Virtueller Nachtrag

HoY

Mein Hauptquartier in Secondlife… auch mit Security. :-)

Vertex und Riggung oder: Die dritte Kammer der Blender-Shaolin

slave

Nein, das Publikum möge dieses Posting nicht lesen. Es ist viel zu lang und interessiert nur zweieinhalb Personen. Ich schreibe einige Dinge auf, damit ich es später nachlesen kann. Ich hatte beschlossen, heute das Zeitgeschehen komplett außen vor zu lassen und mich nur irrelevanter persönlicher Weiterbildung zu widmen. Die Titelidee verdanke ich dem geneigten Publikum, das zu recht darauf hinwies, dass ich nicht umhin käme, das fucking manual von Blender trotz allen Widerwillens eingehend zu studieren.

slave

Statische Dinge, Personen, Tiere (siehe das goreanische Tharlarion ganz unten) machen mir nur noch wenig Probleme. Extra: Größere Arrangements aus Mesh-Objekten zusammenzusetzen (nur eine Frage der Zeit, die ich nur selten habe). Kleine Aufgaben, wie mit Blender virtuelle Löcher in virtuelle Mesh-Vasen zu bohren, habe ich vertagt, weil das einfach ist. Vielleicht kurz morgen nach dem Frühstück als 3D-Etüde…

Ab der dritten Kammer der Blender-Shaolin wird es jedoch vertrackt. Zwei Aufgaben habe ich mir gestellt:

I. Vertex zu verstehen. Das ist einfach zu beschreiben, aber kompliziert umzusetzen. Erstellt man zum Beispiel eine menschliche Figur mit Tripo3D.ai und exportiert sie anschließend in Blender, besteht diese aus fast zwei Millionen Polygonen. Um das Objekt hochladen zu können und um auf eine realistische Zahl von Verts und Faces zu kommen (in Blender sind Verts (Vertices) die Eckpunkte eines Mesh-Objekts und Faces die Flächen, die zwischen diesen Punkten aufgespannt werden), muss man das Objekt – bzw. die Anzahl der Vertices und Faces – erheblich reduzieren. Mit dem Faktor 0,05 ist man auf der sicheren Seite, wenn man plant, nach Secondlife upzuloaden.

chatgpt

Ich habe, was amüsant war, ChatGPT damit in den Roboterwahnsinn getrieben – vermutlich weil es keine rein deutsche Blender-Version gibt, sondern nur eine aus Denglisch. Die KI fing an zu stammeln und sich zu korrigieren wie in Lems Ananke, ohne zu einem Ergebnis zu kommen, das mir geholfen hätte.

Das Problem: Man kann einzelne Flächen oder Teil des Objekts definieren, die beim Dezimieren ausgelassen werden. Das ist wichtig, wenn es um humanoide Figuren geht, deren Gesichter meistens nach dem virtuellen Schrumpfen komisch, wenn nicht gar hässlich aussehen. Bei der obigen Dame in Rot habe ich Glück gehabt, aber bei anderen, die ich dem Publikum erspare, nicht. Eine polygone Schöne soll im Gesicht attraktiv bleiben, obwohl der Rest des Körpers virtuell grob vereinfacht wird. Das geht mit Vertices. Ich habe es noch nicht hingekriegt.

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II. Animierte Mesh-Figuren und Dinge

Ich ließ mir gestern während der Arbeit das Procedere von ChatGPT lang und breit erklären. Wenn eine Figur mit Blender und Animesh animiert und dann nach Secondlife hochladen wurde, kann ein Script aus Secondlife die Animesh- Animation überschreiben? Was ist, wenn Animesh und Sl-Script sich widersprechen? Und noch viele ähnliche Fragen…

Man muss Mesh-Figuren ein Skelett einziehen, damit das Objekt sich bewegt. Theoretisch ist das nicht weiter schwierig zu verstehen, aber es mit Blender umzusetzen so „einfach“ wie einen Fliegenden Holländer aus seinen Einzelteilen zusammenzufummeln.

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Das Second-Life-Skelett

► Second Life verwendet ein vorgegebenes Skelettsystem. Mit Project Bento wurde es um zusätzliche Knochen erweitert, unter anderem für Finger, Gesicht, Schwanz und Flügel.

► Du kannst die Knochenpositionen an deine Figur anpassen. Die unterstützten Namen und die erforderliche Hierarchie müssen aber erhalten bleiben.

►Für deine menschlichen Figuren brauchst du nicht alle Bento-Knochen zu verwenden. Wenn sich nur Kopf und Oberkörper bewegen sollen, reicht eine entsprechend gewichtete Teilmenge der unterstützten Knochen.

► Wichtig ist der Unterschied zwischen Rigging und Animation:
– Rigging erfolgt einmalig: Du verbindest die Figur mit dem Skelett.
– Animationen kannst du anschließend beliebig viele erstellen, ohne die Figur jedes Mal neu hochzuladen.

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Was ich dir als ersten Versuch empfehle

Nimm eine deiner bereits vorhandenen stehenden Tripo-Figuren, bei der Kopf und Hals gut erkennbar sind.
Unser erstes Ziel sollte sein, dass die Figur in Firestorm als Animesh hochgeladen wird und den Kopf um zehn Grad drehen kann.

Damit lernst du die drei entscheidenden Arbeitsschritte: Skelett einfügen, Mesh an die Knochen binden und eine Animation erstellen.

Wenn das funktioniert, kannst du mit demselben Prinzip später einen Wüstenkrieger knien lassen, eine Kaiila den Kopf senken lassen oder eine Schlange animieren.

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Ich habe mich damit abgefunden, dass ich die Figuren, die ich schon erstellt haben, nicht mehr im Nachhinein versuchen sollte zu animieren, sondern dass ich ganz neue erschaffen muss.

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Exkurs: Ich mag keine Video-Tutorials, sondern lese lieber Texte. Man kann leichter vor und zurück, und man muss sich auch nicht das Genuschel und Herumgeholpere der Rhetorik-Laien antun, die zumal ausnahmslos von Pädagogik oder von Usability keine Ahnung haben. Ich habe noch kein Blender-Tutorial gefunden, beim sich bei mir nicht nach wenigen Sekunden die Fingernägel gerollt hätten. Nein, Leute, vergesst das. Da quäle ich mich lieber durch das Handbuch im Original.

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Bei diesem Thema war die KI sehr hilfreich. Ich finde die Vorschläge vernünftig. Was genau ist aber jetzt Rigging? Wenn ich zum Beispiel ein Mesh-Tier mache, könnte ich vier Beine und den Kopf als einzelne Objekte machen, dann in Secondlife zusammenfügen und dann in jedes Bein und in den Kopf ein Skript legen, das die Teile bewegt – oder gibt es eine bessere Methode?

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Ja, das funktioniert grundsätzlich. Du kannst ein Mesh-Tier in Blender in mehrere Teile zerlegen, diese einzeln nach Second Life hochladen, dort verlinken und mit LSL-Skripten bewegen.

Für deine Kaiila würde ich allerdings eine etwas andere Methode empfehlen: Ein einziges Steuerungsskript bewegt sämtliche Körperteile. Du brauchst nicht in jedem Bein und im Kopf ein eigenes Skript.

1. Methode: Mehrere Mesh-Teile mit einem LSL-Skript
Du könntest deine Kaiila aus sieben Teilen aufbauen:
1. Rumpf (Root-Prim, bleibt unbeweglich)
2. Vorderbein links
3. Vorderbein rechts
4. Hinterbein links
5. Hinterbein rechts
6. Kopf mit Hals
7. Schweif

Alle Teile werden in Second Life zu einem Linkset verbunden. Das Steuerungsskript liegt im Root-Prim und verändert die Position und Rotation der einzelnen Teile mit llSetLinkPrimitiveParamsFast().
Damit könntest du beispielsweise erreichen, dass die Kaiila gelegentlich den Kopf senkt, den Schweif bewegt oder leicht mit einem Vorderbein scharrt.

Aber es gibt ein Problem: Ein separates Mesh-Bein dreht sich standardmäßig um den Ursprung des jeweiligen Mesh-Objekts. Liegt dieser nicht am Gelenk, bewegt sich das Bein unnatürlich. Die Drehpunkte müssen deshalb in Blender sorgfältig vorbereitet werden.

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Bei dieser Methode bleibt die Kaiila ein zusammenhängendes, geriggtes Mesh. In Blender legst du ein Skelett mit Knochen für Beine, Hals, Kopf und Schweif an und ordnest die Mesh-Geometrie diesen Knochen zu.

Das ermöglicht deutlich natürlichere Bewegungen, insbesondere an den Gelenken. In Second Life lässt sich das Tier dann als Animesh animieren. Der Nachteil ist der zusätzliche Aufwand beim Rigging und der deutlich höhere Land Impact durch Animesh.

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Der Arbeitsablauf

1. In Blender: Die beweglichen Teile als einzelne Mesh-Objekte vorbereiten. Besonders wichtig sind die Drehpunkte am Halsansatz, an den Schultergelenken und am Schweifansatz.

2. Nach Second Life hochladen: Die Mesh-Teile können separat hochgeladen werden. Alternativ lassen sich mehrere Objekte in einer Collada-Datei exportieren.

3. In Firestorm: Die Teile korrekt zusammensetzen und miteinander verlinken. Den Rumpf als Root-Prim verwenden.

4. Ein LSL-Skript in den Rumpf legen: Das Skript steuert alle beweglichen Teile über ihre Linknummern oder Namen.

5. Zufällige Pausen einbauen: Beispielsweise alle 15–40 Sekunden eine kleine Bewegung. Danach kehrt das betreffende Körperteil langsam in seine Ausgangsposition zurück.

Wichtig für die Qualität:

Bei einer Kaiila aus Tripo3D.ai ist die größte Schwierigkeit nicht das Skript, sondern die Trennung der Mesh-Teile in Blender. An den Schnittstellen können Löcher oder sichtbare Spalten entstehen.
Ich würde deshalb die Beine zunächst nicht bewegen und mit Kopf und Schweif anfangen. Das wirkt bereits lebendig und ist technisch deutlich einfacher.

Außerdem solltest du die beweglichen Teile so vorbereiten, dass ihre Drehpunkte tatsächlich an den Gelenken liegen. Sonst schwenkt beispielsweise der ganze Kopf um seinen Mittelpunkt statt um den Halsansatz.

Dann frisch ans Werk! Aber ob ich morgen dazu komme, weiß ich nicht. Und Übermorgen steht wieder die Lohnschinderei an mit Aufstehen um vier Uhr.


Das Tierchen dekoriert schon meine Sim in Secondlife. Die Beladung habe ich gesondert gemacht.

[Angebereimodus on] Alles, was auf dem Screenshot zu sehen ist, habe ich selbst erzeugt.

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Für eine Handvoll Lindendollar [Update][2. Update]

shop

Ich habe mir heute einen Wunsch erfüllt, den ich schon seit 2008 hatte. Mir fehlten bisher die technischen Kenntnisse, das umzusetzen. Ich scheiterte bei vielen früheren Versuchen und gab endlich entnervt auf.

Ich habe also einen virtuellen Shop eröffnet – dank der Hilfe von ChatGPT. Aber es war trotzdem eine erbärmliche Fummelei…

Ich habe so viele hübsche Gadgets erstellt, die ich nach und nach alle dort anbieten werde. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Sorry, sagte ich schon, dass ich heute nur Nutzloses und dummes Zeug gemacht habe? Aber wenn ein bisschen Geld hereinkommt, kann es nicht schaden. Die Lindendollar kann man in reale Dollar bzw. Euro umrubeln.

Update: Einige meiner Objekte sind mit „adult“ gelabelt (er reicht „goreanisch“, auch wenn es sich um harmlose Dinge handelt – und schon ist es „adult“). Deswegen kann man sie nicht sehen, wenn man sich nicht einloggt und den Alterscheck von Secondlife erfolgreich bestanden hat.

shop

Stand heute nach dem Frühstück. Jetzt mache ich etwas anderes. Versprochen.

Zurück zu Blender, ohne merkwürdigen Zügel

caravan
Eine Karawane bereitet sich auf einen strapaziösen Marsch durch die Wüste Gors vor.

Vorerst das letzte Mal, dass ich das 3D-affine Publikum mit dem Thema belästige. Ich finde, dass sich das Ergebnis sehen lassen kann. Ich habe in den letzten 24 Stunden rund 20 Figuren gemacht, mit denen ich meine Wüsten-Sim in Secondlife dekoriere. Heute beginnt dort ein großes Event („groß“ heißt: rund zwei Dutzend Rollenspieler), und alles sollte rechtzeitig fertig sein. (Ich habe nur die „Menschen“ gemacht, das virtuelle Viehzeug nehme ich mir gesondert vor – aber nicht jetzt.)

Endlich habe ich auch ein paar Probleme gelöst, die mit Blender in der Kombination mit Firestorm auftraten. Auch ChatGPT musste lange daran herumdoktern. Dafür gibt es – wie für das virtuelle Bauen in Secondlife insgesamt – kein fucking manual und keine Handbücher. Nur die Erfahrung zählt. Man muss erst einmal alle möglichen Fehler gemacht haben. (Ich danke meinen Eltern, dass sie mir eine intrinsische Motivation mitgegeben haben, auch wenn es sich – wie hier – um völlig nutzloses Zeug handelt.)

caravan
Die KI-Version des Screenshots sieht natürlich noch besser aus.

1. Ich empfehle, den Prompt für das Foto, mit dem Tripo3d.ai zurechtkommen muss, auch von ChatGPT machen zu lassen. Damit werden einige Fehler vermieden, die später erst nach dem Hochladen und Rezzen in Secondlife auftreten (obwohl virtuelles „Materialisieren“ vermutlich eine Contradictio in adiecto ist). Beispiel, schlampig und hastig geschrieben:

mache einen Prompt für: Wüstenkrieger, Karawanenführer, dolch und scimitar im Gürtel, wasserschlauch, hält eine hand hoch, als hielte er einen Zügel, ohne hintergrund, burnus blau weiß und rot

Version von ChatGPT: Photorealistic full-body image of a rugged desert warrior and caravan leader, standing upright and facing slightly toward the camera. He is an experienced caravan master from an ancient desert culture, strong and weathered, with dark sun-tanned skin and a stern, confident expression. He wears a traditional flowing desert burnous in deep blue, white and dark red fabric, layered naturally and realistically, with a wrapped desert headscarf protecting him from sun and sand. A curved scimitar in an ornate sheath and a separate dagger are clearly attached to his belt. A traditional leather waterskin hangs at his side. One arm hangs naturally near his body while the other arm is raised forward at about chest height, the hand naturally closed as if firmly holding the reins of a riding or pack animal, but NO reins and NO animal are visible. Practical leather belt, simple desert boots or sandals, realistic worn fabrics and leather, believable ancient equipment. Powerful but natural posture, no shield, no spear, no bow, no modern objects. Entire body including head, hands and feet completely visible. Isolated figure, transparent background, no scenery, no ground objects, no text. Photorealistic, highly detailed realistic skin and fabric, natural proportions, even studio lighting, sharp focus, suitable as a reference image for Tripo3D 3D mesh generation.

Wichtig ist besonders „as if holding the reins, but NO reins and NO animal are visible“. Damit bekommst du die gewünschte Handhaltung, ohne dass der Bildgenerator gleich ein Tier oder irgendwelche merkwürdigen Zügel ergänzt.

KI

2. Ich weiß nicht, warum Firestorm mit einigen hochgeladenen Objekten nicht klarkommt, sondern sie dann nur teilweise lädt, dass nur noch Fetzen zu sehen sind. Nach einer Stunde „Konversation“ erhielt ich dann von ChatGPT den obigen Dialog. Und der löste das Problem – die Anzahl der Polygone musste schlicht noch mehr reduziert werden, obwohl Firestorm keine Fehlermeldung vor dem Upload ausspuckte – was normalerweise passiert – und niemand sagen kann, warum das Problem besteht. Versuch und Irrtum und eben.

Ich bin jetzt fertig und kann mich wieder den Weltläuften widmen.

Blender – einfach ignorieren und aus der Nähe schön

tripo3d.ai
Die Arbeitsoberfläche von Tripo3D.ai – links oben lädt man neue Fotos/Bilder.

Das Publikum bemerkte zutreffend, das Thema Blender und Mesh interessiere mindestens 99,99 Prozent der hiesigen Rezipienten. Da will ich mich nicht lumpen lassen.

ChatGPT hat mir meine jahrelange Scheu genommen, mich mit den Eingeweiden dem fucking manual von Blender zu beschäftigen.

Kann es sein, dass die zahlreichen Features von Blender vor allem dann wichtig sind, wenn man Objekte und Texturen selbst macht, dass man aber nur wenige braucht, wenn man fertige Mesh-Objekte von Tripo3d.ai importiert?

„Ja. Für deinen konkreten Arbeitsablauf mit Tripo3D → Blender → Second Life brauchst du wahrscheinlich nur einen kleinen Bruchteil von Blender.

Blender ist so umfangreich, weil es die komplette Herstellung eines 3D-Objekts abdecken kann: Modellieren, Sculpting, UV-Unwrapping, Texturieren, Rigging, Animation, Beleuchtung, Rendering, Simulationen usw. Wenn Tripo3D dir aber bereits Geometrie + UV-Mapping + Texturen liefert, sind viele dieser Bereiche für dich praktisch überflüssig. Blender kann FBX-Dateien mitsamt Geometrie, Materialien und weiteren Informationen importieren.

Für deinen bisherigen Second-Life-Workflow würde ich Blender im Wesentlichen auf diese Funktionen reduzieren:

►Importieren – FBX/GLB von Tripo3D öffnen.
► Objekt auswählen und kontrollieren – insbesondere Anzahl der Faces/Vertices und ob das Modell aus mehreren Mesh-Teilen besteht.
► Transformieren – G Verschieben, R Drehen, S Skalieren sowie gegebenenfalls Ctrl+A → Scale.
► Duplizieren – Shift+D, um High, Medium, Low und Lowest anzulegen.
► Decimate Modifier – wahrscheinlich die für dich wichtigste Blender-Funktion. Damit reduzierst du die Polygonzahl für die LOD-Stufen. Blender beschreibt Decimate ausdrücklich als Werkzeug zur Reduzierung von Vertices/Faces bei möglichst geringer Veränderung der Form.
► Mesh gegebenenfalls zusammenfügen oder trennen – Ctrl+J, Selection, Edit Mode usw. Das wird wichtig bei deinen Problemen mit Speeren, Knochen oder Figuren aus zahlreichen einzelnen Mesh-Komponenten.
► Material/Texturen kontrollieren – normalerweise nur prüfen, ob Base Color und gegebenenfalls Normal Map korrekt zugeordnet sind. Die eigentliche ORM-Textur kannst du außerhalb Blenders erzeugen. [Das macht ChatGPT – allerdings muss man manchmal nachhaken, weil das Ergebnis nicht immer korrekt bzw. brauchbar ist.]
► Exportieren – für Second Life insbesondere Collada/DAE und die vier LOD-Versionen.

Den größten Teil von Blender kannst du daher ignorieren. Du musst für diesen Zweck weder selbst modellieren noch sculpten, UV-Maps erstellen, Bones/Rigs bauen, animieren, rendern, Geometry Nodes lernen oder Partikel-, Flüssigkeits- und Physiksimulationen beherrschen.

Das erklärt auch, warum Blender zunächst viel komplizierter wirkt, als es für deinen Zweck tatsächlich ist. Dein Blender ist im Grunde eine Zwischenstation zur technischen Aufbereitung der von Tripo3D erzeugten Meshes für Second Life.

Für deinen Workflow reichen vielleicht 10–15 Blender-Funktionen, die man wirklich beherrschen muss.“

Blender
Die Arbeitsoberfläche von Blender nach dem Hochladen der FBX-Datei, die von Tripo3D.ai erzeugt wurde.

Ich habe nicht vor, mich auf Secondlife zu beschränken. Aber dort ist es natürlich am einfachsten, die Objekte sofort anzusehen.

Falls es jemand ausprobieren will:
►Ein Foto des gewünschten Objekts erzeugen mit der KI der Wahl – für meinen Zweck reicht ChatGPT (Bezahlversion).
► Das Foto zu Tripo3D.ai hochladen und ein Mesh-Objekt erzeugen lassen. Für Secondlife herunterladen als FBX-Datei; zum Einbinden in ein WordPress-Blog als glTF 2.0 (.glb, .gltf)-Datei. Tripo3D.ai erzeugt automatisch eine Zip-Datei, die man auf dem eigenen Rechner entpacken muss.
► Importieren (nicht „öffnen“!) der FBX-Datei in Blender.
► Reduzieren („dezimieren“) der Anzahl der Polygone zum Weiterverarbeiten.
– Ich mache meistens einen Screenshot und frage ChatGPT nach einem Vorschlag für die Werte. Mittlerweile weiß ich aber bei bestimmten Objekten, zum Beispiel Figuren für Secondlife, auswendig: Rund 90.000 Polygone sind ein guter Start.
– Problem: Firestorm – die Software, die man benutzt, um Objekt nach Secondlife hochzuladen -, verlangt vier verschiedene Versionen: high, medium, low und lowest (was die Zahl der Polygone meint). Die kann man schon mit Blender erzeugen, was eine erbärmliche Fummelei ist und bei mir erst nach dem zigsten Mal funktionierte. Irgendwann riet mir sogar ChatGPT davon ab, weil Firestorm damit nichts anfangen konnte, obwohl es theoretisch hätte funktionieren müssen.
– Blender muss die fertige („dezimierte“) Version des Objekts als Collada-Datei exportieren (Dateiendung .dae).
► Firestorm lädt diese Datei nach Secondlife hoch (build, upload, mesh object).
– Dann erst kommt der knifflige Teil. Man kann nach dem Upload der high-Version die anderen drei von Firestorm reduzieren lassen. Für die variablen Zahlenwerte fragt man besser auch die KI – nicht jedes Vehältnis zwischen den jeweiligen Versionen wird akzeptiert.

Für die eineinhalb Leser, die es bis hier geschafft haben:
► High – höchste Detailstufe, wenn du nahe am Objekt bist.
► Medium – etwas weiter entfernt; weniger Polygone.
► Low – größere Entfernung; deutlich weniger Polygone.
► Lowest – sehr weit entfernt; nur noch eine stark vereinfachte Form.
Der Zweck ist: Aus der Nähe schön aussehen, aus der Entfernung Rechenleistung sparen.

Dann noch die Texturen. Die ORM-Textur (aus den Dateien metallic und roughness, die Tripo3D.ai mitliefert) macht die KI, basecolor und normal kann man einfach hochladen und sie in ein neu erzeugtes „Material“ dröseln (das man dann aus dem Inventar über die Figur zieht).

Das funktioniert leider nicht bei Objekten, die zu viele „herausragende“ Einzelteile haben – zum Beispiel bei Männern, die Speere tragen. Wann das Objekt beim hochladen zerrissen wird bzw. nicht komplett rendert, weiß man nie vorher.

Auf meiner To-Do-Liste steht jetzt zu kapieren, wie man mehrere Mesh-Objekte separat erzeugt und sie dann zusammensetzt.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

secondlife
Zwei von mir erzeugte „Wüstenkrieger“ als Dekoration auf meiner Sim in Secondlife.

Unter unentschlossenen Problemlösenden

mesh

Ich bin natürlich heimlich weiter in die Geheimnisse von Blender eingedrungen. Wenn ich mich erst einmal in etwas festgebissen habe, dann höre ich vorerst nicht auf, obwohl das Publikum mit Recht etwas Vernünftigeres erwartet, etwa über das vorbildliche Kopflappenverbot in Österreich für Minderjährige, oder über den lobenswerten Vorschlag Broders, Wahlen an die meshZiehung der Lottozahlen zu knüpfen, oder über Trauerwachen?

Soll ich morgen überhaupt wählen gehen? Ich habe noch einen Verband um den Arm und kann schlecht duschen, das wäre eine gute Ausrede.

Heute also wieder stundenlang Blender und Verwandtes. Diese Software hat gefühlt zwei Fatastillarden Features, und ChatGPT blickt selbst nicht durch und entschuldigt sich oft, wenn ich einwende, das Gesagte sei aber Blödsinn und könne nicht stimmen. Aber ohne die Hilfe der KI würde ich schier verzweifeln und hätte schon aufgegeben.

Ich will nicht so tun, als hätte ich schon das Wesentliche begriffen, aber ich kenne mich mit den Basics von Blender aus. Es kommt noch zu zahllosen Fehlermeldungen, die mühsam korrigiert werden müssen, und Firestorm zickt auch ständig herum – ich lerne sogar neue Features kenne, obwohl ich den Viewer schon seit 2007 exzessiv nutze.

Wenn alles richtig funktioniert, sind die Mesh-Objekte leider noch viel zu „groß“, das heisst die Anzahld er Prims ist zu hoch. Mein Targi sieht inworld schick aus, hat aber fast 100 Polygone – ein Viertel wäre sinnvoll. Der fette Fantasy-Lastensaurier sogar knapp 400… so geht das nicht. Vermutlich – auch die KI ist der Meinung – muss ich einzelne Objekte separat erzeugen und die dann im nachhinein zusammendröseln.

meshmesh

Den Tipp mit den vier Versionen (unten) hat ChatGPT mittlerweile zurückgenommen. Man kann die physics (Vektorflächen) auch in Firestorm noch herunterschrauben. Versuch und Irrtum mit unzähligen Variablen. So fühlt sich vermutlich auch jemand, der mit Typo3 beginnt.

mesh

Immerhin hatte ich heute ein Erfolgserlebnis und erschuf ein „hölzernes“ kopierbares Kanu mit Sitzen und Außerborder, das auch ordnungsgemäß in Secondlife rezzte und sogar nicht schlecht aussieht.

mesh

Zur Zeit sitze ich an einem virtuellen Alligator, der mit ungeahnten Problemen aufwartet. Vielleicht löse ich die morgen nach dem Frühstück…

mesh

Unter Blendernden [Update]

mumie

Nein, wieder nicht die Weltläufte was sonst so geschah. (Es geschah nichts.) Ich habe fast fünf Stunden mit Blender und dessen fucking manual und ChatGPT und tripo3d.ai gekämpft und es endlich hingekriegt – mein erstes Mesh-Objekt! Hochgeladen nach Secondlife, wo es sich „materialisierte“.

mumie

Zum ersten Mal habe ich die zwei Monitore nebeneinander wirklich gebraucht, sonst hätte es noch länger gedauert. Es handelt sich übrigens um eine peruanische Mumie.

Das war wirklich verflucht knifflig….

mumie

Update: So sieht die Mumie aus „inworld“. Nur drei Prims!

mumie

The Lost Bridge and the Inca Warrior

Peru
Virtuelle Reminiszenzen an die Statuen beim peruanischen Kuelap.

Ich muss das wohlwollende Publikum, bevor wir uns wieder den Weltläuften widmen, noch mit irrelevantem Quatsch belästigen, also mit einem meiner Hobbys, dem Gamedesign. Außerdem schreibt sich mit einem Verband am Handgelenk, das zu schonen sei, nicht so gut.

Wie ich schon schrob schrieb, baue ich gerade den peruanischen Urwald um Kuelap nach. Das an sich interessiert niemanden, der das nicht auch versucht hat. Aber vielleicht kann ich erklären, warum mein Werk als „Kunst“ gelten könnte und was das mit Literatur zu tun hat.

Literatur? Du erfindest eine Geschichte und hoffst, dass dreieinhalb Leser Spaß damit haben. Ich bin nicht so unbescheiden wie Johann Wolfgang von Goethe: „Wer nicht eine Million Leser erwartet, sollte keine Zeile schreiben.“ Eines meiner Bücher hatte eine Auflage von 26.000 – das war das Maximum, das ich bisher erreichte. Die Konquistadoren wurden immerhin rund 8.000 Mal verkauft, die gesamte erste Auflage.

Ein Rollenspiel-Plot in Secondlife erreicht nur eine zweistellige Zahl von Interessenten, und man verdient gar nichts daran. Im Unterschied zu Literatur spielen aber andere die Story, die als Basis für ein Event gilt, nach.

Peru
Das von mir gebaute Rollenspiel-Environment „Dschungel von Peru“ aus der Vogelperspektive.

Vorgabe des Organisators des knapp zweiwöchigen Events im Oktober war:

Hola visionaries,

P. Grande here with one last script proposal that is… well, let’s say it’s operating on a slightly higher frequency.

We’re developing a narrative arc deeply rooted in altered states, mysticism, and the spiritual underground. Think guided meditations, deep inner journeys, and drug-related thematic arcs. Yes, before you ask—Ayahuasca is explicitly on the call sheet for this one, alongside voluntary self-experimentation rounds and deep-dive spiritual sessions for the cast members brave enough to step through the portal.

Have you danced with the shamans before? Splendid! Never touched a plant medicine in your life? Also fine—fresh souls make for fantastic close-ups.

Are you ready to expand your mind for the camera, or would you rather keep both feet planted firmly on physical Earth? Hit reply and tell me how deep down the rabbit hole you’re willing to wander.

Un abrazo fuerte and warm regards,

¡Nos vemos pronto en Perú!

P. GRANDE
Executive Vice President of Talent Development & Creative Affairs
Navargento Pictures S.A.C. – Studio District, Lima
www.navargento-pictures.pe | +51 (1) 555-0199 ((Both NOT provided functionally here, if you use them, do so in RP please.))

“Capturing the raw, the real, and the unforgettable.”

Ich habe also den Dschungel gebaut, einen versteckten Inkatempel, etwas von Kuelap, Wasserfälle, was eben zu einem Urwald – auch der virtuellen Art – gehört. Aber wie erkläre ich die Brücke ohne Straße? Das ist für die KI eine Aufgabe von 30 Sekunden, wenn man die richtigen Vorgaben macht.

Brücke
Ich habe einen Screenshot wie unten hochgeladen und gepromptet: Turn it into a black and white photo from the fifties, place two construction workers with helmets but in Peruvian dress with shovels in front of the statue, posing proudly.

The Lost Bridge and the Inca Warrior

TINGO, PERU. Near the famous ruins of Kuélap, an old bridge deep in the jungle may point to an archaeological discovery that has been overlooked for more than half a century.

The event agency Navargento Pictures recently established a jungle camp near Kuélap, offering guided expeditions into the surrounding rainforest. Visitors reported an unusual sight: a bridge crossing the Río Utcubamba, apparently without any road leading to or from it.

Research by Peru Noticias indicates that the bridge was built in 1969 as part of a planned road. The project was abandoned before the road was completed. At the time, the remote area was considered unsafe because of smuggling activities and remained largely unexplored.

But the bridge itself is not the most intriguing part of the story.

In our newspaper archives, Peru Noticias discovered a photograph taken during construction in 1969. It shows two workers wearing helmets and posing proudly with their shovels beside the new bridge. Between them stands a large stone figure whose appearance strongly suggests an Inca origin.

Reports from the period mention rumors among the workers that the remains of an ancient temple were hidden somewhere nearby. No archaeological investigation followed, and when the road project was abandoned, the story was forgotten.

The statue, however, was not lost.

It is still there.

More than 50 years later, the stone warrior remains near the abandoned bridge, surrounded by dense jungle vegetation.

That raises an intriguing historical question: What were the Inca doing at this particular location?

The Chachapoya controlled much of what is now Peru’s Amazonas region, with Kuélap as their most famous monumental site. Around 1475, only a few decades before the arrival of the Spaniards, the expanding Inca Empire conquered the Chachapoya.

The Inca established roads, administrative centers, military posts and other installations throughout conquered territories. An Inca presence in the Utcubamba Valley would therefore not be unexpected. But a previously unknown Inca ceremonial or administrative complex close to Kuélap could provide important evidence about how the Inca controlled the newly conquered Chachapoya territory.

For now, the mysterious temple remains only a rumor from 1969.

But the first clue is no longer a rumor. Deep in the vegetation stands a bridge leading nowhere – and beside it, just as in the old photograph, the stone Inca warrior is still waiting.

Brücke

Jetzt wisst ihr, was eine „Storyline“ ist. Das obere „Foto“ ist natürlich von ChatGPT, das untere dieselbe Stelle auf der virtuellen „realen“ Sim, dort wo ich die Statue und die Brücke platziert habe.

Die Avatare Rollenspieler werden also ab Anfang Oktober „anreisen“ und zum Basis-Camp gebracht. Von dort auf erkunden sie den gefährlichen Dschungel und entdecken auch irgendwann – hoffentlich! – den Tempel. Und dann werden sie alle entführt und mit einem Raumschiff nach Gor gebracht, wie beim letzten Mal aus Amsterdam.

Brücke

Der Organisator hat schon rund zwei Dutzend Anmeldungen. Gestern gab es ein Preview.

[13:28] Jasmine Emerald (jassysis26): oh lord above this is beautiful
[13:28] Nephtides na Neidos (nephtides): [mein Avatarname] built the landscape.
[13:29] Jasmine Emerald (jassysis26): absoloutely incredible
[13:29] Nephtides na Neidos (nephtides): he’s an excellent and very dedicated builder

Den Künstler freut es.

Miszellen zu Diesem und Jenem

Arzt
Fotografiert am Krankenhaus Waldfriede, Berlin-Zehlendorf.

Morgen werde ich mich ambulant einer SchönheitsOperation unterziehen. Nichts Schlimmes, aber dennoch Vollnarkose nötig. Die Ärzte haben mich bei der Voruntersuchung heute ausgeschimpft, weil ich versicherte, ich wäre in der Lage, mit der U-Bahn nach Hause zu fahren – das sei nicht erlaubt.
duolingo
Nun gut. Mein kleine Schwester wird mich also abholen müssen in Ermanglung einer motorisierten Lebensabschnittsgefährtin.

Ich habe dem geschätzten Publikum in den letzten Tagen nicht die ganze Wahrheit erzählt. Neben der 12-stündigen Lohnschinderei machte ich auch noch ein Sprachturnier bei Duolingo mit – wer die meiste Zeit beim Lernen verbringt, gewinnt. Es mag sein, dass andere Apps einem Sprachen besser beibringen.

Für Hebräisch bin ich ohnehin auf Sprechenlernen24 umgestiegen. Aber Dualingo macht Spaß und ist eher spielerisch konzipiert, und man steht nicht wirklich unter Druck, sondern bildet sich das nur ein. Für’s Wiederholen der Vokabeln und der Grammatik ist es aber geeignet – ich nutze das, um mein Spanisch und Französisch aufzupäppeln. Zur Zeit bin ich auf der Suche nach einer App für Mandarin: Man findet zahllose Angebote, mit der KI zu lernen, aber ich bin noch nicht überzeugt.

Außerdem baue ich gerade wieder an einem Environment für ein Rollenspiel-Event im Oktober, das zehn Tage dauert, vielleicht auch mehr. Ich muss den Dschungel in „Peru“ bauen.

secondlifesecondlife
Die roten Prims zeigen mir während der Bauarbeiten, wo der Rand der Sim ist. Was „außerhalb“ der Ränder zu sehen ist, ist das so genannte sim surround, also ein von Avataren nicht begehbares Gelände, das nur für die Illusion da ist, dass der abduction to Gor„Spielort“ unendlich groß ist. Unten eine Detailaufnahme – ein versteckter Geheimgang zu einem Tempel, der den Inka gehört haben soll.

Philip Manows Die politische Ökonomie des Populismus“ hab eich jetzt gelesen und werde es hier alsbald besprechen. Es ist es wert.

Ich habe jetzt auch von Hans-Ulrich Wiemer „Theoderich der Große: König der Goten, Herrscher der Römer. Eine Biographie“ angefangen zu studieren sowie von Raoul Schritt „Homers Heimat: Der Kampf um Troia und seine realen Hintergründe“. Beide Werke sind schon von Anfang an spannend und gut und versprechen eine interessante Lektüre.

Ich langweile mich wirklich nicht… Das musst mal gesagt werden.

Wüstenkrieger oder: Avatare sehen dich an, revisited

avatare

Der Mensch hinter dem linken Avatar ist ein australischer Student, der zur Zeit in Taipeh wohnt und der meinen adoptierten „Sohn“ spielt (sonst wäre er dunkler): Der in der Mitte ist dessen „Sohn“ (also mein „Enkel“), der in Pakistan lebt. Die „Ehefrau“ meines „Sohnes“ ist aus Großbritannien, meine „Enkeltochter“ (nicht im Bild) aus Toronto. Alles ganz schön kosmopolitisch hier.

Kasbah

oasis

Ich musste in großer Eile eine virtuelle Kasbah bauen und noch ein paar Tunnel konstruieren, welche diese mit dem großen Labyrinth verbinden, das es dort schon gibt. Dort werden demnächst Events und auch Hauen und Stechen unter Avataren stattinden.

Oben das KI-aufgehübschte Bild, unten der Original-Screenshot. Und ja, ich habe gleichzeitig drei 12-stündige Tagschichten, morgen die letzte davon. Der Wecker klingelt in gut fünf Stunden…

oasis

Unterirdisch

avatar

Irgendwo auf meiner Sim in Secondlife in einem riesigen unter“irdischen“ Labyrinth….

Unter wilden Frauenbanden

northern Forests

Ich wollte eigentlich einen sehr langen wissenschaftlichen Artikel posten, bin aber nicht fertig geworden. Also morgen. Versprochen, aber vermutlich sagen wieder alle TL;DR.

Daher heute Irrelevantes: Mein virtuelles Schiffchen mit Handelsgütern ist in den virtuellen nördlichen Wäldern Gors unterwegs, beäugt von einem virtuellen Wildschwein.

northern Forests

Der Norden ist jedoch eine ziemlich üble Gegend, wohin sich in der Regel nur Sklavenjäger, Gesetzlose und Pelzhändler verirren. Denn die Wälder werden bewohnt und beherrscht von den Banden der Panthermädchen, freien Frauen, die von der Jagd leben und verächtlich auf Sklaven herabsehen – quasi Amazonen also.

Da bin ich natürlich genau richtig – und habe auch welche getroffen.

northern Forests

Unter Künstlich intelligent Scriptenden

script

Martin Gerhard Loschwitz meint auf Heise: „Spätestens jetzt müssen wir uns ehrlich machen“, was auch immer das grammatikalisch heißen mag. Sollen wir ehrlich sein? Waren wir das nicht? Und wie „macht“ man sich ehrlich – durch kaltes Duschen etwa?

Im Ernst: Der Kollege hat natürlich vollumfänglich recht. An KI kommt keiner mehr vorbei, und das ist auch gut so. (By the way: Ich habe mich gerade mit jemandem unterhalten, etwas jünger als ich und noch berufstätig, der kein Internet hat. Ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll.)

„Kratzt man sich bei der Verwendung eines Computers mit Microsoft Windows am Kopf, offeriert Copilot gleich eine Liste der Dermatologen in der Gegend, zumindest gefühlt. Und wer derzeit Doomscrolling auf Instagram & Co. betreibt, wird mit Anzeigen für KI nur so bombardiert: Marketing und Vertrieb? Erledigt jetzt die KI. Partnersuche? KI. Buchhaltung? Sie ahnen es…“

Denn Fakt ist: Gut trainierte LLMs [Large Language Models] lösen viele alltägliche Aufgaben besser und schneller, als ein Mensch es in derselben Situation jemals vermochte.

Das gilt natürlich insbesondere für Scripte. Ich habe mich seit 19 Jahren davor gedrückt, mich mit der Scriptsprache in Secondlife zu beschäftigen. Was man braucht, kann man kaufen oder kriegt es umsonst.

Das gilt natürlich nicht für extrem Kompliziertes wie etwa einen so genannten Experience Teleporter (kostet immerhin rund einen Euro, ist aber nicht modifizierbar).

Erstelle ein vollständiges, produktionsreifes LSL-Script für Second Life.

[Ich habe mir auch den Befehl anhand der wichtigen Stichworte zuerst formulieren lassen.] Das Script soll als Inhalt eines Objekts dienen, das als Experience-Teleporter verwendet wird. Das Objekt besteht aus einem auf Phantom gesetzten Prim, der als Trigger fungiert. Sobald ein Avatar durch den Prim hindurchgeht, soll automatisch ein Menü erscheinen.

Anforderungen:
► 1. Das Script muss mit einer vom Benutzer selbst erstellten Second-Life-Experience funktionieren und die Experience-Funktionen von LSL verwenden.
► 2. Das Script soll automatisch alle Landmarken aus dem Inventar desselben Prims auslesen.
► 3. Die Landmarken sollen alphabetisch sortiert werden.
► 4. Das Menü soll alle Landmarken als auswählbare Teleportziele anzeigen.
► 5. Es müssen beliebig viele Landmarken unterstützt werden. Da llDialog maximal 12 Buttons erlaubt, soll das Script automatisch mehrseitige Menüs mit „Next“, „Previous“ und „Cancel“ erzeugen.
► 6. Nach Auswahl einer Landmarke soll der Avatar per Experience-Teleport zu dieser Landmarke teleportiert werden.
► 7. Das Script soll eine aussagekräftige Fehlerdiagnose enthalten:
* Ausgabe des numerischen Experience-Fehlercodes.
* Ausgabe einer menschenlesbaren Beschreibung des Fehlers.
* Anzeige sowohl für den Benutzer als auch für den Objektbesitzer.
► 8. Das Menü soll optional nach einer einstellbaren Zeit automatisch geschlossen werden.
► 9. Das Script soll konfigurierbare Zugriffsbeschränkungen besitzen:
► Jeder darf es benutzen.
► Nur Gruppenmitglieder dürfen es benutzen.
► Nur der Besitzer darf es benutzen.
► 10. Das Script soll Landmarken automatisch neu einlesen, wenn Landmarken hinzugefügt oder entfernt werden.
► 11. Das Script soll sauber kommentiert, effizient und Marketplace-tauglich sein.
► 12. Das Script darf keine externen Notecards benötigen. Alle Einstellungen sollen über Konstanten im Script konfigurierbar sein.
► 13. Verwende ausschließlich Standard-LSL und aktuelle Experience-Funktionen.
Liefere den vollständigen Quellcode sowie eine kurze Installationsanleitung.

Kann jemand mir so etwas bauen? Nein? Moment, hat nur eine Minute für ChatGPT (mit mehreren Korrekturen) benötigt. Und es funktioniert (winziger Auszug unten).

{
if (reason == 1) return "Denied by user.";
if (reason == 2) return "Experience disabled.";
if (reason == 3) return "Experience is blocked.";
if (reason == 4) return "Experience is not allowed on this land.";
if (reason == 5) return "Script is not associated with an Experience.";
if (reason == 6) return "Experience permissions not granted.";
if (reason == 7) return "Experience not found or invalid.";
if (reason == 8) return "Experience quota or permission problem.";
return "Unknown reason: " + (string)reason;
}

Ich bin bekanntlich ein Freund von Open Source und werde die (wenigen) Scripter jetzt nach und nach arbeitslos machen: Ich verteile die von ChatGPT erzeugten Scripte, die man als Sim-Besitzer häufig braucht, modify, transfer und copyable, unter anderem an die rund 2000 Leser meiner Zeitung in Secondlife.

Unter virtuell Upgradenden

sim

Ich hatte wieder viel zu viel zu tun und konnte die Weltläufte nur kursorisch verfolgen, fand aber nichts Interessantes zum Bloggen.

Zum 23. Geburtstag von Secondlife habe ich mir noch ein Upgrade meiner Sim (vgl. oben) gegönnt und habe von 20.000 Prims auf 30.000 aufgestockt (kostet nur rund 20 $ monatlich mehr). Wenn ich wieder ein Environment für ein temporäres Event bauen muss, kann ich das jetzt entspannter angehen.

Second Life Main Grid Statistics

Torvaldsland

Mein Avatar ist auf dem Weg in den hohen Norden…

Second Life Main Grid Statistics – As Of 31st May 2026

Here are the latest statistics for the Second Life Main Grid as of 31st May 2026.

► Total Regions: 27, 182
► Private Estates: 17, 780
► Linden Owned: 9, 402
► Grid Land Area: 1, 781.40 km²
May 2026 was the strongest month of the year so far. The grid gained +324 regions since January 2026. The overall grid net growth rate now stands at +1.21%.

Since 11th January 2026…
► Total Regions: +324
► Private Estates: +259
► Linden Owned: + 65

17.780 multipliziert mit durchschnittlich 200 Dollar sind 3.556.000 Dollar – für die Stromrechnung reicht es.

Tharlarion Caravan Loading Station

Tharlarion Station

Da die Weltläufte nichts hergeben, muss ich mir etwas ausdenken – etwas mit Tieren.. Außerdem sollte ich die 382-ste Aufgabe meiner Zeitung in Secondlife spätetens morgen fertig haben. Einer der dortigen Leser steuerte dieses Bild bei (credits: Gᴡᴏʀɴ Hᴀɢᴇʟꜱᴇɴ (gwordn.tripsa), Rune Priest of Torvaldsland).

Sword and Planet

secondlife

Wir bleiben weiterhin heute bei völlig Irrelevantem, damit das Publikum die Gelegenheit bekommt, nach dem Motto herumzunörgeln: „Was bringt’s fürs emotionale Wohlbefinden gefühlt zu wissen…“

Das Rollenspiel-Event auf meiner Sim in Secondlife geht am Sonntag zu Ende, und ich lasse den virtuellen Presslufthammer warmlaufen, ganz Amsterdam in virtuellen Schutt zu zerlegen.

Ich habe bei dem Ereignis nicht mitgespielt, sondern nur das Environment gebaut und alles von weitem beobachtet.

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Gestern wurden die Avatare (die Opfer) offenbar von anderen Avataren aus den Katakomben Amsterdams entführt und in ein Raumschiff gebracht, das zwar auch auf meiner Sim herumschwebt, aber nicht von mir ist. Sonst sähe es nicht so aus, als hätte Perry Rhodan es in den 70-ern im LSD-Delirium gebaut. Die ersten Romane John Normans, die nachgespielt werden bzw. wesentliche Elemente des Sword and Planet-Genres aufgreifen und weiterentwickeln, stammen schon aus den 60-ern – sind also stilistisch nicht weit entfernt.

Jetzt erfahren die Avatare, dass sie zukünftig mehr oder weniger bekleidete Sklaven auf Gor sind, was für sie ganz und gar erschröcklich und unerwartet ist…

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Polygonär, Nachtrag

secondlife

Hier wurde gefragt: „Ich find’s schade um die ganze Mühe, schätze aber ihr macht sowas nicht aus Spaß, sondern weil der Unterhalt zu viel kostet?“

Nein, es ist ganz anders. Der „Unterhalt“, womit die Servermiete gemeint ist (die albern übersetzt „Grundstückspflege“ genannt wird) spielt keine Rolle, weil es ohnehin meine Sim ist, die ich bezahle. Solange ich mir das leisten kann, bleibt das auch so.

Das Problem ist: Ein Server kann nur eine bestimmte Anzahl von Polygonen und Avataren hosten bzw. rendern. Kommt er an seine Grenze, ruckelt es und die Avatare bewegen sich nur noch in Zeitlupe oder der Viewer stürzt ab.

secondlife

Ich habe auf meiner Sim schon mehrere Rollenspiel-Environments: Die Grundfläche, auf der sich fast alles abspielt, und zwei selbst gebaute Skyboxen. Das sind schwebende Plattformen, die von unten nicht gesehen werden können, hier auf rund 1500 „Metern“ und auf 3500 „Metern“. (Höher als 4000 „Meter“ kann man nicht bauen bzw. rezzen.)

Die sind durch unsichtbare so genannte experience teleporter miteinander verbunden. Das ist eine knifflige Angelegenheit, weil man als Sim-Besitzer bzw. -mieter in den Voreinstellungen herumfummeln muss, um das zu ermöglichen, was – wenn man dabei Fehler macht – auch in einer Katastrophe enden kann (zum Beispiel könnte plötzlich alles unwiderruflich weg sein).

Um ein realistisches Rollenspiel zu schaffen, gehen die Avatare durch diese unsichtbaren Teleporter und werden dann automatisch auf eine der Skyboxen gebeamt. Das geht so schnell, dass man kaum merkt, wenn der Avatar nicht mehr auf der Grundfläche herumrennt, sondern auf 1500 „Metern“ Höhe. Damit kann man riesige Flächen simulieren. Wenn man bei mir von der Oase unten bis zur höchsten Skybox „durch die Wüste marschiert“, braucht man schon eine halbe Stunde, bis man das Ziel erreicht. (Man kann natürlich cheaten, aber dazu muss man einen Gamer-PC und eine gute Grafikkarte haben, um so weit sehen bzw. zoomen zu können- und man muss wissen, wonach man sucht.)

secondlife

Langer Rede kurzer Sinn: Ich habe schon 15.000 Prims (Polygone) dauerhaft verballert für das, was immer an Environment da ist. Es blieben für „Amsterdam“ nur rund 4000 übrig. Mehr geht technisch nicht. Und die Illusion einer ganzen Stadt mit 3000 Prims zu erschaffen, ist großes Gamedesign-Kino eine anspruchsvolle Aufgabe, für die man sehr erfahren im virtuellen Bauen sein muss. Ich mache das seit 15 Jahren learning by doing, seitdem ich 2011 einen Architekturwettbewerb für ein virtuelles öffentliches Badehaus gewonnen haben.

Da diese Art von Rollenspiel-Event nur zwei Mal im Jahr stattfindet, dafür aber vergleichsweise viele Spieler anlockt, ist das eine Ausnahme. In Herbst kommt ein anderes – aber mit einem anderen Thema. Um dafür wieder Platz aka Prims zu haben, muss ich die temporäre Skybox „Amsterdam“ abreißen, wie schon vorher Cuba und Pharia und den virtuellen Ozean.

Ja, ich mache das nur aus Spaß. [2026/05/07 05:56] xxx: ansonsten gibts höchstes Lob.. mein holländischer Agent Lucas lässt ausrichten: Perfekt gemacht.

secondlife

Polygonär

secondlife Amsterdam

Mehr als zwei Dutzend Avatare haben begonnen, im virtuellen Amsterdam herumzulaufen, zu reden und sonst was zu tun (Unanständiges erlaubt, weil „adult“-Sim).

secondlife Amsterdam

Wir waren, was den traffic angeht, also die durchschnittliche Zahl der Avatare auf einer Sim pro Tag, unter den Top 10 aller 150 Gor-Sims. (Insgesamt gibt es in Secondlife rund 27.000 Sims.) Das wird die nächsten Tage auch so bleiben. Danach wird alles – wie schon „Cuba“ – wieder abgerissen und löst sich in virtuelle Luft auf.

secondlife Amsterdam

Die KI enthebt einen auch der lästigen Pflicht, das Urheberrecht zu beachten. Man klaut irgendein Foto aus dem Internet, lädt es etwa zu ChatGPT hoch und befiehlt: Verbessere das Foto! Und schon ist das Ergebnis „gemeinfrei“. Bei Wasserzeichen des Originals meckert die KI herum, aber dafür gibt es Gimp – man braucht nur länger.

secondlife Amsterdam

Auf dem unteren Screenshot erkennt man links im Hintergrund den illusionären „Hafen“. Es kommt nicht darauf an, wie es aussieht, wenn man etwa von „oben“ herunterschaut, sondern wie ein Avatar im Mouselook es sieht.

secondlife Amsterdam

Ich finde das insofern spannend, als es im Gamedesign darum geht, das menschliche Auge zu täuschen, wie in einem Thriller, der spannend sein kann, obwohl man eigentlich weiß, dass bei den Aufnahmen überall Kameras und Leute ringsherum waren, also die Protagonisten nie wirklich in Gefahr.

Unten: Das Müllauto ist dreidimensional, Avatare können damit herumfahren. Das Fahrrad nicht – das gehört zur Textur der „Häuser“. Auch der Hintergrund ist nur ein Polygon („Prim„) und beginnt hinter der – begehbaren – Brücke.

secondlife Amsterdam

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