Luxury und andere Beliefs

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Die Qualitätsboulevardmedien von gestern (digitaler Ausriss)

Wir nehmen wieder Dinge zusammen durch, die gar nicht zusammengehören.

Medien und die Ostfront

Manchmal frage ich mich ganz ernsthaft, ob es heute nicht ehrenrührig ist, sich „Journalist“ in Deutschland zu nennen. Mit dieser haltungsaffinen belehrungsfreundlichen Mischpoke möchte ich eigentlich gar nichts mehr zu tun haben.

Ich sehe in der Tagespresse keinen Journalismus, wie ich ihn verstehe, nirgends. „Expertin entlarvt“ – soll ich da etwa weiterlesen? „Digital-Terror“? WTF? Und wieso denke ich jetzt an Immobilienmakler?

Tagesspiegel
Die Qualitätshauptstadtmedien von gestern (digitaler Ausriss)

Es kömmt darauf an, was mit dem suggeriert wird, was als Cluster von „Nachrichten“ angeboten wird. „Ukraine meldet“ ist kein Journalismus, sondern ungefragte Weitergabe von Propaganda. Das ist genau so „seriös“ wie die zahlreichen Krankheiten Putins, von denen die üblichen Verdächtigen gern herumraunen.

„Seine Frau versucht“ – auch das ist suggestiv und hat mit dem Thema rein gar nichts zu tun. „Politisch isoliert“ bedeutet nur, das man in der selbstreferenziellen Medienblase nicht mehr auftaucht. Außerdem ist das nicht mess- und verifizierbar, gehörte also in einen gekennzeichneten Kommentar, nicht in eine Nachricht.

FAZ
Das gefühlte Zentralorgan der deutschen Bourgeoisie von gestern (digitaler Ausriss)

Schröder ist Putins Mann. Weitere Nachrichten: Spaniens Regierungschef ist der Mann der Hamas und der Hisbollah. Merz ist Selenskijs Mann. Stegner ist der Mann des Islam. Man kann den Blödsinn bis ins Unendliche fortführen.

Fernost

Wechseln wir das Thema. Falls übrigens jemand eine Bombe auf den nordkoreanischen Diktator würfe, wäre das eine schlechte Idee. Und noch schlechter wäre dieser Bombenwurf, wenn der Täter sich gar nicht zu erkennen gäbe.

Luxurybeliefniks

Kommen wir zu den Sich-gut-Fühlenden.

„Der Artikel argumentiert, dass der Erfolg der Grünen in London weniger von ärmeren Wählern getragen wird, sondern vor allem von wohlhabenden, gut situierten Bewohnern attraktiver Innenstadtviertel. Obwohl Zack Polanski mit Forderungen wie Vermögenssteuer, höheren Kapitalertragssteuern und Gehaltsobergrenzen auftritt, zeigen die Wahlergebnisse laut Autor ein anderes Bild.

Die Grünen erzielten besonders gute Ergebnisse in reichen und beliebten Stadtteilen wie Highbury, Clissold Park oder De Beauvoir Town – Gegenden mit hohen Immobilienpreisen und wohlhabender Bevölkerung. Dagegen hielten ärmere Viertel mit höherer Kriminalität oder sozialen Problemen, etwa Homerton, Notting Dale oder Northumberland Park, eher zur Labour-Partei.

Der Autor interpretiert dies als Beispiel für sogenannte „Luxury Beliefs“: Wohlhabende Menschen unterstützen politische Ideen, die ihnen moralisches Prestige verleihen, deren negative Folgen aber eher ärmere Bevölkerungsschichten tragen müssten. Die Grünen würden damit vor allem das politische und moralische Selbstbild der urbanen Mittelschicht bedienen.“

Ist also exakt wie hier. Den Begriff Luxury Beliefs merke ich mir. Die Taz ist das Zentralorgan der Luxurybelievers (ChatGPT schlägt auch „Luxurybelieflings“, „Luxurybeliefocrats“ und „Luxurybeliefarians“ vor – gefällt mir!).

vpn

Internet verbieten!

Dann hatten wir noch eine lustige Meldung: „Der Wissenschaftliche Dienst des EU-Parlaments stuft VPNs als Gefahr für den Jugendschutz ein und fordert Auflagen gegen das Umschiffen von Altersverifikation.“ (Die Original-Quelle ist CyberInsider.

Virtual Private Networks seien ein „loophole that needs closing“. Tor haben sie vergessen. Und was ist mit dem Verbot von Verschlüsselung?

Übrigens surfe ich über das VPN meiner eigenen Fritzbox, wenn ich nicht zu Hause bin. Wie wollen die das verbieten?

Man muss es ganz unverblümt aussprechen: „Jugendschutz“ ist seit vierzig Jahren nur ein Vorwand, Zensur im Sinn der herrschenden Klasse im Internet einzuführen. Zum Glück sind die alle so dämlich, dass daraus nie etwas wird oder nur für Klein Fritzchen. Ernst würde es erst, wenn der European Parliamentary Research Service (EPRS) eine Bildungsreise nach China machen würde.

mossad
a static shot featuring a figure in military attire and a balaclava with their back to the viewer, against a large blue star of david symbol on a white wall. a laptop is placed on a shiny case in the foreground, displaying source code on the left of its screen and a stylized, luminous blue brain icon with „ai“ on the right, accompanied by network information below the code. –ar 16:9 –s 750

Naher-Osten-Front

– Wir haben das Gewohnte vom künstlich intelligenten Mossad: „Inside Israel’s AI targeting system: How data from a phone becomes a death sentence“.

„Der Artikel beschreibt, wie Israel mithilfe von künstlicher Intelligenz und umfassender Überwachung gezielt Mitglieder und Unterstützer der Hisbollah aufspürt und tötet. Im Mittelpunkt steht Ahmad Turmus, ein älterer Hisbollah-Funktionär aus dem libanesischen Grenzdorf Talloussah, der im Februar nach einem Anruf eines israelischen Offiziers bei einem Drohnenangriff getötet wurde.

Das israelische System kombiniert Daten aus Smartphones, Kameras, Drohnen, WLAN-Signalen, sozialen Medien und staatlichen Datenbanken. KI analysiert daraus Bewegungen, Kontakte und Verhaltensmuster, um sogenannte „Bedrohungsprofile“ zu erstellen. Laut dem Bericht kann die Software Ziele in Sekunden identifizieren – Aufgaben, für die früher viele Analysten Wochen gebraucht hätten.

Experten warnen jedoch vor großen Risiken: Die KI arbeite oft mit Wahrscheinlichkeiten statt mit sicherem Wissen. Menschen könnten allein wegen ihrer Kontakte oder ähnlicher Kommunikationsmuster fälschlich als Kämpfer eingestuft werden. Dadurch entstehe eine gefährliche „Illusion von Gewissheit“.

Der Artikel zeigt außerdem, dass Israel die Infrastruktur und Kommunikationsnetze im Libanon über Jahre infiltriert hat. Gleichzeitig versucht die Hisbollah inzwischen, sich anzupassen, etwa durch kleinere Gruppen und sicherere Kommunikationsmethoden.

Am Ende schildert der Text die letzten Stunden von Turmus: Nachdem er einen Anruf der Israelis erhalten hatte, sagte er seiner Familie, sie solle das Haus verlassen, weil „sie sein Gesicht kennen“ und es keine Möglichkeit gebe zu entkommen. Kurz darauf wurde er getötet.“

Jerusalem
Jerusalem, Nachlaot, Oktober 2025

– Ich traue mich jetzt nicht mehr, den Ausgang der Wahlen in Israel im Oktober vorherzusagen. Netanjahu hat zwar jetzt eine ganz große Koalition gegen sich, die wesentlich mehr Stimmen bekäme als der Likud, aber man sieht schon im Ansatz, dass dieses Bündnis sehr brüchig ist.

Die Die Jerusalem Post „berichtet über die schwere Personalkrise der israelischen Armee (IDF). Generalstabschef Eyal Zamir fordert dringend mehr Soldaten, insbesondere die Einberufung großer Zahlen ultraorthodoxer Juden (Haredim), die bisher oft vom Militärdienst befreit sind.

Zamir warnte, dass die Armee wegen der vielen Gefallenen, Verwundeten und psychisch belasteten Soldaten sowie der anhaltenden Einsätze in Gaza, Libanon, Syrien und dem Westjordanland an ihre Grenzen komme. Laut ihm brauche die IDF bis 2027 etwa 15.000 zusätzliche Soldaten, darunter viele Kampfsoldaten.

Er fordert drei neue Gesetze: längere Wehrpflicht, längeren Reservedienst, sowie ein wirksames Gesetz zur Einberufung der Haredim.

Politisch ist das Thema hoch umstritten, weil Premierminister Benjamin Netanyahu auf die Unterstützung ultraorthodoxer Parteien angewiesen ist. Kritiker werfen der Regierung vor, aus politischen Gründen keine gerechte Wehrpflicht durchzusetzen und damit die Sicherheit Israels zu gefährden.

Oppositionspolitiker wie Naftali Bennett und Gadi Eisenkot erklärten, dass die Verweigerung der Einberufung ultraorthodoxer Männer Soldatenleben koste und die Einsatzfähigkeit der Armee schwäche.“

Das Thema Armee und Einberufung der Orthodoxen wird die Wahl entscheiden. In Israel kann jeder mit jedem koalieren. Man sollte trotz der Umfragen den Machiavellisten Netanjahu nicht abschreiben.

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Kommentare

7 Kommentare zu “Luxury und andere Beliefs”

  1. nOby am Mai 11th, 2026 4:41 p.m.

    Du hattest das mit dem Geld vergessen und der visionären SPD. Das ergänze ich jetzt:

    Die SPD. Die SPD, die Partei der vielen Visionen.

    Sorgen vor „Machtübernahme“: Schwesig schlägt AfD‑Alarm.

    Die war bei der Miosga. Eigentlich kann ich jetzt meine Tipperei beenden. Das ist so als wenn die Prwda den Josef S. interviewte. Wobei ich jetzt nicht weiß, ob die Prawda jemals ein Interview mit dem führte oder überhaupt jemals ein Interview mit irgendwem machten.

    „Es wird ein sehr schwerer Wahlkampf und die Bürgerinnen und Bürger werden das erste Mal in der Geschichte unseres Landes vor einer echten Richtungsentscheidung stehen, weil es ja klar ist: Entweder setze ich die Arbeit im Bundesland fort als Ministerpräsidentin mit einer demokratischen Regierung, oder die AfD übernimmt die Macht in Mecklenburg-Vorpommern, und dann wird das Land ein anderes sein!“

    Natürlich hat die Miosga nicht nachgefragt. Kommen dann die KZs oder machen die Razzien in allen Behörden und schmeißen die Moslems raus oder was passiert, wenn die AfD die Wahl gewinnt? Auch kein Wort zu den Visionen der SPD oder warum die AfD immer mehr Wähler um sich versammelt oder warum die SPD kaum noch Wähler mobilisiert? Frau M. ist ihr Geld nicht wert. Eigentlich taugt die im Rahmen des ÖRR nur noch zur Reinigungskraft.

    *************************

    Gesucht werden Schuldige.

    Unionspolitiker kontern Bas: „Zuwanderer bringen System an Rand des Kollaps“ Streit um Einwanderung in deutsche Sozialsysteme eskaliert.

    Huch?

    Bas behauptete bei einer Regierungsbefragung am vergangenen Mittwoch: „Es wandert niemand in unsere Sozialsysteme ein.“ Seither vergeht kein Tag, an dem der Satz nicht widerlegt wird.

    Bas ist die Bärbel, falls es jemanden entgangen sein sollte. Darauf antwortet jemand von der CSU, also den Mitverantwortlichen für diesen heute noch nicht ganz vollendeten Staatsbankrot:

    Innenexperte Stephan Mayer (CSU): „Einwanderung in den Sozialstaat bedroht den Zusammenhalt! Fakt ist: Immer mehr Zuwanderer drängen in unser Sozialsystem – und bringen das System an die Belastungsgrenze und an den Rand des Kollapses. […] Ein überlasteter Sozialstaat – und wachsende Wut bei denen, die ihn finanzieren. […] Für Bedürftige ist immer weniger Geld da, weil die Falschen, die nie in das System einbezahlt haben und das nie tun werden, von uns alimentiert werden.“

    Aber genau das war doch Klasse. Deswegen haben die es doch gemacht. Alle sollten sich großartig fühlen, nicht nur Horst Seehofer, Angela Merkel oder der Dicke im Kanzleramt dessen Name mir jetzt gerade nicht einfällt. Frau Merkel dachte bereits an den Friedensnobelpreis und an ihr neues Amt als UNO-Präsidentin. Aber es wurde nichts damit.

    Zum Schluß läßt die BILD einen richtigen Macher zu Wort kommen. Die Österreicher würden einen wie den Anschaffer nennen. Also dieser Anschaffer sagt:

    […] Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) […] zu BILD: „Die Arbeitsministerin verschließt offensichtlich die Augen vor der Realität. Zu viele Zugewanderte wandern nicht in den Arbeitsmarkt ein – sondern in das Sozialsystem. Sie liegen dem Staat auf der Tasche, während die Allgemeinheit die Zeche zahlt. Das ist kein Randproblem, sondern eine echte Belastung für die Gesellschaft. […] Wir dürfen uns nicht auf der Nase herumtanzen lassen. Sozialbetrug schadet der Allgemeinheit, belastet den Steuerzahler und entzieht denen die Mittel, die wirklich auf Hilfe angewiesen sind. Sozialleistungen müssen dort ankommen, wo sie gebraucht werden – nicht in den Taschen derer, die das System ausnutzen. Wer betrügt, untergräbt das Vertrauen in den Staat und gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

    Wieder einer von der CDU. Er hat „unsere Demokratie“ ™ aka „Unsere Pfründe“, und ’schland bisher mitverantwortlich gelenkt. Warum kam bisher kein Aufschrei von ihm? Es wundert mich das niemand auf die AfD als Schuldigen zeigt. Womöglich kommt das noch.

    Die CDU könnte das sofort beenden.

    ***

    Geld – Aktualisierung:

    Die vom DGB melden sich zum Thema. hier. und dort. Ja, gleich zwei Artikel bei BILD und ja, zwei Gewerkschaftsführerinnen führen das Wort. Warum melden die vom DGB sich überhaupt noch zu Wort. Die sind auf dem Weg in die Satire. Der DGB sollte eigentlich ganz andere Prioritäten setzten. Werksschließungen und Insolvenzen überall im ganzen Land. Das scheint aber nicht das Thema des DGB zu sein.

    ***

    Geld – Update:

    Während es in der Heimat selbst um den letzten Cent geht und vom Staatsbankrott fabuliert wird, machte sich unser Verteidigungsminister vom Acker und auf den Weg in die Ukraine und offeriert denen dort weitere Waffenlieferungen.

    Es geht um Waffen „in allen Reichweiten“: Pistorius plant „Deep Strike“-Deal mit Ukraine.

    […] Deutschland wird einen Vertrag der Ukraine mit dem US-Rüstungsunternehmen Raytheon über die Lieferung von mehreren Hundert Patriot-Raketen finanzieren.

    Deutschland hat seine Unterstützung für den Abwehrkampf der Ukraine zuletzt ausgeweitet. So will die Bundesregierung auch private deutsche Geldgeber verstärkt für Investitionen in ukrainische Rüstungsbetriebe und Gemeinschaftsunternehmen gewinnen.

    Meine Zusammenfassung bisher: Man kann mich gerne belügen, aber irgendwann merke ich das ich angelogen werde.

    ***

    Geld – noch ein Update:

    Verbrecher ausgeflogen Ein Abschiebeflug mit Afghanen kostet 335.000 Euro.

    Die Abschiebung von 25 Afghanen, die am 28. April in ihr Heimatland ausgeflogen wurden […] Die Kosten der Maßnahme können noch nicht abschließend beziffert werden. Die Kosten für das Luftfahrzeug lagen bei ca. 335.000 Euro.“

    An der Abschiebung seien 71 Bundespolizisten sowie zwei Ärzte und zwei Dolmetscher gewesen. 25 Personen flogen schließlich mit nach Kabul. Im Flugzeug habe es somit keine „ungenutzten Plätze“ gegeben.

    Der Artikel ist wirr und es fehlen Wörter. Womöglich sind es keine 25 gewesen, sondern 16 oder 17.

    Geld spielt keine Rolle.

    Über die Sinnhaftigkeit läßt sich streiten. Das sind für uns Verbrecher. Das sind womöglich Helden und Vorbilder für die Taliban, weil sich deren Handlungen gegen Ungläubige richtete. Von denen landet mit Sicherheit keiner in einem afghanischen Gefängnis oder muß überhaupt mit irgend einer Bestrafung rechnen.

    Auf dem Rückflug habe man keine Afghanen eingeflogen, die in Pakistan auf ihre Ausreise nach Deutschland warten und über entsprechende Zusagen der Bundesregierung verfügen […]

    Was? Afghanen dürfen nach ’schland ausreisen? Verstehe ich das richtig, Afghanen dürfen einen Ausreiseantrag stellen und leben danach bis zur Ausreise friedlich im Kalifat ohne das denen die Todesstrafe oder überhaupt eine Gefahr droht?

  2. nOby am Mai 11th, 2026 4:53 p.m.

    Die taz. Das hatte ich überlesen. Das ist deren Journalismus:

    Der böse Franzos‘. Der böse Russe. Der böse Jude. Die böse AfD. Geschichte wiederholt sich in ’schland immer wieder. Das mit der AfD ändert sich gerade, wie ich las. Das würde sich wiederholen, wie damals mit der NSDAP – las ich. Das seinen opportunistische Schweine, die sich jetzt zur AfD wenden – las ich. Die wollen auf der Gewinnerseite stehen, las ich. Wie damals die in Massen zur NSDAP übergelaufenen Kommunisten – las ich. Ja, ja…

    Kinder fragen, die taz antwortet Warum wurde die AfD nicht verboten?.

    Soweit ich das verstanden habe ist der Artikel ein Massenaufruf an die Bevölkerung von ’schland. Ähnlich wie damals das mit dem Totalen Krieg. Deshalb wollte ich nachfolgend als Hilfsleistung zur weiteren Verbreitung den Artikel als Großzitat bringen. Burks hätte bestimmt nichts dagegen. Davon nehme ich Abstand.

    Liebe Stella, das ist eine sehr komplizierte Frage. Unser Grundgesetz schützt die Rechte von allen. Jeder Mensch soll gerecht behandelt werden, niemand soll andere absichtlich verletzen. Und alle Menschen sind frei. Es gibt Religionsfreiheit, ebenso dürfen alle ihre Meinung sagen. Das Grundgesetz schützt all das – angefangen bei der Menschenwürde. Ebenso dürfen alle Menschen eine politische Partei gründen, um ihre Meinungen zu verbreiten und andere davon zu überzeugen. Das gilt auch für die AfD und ihre Politiker.

    Kompliziert wird es, wenn eine Partei ihre Freiheit benutzt, um die Freiheit anderer Menschen zu verletzen. Das macht die AfD immer wieder: Sie beleidigt andere Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, ihrer Religion, ihrer Herkunft und ihrer Meinungen. Sie behauptet also, bestimmte Menschen seien weniger wert als andere. Wenn die Partei den Bundeskanzler stellen würde, könnte es passieren, dass sie bestimmte Gruppen in Deutschland unterdrückt, also schlechter behandelt als andere.

    Parteien, die so etwas vorhaben, darf man in Deutschland aus historischen Gründen verbieten. Das ist allerdings schwer: Dafür muss man vor einem Gericht beweisen können, dass sie bestimmte Menschen schlechter behandeln würden als andere. Aber die AfD gibt natürlich nicht einfach so zu, dass sie vorhat, gegen das Grundgesetz zu verstoßen. In ihrem Parteiprogramm und auf Parteitagen versucht sie deswegen immer wieder, sich als normale und ungefährliche Partei darzustellen.

    Trotzdem hat die AfD schon jetzt Angst davor, dass sie verboten wird. Deswegen wehrt sie sich vor Gericht dagegen, dass man sie rechtsextrem nennt. Allerdings verliert sie dabei meistens, weil sie eben rechtsextrem ist.

    Einige dieser Gerichtsprozesse laufen noch. Vielleicht gibt es ein Verbotsverfahren, wenn die AfD alle diese Prozesse verloren hat. Möglich wäre das aber auch schon jetzt: Die Bundesregierung, der Bundestag oder der Bundesrat könnten jederzeit ein Verbotsverfahren gegen die AfD beantragen. Dann müsste das höchste Gericht Deutschlands, das Bundesverfassungsgericht, darüber entscheiden.

    Für ein AfD-Verbot gibt es aber derzeit keine Mehrheit, weil viele Politiker Angst haben, vor Gericht gegen die sich als harmlos darstellende AfD zu verlieren. Andere halten ein Parteiverbot für das falsche Mittel. Sie finden, dass es besser wäre, die Wähler davon zu überzeugen, dass die AfD schlechte Politik macht – oder selbst bessere Politik zu machen.

    Die letzten beide Sätze hätten gereicht.

    Warum nennt die taz die Fragende Stella und nicht Chadidscha, Aischa oder Fatima? Glauben die wirklich noch an den Sieg der Linken und ist der Name deswegen eine Reminiszenz an Lenin oder Lars Klingbeil? Nach dem Motto „die kluge Kommunistin, die kluge Sozialdemokratin“. Ich hätte die Mandy genannt. Das Ergebnis wären vielleicht ein paar neue Abonnenten in z.B. Brandenburg oder Thüringen.

    Weiterführenden Links. Har har har!

  3. nOby am Mai 11th, 2026 5:01 p.m.

    Nein, ich habe es nicht gelöscht das Großzitat. Anyway, das ist die taz. Das ist der heutige linke Journalismus und ich schreibe das mit dem Links ohne Deppenanführungszeichen. Bei denen ist Links nämlich noch Links und nicht „Links“ wie bei DIE ZEIT.

    taz – das war Mal Burks. Jetzt liest er die WELT. Egal Burks, ich lese BILD. In beiden Fällen ist das keine Schande. Andere lesen die Titanic. Per Saldo kommt im Gehirn die gleiche Information an. Es ist Unterhaltung, es ist Zirkus. :)

  4. Godwin am Mai 11th, 2026 7:01 p.m.

    „Gleichzeitig versucht die Hisbollah inzwischen, sich anzupassen, etwa durch kleinere Gruppen und sicherere Kommunikationsmethoden.“

    von der Cosa Nostra könnten die einiges lernen
    https://de.wikipedia.org/wiki/Pizzino

    „In Israel kann jeder mit jedem koalieren.“

    mal sehen, ob und wie weit das in Teutschland auch möglich und nötig werden wird.

    die AfD könnte sogar in Börlin stärkste Kraft werden.
    In Meck-Pomm und LSA wird man zeigen müssen was das Gesabbel von Brandmauer in der Realität wert ist.

    gut – man könnte argumentieren, dass die sog. Linke ihrer alten Mutter-Partei folgt und für eine handvoll Posten auf ihre Forderungen scheißt.
    interessant wäre in der Tas LSA
    was würde eine absolute Mehrheit der AfD für Auswirkungen im Bund haben?

  5. blu_frisbee am Mai 11th, 2026 7:22 p.m.

    Die Argumentation verhandelt nicht Diagnose der Sache sondern Beifall. Es wird Kasperletheater in der Affenhorde gespielt.

    Das Staat ist das Gewaltmonopol vom Kapital. Es gibt kein Volk sondern Nutzvieh das still soll.
    Der Staat ist weder geschaffen vom Volk noch tut er was die sagt. Die Eigentümerklasse hat das Eigentum aus der Politik ausgeschlossen.

    Der Putin handelt nicht aus Person (etwa weil ihm der Arsch juckt) sondern in Rolle der Staatsperson.

    Insgesamt wird hier eine völlig irre Weltsicht vorgestellt. Strom kommt aus der Steckdose, die Sonne kreist um die Erde und Malorza wird zu teuer weil Kerosin knapp dieweil Kenner von 45 Mio Hungertoten wegen fehlendem Dünger reden.
    Die einzige Wahrheit der Zeitungen ist das Datum.

  6. Godwin am Mai 11th, 2026 10:02 p.m.

    „Man sollte trotz der Umfragen den Machiavellisten Netanjahu nicht abschreiben.“

    Bei dir klingt ja schon seit langem eine gewisse Bewunderung für „Machiavellisten“ durch.

    da liegt auch so bissl meine Bauchschmerzen mit deinen Äußerungen:
    Zu beschreiben „so isses nunmal“ ist ja das eine.
    Aber sollte man als selbsternannter „Linker“ nicht genau diese Ist-Zustände kritisieren, verneinen, bekämpfen…??

  7. blu_frisbee am Mai 12th, 2026 1:03 a.m.

    Staatsziel ist das Land als profitabel zu bewerben. Spinnereien mit Volk, gar Volkstum sind Mittel, nicht Zweck.

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