Turboslavism

In Polen schreiben einige jetzt die Geschichte um. „The level of craziness here might be sometimes very high; bear with me.“

Das Thor von

irgendwo in Potsdam

Ich weiß gar nicht mehr, wo das war….

Säulenheilige

säulenheilige

Warum stehen die eigentlich auf Säulen? Die sollten sich besser unter’s Volk mischen!

Kniend

knieschoner

Da ich ziemlich schlecht im Knien bin, in jeder Beziehung, in jeder Welt, real und metaphorisch, musste ich mir etwas einfallen lassen, weil ich beim Update des Hochbetts zeitweise auf eben denselben herumrutschen musste. Ich erinnerte mich an die Zeit, als ich als Student „auf dem Bau“ als Aushilfssteinsetzer arbeitete. Und voila, nach einem Besuch in einem Baumarkt meines Vertrauens war Problem gelöst! Très chic.

Religioten

Der Schockwellenreiter hat es fotografiert: Die „Linke“ wirbt mit Religioten. Ich werde sie nicht mehr wählen. Wer noch hinter Ludwig Feuerbach und Kemal Atatürk zurückfällt, ist auch nicht wirklich links.

Aren’t Happy About The Results

Da wir heute schon einmal beim Thema „Ahnenforschung“ waren: IFLScience erklärt, warum Rassisten und Nazis mit den Resultaten nicht glücklich sind.

Preussische, geheime und haptische Folianten

Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz

Hat jemand schon einmal Dokumente aus dem 18. Jahrhundert betastet? Mit den Fingern? Ich fand es wahnsinnig aufregend. Da bestellt man etwas aus ‚Die Plankammer der Regierung Bromberg. Spezialinventar 1772-1912 im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz und kriegt Schriftrollen knisterne Karten, die nur sehr vorsichtig angefasst werden dürfen und ein komisches Geräusch machen, wenn man sie auseinanderrollt. Entweder war das ziemlich dickes Papier oder ein Material, das ich nicht kenne.

Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz

Wozu das alles? Nach der 1. Teilung Polens 1772 fiel das Gebiet südöstlich von Bromberg an Preußen. Daher stammen meine Vorfahren (patriarchale Linie). Einige der Namen sind – laut den Kirchenbüchern – schon seit 1760 dort präsent. Ich wollte aber Details wissen – und das auch beweisen können. Der preußische König hatte damals angeordnet, das gesamte Gebiet kartographisch und als Kataster zu erfassen. Diese Karten sind erhalten – fein säuberlich per Hand gemalt und beschriftet.

Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz

Ich habe unter anderem herausgefunden, dass es einen Bauernhof der Schröders in Otteraue/Langenau schon 1780 gegeben hat, in unmittelbarer Nähe des Weichselufers. Heute ist das ein Vorort von Bydgoszcz. Die Wiesen von Otorowo (Otteraue) sind fast noch genauso wie damals.

I keep you informed.

Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz

Vorbildliche Frühform aufgelockerter steinerner Frauenhintern

rüdesheimer platzrüdesheimer platzrüdesheimer platz

Ich erkläre hiermit den Rüdesheimer Platz für den schönsten Platz Berlins. Leider störte eine Frau im Hijab die ästhetische Idylle, wurde aber durch den hübschen steinernen Frauenhintern konterkariert.

Übrigens war ich mit dem Radl da. 28 Kilometer hin und zurück, und ich habe noch einen Abstecher in den Grunewald gemacht. Auch mein Orthopäde sagt: ich habe nichts. (Auch deswegen musste ich nach Wilmersdorf.)

Sex im Osten

Ney York Times: „Why Women Had Better Sex Under Socialism“.

Unordentliche Tonleitern oder: Die Polen haben weniger

levins mühle Ich lese gerade ein mir bisher unbekanntes Buch eines mir bisher leider unbekannten Schriftstellers: Johannes Bobrowskis Levins Mühle. Ein prächtiger Bauern- und Schelmenroman, der mich an Oskar Maria Graf erinnert, nur dass der Plot nicht in Bayern spielt, sondern in – ja genau da, wo meine Vorfahren herkommen: Im heutigen Polen, damaligen Preußen, Litauen, Westpreußen, Neuostpreußen oder was auch immer gerade aktuell war. Ich amüsiere mich köstlich.

Bobroswki ist – wie auch Graf – hochpolitisch, aber er fällt nicht mit der Tür ins Haus. Der Leser merkt es schon selbst: Arm und reich, Recht und Gewalt – und wie geht das aus?

Und die Deutschen – also Ragolski und Wistubba und Koschorrek, um ein paar andere Namen zu nennen – wissen, daß es an der Tüchtigkeit liegt, wenn man etwas hat, und die Polen denken, es kommt von der Muttergottes. Aber freilich, die wirkt mehr ins Gemüt als in Portemonnaie, sagt man, und deswegen haben die Polen, sagt man, weniger.

Aus dem Lehrbuch für Schreiberlinge über pralle Metaphern: … und die Truthähne mit an die Erde gedrückten Flügeln um das Stallende herum auf den Hof stürzen, rasselnd wie mit Kettenpanzern behängt und ihr unordentlichen Tonleitern kollernd, unter Dampf gesetzte Wasserorgeln.

Versammlungsraum der Arbeiterklasse

meeting room

Fehlende preussisch-protestantische Selbstbeherrschung, kulturell bedingt

gewalt

Wenn der Wachschutz in der Notaufnahme Feierabend hat, also nicht präsent ist, belieben wartende Patienten manchmal auszurasten und die Scheiben der Rettungsstelle mit Stühlen und Feuerlöschern zu bearbeiten. Die Folgen beantworten auch die oft von naiven Touristen gestellte Frage: Wieso muss im Krankenhaus Security sein? #notaufnahme #security #rettungsstelle #arbeitsplatzbeschreibung

Verehren sie höhere Wesen?

Wenn nicht, dann aufpassen: Atheisten sind gefährlich.

Martin im Revolutionsjahr

weser

Kirchenbuch von Nowy Dwór Mazowiecki (während der deutschen Besetzung 1939-45 „Neuhof“). Geburtseintrag meines Urgroßvaters (matriarchale Linie) Martin Baumgart, geb. 5.11.1848 in Brzozówka bei Warschau. Der Eintrag ist auf Russisch Altpolnisch, was ich leider nicht kann (vgl. Kongresspolen). Den Namen konnte ich aber entziffern. (Danke, Marianne H.!).

Gouvernantenpolitik oder: Schwundstufe linker Ideologien

Interessantes Interview in der Schweizer Wochenzeitung: „Wenn das Glück der anderen nur noch eine Bedrohung ist: Der Kulturtheoretiker Robert Pfaller sieht in unserer Verbotskultur ein Symptom für die realen Versäumnisse der Politik.“
Geht es dabei denn wirklich um Moral, also darum, die Menschen zu einem besseren Lebenswandel zu erziehen?
Letztlich ist es eine rechte Einschüchterungspolitik. Das Vertrackte daran ist, dass alles, was die Gesellschaft in letzter Zeit repressiver gemacht hat, nicht mit rechten, sondern mit scheinbar linken Argumenten gerechtfertigt wurde. Die neoliberalen Beraubungsmassnahmen an der Gesellschaft konnten nur mit einem bestimmten Überbau durchgesetzt werden, der signalisiert hat, dass man schon dafür sorge, dass es den Schwachen gut gehe. Genau diesen Überbau muss man aus einer linken Perspektive angreifen. Das ist eine groteske Verzerrung linker Anliegen. Erstens kämpfen wir nicht dafür, dass es den Schwachen gut geht, sondern dass niemand schwach ist. Zweitens haben diese Massnahmen fast immer nur ihren Repräsentanten genutzt. Das ist eine Schwundstufe linker Ideologien, die im Namen irgendwelcher Schwachen, die übrigens meist fiktiv sind, jeden kritischen Diskurs und jedes Aufbegehren ersticken.“

Zentraler Satz: „Die Moralisierung ist ja ein anderes Symptom dieser Entpolitisierung mit scheinbar linken Argumenten“.

Da ich schon dabei bin: Ulli Kulke sagt, die Bienen stürben nicht aus.

Unter sozialdemokratischen Hofschranzen

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil, Sozialdemokrat, ist eine Hofschranze des Kapitals. Er legte eine Regierungserklärung zur VW-Affäre vorab dem Konzern zur Prüfung vor.

Lechts und Rinks

In NRW wechseln Piraten zur AfD. Was ich schon immer sagte: Den meisten Leuten in politischen Parteien geht es nicht um eine Meinung, sondern darum, Geld zu bekommen und/oder versorgt zu sein.

Gehirndiebe

SPD

Manche Plakate sind auch noch nach fast einem Jahrhundert aktuell. (via Krebs)

Bittersweet Eastern

internet

Ich empfehle den südkoreanischen Gangsterfilm Bittersweet Life (2005) mit Lee Byung-hun in der Hauptrolle.

Man muss sich eine Mischung aus der Kampftechnik Bruce Lees (aber besser), den Blutorgien Tarantinos und dem düsteren Ambiente japanischer Yakuza-Filme. Ich wusste bis dahin nichts über südkoreanische Filme vorstellen. Wenn es von dieser Sorte mehr gibt: Immer her damit.

Der Film erhielt bei Rotten Tomatoes großartige Kritiken: „gloriously choreographed violence (among the best I’ve ever seen)“. Yalla!

Internet in Deutschland, revisited

internet

Internet in Deutschland, hier: Rewe, Berlin-Neukölln. Thiemannstrasse. „Freies WLAN“. Man muss aber anmerken, dass ich dort just in dem Moment mit dem Fahrrad ankam, als es zu schütten begann, ich also trocken blieb. Sonst wäre ich bestimmt schon wieder krank.

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