Bescheidene Verhältnisse

Man kann sich lebhaft vorstellen, was die üblichen Verdächtigen aus diesem Tagesspiegel-Artikel für Schlüsse ziehen: “Mehr Corona-Infektionen in Einwanderervierteln”.

Insbesondere Patienten, meist seien es Männer, aus „Großfamilien“ seien wegen Covid-19 in Behandlung. Oft sprächen sie Arabisch, auch Türkisch oder Serbokroatisch. Ab und zu habe es Streit mit Angehörigen gegeben, die sich nicht mit dem Besuchsverbot abfinden wollten, berichten Vivantes-Pflegekräfte.

Allerdings, so sagen die selben Klinikmitarbeiter, gebe es Coronafälle in der gesamten Bevölkerung. Tendenziell seien schwere Verläufe bei jenen Patienten häufiger, die aus “eher bescheidenen Verhältnissen” kommen, wie es eine Vivantes-Medizinerin ausdrückte.

Auch die Tatsache, dass “man sich [mit Regeln] nicht abfinden will”, kann ich mir lebhaft vorstellen, ich habe das sechs Jahre mitmachen müssen.

Ein echter Junge spielt mit Metall

spielzeug

1963, in meinem Kinderzimmer. Ich sehe da einen Panzer, ein Feuerwehrauto und ein Schiff, gebaut aus einem Märklin Metallbaukasten. (Bitte meine unvorteilhafte Frisur ignorieren.) “Alle echten Jungen spielen mit dem Metallbaukasten und werden so spielerisch zu Ingenieuren – das war lange Jahre die landläufige Meinung über das Konstruktionsspielzeug aus dem Hause Märklin.” Har har. Das denke ich heute auch noch, obwohl das politisch inkorrekt ist. Im Hintergrund des Fotos spielt meine kleine Schwester mit Puppe und Puppenwagen, ein echtes Mädchen eben.

Ask your dealer about it and dare mighty things

seven sutherland sisters

Ask your dealer about it. Schon klar.

– Übrigens: Zum Mitschreiben: “migrantisch” ist genausowenig ein Adjektiv wie “einwanderisch”.

– Hat jemand schon die geheime Nachricht im Fallschirm vom NASA Mars Rover entdeckt?

– Vielleicht führt nicht die Revolution, sondern Toyota den Kommunismus ein. Jemand kommentierte aber ganz richtig: “Klar wir bekommen theoretisch “friedliches, soziales Miteinander” – bis so ein Typ aus dem analogen Mittelalter die Frau des digitalen Nerds bumst und es Randale gibt …”

Tagesspiegel: Spahn ließ offenbar Journalisten ausforschen (der Artikel ist gendersprachenfrei).

– Herrn Lysimachos hätte ich gern kennengelernt (aber nur mit Google Translator). Oder ich wäre mit ihm in Gallien U-Bahn gefahren.

Verwohnt

hinterhof keller mansarde

“In einem Hinterhaus, das einen schlechten, stark verwohnten Eindruck macht, bewohnt der wegen einer Armwunde arbeitsunfähige Patient eine Stube und Küche der zweiten Etage. Die Stube ist 4,80 Meter lang, 4,00 Meter breit und 2,60 Meter hoch. Der Kranke teilt sie tagsüber mit drei und nachts mit zwei Personen. Notdürftiges Mobiliar und Trümmer alten Bauholzes usw. füllen den traurigen Raum. Der Hof zeigt bei Regenwetter sintflutartige Zustände.”

Aus Gesine Asmus (Hrsg.) Hinterhof, Keller und Mansarde. Einblicke in Berliner Wohnungselend 1901 – 1920.

Endzeitliches

car apokalypse

…et congregavit illos in locum qui vocatur hebraice Hermagedon.

Ich muss zugeben, dass es mich bei apokalyptischen Zuständen immer sanft gruselt, nicht weil mich Katastrophen mit Ansage, erbärmliche Blamagen oder dreistesten Lügen (Superlativ) der Herrschenden, so dreist, dass sie schon wieder komisch sind (dramatischer Chor – mit Masken – im Hintergrund: Potjemkin, Söder! Kijŏng-dong!) nicht berührten, sondern weil seelisch tief vergrabenes Vergangenes an die Oberfläche des Bewusstseins bricht wie Lava aus einem Vulkan: Armageddon! Und wir, die Auserwählten, werden gerettet! Und ich bin natürlich dabei! Mein Mitleid gilt den Ungläubigen! Ihr hattet eure Chance und nutztet sie nicht. Auch die Medien kriegen ihr Fett weg.

By the way: Hatten wir heute schon genug Genitive? Ich wurde ihrer angesichtig dergestalt, dass ich, eingedenk meiner Kurzsichtigkeit, mich der Brille bediente…

Cumulative COVID-19 vaccination doses [Update]

Cumulative COVID-19 vaccination doses

Just saying. Das Totalversagen der Regierung wird aber keinerlei politische Folgen haben. Nicht bei deutschen Untertanen.

[Update] Der französische Pharmakonzern Sanofi wird 2021 keinen Impfstoff liefern können. Die Bundesregierung hatte mit mindestens 27,5 Millionen Impfdosen gerechnet.

Trutz Blanke Hans

büsum strandpromenade

Mit fiel gerade wieder angenehm auf, dass ich hier jeden Unsinn schreiben und niemand etwas dagegen tun kann. Draußen im Lande können Kriege und Revolutionen toben oder die Insassen der Medienblase sich gegenseitig ellenlange Artikel um die Ohren hauen, die keinen Menschen interessieren – solange ich meine Strom- und Internetrechnung bezahlen kann, bleibe ich entspannt.

Langweilen kann ich auch -mit Strandfotos, die mehr als 60 Jahre alt sind und vermutlich von ähnlich vielen Surfen angesehen werden wie der NZZ-Artikel über eine Person, deren Namen mit jetzt schon wieder entfallen ist, gelesen wird. (Wenn die Leser das anders sehen. nur zu! Aber was an dem Thema – wie hieß er noch gleich? Daniele Ganser oder so? – ist spannend?)

An der Nordsee gibt es bekanntlich Ebbe und Flut. Der Mond, die Gezeiten, Nautik. Gut, so etwas Kindern zu erklären. Und wenn es dann live ist und selbst der beherzteste Wille, sich dem Ungestüm des heranschwellenden Wassers entgegen zu stemmen, nichts nützt, aber immerhin das heroische Gefühl bleibt, etwas versucht zu haben gegen den “Blanken Hans”, während andere sich schon auf den höchsten Punkt der Sandburg geflüchtet hatten, dann ist das pädagogisch wertvoll. (Fotos: Meine Cousine und ich, 1957 im Nordseebad Büsum.)

watt

Deutsch des Grauens, wiederholt besucht

deutsch des Grauens

Nein, ich habe nicht versehentlich den OberstudienratBesserwisser-Modus eingeschaltet – ich bin immer so. Da sprudelt doch fast der Frühstücks-Kaffee über die Tastatur: drei Deutschfehler in drei Zeilen? Liebe Kollegin Julia Weiss, muss das sein?

Dann doch lieber Katzenbilder am frühen Morgen…

American Forwarder und Wiikinki [Update]

Hafen Hamburg 1958Hafen Hamburg 1958Hafen Hamburg 1958

Jetzt fällt es mir wieder ein: Wir sind mit dem Opel Kapitän (vermutlich 1958) nicht direkt nach Büsum gefahren, sondern haben vorher den Hamburger Hafen besichtigt.

Das oberste Schiff konnte ich sogar identifizieren: American Forwarder, gebaut 1946 auf der North Carolina Werft in Wilmington, NC (USA) unter der Bau Nr.: 233 für United States Lines Co. New York |Ab 1969 in Fahrt für American Leader Inc. New York->1970 für Intercargo Tdg.Corp. Panama umbenannt in “INTERWARD ” |Verbleib: Abbruch Kaohsiung am 10.1.72 bei Chi Yuan Steel & Iron Works Corp. als “AMERICAN FORWARDER “Letzter Eigner: Amercargo Sg. Corp. New York |DWT: 10497/ 8228 GT|Länge üa: 139.9 m/ 19.2 m Breite.

Das zweite Foto scheint dasselbe Schiff von hinten zu zeigen. Bei dem untersten Foto komme ich nicht weiter, weil der Name leider nicht vollständig zu erkennen ist.

[Update] Ein Leser auf Fratzenbuch wies auf Wiikinki hin. Google übersetzt aus dem Finnischen:
M/T Wiikinki was a Finnish tanker, which when completed in 1952 was the largest ship in Finland. From 1953 to 1969, it was owned by Antti Wihuri’s shipping company Suomen Tankkilaiva Oy, until it was sold to the Panamanian Compania de Navegacion San Agustin SA and given the shorter name Wikinki. In the spring of 1972, the ship was damaged after being stuck in the ice of St. Lawrence Bay, Canada, en route from Antwerp to Quebec. It was found to be unrepairable and sold to Spain for scrapping.

Unter Kapitänen

autobahn

Mit einem geliehenen Opel Kapitän ’51 auf der Fahrt von Dortmund nach Büsum, vermutlich 1958. Mein Vater und mein Onkel wechselten sich beim Fahren ab. Höchstgeschwindigkeit 130 km/h. Man sieht noch schön die Plattenbauweise der alten Reichsautobahn.

Es schneit

wald

Es wird in Berlin schneien. Im Februar! Ist das Klima schuld?

Wenn es schneit, vermeiden Sie alles, was gefährlich sein könnte: Autofahren, Fahrradfahren. zu Fuß gehen, ungeschützten Sex, nackt im Schnee tanzen, zu viel Essen, zu viel Internet. (Das Foto habe ich 1982 in Berlin-Frohnau gemacht.)

Einfach mal die Presse halten und Góiennaches

presse

In den sozialen Medien hatte ich angemerkt, dass es in der Berliner Verwaltung jetzt doch nicht mehr eines Arier- oder Migrantennachweises bedarf. Das rief allerlei Sektierer der buntscheckigsten Art und Geschlechter auf den Plan. Aus anthropologischer Sicht ist das langweilig, da diese Mischpoke mit einer intellektuellen Software ausgestattet ist, die höchstens einen Einzeller zum Laufen bringen könnte, und auch nur mit Mühe.

Ich warne aber dafür, sich durch eine Diskussion mit SektenmitgliederI:_&%innen etwas zu erhoffen. Es handelt sich um Menschen, die glücklich sind. Die anderen, die ihrer Erleuchtung noch nicht teilhaben und nicht mit dem esoterischen Wissen ausgestattet sind, werden nur mitleidig betrachtet. Sektierer bedauern Nicht-Sektierer. Alles, was man sagt und zu ihren Ungunsten vorbringt, bestätigt sie. Man kann denen nicht helfen. Das müssen sie selbst tun. Ich weiß, wovon ich rede… Also einfach die Presse halten.

mug

Ich spiele immer noch mit Alexa herum. Ja, ich überprüfe auch den Datenschutz: Man kann dem Teilchen auch fasst alles, was problematisch ist, verbieten, zum Beispiele das Mikrofon ausstellen oder alle Aufzeichnungen löschen. Das ist genauso “mühsam”, als erzeugte man einen neuen PGP-Schlüssel. Man muss es nur tun, wenn Bedarf dafür ist. Und vorher das fucking manual lesen.

Es war gar nicht so einfach, die Geräte, die über Smart Home der Fritzbox angeschlossen sind, kompatibel mit Alexa zu machen. Die Anleitung des PC-Magazins ist die einzige, die funktioniert und auch alle Eventualitäten erwähnt. Man muss ein bisschen fummeln, weil das Feature nicht offiziell ist.

Um mich herum dröhnt der Warp-Kern. Sehr beruhigendes Geräusch! Ich kann auch die Warp-Geschwindigkeit erhöhen. Jetzt muss ich noch herausfinden, ob Alexa auch die Stimme von Olga Kurylenko annehmen kann.

küche

Nein, mein heutiges Chili con carne ist mit Schweinefleisch. Deswegen sage ich trotzdem L’Chaim. Ich gebe dann eben den Shabbes-Goi.

küche

Schade, dass Alexa und die anderen Geräte, mit denen ich mich selbst überwache, nur auf Befehl handeln und nicht selbständig. Wie das Publikum unschwer erkennen kann, hängt da eine große Küchenuhr. Die ist neu. Warum? Das kam so: Man stelle sich jemanden vor, der in jeder Hand einen Topf mit frisch zubereiteten Speisen balanciert, sich langsam vom Ofen weg bewegt, links unten, fast in Nähe des Fußbodens, eine flatternde Bewegung erspäht, die sich in Richtung der halbhoch gekachelten Wand unterhalb der Küchenuhr orientiert, und siehe: Es war eine Küchenmotte, ein Insekt aus der Familie der Zünsler (Pyralidae), dessen Existenz in meinen Gemächern genausowenig erlaubt ist wie ein Gendersternchen und as soon as possible zu vernichten wäre dergestalt, da die Hände temporär anderweitige Aufgabe erfüllten, dass der rechte Fuß gezielt und erfolgreich nach ihr trat mit dem Ergebnis, dass das Flattertier platt wie eine Briefmarke an die Kacheln befördert wurde und in die ewigen Jagdgründe, nur mit der überraschenden Konsequenz, dass die alte Küchenuhr, die über dem Geschehen die Zeit überwachen sollte, sich ohne Vorwarnung vom Schraubhaken löste und, getreu den Gesetzen der Gravitation, nach unten krachte und in tausend Scherben. Sonst fiel nichts runter, obwohl ich das erwartete.

torte

Meine Mandarinen-Sahnetorte schmeckt hervorragend. Nur an dem Äußeren muss ich noch arbeiten. Beim zweiten Mal wird sie gediegener aussehen.

Unter Dampf

eisenbahn

Hier ein Rätsel für Eisenbahnhistoriker: Die Aufnahme hat mein Vater vor 1958 in der Nähe von Winterberg gemacht. Wir waren aber ohne Auto im Urlaub und in der Daubermühle bei Züschen untergebracht. Man muss also ohne Gewaltmarsch zu dem Punkt kommen können, von dem aus das Bild von der Eisenbahn gemacht wurde. Ich vermute, dass es sich um den stillgelegten Teil der Bahnstrecke Nuttlar-Frankenberg handelt bzw. Allendorf-Bromskirchen. Auch der Bahnhof Züschen existiert nicht mehr. Die Strecke vom heutigen Bahnhof Winterberg aus geht nach Nordwesten – das ist zu weit weg.

Markttaugliche indische Bauern

klassenkampf bauern indien

Ich darf das Publikum auf den Klassenkampf der indischen Bauern aufmerksam machen. Die Deutsche Welle zum Beispiel berichtete am 28.11.20 (“Indiens Bauern gehen wieder auf die Straße”), am 08.12.20 (“Die Wut der indischen Bauern”), am 26.01.21 (“Massiver Bauernprotest an Indiens Festtag”) und am 01.02.21 (“Die ökologischen Hintergründe der Agrarkrise in Indien”).

Die Aufgabe bürgerlicher Medien ist natürlich, den Begriff “Klassenkampf” zu vermeiden und auch den Kapitalismus mit seiner inneren Dynamik nicht zu erwähnen, sondern “Klima”, “nachhaltig” und “Ökologie” herumzuraunen, um das Thema zu entpolitisieren, oder von “Deregulierung der Landwirtschaft” zu faseln (damit niemand mehr weiß, worum es eigentlich geht, wenn dieses Wort benutzt wird).

Zaghaft schimmert es dann doch durch: “…Widerstand gegen eine von Modi geplante Agrarreform, die aus Sicht der Kritiker eine zunehmende Dominanz von Großunternehmen in der Landwirtschaft zur Folge hätte.”

Die taz findet zunächst die Kopfbedeckungen der Demonstranten wichtig und interessant (oder es ist ein verunglückter “szenischer Einstieg”) und zitiert dann: “Es lebe die Einheit der Bauern und Arbeiter”, tönt es aus dem Traktorkorso immer wieder und “Inquilab Zindabad” (“Lang lebe die Revolution”), eine noch aus der indischen Unabhängigkeitsbewegung stammende Parole. Um welche Gesetze es genau geht, verrät uns die taz leider nicht, nur dass diese – Überraschung! – “umstritten” sei. (So geht bürgerlicher Journalismus.)

Die Deutsche Welle: Die Regierung von Premierminister Narendra Modi hält daran fest, dass die Gesetzgebung, die weniger Regulierungen vorsieht und zu privaten Investitionen in den Landwirtschaftssektor einlädt, dazu dient, das Wirtschaftswachstum zu fördern und die Einkommen der Landwirte zu erhöhen. Die Landwirte hingegen befürchten, dass sie durch die marktfreundlichen Reformen der Ausbeutung großer Unternehmen ausgeliefert werden und sehen ihre Lebensgrundlage gefährdet.

Audiatur et altera pars! Jetzt kann das Publikum entscheiden: Sind wir marktfreundlich oder gefährden wir lieber die Existenz der Bauern? Oder ziehen wir den Publikums-Joker?

Ich habe versucht herauszufinden, was genau diese Gesetze regeln (habe aber die Original-Texte nicht gefunden): Bisher wurde Getreide auf staatlich organisierten Großmärkten zu garantierten Mindestpreisen gehandelt. Nach der Reform sollen die Bauern ihre Ware ohne Zwischenhändler auch direkt an Privatfirmen verkaufen können. Die Regierung argumentiert, die Erzeuger könnten so höhere Gewinne erzielen. Landwirte fürchten dagegen einen Preisverfall, da sie bei Verhandlungen mit Agrarkonzernen in einer schwächeren Position wären. Der “freie” Markt wird es also richten?

Indien hat 1,3 Milliarden Einwohner, davon sind 500 Millionen erwerbstätig, davon sind rund 300 Millionen Bauern. Das ist schon eine Menge, mit der man etwas erreichen kann.

Die “Linke” und die “Grünen” hierzulande würde natürlich den Protest nicht vorbehaltlos unterstützen, sondern zunächst fragen, ob da keine “Rechten” mitmachten und ob die Landwirt*_I.&%innen sich auch genderpolitisch korrekt ausdrückten.

(In einem Bericht der Deutschen Welle vom Mai wird der aktuelle Klassenkampf gar nicht erwähnt, sondern nach Art einer Homestory erzählt, dass sich im Zuge der Pandemie die Bauern direkt an die Kunden wenden wollen – das wäre, wenn ich das richtig verstehe, genau das, was die Herrschenden in Indien mit dem neuen Gesetz erreichen wollen.)

Im Dezember hieß es: [Die Bauern] …verlangen die Rücknahme von drei Gesetzen der Regierung, mit denen der Sektor für Privatinvestoren geöffnet werden soll. Bisher können Landwirte ihre Erzeugnisse an staatliche Kooperativen verkaufen, die ihnen Mindestpreise garantieren. Künftig sollen sie ihre Produkte auf dem freien Markt verkaufen – auch an Supermarktketten.

Das hört sich schon viel härter an. Jeder, der einen IQ oberhalb der Zimmertemperatur hat, weiß seit den Gracchen, wie das ausgehen wird: Die kleinen Bauern werden ruiniert und Proletarier (die nichts zu verkaufen haben als ihre Arbeitskraft – falls jemand nicht weiß, was das ist). Großbauern und Konzerne gewinnen, ob “nachhaltig” oder nicht. Quod erat demonstrandum.

Am 12.01.21 stoppte das höchste Gericht Indiens die drei Gesetze. (Die letzte Pressemeldung des Gerichts ist vom Juli 2018.) Das Problem wird damit nur aufgeschoben, nicht aber gelöst.

Saures Land

sauerland

Meine Mutter und ich, irgendwo zwischen Winterberg und Züschen im Sauerland, aufgenommen vor 1958.

Weil hier gefragt wurde: Meiner Mutter geht es dem Alter entsprechend gut; sie wird am 20. Februar zum zweiten Mal gegen Corona geimpft. Danke der Nachfrage!

Lastenfahrrad im Eigenbau

Lastenfahrrad

Schade, dass so etwas vermutlich nicht in Serie gebaut werden wird oder dass nicht zumindest ein Handbuch, wie man so etwas macht, verfügbar ist (gesehen heute in Berlin-Kreuzberg).

Danke, Merkel

masken gutscheine

Mir wäre aber Impfstoff lieber.

Burks mit Ball und Hund

daubermühle

Aufgenommen vor 1958. Im Hintergrund die Daubermühle zwischen Winterberg und Züschen im Sauerland.

Miszellen

miscellen

Was ereignete sich denn so?

– Biden stellt die Möbel um. Deutsche Medien jubeln. Ist Gala schon live vor Ort? Wer von der Jubelarie genervt ist, kann, um sich zu erholen, die Jüdische Rundschau lesen.

– Ohne Worte: In Israel ist die Reproduktionsrate unter eins gefallen; 600.000 Israelis wurden schon geimpft.

– Was ist das für eine Gewerkschaft, der man keine verschlüsselte E-Mail schicken kann und von der man mit “sehr geehrter Herr” statt “Kollege” angeredet wird? Gendersternchen aber können sie. Das ist ja auch das Wichtigste.

– Noch mehr zum Gruseln: Instituto Nacional de Anthropología y Historia (Mexiko): “Revelan cómo fue la destrucción de Zultépec-Tecoaque hace 500 años, por revancha de Hernán Cortés”. Die Spanier unter Hernando Cortez haben aus Rache ihre Gegner aufgefressen, weil diese das vorher auch getan hatten. Die Story stand aber schon 2011 im Independent.

– Oh, einer meiner drei Berufe ist jetzt systemrelevant! Zum Glück ist es der, der zuverlässig Geld einbringt.

Medium.com hat einen hübschen Artikel (man muss sich mit Facebook oder Google einloggen) über die Illusionen der US-Amerikaner: “Denial Is the Heartbeat of America – When have Americans been willing to admit who we are?”
The life expectancy of Americans is shorter than for people in other rich countries that spend far less on health care. The U.S. has the highest maternal-mortality rate of any rich country. Police in the U.S. kill their fellow citizens at significantly higher rates than in any other rich country. The United States has the largest incarcerated population per capita in the world. The rate of gun violence here is significantly higher than in any other wealthy nation. Only Israel has a higher rate of poverty among rich countries than the United States. Among G7 nations, the United States has the highest rate of income inequality. The U.S. ranks second only to Greenland in the highest rate of suicides by firearm, and most of those suicides are by white men.

– Sahra Wagenknecht sagt im Neuen Deutschland, was sie immer sagt: “Wir sind mehr und mehr zu Akademikerpartei geworden”. Das ist wahr. Die “Linke” hat ungefähr genauso viel Arbeiter in ihren Reihen wie die SPD. Fun Fact: 44 Prozent der Mitglieder der Grünen und der SPD sind Beamte und/oder Angestellte im öffentlichen Dienst. Daher das gemeinsame Faible für Gendersternchen. In diesem Milieu will man sich anpassen und um eines höheren Wesens willen nichts falsch machen.

– Was passiert eigentlich, wenn man tote Alligatoren auf dem Meeresgrund versenkt?

Gib mir noch mehr Arbeit!

securitas

Ein unbefristeter Arbeitsvertrag endet automatisch, wenn man das gesetzliche Rentenalter erreicht. Man kann aber trotzdem weiterarbeiten, wenn Kapital und Arbeit ein Interesse daran haben. Das bestätigt auch der Europäische Gerichtshof. Mein Arbeitsvertrag (Vollzeit) wurde schon zum dritten Mal (heute!) wieder für ein Jahr verlängert. Sehr schön. Ich habe also einen befristeten unbefristeten Vertrag. Arbeitsrecht kann so logisch sein!

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