Unter Einheitlichen

biden trump

Wenn sich alle einig sind, bin ich vorsichtshalber dagegen oder zweifele. Gibt es ein deutsches Qualitätsmedium, das es begrüßte, wenn Trump wieder Präsident der USA würde? Nein? Das kann doch nicht sein! Immerhin hat rund die Hälfte der US-Amerikaner ihn schon einmal gewählt. Sind die Deutschen klüger als die? Oder moralisch hochwertiger? Mir würde es schon reichen, wenn auch nur ein Drittel der deutschen Medien zaghaft zugäbe, dass Biden ein schlechterer Präsident wäre als Trump.

Biden wird nicht ersetzt werden. Das sehen auch die Russen so (Vorsicht, Propaganda und natürlich alles gelogen!).

Übrigens meine ich, dass deutsche Gerichte nicht anders entschieden hätten, wenn es um die Immunität eines Präsidenten gegangen wäre. Ich weiß nicht, warum man sich hierzulande aufregt oder alles auf eine „konservative Mehrheit“ des obersten Gerichts schiebt.

Das gilt auch für Frankreich und Le Pen. Alles Rechtsradikale? Man spürt das Entsetzen der Tagesschau bei der Meldung: „Fast sein ganzes Leben hat Serge Klarsfeld damit verbracht, Nazi-Kriegsverbrecher aufzuspüren. Doch nun spricht ausgerechnet er die Partei Le Pens davon frei, rechtsextrem zu sein.“ Was ist, wenn Klarsfeld recht hat? Darf das nicht sein?

Da muss man eine Suggestivfrage nachschieben: „Ist eine Partei, deren Mitglieder und Anhänger Muslime nicht selten unter Generalverdacht stellen und als Bedrohung für die nationale Identität Frankreich ausmachen, nicht eine Gefahr für die Einheit des Landes?“

Nein. Es gibt keine „Einheit“. Wer das behauptet, leugnet den Klassenkampf und die Existenz von Klassen. Aber das scheint die „Tagesschau“ als ihre Aufgabe anzusehen, was mich nicht überrascht.

Ceterum censeo: The economy, stupid! Der Kapitalismus macht alle reich und glücklich.

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Kommentare

10 Kommentare zu “Unter Einheitlichen”

  1. Godwin am Juli 2nd, 2024 12:47 p.m.

    „Mir würde es schon reichen, wenn auch nur ein Drittel der deutschen Medien zaghaft zugäbe, dass Cholera schlechter wäre als die Pest.“
    Warum sollte man Trump „gut“ finden?
    Wenn selbst Michael Moore meint, die Mehrheit würde ihn eher aus Protest wählen, weil sie es eben können…
    Umgekehrt sollte man aber keinerlei Hehl daraus machen, dass Biden nur eine Strohpuppe ist.
    Das erinnert an die Sowjets vor Gorbatschow das waren doch auch nur so Scheintote…

    Klarsfeld unterstelle ich eine gewisse Alterssenilität, wenn er die Mimikrie der feigen Franzosen für bare Münze nimmt…
    Es ist m.E. mehr als interessant, dass der nach wie vor vorhandene Rechte Antisemitismus zunächst überlagert wird vom Antiislamismus.
    Mal ganz direkt gefragt:
    Wie würde Burks sein Kapitel
    Zur Nation und warum die Franzosen recht haben heute umschreiben?
    Wie wäre es mit einem neuen Buch – Nazis sind Pop 2.0 25 Jahre später…

    „Jewish groups have called for French Jews to vote for the Center, which has been supportive of Israel, but under their leaders, the problem of antisemitism has proliferated.“
    Tja – dumm gelaufen…

  2. blu_frisbee am Juli 2nd, 2024 3:46 p.m.

    Der neoliberale Macron nervt die Franzosen.
    Leider ist Alternative Le Pen & Franzosentum.
    Wo sind die Kommunisten?

  3. Jens Graumann am Juli 2nd, 2024 5:52 p.m.

    „Es ist m.E. mehr als interessant, dass der nach wie vor vorhandene Rechte Antisemitismus zunächst überlagert wird vom Antiislamismus.“
    Sehr interessanter Denkansatz. Da kann man prima drüber diskutieren.
    Es ist bestimmt nicht so nach dem Motto „deine Feinde sind auch meine Feinde“.
    Es wird wohl eher mit der „gefühlten“ Unsicherheit gegenüber der zunehmenden Präsenz der Islamisten zu tun haben — so im Sinne von „es werden ja immer mehr“.

    Gruß
    Jens

  4. Godwin am Juli 2nd, 2024 7:40 p.m.
  5. admin am Juli 3rd, 2024 5:26 a.m.

    @Godwin: Danke für den Tipp.

  6. tom am Juli 3rd, 2024 12:34 p.m.

    „Immerhin hat rund die Hälfte der US-Amerikaner ihn schon einmal gewählt.“
    Wer daran nicht erheblich zweifelt….
    Wie viele waren es wirklich?
    Das Wahlverfahren lassen wir mal völlig außer Acht.

  7. nOby am Juli 3rd, 2024 3:41 p.m.

    Jens Graumann am Juli 2nd, 2024 5:52 pm

    „Es ist m.E. mehr als interessant, dass der nach wie vor vorhandene Rechte Antisemitismus zunächst überlagert wird vom Antiislamismus.“
    Sehr interessanter Denkansatz. Da kann man prima drüber diskutieren.
    Es ist bestimmt nicht so nach dem Motto „deine Feinde sind auch meine Feinde“.
    Es wird wohl eher mit der „gefühlten“ Unsicherheit gegenüber der zunehmenden Präsenz der Islamisten zu tun haben — so im Sinne von „es werden ja immer mehr“.

    Gruß
    Jens

    Was? Denken! Diskutieren?

    Du als Kommunist findest das ok oder bist Du eher an den 4 Ehefrauen interessiert?

    Der Islam ist stärker als der Kommunismus. Das hat die Geschichte bewiesen. Der Islam dulet den Kommunismus selbst nicht als Dreck unter seinen Fingernägeln. Der Islam ist wesentlich brutaler und skrupelloser wie der Kommunist es jemals war, allerdings ist der Islam viel viel schlauer und gerissener.

    Die Frage, die sich der heutige Kommunist stellen muß ist „wer beseitigt wen zuerst“. Kann ich den Islam erledigen oder wird mich der Islam erledigen? Bei der Masse der heute existierenden Kommunisten in Europa ist das eine hypothetische Frage. Wenn der heutige Kommunist darüber nachdenken und diskutieren will, dann doch wohl eher zu Selbstbespassung. In China ist das anders. Dort duldet der Kommunist nur eine Identität.

    Eine ähnliche Frage stellen sich heute viele deutsche Demokraten und applaudierende Journalisten und sogar von mir als Rechte identifizierte, nämlich „wie erledigen wir die AfD“ oder „wie erledigen wir die Rechten“ und vergessen den Zusatz „bevor mich der Islam erledigt“. Hier ist es allerdings nicht hypothetisch und kann Realität werden, siehe den § 188 StGB und ich nehme dieses Beispiel. Das auch nur so lange bis der Islam irgendwann alles nach seinem Gusto finalisiert.

    Ich bin mir sicher es wird viele Opportunisten geben die zum Islam konvertieren. Wahrscheinlich wird der DJV und andere den Islam so sehr liebende deutsche Journalistenverbände kollektiv konvertieren und das öffentlich – wie das feierliche Gelöbnis der Bundeswehr – zelebrieren. Selbstverständlich unter Ausschluß aller Journalistinnen. Eine Musikkapelle wird dazu Ceddin Deden spielen und im Anschluß und da bin ich mir 100% sicher, werden einige Ungläubige geköpft und katholische Funktionäre gekreuzigt. Das letzte was die Hingerichteten vor dem Tod hören sind diese epic beats.

    Na ja, so stelle ich mir das vor. Kann auch so werden wie es sich Anne Will oder Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, vorstellen. Nichts wird sich in Deutschland verändern. Alle lieben sich.

  8. Albert Rech am Juli 3rd, 2024 6:58 p.m.

    Es ist doch klar das der ultrarechte Serge Klarsfeld der die ultrarechten Regierung im sogenannten Israel unterstützt kein Problem mit ultrarechten Parteien wie der Front National hat.
    Die Muslime in Gaza und Palestina leiden und der gleichen rechten Gewalt wie die Muslime in Frankreich und Deutschland.
    Dazu muß man sich nur das Manifest des rechten Terroristen durchlesen der in Hanau gezielt Jagd auf Muslime gemacht hat.
    Egal ob Paris, Hanau oder Gaza: der Kampf gegen rechte Gewalt ist der gleiche!

  9. ... der Trittbrettschreiber am Juli 3rd, 2024 8:26 p.m.

    „..der Kampf gegen rechte Gewalt ist der gleiche!“

    :-)… Erkenntnis:

    Gegen rechte Gewalt hilft nur linke Gewalt und umgekehrt. Wenn das dann im Porzelanladen der Mitte stattfindet kann danach wieder frisch und fröhlich getöpfert werden…längliche Flaschen…bauchige Flaschen…ganze Fässer…hx.

    …und dann wieder von vorn…plopp.

    https://www.youtube.com/watch?v=MFw6rCObwrg

  10. Godwin am Juli 4th, 2024 7:21 a.m.

    Habe ein paar Amis getroffen. Einer davon hat ein bisschen über die Lage dort geplaudert.

    Grundsätzlich seien die USA kein Staat, sondern ein Geschäft(smodell). Demokraten und Reps haben lediglich etwas andere Vorstellungen der Geschäftsführung.
    Er selbst sei inzwischen auch Rep. Dennoch beschrieb er, dass Trumpileins Sieg damals endgültig gezeigt habe, dass das politische System „broken“ sei.
    Er verglich die Entwicklung mit dem Untergang des röm. Reiches.
    Dann erwähnte er noch dass die USA ein riesiges Problem mit Drogen habe. Schon junge Teens würden alles einwerfen was der Markt hergibt.
    Da scheint sich eine Generation aufgegeben zu haben…

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