Unter Durchdeklinierenden
„Wer entscheidet, welcher Krieg angeblich für mich wichtig ist? Ist es die Ukraine, ist es der Gazastreifen, ist es der Libanon, ist es der Iran, ist es der Konflikt zwischen der Friedensnation Pakistan und den Taliban und Indien? Ist es etwa der Sudan, der es gerade mal zwei Minuten in die Nachrichten schafft? Und wenn Sie das einmal durchdeklinieren, müssen wir einfach sagen: Danke, wir gehen in die Werbung.“ (Harald Schmidt)
Tageslosung für den Kampftag der Abreiterklasse
Die Tageslosung für den Kampftag der Arbeiterklasse kommt heute vom Vorsitzenden des Ausschusses, der die gemeinschaftlichen Geschäfte der Bourgeoisie in den USA organisiert.
Ins Spiel bringen
Breaking: „Pistorius bringt Völkerrecht ins Spiel.“ Weitere Meldungen: „Putin bringt Menschenrechte ins Spiel.“- „Taliban bringen Feminismus ins Spiel.“
Strukturalismus
„Wenn das Feindbild bekannt ist, hat der Tag Struktur.“ (Volker Pispers)
Unter Ultrareichen
Sehr schöne Statements von Evan Osnos hinter der Paywall der bürgerlichen Presse:
„Einer dieser Ultrareichen sagte mir in einem Recherchegespräch: „Wenn die Welt herausfindet, wie schön es auf diesen Schiffen ist, wird man die Guillotine wieder einführen.“ Ein anderer meinte: „Wenn Sie als Ultrareicher kein schlechtes Gewissen haben, sind Sie eine Ratte.“ Diese Menschen wissen, dass die Empörung über die Vermögen der Ultrareichen immer größer wird.“
„Nehmen Sie Donald Trump. Das ist die zentrale Ironie unserer Zeit: Er verkörpert den Ultrareichtum, kam aber an die Macht, indem er sich als Stimme der Benachteiligten inszenierte. Das war die Illusion, die er verkaufte. Die Wut, die er mobilisierte, ist jedoch real. Der Sturm auf das Kapitol am 6. Januar war der gewaltsame Ausdruck von Menschen, die sich aus den Räumen der Macht und des Geldes ausgeschlossen fühlen. Sie hämmern an die Tür. Die Tragödie ist nur: Belogen werden sie von genau jenen, die den Schlüssel in der Tasche tragen.“
Kann man machen
„Oder Caren Miosga. Ihre Fragen richten sich nach der politischen Heimat des Gastes. Bei Robert Habeck ging ich davon aus, dass sie nach der Sendung ein Date vereinbaren. Bei Tino Chrupalla war zu befürchten, dass sie ihm noch während der Sendung die Augen auskratzt. Kann man machen. Darf dann aber nicht überrascht sein, wenn man nicht mehr ernst genommen wird.“ (Waldemar Hartmann in der bürgerlichen Presse, Vorsicht: Schwefelgeruch!)
Sapere aude

A funny cybersecurity metaphor: a medieval knight-hacker spear fishing in a sea of emails, credit cards and login icons, the spear stuck into a big shiny data fish, labeled „PHISHING“, lighthearted cartoon illustration, absurd but clever, vibrant colors, clean digital art –s 750
„Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit.“ (Immanuel Kant, 1784)
Bei Heise las ist ein Interview über „Cybersicherheit“ mit Zac Warren, „Chief Security Advisor EMEA bei Tanium.“
Der Mann sagt nichts Neues, aber man fragt sich, warum niemand auf ihn hört oder warum das immer wieder gesagt werden muss.
Aus meiner Sicht kommt der größte Angriffsvektor immer noch von innen. Meist ist er selbst verschuldet – und nicht böswillig. Menschen machen einfach Fehler, weil sie nicht ausreichend für Cybersicherheit sensibilisiert sind.
Eben. Ein Zitat, das man jedem, der wieder etwas von „Cyberangriffen“ faselt, um die Ohren hauen sollte. Das größte Problem sitzt immer vor dem Monitor und hat zwei Ohren.
Ich war in IT-Abteilungen, die nicht wussten, wie sie Endgeräte einfacher absichern könnten. Oft sind es Basics: USB-Sticks sollten in Unternehmensumgebungen schlicht nicht erlaubt sein – wegen Datenabfluss und Malware. Und doch findet man viele Organisationen, die sich damit noch nie beschäftigt haben.
Leider darf ich nicht sagen und beschreiben, was ich in den Firmen, deren Computer ich benutzen musste, alles gesehen und ausprobiert habe.
Hinzu kommt: Spear Phishing ist dank KI extrem gut geworden. Ich habe kürzlich eine solche Mail gesehen – zum Glück abgefangen. Auf den ersten Blick war sie perfekt. Angeblich von Microsoft, alles sah normal aus. Erst bei genauem Hinsehen fiel auf, dass ein Buchstabe – ich glaube ein „S“ – eigentlich ein kyrillisches Zeichen war. Das war kaum zu erkennen.
Perfekt? Kann gar nicht sein. Was stand denn im Header der E-Mail? Den sollte man sich im Zweifel ansehen oder mindestens wissen, wie so etwas geht und wie man das interpretiert.
Warum ist das alles so mit dem pöhsen Phishing? Weil die Leute gar nicht wissen, was HTML-Mails sind und was die Risiken sind. Ich sage nur – falls man Windows benutzen muss: Claws Mail. Chor im Hintergrund: „Aber dann kann man unser schönes Firmenlogo nicht sehen, für das wir 27817 Euro bezahlt haben!“
Kaspersky – die mit dem Schlangenöl – schwurbelt herum: „… fragen sich manche vielleicht, wie gezielte Phishing-Angriffe genannt werden. Die Antwort lautet Spear-Phishing. Vereinfacht ausgedrückt handelt es sich dabei um hochgradig personalisierte Cyberangriffe, die auf bestimmte Personen oder Unternehmen abzielen. In der Regel werden diese Angriffe über Spear-Phishing-E-Mails durchgeführt, die dem Empfänger legitim erscheinen und ihn dazu verleiten, dem Angreifer sensible Daten mitzuteilen. Obwohl das Ziel von Spear-Phishing-Angriffen in der Regel darin besteht, Informationen wie Anmeldedaten oder Kreditkarteninformationen zu stehlen, werden einige Angriffe auch dazu verwendet, Geräte mit Malware zu infizieren.“
Legitim erscheinen? Und warum erkennt man Illegitimes nicht sofort? Fragen über Fragen, seit seit 2013. Oder sogar seit 1997.

Conceptual illustration of spear phishing: a fisherman using a spear instead of a fishing rod to catch glowing data fish made of emails and passwords, modern cybersecurity metaphor, semi-realistic digital art, clever and humorous, high resolution –s 750 –v 7.0
A zillion Slings
Elon Musk. „I didn’t do the Twitter purchase because I thought it was a great way to make money. I knew that there would be a zillion slings & arrows coming in my direction.
It really felt like, there was a civilizational danger that unless one of the major online platforms broke ranks, then, because they’re all just behaving in lockstep along with the legacy media. Literally there was no place to actually get the truth. It was almost impossible. So everything was just getting censored. The power of the censorship apparatus was incredible.“
Endemisch korrupt
Mensch, Sonneborn, warum klaust du erst erst jetzt meine Idee? Ich beantrage das schon seit Jahren!
Martin Sonneborn auf X: „Auszug aus einem längeren Interview mit der Berliner Zeitung nach der Verhaftung meiner (erstaunlicherweise offenbar: korrupten) Ex-Kollegin Mogherini…
Handelt es sich um einen bedauerliche Einzelfall?
Kaum. In einigen Etagen der Brüsseler Institutionen, v.a. in den höheren, kann man inzwischen von der Existenz nahezu burschenschaftlicher Netzwerke ausgehen, die um politische oder nationale Familien herum entstanden sind. Und da gilt – allen akribisch als „Verhaltensregeln für EU-Beamte“ kodifizierten Regularien zum Trotz – am Ende eben doch: eine Hand wäscht die andere. Freunde werden auf gut dotierte Versorgungsposten geschoben, die auf Steuerzahlerkosten notfalls auch neu geschaffen werden: So etwa der für den in Katargate involvierten griechischen Exkommissar Avramopoulos (EVP) geschaffene (überflüssige) Posten eines „Sonderbeauftragten für die Golfregion“, der nach Bekanntwerden des Korruptionsskandals an Ex-MEP Di Maio ging. Oder der (überflüssige) Posten eines „Direktors für Wissenschaft, Forschung und Voraussicht“, auf den EVP-Chef Manfred Weber seinen Freund, strategischen Einflüsterer und Ex-Sprecher Udo Zolleis zu setzen gedenkt (Monatsgehalt: mind. 18.000 €). Geschaffen wurde der Posten für Webers Freund übrigens von EP-Generalsekretär Allessandro Chiocchetti, dessen Ernennung selbst mit der Schaffung von Posten verbunden war: Parlamentspräsidentin Roberta Metsola schuf zwei hohe Parlamentsstellen (für Linke & Liberale), um deren Stimmen für die „Wahl“ ihres Kabinettschefs & Wunschkandidaten Chiocchetti sicherzustellen. Oder schließlich Frau VdLeyen selbst, die für ihren langjährigen PR-Berater Jens Flosdorff, den sie auf regulärem Weg nicht einstellen konnte, da er die für EU-Beamte vorgeschriebenen Qualifikationen nicht besaß, kurzerhand eine eigene Stelle schuf – mit höchstmöglichem Dienst- und Entlohungsgrad, versteht sich.
Mogherini selbst hat ihren Rektorinnenposten in Brügge auf keine andere Art bekommen: weder erfüllte sie das offizielle Qualifikationsprofil noch hatte sie sich an geltende Vorschriften gehalten: Ihre „Bewerbung“, obwohl diese schriftlich verlangt wird, hatte sie durch Zuruf eingereicht – und zwar Monate nach Ablauf der Bewerbungsfrist. Dass sie die Stelle dennoch mühelos erhalten hat, geht letztlich auf die Fürsprache & Unterstützung vonderLeyens und das Einverständnis von Herman Van Rompuy zurück, der Präsident des Verwaltungsrats des Kollegs ist.
Wenn bei einer öffentlichen Ausschreibung des Europäischen Auswärtigen Dienstes der dortige Entscheidungsträger (und Italiener) Sannino einer Italienerin, die auch noch an der Spitze einer aus Sicht der EU-Institutionen (politisch) erwünschten Drittinstitution (College of Europe) sitzt, wie durch Zauberhand den Zuschlag für EU-Gelder erhält, kann mich das wirklich nicht mehr überraschen.
Wie soll die EU der Ukraine Werte vermitteln, wenn es ums eigene Haus schon nicht gut bestellt ist?
Eine gute Frage, die sich die EU selbst natürlich niemals stellen würde. Bei einem gründlichen Blick auf die EU fragt man sich allmählich, ob die für die Verwendung des Begriffs der „endemischen Korruption“ vorgegebene Taktzahl an Unregelmäßigkeiten, Machtmissbrauch & Korruptionsvorfällen nicht schon erreicht und überschritten ist.
Von Emmanuel Todd stammt eine in diesem Zusammenhang bedenkenswerte Beobachtung. Dem in Brüssel vertretenen Theorie- und Selbstverständnis liegt die Annahme zugrunde, dass mit jeder EU-Expansion die eigenen Standards auf die Beitrittskandidaten übertragen würden – durch jahrelanges „Monitoring“ & Prüfverfahren der Kommission sowie durch bloße (ideologische) Berührung. Osmose aber ist keine Einbahnstraße. Denn in Wirklichkeit, sagt Todd, hat sich mit jeder ihrer Erweiterungsrunden v.a. die EU selbst verändert. Im Zuge ihrer Ausdehnung hat die EU eben nicht nur ihre eigenen Standards exportiert, sondern auch die historischen Prägungen und politischen Kulturen der beigetretenen Staaten nach Brüssel importiert. Mit Blick auf den Beitrittsprozess der Ukraine könnte man zynisch formulieren: Eigentlich war vorgesehen, dass die Ukraine sich den in der EU geltenden Standards nähert. Unter vonderLeyen ist leider versehentlich das Gegenteil passiert: nicht die Ukraine hat sich der EU, sondern die EU der Ukraine angeglichen.“
Kesse Väter

Der Beginn des Thomasevangeliums (nicht Teil der Bibel!) in der sahidischen bzw. koptischen Handschrift, Nag-Hammadi-Schriften, ca. 350 n. Chr.. Darüber das Subskript der vorausgehenden Schrift, des Apokryphons des Johannes.
„Simon Petrus sprach zu ihnen: Maria soll von uns weggehen, denn die Frauen sind des Lebens nicht wert.
Jesus sprach: Siehe, ich werde sie ziehen, auf dass ich sie männlich mache, damit auch sie ein lebendiger, euch gleichender, männlicher Geist werde.
Ich sage euch aber: Jede Frau, die sich männlich macht, wird eingehen in das Königreich der Himmel.“ (Thomasevangelium, Logion 114)
Unter Mastdarmturnenden
Don Alphonso hinter der Paywall der bürgerlichen Presse über Mobbing in der Medienbranche: „Kommunikative Berufe sind meistens ein brutales Geschäft für jene, die nichts Besonderes zu bieten haben, und auch vor diesem Hintergrund der Erbsenzähler, verstaubten Schabracken und Rekordhalter im Mastdarmturnen muss man solche hasserfüllten Zusammenrottungen sehen.“
Unter Ohnmächtigen
„Die Ohnmacht der ausgebeuteten Klassen im Kampf gegen die Ausbeuter erzeugt ebenso unvermeidlich den Glauben an ein besseres Leben im Jenseits, wie die Ohnmacht des Wilden im Kampf mit der Natur den Glauben an Götter, Teufel, Wunder usw. erzeugt.
Denjenigen, der sein Leben lang arbeitet und Not leidet, lehrt die Religion Demut und Langmut hienieden und vertröstet ihn mit der Hoffnung auf himmlischen Lohn. Diejenigen aber, die von fremder Arbeit leben, lehrt die Religion Wohltätigkeit hienieden, womit sie ihnen eine recht billige Rechtfertigung ihres ganzen Ausbeuterdaseins anbietet und Eintrittskarten für die himmlische Seligkeit zu erschwinglichen Preisen verkauft.
Die Religion ist das Opium des Volks. Die Religion ist eine Art geistigen Fusels, in dem die Sklaven des Kapitals ihr Menschenantlitz und ihre Ansprüche auf ein halbwegs menschenwürdiges Leben ersäufen.“ (W.I. Lenin: Sozialismus und Religion, 1905)
Kulturelle Leistungen
„Ab einer gewissen Intensität wird Einflussnahme notwendig zu Herrschaft. Deshalb tendieren alle Hochkulturen – ohne jede Ausnahme – zum ‚Imperialismus‘. Entweder sie benahmen sich imperialistisch oder sie wurden Opfer anderer Imperialismen. „Antikolonialismus“ hat es darum nie gegeben, denn er diente stets anderen kolonialistischen Ansprüchen. ‚Imperialismen“ und „Kolonialisierungen“ differieren enorm: Die erfolgreichsten finden sich dort, wo die Unterworfenen ihre Religion und Sprache verloren (mit welchen Zwangsmitteln auch immer) und die kulturelle Identität ihrer Eroberer annahmen. Die dauerhafte Auslöschung der kulturellen Entität und Identität anderer ist selbst eine kulturelle Leistung, egal, wie wir moralisch dazu stehen.“ (Egon Flaig: „Weltgeschichte der Sklaverei: Von der Antike bis zur Gegenwart“, München 2018, S. 212)
Finanzielles Werkzeug
Die russische Propaganda (also automatisch voll gelogen) aka Fjodor Lukjanow, Chefredakteur von Russia in Global Affairs, schreibt: „Trump behandelt Europa offen als ein Werkzeug – in erster Linie ein finanzielles –, das die Vereinigten Staaten von lästigen Ausgaben befreit. Er betrachtet Europa nicht als einen Partner, dessen unabhängige Position berücksichtigt werden muss.“
Gut zu wissen, dass das Propaganda ist und also gar nicht wahr sein darf kann.
Ever heard of Dresden?
Huckabee responded: “So Israel is expected to surrender to Hamas & feed them even though Israeli hostages are being starved? Did UK surrender to Nazis and drop food to them? Ever heard of Dresden, PM Starmer? That wasn’t food you dropped. If you had been PM then, the UK would be speaking German!”
Eingeschlossen ins Lage
„Die Radikalen sind ausgeschlossen vom öffentlichen Dienst. Also eingeschlossen ins Lager, das errichtet wird für den Gedanken an die Veränderung des öffentlichen Dienstes. Die Gesellschaft ist wieder geteilt in Wächter und Bewachte, wie gehabt.“ (Alfred Andersch)
Unter sich Verhaltenden
Alle Spitzel des Verfassungsschutzes in der AfD haben heute die Dienstanweisung erhalten, sich ab sofort nur noch gesichert rechtsextremistisch zu verhalten.
Ich verhalte mich ab heute nur noch ungesichert linksextremistisch.
Den Terror im Schlepptau
„Die Hamas regiert den Gaza-Streifen im Grunde seit dem Rückzug Israels im Jahr 2005. Lange Zeit wurde das Gebiet von Ägypten regiert. Aber seltsamerweise wollen die Ägypter heute nicht, dass die Araber in Gaza zu Ägypten gehören. Genauso wie die Jordanier die Araber, die in Judäa und Samaria (Westjordanland) leben, anscheinend nie willkommen heißen wollten. Es ist fast so, als wüssten sie etwas, was wir nicht wissen. Nämlich, dass es sich um eine sehr radikale Bevölkerung handelt. Jedes Land, das Palästinenser aufgenommen hat – einschließlich ihrer Führung – hat immer den Terror im Schlepptau gehabt.“ (Douglas Murray in der bürgerlichen Presse)
Für die Interessen
Matthias Schranner: „Trump ist in meinen Augen nicht unberechenbar, sondern sehr berechenbar. Er folgt einem Muster. Er kommt mit einer sehr hohen Forderung und verbindet sie mit einer sofortigen Konsequenz. Dann hat er seine hohe Forderung oft wieder zurückgenommen. (…) Ich finde ihn nicht aggressiv. Er stellt halt Forderungen und kämpft für seine Interessen. Dafür ist er gewählt. Da braucht jetzt keiner überrascht zu sein.“
Wer sagt es jetzt den deutschen Medien?
Schutzzölle und Freihandel
„Übrigens ist das Schutzzollsystem nur ein Mittel, in einem Lande die Großindustrie aufzuziehen, das heißt, es vom Weltmarkt abhängig zumachen; und von dem Augenblick an, wo man vom Weltmarkt abhängt, hängt man schon mehr oder weniger vom Freihandel ab. (…)
Aber im allgemeinen ist heutzutage das Schutzzollsystem konservativ, während das Freihandelssystem zerstörend wirkt. Es zersetzt die bisherigen Nationalitäten und treibt den Gegensatz zwischen Proletariat und Bourgeoisie auf die Spitze. Mit einem Wort, das System der Handelsfreiheit beschleunigt die soziale Revolution. Und nur in diesem revolutionären Sinne, meine Herren, stimme ich für den Freihandel.“
(Karl Marx: Rede über die Frage des Freihandels, 09.01.1848 in der Demokratischen Gesellschaft zu Brüssel)
Noch Fragen?






















