Free Speech oder: Lethal Precedent

Brendan O’Neill (via Fefe): „Why Nazis must have freedom of speech“.

„Okaying the censorship of Nazis would set a lethal precedent“. Das sollte er mal den deutschen Lichterkettenträgern sagen oder der „Linken“.

Die Idee, dass Zensur zu inakzeptablen Kollateralschäden führt, ist in deutschen Gehirnen einfach nicht vorgesehen. Sie ist so unvorstellbar, dass man mit der Lupe jemanden suchen müsste, der sie teilt. (Ich bin so einer.) Ich vermute, dass die Zahl derjenigen, die so denken wie ich (und der Autor des obigen Artikels) in Deutschland etwa so groß ist wie etwa die Anhängerschaft der völkische und antisemitische Politsekte MLPD – oder noch kleiner.

Vgl. auch die Rolle der ACLU in Skokie.

Kommentare

3 Kommentare zu “Free Speech oder: Lethal Precedent”

  1. ... der Trittbrettschreiber am August 21st, 2017 5:00 pm

    Zensur – ein ‚German Dilemma‘:
    Es ist wie mit der überschminkten alten dicken faltigen aufgetakelten wasserstoffblond perückten Dame mit Gucci-Brille, die, obwohl niemand sehen will, was sie da verbirgt, demonstrativ mit einer scheinbar schambewussten Handbewegung ihren im tiefen Dekoltee dargebotenen runzeligen, solarienverbrannten Brustarsch bedecken will. Wer dann doch oder gerade deshalb hinsieht, wird als Sexist beschimpft. Schlimm, dass er nicht die Kraft und Lässigkeit aufbringt, nicht selbst daran zu glauben. Schuld ist Schuld. Noch was gegen Zensur?

    Auweia… denk nicht an Paris!

  2. Wolf-Dieter Busch am August 21st, 2017 8:25 pm

    Einer der Gründe, warum ich fefe so schätze: er nimmt seinen Bildungsauftrag ernst.

  3. phese am August 22nd, 2017 9:12 pm

    Ich bin auch so einer. Und danke, dass mal jemand aus dem linken Lager den hässlichen antisemitismus der mlpd anspricht

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