Polygonär, Nachtrag
Hier wurde gefragt: „Ich find’s schade um die ganze Mühe, schätze aber ihr macht sowas nicht aus Spaß, sondern weil der Unterhalt zu viel kostet?“
Nein, es ist ganz anders. Der „Unterhalt“, womit die Servermiete gemeint ist (die albern übersetzt „Grundstückspflege“ genannt wird) spielt keine Rolle, weil es ohnehin meine Sim ist, die ich bezahle. Solange ich mir das leisten kann, bleibt das auch so.
Das Problem ist: Ein Server kann nur eine bestimmte Anzahl von Polygonen und Avataren hosten bzw. rendern. Kommt er an seine Grenze, ruckelt es und die Avatare bewegen sich nur noch in Zeitlupe oder der Viewer stürzt ab.

Ich habe auf meiner Sim schon mehrere Rollenspiel-Environments: Die Grundfläche, auf der sich fast alles abspielt, und zwei selbst gebaute Skyboxen. Das sind schwebende Plattformen, die von unten nicht gesehen werden können, hier auf rund 1500 „Metern“ und auf 3500 „Metern“. (Höher als 4000 „Meter“ kann man nicht bauen bzw. rezzen.)
Die sind durch unsichtbare so genannte experience teleporter miteinander verbunden. Das ist eine knifflige Angelegenheit, weil man als Sim-Besitzer bzw. -mieter in den Voreinstellungen herumfummeln muss, um das zu ermöglichen, was – wenn man dabei Fehler macht – auch in einer Katastrophe enden kann (zum Beispiel könnte plötzlich alles unwiderruflich weg sein).
Um ein realistisches Rollenspiel zu schaffen, gehen die Avatare durch diese unsichtbaren Teleporter und werden dann automatisch auf eine der Skyboxen gebeamt. Das geht so schnell, dass man kaum merkt, wenn der Avatar nicht mehr auf der Grundfläche herumrennt, sondern auf 1500 „Metern“ Höhe. Damit kann man riesige Flächen simulieren. Wenn man bei mir von der Oase unten bis zur höchsten Skybox „durch die Wüste marschiert“, braucht man schon eine halbe Stunde, bis man das Ziel erreicht. (Man kann natürlich cheaten, aber dazu muss man einen Gamer-PC und eine gute Grafikkarte haben, um so weit sehen bzw. zoomen zu können- und man muss wissen, wonach man sucht.)
Langer Rede kurzer Sinn: Ich habe schon 15.000 Prims (Polygone) dauerhaft verballert für das, was immer an Environment da ist. Es blieben für „Amsterdam“ nur rund 4000 übrig. Mehr geht technisch nicht. Und die Illusion einer ganzen Stadt mit 3000 Prims zu erschaffen, ist großes Gamedesign-Kino eine anspruchsvolle Aufgabe, für die man sehr erfahren im virtuellen Bauen sein muss. Ich mache das seit 15 Jahren learning by doing, seitdem ich 2011 einen Architekturwettbewerb für ein virtuelles öffentliches Badehaus gewonnen haben.
Da diese Art von Rollenspiel-Event nur zwei Mal im Jahr stattfindet, dafür aber vergleichsweise viele Spieler anlockt, ist das eine Ausnahme. In Herbst kommt ein anderes – aber mit einem anderen Thema. Um dafür wieder Platz aka Prims zu haben, muss ich die temporäre Skybox „Amsterdam“ abreißen, wie schon vorher Cuba und Pharia und den virtuellen Ozean.
Ja, ich mache das nur aus Spaß. [2026/05/07 05:56] xxx: ansonsten gibts höchstes Lob.. mein holländischer Agent Lucas lässt ausrichten: Perfekt gemacht.
Polygonär
Mehr als zwei Dutzend Avatare haben begonnen, im virtuellen Amsterdam herumzulaufen, zu reden und sonst was zu tun (Unanständiges erlaubt, weil „adult“-Sim).
Wir waren, was den traffic angeht, also die durchschnittliche Zahl der Avatare auf einer Sim pro Tag, unter den Top 10 aller 150 Gor-Sims. (Insgesamt gibt es in Secondlife rund 27.000 Sims.) Das wird die nächsten Tage auch so bleiben. Danach wird alles – wie schon „Cuba“ – wieder abgerissen und löst sich in virtuelle Luft auf.
Die KI enthebt einen auch der lästigen Pflicht, das Urheberrecht zu beachten. Man klaut irgendein Foto aus dem Internet, lädt es etwa zu ChatGPT hoch und befiehlt: Verbessere das Foto! Und schon ist das Ergebnis „gemeinfrei“. Bei Wasserzeichen des Originals meckert die KI herum, aber dafür gibt es Gimp – man braucht nur länger.
Auf dem unteren Screenshot erkennt man links im Hintergrund den illusionären „Hafen“. Es kommt nicht darauf an, wie es aussieht, wenn man etwa von „oben“ herunterschaut, sondern wie ein Avatar im Mouselook es sieht.
Ich finde das insofern spannend, als es im Gamedesign darum geht, das menschliche Auge zu täuschen, wie in einem Thriller, der spannend sein kann, obwohl man eigentlich weiß, dass bei den Aufnahmen überall Kameras und Leute ringsherum waren, also die Protagonisten nie wirklich in Gefahr.
Unten: Das Müllauto ist dreidimensional, Avatare können damit herumfahren. Das Fahrrad nicht – das gehört zur Textur der „Häuser“. Auch der Hintergrund ist nur ein Polygon („Prim„) und beginnt hinter der – begehbaren – Brücke.
Wildplassen, Vlaamse Friet und eine Trigger-Warnung
Ich grüße das verehrte Publikum aus Amsterdam! (Warum gibt es eigentlich in Deutschland kein Alkoholverbot in der Öffentlichkeit wie in den Niederlanden und Polen? Weil wir das nicht durchsetzen könnten?)
Amsterdam in einem Satz? Wunderschöne Häuser, Wasser dazwischen und gefühlt zwei Milliarden Fahrräder. (Es ist noch zu früh am Tag, um etwas über den Red Light District zu sagen.)
Wir werfen alles zusammen, was nicht zusammengehört.
Ich bin im Clinknoord abgestiegen – das ist eine Mischung aus einem klassischen Hostel und den Capsule Hotels. Vierbettzimmer, aber ich habe es für mich allein, inklusive Klo und Dusche im Zimmer. Aber, wie schon in Israel: Nicht das klassische Backpacker-Publikum. Vielleicht nutzen die Nachgeborenen heute alle Rollkoffer, weil sie einen Rucksack nicht mehr tragen können?
Es begann holprig. Ich hatte vorher online schon eingecheckt, aber die Maschinen („wir sind voll digitalisiert“) fanden mich nicht. Ein findiger Homo sapiens vom Hostel sah mich in seiner elektronischen Kaderakte und meinte, wenn man Hotels über booking.com buchte, vertauschten die gern Vor- und Nachnamen, weil dort nur Algorithmen seelenlos vor sich hinwerkeln. Ich heiße hier also Herr Burkhard.
Ich habe eine halbe Stunde gebraucht, bis ich online war – wie schon 2023 in Jeruslem (damals aber mit Windows, heute mit Linux). Die hilfreichen Angestellten wusste nicht weiter, und ich musste mit dem Handy ChatGPT bemühen.
Das Problem ist ziemlich typisch für sogenannte Captive Portals (z. B. in Hotels, Cafés, Flughäfen). Dein Gerät ist zwar mit dem WLAN verbunden, aber die Login-/Akzeptanzseite wird nicht angezeigt – oft wegen Browser- oder Netzwerkeinstellungen.
Ich hatte schon Javascript erlaubt und alle Erweiterungen, die irgendetwas verbieten, ausgeschaltet. Check: chrome://settings/content/javascript: erlauben
Wichtig: kein https! Viele WLAN-Portale können HTTPS nicht umleiten. Das war es auch nicht. Ein anderer Browser kam ebenfalls nicht online.
Direkte Portal-IP aufrufen – nein, obwohl ich die IP-Adresse im Verlauf des Handys hatte.
DNS-Cache leeren, im Terminal: sudo systemd-resolve –flush-caches
Oder alternativ: sudo resolvectl flush-caches Njet.
Öffne im Browser: http://connectivity-check.ubuntu.com funktionierte nicht.
nmcli networking off
nmcli networking on
sudo systemctl restart NetworkManager
Endlich! Wer ist denn jetzt schuld an dem Gewürge?
Warum Amsterdam? Das hat natürlich mit Secondlife zu tun. Ende Mai findet auf meiner Sim ein Rollenspiel-Plot statt. Ich poste hier die Einladung desjenigen, der das organisiert, um zu zeigen, wie viel Mühe sich manche Leute machen (und um den Platz zwischen den Bildern zu füllen). Wer nicht weiß, was Rollenspiel ist: Das ist es.
Intro RP for the Abductees: You sit at your kitchen table, sipping coffee on a lazy Saturday morning, when the mail arrives with a thud through the slot. Among the bills and flyers is a thick, cream-colored envelope with elegant gold embossing. Your name is handwritten in neat cursive, and the return address reads „Von Meyland Research Foundation, Amsterdam.“ Curiosity piqued, you slice it open with a butter knife.
Inside is a letter on heavy stationery, the kind that feels official and important. It begins: „Dear [Your Name], We are pleased to inform you that you have been selected to participate in an innovative social experiment conducted in collaboration with a team of behavioral scientists. This hidden camera reality program, titled ‚Echoes of Interaction,‘ will explore human dynamics in controlled settings. The experience spans ten days in Amsterdam, with the first three days for orientation and the final seven in an isolated environment designed to simulate real-world social pressures—think of it as a paid vacation with a twist.“
Your eyes widen as you read on. The accommodation is a private houseboat moored in the heart of Amsterdam’s canals, complete with all amenities, meals provided, and a stipend equivalent to two weeks‘ salary. The main sponsors are listed: The Chronander Bank, a longstanding European financial institution known for ethical investments, and the von Meyland Research Foundation, a nonprofit dedicated to psychological and sociological research. It’s all expenses paid, including round-trip flights, and emphasizes participant safety, consent, and the option to withdraw at any time.
Tucked into the envelope is a printed airline ticket: economy class on KLM from your local airport to Schiphol, dated two weeks from now. You scrutinize it—the barcode, the flight numbers, the passenger details all match. To be sure, you grab your phone and pull up the KLM app, scanning the code.
It validates instantly: „Reservation confirmed.“ Next, you check the travel agency mentioned on the ticket stub, „EuroVoyage Travel Services.“ A quick search on their website shows they’re a reputable Amsterdam-based firm with glowing reviews on TripAdvisor and a Better Business Bureau equivalent rating in the Netherlands. No red flags; everything seems legit.
Still, a hidden camera show? Social experiment? You decide to dig deeper. You type „Von Meyland Research Foundation“ into your search bar. The results pour in: it’s a well-established organization founded in the 1950s by a philanthropist family, focused on advancing human sciences through ethical studies. They’ve funded groundbreaking research on group behavior, empathy, and urban living, with partnerships at universities like Oxford and Harvard. No scandals, just awards for innovation and transparency. Next, „The Chronander Bank“ – ah, a Sweden-based bank with a sterling reputation for sustainable finance, supporting education and environmental causes. They’re known as do-gooders in the financial world, with a history of charitable foundations and zero ties to shady dealings. Everything checks out; these aren’t fly-by-night operations but pillars of respectability.
A grin spreads across your face. Why not? Work has been a grind lately, and Amsterdam has always been on your bucket list—the canals, the bikes, the vibe. This could be an unexpected adventure, a free holiday disguised as something quirky. You imagine waking up on that houseboat, the gentle lap of water against the hull, sunlight filtering through portholes onto cozy wooden interiors.
You reply to the enclosed RSVP card with a firm „Yes,“ sealing it and dropping it in the mailbox. What could go wrong? It’s time for a little excitement in your life. (…)
First off. We base our roleplay off of the books about Gor, written by John Norman. If you have no idea what that is about, check them out, google them, make sure you know what the basics of Gor are!
In short, Gor is a planet opposite the sun, viewed from earth. It is a world that is strongly patriarchal and men and women are not on an equal basis. Aside from that, it is also a world where slavery is very much a thing. And seen as a normal and natural part of society. (…)
Trigger warnings: Role playing within the guidelines of the books on Gor is not without potential triggers. Gor can be a harsh place and it is important to know what you might be getting yourself into. A few of the possible triggers we have set out below. can be, but are not limited to:
– forced slavery
– physical harm and or punishment
– mental pressure
– sexual acts both consensual and non consensual
– degradation
– betrayal

Ich finde das Kunstwerk an der Gracht albern und naiv. Dann kann man gleich Nathan der Weise lesen. Aber Lessing wird bestimmt nicht mehr an Schulen gelehrt – viel zu lang!
Ich muss in Secondlife (und in meiner Freizeit) ein virtuelles Ambiente aufbauen, das ungefähr so aussieht wie Amsterdam, nur ein paar Straßenzüge und Kneipen und die perspektivische Illusion, dass man die Avatare in den Holland sind.
Ich war 1980 zum letzten Mal in den Niederlanden, in Rotterdam zum Russell-Tribunal.
Also nichts wie hin an den wenigen freien Tagen zwischen den Schichten und inspirieren lassen… #gamedesign
Ich war, weil ich seit dem frühen Frühstück nichts mehr gegessen hatte, zeitig in Chinatown bei Kim’s So Korean Food Centrum. Sowohl mein Reis auch mein selbst gemachtes Bulgogi sind erheblich besser. Mein Reis klebt nicht, und das von mir bevorzugte Fleisch hätte natürlich den Preis verdoppelt. Ich besitze auch keine goldenen Blechteller, die auf dem Tisch herumrotieren, wenn man sie nicht fixiert. Für den bezahlbaren Preis war es aber ok. Ich saß an der Tür mit Blick auf die Straße, und genau gegenüber räkelten sich halbnackte Damen im Schaufenster… Das ist Amsterdam.
Schmalbrüstig in der Wüste, revisited und anderes
Dune 2000 is a real-time strategy video game based on the Dune universe, released in 1998. It features full motion cutscenes, online multiplayer, and a powerful storyline. Now, with GruntMods Edition, you can experience this classic with modern enhancements and exclusive content.
Das einzige Computerspiel, das mich anturnt. Das muss am Alter liegen. Nein, meine Armee ist nicht zu sehen, weil die im Norden die Harkonnen und die Ordos plattmacht, während meine taktisch gut platzierten Raketenwerfer in, um und um mein Hautquartier herum herannahende Feinde zu virtuellem Staub zerbröseln.
Ich hatte die 32.bit-Version schon erwähnt. Aber ich bin ganz stolz darauf, dass ich das Spiel auf dem älteren und schmalbrüstigerem Linux-Laptop per Bottles überraschenderweise zum Laufen bekommen haben.
Ansonsten spiele ich keine Computerspiele, für die ich bezahlen muss. 0AD habe ich immer noch in Reserve, aber ich habe in Secondlife soviel zu tun, dass ich in meiner äußerst knappen Freizeit nicht dazu komme. Gerade ist die 380-ste Ausgabe meiner Inworld-Gamer-Zeitung erschienen, mittlerweile der 18. Jahrgang. (Auf dem Blog sind nur ausgewählte Artikel, nicht die gesamte Ausgabe.) Ich wollte mir immer den Scherz erlauben, falls der DJV Berlin nachfragen sollte, was ich journalistisch machte, die anzugeben. „Wie können wir das nachprüfen?“ – „Macht euch einen Avatar, besteht den Adult-Check und beamt euch um Beispiel auf meine Gor-Sim.“ Bewaffnung für Männer ist empfohlen; für Frauen sind vergiftete Dolche erlaubt.
Als ich die Nachrichten der Qualitäts- und soziale Medien zur einzigen Mahlzeit des Tages durchstöberte (14 Uhr, ich bin im 12-stündigen Nachtrhythmus), fiel mir nichts auf, was berichtenswert schien. Es muss auch nicht immer etwas passieren, außer dem gewöhnlichen Horror. Die meisten Kommentare bekam ich übrigens, als ich neulich irgendeinen lustigen Quatsch auf Instagram kommentierte und mein Alter erwähnte.
Übrigens: Fefe ist jetzt schon fast ein Jahr weg vom Fenster. Das heißt nichts: Sharon Stone hat sieben Jahre gebraucht, um nach einem Schlaganfall wieder fit zu werden, aber das hat sie wohl 18 Millionen Dollar gekostet. Vermutlich hatte sie keinen Krankenversicherung.
Einige Leser werden den Freund aus Friesland kenne, den es vor zwei Jahren erwischt hat, obwohl er 15 Jahre jünger als ich ist. Seitdem halbseitig gelähmt; das Maximum der Bewegung sind ein paar Schritte mit einen Dreifuß-Gehstock. Nach Berlin wird er nie wieder zurückkommen können. Plötzlich, ohne Vorwarnung, von einem Tag auf den anderen. Da wird einem ganz schummrig…
Deep Fake News mal anders: „In einem neuen Schreiben, was WELT vorliegt, äußert sich Ulmens Anwalt nun ausführlicher. „Unser Mandant hat zu keinem Zeitpunkt Deepfake-Videos von Frau Fernandes oder anderen Personen hergestellt und/oder verbreitet“, heißt es dort. „Entsprechende Darstellungen sind falsch.“ Tatsächlich hat das der „Spiegel“ in seiner Recherche auch nicht behauptet. Allerdings wurde darauf hingewiesen, dass es KI-generierte pornografische Darstellungen von Fernandes geben würde. In der Folgeberichterstattung hatten einige Medien berichtet, dass diese möglicherweise auch von Ulmen angefertigt oder verbreitet wurden.“
Das ehemalige Nachrichtenmagazin wird irgendwann behaupten, man hätte gar nichts behauptet.
Miscellaneous:
– Rubio sagt, es ginge im Iran auch ohne Bodentruppen. Aber: „The Pentagon is reportedly considering deploying up to 10,000 additional ground troops to the Middle East, according to Department of Defense officials cited by the The Wall Street Journal.“
– Israel wird vermutlich den südlichen Teil des Libanon bis zum Litani annektieren. Gut so, denn die „Regierung“ des Libanon hat weder die Macht noch die Kraft, die Hisbollah von dort zu vertreiben. Das und die Vorgeschichte hatte ich hier schon erwähnt:
„Der Einmarsch der Carmeli-Brigade [im Oktober 1948 im Rahmen der „Operation Hiram”] in den Libanon war das erste Mal, dass die Israelis eine anerkannte internationale Grenze [die von den Kolonialmächten 1923 willkürlich gezogen worden war] überschritten und in einen souveränen arabischen Staat eindrangen.“
– Was macht eigentlich die Baerbock? Da kann man sich nur noch an den Kopf fassen. Aber hierzulande ist ja sogar die CDU mit im islamophilen Boot. Man kann nur auf die ferne Zukunft hoffen, die es in der Vergangenheit schon einmal gab.
Unter Zuhörern
Lausche gerade einem Vortrag auf der En’Kara Fair. Mal sehen, ob ich heute noch Zeit finde, etwas Vernünftiges zu bloggen – morgen habe ich Frühschicht….
En’Kara Fair, revisited and reloaded

Die virtuelle Messe hat sechs Sims, die oberste ist auf dem Screenshot nicht zu sehen; auf jede Sim passen rund 100 Avatare (mehr geht nicht, sonst kann der Host-Rechner das nicht mehr rendern. Jede Sim kostet rund 180 Dollar Miete im Monat). Jeder grüne Punkt ist ein Avatar. Noch ist es nicht voll, weil es gerade erst losgeht.
“The fair of En’Kara occurs in the spring. It is the first fair in the annual cycle of the Sardar Fairs, gigantic fairs which take place on the plains lying below the western slopes of the Sardar Mountains. These fairs, and others like them, play an important role in the Gorean culture and economy. They are an important clearing house for ideas and goods, among them female slaves.” (John Norman: „Players of Gor„)
Wir hatten hier schon mehrfach die En’Kara-Fair. Ja, ich höre im Hintergrund raunen: Secondlife, Gor, virtuell, Avatare, blabla, igitt. So what? Diese Messe ist die größte Veranstaltung in Secondlife und ist einmal im Jahr – ca. zwei Wochen lang. Sie wird aber nirgendwo erwähnt, weil sie im „Adult“-Segment stattfindet. Ich habe die Ehre, der einzige Deutsche zu sein, der darüber etwas publiziert.
Die Zelte und Stände dehnen sich bis zum virtuellen Horizont aus. Man brauche eine Karte (die es gibt), um sich zurechtzufinden, was wo ist. Jeden Tag finden zahlreiche Veranstaltungen statt, die meistens überfüllt sind.
Am nächsten Mittwoch hält mein Avatar einen Vortrag über goreanische Münzen. Wer virtuellen Applaus spenden will, ist willkommen. Wer nur herumnölt, könnte Ärger bekommen, weil alle Männer bis an die Zähne bewaffnet sind – und sogar einige Frauen, die sogenannten „Panther“ oder „Taluna“ (vgl. unten). Normalerweise verstecken die sich in Wälder und machen mit Pfeil und Bogen und Schleudern Jagd auf Männer, die sich dort hineinwagen. Während der Messe gilt Friedenspflicht, ein Begriff, den sonst nur deutsche Gewerkschaften kennen.
Ach, ich vergaß… Das interessiert bekanntlich niemanden außer mit. I apologize.
Wahlen in Deutsch-Südwest
Das ist einfach zu erklären. Die gute Nachricht: Die AfD landet weit unter den 50 Prozent. (Man muss das so formulieren – im Einklang mit den Anstalten -, damit es negativ klingt, obwohl die AfD ihr Ergebnis verdoppelt hat.) Gut ist ebenfalls, dass die so genannte Linke und die FDP es nicht geschafft haben.
Natürlich wird es eine starke Wählerwanderung von der sozialislamischendemokratischen Partei zu den Grünen gegeben haben, weil denen Özdemir lieber ist als der CDU-Kandidat, dessen Namen mir gerade nicht einfällt.
„Grüne verlieren im Vergleich zu 2021 kaum.“ Ach?! Die Grünen haben verloren? Das muss die Journaille, die bekanntlich mehrheitlich „rot“ oder grün wählt, dann positiv umschreiben: Die Grünen verlieren weniger als erwartet oder so. Hört sich gleich viel besser an.
Und nun das Wetter- Und ich muss gleich noch auf eine Messe, obwohl ich morgen wieder Frühschicht habe.
Avatare sehen dich an, revisited
Kriegsrat im Sand
Ich habe gerade Königsberger Klopse samt Rote-Beete-Äpfel-Salat gemacht und gegessen, jetzt noch Käsekuchen mit Sahne (man ist ja immer auf Diät), habe drei 12-Stunden-Frühschichten vor mir, und mir fällt nichts Vernünftiges ein.
Kriegsrat. Drei Sim-Besitzer, die jeweils Kaufmann, Botschafter und Pascha (rollen)spielen. Wir mussten etwas Vertrauliches bereden, deswegen schreibe ich auch nichts über den Inhalt des Gesprächs.
Freizeit
Avatare sehen dich an, revisited
Die spärliche bekleidete Dame ist die Besitzerin von zwei „goreanischen“ Rollenspiel-Sims in Secondlife und zahlt monatlich rund 300 Dollar dafür.
Lob und Preis meinem Provider: Den Screenshot kann ich nirgendwo sonst posten, sonst würde ich sofort wieder gesperrt….
Nur so zwischendurch
Party bei mir inklusive Völlerei, gerade mit dem Aufräumen und Abwasch fertig…. Jetzt noch kurz die Welt wechseln. Mein Avatar scheint noch völlig nüchtern zu sein.
Unter Panis
Bevor wir uns den Weltläuften dem Weltgeschehen zuwenden, hier noch ein Nachtrag zu gestern und meinem Zeitmanagement: Ich musste zwischen Tür, Angel und der fstab auch noch meinen Avatar bewegen, weil das Rollenspiel-Event, das ich organisiert hatte, gestern nach mehr als eine Woche zu Ende ging.
Wie man unschwer erkennt, spielte das Event auf mehreren Sims der so genannten Pani – die Japaner in der Gor-Welt.
Von den rund 160 Sims in Secondlife, die „goreanisches“ Rollenspiel pflegen, sind nur drei im Stil der Pani gebaut: Nara, Daphna und Kamura. Alle drei sind unglaublich liebevoll bis ins kleinste Detail gestaltet, haben aber nur geringen „Traffic“. Wir haben das mit zwei Dutzend Avataren zeitweilig geändert…
In the Navy, 2.0
Gestern organisierte ich in meiner kostbaren Freizeit ein Rollenspiel-Event, was mehrere Tage dauern wird. Die Avatare – rund zwei Dutzend – mussten sich auf eine „gefährliche“ Reise über einen unerforschten Ozean begeben – getreu der literarischen Vorlage.
Dafür hat jemand in tagelanger Kleinarbeit (u.a. mit Blender und unzähligen Scripten) ein Schiff gebaut, das es auf dem Markt von Secondlife nicht zu kaufen gibt. Den Ozean und den Himmel habe ich beigesteuert.
Starry Night
In wenigen Tagen startet ein neuer Rollenspiel-Plot auf meiner Sim, bei dem es um eine gefährliche Schiffsreise auf der Thassa geht. Die Milchstraße habe ich nicht selbst gebaut, sondern gekauft. Der Sternenhimmel dreht sich, und man kann „Sternschnuppen“ verglühen sehen. Das sieht schon nett aus.
Sklaven zum Verkauf
Das Rollenspiel-Event „Entführung von Kuba“ fand heute ein Ende mit dem Verkauf der Sklaven. Das Interesse war groß – vier Dutzend Interessenten waren gekommen.
An die hier mitlesenden Jugendschutzwarte und Denunzianten: Niemand wurde zu etwas gezwungen, alle machten freiwillig mit.
Unter virtuell Workspacenden
Bin im Zug zurück nach Berlin und höre Santanas Blues für Salvador.
Hier noch einen Erinnerung, die vermutlich niemand auf der Welt so hat: Ich saß am „Workspace“ des O-Pod-Hotels in Tel Aviv mit der grandiosen Aussicht auf’s Meer und Jaffa. Auf dem Laptop sieht man meine Sim Oasis of Lame Kaiila in „Drohnen“-Perspektive und ein geöffnetes Chat-Fenster.
Ich plauderte also real in Israel virtuell mit Leuten bzw. Avataren, die theoretisch überall in der Welt sein könnten, vermittelt über einen Server in Kalifornien.
Und poste jetzt das Foto im Zug zwischen Wolfsburg und Berlin über einen Server dortselbst.
Mal ganz unter ums Älteren: Das ist doch total abgefahren. Wie hätte man das jemandem in den 80-ern erklärt?
Kuba wurde wieder abgerissen
Kuba 2.0 ist wieder weg, weil das Rollenspiel-Event auf meiner Sim jetzt – nach einer guten Woche – vorbei ist. Exegi monumentum aere perennius gilt für virtuelle Welten nicht. (Screenshots: Ganima)
Talking about Business 2.0
Da ich gestern aus der Nachtschicht kam, ausschlafen musste und mich noch ein Freund besuchte, kam ich nur dazu, virtuelle geschäftliche Verhandlungen in Imperial Ar zu führen.
Karibischer Nachtmarsch der Partei
Die Umgebung und die Dekoration für das 10-tägige virtuelle Rollenspiel-Event auf „Kuba“ sind jetzt fertig. Wenn es losgeht, bin ich ohnehin in Israel und kann nur ab und zu flüchtig vorbeischauen. Es werden ca. 30 Leute Avatare involviert sein.
Ausstattung: ACpixl, LifeShop Joles, Jumboone [2], [3] [4] [5], mickey Kling [2], ATOZJ, willem Koba, Neri Miarte, Shug Crazyboi u.v.a.m. und natürlich Selbstgebautes. Die Tänzer musste ich selbst scripten. Die bewegen sich permanent, also auch Dekoration. Auf den Screenshots sind also noch keine Avatare zu sehen.







































































