Babylonien, revisited, 39.0

Babylonien, revisited, 39.0: Schottisch. Drei junge Männer, die von einer Aikido-Veranstaltung kamen, die für einen von ihnen nicht gut ausgegangen war. Ich hörte eine Sprache, die für mich wie eine Mischung aus Skandinavisch und Englisch klang, und fragte nach. Ich habe mir gerade Centurion gekauft, weil ich alle Filme mag, in denen Olga Kurylenko vorkommt. Vielleicht haben die Pikten ja so gesprochen.

Und noch einmal: Tigrinya. Schon der zweite Eritreer, der das sprach.

Babylonien, revisited, 38.0

Babylonien, revisited, 38.0: Urhobo, Nigeria.

Babylonien, revisited, 37.0

Babylonien, revisited, 37.0: Punjabi. Die Dame kam zusammen mit ihrer Freundin, die Hindi sprach, beide parlierten natürlich auch fließend in Englisch. Die Indierinnen stammten, wie sie gekleidet waren und sich gaben, vermutlich aus der Oberschicht, da sie mit ihren (nicht anwesenden) Gatten – beide Ärzte – in Europa shoppten. Selbstredend waren auch beide Damen wunderschön.

Babylonien, revisited, 36.0:

Babylonien, revisited, 36.0: Afar Oromo. Der Mann sprach auch Arabisch, Deutsch und Somali.

Babylonien, revisited, 35.0:

Babylonien, revisited, 35.0: Hazaragi (Afghanistan) – die Familie sprach auch Dari bzw. Farsi.

Dangla hatten wir schon.

Babylonien, revisited, 34.0:

Babylonien, revisited, 34.0: Amharisch. Der Patient stammt aus Äthiopien, benahm sich aber schlecht; ich musste ihm eine Ansprache halten, weil es wegen ihm einen Alarm gab, der immer bedeutet, dass das Personal eine Gefahr sieht und ich denn hinrennen muss. Die Ansprache half, weil er Deutsch verstand, und der Tonfall und eine gewissen Attitude reichen normalerweise auch.

In der selben Tag unterhielt ich mich in Spanisch mit einem spanischen Staatsbürger, der aus Kamerun stammte und auch Französisch und ein bisschen Englisch verstand und gerade Deutsch lernte. Seine Muttersprache war Haussa. Er meinte, es sei doch selbstverständlich, dass man die Sprache des Landes lerne, in dem man leben wolle. Bei der Idee, dass ich Haussa lernen würde, falls ich nach Kamerun reiste, wollte er sich schier kaputtlachen.

Babylonien, revisited, 33.0

Babylonien, revisited, 33.0: Dangla. Der Mann kam aus dem Tschad, war seit zwei Jahren in Deutschland und sprach schon sehr gut Deutsch. Nur rund 45.000 Menschen sprechen noch Dangla – offenbar eine aussterbende Sprache.

Babylonien, revisited, 32.0:

Babylonien, revisited, 32.0: Dahalik. Das Ehepaar kam aus Eritrea.

Babylonien, revisited, 31.0:

Babylonien, revisited, 31.0: Schwedisch (ich habe nachgesehen: das hatte ich noch nicht), innerhalb von zwei Stunden noch einmal Tschetschenisch – der Mann stammte aus Grosny -, und Baoulé, aka Baule or Bawule, aber jetzt aus Kamerun.

Babylonien, revisited, 30.0

Babylonien, revisited, 30.0: Maya aka Mayathan! Ich fass es nicht. Der Mann kam aus Yucatan, Mexico und war tätowiert wie ein Krieger aus Apocalypto. Spanisch sprach er ohnehin. Seine Freundin war aus Uruguay und hatte deutsche Vorfahren – sie verstand auch Deutsch.

Kennt ihr übrigens Chan Santa Cruz?

Babylonien, revisited, 29.0

Babylonien, revisited, 29.0: Baoulé, aka Baule or Bawule, ist eine Tano-Sprache der Akan. Der Mann sprach auch fließend Deutsch und kam von der Elfenbeinküste.

Verdammt, ich weiß zu wenig über die afrikanischen Völker. Das hört sich doch alles sehr interessant an.
Über die Herkunft der heutigen Akan Ghanas und der Elfenbeinküste lässt sich nichts Genaues sagen, da diesbezügliche archäologische Beweise (noch) nicht existieren. Die mündliche Tradition der Akan verweist auf das Reich Kong, das im Mittelalter im Quellgebiet des Schwarzen Volta (im Westen des heutigen Burkina-Faso) existiert hat oder/und auf das Gebiet des bereits existierenden oder späteren Gonja-Reiches. Von hier aus zog man in den Regenwald, wobei es gemäß der Überlieferung zur Aufspaltung zwischen Aschanti und Fanti kam. (…) Mit seinem Sieg über das mächtige Denkira 1701 begann der Aufstieg Asantes zu einem der stärksten und politisch bedeutsamsten Königreiche Westafrikas, das anfangs vor allem durch den Gold- und Kolahandel gedieh. Mit der steigenden Nachfrage nach Sklaven durch die Europäer und arabische Händler fand der Wohlstand auch ein weiteres Fundament im Sklavenhandel.

Babylonien, revisited, 28.0:

Babylonien, revisited, 28.0: Tschechisch aka Böhmisch und Slowakisch. Ich muss bekennen, dass ich mich in den Details der Geschichte Osteuropas überhaupt nicht auskenne.

Wenn ich einen Ausländer treffe, der behauptet, gut Deutsch zu sprechen, lasse ich ihn folgenden Satz sagen: „Ich habe ein tschechisches Eichhörchen in meinem Streichholzschächtelchen.“ Das geht nie gut aus.

Babylonien, revisited, 27.0

Babylonien, revisited, 27.0: Aymara (Sory, aber der deutsche Wikipidia-Eintrag ist nicht wirklich informativ.)

Der Mann kam aus Oruro in Bolivien und sprach natürlich auch Spanisch.

Durchs wilde Arabistan

arabisch

Ich hatte das schon mal in den achtziger Jahren mit einem Privatlehrer ein halbes Jahr lang versucht, habe aber alles vergessen. Das wichtigste arabische Wort السيارة kenne ich aber noch. Kommt in jedem Gespräch vor – in Berlin jedenfalls. Üben kann ich auch – die gefühlte Hälfte des Publikums im Krankenhaus spricht Arabisch.

By the way, liebe wohlwollende Leserin und lieber geneigter Leser: Schon mal etwas von Pir Kamek gehört? Ich wurde vor ein paar Tagen daran erinnert. Eine junge Frau mit blonden Locken kam als Patientin ins Krankenhaus. Sie sprach nur Kurdisch und ein wenig Arabisch, und sagte mir, als wir mit Händen und Füßen versuchten, uns verständlich zu machen: ‚Jesidi‚, und zeigte auf sich.

Dank Karl May und eingedenk der Tatsache, dass ich durchaus über die Weltläufte informiert bin, wusste ich, was sie meinte, obwohl sie das nicht zu erwarten schien, denn sie machte zusätzlich eine Handbewegung, als würden ihr die Augen verbunden, dann kreuzte sie die Hände, wohl um zu zeigen, dass sie gefesselt worden war. Es gruselte mich, und ich will gar nicht mehr darüber wissen.

Vorgestern war sie noch mal da, mit einer Kopfplatzwunde. Sie „wohnt“ mit ihrem Mann auf dem Tempelhofer Feld. Es ist zwar nicht meine Aufgabe, aber ich bin gern ausreichend informiert, um Risiken und Nebenwirkungen einschätzen zu können. Während die Frau in der Rettungsstelle behandelt wurde, versuchte ich mit dem Mann zu reden. Er verstand ausschließĺich Kurdisch, und Google Translator bietet das nicht an. Er hätte ja auch der Täter sein können, deswegen war ich vorsichtig.

Irgendwann mischte sich eine Deutschtürkin ein, die mir sagte, ihr Freund spräche Kurdisch. Sie holte ihn ans Handy, erzählte ihm auf Türkisch, was ich ihr auf Deutsch gesagt hatte, dann bekam der Jeside das Telefon und hörte sich alles auf Kurdisch an. Die verschiedenen kurdischen Dialekte unterscheiden sich zwar sehr voneinander – wie Deutsch und Niederländisch -, aber in diesem Fall kriegten wir das irgendwie hin. Es stellte sich heraus, dass die Frau oft in Ohnmacht fiel – also Verdacht auf Epilepsie oder etwas Neurologisches.

Ich teilte das dem behandelnden Chirurgen mit. Der startete das gesamte medizinische Check-Programm. Beim Schichtwechsel trat zufällig einer unser Arabisch sprechenden Ärzte seinen Dienst an. Der konnte sich mit der Frau dann auch unterhalten.

An meinem Arbeitsplatz geht es halt ein wenig Kosmopolitischer zu als anderswo. Burks gefällt das.

Babylonien, revisited, 26.0:

Babylonien, revisited, 26.0: Baskisch.

Jetzt aber ein Problem, mit dem ich heute zu tun hatte. Ich unterhielt mich mit einem Afrikaner, der fließend Englisch sprach und der mir erzählte, er verstehe auch Hausa. Aber seine Muttersprache werde nur von wenigen Menschen gesprochen und hieße „Barnawi“. Er hat mir das sogar aufgeschrieben. Ich finde aber rein gar nichts dazu. Vielleicht ist es falsch geschrieben? Hat jemand eine Idee?

Babylonien, revisited, 25.0

Babylonien, revisited, 25.0: Bengali, also known as Bangla.

Babylonien, revisited, 24.0

Babylonien, revisited, 24.0: Dinka.

Babylonien, revisited: 24.0

Babylonien, revisited, 23.0: Twi (Ghana).

Babylonien, revisited, 23.0

Babylonien, revisited, 23.0: Tigrinya. Der Mann kam aus Eritrea und sprach noch Arabisch, sonst nichts, sein Dolmetscher sagte stolz, er sei „Nubier“.

Babylonien, revisited, 22.0

Babylonien, revisited, 22.0: Aramäisch – eine Familie (mit deutscher Staatsbürgerschaft), die aus der Türkei eingewandert ist.

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