#metoo für Otter!

otter

Subtiler britischer Humor vom Feinsten! IFLScience: Wednesday May 30 is World Otter Day, a day where your newsfeeds will undoubtedly be filled with cutesy photographs of fuzzy little otters juggling stones or holding hands while they sleep.

But don’t be fooled by this PR campaign. Behind those beady eyes lies a dark secret: Otters are assholes. It’s often pointed out that humans would be foolish to apply their moral compass onto nature; however, seriously, otters are total jerks.

Schon klar. Ich sehe händereibende grinsende Redakteure, auf die empörten Kommentare des Publikums wartend. For starters, violence and aggression is the norm for sea otter mating, with males regularly seen holding females‘ heads underwater, biting their faces, and forcing them into submission.

Oha! Vergewaltigung im Tierreich! Da muss man doch was tun? Und wer kümmert sich um die männlichen Gottesanbeterinnen (da versagt sogar die Gendersprache!)?

Die Story ist auch pädagogisch sehr wertvoll. Aggressives Paarungsverhalten an humanioden Maßstäben zu messen ist natürlich Bullshit der allergrößten Sorte. Es kann nur jemand zu etwas gezwungen werden, der einen freien Willen hat, was – aus philosophischer Sicht – den Menschen vom Tierreich unterscheidet.

Mit diesem Willen, frage man Biologen, ist es jedoch nicht so weit her, und auch der Unterschied zwischen Säugetieren wie dem Menschen und seinen Artverwandten ist nicht so groß, wie es sich vielleicht ein Pfaffe erwünscht.

Wenn man sich ein bisschen intellektuell anstrengt, könnte man sogar vermuten, dass der Otter-Artikel eine Parabel auf die moralisierende Mittelschichts-Bewegung #MeToo ist, die Herrschaftsverhältnisse, die bestimmte Verhaltensweisen immer wieder reproduzieren, auf Moral herunterbrechen will – was naturgemäß [sic] scheitern muss.

Pont des arts

Square du Vert-Galant

Paris 1972, von mir fotografiert vom Pont des arts in Richtung Square du Vert-Galant.

Point of View

krippe

Der größte Journalist des Landes [Update]

Pellworm

„Ich und meine Öffentlichkeit verstehen uns sehr gut: sie hört nicht, was ich sage, und ich sage nicht, was sie hören möchte.“ (Karl Kraus)

Hermann L. Gremliza ist gestorben. Er begriff sich selbst als Kommunist. Und sich mit allen anzulegen, die es verdient haben, ist ein guter Plan. Chapeau!

[Update] Clemens Heni: „Das Ende einer linksradikalen Ära: Zum Tode von Hermann L. Gremliza“ (20.11.1940–20.12.2019)

Deutschlandhalle (?) et al [Update]

deutschandhalle

Aufgenommen vom Funkturm in Richtung Deutschlandhalle (2011 abgerissen – ist die das? Ich bin mir gar nicht mehr sicher.) und Teufelsberg mit US-amerikanischen Abhörgebäuden, fotografiert ca. 1981.

[Update] Das ist der Fernsehgarten und Teil der Messehallen.

Mit einem Satz

„Sigmar Gabriel schloss sich auf seinem Zimmer im King David Hotel ein, obwohl im Foyer eine Delegation israelischer Sozialisten wartete. Heiko Maas flog mit der schönsten rechten israelischen Politikerin im Helikopter über die besetzten Gebiete, und wenn sie ihn darum gebeten hätte, wäre er dort wohl auch mit dem Fallschirm abgesprungen. Gregor Gysi erklärte einem Mönch in Jerusalem, wie man die Welt rettet. Eine Gruppe Anzugträger der Jungen Union pflanzte einen Baum in der Wüste. Sie sahen aus wie Entführungsopfer. (…)“

Lehrstunde von Alexander Osang im „Spiegel“ zum Thema: „Wie man Menschen mit nur einem Satz hinreichend beschreibt.“

Was sonst noch geschah

cat

– Good News: Die Franzosen werfen einen Folterer aus Argentinien raus. Vorbildlich. Hoffentlich schicken die ihn nicht nach Deutschland. So ein ekelhaftes Pack könnte aber auch hier angeklagt werden.

– Was ist nur mit der so genannten „Linken“ los? Ekelhafte Feiglinge! Immerhin hatte eine Abgeordnete – EvrinSommer – den Mumm, für den Antrag der Regierungsparteien zu stimmen, die Terrororganisation Hisbollah zu verbieten. Von den Grünen erwarte ich nichts, aber was ist daran so schwer zu begreifen, dass eine Gruppe, die die Juden ins Meer werfen und Israel zerstören will, hier nicht erlaubt sein sollte? Warum muss man sich da enthalten?

– Ein Zitat von aus dem Guardian von Nesrine Malik: „We must learn to talk to leave voters without falling into the Clinton trap“.

I could be argued that the September 2016 speech in which Hillary Clinton said “you could put half of Trump’s supporters into what I call the basket of deplorables” was the moment she lost the White House. The phrase was rapidly deployed to define her – and liberals more generally – as out-of-touch elitists who dismissed voters as „racist, sexist, homophobic, xenophobic, Islamophobic – you name it,“ in Clinton’s own phrase.
What was easy to miss was the second half of the quote, which posed a more difficult question for liberals: what about the “other basket” of Trump voters – “people who feel that the government has let them down, the economy has let them down, nobody cares about them, nobody worries about what happens to their lives and their futures; and they’re just desperate for change. It doesn’t really even matter where it comes from.

Das sollte man der Partei „Die Linke“ und anderen Lichterkettenträger*/&_innen mal unter die Nase reiben: out-of-touch elitists who dismissed voters as „racist, sexist, homophobic, xenophobic, Islamophobic“. Die werden es aber noch nicht mal merken, wenn sie nur noch vier Prozent kriegen.

– Warum sind russische Hacker so gut? Weil sie Windows XP benutzen!

Russian Beyond (Facebook): In Yakutsk sind es 44 Grad minus. Die Chinesen heizen hingegen allen ein.

– Zum Schluss: Nextshark: „Some of The Deadliest Samurai Were Women, But History Forgot.“ Großartig.

Northern Lights aka Aurora Borealis

aurora borealis

A viral item gives a genuine glimpse of the aurora borealis (or aurora australis) from far above the planet.

Man könnte staunen und es dabei belassen. Guckst du aber hier: „Are These the Northern Lights Seen From Space? A purported photograph of an aurora is actually a screenshot from a computer animation.“

Wer es dennoch von oben und dreidimensional mag: Earth’s Magnetic Field to Aurora und ORBIT – A Journey Around Earth in Real Time.

Unterkunft, Verpflegung, 13 Dollar und 75 Cent

mondlandung

Damit ist die Mondlandung eindeutig bewiesen.

Alles künstlich

sonycentersony center

Kommt trotzdem keine Stimmung auf….

[Bitte selbst ausfüllen]

Gitter

Warum soll ich mir eigentlich immer selbst die Titel für Fotos ausdenken?

Kugelläuferin

zeltinger platz

Berlin-Frohnau, Zeltinger Platz, fotografiert ca. 1981 (Dia). Die Dame ist die Kugelläuferin, geschaffen von Otto Maerker.

Bleibtreu

bleibtreustrasse

Berlin-Charlottenburg, S-Bahnhof Savignyplatz, Bleibtreustraße, frühe achtziger Jahre.

Berliner Mauer

berlin wall

Das Foto habe ich ca. 1982 gemacht.

Unter Traktoren oder: Hier kein Denkmal für Mussolini

Traktor

Am Theodor-Heuss-Platz, fotografiert vor 1984.

Deutschland – ein Wintermärchen und mehr

gander
Mein Kater Antares, fotografiert ca. 1979, Symbolbild für das Internet

„2000 Journalisten und Politiker feiern im Adlon“. Mehr braucht man über deutsche Medien nicht zu wissen. Wenn man die Bildunterschrift im Tagesspiegel liest, assoziiert der kritische Bürger: Die Charaktermasken der herrschenden Klasse und ihre Helfershelfer feiern sich selbst. Ein Schelm, wer an George Grosz und sein Deutschland – ein Wintermärchen denkt. Dazu passt thematisch: Der Brandenburger Landesrechnungshof befasst sich mit den Sitten und Gebräuchen Geschenken für Redakteure beim RBB. Es gibt übrigens 227 Journalistenpreise in Deutschland.

Noch etwas aus der Welt– mich überkommen düstere Ahnungen für die Zukunft und die schleichende Hijabisierung der Grünen Gesellschaft: „Weil er Mohamed als ‚Massenmörder und krankhaften Tyrann‘ [sic] bezeichnet hat, wurde Abdel-Samad angezeigt und von der Berliner Staatsanwaltschaft verhört.“ Unfassbar. Vielleicht sollte ich hier noch ein paar Mohammed-Karikaturen veröffentlichen.

krempelmarkt
Krempelmarkt am Potsdamer Platz/am Reichpietschufer, frühe 80-er Jahre. Der Mann mit dem Zylinder und im Kleppermantel bin ich. Natürlich auch ein Symbolbild für das Internet.

Bei Amazon wird gestreikt. Das nur, weil hier jemand fragt, wo die Arbeiterklasse sei. Dort. Die andere Seite agiert auch so, wie der Kapitalismus es vorgesehen hat. Martin Sonneborn erklärt auf Facebook die EU-Version der Charaktermasken.

Übrigens ist der Mord an Herrhausen noch nicht aufgeklärt.

funkturm
Fotografiert vom Funkturm am Messedamm in Richtung Halensee, vor 1982. Symbolbild für die paketorientierte Datenübertragung im Internet.

Man kann lange darüber debattieren, aber die Neue Zürcher Zeitung beschreibt die Situation in Schweden schonungslos und IMHO korrekt. „…hat es die Regierung bis anhin nicht geschafft, entschieden auf die Welle von Bandenkriminalität zu reagieren, die Schweden seit Monaten in Atem hält. Diese Kriminalität geht von einigen notorischen Quartieren in Grossstadt-Agglomerationen mit hohem Anteil an Immigranten vor allem aus einigen afrikanischen und asiatischen Ländern aus.“

Merke: die NZZ erwähnt nicht „die Araber“. Dafür aber die Welt (2015).

So wird es auch hier kommen. Wer immer nett und tolerant ist, wird an der Realität scheitern.

Via Gander

gander

Zwischenlandung auf dem Gander International Airport, Kanada, fotografiert 1984. Wir flogen von Berlin-Schönefeld, damals DDR, nach Lima, Peru.

amtsplatz

Am ehemaligen Grenzübergang Walthersdorfer Chaussee in Richtung Flughafen Schönefeld. Aus meinem Reisetagebuch:
„…Polizeikontrolle in Rudow, einen Tag warten in Schönefeld. Dort gruppenreisenden Ostler mit aufdringlich-fröhlichem Leiter-Animateur, nach Syrien abreisende Araber. Zwischenlandung auf Neufundland/Kanada mit supermodernem Flughafen Gander. Tiefer Schnee draußen. Landkarten à la Elch mit Holzfäller. Dann weiter nach Kuba, 20 Grad plus, aber kühl, und wegen der Wolken nichts von oben zu sehen… Dort wusste ich dann weder Tag und Uhrzeit.“

Point of View

viewview

Ich musste dort arbeiten, wurde aber nicht gezwungen, Gendersternchen zu benutzen.

Muße , Merkel, Miscellaneous

whisky
Chillen nach einer 12-Stunden-Schicht und über die Weltläufte nachdenkend

Das gemeine Volk, welches sich in den so genannten sozialen Medien über Politik, insbesondere über die gegenwärtige Leiterin des Ausschusses der herrschenden Klasse, der auch als „Regierung“ bekannt ist, negativ äußert und meint, Merkel habe mit dem Satz „wir schaffen das“ das Falsche getan, irrt: Es gab bekanntlich keine Alternative, außer einem Schießbefehl auf Einwanderer. Merkel ahnte aber vermutlich nicht, dass ihre Hoffnung, einen Ansturm von Flüchtlingen der unterschiedlichen Couleur und Provenienz organisatorisch bewältigen zu können, von der desolaten und völlig unfähigen Verwaltung, vor allem in Berlin, konterkariert werden würde. Nicht Merkel war das Problem, sondern die Pappnasen der Bürokratie. Just saying.


zensur

Vielleicht haben die chinesischen Zensoren in ihren Kaderakten gefunden, dass ich vor mehr als vier Jahrzehnten die Peking Rundschau abonniert hatte und belohnen mich dafür.

Ich finde Zensur des Internet aus pädgogischen Gründen nicht schlecht: Selbst der DAU wird daduch gezwungen, alles zu lernen, was Zensur obsolet macht, angefangen vom Gebrauch und der richtigen Konfiguration des Tor-Browsers, über die Suchmaschine DuckDuckGo, über das Bekämpfen aktiver Inhalte, die ein Browser nicht zulassen sollte, über JonDonym, Orweb, Veracypt, nicht zuletzt bis zum Verschlüsseln von E-Mails als Standard. So etwas gehörte in den Schulunterricht in die Rubrik „Medienkompetenz“. Das wird natürlich nicht geschehen.

berlin
Die Schönheit der nächtlichen Stadt, vom Rücksitz eines Taxis aus betrachtet

Und nun das Wetter. Trump wird gewinnen. Corbyn wird knapp verlieren. Die Niederländer sind wie gewohnt vernünftig. Die Israelis improvisieren, wer sie regiert. Im Iran kracht es gewaltig.

Affektkontrolle

Berliner Kurier: „Prügelexzesse krimineller Großfamilien vor Kliniken“.

Beim zweiten erwähnten Ereignis hatte ich Dienst im Krankenhaus und war Augenzeuge:
In der Nacht zu vergangenem Dienstag, also nur wenige Tage später, dann der nächste Vorfall. Nach einer Messerstecherei in Kreuzberg kamen die beiden Kontrahenten mit Stichverletzungen in ein Krankenhaus. Hier erschienen nach Polizeiangaben dann „nach und nach Angehörige und Bekannte der Verletzten“. Diese sollen teils hochgradig aggressiv gewesen sein. „Nur unter Hinzuziehung weiterer Einsatzkräfte konnten die Personen abgedrängt und die Arbeitsfähigkeit der Rettungsstelle gewährleistet werden“, so die Polizei weiter.

Noch haben wir keine schwedischen Verhältnisse, aber wir sind nah dran.

Die Mitglieder dieser Einwanderer-Großfamilien verfügen nur über wenig Affektkontrolle. So etwas muss bekanntlich gelernt werden. Das dauert aber Generationen – mehr dazu bei Norbert Elias.

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