Da geht die Kohle hin

steuertruhe

Eiserne Steuertruhe des „Kaiserlich freien weltlichen Reichsstifts Quedlinburg“ mit verstecktem Deckelschloss und vierzehn Verriegelungspunkten (Schlossmuseum Quedlinburg). Die Truhe war ideal geeignet, um größere Geldbeträge zu verwahren, da ihre massive Ausführung und die 14 Schlösser für das 18. Jahrhundert ein hohes Maß an Sicherheit gewährleisteten.

Es war einmal in einer Zeche im Ruhrpott

Zeche Bönen

Credits: Gemeindearchiv Bönen

Organisiert verantwortungslos

Schöner Artikel im Tagesspiegel über den Irrsinn der Verwaltung: „Das alles ereignet sich in einer Stadt, in der es zudem die Spezialität der organisierten Verantwortungslosigkeit gibt, wo Verwaltungen von Landesregierung und Stadtbezirken viel Mühe darauf verwenden, ihre jeweiligen Zuständigkeiten so präzise untereinander aufzuteilen, dass Mitarbeiter regelmäßig selber nicht mehr wissen, wer sich um was zu kümmern hat und dann nahezu zwangsläufig in Lethargie versinken oder überarbeitet sind.“

Das Problem ist: Mir fällt auch keine Lösung ein.

Schrödinger’s cat, reloaded

schroedinger's cat

Credits: The Language Nerds

Kleinstadt Groove

katholische Unna
Katholische Kirche Unna, mit temporärem Bewohner

Es ist schwer, an dem Ort, in dem ich meine Zeit als Gymnasiast verbracht habe, auch die Musik von damals zu hören (Don Airey ist auch nicht schlecht). Der Groove fährt einem in die Knochen, und die Finger wollen anders als sonst… aber Sometimes I Feel Like Screaming.


katholische Unna
Abbrucharbeiten Bahnhofstraße Unna

Unna hat knapp 60.000 Einwohner (wenn man es glaubt), Quedlinburg gut 20.000, beides rückläufig. Was macht man, wenn man dort als Clint Eastwood ankommt und die Kneipen sind schon voll mit Familien und Peergroups (wenn sie überhaupt geöffnet haben)?

Quedels-Pub hatte am Sonntag geschlossen, natürlich an dem Tag, als ich dort hinwollte. Meine Stammkneipe in Unna ist nach dem Umbau nicht mehr so intim und „gemütlich“ wie vorher und das Publikum am Wochenende sehr jung. Mit „gemütlich“ könnte man mich nicht locken, wohl aber mit interessanten Leuten.

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Markt Quedlinburg

Und was macht man dort, wenn man arm ist? Obdachlose sind kaum zu sehen oder bemühen sich, nicht aufzufallen. Aber wer von Stütze lebt, kann sich die Getränke in einer beliebigen Kneipe sowieso nicht leisten und auch keine kulturellen Ereignisse. Und dann? Ich würde vor dem Internet hängen…

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Unrenoviertes Haus in der Altstadt Quedlinburgs

Morgen fahre ich in die Großstadt zurück. Und das ist auch gut so.

Unna ist nicht Paris

evangelische Stadtkirche Unnaevangelische Stadtkirche Unnaevangelische Stadtkirche Unna

Wie ich schon schrieb und wie auch anderswo berichtet wurde, fiel am 18.01.2018 bei Sturm eine Fiale, die fast eine Tonne wiegt (vgl. mittleres Foto, hinter dem Gargolyten), vom Turm der Evangelischen Stadtkirche (erbaut ab 1322) in Unna, durchschlug das Dach und zerstörte fast ein Gewölbe, so dass sogar die Gefahr bestand, dass das Gebäude ganz hätte einstürzen können. Auch die Orgel wurde schwer mitgenommen und musste komplett saniert werden. Mir wurde berichtet, dass sie vielleicht zu Weihnachen 2020 wieder gespielt werden könne. Die Sanierungsarbeiten werden insgesamt rund fünf, wenn nicht mehr Jahre dauern. Auch die Glocken werden bis dahin schweigen.

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„10,6 Millionen Menschen in Deutschland können nur fehlerhaft schreiben“, berichtet die Zeit (von rund 83 Millionen insgesamt). „Männer stellen mit 58,4 Prozent die Mehrheit der gering literalisierten Erwachsenen“, lese ich im Spiegel.

Vielleicht sollte ich hier nur noch Bilder posten? Die GEW fordert sogar noch dümmere Schüler (das „W“ steht IMHO für Wissenschaft).

O tempora o mores! (Versteht das überhaupt jemand?)

Männer und ihre dampfenden Maschinen

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Selketalbahn – eine der Harzer Schmalspurbahnen, gesehen in Quedlinburg. Nein, ich finde das nicht romantisch, sondern nur interessant.

Internet Survival Pack Needed

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Bahn! Im IC gibt es kein Internet? Ich habe mein eigenes dabei. Immerhin ist Strom vorhanden, obwohl ich auch eine Weile ohne auskäme. Jetzt dürft ihr raten, was auf dem Foto ist, das ich gerade (in der Nähe von Braunschweig) bearbeite?!

Feudal oder nicht feudal? (tl;dr,)

ständerhausvorhof zur Hölleschuhhofvorhof zur Höllehölle 7

Stopp! Nicht nur flüchtig hingucken! Das Fachwerkhaus ganz oben rechts (1346/47) und das Steinhaus (ab 1215) ganz unten sind Mittelalter, die Häuser in der Mitte sind erheblich jünger (16. und 17. Jh.) und schon frühe Neuzeit.

Ja, ihr müsst jetzt stark sein! Tl;dr,! Wie schon drohend angekündigt, las ich jüngst Heide Wunders Feudalismus – 10 Aufsätze. Warum?

Erstens: Man interessiert sich im Alter nicht mehr für die Details, weil man die schon alle kennt, sondern eher für das große Ganze, auch bekannt als die Frage: Warum ist die Geschichte so, wie sie ist, und nicht anders (eingedenk der Tatsache, dass höhere Wesen nicht an den Weltläuften herumfummeln)?

Zweitens las ich Johannes Fried: Die Anfänge der Deutschen: Der Weg in die Geschichte (1056 S.!) – das beste Buch über den Feudalismus, was die bürgerliche Geschichtswissenschaft bis jetzt hervorzubringen vermochte.

Bürgerlich deshalb, weil Fried den Begriff Feudalismus gar nicht verwendet, obwohl der Sprachgebrauch der internationalen historischen Wissenschaft das nahelegen könnte, und weil man als bürgerlicher Wissenschaftler in Deutschland auf Theorie insoweit verzichten muss, als jeder Versuch, die Geschichte nicht nur bloß zeitlich („Mittelalter“, „Neuzeit“) zu periodisieren, sondern eine Struktur zu erkennen, die – OMG! – auch die dem Feudalismus nachfolgende Gesellschaftsform aka Kapitalismus nicht als Ende der Geschichte definiert. Was aber, wenn die Frage erlaubt sei, könnte danach kommen? Das darf man gar nicht denken.

Warum muss man als nicht-marxistischer Historiker den Begriff Feudalismus vermeiden? Heide Wunder schrieb 1974 (!): Die Fronten sind heute so verhärtet, daß erst wieder Kommunikation möglich werden muß, um die gegenseitigen Vorurteile in Frage zu stellen.“ Feudalismus zu sagen, war in der alten Bundesrepublik fast so schlimm wie „BRD“. Das roch nach DDR und Schwefel.

Es ist so ähnlich wie mit der Diskussion über den Wert im Marxschen Kapital: Obwohl die zentrale These schon von Aristoteles stammt, muss der Kapitalismus-affine „Volkswirtschaftler“ dagegen sein, weil er eben qua definitionem eben keine Wissenschaft betreibt, sondern Apologetik, also eine esoterische Glaubenslehre vertritt, die den Markt als eine Art höheres Wesen anbetet.

Feudalismus als Begriff taucht jedoch schon bei Hegel auf und wird zum Beispiel sowohl von Max Weber, Marc Bloch: La société féodale als auch von Otto Brunner (der des Kommunismus an sich unverdächtig ist) ausführlich verwendet und diskutiert. Dass heute der Begriff (nur in Deutschland) weitgehend tabu ist, beweist, dass die bürgerliche Geschichtswissenschaft, was das theoretische Niveau angeht, noch vor den Stand vor einem halben Jahrhundert zurückgefallen ist. Johannes Fried macht keine Ausnahme, aber er nimmt wenigstens phänotypisch die Quellen zur Spätantike bzw. zum frühen Feudalismus ernst und behauptet nichts, was man nicht beweisen kann, sondern gibt manchmal zu (das können sich auch marxistische Historiker hinter die Ohren schreiben!): Wir wissen es nicht und werden es nicht wissen können, weil die bekannten Quellen und Fakten es nicht hergeben.

Heide Wunder: Die deutsche Mediävistik beteiligt sich nicht an der internationalen Diskussion über den Begriff Feudalismus (…) Letztlich ist die Ursache für die Abwehrreaktionen der bundesrepublikanischen Geschichtswissenschaft gegenüber der DDR in dem Fehlen einer eigenen deutschen undogmatischen marxistischen Wissenschaftstradition zu suchen, wie sie besonders in Frankreich und den angelsächsischen Ländern – wenn auch hier weniger ausgeprägt und einflußreich – vorhanden ist. Es hat sich also nichts geändert.

Frage: Kann man Feudalismus als ökonomischen Begriff auf alle Länder übertragen – etwa auf Japan, China, Afrika, die arabischen Länder? Diese Frage stellte sich schon den Historikern der DDR, die den Fesseln des Stalinismus in den 60-er Jahren entschlüpft, merkten, dass man mit dem mitteleuropäischen Modell à la „Lehnswesen“ et al in den „Entwicklungsländern“ auf den Holzweg geriet. Gelöst hat man das Problem nicht, sondern zog sich auf die oberflächlichen zeitlichen Kategorien vorfeudal, frühfeudal, hochfeudal und spätfeudal in offiziellen Lehrbüchern zurück, was genauso albern ist wie die Erfindung einer frühbürgerlichen Revolution.

Für den DDR-Historiker Bernhard Töpfer war der Feudalismus die am weitesten entwickelte Stufe der vorkapitalistischen Gesellschaften; er könne sich sowohl aus einer „zersetzenden“ Urgesellschaft [also aus einer tribalistischen Gesellschaft, B.S.] wie auf dem Hintergrund der asiatischen Produktionsweise oder einer Sklavenhalterordnung entwickeln. Das ist immerhin originell, aber nicht letzlich befriedigend.

Sein Kollege Eckehard Müller-Mertens vertrat die Thesen (ich wiederhole mich), dass 1) „die Durchbrüche zu weltgeschichtlich weiterführende Entwicklungen“ meist in „verhältnismäßig rückständigen Randgebieten“ erfolgt sei“, was die Frage aufwerfe, ob der Feudalismus in Europa vielleicht nur eine „primitive Variante“ einer Gesellschaftsformation ist, „die feudale und andere, nichtfeudale, vorkapitalistische Produktionsverhältnisse“ einschließe, und 2) was das okzidentale „Mittelalter“ so besonders gemacht habe, dass sich daraus – und nur dort – der Kapitalismus entwickelt habe? („Trotz seines marxistischen Weltverständnisses konnten sich seine Werke in den Leitdarstellungen der DDR-Geschichtswissenschaft nicht durchsetzen“. Der Staat – die DDR -, kommentiert Heide Wunde missbilligend, habe damals einen „erkenntnistheoretischen Rahmen“ vorgegeben, der „nicht transzensiert werden darf“.)

Wer bis hierher durchgehalten hat, kriegt noch mehr Fotos:

FleischhofschuhhofschuhhofschuhhofschuhhofStiftskirche St. Servatii

Von oben nach unten: Fleischhof, auch 2. Reihe rechts, 2. Reihe links: in dem Haus residiert ein Deutsch-Seminar für Stundenten aus Texas, ganz unten die Stiftskirche St. Servatius.

Jetzt fragt das genervte Publikum natürlich mit Recht: Was soll das alles? Und was ist mit dem feierlich angekündigten Domschatz? Wartet doch noch ein Weilchen! Es geht munter weiter, und ich werde Euch nicht enttäuschen! Auch den Feudalismus werden wir noch in den Griff bekommen – das war nur der Prolog!

Wohin mit der herrschenden Klasse?

Fallbeilraubgrafenkasten

Oben: Fallbeil, 14. Jh., unten der so genannte Raubgrafenkasten, Schlossmuseum Quedlinburg

Mir war klar, dass die Jusos Karl Marx nie gelesen haben, sonst wären sie ja nicht in der heutigen SPD. Also kann man ihnen nicht vorwerfen, sie hätten etwas falsch verstanden, genausowenig man einem Hauptschüler zum Vorwurf machen kann, er hätte die spezielle Relativitätstheorie missinterpretiert.

Karl Marx hat nie von Verstaatlichungen gesprochen. Ein Zitat, das man (als Juso) falsch anwenden könnte, steht im Kommunistischen Manifest:
Das Proletariat wird seine politische Herrschaft dazu benutzen, der Bourgeoisie nach und nach alles Kapital zu entreißen, alle Produktionsinstrumente in den Händen des Staats, das heißt des als herrschende Klasse organisierten Proletariats, zu zentralisieren und die Masse der Produktionskräfte möglichst rasch zu vermehren.

Haben wir zur Zeit eine „politische Herrschaft“ des Proletariats? Nicht, dass ich wüsste. Ist der Staat in den Händen des Volkes der Bevölkerung? Auch nicht wirklich. Welchen Sinn könnten Verstaatlichungen im Kapitalismus dann haben?

Natürlich kann man denselben reformieren oder so tun als ob, abmildern, damit die Leute nicht allzusehr herumrebellieren. Man könnte Strom, Wasser, Gas, Internet, Nah- und Fernverkehr in die öffentliche Hand überführen, das Gesundheitssystem sowieso, da es jedem einleuchtet, dass mit dem, was jeder umbedingt zum Leben braucht, keine Profite gemacht werden müssen. Aber Autos?

So einen Quatsch kann nur die SPD fordern. Ich vermute jedoch, dass hier nur jemand die größtmögliche Aufmerksamkeit suchte und wusste, an welches Heiligtum er pinkeln musste, um das zu erreichen.

Villa, quae dicitur Quitilingaburg

quedlinburgquedlinburg

Aha, den Domschatz darf man angeblich nicht fotografieren, obwohl zahlreiche Bilder im Internet kursieren. Ich habe schon bei der Quedlinburg-Tourismus-Marketing GmbH herumgestänkert gefragt, warum das so sei und warum niemand, auch nicht im so genannten Internet, das ja bekanntlich auch hier vorhanden sei, das verkündet habe. Die Dame wusste von nichts, vermutete aber, die Kirche sei schuld, was an sich immer eine gute Ausrede ist, hier aber dazu führen wird, dass ich denen morgen in aller Herrgottsfrühe (!) meinen Presseausweis auf den Tisch knallen werde, verbunden mit der Frage, ob Journalisten nicht fotografieren dürften und warum die Protestanten sich anmaßen, etwas, was schon ein halbes Jahrtausend und noch länger existierte, bevor dieser Bauernfeind und Antisemit Luther geboren wurde, der Öffentlichkeit vorzuenthalten.

In dem Haus in der Mitte auf dem unteren Bild wohne ich, schmale Treppen rauf und runter und natürlich ohne Fahrstuhl, weil das Gebäude 400 Jahre alt ist.

Reisen in Deutschland

ICE

Nein, ich schimpfe nicht auf Bahn. Mir ist egal, wie ein Waggon (verdammt, ich musste wahrlich überlegen!) aussieht, und mit dem abgebildeten bin ich gar nicht unterwegs gewesen, sondern mit einer privatisierten Regionalbahn, da der Kapitalismus das offenbar so verlangt. (Wartet nur ein Weilchen: Nach der Revolution werdet auch ihr in Volkseigentum überführt verstaatlicht!) Vielleicht ist das auch Kunst am Waggon – oder eine kaputte Waschanlage?

Wer in Deutschland reist, hat sich zuvörderst der dringendsten Frage zu stellen: Wo kriege ich Internet her, welchselbiges das Niveau von Akustikkopplern signifikant überschreitet?

Am Bahnhof von Magdeburg gibt es freies WLAN beim Kaffeetrinken. Immerhin. Dafür muss man beim KZ Kunden-Zentrum Informationsdingsbums Wartemarken ziehen, was zahlreiche Dödel, die dort frei herumirren (vielleicht Bürger aus dem Beitrittsgebiet?), dazu veranlasst, an der gut sichtbaren Schlange der Wartenden vorbeizulaufen, da einer der Schalter frei zu sein scheint, weil die dortigen Proletarierinnen, anstatt den nächsten Kunden aufzurufen, unter sich soziale Geräusche verbreiten Dienstgespräche führen oder, weil ich grundsätzlich die kleinen Leute, die malochen, nicht anpisse, weil es ja auch Vorbereitungen zum Klassenkampf hätten sein können, jemand, weit über den Schalter nach vorn lehnend, während das breite Gesäß sich dem Publikum zu- und hinspreizt, labert und labert und labert und sich jedes Detail der wichtigen Reise von Wegeleben nach Ditfurt (verwandt oder verschwägert mit Jutta?) erläutern lässt, und das gleich mehrfach, um sicher zu sein, dass sich die neu und mühsam erworbenen Kenntnisse auch im nur rudimentär vorhandenen Langzeitgedächnis eingenistet haben. So was dauert. Aber ich kriege später einen Brief und einen Umschlag gratis dazu, um die Fahrtkosten erstattet zu bekommen für einen Zug, den ich gar nicht verpasst habe. Auch schön.

Im Hotel gibt es bis 20 Uhr kein Internet, weil das jemand repariert. Ich habe immer mein eigenes Modem dabei und könnte auch das Handy als Hotspot nutzen. Mal sehen, ob ich hier (wo, kriegen wir später) unzensiert surfen kann oder ob ich wieder mein VPN bemühen muss.

Betrügerische Betroffene

spam

Regionales Zahlungsbüro des Westafrikanischen Währungsfonds (IWF) (Internationaler Währungsfonds) – einfach großartig! Schön, dass es das Internet gibt!

Balkonien, Subjektlose Herrschaft, Rich Kids et al

balkonien

Hiermit teile ich Ihnen mit, dass ich nach vier 12-Stunden-Schichten zwei Wochen Urlaub habe und den Beginn desselben heute morgen um 7.35 Uhr feucht-fröhlich (Lagavulin) begossen begonnen habe.

Wenn ich jetzt Zeit und Lust hätte, würde ich die Leserschaft mit allerlei Themen behelligen; ich beschränke mich auf Hinweise.

CNN: „What explains rich-kid terrorists“. „Sri Lankan Defense Minister Ruwan Wijewardene said Wednesday that most of the terrorists who killed at least 253 people at churches and hotels in Sri Lanka on Sunday were „well-educated and come from maybe middle- or upper-middle-class. So, they are financially quite independent, and their families are quite stable financially.“

➨ Tomasz Konicz schreibt auf Telepolis über „Die subjektlose Herrschaft des Kapitals“. Interessant und richtig, aber das weiß ich schon alles. „Die Prämisse, die dem altlinken Klassenkampfdenken innewohnt, wonach es eine Gruppe von Menschen gebe, die die gesellschaftliche Reproduktion bewusst kontrollierten, ist falsch.“ So habe ich nie gedacht. Ich sage nur: Alles Charaktermasken!

➨ Ich habe in den so genannten „sozialen Medien“ einen Artikel der Zeit kommentiert: Ich lese nicht weiter, wenn die Wörter „Verfassungsschutz“ und „warnt“ vorkommen. (Ich lese auch keine Artikel in Genderdeutsch.)

Phys.org™ (formerly Physorg.com): „Ecuador Amazon tribe win first victory against oil companies“. Hasta la victoria siempre!

jerusalem Post: „The newly formed Committee to Ban Hezbollah in Germany called on US consumers to boycott German automobiles in an advertisement in The Jewish Journal of Greater Los Angeles, after German Chancellor Angela Merkel rejected outlawing Hezbollah.“

➨ Ein informativer Artikel in der New York Times: „Casting Light on Little-Known Story of Albania Rescuing Jews From Nazis“. „With ordinary Albanians moving Jews from hide-out to hide-out to elude capture, Albania saved virtually all of its 200 native Jews and 400 Jewish refugees from Germany and Austria. The country also helped spirit hundreds more over from Nazi-occupied Balkan lands.“

➨ Wer sich über die Krim von heute informieren will, kann einen Artikel auf Rubikon lesen – dort sind auch zahlreiche Primärquellen verlinkt. „‚Annektiert‘ und gut drauf – Vor-Ort-Erfahrungen von Besuchern der Krim widersprechen eklatant den Negativberichten deutscher Medien.“ Ich habe an dem Artikel aus journalistischer Sicht nichts auszusetzen.

➨ „Antimuslimischen Rassismus“ gibt es nicht. Das sieht ein Gastkommentar im Standard ähnlich. „Rassismus und Religion haben nichts miteinander zu tun.“

➨ Orang-Utans in freier Wildbahn werden in zehn Jahren ausgerottet sein. Auch den Königspinguinen geht es schon an den Kragen.

Picknick in Schland

schlandschland

Das Picknick mit Freunden war in Eberswalde nordwestlich der Schleuse Kupferhammer am historischen Finowkanal. Ich empfehle, das oberes Foto zu vergrößern wegen der Details.)

Quasimodo being burned

notre dame
Notre Dame, Paris, von mir 1971 fotografiert

What’s on Weibo: „While many people across the world are mourning the devastating fire that left parts of the 800-year-old Notre Dame Cathedral in Paris completely destroyed, Chinese social media users have collectively responded by remembering a painful part of China’s history: the burning of the Old Summer Palace in 1860 by Western forces.“

Interessante Diskussion dort, und Recht haben sie auch.

Zum Linksradikalismus bekehrte Blondine

gala

Gefunden in den so genannten „sozialen“ Netzen. Vermutlich ist das ein Fake, aber der würde zur Yellow Press passen. Ich kenne die Dame nicht und habe das Gefühl, dass ich auch nichts verpasst habe.

Berlin, retro

berlin

Ganz großartig: Berlin damals (z. B. 80-er Jahre) und heute, im Vergleich fotografiert. (ReFilm.io)

Was sind und zu welchem Ende sehen wir Dias?

dias

Gibt es eigentlich noch so genannte Dia-Abende?

Für die Nachgeborenen: Das Dia ist ein fotografischer Film, „der nach seiner Entwicklung Grauwerte oder Farben in einer natürlichen Ansicht zeigt. Nach der Entwicklung und dem Zerschneiden des Films entstehen einzelne Diapositive, die oft zur Projektion genutzt werden. (…) Die bevorzugte Präsentationsform von Dias ist die Projektion.“

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