Neue und alte Dosen

fritzbox

Ein Handbuch mit 200 Seiten. Wollte ich schon immer mal lesen. Am besten im Urlaub. Ich hatte aber gerade vier 12-Stunden-Schichten hintereinander und mache das später – in ein paar Tagen. Never change a running system.

Dank der weisen und kenntnisreichen Kommentare der klugen Leserinnen und elektronikfachkundlichen Leser weiß ich mittlerweile alles, aber noch nicht wirklich, was ich tun soll. Ich lasse mal den „Wellenwiderstand des Aderpaares“ und einen „N-codierten TAE-Stecker“ außen vor. (Sorry. ich kapier’s nicht.)

R@iner schrob: Ich würde diese Dose entfernen und an die neue gewünschte Stelle schrauben. An die bisherige Stelle wird dann eine gewöhnliche TAE-Dose „gesetzt“. Unterstützt das die Mehrheit hier?

Frage: Dann habe ich eine „gewöhnliche TAE-Dose“ dort, wo vorher die erste Dose war, und die „erste (alte) Dose“ ist dann in dem anderen Zimmer.

Es tut mir aber leid: Die Sache mit den Kabeln ist mir immer noch zu unübersichtlich – außer dass ich jetzt weiß, welche ich kaufen muss. Soll das Ende des alten Kabels mit den Enden des neu gelegten (was aber dann zur alten „ersten Dose“ im anderen Zimmer führt, gelötet oder zusammendreht oder irgendwie in die neue „gewöhnliche TAE-Dose“ gestecket werden, die jetzt an der Stelle der alten „ersten Dose“ wäre?

Und ja, die Fritzbox kommt in das andere Zimmer, und wie und wo ich die anschließe, weiß ich vermutlich – notfalls auch ohne Handbuch. Ich überlege nur noch, ob ich das unter Linux oder Windows mache. Oder ob ich das zwei Mal machen muss….

Kommentare

18 Kommentare zu “Neue und alte Dosen”

  1. ... der Trittbrettschreiber am Januar 28th, 2017 5:37 pm

    … ist doch ganz einfach:

    https://www.youtube.com/watch?v=mOympMtG5Dk

  2. tom am Januar 28th, 2017 5:38 pm

    Burks, ein staatlich geprüfter chapuzero sagt Dir: „Es ist ziemlich egal, wie Du das mit den Kabeln machst; das Signal (der Strom) muss halt weitergeleitet werden, und solange Du keinen Kurzschluss verursachst und keinen Zusatz-Verbraucher anschließt, kannst Du auch kleine grüne Männschen dran schrauben oder löten, die dann auf den Kabeln tanzen.“

  3. Siewurdengelesen am Januar 28th, 2017 6:50 pm

    Und dann gibt es immer noch lecker Netzwerkkabel in flach, die man einfach am TAE-Adapter der Fritzbox in die bereits vorhandene Dose steckt und dann bis zum Standort der Fritzbox verlegt und dort in den DSl-Anschluss prömpelt.

    https://avm.de/service/fritzbox/fritzbox-7390/wissensdatenbank/publication/show/139_Zulaessige-Kabellaengen/

    Sprich ein CAT5/UDP-Kabel in gewünschter Länge und Du kannst Dir das ganze Gefrickel mit der Dose sparen, denn mehr als 20m wirst Du sicher nicht in Deiner Wohnung brauchen.

  4. Mitleser am Januar 28th, 2017 6:53 pm

    R@iner schrob: Ich würde diese Dose entfernen und an die neue gewünschte Stelle schrauben. An die bisherige Stelle wird dann eine gewöhnliche TAE-Dose „gesetzt“. Unterstützt das die Mehrheit hier?

    Frage: Dann habe ich eine „gewöhnliche TAE-Dose“ dort, wo vorher die erste Dose war, und die „erste (alte) Dose“ ist dann in dem anderen Zimmer.
    ——-
    Statt die „Zwischendose“ nur eine Lysterklemme um die Kabel zu verlängern (2 Adern reichen). Die vorhandene Dose umsetzen (nähe Schreibtisch).
    Die Fritzbox „hoch“ (über Schreibtischhöhe) an der Wand (Fensterseite wegen Sonneneinstrahlung) befestigen. Da hat man die LEDs im Blick und kann die Kabel umstecken ohne unter den Tisch zu müssen).

    Der Box ist es egal ob winXX oder Linux. Im Browser die IP 192.168.178.1 eingeben und die Weboberfläche nutzen um die FritzBox einzzurichten. Am besten gleich ein Passwort vergeben. Normal sollte der Internetzugang mit „plug and play“ funktionieren.
    Telefonie über DSL muss eingerichtet werden (Rufnummern).

  5. admin am Januar 28th, 2017 9:00 pm

    @Siewurdengelesen: Das würde in der Tat das Gefrickel ersparen. Die Länge des Kabels hat keinen Einfluss auf die Geschwindigkeit? Ja, ich brauche ca. 18 Meter. Mein Telefonkabel steckt ja auch im Router. Ich muss also nur von der Dose zum Router verlängern. aber: „Wenn die Strecke verlängert wird, auf der das DSL- und Telefonsignal gemeinsam geführt werden, kann es zu Signalstörungen kommen.“ ???

  6. Petronius am Januar 28th, 2017 9:57 pm

    Mensch Burks, mach es Dir doch nicht so schwer; schraub die Dose von der Wand und dann dahin, wo Du sie haben willst; für die fehlende Strecke reicht im Prinzip eine Lüsterklemme und Klingeldraht …

  7. Der Paul am Januar 28th, 2017 11:36 pm

    Vergiss die Ratschläge, die Dir etwas erzählen, Du sollst die Strecke mit einer zusätzlichen Dose verlängern. Spätestens bei der ersten Störung, wird Dich Dein Provider fragen, hängt denn die Box an der ersten TAE-Dose und gibt es da noch weitere Dosen? Wenn Du dann auf die ersten Frage mit Nein und bei der zweiten mit Ja, antwortest, wird man Dir sagen dann ändern sie dies mal schnell, eher kümmern wir uns nicht um ihre Störung.
    Telefonkabel werden auch nicht mit Lüsterklemmen mit einander verbunden. Die beste Lösung sind 3M Scotchlok-Verbinder. Kaufe Dir 20m J-Y(St)Y 2x2x0,6 und die oben genannten Verbinder und nehme die vorhandene Dose an den neuen Ort mit. Ich gehe davon aus, Du hast keinen Splitter mehr für Deinen Anschluss, dann gibt es auch keine getrennten Signale mehr. Du bekommst das DSL-Signal und die Telefonie wird darüber über VoIP realisiert. Diese Funktion übernimmt Deine Fritzbox, die ja Modem, Router und Telefonanlage vereint.
    Die Verlängerung hat in aller Regel keinen Einfluss auf die Geschwindigkeit und wird sich nicht einmal in der Dämpfung bemerkbar machen, bei Deinen 18m. Wenn alles ordentlich ausgeführt wird, wird es da auch keine Störungen geben. Alles andere ist Gefriggel.

    Der Paul

  8. admin am Januar 29th, 2017 1:15 am

    @Der Paul: hört sich gut an, und ich habe keine Splitter mehr. Danke.

  9. Der Paul am Januar 29th, 2017 4:22 am

    Noch ein Nachtrag: Bei der Verdrahtung sollte man bei der Verlängerung darauf achten, dass die beiden benötigten Drähte wieder so angeschlossen werden wie man es vorgefunden hat. Telekom 1a ohne schwarzer Ring – Verlängerung 1a rot, Telekom 1b ein schwarzer Ring – Verlängerung 1b schwarz. Entsprechend dann wieder an die Dose.

    Beim DSL-Signal handelt es sich um Hochfrequenz, mit herkömmlichen Messgeräten kann es nicht gemessen werden. ADSL2+ hat eine Bandbreite von 2,2 MHz, VDSL sogar 17,6 MHz. Viel Spaß für den, der da einfachen Klingeldraht einsetzt. Die ideale Antenne, für alles was sonst noch so den Äther, abstrahlend verschmutzt.

    Der Paul

  10. Bernhard Gramberg am Januar 29th, 2017 9:09 am

    Noch mal zur Bestärkung, was oben andere ähnlich auch schon geschrieben haben

    Das einfachste ist es, die bisherige Dose einfach zu versetzen. Du wirst dort finden, dass das Kabel 2 oder 4 adrig ist. Wobei zwei Adern eigentlich reichen. Dann kaufst du ein ganz gewöhnliches klingelkabel und setzt dies in die Leitung dazwischen. Und die 20 extra können überhaupt nicht stören, weil das Kabel auf der anderen Seite schon 100 oder 200 Meter lang ist. Da machen deine paar Zusatz mit nichts aus. Und weil das alles heutzutage digital ist, kommen da die Signale auch nicht schlechter als vorher. Und Linux oder Windows, das ist hier nicht die Frage, du redest mit der Fritzbox und in der Fritzbox ist zu deiner Beruhigung ein Linux am laufen, mit Windows hätten die das nicht hinbekommen, dass es länger als zwei Monate läuft.

  11. R@iner am Januar 29th, 2017 9:19 am

    @Der Paul: Das Problem ist, falls Burks die Verlängerung richtigerweise an den Klemmen 5 und 6 weiterführt, dass die ursprüngliche Dose „ausgeleiert“ sein dürfte, und es durch den Übergangswiderstand der Schalter zu einem Dämpfungsproblem kommt. Daher das von mir vorgeschlagene Vorgehen.

    Als die Geschichte mit den Cat-5-Kabeln vor ~20 Jahren aufkam, hatte ich zum Spaß mal eine alte Plattenspieler-Anschlußleitung mit einem Cat-5-Tester durchgemessen. Soo schlecht waren die Werte im Vergleich zu einem Dätwyler gar nicht. Nur die Werte für das Übersprechen waren im höheren Frequenbereich etwas schlechter, wenn ich mich richtig erinnere.

  12. R@iner am Januar 29th, 2017 9:23 am

    p.s.: @Burks: Solltest Du dich für für die Zwei-Dosen-Lösung entscheiden, dann achte darauf, dass Du beim Kauf eine mit Schraubklemmen holst.
    Für die neueren mit Schneidklemmen brauchst Du sonst noch ein LSA-PLUS Anlegewerkzeug.

  13. Siewurdengelesen am Januar 29th, 2017 4:14 pm

    @Burks

    Auf den paar Metern halte ich Störungen für unwahrscheinlich. Du hättest halt den Vorteil, keine Dose zu verlegen oder in den Adern der TAE-Dose rumfrickeln zu müssen und es wäre ohne grossen Aufwand verlegt.
    Sollte es unwahrscheinlicherweise doch nicht hinhauen, kannst Du immer noch die Telefondrähte direkt abcrimpen.

  14. Der Paul am Januar 29th, 2017 4:18 pm

    @R@iner: Bei der Zweidosen Variante, auch wenn es vermeintlich läuft, kommt es spätestens zu Problemen mit dem Provider, wenn der Anschluss einmal entstört werden muss. Der Provider wird nicht tätig werden, solange mehrere Dosen im Signalweg sind. Ein Techniker, der eventl. vorbei geschickt wird, wird die zweite Dose entfernen.

    @Bernhard Gramberg: Lese Dir noch einmal durch, was ich zum DSL-Signal und Klingeldraht geschrieben habe. Beim Klingeldraht verlaufen die beiden Leiter parallel zu einander und damit wirkt so ein Kabel, ungehindert wie eine Antenne, die sämtliche elektromagnetischen Wellen, die heutzutage den Äther verschmutzen, dankend aufnimmt und das kann eben auch auf einer so kurzen Strecke zu Störungen führen. Dieser Fehlerquelle, wird mit der Verdrillung des Telefonkabels entgegen gewirkt. Auch das DSL-Anschlusskabel, welches zum Modem/Router mitgeliefert wird, ist im Gegensatz zu einem einfachen TAE-Kabel, verdrillt. Digitalsignale brauchen ja erst einmal ein „Transportmittel“ und dass sind nun einmal Frequenzen, die für Störungen von außen, anfällig sind.

    Der Paul

  15. Der Paul am Januar 29th, 2017 11:14 pm

    @Siewurdengelesen: Wenn der Box nur der schwarze Adapter bei liegt, wird Dein Vorschlag nicht funktionieren. Grund dafür ist, dieser Adapter ist für das Y-Kabel, welches beim Splitter-Betrieb benutzt wird, vorgesehen. Die Kontakte sind am RJ-45 auf 1 und 8 geschaltet, das DSL-Signal geht aber über die Kontakte 4 und 5 an der RJ-45-Buchse in die Box. Wenn vorhanden, muss der graue Adapter Verwendung finden. Was letztendlich an Kabeln der Box beiliegt, ist bei AVM nicht sicher.
    @Burks: Der Vorschlag mit dem Netzwerkkabel, den Siewurdengelesen gemacht hat, ist durchaus eine Option. Aber eben mit der Maßgabe des grauen Adapters. Wenn er nicht vorhanden ist, kann man sich aber an AVM wenden, die verschicken auch solche Kleinteile. Wohin man sich wenden muss, findest Du im Handbuch, ziemlich weit hinten.

    Der Paul

  16. R@iner am Januar 30th, 2017 11:12 am

    @Der Paul: Mir versicherte ein Bekannter, dass die Techniker gar nicht so rigoros wären, wie Du sie beschreibst.
    Jedenfalls steht nicht die Todesstrafe auf das Versetzen der Dose.

  17. Graf Zahl am Januar 30th, 2017 10:02 pm

    Brandheißes Thema…

  18. Laserprinter [Update] : Burks' Blog am Mai 12th, 2017 2:34 pm

    […] Oki 332 (kein eigenes WLAN), Fritzbox 7490, Betriebssysteme: Ubuntu 16.04 (2x), Windows 7 (2x) und Windows 10 sowie Android (2x). Das Problem […]

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