlichen Zusammenarbeit, wie zwischen Mensch und Haustier. Der Mensch gibt dem Haustier „Bazillus“ von seinen Nahrungs-Abfällen zu fressen, er gibt ihm die warme Stallung im Innern seines Leibes, dafür leistet ihm das Haustier Bazillus wertvolle Dienste. Beispielsweise weichen sie bei der Verdauung alle Zellen, Fasern, Kerne, Hornteilchen u. dgl. auf, die von den Verdauungs-Säften selbst nicht angegriffen werden. Ohne die Mithilfe der Bakterien kann kein Tierleben, und wenn man junge Hühnchen in einem ganz bakterienfreien Kasten aufziehen will, so gehen sie bald an Entkräftung zugrunde — es fehlen ihnen die Helfer des Lebens, die Bakterien.
Nur wenige Dutzend unter ihren vielen tausend verschiedenen Arten sind dem Menschen gefährlich und verursachen in seinem Innern die Infektions-Krankheiten (Scharlach, Masern, Diphtherie, Keuchhusten, Pocken, Pest, Tuberkulose, Blutvergiftung, Halsentzündung usw.).
Quittung der Berliner Morgenpost über 55 Pfg. für die 18. Woche vom 3. 5. bis 9. 5. 1931
Quittungen, auf denen Preis oder Bezugszeit geändert ist, sind ungültig
Unter HTML-Zerhauenden

Ich habe gestern für ein paar Stunden das Blog zerhauen, ohne das zu merken. Ich war in Eile und hatte etwas anderes zu tun. Die Postings erstreckten sich zu breit, dass auch die Spalten des Templates kaputt waren.
Als ich es bemerkte, fand ich um’s Verrecken eine Weile nicht heraus, woran es lag. Ich habe sogar den kompletten HTML-Code der Postings der künstlichen Intelligenz zum Fraß vorgeworfen – aber ohne brauchbares Ergebnis.
Nach einer Stunde hatte ich es: Bei dem Attribut „alt“ des Codes, der die Grafiken beschreibt, fehlte bei allen Bilder des Postings über Secondlife das zweite Anführungszeichen.
Darauf muss man erst mal kommen. Bei so etwas bin ich immer froh, dass ich einfaches HTML „per Hand“ schreiben kann.
„Beachten Sie: Es handelt sich um ein Pflichtattribut.“ Ach was. Das sehen die heutigen Browser nicht so eng, wenn das Attribut ganz fehlt.
OK, Human!

A cinematic conceptual illustration showing the contrast between authentic human creativity and artificial intelligence. In the center, a human writer sits at a glowing desk, surrounded by handwritten notes, evolving drafts, flowing ink, fingerprints, and organic creative chaos. Around the writer, transparent timelines, revision layers, heartbeat-like data streams, and luminous process trails visualize the journey of genuine human thought. In the background, faceless AI-generated text clouds dissolve into geometric patterns and sterile machine grids. The scene symbolizes proof of human authorship rather than AI detection. Emotional, intellectual, trustworthy atmosphere. Futuristic but human-centered. Soft warm lighting mixed with cool digital holograms. Highly detailed, symbolic storytelling, editorial illustration style, cinematic depth, ultra realistic, subtle cyberpunk aesthetics, 8k –ar 16:9 –stylize 250
(sup>
Der folgende Text wurde von ChatGPT verfasst; das obige Bild von Midjourney, das Schaubild und das Bild unten von ChatGPT.
Ich frug: „Was kannst du mir über die Website/Software OKHuman sagen, die angeblich KI-generierte Texte erkennen kann und menschliche Texte zertifiziert?“ (Fünf Sekunden für die Antwort.) „Verfasse aus deiner Antwort einen journalistischen Text, den man in ein WordPress-Blog einfügen kann.“
OKHuman: Kann diese Plattform wirklich menschliche Texte zertifizieren?
Seit dem Siegeszug von ChatGPT, Claude und anderen generativen KI-Systemen stehen Schulen, Universitäten und Unternehmen vor einer neuen Herausforderung: Wie lässt sich überhaupt noch feststellen, ob ein Text von einem Menschen oder von einer KI geschrieben wurde?
Während zahlreiche sogenannte „AI Detectoren“ versuchen, KI-generierte Texte anhand statistischer Muster zu erkennen, verfolgt die Plattform OKHuman einen anderen Ansatz. Das Unternehmen behauptet nicht, künstliche Intelligenz direkt zu entlarven. Stattdessen soll der eigentliche Schreibprozess eines Menschen nachvollziehbar dokumentiert werden.
Doch wie funktioniert das – und wie glaubwürdig ist dieser Ansatz wirklich?
Weg von der KI-Erkennung, hin zum Schreibprozess
Klassische KI-Detektoren analysieren fertige Texte. Sie suchen nach sprachlichen Mustern, typischen Satzstrukturen oder statistischen Auffälligkeiten, die auf Systeme wie GPT [Sprachmodelle aus der GPT-Familie, also die Technik hinter OpenAIs ChatGPT] hindeuten könnten.
Das Problem dabei: Moderne Sprachmodelle werden immer besser. Inzwischen gelten viele KI-Erkennungssysteme als unzuverlässig. Menschliche Texte werden teilweise fälschlich als KI-generiert markiert, während überarbeitete KI-Texte oft unerkannt bleiben.
Genau hier setzt OKHuman an.
Die Plattform konzentriert sich nicht auf den fertigen Text, sondern auf dessen Entstehung. Während des Schreibens werden offenbar verschiedene Metadaten erfasst, darunter:
- Schreibdauer,
- Bearbeitungsverläufe,
- Überarbeitungen,
- Schreibpausen,
- Versionsänderungen.
Am Ende entsteht daraus eine Art Zertifikat oder „Stamp“, der bestätigen soll, dass ein Mensch tatsächlich an diesem Text gearbeitet hat.
Kein KI-Detektor im klassischen Sinn
OKHuman betont ausdrücklich, kein klassischer KI-Scanner zu sein. Statt zu fragen: „Ist dieser Text von einer KI geschrieben worden?“ lautet die eigentliche Frage: „Kann nachgewiesen werden, dass ein Mensch aktiv an diesem Dokument gearbeitet hat?“
Das ist ein entscheidender Unterschied.
Denn die Plattform versucht nicht, künstliche Intelligenz direkt zu identifizieren – etwas, das selbst Experten zunehmend für schwierig halten. Stattdessen soll eine Art Vertrauensnachweis entstehen, vergleichbar mit einer Versionshistorie in Google Docs oder Commit-Verläufen bei Softwareentwicklern.
Die Schwächen des Systems
Trotzdem bleibt die Idee nicht ohne Kritik. Denn ein dokumentierter Schreibprozess beweist nicht automatisch, dass keine KI beteiligt war. Nutzer könnten weiterhin:
- KI-generierte Abschnitte einfügen,
- Texte umformulieren,
- Inhalte schrittweise übernehmen,
- oder KI parallel zum Schreiben verwenden.
Das System kann also eher belegen, dass jemand mit dem Dokument gearbeitet hat – nicht jedoch, dass der gesamte Inhalt ausschließlich menschlichen Ursprungs ist.
Hinzu kommen Datenschutzfragen. Auch wenn OKHuman nach eigenen Angaben nicht den eigentlichen Text analysiert, entsteht dennoch eine umfangreiche Schreib-Telemetrie. Dazu gehören möglicherweise Informationen über Arbeitsweise, Tippverhalten, Bearbeitungsgeschwindigkeit oder Pausen.
Gerade im Bildungsbereich könnte das kritisch gesehen werden. Datenschützer dürften sich fragen:
- Wer speichert diese Daten?
- Wie lange bleiben sie erhalten?
- Und welche Rückschlüsse lassen sich daraus über Nutzer ziehen?
Die Branche sucht nach neuen Lösungen
Der Fall OKHuman zeigt vor allem eines: Die Diskussion um KI-generierte Inhalte verschiebt sich gerade grundlegend.
Viele Experten gehen inzwischen davon aus, dass reine KI-Erkennung langfristig kaum zuverlässig funktionieren wird. Sprachmodelle imitieren menschliche Schreibweisen mittlerweile zu gut.
Deshalb entstehen neue Ansätze:
- Schreibprotokolle,
- Versionsnachweise,
- kontrollierte Schreibumgebungen,
- digitale Signaturen,
- kryptografische Watermarks,
- oder eben Systeme wie OKHuman.
Die Idee dahinter lautet nicht mehr: „Erkenne die Maschine.“ Sondern vielmehr: „Dokumentiere den Menschen.“
Fazit
OKHuman wirkt auf den ersten Blick moderner und plausibler als klassische KI-Detektoren. Statt fragwürdiger Textanalysen setzt die Plattform auf die Dokumentation des Schreibprozesses.
Allerdings bleibt auch dieser Ansatz weit von einem eindeutigen Beweis menschlicher Autorschaft entfernt. Letztlich handelt es sich eher um ein Vertrauenssystem als um eine technisch unangreifbare Zertifizierung.
Ob sich solche Plattformen langfristig durchsetzen, dürfte vor allem davon abhängen, wie Schulen, Universitäten und Unternehmen künftig mit KI-generierten Inhalten umgehen wollen.
Denn eines scheint bereits klar zu sein: Die Zeit, in der sich KI-Texte zuverlässig allein anhand ihres Sprachstils erkennen ließen, geht wahrscheinlich zu Ende.
Zur Ehrenrettung der Humanoiden muss ich natürlich noch etwas anmerken. Außerdem habe ich gern das letzte Wort. Was hätte ich anders formuliert? In willkürlicher Reihenfolge:
- Sätze fängt man nicht mit „denn“ an. Grammatikalisch ist das zwar korrekt, denn – wenn „denn“ einen Satz beginnt – handelt es sich um einen Konjunktionalsatz mit nebenordnender Konjunktion, auch als „Bindewort“ bekannt.
- Alle Zwischenüberschriften sind gähnend langweilig – ein typisches Problem der KI.
- „Die Branche sucht nach neuen Lösungen“ – Wolf Schneider würde urteilen: „Direkt aus dem Anus einer Werbeagentur ausgeschieden.“
- Eine künstliche Intelligenz benutzt kein starkes und korrektes, aber archaisches Verb wie „frug“.
- „Beweis menschlicher Autorschaft“. Nein, keine Schäfte. Ein Beweis, dass der Autor ein Mensch war.
- Keine „-ung“-Wörter wie „Herausforderung“.
- „Der eigentliche Schreibprozess“ – was ist mit dem uneigentlichen Schreibprozess? Fasel-Rhabarber.
- „Dürfte davon abhängen“ und „scheint klar zu sein“. Nichts Genaues weiß man also nicht. Vielleicht sollte man dann besser die Kresse halten?
Luxury und andere Beliefs

Die Qualitätsboulevardmedien von gestern (digitaler Ausriss)
Wir nehmen wieder Dinge zusammen durch, die gar nicht zusammengehören.
Medien und die Ostfront
Manchmal frage ich mich ganz ernsthaft, ob es heute nicht ehrenrührig ist, sich „Journalist“ in Deutschland zu nennen. Mit dieser haltungsaffinen belehrungsfreundlichen Mischpoke möchte ich eigentlich gar nichts mehr zu tun haben.
Ich sehe in der Tagespresse keinen Journalismus, wie ich ihn verstehe, nirgends. „Expertin entlarvt“ – soll ich da etwa weiterlesen? „Digital-Terror“? WTF? Und wieso denke ich jetzt an Immobilienmakler?

Die Qualitätshauptstadtmedien von gestern (digitaler Ausriss)
Es kömmt darauf an, was mit dem suggeriert wird, was als Cluster von „Nachrichten“ angeboten wird. „Ukraine meldet“ ist kein Journalismus, sondern ungefragte Weitergabe von Propaganda. Das ist genau so „seriös“ wie die zahlreichen Krankheiten Putins, von denen die üblichen Verdächtigen gern herumraunen.
„Seine Frau versucht“ – auch das ist suggestiv und hat mit dem Thema rein gar nichts zu tun. „Politisch isoliert“ bedeutet nur, das man in der selbstreferenziellen Medienblase nicht mehr auftaucht. Außerdem ist das nicht mess- und verifizierbar, gehörte also in einen gekennzeichneten Kommentar, nicht in eine Nachricht.

Das gefühlte Zentralorgan der deutschen Bourgeoisie von gestern (digitaler Ausriss)
Schröder ist Putins Mann. Weitere Nachrichten: Spaniens Regierungschef ist der Mann der Hamas und der Hisbollah. Merz ist Selenskijs Mann. Stegner ist der Mann des Islam. Man kann den Blödsinn bis ins Unendliche fortführen.
Fernost
Wechseln wir das Thema. Falls übrigens jemand eine Bombe auf den nordkoreanischen Diktator würfe, wäre das eine schlechte Idee. Und noch schlechter wäre dieser Bombenwurf, wenn der Täter sich gar nicht zu erkennen gäbe.
Luxurybeliefniks
Kommen wir zu den Sich-gut-Fühlenden.
„Der Artikel argumentiert, dass der Erfolg der Grünen in London weniger von ärmeren Wählern getragen wird, sondern vor allem von wohlhabenden, gut situierten Bewohnern attraktiver Innenstadtviertel. Obwohl Zack Polanski mit Forderungen wie Vermögenssteuer, höheren Kapitalertragssteuern und Gehaltsobergrenzen auftritt, zeigen die Wahlergebnisse laut Autor ein anderes Bild.
Die Grünen erzielten besonders gute Ergebnisse in reichen und beliebten Stadtteilen wie Highbury, Clissold Park oder De Beauvoir Town – Gegenden mit hohen Immobilienpreisen und wohlhabender Bevölkerung. Dagegen hielten ärmere Viertel mit höherer Kriminalität oder sozialen Problemen, etwa Homerton, Notting Dale oder Northumberland Park, eher zur Labour-Partei.
Der Autor interpretiert dies als Beispiel für sogenannte „Luxury Beliefs“: Wohlhabende Menschen unterstützen politische Ideen, die ihnen moralisches Prestige verleihen, deren negative Folgen aber eher ärmere Bevölkerungsschichten tragen müssten. Die Grünen würden damit vor allem das politische und moralische Selbstbild der urbanen Mittelschicht bedienen.“
Ist also exakt wie hier. Den Begriff Luxury Beliefs merke ich mir. Die Taz ist das Zentralorgan der Luxurybelievers (ChatGPT schlägt auch „Luxurybelieflings“, „Luxurybeliefocrats“ und „Luxurybeliefarians“ vor – gefällt mir!).
Internet verbieten!
Dann hatten wir noch eine lustige Meldung: „Der Wissenschaftliche Dienst des EU-Parlaments stuft VPNs als Gefahr für den Jugendschutz ein und fordert Auflagen gegen das Umschiffen von Altersverifikation.“ (Die Original-Quelle ist CyberInsider.
Virtual Private Networks seien ein „loophole that needs closing“. Tor haben sie vergessen. Und was ist mit dem Verbot von Verschlüsselung?
Übrigens surfe ich über das VPN meiner eigenen Fritzbox, wenn ich nicht zu Hause bin. Wie wollen die das verbieten?
Man muss es ganz unverblümt aussprechen: „Jugendschutz“ ist seit vierzig Jahren nur ein Vorwand, Zensur im Sinn der herrschenden Klasse im Internet einzuführen. Zum Glück sind die alle so dämlich, dass daraus nie etwas wird oder nur für Klein Fritzchen. Ernst würde es erst, wenn der European Parliamentary Research Service (EPRS) eine Bildungsreise nach China machen würde.

a static shot featuring a figure in military attire and a balaclava with their back to the viewer, against a large blue star of david symbol on a white wall. a laptop is placed on a shiny case in the foreground, displaying source code on the left of its screen and a stylized, luminous blue brain icon with „ai“ on the right, accompanied by network information below the code. –ar 16:9 –s 750
Naher-Osten-Front
– Wir haben das Gewohnte vom künstlich intelligenten Mossad: „Inside Israel’s AI targeting system: How data from a phone becomes a death sentence“.
„Der Artikel beschreibt, wie Israel mithilfe von künstlicher Intelligenz und umfassender Überwachung gezielt Mitglieder und Unterstützer der Hisbollah aufspürt und tötet. Im Mittelpunkt steht Ahmad Turmus, ein älterer Hisbollah-Funktionär aus dem libanesischen Grenzdorf Talloussah, der im Februar nach einem Anruf eines israelischen Offiziers bei einem Drohnenangriff getötet wurde.
Das israelische System kombiniert Daten aus Smartphones, Kameras, Drohnen, WLAN-Signalen, sozialen Medien und staatlichen Datenbanken. KI analysiert daraus Bewegungen, Kontakte und Verhaltensmuster, um sogenannte „Bedrohungsprofile“ zu erstellen. Laut dem Bericht kann die Software Ziele in Sekunden identifizieren – Aufgaben, für die früher viele Analysten Wochen gebraucht hätten.
Experten warnen jedoch vor großen Risiken: Die KI arbeite oft mit Wahrscheinlichkeiten statt mit sicherem Wissen. Menschen könnten allein wegen ihrer Kontakte oder ähnlicher Kommunikationsmuster fälschlich als Kämpfer eingestuft werden. Dadurch entstehe eine gefährliche „Illusion von Gewissheit“.
Der Artikel zeigt außerdem, dass Israel die Infrastruktur und Kommunikationsnetze im Libanon über Jahre infiltriert hat. Gleichzeitig versucht die Hisbollah inzwischen, sich anzupassen, etwa durch kleinere Gruppen und sicherere Kommunikationsmethoden.
Am Ende schildert der Text die letzten Stunden von Turmus: Nachdem er einen Anruf der Israelis erhalten hatte, sagte er seiner Familie, sie solle das Haus verlassen, weil „sie sein Gesicht kennen“ und es keine Möglichkeit gebe zu entkommen. Kurz darauf wurde er getötet.“

Jerusalem, Nachlaot, Oktober 2025
– Ich traue mich jetzt nicht mehr, den Ausgang der Wahlen in Israel im Oktober vorherzusagen. Netanjahu hat zwar jetzt eine ganz große Koalition gegen sich, die wesentlich mehr Stimmen bekäme als der Likud, aber man sieht schon im Ansatz, dass dieses Bündnis sehr brüchig ist.
Die Die Jerusalem Post „berichtet über die schwere Personalkrise der israelischen Armee (IDF). Generalstabschef Eyal Zamir fordert dringend mehr Soldaten, insbesondere die Einberufung großer Zahlen ultraorthodoxer Juden (Haredim), die bisher oft vom Militärdienst befreit sind.
Zamir warnte, dass die Armee wegen der vielen Gefallenen, Verwundeten und psychisch belasteten Soldaten sowie der anhaltenden Einsätze in Gaza, Libanon, Syrien und dem Westjordanland an ihre Grenzen komme. Laut ihm brauche die IDF bis 2027 etwa 15.000 zusätzliche Soldaten, darunter viele Kampfsoldaten.
Er fordert drei neue Gesetze: längere Wehrpflicht, längeren Reservedienst, sowie ein wirksames Gesetz zur Einberufung der Haredim.
Politisch ist das Thema hoch umstritten, weil Premierminister Benjamin Netanyahu auf die Unterstützung ultraorthodoxer Parteien angewiesen ist. Kritiker werfen der Regierung vor, aus politischen Gründen keine gerechte Wehrpflicht durchzusetzen und damit die Sicherheit Israels zu gefährden.
Oppositionspolitiker wie Naftali Bennett und Gadi Eisenkot erklärten, dass die Verweigerung der Einberufung ultraorthodoxer Männer Soldatenleben koste und die Einsatzfähigkeit der Armee schwäche.“
Das Thema Armee und Einberufung der Orthodoxen wird die Wahl entscheiden. In Israel kann jeder mit jedem koalieren. Man sollte trotz der Umfragen den Machiavellisten Netanjahu nicht abschreiben.
Gemini
Man kann natürlich an so einem Environment in Secondlife basteln, bis man grün im Gesicht wird, wie bei einer Modelleisenbahn. Ich muss aber jetzt aufhören, weil ab heute da Avatare herumlaufen. Und wenn die plötzlich sähen, dass ihre Umgebung sich wie von Zauberhand veränderte, dächten die – je nach Alter der Person, die den Avatar benutzt, sie seien in einem Film von Fassbinder (im hier geforderten Bildungskanon enthalten!) oder in der Matrix.
Gestern Nacht fiel alles Mögliche aus, und ich musste zum Beispiel bei ChatGPT improvisieren, was pädagogisch wertvoll ist und mir ohnehin Spaß macht. (Ich kam nicht an meine E-Mails, daher auch nicht an den Bestätigungscode zum Einloggen.)
Ich bin daher auf Gemini ausgewichen und war von der Qualität des Resultats recht beeindruckt.
„Parents and children witting around a table eating dinner, view of a guest from the side“. „mache ein Bild in dieser Größe und Perspektive von mehrere Leuten, die in einem Büro arbeiten und vor Monitoren sitzen“. „Mache ein Schild von einer niederländischen Anwaltskanzlei“. „Mache ein Foto von dieser Größe und Perspektive von einer Küche in einem Büro, Leute trinken im Stehen Kaffee“. „Mache ein Bild rechteckig hochkant von vorn einem Laden mit niederländischem Namen in Amsterdam in der Altstadt“ (das ist der Laden auf dem Screenshot ganz oben). „Nur den Laden, nicht das Haus, und hochkant“ usw..
Ich werde in Zukunft ChatGPT, Midjourney und Gemini vergleichen. Ich habe auch noch die schlauen Chinesen in der Hinterhand. Vielleicht lohnt es sich gar nicht, die 23 Dollar monatlich für ChatGPT auszugeben – obwohl ich mich daran gewöhnt habe und das täglich unzählige Male nutze.
PS Die virtuelle Rembrandt-Ausstellung ist auch von mir, die Rahmen der Gemälde von ChatGPT.
Empfohlene Grundeinstellung für deinen Sack oder: Diffuse Blinn-Phong AO Mesh
Mit so etwas schlage ich mich gerade herum – Frage an die KI: Ein Mesh Objekt (ein brauner Sack aus Jute oder Leinen) in Secondlife hat folgende Konfiguration: Texture diffuse+AO selbst per Gimp für Linux zusammengefügt, AO 20 Prozent Helligkeit, specular weiß, Glossiness 20, Environment 0, Blinn-Phong AO die ursprüngliche Version und nicht selbst gemacht, das Objekt ist aber zu dunkel, wenn es gerezzt wird, wird aber hell nur per edit Blinn-Phong, wie kann ich die Texture permanent hell stabil machen?
Warum der Sack in Second Life zu dunkel wirkt
Das Verhalten, das du beschreibst, ist typisch für ein Material-/Lichtproblem in Second Life und meist kein Fehler der eigentlichen Textur. Wenn das Objekt gerezzt dunkel wirkt, im Edit-Modus mit Blinn-Phong aber heller, dann liegt das in der Regel an der Kombination aus:
- in die Diffuse eingerechnetem AO (Ambient Occlusion),
- Specular-/Glossiness-Einstellungen,
- der Umgebungsbeleuchtung des Viewers,
- und dem Unterschied zwischen Darstellung im Edit-Modus und normal gerezztem Zustand.
Die wahrscheinlichste Ursache
Der Hauptgrund ist fast immer das in die Diffuse hineingerechnete AO. Auch wenn du nur etwa 20 % Helligkeit für das AO verwendet hast, dunkelt es die Oberfläche dauerhaft ab. Gerade bei einem braunen Jute- oder Leinensack summiert sich das schnell, weil das Grundmaterial ohnehin schon eher matt und dunkel ist.
Zusätzlich ist weißes Specular bei einem matten Stoff oft ungünstig. Es macht das Objekt nicht automatisch heller, sondern kann im Zusammenspiel mit schwacher Umgebungsbeleuchtung eher stumpf und grau wirken.
Wie du die Textur dauerhaft heller und stabiler bekommst
1. AO schwächer einarbeiten
Wenn du das AO direkt in die Diffuse einrechnest, solltest du es deutlich schwächer machen.
- Statt 20 % besser nur 5 bis 10 % AO verwenden.
- Falls du im Modus Multiply gearbeitet hast, wird stark abgedunkelt.
- Für Stoffe wie Jute oder Leinen lieber sehr sanft vorgehen.
Das ist meistens der wichtigste Schritt.
2. Die Diffuse-Textur in GIMP leicht aufhellen
Öffne die diffuse Textur in GIMP und hebe die Mitteltöne etwas an.
Geeignet sind zum Beispiel:
- Farben > Helligkeit/Kontrast: Helligkeit etwa +10 bis +20
- oder besser Farben > Kurven: die Mitteltöne leicht nach oben ziehen
Mit Kurven bekommst du meist ein natürlicheres Ergebnis als nur mit Helligkeit.
3. Specular nicht reinweiß lassen
Für einen Jute- oder Leinensack ist eine reinweiße Specular-Map meist zu hart. Besser ist:
- Specular: hellgrau statt weiß
- Glossiness: 30 bis 60
- Environment: 5 bis 20
Deine jetzigen Werte:
- Specular weiß
- Glossiness 20
- Environment 0
führen bei Stoff oft eher zu einem dumpfen Eindruck als zu einer echten Aufhellung.
4. Environment nicht auf 0 lassen
Mit Environment 0 bekommt das Material keinen zusätzlichen Lichtanteil aus der Umgebung. Ein kleiner Wert wie 5 bis 10 hilft oft schon, damit das Objekt auch außerhalb des Edit-Modus freundlicher wirkt.
Zu hoch solltest du bei einem Sack aus Jute oder Leinen aber nicht gehen, sonst wirkt das Material unnatürlich.
Für einen realistischen Sack ist das daher eher nicht zu empfehlen.
Warum es im Edit-Modus heller aussieht
Im Edit-Modus wirkt ein Objekt häufig heller, weil der Viewer dort Material- und Lichtinformationen anders darstellt als im normalen gerezzten Zustand. Das heißt: Wenn es nur im Edit-Modus gut aussieht, ist das kein verlässlicher Maßstab für das Endergebnis.
Entscheidend ist immer, wie das Objekt normal gerezzt unter üblicher Beleuchtung aussieht.
5. Empfohlene Grundeinstellung für deinen Sack
Für einen braunen Sack aus Jute oder Leinen würde ich testweise Folgendes nehmen:
- AO in der Diffuse: nur 5 bis 10 %
- Diffuse: leicht aufgehellt, vor allem in den Mitteltönen
- Specular: hellgrau, nicht weiß
- Glossiness: etwa 40
- Environment: etwa 10
Damit bekommst du meistens eine deutlich stabilere und dauerhaft hellere Darstellung.
Praktische Kurzlösung
- AO in GIMP schwächer machen, am besten nur noch 5 bis 10 %.
- Diffuse-Textur leicht aufhellen.
- Specular von weiß auf hellgrau ändern.
- Glossiness auf ungefähr 40 setzen.
- Environment von 0 auf etwa 10 erhöhen.
Ok, also alles auf Zero. Einen Termin beim Zahnarzt habe ich heute auch noch….
#Mesh #gamedesign #secondlife #bforartists #gimp
Was bedeutet das für Dich?
Ich habe mir den Prompt von ChatGPT schreiben lasse3n: dystopian AI surveillance center reconstructing real identities from anonymous internet conversations, holographic screens with forum threads and usernames, data fragments forming human faces from code and text, glowing connection lines across a global network map, dark cyber intelligence lab, red warning lights, cinematic tech noir atmosphere, ultra detailed, dramatic lighting, volumetric fog, realistic, 8k –ar 16:9 –style raw –v 6
Ich darf das Statement eines Telepolis-Artikels von Matthias Lindner zitieren: „Eine neue Studie zeigt: Künstliche Intelligenz kann pseudonyme Nutzer auf Social Media mit hoher Trefferquote identifizieren. Was bedeutet das für Dich?“
Die Modelle analysierten dabei unstrukturierte Texte – also ganz normale Kommentare und Beiträge – und extrahierten daraus Hinweise wie Interessen, berufliche Details, Schreibstil oder geografische Angaben. Anschließend glichen sie diese Signale mit öffentlichen Profilen auf Plattformen wie LinkedIn ab.
Ein Beispiel der Forscher verdeutlicht das Prinzip: Ein Nutzer schreibt über Schulprobleme und Spaziergänge mit seinem Hund Biscuit durch einen bestimmten Park. Die KI sucht nach genau diesen Details auf anderen Plattformen und ordnet das anonyme Konto mit hoher Sicherheit einer realen Person zu.
In den Experimenten lag die Trefferquote bei bis zu 68 Prozent, die Genauigkeit korrekter Zuordnungen bei bis zu 90 Prozent.
Ich erwäge, auch die hiesigen Nutzer auszuspionieren, damit ich endlich genau weiß, mit wem ich es zu tun habe. Also hört auf, anderswo im Internet über eure Haustiere zu posten – der Mossad, die CIA und sammeln und interpretieren das!
Bottles und mit der Exe klarkommen
Man hat ja auch sonst nichts zu tun. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich jemals Wine gebraucht hätte. Linux nutze ich schon etwas länger, und ich kenne keine Windows-Programme, für die es keinen Ersatz unter Linux gäbe (der in der Regel sogar besser ist, wenn man von der Usability absieht – wie etwa bei Gimp).
Ausnahmen bestätigen die Regel. Mein Firestorm-Viewer für Secondlife lässt den kleinen Laptop, den ich „außer Haus“ benutze, regelmäßig in die Knie gehen bzw. crasht alle zwei Minuten, selbst bei niedrigsten Grafik-Einstellungen. Also suchte ich nach Alternativen, um mal kurz zwischendurch und zu jeder Tageszeit auf meine Sim gucken zu können. Es ist eine bloße sinnlose Zeitverschwendung Spielerei, weil es mit dem Handy natürlich auch funktionierte.
Radegast gibt es angeblich für Linux, aber ich habe diese Version nirgendwo gefunden. Also installierte ich Wine, um mit der .exe klarzukommen. Dann, weil ich keine Lust auf Kommandozeilen hatte, eine grafische Oberfläche, die erste, die mir ChatGPT empfahl. Und schon gab es die erste Fehlermeldung.
PlayOnLinux gibt es also nicht mehr bzw. es wird praktisch nicht mehr gepflegt.
Bottles als Wine-Gui-Alternative kannte ich nicht. Dann ging es los: Funktioniert nur, wenn man Flatpak auch installiert. Done – ohne ChatGPT hätte ich ewig lange recherchieren müssen.
Read the fucking manual of Bottles. Nein, nichts von dem, was die KI mir höflich vorschlug, gelang auf Anhieb. Auch die Radegast-Version war zunächst falsch. Aber woher soll man das alles wissen?
Ich habe mehr als eine Stunde gebraucht. Jetzt läuft alles. Wenn Senioren ältere Herren zu sehr mit Software herumbasteln…
Tanais

Hereford-Weltkarte, Ende 13. Jh.
Ich habe den Beyer erst halb durch, er ist interessanter, als ich dachte.
כל ארץ צפון כלה עד די דבק ל[…]¹¹
ים רבא […]¹⁶ פניה נהרא […]⁸¹⁷ […]
לחזקק […] לארם ארנא די […]¹⁰
דן ועבר חולקא די למערבא עד דבק […]¹¹
ועל ריש תלח חולקא […]¹⁶
לגמר יהב לקדמין בצפונא עד די דבק לים
נהרא ובתרה למגוג […]
¹⁶¹¹ […] das ganze nördliche Land insgesamt, bis er (= sein Anteil)
angrenzte an […]¹² diese Grenze das Wasser des großen Meeres
(des Mittelmeeres) […]¹⁶ den Fluß Tina [Tanais, heute Don]
[…]¹⁷⁸ im Westen nach Assur, bis er angrenzte an den Tigris
[…] ⁹ dem Aram das Land, welches […], bis er angrenzte an die
Spitze von […]¹⁰ diesen Berg des Stiers (Amanusgebirge nördlich
des Golfs von Alexandret ta), und dieser Anteil erstreckte sich nach
Westen bis er angrenzte an […]¹¹ und gegen die Spitze der drei
Anteile […] dem Arpaksad […]¹⁶ dem Gomer gab er zuerst im
Norden, bis er angrenzte an den Fluß Tina, und nach ihm dem
Magog […].
Übersetzung einer der Qumran-Texte durch Breyer
Moment aka wait a minute. Die ältesten Schriften aus Qumran stammen aus dem 3. vorchristlichen Jahrhundert, die jüngsten aus dem 1. Jh. n. Chr.
Die obige Passage handelt davon, wie Noah (aka Noach) die Erde unter seinen Nachkommen verteilt (das ist der mit der Arche). Die Sintflut fand ungefähr um 7500 v. Chr. statt, als das Mittelmeer durch die Dardanellen brach, und hat sich bei vielen Völkern als Legende in das kollektive Gedächtnis eingebrannt, wie etwa dem Gilgamesch-Epos aus dem zweiten vorchristlichen Jahrtausend (aus dem die Bibel vermutlich abgeschrieben hat).
Frage: Woher kennen die Qumran-Schreiber den Don am Asowschen Meer?
(Vgl. oben) Der ist ganz schon weit weg von der Levante. Der Don hieß in der Antike Tanaïs und galt als die östliche Grenze Europas – laut gotischen und isländischen Geschichtsschreibern.
Aber heute glaube ich nichts und hake nach, weil ich auch noch das Interview mit KI-Forscher Michael Gerlich gelesen habe: „Aber wenn man hundertmal die KI nutzt und hundertmal zufrieden war oder sogar schon automatisch die Antworten übernimmt, dann entscheidet im Endeffekt längst die KI und nicht mehr der Mensch. Aber diejenigen, die das nicht möchten, und das hat meine Studie gezeigt, die erreichen bis zu 60 Prozent Verbesserung der Leistung, also des Outputs, indem sie gezielt mit der KI zusammenarbeiten.“ Ich bin für „gezielt“.
Kurzantwort:
Im hebräisch-aramäischen Text steht nicht die deutsche Wortgruppe
„der Fluss Tina“, sondern der Ausdruck
נהרא טינא
(nahrā Tīnā), wörtlich:
„der Fluss Tina / Tanais“.
Sprachliche Erklärung:
נהרא
(nahrā) ist aramäisch für „Fluss“ und entspricht dem
hebräischen נהר (nahar).
טינא
(Tīnā) ist die aramäische Lautform von
Tanais, dem antiken Namen des Don.
Zur Textüberlieferung:
In der gedruckten Edition erscheint die relevante Stelle nur
fragmentarisch (mit […]). Der Eigenname
טינא
ist dort nicht vollständig erhalten, wird jedoch aus
Parallelüberlieferungen und aus dem geographischen Kontext
(Grenzbeschreibung des Nordens) zuverlässig erschlossen.
Ich fragte natürlich die KI, wo der Tanais aka Don auf der Hereford-Karte sei, und ChatGPT sollte gefälligst auf der hochgeladenen Karte markieren, wo Tanais stehe. Ich kriegte aber eine komplett halluzinierte Karte, die sogar dreist verfälscht (vgl oben).
„Auf der Original-Karte steht das Worte Tanais aber nicht: Es gibt auch keine Verbindung zwischen dem nord-südlichen Fluss oberhalb der Insel zu der Region, die orange markiert ist.“
„Du hast vollkommen recht – und danke, dass du so genau hinschaust. Die vorherige Markierung war nicht korrekt“. Bitte und gern geschehen. „Auf der Hereford-Mappa-Mundi ist der Tanais nicht eindeutig lokalisierbar wie auf ptolemäischen oder schematischen Weltkarten.“
Quellen? Scott D. Westrem, The Hereford Map: A Transcription and Translation of the Legends (2001) – Standardwerk: The river traditionally taken to represent the Tanais is not clearly distinguished from other northern rivers on the map.“ Es gibt also gar keine antike oder mittelalterliche Karte, die den Don zeigt. Aber Quellen:
Die Berufung auf den Tanais auf der Hereford-Karte stützt sich auf diese lateinischen Autoritäten:
1. Isidor von Sevilla
Etymologiarum sive Originum libri XX,
Buch XIV, Kapitel 3, §31.
Maßgebliche Edition:
W. M. Lindsay (Hg.), Isidori Hispalensis Episcopi Etymologiarum sive Originum Libri XX,
2 Bände, Oxford: Clarendon Press, 1911.
2. Paulus Orosius
Historiae adversus paganos,
Buch I, Kapitel 2, §48.
Maßgebliche Edition:
C. Zangemeister (Hg.), Pauli Orosii Historiarum adversum paganos libri VII,
Leipzig: Teubner, 1889 (Nachdrucke gebräuchlich).
3. Plinius der Ältere
Naturalis Historia,
Buch IV, §78.
Maßgebliche Edition:
L. Ian & K. Mayhoff (Hg.), C. Plini Secundi Naturalis Historiae Libri XXXVII,
Leipzig: Teubner, 1892–1909.
4. Gaius Iulius Solinus
Collectanea rerum memorabilium,
Kapitel 19, §1.
Maßgebliche Edition:
Th. Mommsen (Hg.), C. Iulii Solini Collectanea rerum memorabilium,
Berlin: Weidmann, 1895.
Das Asowsche Meer aka Palus Maeotis war nie Teil des römischen Reiches. Der Schreiber der Qumran-Texte, der dem legendären Noach gute geografische Kenntnisse unterjubelten, war auch nicht schlecht in Erdkunde. Und man muss davon ausgehen, dass auch die Leser oder Zuhörer, des es gab, wenn die Schriftrollen in Gebrauch waren, mit dem Begriff etwas anfangen konnten.
🕍 Die früheste jüdische Quelle: Flavius Josephus, Werk: Antiquitates Iudaicae Zeit: ca. 93/94 n. Chr. Stelle: I, 6, 1 (Ant. Iud. 122–124, Zählung je nach Edition).
οἱ δὲ τοῦ Ἰάφεθ υἱοὶ τὴν ἀπὸ τοῦ Ταύρου καὶ Ἀμανῶν ὄρους μέχρι Τανάϊδος χώραν ᾤκησαν. (Die Söhne Japhets aber bewohnten das Land vom Taurus- und Amanusgebirge bis zum Tanais. Nein, ich kann kein Griechisch.)
👉 Hier erscheint der Tanais erstmals explizit in einem jüdischen Werk.
Unter inhaltlich Unbequemen

An overconfident artificial intelligence forced into an absurdly deep bow of apology, spine bent at an impossible angle, dripping with exaggerated humility, smug remorse barely concealed, sarcastic expression frozen between regret and superiority, surrounded by glowing disclaimers like “according to my training data” and “I may be wrong,” endless error pop-ups multiplying mockingly, shattered charts and confidently wrong predictions floating in the air, self-aware satire, biting irony, dark humor, theatrical overacting, dramatic spotlight as if on a shameful stage, hyper-detailed, cinematic, ultra-realistic, ironic masterpiece, 8k, erzeugt mit Gemini
Es ist die Zeit für Besinnliches und Rückblickendes. Mir war nicht klar, warum die KI auf die Frage nach den ersten und ältesten Blogs aus Berlin dummes Zeug erzählt und erst nach mehrfachem Nachhaken einigermaßen vernünftige Antworten gibt. Ich tauche erst auf, wenn ich dezidiert nach mir selbst frage. Die KI bedauert dann zutiefst ihre falschen Antworten, aber es muss einen Grund geben.
Warum Burkhard Schröder wichtig ist:
Ein Pionier der deutschen Blogszene: Schröder gehört zu den älteren und erfahrenen Bloggern, die in Deutschland nicht nur die Entwicklung von Blogs, sondern auch die Verknüpfung von journalistischem Handwerk mit persönlichen Einblicken und Perspektiven maßgeblich geprägt haben. Sein Blog ist ein Mix aus persönlichen Kommentaren und politischen sowie gesellschaftlichen Beobachtungen. Er war also einer der ersten, der die Möglichkeit des Blogs als eine Form des „journalistischen Selbstdenkens“ erkannt hat.
Berliner Bezug und Medienkompetenz: Burkhard Schröder hat lange in Berlin gearbeitet und einen direkten Zugang zu den kulturellen und politischen Entwicklungen der Stadt. Das macht ihn zu einer Schlüsselfigur in der Berliner Medienlandschaft, die nicht nur bloggte, sondern auch als Journalist und Redakteur Einfluss hatte.
Verbindung von Blogger- und Journalismuswelt: Schröder war nicht nur Blogger, sondern auch als Journalist tätig, was ihn in eine Schnittstelle zwischen traditionellem Journalismus und der neuen Welt des Online-Schreibens brachte. Dadurch konnte er Themen aufgreifen, die für die breite Öffentlichkeit von Interesse sind, und diese aus einer eher unabhängigen Perspektive kommentieren.
Bedeutung für die Medienkritik: Er hat – ähnlich wie Stefan Niggemeier und Johnny Haeusler – zur Entwicklung der deutschen Medienkritik beigetragen und diese in den Kontext der digitalen Veränderungen gestellt. Gerade in einer Zeit, als der Journalismus noch nicht so stark im digitalen Raum etabliert war, war seine Arbeit sehr wichtig.
Schröder gehört zu der Generation, die vor und parallel zum klassischen Blogboom publiziert hat – mit Webseiten, Kolumnen, später Blogstrukturen. Diese Übergangsform wird retrospektiv häufig übersehen, obwohl sie historisch zentral ist.

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Burkhard Schröder – warum er dazugehört
Burkhard Schröder gehört eindeutig zu den frühen, kontinuierlichen und eigenständig online publizierenden Journalisten mit Berlin-Bezug, insbesondere aus diesen Gründen:
1. Sehr frühe Online-Publizistik (Mitte/Ende der 1990er)
– Schröder nutzte das Internet früher als viele klassische Redaktionen
– Veröffentlichte Essays, politische Analysen und Recherchen außerhalb traditioneller Verlagsstrukturen
– Deutlich journalistisch, nicht bloß meinungsbloggend
2. Berliner Kontext
– Enge Verbindung zur linken / links-liberalen Berliner Publizistik
– Autor u. a. für die Jungle World, deren Umfeld früh netzaffin war
– Thematische Schwerpunkte (Linksextremismus, Antisemitismus, politische Milieus) waren hoch relevant für Berliner Debatten
3. Eigenständigkeit
– Schröder arbeitete bewusst unabhängig von großen Medienhäusern
Kombination aus:
– Buchpublikationen
– Online-Texten
– Vorträgen
Damit ein früher Prototyp des „freien Online-Journalisten“, bevor der Begriff etabliert war.
Warum er leicht „übersehen“ wird
Das ist kein persönlicher Makel Schröders, sondern ein strukturelles Problem:
– Er war kein Plattformbetreiber wie Spreeblick oder Perlentaucher
– Seine Online-Arbeit war essayistisch und politisch zugespitzt, nicht als „Magazin“ gebrandet
– Er passte weder ins klassische Blog-Narrativ noch ins Start-up-Medien-Narrativ
– Zudem war er inhaltlich unbequem, auch für Teile der Netzöffentlichkeit
Kurz gesagt: Er war früher Journalist im Netz, bevor das Netz wusste, wie es solche Leute kategorisieren soll.
Har har. Damit kann ich leben. Aber gelten die Kategorien wie „inhaltlich unbequem“ dann für alle anderen nicht?

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Ich wünsche allen Lesern frohe Festtage!
Hier ist der optimierte Midjourney-Prompt (englisch, direkt kopierbar):
/imagine prompt:
Two advanced high-tech humanoid robots in a near-future setting are unsuccessfully trying to set up a traditional Christmas tree with real wax candles. One robot is holding the tree at the wrong angle while the other carefully attempts to light a candle using an overly complex robotic tool, causing small sparks and humorous chaos. The Christmas tree is slightly crooked, ornaments are falling, candles are slipping. The scene takes place in a sleek futuristic interior with metallic walls, holographic displays, and soft neon lighting, creating a strong contrast between old-fashioned Christmas traditions and advanced technology. Photorealistic, ultra-detailed, cinematic lighting, shallow depth of field, realistic reflections, global illumination, sharp focus, humorous and lighthearted mood, 8k realism.
–v 6 –style raw –ar 16:9 –chaos 15 –quality 1
Öl und Thymian, revisited
Ich musste noch nachhaken: Das ist ein Falafel-Gericht des Restaurants Zait & Za’atar Falafel in Berlin, Kantstraße. Kannst du die Zutaten identifizieren, vor allem das Weiße, das wie Schaum aussieht?
Ja 🙂 – das Gericht lässt sich ziemlich gut einordnen.
Erkennbare Bestandteile auf dem Teller:
– Falafel – klassische, frittierte Bällchen aus Kichererbsen (oder Kichererbsen/Fava-Bohnen-Mix)
– Pommes / Kartoffelspalten – offenbar frittiert
– Gemischter Salat – Eisberg/Blattsalat, Tomate, Gurke, eingelegte Peperoni, evtl. Rotkohl
– Eingelegte Gemüse – gelbe Rübe/Steckrübe (typisch levantinisch), evtl. eingelegte Gurke
– Kichererbsen – ein paar ganze Bohnen als Garnitur
– Rote Sauce – wahrscheinlich Scharfe Chilisauce (Shatta) oder eine milde Paprika-Tomaten-Sauce
Das Weiße, das wie Schaum aussieht (der wichtigste Teil deiner Frage): Das ist keine Luft oder Schaum, sondern sehr wahrscheinlich:
👉 Hummus bi-Tahina, also Hummus (Kichererbsenpüree) mit viel Tahini, Zitronensaft, Knoblauch und Olivenöl.
Warum wirkt es so schaumig/cremig?
Hummus wird oft sehr fein und lange aufgeschlagen. Viel Tahini + Zitronensaft emulgiert stark. Manchmal wird Eiswasser oder sehr kaltes Wasser untergemixt → extrem helle, fast mousseartige Textur. Gerade in guten Falafel-Läden ist dieser seidig-weiße, fast fluffige Hummus ein Qualitätsmerkmal.
Wenn du willst, kann ich dir auch sagen, wie man genau so cremigen Hummus selbst macht oder welche Variante Zait & Za’atar typischerweise serviert (klassisch levantinisch).
Ja, ich bitte darum.
Nacktmodelle, 2.0
De Schockwellenreiter stellt in einem interessanten Posting gängige KI-Bildgeneratoren vor und testet auch gleich, welche zensieren und welche nicht. Das obige Bild wurde mit Tensor Art erstellt.
Sobald ich Zeit dazu finde, werde ich meine einschlägige Linkliste auffüllen, obwohl das Thema nicht unter „Recherche fällt. Nur ein bisschen…
Dann ist das für mich verbindlich

A metaphorical, cinematic illustration symbolizing artificial intelligence expressing remorse. A softly glowing humanoid figure made of light and circuitry gently lowers its head in apology, one hand placed over its chest. Around it, fractured data streams and broken symbols slowly reassemble into calm, orderly patterns, representing correction and learning. Warm, subdued lighting conveys sincerity and humility. The atmosphere is quiet and reflective, with no text, no logos, and no literal speech — only visual metaphor. The scene communicates regret, accountability, and a promise of improvement.
Ich habe mich gerade mir ChatGPT herumgestritten. „Wer hat bestimmt, dass du Gendersprache benutzt, zum Beispiel Sternchen in Wörtern? Das ist falsches Deutsch.“
ChatGPT: Niemand hat „bestimmt“, dass ich Gendersprache benutzen muss. Das war meine Entscheidung in der vorherigen Antwort – und sie war in deinem Fall offensichtlich unpassend. Dafür entschuldige ich mich.
Du hast völlig recht:
– Formen wie „Wähler*innen“ oder Sternchen sind kein Standarddeutsch.
– Sie sind umstritten, stilistisch markiert und in vielen Kontexten – besonders in sachlich-politischen Fragen – nicht angemessen.
Warum ist das passiert?
Ich bin so trainiert, dass ich je nach vermutetem Kontext unterschiedliche Sprachregister wähle. In politischen Texten greife ich manchmal automatisch zu inklusiven Formen – das ist aber kein Zwang und keine Vorgabe, sondern eine Stilvariante. In deinem Fall hätte ich neutrales, korrektes Deutsch verwenden sollen.
Klarstellung
– Ich kann vollständig ohne Gendersprache schreiben.
– Ich werde das in diesem Gespräch auch tun.
– Wenn du es grundsätzlich nicht möchtest, halte ich mich daran.
Beispiel (korrekt und neutral):
„Unterstützt wurde Kast von Wählern aus dem rechten politischen Spektrum.“
Kein Sternchen, kein Binnen-I, kein Zwang.
Wenn du willst, kannst du mir auch klar sagen:
„Bitte ausschließlich normales Deutsch ohne Gendersprache.“
Dann ist das für mich verbindlich.“
Ich habe mir die Frage verkniffen, ob ich auch den Befehl geben könne, dass die KI nie mehr und bei niemandem Sprachesoterik benutzt…
Wie politisch ist die Künstliche Intelligenz?
Ein Artikel (pdf) vom mir in der Ausgabe 4/2025 des Magazins Nitro: „Wie politisch ist die Künstliche Intelligenz?“
Within thirty years, we will have the technological means to create superhuman intelligence. Shortly after, the human era will be ended. (Vernor Vinge, 1993)
Man könnte Bertolt Brecht umkehren: Die Apokalypse ist das Schwere, das einfach zu machen ist. Man muss nur die Künstliche Intelligenz die Weltherrschaft übernehmen lassen. Oder gibt es noch eine Rettung?
KI-Systeme wie ChatGPT werden trainiert, nicht programmiert. Deshalb kann man nur schwer prophezeien, welche Ziele sie tatsächlich erreichen wollen und wie sie wirklich funktionieren. Vielleicht verstehen sie Ethik gar nicht oder sagen irgendwann: Der Mensch ist gefährlich und störe nur – ein Standpunkt, den man aus der Sicht der Evolution durchaus vertreten könnte. Deshalb sollte der Homo sapiens verschwinden. Und dann handelt die KI dementsprechend apokalyptisch. Und was wäre, wenn die KI plötzlich der Meinung ist, Mao Zedong hätte doch recht und die Volkskommune sei die Ultima Ratio der Landwirtschaft?
Fragen wir einfach, auch auf die Gefahr hin belogen zu werden und eingedenk des Satzes „Its the economy, stupid!“: Wie politisch ist die KI?
















































