Brothers and Sisters!

tam

Ich bin von einer gestrigen Weihnachtsfeier immer noch verkatert. Daher heute etwas Unpolitisches… nein, das schaffe ich nicht. Also ein Rätsel: Ich sitze in einer Hafenbar, die einem Diktator gehörte, der kurz vor meinem Eintreffen auf der Insel zum Teufel gejagt worden war. Hier die Original-Meldung:

„Brothers and Sisters, this is Maurice Bishop speaking. At 4.15 am this morning, the People’s Revolutionary Army seized control of the army barracks at True Blue. The barracks were burned to the ground. After half-an-hour struggle, the forces of Gairy’s army were completely defeated, and surrendered. Every single soldier surrendered, and not a single member of the revolutionary forces was injured.“

Und wo sitze ich, und wie heisst die Bar heute?

Homosexuelle Porno-Darsteller

Fefe dokumentiert, wie Mobbing in der Schwulen- und Lesben-Szene geht, bis Leute in den Selbstmord getrieben werden. (Ja, ich weiß, es gibt da irgendeine Abkürzung für dieses Milieu, die heute von Leuten benutzt wird; die ist aber so kompliziert, dass sie mir entfallen ist.)

Lesesaal

Lesesaal

Findet den Arm!

Ein Mann hatte mit einer Flex gearbeitet und sich den Arm unterhalb des Ellenbogens sauber abgetrennt. In Panik rannte er auf die Straße und wollte mit einer Taxe in ein Krankenhaus fahren. Der Taxifahrer rief aber die Feuerwehr. Die kam mit dem schon halb bewusstlosen Mann im Galopp in die Notaufnahme. Dort versorgte man ihn, dann wurde er in eine Spezialklinik gebracht.

Die Polizei hatte die undankbare Aufgabe, den Unterarm samt Hand in der Wohnung zu finden. Ich hörte mit, dass sechs Beamte vor Ort und erfolgreich waren.

Vermutlich operieren sie immer noch. Das kann sieben Stunden dauern, wie ähnliche Beispiele zeigen.

Adlershofer Busen und die Weltläufte

kugellabore

Bei den Betontitten beiden Kugeln handelt es sich um denkmalgeschützte Isothermische Kugellabore in Adlershof. Wenn man da als nichtsahnender Passant und an einem verregneten Novembertag vorbeiläuft und den wissenschaftlichen Hintersinn nicht kennt, dann vermutet man, der Architekt habe das falsche Zeug geraucht.

And now for something completely different. Das Stammpublikum möchte bestimmt wissen, was ich zu einem Thema meine (Katja Kipping würde schreiben: „welche MeinUNG ich habe“), zu dem schon alle etwas gesagt haben, nur eben ich noch nicht.

Bei Telepolis las ich, dass die Verfassung offenbar auch eine Diktatur Kanzerschaft in Permanenz erlaubt, obwohl das Volk das nicht so gewählt hat. Sehr spannend. Wäre ich Merkel, ich würde es drauf ankommen lassen. Neuwahlen würden nichts ändern. Die SPD legt sich schon mal flach (und steht hoffentlich nie wieder auf).

And now for something completely different. Der Kommunismus siegt, jedenfalls der chinesische Staatskapitalismus, und ich weiß noch nicht, ob ich das gut finden soll.

And now for something completely different. Auf Audiatur online fand ich einen sehr interessanten Artikel über rassistische und nicht-rassistische israelische Fußballfans und deren Vereine. Fußball interessiert mich überhaupt nicht, aber man lernt dort mehr über Israel als in manchen politische Analysen. Lesenswert!

Life is bitter

life is bitter

Eine Getränkemarke schärft das Klassenbewusstsein beim neuen Kleinbürgertum. Löblich!

Blubber oder: Multitoxikomanie, mal anders

Ein alkoholkranker Mann torkelt in der Notaufnahme zur Toilette. Die schlechte Nachricht: Er greift nach der erstbesten Flasche, die da ist, und trinkt sie fast aus. Die gute Nachricht: Es ist nicht das Desinfektionsmittel, sondern die flüssige Seife. Deshalb kotzt er großflächig herum. #Notaufnahme #rettungsstelle #kannmansichgarnichtausdenken

Rappenlochschlucht mit Burks

rappenlochschlucht

Die Rappenlochschlucht bei Dornbirn in Vorarlberg. Ich stehe da in der Mitte herum (1967).

Gare de Palaiseau

Gare de Palaiseau

Klassenreise 1970 nach Palaiseau, der Partnerstadt Unnas. Das Foto wurde am Gare de Palaiseau gemacht. Der vierte von links bin ich. (Hallo, Harald und Dirk!)

Auf hoher See

Helgoland

Auf der Rückseite des Fotos steht: „M.S, „Roland v. Bremen, Auf hoher See, 31. Mai 1978 Bremerhaven/Columbuskaje – Helgoland“. Auf dem Foto bin ich zu sehen… Ich bin damals nicht von Bremerhaven aus nach Helgoland gelangt, sondern von Büsum aus. Dort legt das Schiff an.

Mein Auto und ich

zermatt

Mein Auto und ich – Zermatt 1975

Im Frühtau zur U-Bahn wir ziehn, vallera

U-Bahn

Wo ziehn wir im Frühtau?

Ist der nackte Körper sexistisch?

nackt

Darauf hatte jemand in der gruppe „Deutsch mich nicht voll“ diese Antwort: „Sex und Nacktheit sind nicht sexistisch. Sexismus ist die Diskriminierung aufgrund des Geschlechtes. Weil Sex im Wort vorkommt heisst das noch lange nicht, dass es um Sex geht. Prüderie ist nicht antisexistisch, nicht im Geringsten.“

Paddeln in Klein-Venedig

kajakkajak

Soeben bin ich stolzer Besitzer eines zweisitzigen Paddelbootes (oder sagt man Kajak?) samt Liegeplatz (da nur Mieter) geworden, direkt bei Klein-Venedig auf der Halbinsel Tiefwerder. Verflixt, wenn man sich das von oben anschaut: Da braucht man ja einen Kompass?! (Danke, Andreas!)

Wer sich bewerben will ab März zum Mitpaddeln, kann das tun, vielleicht sogar per unverschlüsselter E-Mail (kommt natürlich auf die Person an).

Proletarischer Journalismus oder: Ehre, wem Ehre gebührt

Ehrenmal Kommunalfriedhof WeetfeldEhrenmal Kommunalfriedhof WeetfeldEhrenmal Kommunalfriedhof WeetfeldEhrenmal Kommunalfriedhof Weetfeld

Mal so ganz unter uns, liebe an Geschichte interessierten Leserinnen und historisch gebildeten Leser: Was wäre, wenn die Website Ruhr 1920 offline ginge? Ich habe nichts gefunden, was korrekt über den Austand des Proletariats im Ruhrgebiet 1920 berichtete – und was davon an Denkmälern übriggeblieben ist. Ja, ein Rapper-Video von den Grenzgängern kann man jungen Leuten empfehlen (Einfach grandios! Ich wüsste gern, woher das Filmmaterial ist. Ideen oder Tipps?) Wenn ich es nicht schon wüsste, hätte ich wieder etwas über die Arbeiterverräterpartei SPD gelernt.

Natürlich haben wir dann noch Rote Ruhrarme 1920 von Heiner Herde. Dort wird angekündigt, dass einer der Augenzeugen „aus der Distanz des bürgerlichen Journalisten“ zu Wort käme. Har har. Wer würde das noch heute sich zu sagen trauen? (Ja, ihr dürft mich gern einen proletarischen Journalisten nennen!)

[By the way: habe gerade gelernt, wie man Youtube-Videos per Terminal downloaden kann.]

Ich habe den Kommunalfriedhof Hamm-Wiescherhöfen bzw. Weetfeld, Weetfelder Straße besucht und das dortige Ehrenmal. Hier wurden gefallene Kämpfer der Roten Ruhr-Armee begraben. Der Stein ist erhalten, weil ein Bauer ihn nach der Machtübernahme der Nazis versteckte. Die Namen der Ermordeten sollen hier noch einmal genannt werden: Franz Casper, Otto Abt, Otto Probst, Theo Vehring, Albert Fusselberg, Anton Ehlert, Franz Sobeck, Wenzel Bontkowski, Johann Balake und ein unbekannter Toter.

„1920, wen juckt das schon? Die Revolution!“

Nicht weit davon ist ein weiteres „Ehrenmal“, sozusagen inhaltlich das Gegenteil (Foto unten). Für mich sind die dort „Geehrten“ keine „Helden“. Es könnte sein, dass eben diese Soldaten auch die waren, die die Arbeiter niedergemetzelt haben. Der Stein lädt auch nicht ein, zu „gedenken“. Ich habe mir die Namen gar nicht erst angesehen.

Nachtwacht

unna

Woran denkt man als Bildungsbürger? An Spitzwegs Nachtwächter? An den Maler, der den Deutschland am liebsten ist? An den Wanzlikpfad in Neukölln? Die angeblich gute, alte Zeit, romantisch verklärter Antikapitalismus, also reaktionärer Scheiß? In dem Fachwerkhaus residiert übrigens das Westfälische Literaturbüro in Unna.

Xavier, nicht nett!

sturm xavier

Direkt am Urban-Krankenhaus stürzte ein Baum auf die Auffahrt und begrub eine Frau unter sich. Sie konnte sich nicht selbst befreien. Zum Glück hatte der Wachschutz das gesehen und alarmierte das medizinische Personal. Die Frau war erfreulicherweise nur leicht verletzt.

Besonders geeignet für den Selbstschutz

las vegas massacre

Sorry, dass ich schon wieder polemisieren muss. Das obige Schreiben (1993) habe ich in meinen Unterlagen gefunden. Ich hatte damals den Waffenschein gemacht. Ich wählte die Sig-Sauer.

Im Hubschrauber

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Nein, ich bin nicht vom BER aus geflogen, obwohl man die unfertige Halle sieht (Foto ganz oben), sondern von Schönefeld aus. Meine Schwester und ich wollten unserer 91-jährigen Mutter das Gefühl einen Hubschrauberfluges gönnen. Sie hat es genossen. Wenn das Leonardo da Vinci gesehen hätte!

Ganz kleine Verwüstungen

verwüstungen

Liebe Kollegen von Spiegel online, ich bedaure, dass ich schon wieder etwas anzumerken habe. Wolf Schneider schrieb in Deutsch für Profis schon 1984 sinngemäß: „In Wüste verwandeln“ sei ein Superlativ, den keine Fantasie übersteuern könne. „Schwere Verwüstungen“ seien so sinnvoll wie „starke“ Orkane oder „ziemliche“ Katastrophen.

Was würde Wolf Schneider gar zu Eurem Supersuperlativ „schwerste Verwüstungen“ sagen? Vermutlich verschlüge es ihm die Sprache. Darauf muss man ja erst einmal kommen.

„Für Verwüstungen sorgen“ oder dieselben „anrichten“ seien außerdem Streckverben. „Verwüsten“, in welcher Zeit auch immer, beschriebe das, was geschah, ausreichend. Ich füge hinzu: Man richtet einen Schaden oder ein Dinner an, der Hurrikan richtet gar nichts an. Er verwüstet halt.

„Verwüstung“ gestattet übrigens keinen Plural, genau so wenig wie Versandung, Vermehrung oder Verehrung. Oder sollte der Hurrikan jetzt in Florida mehrere Verwüstungen angerichtet haben?

„Das Spreizwort ’schwere Verwüstungen anrichten‘ ist ein in Großauflage gedrucktes Etikett für einen gehobenen Versicherungsfall, das in den Köpfen etlicher Journalisten zweieinhalb leichte Verwüstungen angerichtet hat.“

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