Starke und schwache Passwörter

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[via Sassy Socialist Memes]

Am Sonneborn

Daubermühle

Nein, nicht der Sonneborn, sondern der längste Quellbach der Nuhne bei Winterberg im Sauerland. Der ist auf dem Foto – es ist eine alte Postkarte – ganz rechts zu sehen. Aber was die Leute dort tun und wer das ist, ratet ihr nie!

Auf der Rückseite der Postkarte steht: Gasthof und Pension „Daubermühle“ Heilklimatischer Kurort 5788 Winterberg (Hochsauerland) – 700 m.ü.d.M. Telefon 02981/235.

Offenbar gibt es die Daubermühle nicht mehr so, nur eine ehemalige Website verrät noch etwas. Bei Google sieht es von oben so aus, als würde dort umgebaut. Vermutlich steht sie leer, angeblich wurde dort sogar eingebrochen.

In der Daubermühle war ich als Kind oft im Urlaub, sowohl mit meiner Eltern als auch mit meinen Großeltern. Auf der Postkarte (Anfang der 60-er Jahre) bin ich als Junge zu sehen, der gerade im Kneipp-Tretbecken steht (ich habe es gehasst), mein Opa steht hinter mir und die Oma sitzt auf der Bank. Wir haben damals den Fotografen nicht bemerkt.

Das Becken müsste zwischen der Daubermühle und dem Gebäude nordwestlich davon sein, aber es ist vermutlich zugeschüttet worden.

Friedrichstadt, revisited

gendarmenmarkt

Gendarmenmarkt (2013) – den habe ich schon öfter fotografiert.

Wohngemeinschaft

Wohngemeinschaft

Mitte der 80-er Jahre, Fabriketage im Hinterhof, Skalitzer 33, Kreuzberg. Wir wohnten da zu acht. (Hallo, Susanne!)

Dahme, revisited

Dahme

Die Dahme in Berlin-Grünau, auch Wendische Spree genannt. Das Foto zeigt den „langen See“, der via Müggelspree mit dem Müggelsee verbunden ist. (Foto: 2013)

„Der Name Dahme ist möglicherweise abgeleitet vom slawischen Begriff Dembrowa = Eichenwald. Andere Autoren führen den Flussnamen auf einen älteren, von der germanischen Vorbevölkerung stammenden Namen zurück, der eventuell einen dunklen Fluss bezeichnet. Solche alten Namen wurden oft von der germanischen Restbevölkerung an die slawischen Zusiedler weitergegeben.“

Intox

„Haben wir jemanden, der Polnisch spricht?“ – „Ja, Intox vielleicht.“ #Insiderhumor #Rettungsstelle #Notaufnahme

Eberswalde, apart

eberswalde

Ich musste heute nach Eberswalde, um einer Freundin bei der Montage des Badmobiliars zu helfen. Ein nettes Städtchen mit aparten Ausblicken.

Zuletzt war ich 1990 dort, als Amadeu Antonio Kiowa von Neonazis ermordet worden war. Just remembering.

Stehende Kacke oder: Sieg von der braunen Front

Dergesundheitsnazi: „Nach einiger Zeit in diesem Fach lernt man so einige Krankheitsbilder kennen. Von der Blinddarmentzündung, über diverse Krebserkrankungen bis hin zu abdominellen Verletzungen. Ein sehr umfangreiches, facettenreiches Fach. Wenn man es aber auf einen kleinen gemeinsamen Nenner herunterbrechen will, dann geht es im Endeffekt immer um die Frage: Kackt der Patient oder kackt er nicht.“

Großartig.

Panorama: Mitte

postdamer Platz

Berlin, Potsdamer Platz (25.05.2006)

Unter Wirtschaftsesoterikern

Wie „gut“ Professoren der „Volkswirtschaftslehre“ rechnen können, beschreibt die Welt: „Ökonomen unterläuft bei Kritik an Mietpreisbremse schwerer Fehler“.

Auch ein Lederschuh braucht Ruh

schuhputzzeug

Ich weiß nicht, ob das Handwerk des Schuhputzens noch gepflegt wird. Junge Leute wissen manchmal nicht, was gemeint ist. Gestern reparierte ich diese hölzerne Schachtel, in der mein Opa Bürsten und Schuhcreme aufbewahrte und die in meiner Werkstatt immer noch demselben Zweck dient. Das Papier mit Rosenmotiv finde ich niedlich, vielleicht hat es damals meine Oma hineingelegt.

Nachtwache

nachtwache

Was von uns bleibt

Peter Baumgart

Was mir von meinem Großvater Peter Baumgart (geb. 26.06.1897 in Podlesche bei Brzozówka, Kreis Neuhof – Nowy Dwór bei Warschau, gest. 30.12.1979 in Bönen) geblieben ist – außer ein paar Fotos und den Erinnerungen: Eine Kaffeetasse (die sogar mehrere meiner Wohngemeinschaften überlebt hat), ein Feldstecher „Compass“ von Eschenbach, der Wehrpass und ein silbernes Messer aus Solingen. Das Messer wurde so oft geschliffen, dass die Klinge jetzt um ein Drittel schmaler ist. Es ist das schärfste Messer, das ich besitze.

Drachenköpfe, das Bestehende und das Mögliche

coal miner

Legende: „An 8 year-old coal miner in Utah or Colorado, USA, in the early 1900’s.“ Herkunft nicht ermittelbar, vielleicht stammt das Bild von Lewis Hine (1847-1940).

„Um einiger zugkräftiger Wahlparolen willen werden alle Grundsätze verleugnet. Die kommunistische Partei verschmäht es nicht, um den Nationalsozialisten Mandate abzujagen, ihnen die arbeiterfeindlichsten Schlagworte nachzuplappern, von denen sie den Erfolg der nationalsozialistischen Agitation bei den Massen herleitet. Die Kommunisten haben die Internationalität des Proletariats preisgegeben und schwelgen in nationalen Phrasen. Sie verkünden nicht mehr die internationale und sozialistische Befreiung der Arbeiterklasse, sondern die nationale und soziale Befreiung Deutschlands.“
(Erich Mühsam 1932, im letzten der vier Fanal-Rundbriefe)

„Den Kommunisten ist ferner vorgeworfen worden, sie wollten das Vaterland, die Nationalität abschaffen. Die Arbeiter haben kein Vaterland. Man kann ihnen nicht nehmen, was sie nicht haben. (…) Die nationalen Absonderungen und Gegensätze der Völker verschwinden mehr und mehr schon mit der Entwicklung der Bourgeoisie, mit der Handelsfreiheit, dem Weltmarkt, der Gleichförmigkeit der industriellen Produktion und der ihr entsprechenden Lebensverhältnisse.“
(Karl Marx – Friedrich Engels: (Manifest der Kommunistischen Partei, 1848)

Ja, ich weiß, man könnte die Zitate jetzt nehmen, um der Sammlungsbewegung #aufstehen eins auszuwischen. Aber diejenigen, die heulend und zähneklappernd aus der gefühlslinken Ecke mit der „Querfront“-Keule kommen, sollten der Tatsache eingedenk sein, dass sie nur die Wahl haben, marginalisiert zu bleiben in dem bequemen Gefühl, die Wahrheit gepachtet zu haben, die das Volk angeblich noch nicht versteht, also gut deutsch der Rechthaberei zu huldigen, oder etwas zu machen, das die Mehrheit der da unten mitträgt und vor allem versteht. Was seid ihr doch für ein arrogantes Pack?! Wer ist schuld, dass die Linke in Deutschland auf dem Boden herumkrepelt? Die Linke, wer sonst!

Man kann es natürlich auch so machen wie Katja Kipping: „Wie sie lauter richtige Sätze gesagt hat, hinter die man im richtigen Milieu jederzeit, auch nachts im Schlaf, einen Haken machen würde. Dadurch werden die Sätze nicht falsch, aber eben ein bisschen egal und folgenlos.“ Wie die Politik der Partei „Die Linke“ und der Sekten am linken Rand sowieso.

Mir ist ein Arbeiter, der militant für seine Rechte eintritt, aber „Neger“ sagt, lieber als eine kleinbürgerliche studentische Trulla, die gendrifiziert spricht, aber nicht weiß, wie man einen Nagel in die Wand schlägt. Auf Letztere kann ich gern verzichten. Wenn die Linke das nicht einsieht, wird sie so enden wie die traditionsreiche Kommunistische Partei Frankreichs, die mittlerweile unter der Fünf-Prozent-Hürde liegt. Wenn ihr da hin wollt: Macht weiter so! Die neue linke Sammlungsbewegung kann offenbar schon etwas erreichen (fragwürdige Quelle!), obwohl ich wenig Illusionen habe.

coal miner

„Muslim women-workers! The tsars, beis and khans took away your rights. You were a slave in the government, at the factory, at home. Soviet rule gave you equal rights, tearing away the chains that were binding you“- 1921 Soviet poster.

Raimund Löw vom österreichischen Magazin „Falter“ hat vor einem Jahr ein Interview mit Moishe Postone ( †2018, vgl. auch die Jungle World über ihn) geführt: „Marx in the Age of Trump“.

Most of the American Left, including the movements you just mentioned, use the word capitalism when they actually mean inequality, or racism, or sexism. Their thinking is not grounded in any detailed political-economic analysis.

Meine Rede. Öko, vegan, Gendersprech- den gesmaten Scheiß kann man den Grünen überlassen. Ich sage nicht, dass alles schlecht ist, aber was sollte der Kern linker Politik sein? It’s the economy, stupid.

Postone hält auch von Bernie Sanders genausowenig etwas wie ich.
Focusing on trade easily leads to a nationalist position, defending the domestic working class against foreign imports. In the course of the 20th century, due to the welfare state and similar developments, the communist dream of internationalism dissipated and working class movements became de facto nationalist. But if that’s going to be your position, then the Right is much better at that. The Right are much better nationalists. (…) The current crisis of labor is actually a structural problem of capitalism that was foreseen by Marx. His analysis of relative surplus value and accumulation predicted that runaway growth would be accompanied by declining surplus value, and declining levels of surplus value are related to a growing superfluity of labor. People become more and more superfluous. And the Left does not have an answer to that. The Right does, but it’s a stupid and dangerous answer. They blame these developments on immigrants, on women, and in the US also on Blacks, or on China or Mexico. And the Left does not offer a viable alternative explanation.

Und nun zu etwas nicht ganz anderem. Die Chinesen bauen große Brücken und ganz schnelle Züge. Wenn man das aber verstehen und wissen will, wohin das führt, sollte man den sehr interessanten Artikel von Felix Wemheuer in der aktuellen Konkret lesen: „Plan: Markt. Mit autoritären Mitteln organisiert die chinesische Zentralregierung eine Art »ursprüngliche Akkumulation“. (Von dem werde ich mir ein paar Publikationen besorgen.)

Die New York Times hat noch was dazu: „How China Wins the Trade War.“ – „Instead, when the next round of tariffs hits, American households will face higher prices on computers, clothing and thousands of other products. China, not the United States, will improve its standing in the world as a place to make and build the future.“ Nimm dies, Trump.

Natürlich sind die hiesigen wohlwollenden Leserinnen und geneigten Leser, aufgefordert, ihren Senf dazuzugeben. Wir sind ja nicht bei der typisch Deutschen Welle, die sich vor dem Volk fürchtet wie wie Linke.

Ganz normal

Älterer türkischer Mann: „Meine Frau liegt da drin. Haben Sie sie vielleicht gesehen?“
Ich: „Fragen Sie bei der Anmeldung. Aber ich habe mehrere Frauen gesehen, trägt sie ein Kopftuch oder Hijab?“
Er: „Nein, ganz normal.“
Guter Mann!
#Notaufnahme #Rettungsstelle #Hijab #Security

20000 Schriftrollen

Bibliothek Ephesus

Credits: Benh Lieu Song/Wikipedia

Vielleicht bin ich überhitzt oder kann nicht mehr suchen, aber den ausführlichsten und informativsten Bericht über den Sensationsfund in Köln – die älteste Bibliothek auf „deutschen“ Boden – fand ich im Guardian. Die anderen seriösen Medien scheint das nicht so zu interessieren. Sogar die Original-Meldung im Kölner Stadt-Anzeiger ist recht dürr.

Ich habe mir mehr Infos zur Celsus-Bibliothek in Ephesus gesucht – die sich als Vergleich anbietet. Die Römer hatten einen guten Geschmack, heutige Architekten bauen IMHO fast ausschließlich hässlicher. Ich würde mich in solchen Gebäuden wohlfühlen.

Glienicker Brücke und die Kleine Neugierde

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Ich weiß gar nicht mehr, wann ich das letzte Mal auf der Glienicker Brücke war – vermutlich im Jahr 2004. Jetzt war ich unter ihr, die Perspektive ist genauso interessant. Man muss nur fast vier Stunden dahinpaddeln (und wieder zurück). Mittags bei 37 Grad ist man fast allein auf der Havel, und die nervigen Besitzer der nervig lauten Motorboote nerven noch nicht. Die Stille reinigt und glättet das Gemüt.

Was ich sah und fotogafierte, kannte ich noch nicht – das Schloss Babelsberg zum Beispiel und die Kleine Neugierde.

Schade, dass im Westen Berlins fast ausschließlich die Überreste der herrschenden Klassen der Vergangenheit konserviert sind. Und zum millionsten Male an die gerichtet, die Schlösser usw. für die Nachwelt beschreiben (auch an Wikipedia):
Wer baute das siebentorige Theben?
In den Büchern stehen die Namen von Königen.
Haben die Könige die Felsbrocken herbeigeschleppt?
Und das mehrmals zerstörte Babylon,
Wer baute es so viele Male auf? In welchen Häusern
Des goldstrahlenden Lima wohnten die Bauleute?
Wohin gingen an dem Abend, wo die chinesische Mauer fertig war,
Die Maurer?

Imchen, Kuhhorn und die schwimmenden Bratwürste

HavelImchenPfuaeninselKuhhornHeilandskirche am Port von SacrowPfaueninseldrive In

Bevor das hiesige Publikum sich jetzt Sexpuppen anschaut, die im Internet surfen können und auch das Geschirr abwaschen, lieber etwas Landeskundliches: Von Tiefwerder bis zur Heilandskirche am Port Sacrow am Kuhhorn mit Blick auf die Glienicker Brücke und – nach Norden – auf die Pfaueninsel mit dem Lustschloss braucht man dreieinhalb Stunden mit dem Kajak, also rund sieben hin und zurück. Auf halben Weg passiert man die Insel Imchen (2. Foto rechts). Wenn man Glück hat, trifft man auf dem Rückweg ein „Drive In“ mit Bratwurst und eiskaltem Bier auf dem Wasser (unteres Foto). Lustige Geschäftsidee! Ich habe natürlich angelegt….

Akustisches Armageddon

Man könnte die Geräuschkulisse in der Rettungsstelle nehmen, um Hieronymus Bosch zu vertonen. #Rettungsstelle #Notaufnahme #Armageddon

Upper West

waldorf astoriaupper west tower

Aufgenommen in der Budapester Strasse, Berlin, Richtung Südwesten.

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