Noch mehr Kabelsalat

Telefondose

Dank der kundigen Hinweise der wohlwollenden Leserinnen und geneigten Leser, die auch durch meine peer group bestätigt wurden, werde ich mir also eine Fritzbox zulegen.

Jetzt aber: wie heißt diese Dose, die ich neu kaufen muss? Und welches Kabel brauche ich, um die Sache 15 Meter (in ein anders Zimmer) zu verlängern? Warum gucken da vier Kabel raus, von denen zwei nicht angeschlossen sind? Und kann ich die neuen einfach da reinstecken, wo die anderen schon drinstecken?

Die Telekom sagt mir, die Kabel hießen i-yy – habe ich das richtig verstanden?

Kommentare

24 Kommentare zu “Noch mehr Kabelsalat”

  1. Juttipat am Januar 17th, 2017 7:25 pm

    Aufpassen, welche Ader wo angeschlossen ist.

    Dose demontieren, am neuen Standort montieren.

    Kabel, wie beschrieben (s.o.) verlängern.
    Am neuen Standort 1:1 wieder auflegen.

    Fertig.

  2. RuePoe am Januar 17th, 2017 7:31 pm

    Das ist eine schöne, alte TAE (Telekommunikationsanschlusseinheit), in der Belegung NFN (Netz, Fernsprecher, Netz), schauen Sie sich die Buchstaben auf dem linken und den mittleren Stegen an. Oder die Reliefbilder auf der Abdeckung unten. Da kommt in der Regel ein abgeschirmtes, vieradriges Kupferkabel an. Richtiges hartes Postkupfer, keine welsche Litze. Die beiden geschalteten Adern („die telefonnieren“) kann man durch Tests herausfinden: Anlage anschließen, sich selbst anrufen, wenn es nicht klingelt: nächste Variante. Die beiden gefundenen Adern nennt man ‚a‘ und ‚b‘.

  3. jottemel am Januar 17th, 2017 7:40 pm

    An dem Netzabschluss (und das ist die TAE-Dose auf dem Bild, deswegen auch die „1.“ auf der Dose, als 1. TAE-Dose) solltest du nicht rumfummeln. Die zwei ungenutzten Adern kommen daher, dass ein Kabel – wie du es verlinkt hast – mit zwei Reserveadern verlegt wurde, falls mal ein zweiter Anschluss dazukommt. Ein F-Kodiertes TAE-Verlängerungskabel sollte ausreichen, um daran die Fritzbox anzuschließen (z.B. Best.-Nr. „TAE 4FK 15M“ bei Reichelt). Du kannst auch gleich ein TAE-F-Stecker auf Modular-Stecker-Kabel nehmen und direkt in die Fritzbox stecken (z.B. Best.-Nr. „TAE 4FWS 15M“ bei Reichelt).
    Der Wikipedia-Artikel „Telekommunikations-Anschluss-Einheit“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Telekommunikations-Anschluss-Einheit) gibt einen guten Überblick, was du da genau hast.

  4. ekelfranz am Januar 17th, 2017 7:56 pm
  5. Andreas am Januar 17th, 2017 8:42 pm

    das ist eine TAE-Dose: https://de.wikipedia.org/wiki/Telekommunikations-Anschluss-Einheit (an der nur der mittlere Anschluss besetzt ist).

    Die Telekom braucht für den (Kupfer-)Haus/Wohnungsanschluss nur 2 Leiter. Die anderen sind übrig / einfach so da. Vielleicht als Reserve für einen 2. Anschluss …

    Ich habe so ein Kabel mit einem Rest Ethernetkabel / Telefonkabel / whatever verlängert (angelötet an die alten Enden). Schirmung schadet nicht, muss aber wohl nicht unbedingt sein.

  6. Jens Tautenhahn am Januar 17th, 2017 9:00 pm

    Das ist eine TAE-NFN-Dose. TAE = Telekommunikations-Anschluss-Einheit, N = Nicht-Fernsprecher, F = Fernsprecher. Sieht man auch an den aufgedruckten Buchstaben, den Symbolen und der Fachmann an der Position der „Nasen“. Die Fritzbox muss nachher, obwohl kein Fernsprecher, an der F-Buchse angeschlossen werden.

    Die vier überschüssigen Kabel sind einfach vorhanden, aber nicht belegt. Im Keller dürften die genauso „rumhängen“. Vorgesehen für nachfolgende Erweiterungen.

    Sofern Du die Dose an der Stelle wo sie jetzt ist nicht mehr brauchst, würde ich auf eine Lötverbindung setzen. Alles andere bringt nur zusätzliche Dämpfung und das will man für Datenverbindungen möglichst vermeiden. Zum zu verwendenden Kabel muss jemand anderes einen Kommentar abgeben, es sollte meiner Meinung nach aber ziemlich unkritisch sein. Meterware aus der Telefonabteilung im Elektro-Großmarkt um die Ecke.

  7. admin am Januar 17th, 2017 9:02 pm

    Ich will diese Dose nicht wegmachen, sondern von dort aus ein Kabel zu einer neuen Dose in einem anderen Zimmer legen. Oder geht das nicht? Und wenn doch, kann man dann beide Dosen benutzen?

  8. MKM am Januar 17th, 2017 9:08 pm

    Also

    Kauf Dir ne TAE Dose und 20 Meter 2X2X0,8 Telefonkabel. Dazu noch am besten ein paar Pfuscherperlen ( Scotchlok ) . Dann nimmst Du die beiden Drähte von der Dose ab und verbindest die jeweils mit dem roten und schwarzen Draht ( kein Strich auf rot und ein Strich auf schwarz)vom Telefonkabel.Am anderen Ende Rot auf 1 und Schwarz auf 2. Fertig.

  9. juttipat am Januar 17th, 2017 9:13 pm

    Einfach parallel klemmen, sprich an die angeschlossenen Adern ein zusätzliches Kabel dran. Sonst wie oben.

    Verlängerung (s.o.) auch gut.

    Alles liebe, aber leicht perfektionistische Leute hier. ;_))

  10. Jens Tautenhahn am Januar 17th, 2017 9:18 pm

    Dosen vor der Fritzbox können nicht verwendet werden! Erst nach dem in der Fritzbox eingebauten Splitter steht das Signal für das analoge Telefon oder ISDN zur Verfügung. Das Telefon gehört also nachher an die Fritzbox!

    Im einfachsten Fall kannst Du oben genannte Kabel einfach mit an die bereits vorhandene Dose klemmen (die zwei Kabel a/b) und die an der neuen Buchse genau an den gleichen Stellen anklemmen.

  11. tom am Januar 17th, 2017 9:47 pm

    natürlich kannst Du die Dose dort lassen und einfach eine weitere anschließen.

  12. Deckname: Ossi am Januar 17th, 2017 10:46 pm

    Gefragt wurde:
    „Ich will diese Dose nicht wegmachen, sondern von dort aus ein Kabel zu einer neuen Dose in einem anderen Zimmer legen.“

    Antwort:
    „Ich darf diese Dose nicht wegmachen, sondern muss von dort aus ein Kabel zu einer neuen Dose in einem anderen Zimmer legen.“
    Der vorgesehene Anschluss für die Weiterbeschaltung ist an Pin 5 & 6.

    1. Merke:
    Die 1. TAE gehört dem Provider. Hier ist es die Telekom.

    2. Merke:
    Im Zeitalter von ADSL+ bzw. VDSL ist Parallelschaltung Idiocracy.
    Daher Pin 5 & 6.

    3. Merke:
    Bei Beschaltung Pin 5 & 6 ist zu beachten, dass das Einstecken eines Endgerätes in die 1. TAE die Weiterschaltung unterbricht.

    4. Merke:
    Da mittlerweile 99% der Anschlüsse alle VoIP sind (splitterlos) geht Telefon eh nur an der Fritzbox.

    Hilfe:
    http://www.elektronik-kompendium.de/sites/kom/0302271.htm

  13. Susi am Januar 17th, 2017 11:28 pm

    MKM hat die beste Lösung vorgeschlagen, zusammen mit dem Hinweis, dass du das Telefon hinter der Fritz-Bos anschließen musst.
    Wenn dir die Speed was bedeutet besorge das 2x2x0,8 mit Schirm, ohne kannst du schnell 60% Speed einbüßen. Den Schirm übrigens nur schirmen lassen, keine Erdung oder so was.

  14. ... der Trittbrettschreiber am Januar 18th, 2017 4:54 am

    Meine neue „German Angst“: Ich werde nie wieder einfach nur telefonieren.

  15. admin am Januar 18th, 2017 5:11 am

    @Deckname: Was ist „Weiterbeschaltung“?

  16. tom am Januar 18th, 2017 10:35 am

    Weiterbeschaltung meint, dass bei Nicht-Nutzung der vorhandenen Dose die Funktionen in der weiterbeschalteten verfügbar sind.
    Das scheint genau das zu sein, was Du willst.
    Wg. der schon erwähnten VOIP Geschichte und der Notwendigkeit, eine Fritzbox oder anderes zu nutzen, bringt ja eine Parallelschaltung nichts.

  17. TechnoNerd am Januar 18th, 2017 11:06 am

    wie heißt diese Dose, die ich neu kaufen muss?

    Schick mir deine Adresse, kriegste Dose umsonst.

  18. TechnoNerd am Januar 18th, 2017 12:44 pm

    Zitat: „2x2x0,8 mit Schirm, ohne kannst du schnell 60% Speed einbüßen“

    Das ist bestenfalls eine Legende. Die paar Meter sind nicht maßgeblich und eine Schirmung funktioniert nur wenn Sie durchgehend ist.
    Die Telekom Dose ist auch ungeschirmt und hat nicht mal einen Schirmanschluss.

    Der Aderdurchmesser selber ist heute auch Nebensache da ab DSL keine Stromversorgung mehr dabei ist.

    Falls es interessiert, wichtig ist der Wellenwiderstand des Aderpaares, Bei der Hausverkabelung fällt der nicht ins Gewicht und Störungen werden aktiv gefiltert. Mittels Mathematik und weniger mit Schirmfolie.

  19. Wat. am Januar 18th, 2017 12:52 pm

    Bin zwar Ossi, schreibe aber nicht als dieser ;)

    Weiterbeschaltung ist alles, was dann nach 1. TAE-Dose hängt – denn das nimmt sich ja das dann direkt dort drangesetzte Teil.

    Wenn Du Dir den besten Gefallen tuen möchtest, verlängere nicht den unmittelbaren Zugang zur FritzBox – mache alle Verlängerung danach. Telefon extra von erster Dose und vor FritzBox ist eh Unsinn, damit büßt Du die Vorteile der FritzBox in großen Teilen wieder ein.
    Man kann zwar den Zugang davor verlängern, ich würde es aber nicht tun (Leitungswiderstand) – Deine FritzBox hat genau für so etwas WLAN – also sollte sie direkt vorn an der Dose mit dem Original-Kabel sein.

  20. admin am Januar 18th, 2017 2:39 pm

    Ich will abaer die Fritzbox gerade nicht in dem Zimmer haben, in dem jetzt die Dose ist.

  21. R@iner am Januar 18th, 2017 2:46 pm

    Die Dose im Foto ist – an der „1“ und dem Telekom-Symbol erkennbar – die sogen. „erste Dose“. Sie enthält einen Widerstand und eine Diode. (Siehe Das grosse TAE-Spezial)
    Durch die beiden Bauteile können die Leute von der Störungsstelle von außen prüfen, ob die Leitung bis zu dieser Dose in Ordnung ist.

    Ich würde diese Dose entfernen und an die neue gewünschte Stelle schrauben. An die bisherige Stelle wird dann eine gewöhnliche TAE-Dose „gesetzt“.
    Das hat den Vorteil, dass bei einer Störung der Provider – ohne es zu wissen – den so verlängerten Signalweg durchmessen und eine Aussage treffen kann, ob die Leitung bis dorthin okay ist.

    Als Leitung würde ich so etwas nehmen: J-Y(ST)Y 2 × 2 × 0,6

    Diese Kabel wird oft verwendet, auch wenn ein ungeschirmter Y-V Draht bei 20m Länge auch ginge, wie ich aus Erfahrung sagen kann.

    Für die Verlängerung müssen nur die Adern La und Lb (Kontakte Nr. 1 und 2) verdrahtet werden. Das andere Adernpaar braucht nicht angeschlossen zu werden.

    Wie Susi sagt, ist es hierbei nicht nötig, den Schirmungsdraht anzuschließen. Das war früher (beim Impulswahlverfahren) nur deshalb notwendig, wenn Telefonanlagen das Drücken der Flash-Taste am Fernsprechapparat mitbekommen sollten.

  22. Rainer am Januar 22nd, 2017 9:28 am

    Am Sichersten ist es, an der Monopol-Dose keinerlei Veränderungen vorzunehmen. Vereinfacht die Fehlersuche und auch beim Auszug ist es bequemer.

    Einfach einen TAE-Stecker dort reinstecken und mit den bereits genannten Kabeln (wenns nicht allzuhäufig bewegt wird bedarf es keiner Litze) mit der Fritzbox verbinden.

    Optimierung: einen N-codierten TAE-Stecker, z.B. von AB oder FAX verwenden, damit sind weniger Kontakte innerhalb der TAE-Dose involviert – weniger Verluste.
    Keine Schleifen, Abzweige, Peitschen im Kabel, die senden das HF-Signal in den Äther = Verluste.
    Die Monopoldose 1 zu 1 erneuern bringt wegen der besseren unkorrodierten Kontakte zuweilen auch Erfolge.

    Mach keine Wissenschaft daraus, lediglich 2 Kabel müssen zur Fritzbox!
    Rainer

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