Scoville und Carolina Reaper

Carolina Reaper

Ich habe ein neues Wort gelernt: Die Scoville-Skala „ist eine Skala zur Abschätzung der Schärfe von Früchten der Paprikapflanze. Der Schärfegrad wird in Scoville-Einheiten (SCU für Scoville Units, auch: SHU für Scoville Heat Units) gemessen.“

Mein südindischer Untermieter und ich haben das gemeinsame Hobby Kochen und können darüber lange fachsimpeln. Ich hatte, weil ich scharfe Paprika brauchte, im Supermarkt meines Vertrauens neugierig Carolina Reaper gekauft, ohne genau zu wissen, was das ist. Ich wunderte mich schon, dass der Auflauf für zwei Tage, in den ich eine der Schoten hineingedröselt hatte, so schmeckte, als hätte ihn Asterix persönlich zubereitet.

Carolina Reaper

Mein Untermieter beichtete mir heute, er habe nach dem Verzehr einer Schote geweint. Darüber musste ich heftig lachen, weil die südindische Küche, die er gewohnt ist, auch gerade nicht so schmeckt wie ungewürztes Tofu.

Die Carolina Reaper ist eine Zuchtform der Paprika-Art Capsicum chinense. Im November 2013 erhielt diese Sorte den Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde als schärfste Chili-Sorte der Welt und verdrängte damit den zuvorigen Spitzenreiter Trinidad Moruga Scorpion vom ersten Platz. Der gemessene Spitzenwert der Carolina Reaper lag bei über 2,4 Millionen Scoville, der errechnete Durchschnittswert lag bei 1,6 Millionen Scoville.

Ich habe wieder einige 12-Stunden-Schichten vor mir und muss heute noch Birnenkompott machen, weil ein Arbeitskollege mir ein paar Kilo Birnen aus seinem Garten mitgegeben hat, die er nicht loswurde. Dann Bouletten aka Frikadellen und Kartoffelsalat zum Mitnehmen zur Arbeit. Und Chili con Carne mit einem winzigen Bisschen Carolina Reaper für heute Abend. Zwischendurch fummele ich wieder an Blender…

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