Reminder for German Journalists

kartoffelcurry

Kartoffelcurry

kartoffelcurry

Menschen, die Essen fotografieren, sind gelangweilt oder doof. Oder so. Ich war heute in der Kantine des Urban-Krankenhauses und angenehm überrascht, wie lecker das Kartoffelcurry schmeckte. Das war ein plausibler Grund zu fotografieren. Ich glaube, das werde ich auch mal nachkochen.

Wo war ich hier?

Friedhof

Die Ungleichheit der Körper=Hälften

Morgenpost

Deutsche Kulturbilder der Berliner Morgenpost – diese „Postkarte“ ist eine Quittung der Berliner Morgenpost „über 60 Pfennig für die 13. Woche vom 29.3. bis 4.4.1931“.

Es ist dem Menschen nicht möglich, mit verbundenen Augen gradeaus zu gehen. Der Mann, der von a nach b gehen soll, weicht unfehlbar seitlich nach der einen oder der anderen Richtung ab.

Der Mensch ist zwar in seinen Grundzügen zweiseitig symmetrisch gebaut. In gewissen Einzelheiten aber ist die Gleicheit der Körper-Hälften durchbrochen. (…) Im Nebel, in Wüsten und über Schneefelder bewegt man sich aus diesem Grunde leicht im Kreise. und es gibt Fälle, in denen Ruderer bei Nacht das Ufer ohne Kompaß nicht erreichten, Verirrte nicht aus tiefen Wäldern fanden und Wüsten-Wanderer zwei-, ja drei- und viermal zum Ausgangs-Punkt zurückkamen, weil sie sich im Kreise bewegten. Nichts in der Natur ist sinnlos. Auch dieses „Kreisen“ nicht. Infolge der automatischen Kreis=-ewegung verirren sich Tiere selten weit von ihrem Heimatort, auch in Steppen, Wüsten und Urwäldern nicht. Die Asymmetrie ihres Körperbaus bringt sih nach „Planlosen“ Streifereen wider zum Ausgang-Punkt zurück. Die Asymmetrie des Körperbaus ist die naturwissenschaftliche Grundlage der „Heimat“.

Eine kühne These, der ich nicht ganz folgen kann. Interessant übrigens, dass man 1931 Symmetrie schon mit zwei m schrieb.

Wenn Wahlen etwas ändern würden

Leseempfehlung: Mathias Broeckers über „Wenn Wahlen etwas ändern würden…“

Kein Einbruch, sondern Gründung

banker

Vermutlich ist bekannt, dass ich als Avatar Dinge tue, die ich als Homo sapiens lassen würde. In Second Life (Gor) bin ich seit einigen Jahren Banker, eingedenk des Brechtschen Satzes aus der Dreigroschenoper: „Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?“ Davor war ich Warlord, und das recht erfolgreich.

Nein, den Schreiber (links) habe ich (rechts) nicht übers Ohr gehauen. Er kam freiwillig in mein Hauptquartier, und ich habe ihm virtuelles Geld gegeben für einen Dienst, den er mir erwiesen hat.

Galanterie

„Der gesellschaftliche Fortschritt lässt sich exakt messen an der gesellschaftlichen Stellung des schönen Geschlechts (die Häßlichen eingeschlossen).“ (Karl Marx an Ludwig Kugelmann, 12. Dezember 1868)

Unter Notfallexorzisten

exorzist

Rettungssanitäterhumor….

1.250 Free Online Courses from Top Universities

Openculture.com: „1.250 Free Online Courses from Top Universities“.

Was sehe ich denn da?
Marx’s Kapital: Volumes 1 and 2 – Free Online Course – David Harvey, CUNY
Marxian Economics – Free Online Video – Stephen Resnick, UMass – Amherst<7i>

Freies Deutsches Internet

freies internet

Schwerer Schlag gegen blabla oder: Melden, durchführen. verbieten [Update]

censorship

Wer Zensur fordert, kriegt sie auch. Die so genannte AfD hatte gefordert: „Linksextremistische Online-Plattform „Indymedia“ abschalten!“. Jetzt hat der deutsche Innenminister geliefert. Der Schockwellenreiter hat das Nötige dazu geschrieben.

„Das Bundesinnenministerium hat heute morgen die linke Internetplattform linksunten.indymedia.org (der Link funktioniert momentan noch manchmal, manchmal auch nicht) verboten. (…) Im Verfahren gegen die Plattform wandten die Sicherheitsbehörden einen Kniff an: Förmlich soll es sich um ein Vereinsverbot handeln – die Betreiber wurden demnach von den Behörden als Verein eingestuft, obwohl es formal gar keinen gibt.“

Interessant. Das ist juristisch natürlich unhaltbar. Der Innenminister handelt offenbar nach der Devise: Legal. illegal, scheißegal. Aber das kennen wir ja. Das suggeriert auch die Website des Bundesinnenministeriums: Rechts und links seien „Pendants“.

„Das Verbot gegen die Vereinigung stützt sich auf § 3 Absatz 1 Satz 1 Alternative 1 und 2 des Vereinsgesetzes. Zweck und Tätigkeiten von „linksunten.indymedia“ laufen den Strafgesetzen zuwider und richten sich gegen die verfassungsmäßige Ordnung. Es ist das erste Verbot einer linksextremistischen Vereinigung durch einen Bundesinnenminister. Das rechtsextremistische Pendant zu „linksunten.indymedia“, die Internetplattform „Altermedia Deutschland“, hatte der Bundesinnenminister bereits am 27. Januar 2016 verboten.“

Totalitarismus-Doktrin, ick hör dir trapsen. Darüber hatte ich auch schon 2003 etwas geschrieben. Weimar lässt grüßen.

Update] „Laut dem Vereinsrechtler Lars Leuschner von der Universität Osnabrück reicht es für die Definition des Vereins schon aus, wenn zwei Personen zusammenarbeiten, (…) ‚Entscheidend sind vor allem die Merkmale des Zusammenschlusses und der Willensbildung, deren Nachweis bei konspirativen Vereinigungen natürlich schwierig ist.'“ Damit könnte man praktisch alles verbieten. Interessant dazu ist ein Urteil des Bundesgerichtshofes sowie der Text (pdf): „Der Rechtsstatus nicht eingetragener Vereine und ihrer Mitglieder“.

Adblockerblockerblocker

Spiegel online: „Angesichts dieser Folgen bitten wir um Verständnis, dass wir seit August 2017 sogenannte Adblockerblocker einsetzen.“

Sagte der Igel zum Hasen: „Ich surfe ohne Javascript. Was interessieren mich Adblocker?“

DMNV

Interface (2010): „Anti-German communism is a political tendency that grew from within the German radical Left, and that has adopted a pro-Western/pro-Israel discourse and critiques of post-Nazi Germany and Islamic antisemitism as its defining ideological characteristics. Despite being intellectually inspired by the writings of Karl Marx and the critical theory of the Frankfurt School, the subsequent reinterpretation and political contortion of these texts by the “anti-Germans” has fueled an antagonistic relationship with large parts of the German (and global) Left. The common left-wing premises of anti-imperialism and anti-Zionism are regarded by the anti-Germans as expressions of a continuation of the “logic of Auschwitz” that reflects totalitarian, fascistic thought in the national mindsets of most Germans, Europeans, and beyond.“

[Read more]

Ganz interessant. Ich bin übrigens in der Facebook-Gruppe „Deutsch mich nicht voll“. Gruppencharta: „Diese Gruppe – »Deutsch mich nicht voll« (DMNV) – dient dem Austausch von und der Auseinandersetzung mit Positionen aus dem Spektrum der antideutschen, ideologiekritischen und israelsolidarischen Linken. Sie soll gerade auch solchen Linken, die mit Ideologiekritik bisher nichts zu tun und vom Gespenst der Antideutschen nur gerüchteweise gehört haben, einen möglichen Einstieg bieten. Alles bedarf der Kritik, daher gibt es keine Beschränkung der Themen, die diskutiert werden können. Bei alledem bildet der anti-antisemitische Konsens und damit die bedingungslose Solidarität mit Israel die Grundlage des Gruppendiskurses.“

Schattenselfie

schattenselfie

Ich bin ja gut zu erkennen. Aber wo bin ich da?

Bequeme Gläubige und Ungläubige

„Der Koran und die auf ihm fußende muselmanische Gesetzgebung reduzieren Geographie und Ethnographie der verschiedenen Völker auf die einfache und bequeme Zweiteilung in Gläubige und Ungläubige. Der Ungläubige ist „harby“, d.h. der Feind. Der Islam ächtet die Nation der Ungläubigen und schafft einen Zustand permanenter Feindschaft zwischen Muselmanen und Ungläubigen. In diesem Sinne waren die Seeräuberschiffe der Berberstaaten die heilige Flotte des Islam.“ (Karl Marx über den Islam)

Trunksucht und Bier

preussische verwaltungpreussische verwaltung

Preußische Verwaltungsakten aus dem 18. Jahrhundert gelten nicht als besonders humorfreudig. Bei der ersten, die ich hier las, musste ich aber herzlich lachen.

Das Ende ist nahe!

FAZ – Natur und Wissenschaft: „An diesem Montag werden viele Amerikaner Zeugen eines Spektakels: totale Sonnenfinsternis. Die Himmelserscheinung ist Anlass für Spekulationen: Deutet sie auf Donald Trumps Aufstieg oder Ende hin?“ #vollpfostenjournalismus

Free Speech oder: Lethal Precedent

Brendan O’Neill (via Fefe): „Why Nazis must have freedom of speech“.

„Okaying the censorship of Nazis would set a lethal precedent“. Das sollte er mal den deutschen Lichterkettenträgern sagen oder der „Linken“.

Die Idee, dass Zensur zu inakzeptablen Kollateralschäden führt, ist in deutschen Gehirnen einfach nicht vorgesehen. Sie ist so unvorstellbar, dass man mit der Lupe jemanden suchen müsste, der sie teilt. (Ich bin so einer.) Ich vermute, dass die Zahl derjenigen, die so denken wie ich (und der Autor des obigen Artikels) in Deutschland etwa so groß ist wie etwa die Anhängerschaft der völkische und antisemitische Politsekte MLPD – oder noch kleiner.

Vgl. auch die Rolle der ACLU in Skokie.

Socialism, Youth, Capitalism

socialism

Source: Sassy Socialist Memes

Babylonien, revisited, 40.0

Babylonien, revisited, 40.0: Yamba aus Kamerun. Der Mann sprach auch fließend Deutsch und Französisch und erklärte mir, dass Kamerun das Land mit den meisten Sprachen weltweit sei – rund 250.

Older entries