100 Meter Berlin Shithole-city
Weniger als 100 Meter – von der Hetzbergstraße 10 bis Treptower Ecke Stuttgarter Straße in Berlin-Neukölln. Es sieht aus wie in Aqabat Jabr bei Jericho. Manche Ecken in Neukölln sind zu einem Drecksloch verkommen, das man so nur in Slums der so genannten „Dritten Welt“ findet oder in Bangla Desh. Japaner werden Berlin-Aufenthalte als „Abenteuer-Urlaub“ ansehen, den man nur mit Mundschutz ertragen kann und der nur noch von Frankfurt/Main getoppt wird.
Tor, unbeleuchtet
Das Brandenburger Tor gibt es auch unbeleuchtet. #Nachtschicht
Am verlorenen Berg

Pirineo Aragones – Monte Perdido. – Alt. 3.355m. Foto: Foto Peñarroya – Jaca
Heute noch etwas weit jenseits des Zeitgeschehens. Ich habe auf einem sehr abgelegenen Bücherregal ein paar Reiseführer über Spanien und die Pyrenäen entdeckt und erinnerte mich, dass ich da mal war – vermutlich 1987. Ich hatte keinen Fotoapparat dabei; Handy natürlich auch nicht, weil es das noch nicht gab. Ich musste ein paar Wochen allein in den Bergen herumwandern, weil ich – wie man heute so sagt – einfach den Kopf freibekommen wollte, vor allem wegen einer unglücklich ausgegangenen …ähem… ich bleibe lieber diskret, weil das Mädel die reizende Künstlerin, mit der ich damals in einer großen WG zusammenlebte, noch quicklebendig ist und ihr charmantes Lächeln behalten hat.
Ich habe auch noch eine Postkarte gefunden und einen Brief. Ich bin von Berlin aus mit einer Mitfahrgelegenheit über Frankreich – mit einer Übernachtung – nach Pamplona gefahren. Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich am Steuer saß, als wir die Pässe der westlichen Pyrenäen-Ausläufer überquerten und ich mir Rennen mit den einheimischen Autos lieferte.
8.9.[1987]
Liebe Eltern!
30 Grad im Schatten, seit einer Woche keine Wolke zu sehen – das ist fast zu heiß zum Wandern. Ich sitze auf einer Terrasse (gehört zu einem feudalen Campingplatz inklusive Dusche und Waschmaschine) mit einem kühlen Getränk und mache einen Tag Pause. Die Pyrenäen sind wunderschön, fast wie die Dolomiten – bis 2000 m bewaldet und dann schroff aufsteigende Felsen bis 3000.
Die ersten Tage (nach 2 Tagen in Pamplona mit einer tollen Altstadt und vielen Kneipen wie in Berlin) hatte ich mich in die Berge geschlagen zum trainieren. In einem Seitental wanderte ich von einem Dorf zum anderen – alle unbewohnt, weil von den Bewohnern aufgegeben – malerische Ruinen im Abendlicht, Totenstille, nur Grillen zirpen und ein plätschernder Bach – Wassermangel ist hier das größte Problem. [Die Route finde ich nicht mehr, es war südwestlich von Pamplona. Die Dorfruinen waren angeblich mozarabisch.]
Das Marschieren war anstrengend. mit Zelt wieder mein Gepäck 25 kg. Dann bin ich in den Nationalpark von Ordesa [Nationalpark Ordesa y Monte Perdido] – ein riesiger Canyon mit über 15km Länge und über 1000m tief.
Den bin ich raufgekraxelt und am nächsten Tag auf den Pass, den ihr am oberen Kreuzchen auf der Karte seht. Der Abstieg war, was die Aussicht angeht, atemberaubend; Ich könnte sogar das Maladetta-Massiv [gemeint ist der Pic de Maladeta] sehen, wohin ich erst in 3 Wochen will, ansonsten aber fürchterlich – Geröll und Gletscherfelder.
Das zweite Schneefeld nahm ich im Sturzflug auf dem Hinterteil, schließlich konnte ich mich mit einem Eispickel festhalte. Beim unteren Kreuzchen passierte es: Eine Kletterpassage, normaler Schwierigkeitsgrad, aber das blöde Zelt und der Rucksack sind einfach zu schwer für so etwas. Die letzten 10m bin ich hinuntergekracht – holterdipolter den Felsen lang auf das Schneefeld, was unter dem 2. Kreuzchen zu sehen ist – außer Hautabschürfungen und zerrissenen Riemen ist nix passiert.
Nach weiteren 3 Stunden Abstieg kam ich laut fluchend an einem kristallklaren Gletschersee an [Ibón Helado], umgeben von Wiesen und bunten Blumen. Dort habe ich alles geflickt, gerichtet und mich erholt – allerdings kamen mir nach 3 Tagen das Müsli und die guten Suppen von Knorr schon zu den Ohren raus.
Übermorgen werde ich zur nächsten Tour aufbrechen, weniger halsbrecherisch, aber anstrengender, weil 5 Tage – von Bielsa (wo ich morgen den Brief abwerfe) zu Fuß zum Maladetta [Maladeta] Massiv, von da aus zum anderen Nationalpark (Vall d’Aran, von da aus Anfang Oktober nach Barcelona, wo eine Freundin wohnt und wo ich auch B. treffe.
Ich versuche noch inzwischen, mal ein Kärtchen loszuwerden – aber die bewohnten Orte sind erstens selten und zweitens so teuer wie bei uns (Essen 20 Mark).
Bis bald und Gruß Burkhard
Heute kann ich die Tour zum Teil nachvollziehen. Ich bin erst – von Süden aus – zum Refugio de Góriz – Ordesa (2200 m) marschiert und dann nordwestlich über den Pass am Soum de Ramond vorbei hinunter ins Tal, wo ich mein Zelt aufschlug, bis zum Refugio de Pineta, wo ich am nächsten Tag übernachtete. Auf der Karte des Alpenvereins ist der kleine See gut zu erkennen. Auch die Gletscherfelder sind noch da; sie waren damals aber ausgedehnter, und es war schon Spätherbst.
Der Plan, zum Pico de la Maladeta zu Wandern, zerschlug sich, weil es schon vor Bielsa anfing, heftig zu schneien. Ich bin daher von Bielsa nach Süden getrampt. Ein freundlicher Autofahrer setzte mich irgendwann an einem Stausee ab, wo der erwähnte Campingplatz war. Dann bin ich nach Graus – an die großartige Altstadt kann ich mich noch erinnern. Und von dort aus über Lleida nach Barcelona – wieder getrampt und mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich irgendwann in einem trockenen Flussbett unter einer Brücke geschlafen habe – vermutlich am im Tal des Llobregat in der Nähe der abtei Montserrat, weil ich mir die noch angesehen habe.
Es wäre witzig, würde ich die Tour noch einmal machen, aber dieses Mal mit Fotos. Ich zweifele aber, ob ich heute noch so fit wäre, in zwei oder drei Tagen die höchsten Pässe der Pyrenäen zu Fuß überqueren zu können.
Trutz, blanke Elli!
Ich weiß nicht, woher diese Mischung aus Paternalismus und Apokalyse in Deutschland kommt. Ein bisschen Winter, an dem vermutlich das Klima schuld ist oder die Erderwärmung, und die Qualitätsboulevardmedien möchten, dass ich zuhause bleibe. Ich denke gar nicht dran.

Ich könnte jetzt darüber räsonnieren, warum der Klassenkampf im Iran mit einer Niederlage der Rebellierenden enden wird. Für diese These habe ich viele Argumente, nur leider heute keine Zeit, sie darzulegen.
Es wäre auch interessant nachzuprüfen, welche der Organisationen, die die USA verlassen wollen, wirklich überflüssig sind, wer sie finanziert und wer sonst noch Mitglied ist. Aber wie oben.
Also noch mal zum Mitschreiben: Ich werde um 4:30 Uhr aufstehen und nach Frühstück und viel Kaffee meinen Fedora aufsetzen, der wärmt, und mit der U-Bahn zur Arbeit fahren.
ES IST NICHT KALT! Kalt ist es bei Putin.

Frühschicht
Fünf Uhr aufstehen, Schicht von sieben bis 19 Uhr… Drei Mal hintereinander.
Von Schönheit und Frieden
Neujahrsgrüße von Heinz aus Havelberg,
Unter Operatoren

„Operator“ der Delta Force mit dem Karabiner Colt M4 Carbine.
Ich habe mir den Wikipedia-Eintrag über die Ausbildung der Delta Force aka 1st Special Forces Operational Detachment-Delta (Airborne), angesehen. Das ist schon beeindruckend. Eines aber ist für mich besonders interessant:
Den Operators wird in Zusammenarbeit mit Psychologen über Jahre die Fähigkeit vermittelt, im Scharfschützeneinsatz willentlich ihre Herzfrequenz zu verlangsamen, um zwischen den Herzschlägen den Abzug der Waffe zu betätigen. Das Pochen des Herzens kann über große Schussdistanz das Projektil bis zu einem Meter vom Ziel ablenken. Darüber hinaus wird, ähnlich wie bei Kampfsportarten (wie dem Wushu der Shaolinmönche), das gezielte Leiten von Körperwärme in bestimmte Regionen gelehrt. Damit ist ein Schütze/Beobachter-Team in der Lage, über Stunden mit aktivem Geist in einer Art von körperlichem „Standby-Modus“ das Ziel zu beobachten, um dann in kürzester Zeit aktiv zu werden (zum Beispiel durch Intensivierung der Durchblutung des Abzugsfingers).
Willentlich ihre Herzfrequenz verlangsamen? Darüber wollte ich mehr wissen. Die KI musste aber ermahnt werden, das nicht als Wellness-Thema zu sehen.
„Der Körper schreit, aber der Geist entscheidet.“
Willentlich die Herzfrequenz senken – Training in Eliteeinheiten des US-Militärs
Hier geht es um operativ trainierte Selbstkontrolle (Stressdominanz), wie sie in Teilen der Ausbildung
von US-Spezialkräften vermittelt und überprüft wird. Ziel ist nicht „Entspannung“, sondern
steuerbar handlungsfähig bleiben unter Schmerz, Kälte, Angst, Zeitdruck und Sauerstoffstress.
Wer lernt das?
Solche Fähigkeiten werden u. a. bei Teilen von Spezialkräften und spezialisierten Communities trainiert (je nach Schule/Lehrgang
unterschiedlich stark), z. B. bei Navy SEALs, U.S. Army Special Forces (Green Berets), Air Force Pararescue (PJs) und Marine Raiders (MARSOC).
1) Combat Breathing / Tactical Breathing
Eine Standardtechnik zur schnellen parasympathischen Aktivierung – häufig in stressintensiven Settings geübt (z. B. Lärm, Zeitdruck, Schmerzreiz).
Klassisches Schema (Box):
- 4 Sekunden einatmen
- 4 Sekunden halten
- 4 Sekunden ausatmen
- 4 Sekunden halten
Effekt: Puls und Stressreaktion können innerhalb von 30–60 Sekunden messbar sinken; Zittern, Tunnelblick und Panik werden oft reduziert.
2) Stress Inoculation Training (SIT)
Kernprinzip: Der Körper lernt, dass extreme Reize nicht automatisch Kampf/Flucht erzwingen müssen.
Atemkontrolle und Entscheidungskompetenz werden unter Belastung gekoppelt.
- Atemkontrolle trotz Lärm, Zeitdruck und körperlicher Erschöpfung
- Kognitive Aufgaben parallel (z. B. Zählen, Funkdisziplin, schnelle Entscheidungen)
- Graduell steigende Stressoren, um „Stressdominanz“ aufzubauen
3) Tauchreflex & CO2-Toleranz
Für wasserbezogene oder atemstressreiche Lagen ist es entscheidend, Panik zu verhindern. Training setzt oft auf
CO2-Toleranz (nicht auf riskante Sauerstoff-Deprivation).
- Gesichtskälte + Atemanhalten (Tauchreflex kann Herzfrequenz senken)
- Kontrollierte Apnoe-Drills mit Aufgaben (typisch streng überwacht)
- Graduelle Gewöhnung an Atemnot-Signale (CO2-Anstieg)
4) HRV-Training (Herzratenvariabilität) & Biofeedback
Mit Biofeedback lernt man, welche Atmung und welcher Fokus die Regulation verbessert. Ziel ist maximale vagale Kontrolle:
schnell hochfahren für Leistung, schnell herunterfahren für Präzision und klare Entscheidungen.
- Messung von Puls/HRV in Echtzeit
- Optimierung der Atemfrequenz (oft um ~6 Atemzüge/Minute)
- Training unter realitätsnahen Stressbedingungen
5) Mentale Kontrolle unter Zwang
Viele Ausbilder beschreiben das als: „Der Körper schreit, aber der Geist entscheidet.“
Praktisch heißt das: Aufmerksamkeit steuern, innere Sprache reduzieren, den Fokus auf unmittelbare Handlungen verengen.
- Beobachterperspektive / Distanzierung vom Stressreiz
- Fokus auf Mikrorhythmen (Atem, Puls, Bewegungsablauf)
- Reduktion von Grübeln/innerem „Alarm-Dialog“
6) Warum das operativ entscheidend ist
Ein unkontrollierter Puls kann Feinmotorik, Zielerfassung und Entscheidungsqualität verschlechtern.
Deshalb trainieren viele Programme die Fähigkeit, in einem funktionalen Bereich zu bleiben.
Grobe Praxis-Orientierung (oft genannt):
- Handlungsfähig häufig bis etwa ~140 bpm
- Optimal für Präzision oft ~90–120 bpm (kontextabhängig)
Da ist viel dabei, was ich aus der Zen-Meditation kenne. „Reduktion von Grübeln“…

Welche Techniken gibt es bei der Ausbildung von Elite-Soldaten, um gezielt Körperwärme in bestimmte Regionen zu leiten?
Wiederholte Kälteexposition trainiert den Wechsel zwischen:
– Vasokonstriktion (Wärme sparen)
– reaktiver Vasodilatation (gezielt Wärme zurückführen)
Praxis:
– Kälte an Extremitäten
– Danach bewusste Wiedererwärmung ohne Bewegung
– Fokus + Atmung
Ergebnis:
– Erfahrene Soldaten können Hände/Füße gezielt wieder aufwärmen, während der Körperkern geschützt bleibt.
Jetzt muss man sich vorstellen, was passiert, wenn ein Dutzend dieser „Operatoren“ auf eine Kompanie venezolanischer Fuerzas Especiales trifft…Das geht ungefähr so aus wie eine Schlacht zwischen berittenen Spaniern mit Musketen und Adlerkriegern.
Unter den Linden
05:46 Uhr morgens – verdächtige Person auf dem Heimweg von einer 12-stündigen Nachtschicht.
China
Auf meiner To-Do-Liste steht 2027 oder 2028 eine Reise nach China. Da mir aber Gruppenreisen zutiefst zuwider sind, habe ich eventuell eine Alternative: per Rad! Wir werden sehen….
Miszellen zur Frontlage

Glowing with code and neural networks, hackers remotely hijacking humanoid robots via wireless signals and artificial intelligence. Visualized radio waves, data streams, and AI circuitry connecting hackers and robots. Cinematic lighting, high detail, ultra-realistic, dramatic atmosphere, sci-fi thriller style, 8k, depth of field, neon accents, dark tone, dystopian future, ominous mood, photorealistic. Obwohl ich den Prompt für Midjourney habe formulieren lassen, kapiere die dortige KI den Sinn nicht. Gemini war auf Anhieb besser.
Cyberfront
Schade, dass ich mich nicht in diverse Burkse teilen kann. Der Science-Fiction-Plot: „Hacker übernehmen Roboter“ ist mittlerweile Realität. Heise berichtet vom CCC-Kongress: „Forscher übernehmen humanoide Roboter per Funk und KI“.
Das Ergebnis der Analyse war erschreckend: Es gibt keine Verschlüsselung und nur eine extrem schwache Authentifizierung. Die Forscher konnten den sogenannten „Sync-Word-Parameter“ (2 Bytes) per Brute-Force knacken und so die Kontrolle über fremde Roboter übernehmen. In einer aufgezeichneten Demo zeigten sie, wie ein Angreifer einen G1 fernsteuern kann, ohne jemals physischen Zugriff oder das Pairing-Passwort gehabt zu haben.

(Bild: CC by 4.0 media.ccc.de)
Was könnte man daraus nicht alles machen!? Mord per ferngesteuertem Roboter! Roboter verursachen Autounfälle zwecks Versicherungsbetruges! Roboter verprügeln böse Menschen – wer böse ist, bestimmt derjenige, der den Roboter übernommen hat! Roboterhunde beißen Hunde, die auf den Bürgersteig gekackt haben!
Naher-Osten-Front
Im Iran gibt es wieder Massenproteste.
Für mich überraschend:
🌆 Städtische Bevölkerung
– Etwa 77 % der Iraner leben in Städten oder urbanen Ballungsräumen (also in Großstädten und städtisch geprägten Orten). Bei einer Gesamtbevölkerung von etwa 91–92 Millionen Menschen (2024/2025) wären das ungefähr 70 Millionen Menschen in städtischen Gebieten.
🌄 Ländliche und kleinere Orte
– Demgegenüber leben rund 22–23 % der Bevölkerung in ländlichen Gebieten oder kleineren Siedlungen außerhalb der großen urbanen Zentren. Das wären ungefähr 20–21 Millionen Menschen auf dem Land oder in kleineren Städten/Dörfern (2024/2025).
👉 Fazit: Eine klare Mehrheit der Menschen im Iran lebt in städtischen Gebieten, viele in Großstädten wie Teheran, Mashhad, Isfahan, Karaj, Schiraz und Täbris.
| Land | Städtische Bevölkerung | Ländliche / kleinere Siedlungen |
|---|---|---|
| Deutschland | ca. 78 % | ca. 22 % |
| Frankreich | ca. 82 % | ca. 18 % |
| Spanien | ca. 82 % | ca. 18 % |
Das bedeutet: Das Verhältnis zwischen Stadt und Land ist im Iran ähnlich wie in Deutschland.
Iran: Laut Wikipedia macht der Industriesektor rund 35,9 % des iranischen BIP aus (Datenquelle 2017, aber repräsentativ für die Struktur). Das bedeutet, dass ein großer Teil des wirtschaftlichen Outputs auf Industrieproduktion entfällt.
Deutschland: In Deutschland beträgt der Anteil des Industriesektors am BIP etwa 23,1 % (2024). Die deutsche Wirtschaft ist stärker dienstleistungsorientiert mit einem großen tertiären Sektor, aber die Industrie bleibt im Vergleich zu vielen anderen Industrieländern relativ hoch.
Die Arbeiterklasse ist also im Iran im Verhältnis zur gesamten arbeitenden Bevölkerung größer als in Deutschland. Ich muss meine Meinung korrigieren. Ich dachte bisher, es sei irrelevant, was in den großen Städten Persiens politisch passiert, ähnlich wie in Russland.

Ostfront
Was machen eigentlich die Russen?
Das Theater in Mariupol wurde wiedereröffnet. Alternative Überschriften/Texte: „Russland feiert sich im ehemals zerbombten Theater von Mariupol“ (N-TV). – „Nach umfangreichem Wiederaufbau hat das Russische Dramatische Theater in Mariupol wieder seine Türen für Zuschauer geöffnet. Das Gebäude war im März 2022 von ukrainischen Neonazis des Asow-Bataillons gesprengt worden.“ (RT.de) – „Russian terrorists cynically reopened the rebuilt Drama Theater in Mariupol, where hundreds of Ukrainians, mostly women and children, were killed in a Russian airstrike in March 2022.“ (Jürgen Nauditt auf X, Franchiser und Bandera-Versteher)
By the way: „Der russische Präsident Wladimir Putin und hochrangige russische Militärkommandeure übertreiben weiterhin taktische Details, um den falschen Eindruck zu erwecken, die ukrainischen Verteidigungsanlagen an der Front stünden kurz vor dem Zusammenbruch.“ (ISW)
„Putin und die Kommandeure stellen zukünftige russische Bemühungen zur Eroberung des Festungsgürtels in der Oblast Donezk weiterhin fälschlicherweise als schnelles und einfaches Unterfangen dar. Der Festungsgürtel besteht aus vier stark befestigten Ballungszentren – Kostjantyniwka, Druschkiwka, Kramatorsk und Slowjansk –, die das Rückgrat der ukrainischen Verteidigung in der Oblast Donezk bilden.“
Wir sprechen uns in einigen Monaten wieder.
Afrika-Front
Israel hat Somaliland anerkennt. „Die Republik Somaliland (Somali Jamhuuriyadda Soomaaliland, arabisch جمهورية صوماليلاند Dschumhūriyyat Ṣūmālīlānd) ist eine völkerrechtlich zu Somalia gehörende autonome Region. Sie ist als De-facto-Regime ein praktisch unabhängiger, international mit Ausnahme Taiwans und Israels von keinem Land anerkannter Staat in Ostafrika. Die Region umfasst den Nordwesten Somalias, das ehemalige Kolonialgebiet Britisch-Somaliland.“
Im Sinn: Somalia ohne Somaliland war italienische Kolonie, Somaliland britisch. „Das heutige Somaliland hatte sich nach seiner Unabhängigkeit von Großbritannien 1960 mit Italienisch-Somaliland zu Somalia vereinigt. Am 18. Mai 1991 erklärte es sich einseitig für unabhängig, als die somalische Regierung gestürzt worden war und der Bürgerkrieg in Somalia eskalierte. Seither hat es seine politische Stabilität weitgehend gewahrt und Schritte zur Demokratisierung unternommen.“
Chor im Hintergrund in Baerbock-Moll: Aber das Völkerrecht! Aber das Völkerrecht! Wait a minute:
Die zwei zentralen völkerrechtlichen Prinzipien
🧭 1. Selbstbestimmungsrecht der Völker: Verankert u. a. in der UN-Charta und in den UN-Menschenrechtspakten.
Bedeutet: Völker haben das Recht, frei über ihren politischen Status zu entscheiden.
👉 Dieses Recht entstand historisch vor allem im Kontext der Entkolonialisierung.
🛑 2. Territoriale Integrität von Staaten
Ebenfalls ein Kernprinzip der UN-Charta. Bedeutet: Bestehende Staaten dürfen nicht ohne Weiteres zerteilt werden.
👉 Die internationale Ordnung basiert darauf, dass Grenzen stabil bleiben.
Definiere: „Die internationale Ordnung!
„Aber es gibt Ausnahmefälle, in denen Abspaltungen als legitim gelten können: Remedial Secession (Notstands-Sezession) – In der Rechtswissenschaft diskutiert, aber nicht klar kodifiziert.“
„Trotz der weltweit zunehmenden separatistischen und Autonomiebewegungen scheint der internationale Rechtsrahmen die einseitige Sezession als Reaktion auf jegliches Zwangsverhalten eines Mutterstaates zu unterstützen.“
Ach. Ach was. Die durften das also.
Warum Israel Somaliland anerkannt hat? Nicht aus den Gründen, die ich schon durchgenommen hatte. Nein, wegen der Lage. Die Huthis können schon mal die Schirme gegen Stahlgewitter aufspannen.

Von Tecumseh*1301 – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0
Fehlt noch etwas? Vielleicht die Sparkasse in Gelsenkirchen?
Unter parasozialen Influenzenden
Ich habe euch alle ab 2003 belogen. Ich sehe gar nicht so aus wie auf dem kleinen Foto rechts über der Blogroll, sondern so wie auf diesen beiden Fotos, die ich bisher nie veröffentlicht habe.
Wie die bürgerliche Presse ganz richtig schreibt: Ich will jetzt ein problematisches Bedürfnis zu Geld machen, das jeder hat. Das Publikum hier also auch.
„Es geht um die problematische Kommerzialisierung von Nähe. Mit dem Aufkommen sozialer Medien und dem Siegeszug der sogenannten Influencer ist erneut das psychologische Phänomen der parasozialen Beziehung in den Fokus gerückt: eine einseitige Bindung an eine öffentliche Figur, die mit der Illusion verbunden ist, sich auf Augenhöhe zu befinden.“
Ihr seid also ab sofort auf meiner Augenhöhe und dürft euch in dem Wahn suhlen, ihr lebtet ein so luxuriöses normales Leben wie ich.
Du kannst sein wie ich, ich bin so wie Du!
Fast hätte ich es vergessen: Überweist mir Geld! Viel Geld! Dann seid ihr noch näher dran an mir. (Kontonummer rechts oben)
Unter Türendemolierenden
Ich habe ein paar heftige, mit Pflichten und Küren voll gepackte Tage und Nächte – letztere schlaflos – hinter mir. Die ungeduldig mit den Hufen Pantoffeln unter den Ohrensesseln scharrenden Leser werden hoffentlich verzeihen, dass mein Worte nur spärlich tröpfelten. Aber der Reihe nach.
Frühschicht heißt manchmal, wenn ich nicht an meinem gewohnten Arbeitsplatz in der Deutschen Staatsoper bin: Aufstehen um 3.35 Uhr. Was aber, wenn man durch ein höllisches Krachen an der Wohnungstür um zwei in der Frühe aus dem Schlaf gerissen wird, als versuchte, eine Bonsai-Ausgabe eines Merkava-Streitwagens mit Karacho und Anlauf durch die Tür zu fahren?
Ich springe also halbnackt und halb schlafend auf, renne zur Tür, wo das Donnern noch zu kulminieren scheint und bereite mich mental darauf vor, die Gestapo die Nazis „Israelkritiker“ oder sonstwelche antisemitische Spackos Einbrecher Araber irgendjemandem mit Worten und friedlich gewaltsam und mit Schmackes die Treppe hinunterwerfen zu müssen, dergestalt, dass dieser(n) Person(en) die Lust verginge, fürderhin das Haus zu betreten.
Aber es war nur die freundliche Berliner Feuerwehr mit ortsüblichem Rammgerät. Ich muss vermutlich ziemlich blöde aus der nicht vorhandenen Wäsche geguckt haben, als ich stammelte, was los sei. „Alles ok bei Ihnen?“ wurde ich gefragt, und als ich das bestätigte, zogen die Herren wohlgemut von dannen. Der Feuerwehrhäuptling murmelte noch etwas von einer „Verkettung unglücklicher Umstände“.
Als dann auch noch die Polizei anrückte, klärte sich die Sache einigermaßen auf. Beachte: Ich wohne im tiefsten Neukölln – in Zehlendorf oder Dahlem wäre das so nicht passiert.
Die Freundin meines Untermieters wohnt nicht in Berlin, arbeitet aber bis spät in der Nacht in einem Restaurant, weil sie als Studentin sich und das Studium irgendwie finanzieren muss. Sie hat keinen Schlüssel und kam nicht hinein, weil mein Untermieter – ebenfalls Student und nebenher auch noch schuftend – nicht wach wurde. Das Mädel geriet irgendwie in Panik und kam mit ihrer Atmung nicht klar. Dummerweise tauchte eine Nachbarin auf, die ebenfalls kein Deutsch spricht, aber auch kein Telugu oder Kannada oder Hindi oder Englisch, und glaubte, es handele sich um einen Notfall und rief die 112 an.
Ich kenne das aus unzähligen Erzählungen rund um die Notaufnahme, wo ich sechs Jahre arbeitete: Ist die Berliner Feuerwehr erst einmal in Fahrt, hält sie weder Ochs noch Esel auf. Das Mädel auch nicht, dass völlig verdattert an der Tür stand und einfach beiseite geschoben wurde, um dem Rammgerät Platz zu schaffen. Für Google Translator ist bei Notfällen keine Zeit.
Die Polizei ist in Neukölln gar nicht gewohnt, dass freundliche Leute in nicht pennerhafter ziviler Kleidung entspannt mit ihr reden. Sie blieben so lange und plauderten, so dass ich gleich wach bleiben konnte, um zur Lohnschinderei zu fahren. Die – bis jetzt unbekannte – Nachbarin wird eine Anzeige wegen Missbrauchs des Notrufs bekommen. (Ich wette, dass die Sache komplett folgenlos bleibt.)
Zum Glück hat mein Untermieter eine Haftpflichtversicherung. Wegen solcher Petitessen belästige ich meinen Hausbesitzer nicht. Und der mich auch nicht, etwa mit so hässlichen Dingen wie Mieterhöhungen.
Zu meiner Tür: Da kommt man gar nicht so einfach durch. Ich war stolz auf die. Wenn das eine normale Tür wäre, hätte die Feuerwehr das Schloss nach ein paar Versuchen einfach weggehauen. Die Herren wunderten sich, dass das nicht funktionierte. Der Grund: Die gesamte Tür – älter als ein Jahrhundert – wurde von einem der Vormieter noch mit einer Platte verstärkt, so dass die Sache in Richtung sechs Zentimeter Massivholz geht. Und die wird noch von einem stabilem Stangenschloss gehalten.
Vielleicht war der unbekannt bleibende Vormieter meiner Wohnung mit minderlegalen Angelegenheiten beschäftigt oder hatte unbequeme Feinde, weil ich mich bei meinem Einzug vor 17 Jahren wunderte, warum in der Wohnungstür oben ein massiver Spalt klaffte, der von Axthieben stammte, da jemand offenbar gemeint hatte, man käme nicht anders hinein. Mein Vermieter zuckte damals nur mit den Achseln, murmelte „drei Monate mietfrei“ und „kann ich sonst noch etwas für sie tun?“
Ist eben Neukölln und nicht Zehlendorf oder Dahlem.
Ich habe also das Schloss ausgetauscht, den Schließzylinder gewechselt (die Schrauben waren natürlich zu kurz – ich musste improvisieren), die Tür vorn mit einer Platte verstärkt, da man Holz nicht ausbeulen kann, und alles verspachtelt, abgeschliffen und mehrfach gestrichen. Und siehe, mein Werk gefällt mir.
Epilog: Was sollte das?
Ich muss mich vermutlich bei den bibelunkundigen Leserinnen und den der Theologie abholden Lesern entschuldigend erklären. Was sollten also die drei Postings über die Apiru, Elohim und sonstigen weithin völlig unbekannten Gestalten, Begriffe, die fast vier Jahrtausende alt sind?
Und dann noch ein Mao-Zitat dazu? Das erklärt doch schon etwas. Ein Bibel- bzw. Tora-Wissenschaftler, der zustimmend Mao über die Revolution erwähnt? Da konnte ich nicht widerstehen…
Ich muss das Publikum, um es mental einzustimmen, in einer fremde Welt entführen, die ihre eigenen Regeln und Gesetze hat, aber manchmal gleich um die Ecke ist. Nur merkt es keiner. Wie bei den Absonderlichkeiten in Jerusalem braucht man einen „ortskundigen“ Führer. Ich biete mich gern an.
Wer sich durch die drei Texte gequält hat (die das erste Kapitel von Robert Wolfes: „From Habiru to Hebrews and Other Essays“ sind), wird eines sofort feststellen: Obwohl Fantastilliarden von Theologen und sonstigen Heilige-Schriften-Kundigen seit 200 Jahren herumforschen, gibt es keine eindeutigen, wissenschaftlich validen Ergebnisse. Mit demselben Material, in letzter Zeit flankiert von handfester Archäologie, kann man ganz unterschiedliche Schlüsse ziehen.
Und: Es kommt auf den politischen Hintergrund des jeweiligen Wissenschaftlers an.
Man nimmt wohlwollend zur Kenntnis, dass Wolfe Marxist ist – eine aussterbende Gattung – und die legendäre Gestalt des jüdischen Königs David zu einem Sozialrevolutionär machen will. Das wirkte bis in die Gegenwart, weil, wie er kühn behauptet, deswegen die Juden fortschrittlicher seien als die Araber. Das ist sicher so, aber wohl kaum aus dem Grund.
Finkelstein hingegen, den Wolfe natürlich kennt, zitiert gibt sich als Zyniker und – wie ihn die ebenfalls alte Steine ausbuddelnden Kollegen nennen – als „Minimalist“, das heißt: Er glaubt nichts, was sich nicht eindeutig beweisen lässt. Alles sei Fake News, ist seine Standard-Antwort auf Heilige Bücher. Für ihn war David ein Räuberhauptmann, der mitnichten ein großes „Reich“ gegründet habe.
Beide Standpunkte haben starke Argumente. Aber man braucht nicht darauf zu hoffen, dass die Archäologen etwas finden, das alle Fragen beantwortet.
Was beide für mich interessant macht: Sowohl Wolfe als auch Finkelstein – beide sind Juden – legen sich vehement mit allen Verehrern höherer Wesen der christlichen und jüdischen Art an. Und das sind eine ganze Menge.
So etwas wäre unter Muslimen undenkbar: Es gibt bei denen weder eine Tradition der Aufklärung noch eine kritische Theologie. Für die reitet Mohammed noch immer auf irgendwelchen Fabeltieren in den Himmel, und wer das nicht glaubt, wird mit dem Tod bedroht.
Ach so, die Bilder bzw, die Videos dahinter der „fremden Welt“ Es wandelt eine heil’ge Schar. Hausaufgabe: Was sind die Unterschiede und was ist allen gemeinsam, außer dass bei orthodoxen Juden keine Frauen zu sehen sind?
Und man möge sich schaudernd vorstellen, dass das dritte Foto bzw. Video auch mich zufällig hätte zeigen können, wenn es ein vor einem halben Jahrhundert aufgenommen worden wäre… (Bist du vom Lebenskampf Bei den Titeln der NAK-Liedern gruselt es mich heute noch.)
Kultur Agitprop
Großer Mann und kleiner Mann, um das Brandenburger Tor herum
Heute habe ich den kleine Mann gefunden. Das sieht irgendwie lustig aus. Burks gefällt das.
Übrigens, Grok sagt: Die ursprüngliche und älteste Schreibung des Vornamens ist Burkhard (bzw. in althochdeutschen Quellen auch Burkhart, Burchard oder Burcard). Der Name ist rein althochdeutsch und setzt sich aus zwei Gliedern zusammen:
1. burg / burc = die Burg, der Schutz, die Festung
2. hart / hard = hart, stark, kühn, mutig
Burkhard bedeutet daher wörtlich: „der Burgstarke“, „der kühne Burgbeschützer“ oder „der mit der Stärke einer Burg“. Das ist ein typischer zweiteiliger germanischer Personenname aus der Zeit der Merowinger und Karolinger (6.–9. Jahrhundert). Die heute in Deutschland am weitesten verbreitete Form ist Burkhard (mit „k“ und ohne „t“ am Ende), gefolgt von Burkhardt und Burkhart.
Wenn mir vor mehr als vier Jahrzehnten jemand gesagt hätte: Direkt neben dem Brandenburger Tor wirst du mal arbeiten!, hätte ich den für verrückt erklärt.
Das Leben – jedenfalls mein Leben – war und ist voller Überraschungen, und ich bin gespannt auf die nächste…
Der Vorteil am unvermeidlichen Tod ist bekanntlich, dass man sich nachher nicht darüber ärgern kann. Ich würde das tun, weil ich das Gefühl hätte, so viel von dem verpasst zu haben, was noch alles kommt.

Brandenburger Tor, 80-er Jahre, eingescanntes Dia
Großer Mann und kleiner Mann
Großer Mann mit kleinem Mann von Stephan Balkenhol, Palais am Pariser Platz, Berlin-Mitte. Den kleinen Mann habe ich nicht gesehen, er war zu klein. Muss ich morgen noch genauer gucken. ich habe 12 Stunden Zeit dafür. Um den Mann herum ist jetzt eine künstliche Curling-Bahn mit viel Radau, warum auch immer.
Unter dem Brandenburger Tor
Einem meiner jüngeren Kollegen beliebte es zu schwächeln und das der Firma um 19:30 Uhr abends vor seiner Frühschicht mitzuteilen. Ich musste einspringen, obwohl ein Wechsel von Nacht- auf Tagschicht eher suboptimal ist. Aber ein höherer Lohn ließ meine Zweifel verstummen.
Ich habe eine 12-Stunden-Schicht direkt neben dem Wahrzeichen von Berlin hinter mir. Mir fällt jetzt nichts Gehaltvolles mehr ein. Außer einen Satz von Tom Segev über Jerusalem zu variieren angesichts des Volks, das sich auf dem Pariser Platz herumtreibt: Man kann im Zentrum Berlin keinen Stein werfen, ohne Langhans, Schinkel oder einen Idioten zu treffen.
Die Macht des Drachen
Ich habe mir einen englischsprachigen Artikel von RT.com übersetzen lassen (der mir hier zunächst – trotz eigenem VPN und DNS-Server – wegzensiert wurde – daher nur per Tor-Browser erreichbar). Ich habe ihn in besseres Deutsch umgeschrieben und Bilder und Links hinzugefügt.
Von ICBMs bis zu Hyperschall-Gleitflugkörpern – Peking hat ein gestaffeltes Arsenal aufgebaut, das mit dem der USA und Russlands konkurriert – und es in mancher Hinsicht sogar übertrifft.
Raketen sind die neue Visitenkarte der chinesischen Macht. Nicht Flugzeugträger, nicht Panzer, nicht Kampfjets – sondern Geschosse, die die halbe Welt umrunden oder eine US-Flotte im Pazifik zerreißen können.
Am 3. September 2025 zeigte Peking sein Arsenal in einer Parade, die weniger wie eine Militärschau, sondern mehr wie ein Warnschuss wirkte. Schlanke ICBMs, Hyperschall-Gleiter und sogenannte „Träger-Killer“-Raketen rollten über den Tiananmen-Platz und sendeten eine einfache Botschaft: China ist angekommen – und spielt nicht länger Aufholjagd.
Anders als Russland und die Vereinigten Staaten war China nie durch Rüstungsabkommen des Kalten Krieges gefesselt. Diese Freiheit hat der Raketenstreitmacht der Volksbefreiungsarmee (PLA Rocket Force) das breiteste Raketenarsenal der Welt ermöglicht – interkontinental, intermediär, hyperschall, von U-Booten gestartet oder aus der Luft abgeworfen. Das ist nicht nur Technik – es ist Pekings Art, der Welt mitzuteilen: Das Kräfteverhältnis verschiebt sich – Rakete für Rakete.
Raketen aus Russland: Ein Blick in Moskaus aktuelles tödlichstes Arsenal
Chinas Raketenprogramm begann mit dem Nachbau sowjetischer R-2-Raketen, die der Volksbefreiungsarmee überlassen worden waren. Sprung nach vorn und ins Heute: Peking verfügt nun über das gesamte Spektrum land- und seegestützter ballistischer Raketen – schwere, flüssig angetriebene Silowaffen, mobile Feststoffsysteme und SLBMs (U-Boot-gestützte ballistische Rakete). In allen Varianten können die Sprengköpfe mit MIRVs (Mehrfachsprengköpfen) bestückt werden.

Vergleich der Flugbahnen eines Hyperschallgleiters (rot) und herkömmlichen ballistischen Sprengköpfen (grün)
DF-61 und DF-41: Chinas mobile Schwergewichte
Die Parade am 3. September 2025 zeigte das öffentliche Debüt der DF-61, einer neuen straßenmobilen, feststoffgetriebenen ICBM. Vom Aussehen und vom Umfang her wirkt sie wie eine Weiterentwicklung der DF-41, die seit 2017 im Dienst ist. Das Upgrade ist logisch: An der DF-41 wurde seit 1986 gearbeitet. Als sie in Serienproduktion ging, waren Teile ihres Designs bereits veraltet. Das erklärt möglicherweise auch die Verzögerung bei der Einführung der Silos- und Schienenmobil-Versionen, die zwar getestet, aber verschoben wurden. Mit der DF-61 könnten diese Hürden genommen sein. Beide Systeme teilen wahrscheinlich viele der gleichen technischen Leistungsdaten.
Ihre Abschussfahrzeuge ähneln Russlands Topol-M und Yars: achsige (achtachsige) TELs, die die Raketen in versiegelten Containern tragen. Jede Rakete wiegt grob 80 Tonnen. China verfügt sehr wahrscheinlich über die Technik, sie nicht nur von vorbereiteten Abschussplätzen, sondern überall entlang ihrer Patrouillenrouten abzufeuern. Die DF-41 gilt als voluminöser als ihre russischen Verwandten. Sie wurde ursprünglich dafür konzipiert, bis zu 10 hochexplosive (low-yield) Sprengköpfe (~150 kt je Stück) auf Entfernungen von 12.000–14.000 km abzuschiießen.
Westliche Schätzungen legen nahe, dass seit 2017 mindestens 300 DF-41 in verschiedenen Stationierungsformen eingesetzt wurden; dazu kommt jetzt die neuere DF-61. Diese Mischung aus mobilen und festen Stationierungen diversifiziert Chinas Abschreckung und sichert eine überlebensfähige Zweitschlagfähigkeit.

Geschätzte Reichweite der DF-5C. Source: Military Power of the People’s Republic of China 2007
DF-5C: der silobasierte Riese
Die Kommentartexte zur Parade in Peking beschrieben die DF-5C als in der Lage, „jedes Ziel auf der Welt“ zu treffen, mit einer Reichweite von bis zu 20.000 km. Im russischen Sprachgebrauch würde man das als „globale Rakete“ bezeichnen, obwohl dieser Begriff technisch oft Systeme meint, die Nutzlasten in eine erdnahe Umlaufbahn heben, bevor sie wieder abtauchen. Die Abweichung hier liegt wahrscheinlich eher an der Übersetzung als an der Leistungsfähigkeit.
Die DF-5C ist die neueste Version der flüssiggetriebenen DF-5, die erstmals 1971 flog. Technologisch steht sie in der Linie der sowjetischen R-36-Entwürfe der späten 1960er, wobei die DF-5C dem R-36M2 „Satan“ ähnlicher sein könnte. Erste Tests datieren auf 2017; berichtet wird, dass sie 10–12 Sprengköpfe mittlerer Sprengkraft trägt und in Silos stationiert ist. Heute betreibt China rund 20 dieser Raketen.
DF-31-Familie: Chinas erste straßenmobile, feststoffgetriebene ICBM
Chinas erste straßenmobile, feststoffgetriebene Interkontinentalrakete, die DF-31, wird oft als Pekings Antwort auf Russlands Topol beschrieben: eine dreistufige Rakete mit einer Reichweite von 12.000 km und einem einzelnen Sprengkopf mit 200–300 Kilotonnen. Entwickelt in den 1990er und 2000er Jahren, trat sie 2006 in den Dienst.

DF-31AG-Rakete der chinesischen Volksbefreiungsarmee
Die DF-31AG, erstmals 2017 beobachtet, feierte ihr Paradedebüt im September 2025; sie war auf einem verstärkten Mehrachs-TEL montiert, das an die DF-41 erinnert. Ebenfalls gezeigt wurde eine fortschrittlichere Variante, die DF-31BJ; ihr auffallend längerer Container nährte Spekulationen, dass sie einen hyperschallmanövrierbaren Gefechtskopf tragen könnte. Insgesamt könnten mehr als 80 Raketen der DF-31-Serie in China stationiert sein.
Seegestützte ballistische Raketen (SLBMs): JL-2 und JL-3
Seit den 1990er-Jahren baut China den maritimen Zweig seiner strategischen Kräfte auf: nuklearbetriebene ballistische Raketen-U-Boote, die mit feststoffgetriebenen SLBMs bewaffnet sind. Seit 2007 betreibt die Marine der Volksbefreiungsarmee (PLA Navy) die Typ-094-SSBNs, von denen jedes Boot 12 JL-2-Raketen mitführt. Sechs Boote sind heute im Dienst, zwei weitere sind im Bau.
Die JL-2 greift auf Technologie der DF-31 – und vermutlich auch der DF-41 – ICBMs zurück. Sie bietet eine Reichweite von bis zu 8.000 km und kann entweder einen einzelnen Sprengkopf der Megatonnenklasse oder bis zu acht MIRVs tragen.
Ab 2022 wurden JL-2-Raketen Berichten zufolge schrittweise durch die fortschrittlichere JL-3 ersetzt, die ähnliche Abmessungen aufweist. Die JL-3 hatte ihr öffentliches Debüt auf der Parade am 3. September 2025. Schätzungen gehen von einer Reichweite von etwa 10.000 km aus, wobei MIRV-Bestückungen zum Standard gehören.
Da bereits die neuen Typ-096-SSBNs im Bau sind, ist klar ersichtlich, dass Peking den maritimen Bestandteil seiner strategischen Nuklearkräfte priorisiert.
Intermediär- und mittelstreckenballistische Raketen (IRBM / MRBM) & Hyperschallwaffen
Bevor wir zu den interkontinentalen Schwergewichten kommen, lohnt es sich, sich die Klasse von Raketen anzusehen, die in einem tatsächlichen Konflikt um Taiwan oder das Südchinesische Meer womöglich am wichtigsten sind: Intermediär- und Mittelstreckensysteme. Im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten und Russland, die lange durch den INF-Vertrag beschränkt waren, hatte China nie Beschränkungen beim Bau von Waffen in der 500–5.500-km-Reichweite. Diese Freiheit verschaffte Peking einen entscheidenden Vorteil in ganz Asien. Diese Raketen bilden das Rückgrat seiner regionalen Schlagkraft – ausgelegt, um US-Stützpunkte, verbündete Infrastruktur und Marineverbände in Gefahr zu bringen – und sie sind das schärfste Instrument in Chinas Anti-Access/Area-Denial-Strategie (A2/AD).

YJ-20 – eine Hyperschall-Antischiffs-Aeroballistikrakete, einsetzbar auch gegen Flugzeugträger. Foto: Screenshot chinesische Medien
DF-26 und DF-21 – die Gestalter der Region
Die DF-26 hat sich einen treffenden Spitznamen verdient: den „Trägerkiller“. Diese zweistufige, feststoffgetriebene intermediäre ballistische Rakete kann bis zu etwa 4.000 km erreichen und wird in Varianten mit konventioneller oder nuklearer Nutzlast eingesetzt. Einer Variante wird nachgesagt, sie trage einen hyperschallmanövrierbaren Gefechtskopf, der für den Einsatz gegen sich bewegende Seeziele ausgelegt ist – eine Fähigkeit, die Trägerkampfgruppen direkt bedroht und Peking ein mächtiges A2/AD-Werkzeug in die Hand gibt.
Die DF-26 ging ab 2016 in Dienst und ersetzt schrittweise die ältere DF-21, Chinas erste feststoffgetriebene Mittelstreckenrakete, die Anfang der 1990er Jahre eingeführt wurde. Die DF-21-Familie existiert weiterhin in mehreren Konfigurationen; der Text schätzt mindestens ~80 DF-21-Systeme in unterschiedlichen Rollen. Gemeinsam verschaffen DF-21- und DF-26-mobile Abschussfahrzeuge China Reichweite über Südostasien, große Teile des westlichen Pazifik und sogar in Teile russischen Territoriums – eine geografische Abdeckung, die die operativen Optionen in der Region neu gestaltet.
DF-17 – Chinas einsatzfähiges Hyperschall-Gleitflugkörper-System
China testete sein erstes Hyperschall-Gleitflugkörper-Konzept im Jahr 2014, offenbar unter Verwendung einer DF-16-Trägerrakete. Mobile Systeme mit dem DF-17-Hyperschall-Gleitflugkörper traten ab 2019 in den Dienst. Bemerkenswert an der DF-17 ist nicht nur ihre Geschwindigkeit, sondern auch ihre Manövrierfähigkeit: Der Gleitflugkörper fliegt mit Überschallgeschwindigkeit entlang der oberen Atmosphäre und kann sowohl seitlich als auch vertikal manövrieren – was die Verfolgung und Abwehr durch moderne Raketenabwehrsysteme erheblich erschwert.
Berichten zufolge liegt die effektive Reichweite der DF-17 bei etwa 2.500 km, wobei die Nutzlasten – selbst konventionelle – mit Geschwindigkeiten von über Mach 5 zugestellt werden. Während diese Reichweite die Reichweite über dem Meer begrenzt, ermöglicht sie präzise Schläge über Küstengewässern und Landgebieten, die sich klar innerhalb von Chinas strategischer Peripherie befinden – genau jene Zonen also, die Peking am ehesten verteidigen oder beanspruchen würde. Offene Schätzungen gehen davon aus, dass heute mehrere Dutzend DF-17-Einheiten im Einsatz sind.
Hyperschall-Gleitflugkörper wie die DF-17 sind besonders effektiv, weil sie die Reaktionszeit für Verteidiger drastisch verkürzen und die Wirksamkeit von Abfangsystemen, die auf vorhersehbaren ballistischen Flugbahnen basieren, stark verringern. Genau deshalb hat China sie zu einem zentralen Bestandteil seiner gestaffelten Abschreckungs- und Gebietsverweigerungsstrategie gemacht.

JL-1 (luftgestützte ballistische Rakete Chinas)
Luftgestützte Raketensysteme (JL-1, H-6 / CJ-10 / YJ-Familie)
Chinas strategische Raketenhaltung beschränkt sich nicht auf Silos und U-Boote – die Luftwaffe der Volksbefreiungsarmee (PLAAF) verfügt ebenfalls über ein umfangreiches luftgestütztes Arsenal, das rund um die bewährte Bomberfamilie H-6 aufgebaut ist. Die H-6N, die fortschrittlichste Variante, die derzeit öffentlich gezeigt wird, dient als Startplattform für eine neue Generation luftgestützter ballistischer und Marschflugkörper, wodurch Peking seine Schlagreichweite weit über die Küstengewässer hinaus ausdehnen kann.
JL-1: Eine neue luftgestützte ballistische Option
Bei der Parade am 3. September stellte Peking die JL-1 (Jù Làng-1) vor – eine zweistufige, luftgestützte ballistische Rakete, die von der H-6N getragen wird. Die JL-1 wird von einem Pylon unter dem Flugzeug gestartet und folgt anschließend einer ballistischen Flugbahn zum Ziel. Jede H-6N kann eine einzelne JL-1 mitführen, und die Kombination aus Bomber und Rakete ergibt einen Einsatzradius von bis zu etwa 8.000 km – ausreichend für präzise Schläge gegen Marineverbände und stationäre Ziele über große Entfernungen hinweg. Die Einführung der JL-1 in die strategische Luftflotte der PLAAF scheint im laufenden Jahr begonnen zu haben.
H-6 als vielseitiger Raketen-Träger
Die H-6-Familie – im Wesentlichen eine inländische Weiterentwicklung der sowjetischen Tu-16 – bleibt Chinas wichtigste Langstreckenbomberflotte. Moderne H-6-Varianten können eine Vielzahl von Waffen unter den Tragflächen tragen, darunter die CJ-10/CJ-12-Marschflugkörper (abgeleitet von sowjetischer Kh-55-Technologie, die nach dem Zerfall der UdSSR adaptiert wurde). Diese Unterschall-Marschflugkörper – mit Reichweiten im Bereich von 1.500 bis 2.000 km – tauschen Geschwindigkeit gegen Nutzlast und Ausdauer ein, sodass H-6-Bomber stationäre Ziele oder Marineeinheiten aus sicherer Entfernung angreifen können – allerdings auf Kosten der eigenen Reichweite des Bombers.

YJ-15 Überschall-Antischiffs-Marschflugkörper (Bild: SinoDefenceForum)
YJ-Familie: Überschall- und Hyperschall-Antischiffsraketen
Besonders beunruhigend für Überwasserflotten ist Chinas wachsendes Arsenal an Hochgeschwindigkeits-Anti-Schiff-Waffen. Die H-6 kann die YJ-12 tragen – eine Überschall-Antischiffsrakete mit angegebenen Geschwindigkeiten zwischen Mach 2,5 und Mach 4 und einer Reichweite von bis zu etwa 500 km – Leistungswerte, die das Zeitfenster für die Verteidigung von Marineeinheiten drastisch verkleinern. Bei der Parade in Peking zeigte China außerdem eine Familie von Raketen der nächsten Generation – YJ-15 sowie möglicherweise YJ-17, YJ-19, YJ-20 und YJ-21 –, von denen einige offenbar Überschall- oder Hyperschall-Designs sind.
Die YJ-17 soll Berichten zufolge einen zweistufigen Booster und einen Hyperschall-Gleitflugkörper nutzen, um Reichweiten von etwa 1.000 km zu erreichen; die YJ-19 verwendet angeblich ein Staustrahltriebwerk (Scramjet) und operiert im Bereich von rund 500 km; YJ-20 und YJ-21 ähneln aeroballistischen oder aeroballistisch inspirierten Raketen mit einer Reichweite von 300–400 km – ähnlich in Funktion wie die russischen Iskander-M oder Kinzhal. Viele dieser Systeme werden vermutlich noch erprobt, doch ihr öffentliches Auftreten signalisiert Chinas Fokus auf schnelle, schwer abzufangende Anti-Schiffs- und Küstenverteidigungswaffen.
In ihrer Gesamtheit verleihen die H-6-Flotte und ihre Raketenfamilie China die Fähigkeit, große Teile des westlichen Pazifiks von Landbasen aus zu erreichen – eine Fähigkeit, die im Zentrum jeder möglichen PLA-Operation steht, die auf die Kontrolle der umliegenden Seegebiete oder die Bedrohung entfernter Einsatzverbände abzielt.
Kurzstreckenraketen – das Taiwan-Werkzeugkasten
Während Interkontinentalraketen (ICBMs) und Hyperschallwaffen die Schlagzeilen beherrschen, sind es Chinas Kurz- und Mittelstreckenraketen, die mit größter Wahrscheinlichkeit in einem regionalen Konflikt eingesetzt würden – insbesondere über Taiwan sowie im Süd- und Ostchinesischen Meer. Diese Systeme sind speziell dafür ausgelegt, den Zugang zu sperren, Verteidigungssysteme zu überlasten und Abschuss- oder Basiseinrichtungen zu zerstören, bevor ein Gegner überhaupt reagieren kann.
China stellte 2013 die DF-12 in Dienst – ein modernes, hochpräzises taktisches Raketensystem, das nach vielen Berichten die US-amerikanische ATACMS in Reichweite und Mobilität übertrifft. Abgeschossen von geneigten Transport-Start-Containern auf einem vierachsigen Fahrgestell, erreichen DF-12-Raketen 400–500 km. Peking exportiert außerdem eine M20-Abwandlung für die weißrussischen Polonez-Werfer mit reduzierter Reichweite von etwa 300 km.
Ergänzt wird die DF-12 durch andere Kurzstreckenraketen mit Feststoffantrieb wie die DF-15 (bis zu 600 km) und die DF-16 (rund 1.000 km). Beide Familien existieren in mehreren Varianten und können mit konventionellen oder nuklearen Sprengköpfen bestückt werden – darunter präzisionsgelenkte, terminal manövrierende Gefechtsköpfe, die die Treffgenauigkeit gegen Punktziele erhöhen. Zusammengenommen betreibt die Volksbefreiungsarmee (PLA) wahrscheinlich mehrere Hundert Abschussfahrzeuge für diese Systeme.
Diese Dichte und Tiefe an Startsystemen sind entscheidend. In jeder Operation gegen Taiwan könnte die PLA massierte Angriffe mit SRBMs (Kurzstreckenraketen) und MRBMs (Mittelstreckenraketen) einsetzen, um Luftverteidigungssysteme zu unterdrücken, Aufklärungseinrichtungen zu blenden sowie Start- und Landebahnen oder Häfen zu zerstören. Der kombinierte Einsatz dieser Raketen – ergänzt durch Marschflugkörper und Anti-Schiffs-Systeme – würde es jedem Gegner extrem schwer machen, eine wirksame Verteidigungsstellung aufrechtzuerhalten.
Bei der Parade 2025 hob Peking außerdem Überschall- und Hyperschall-Antischiffswaffen mit gemeldeten Reichweiten von bis zu 1.000 km hervor (YJ-Familie). Selbst wenn einige dieser Systeme noch Prototypen sind, ist der Trend eindeutig: China rüstet seine Küsten- und Regionalstreitkräfte mit schnellen, schwer abfangbaren Waffen auf, die Marineoperationen innerhalb der ersten Inselkette erheblich erschweren.
Vom Aufholen zum Überholen
Chinas Raketenarsenal holt heute nicht mehr nur zu den führenden Nuklearmächten der Welt auf – in einigen Bereichen liegt es bereits vorn. Die schiere Vielfalt der in Peking präsentierten Systeme – von schweren Silo-ICBMs bis zu straßenmobilen Startern, von U-Boot- und luftgestützten Systemen bis hin zu Hyperschall-Gleitflugkörpern und Überschall-Antischiffsraketen – weist auf eine gestaffelte, flexible und moderne strategische Abschreckung hin.
Tatsächlich drückt Peking gerade in dem Bereich am stärksten aufs Tempo, in dem seine Rivalen deutlich hinterherhinken: Hyperschalltechnologie. Während Washington sich noch in der Forschungs- und Testphase befindet, hat China bereits operationelle Hyperschall-Gleitflugkörper im Einsatz und erweitert sein Hyperschall-Antischiffsarsenal. Russland ist das einzige andere Land in diesem exklusiven Kreis – doch sowohl Moskau als auch Peking bewegen sich derzeit schneller als die Vereinigten Staaten.
Die Parade vom 3. September 2025 war also nicht bloß ein Schauspiel – sie war ein Signal. China baut eine Raketenstreitmacht auf, die nicht nur einen Zweitschlag im nuklearen Krieg garantiert, sondern auch den Zugang zu seinen Küstenzonen verwehren, gegnerische Flotten bedrohen und Rivalen in jedem regionalen Konflikt im Unklaren lassen soll.
Zum ersten Mal in der modernen Geschichte spielt Peking bei der Raketentechnologie nicht mehr die zweite Geige. Es gibt den Takt vor – und fordert die anderen heraus, Schritt zu halten.
Von Dmitry Kornev, Militärexperte, Gründer und Autor des Projekts MilitaryRussia (Website erlaubt kein https).
Anmerkung: Alle Links stammen von mir. Wieso können andere das immer noch nicht, auch nicht der Autor des Artikels? Sollen die Leser sich das selbst zusammensuchen? Was ist so schwierig daran, Quellen und Informationen zu verlinken?
Did I make you feel uncomfortable?
Falls ihr nicht wisst, wem auf X oder auf Instagram zu folgen sei…
Diese Attitude bringt mich immer zum Schmunzeln. Könnte fast von mir stammen…
Unter von Arabern Befreiten
Aus der Rubrik „nützliches Wissen“: Die Nationalhymne Andorras beginnt mit der Zeile „El gran Carlemany, mon Pare, dels àrabs em deslliurà“. Das heißt auf Deutsch: „Der große Karl der Große, mein Vater, befreite mich von den Arabern“.
ChatGPT: Der Pew Research Center-Datensatz über muslimische Bevölkerungen listet für Andorra weniger als 1.000 Muslime (unter 1 % der Bevölkerung) auf.
























































