Kreischen, Schaben und VPN

bash
Der Screenshot hat vermutlich nichts mit dem Thema zu tun, sondern dient nur zur Erbauung für die hier mitlesenden Senioren Windows-Nutzer.

Ich habe mich gerade mit ChatGPT lang und breit darüber unterhalten, warum ich mit Windows und Wireguard aus einen Firmennetz über meine FritzBox online komme, aber mit Ubuntu nicht.

Hintergrund: Der (von der Großbourgeoisie runderneuert erstandene) Laptop mit Windows, den ich nur auf Reisen und (minderlegalerweise) auf der Arbeit nutzte, fing an zu Kreischen und Schaben dergestalt, dass die Festplatte mir wohl mitteilen wollte, sie werde demnächst nach Ghana in die ewigen Festplatten-Jagdgründe für Festplatten eingehen.

Man kann bekanntlich nie genug Laptops haben. Der Tuxedo-Gamer-20-Zöller ist zu unhandlich, aber ich hatte noch einen etwas kleineren mit Windows in Reserve, den ich nicht wirklich brauchte. Neu ist der auch nicht, aber besser als der runderneuerte. Ich habe ein wenig herumfummeln müssen. Ich wollte ursprünglich Mint installieren, bin dann aber doch bei Ubuntu geblieben, weil ich den USB-Stick mit dem Mint-Iso verlegt hatte, und habe das Windows komplett geschreddert.

ChatGPT hat ziemlich ausführlich herumschwadroniert, warum Wireguard über ein Firmennetz nicht funktioniert, aber so richtig schlau wurde ich aus dem künstlich intelligentem Gelaber nicht.

🧠 Warum Windows funktioniert
Windows-WireGuard:
-ignoriert oft aggressives Default-Routing
– oder nutzt Split-Tunnel automatisch
– oder dein Windows-Profil hat andere AllowedIPs
– Ubuntu ist hier „strenger“ und setzt exakt, was konfiguriert ist.

Ich nutze die grafische Oberfläche Wireguird.

🎯 Fazit
– Routing ist korrekt.
– Es ist zu 80% DNS.
– Zu 20% MTU.

DNS kann ich mir nicht vorstellen, weil ich aus dem Firmennetz auf die hierzulande zensierten Russen komme. Ich hatte keine Lust, in allen möglichen Konfigurationsdateien mit nano herumzufummeln, daher sind wir bei dem etwas unbefriedigendem Ergebnis geblieben:

➡️ Dann liegt es an etwas sehr Speziellem (selten).

PS Bei dieser Ubuntu-Version scheitert das Installieren von Veracrypt, aber das kriege ich noch hin.

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Kommentare

5 Kommentare zu “Kreischen, Schaben und VPN”

  1. EDV-Opa am Februar 19th, 2026 9:16 a.m.

    Wenn es mit Windows geht und einem anderen OS nicht kann man erst mal ausschließen, dass Netzwerkseitig die für Wireguard nötigen Ports geblocked werden. Das passiert gerne wenn man in Gast-Netzen unterwegs ist wo nur Port 80/445 erlaubt ist.

    Es liegt die Vermutung nahe, das Linux hier eine aktive Firewall hat die den Port 51820 UDP blockiert. Ansonsten in der Fritzbox nachsehen welchen Port die Verbindung nutzen will. Der liegt zwischen 49152 und 65535 und entsprechend in der Firewall freigeben. An ein DNS Problem glaube ich nicht. Testweise die myFritz Adresse der Fritzbox mal anpingen und sehen ob die aufgelöst wird.

    Noch ein Tipp: wer für den Windows Client die config der Fritzbox ohne Änderung importiert routet den kompletten Traffic durch den Tunnel. Will ich Internet etc direkt erreichen und ein spezielles Ziel durch den Tunnel nimmt man in der config für IPv4 das 0.0.0.0 und für IPv6 :0 raus. Dann hat man besagten Split Tunnel und routet nur den Traffic für das spezielle Ziel durch den Tunnel.

  2. Juri Nello am Februar 19th, 2026 12:19 p.m.

    Vielleicht mal bei Gelegenheit etwas Distrohopping wagen?
    Arch Distros bringen derzeit viele Optimierungen mit. Auch für das Verschlüsseln.
    Bazzite, CachyOS, usw. usf..

  3. /dev/null am Februar 19th, 2026 2:20 p.m.

    Da Wireguard unter Windows nur mit aktiven DNS-Cache/DNS-Client Dienst läuft, könnte da der Wurm stecken.

    Ich benutze nun seit langem nur noch externe, also einen kleinen tragbaren GL-Inet Router, das erspart mir die Mühe bei jedem Laptop/OS das VPN neu einzurichten.

  4. admin am Februar 19th, 2026 6:55 p.m.

    Ja, ich habe auch noch ein externes Modem, aber das ist manchmal langsamer als das Firmennetz.

  5. /dev/null am Februar 20th, 2026 11:28 a.m.

    Nein nicht Modem. Ein Router. Er verbindet via Wifi (oder Kabel) zum PC/Laptop und übber Wifi (oder Kabel) zum regulären LAN/Router/Modem (in dem Fall Firmennetzwerk). Kann auch als Wifi Dongele per USB an PC/Laptop angeschlossen werden. Gibt es in der Grösse „Taschenaschenbecher“ bis „1/2 Pfund Butter“ je nach Rechenleistung für VPN Kodierung (Bandbreitenabhängig). Angenehm über WebUI oder LuCI (openWRT) steuerbar.

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