Larson is back!
Caution: reading this website may result in hyperventilation from uncontrollable laughter.
„Andrews McMeel described The Far Side as “an unparalleled comic masterpiece”, which it said had “revolutionised conventional considerations of humour in general, and of comics in particular”. According to the publisher, more than 40m books and 77m Far Side calendars have been sold, and it has been translated into more than 17 languages. Terms dreamed up by Larson – as in his cartoon of a caveman pointing to the tail of a stegosaurus and telling his audience that it is named “the thagomizer, after the late Thag Simmonds”, led paleontologists to adopt the invented word, while Larson himself has a species of chewing louse named after him: Strigiphilus garylarsoni.“
The Far Side kommt hier in die Blogroll. Ich lach mich noch jeden Tag kaputt.
Was sonst noch geschah

– Good News: Die Franzosen werfen einen Folterer aus Argentinien raus. Vorbildlich. Hoffentlich schicken die ihn nicht nach Deutschland. So ein ekelhaftes Pack könnte aber auch hier angeklagt werden.
– Was ist nur mit der so genannten „Linken“ los? Ekelhafte Feiglinge! Immerhin hatte eine Abgeordnete – EvrinSommer – den Mumm, für den Antrag der Regierungsparteien zu stimmen, die Terrororganisation Hisbollah zu verbieten. Von den Grünen erwarte ich nichts, aber was ist daran so schwer zu begreifen, dass eine Gruppe, die die Juden ins Meer werfen und Israel zerstören will, hier nicht erlaubt sein sollte? Warum muss man sich da enthalten?
– Ein Zitat von aus dem Guardian von Nesrine Malik: „We must learn to talk to leave voters without falling into the Clinton trap“.
I could be argued that the September 2016 speech in which Hillary Clinton said “you could put half of Trump’s supporters into what I call the basket of deplorables” was the moment she lost the White House. The phrase was rapidly deployed to define her – and liberals more generally – as out-of-touch elitists who dismissed voters as „racist, sexist, homophobic, xenophobic, Islamophobic – you name it,“ in Clinton’s own phrase.
What was easy to miss was the second half of the quote, which posed a more difficult question for liberals: what about the “other basket” of Trump voters – “people who feel that the government has let them down, the economy has let them down, nobody cares about them, nobody worries about what happens to their lives and their futures; and they’re just desperate for change. It doesn’t really even matter where it comes from.
Das sollte man der Partei „Die Linke“ und anderen Lichterkettenträger*/&_innen mal unter die Nase reiben: out-of-touch elitists who dismissed voters as „racist, sexist, homophobic, xenophobic, Islamophobic“. Die werden es aber noch nicht mal merken, wenn sie nur noch vier Prozent kriegen.
– Warum sind russische Hacker so gut? Weil sie Windows XP benutzen!
– Russian Beyond (Facebook): In Yakutsk sind es 44 Grad minus. Die Chinesen heizen hingegen allen ein.
– Zum Schluss: Nextshark: „Some of The Deadliest Samurai Were Women, But History Forgot.“ Großartig.
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Wissenschaft, kurz gefasst
Methylated Spirit
Wer sich nicht selbst liebt, kann auch andere nicht lieben. Deswegen schenke ich mir manchmal etwas. Die Warnung auf der Tasse ist aber nicht nötig, Methylalkohol trinke ich fast nie. (Ausstattung: Stratonaut)
The Expanse, revisited

Heise über The Expanse, Staffel 4: „Nicht so gut wie das Buch, trotzdem beste Sci-Fi im TV“. Das gilt auch für alle anderen Staffeln – ich bin gerade beim Ende der Staffel 3. Dem Artikel bei Heise kann ich kaum noch etwas hinzufügen – außer einigen kulturpessimistischen Meckereien (siehe unten).

Meine Favoriten der Staffel 3 sind Klaes Ashford (David Strathairn – ein erfahrender alter Kerl bringt die Truppe auf Vordermann und zeigt den jungen Leuten, wo Gott wohnt – eine Rolle, die ich gern spielen würde, aber alles zugunsten einer jungen Frau, die er gefördert hat:) und Drummer (Cara Gee), die nicht nur umwerfend aussieht, sondern auch gnadenlos überzeugend spielt und eine Stimme hat, die einen Mann wie mich dumm wirkende Sachen tun lassen würde, dürfte ich sie aus der Nähe anhimmeln. Wer sich die synchronisiert anhört, sollte in den nächsten See mit einem Gewicht an den Füßen.
In vielen Hollywood-Filmen halten irgendwelche „Führer“ mit und ohne Ausstrahlung irgendwelche Reden, um die Zuhörer zu Heldentaten aufzustacheln. Auf mich wirkt das fast immer lächerlich – Billy Graham lässt grüßen. Nicht wegen der ohnehin blöden Inhalte, sondern der unprofessionellen Rhetorik. Rudi Dutschke, den ich einmal live erlebt habe, redete oft dummes Zeug und niemand verstand, was er wollte, aber er war hinreißend charismatisch.
Auch Drummer hält eine Rede, aber das macht sie aus der Sicht eines Sektenpredigersohns richtig gut – gebraucht einfache dynamische Wörter wie Trump, appelliert an das Wesentliche und die Gruppendynamik (die Zuhörer sind toll) und definiert den Feind außen. Mehr braucht eine gute Rede nicht.
Cara Gee stammt von den Ojibwa (Chippewa) aka Anishinabe ab. (Wieder was gelernt – hat Karl May die erwähnt?). Kein Wunder, dass deutsche Schauspielerinnen dagegen oft langweilig wirken (kann aber auch an meinem kosmopolitischen Geschmack liegen.)

Und nun zu uns, Religioten! Dr. Annushka „Anna“ Volovodov (Elizabeth Mitchell, eine Methodisten-Pfäffin – was hat so jemand in einem Science-Fiction-Film zu suchen? Ihr sanfter Tonfall und dass sie immer nur helfen will, geht mir total auf den Keks. Das ist so absurd wie die Tatsache, dass in Stanislaw Lems Rauschschiffen keine Frauen, aber manchmal Pfaffen mitfliegen. Polen und die USA – zwei Länder, in denen die Religion komplett die Hirne vernebelt, dass sogar die ferne Zukunft nicht ohne die Verehrung höherer Wesen denkbar ist. Da war die Sowjetunion 1917 schon weiter (und weiter als die heutige deutsche Linke). Immerhin bringt sich ein weiterer Methodist in „The Expanse“ um – nur konsequent angesichts des großartigen Weltraumspektakels und der unendlichen Weiten.
Run through the Jungle
Dschungel im Landesinneren von Grenada (Kleine Antillen), fotografiert während der leider fast vergessenen Revolution 1982.
Von deinem getreuen
Nein, der Charakter eines Schriftstellers zählt nicht, nur seine Werke. Wenn sie gut sind, erzählen Bücher mehr als der Autor geplant hat: „Zeitlos“ heisst, dass man sie auch dann noch mit Gewinn lesen kann, wenn der Verfasser schon längst tot ist oder wenn er die Gesellschaft, in der seine Bücher verkauft werden, nicht hat vorhersehen können.
So beurteile ich auch Anna Seghers – eine großartige Schriftstellerin, deren Bücher man kennen sollte. Das waren andere Zeiten, mit denen man sich befassen muss, um manche merkwürdigen Verirrungen in linken Biografien erahnen zu können. (Wer alles in einem Buch haben und auch noch gut unterhalten werden will, lese Stefan Heyms Nachruf.)
Ihre Bücher bekommt man sehr preiswert, vermutlich, weil sie nicht mehr im offiziellen Bildungskanon auftauchen darf. Ich habe mich jetzt mit den Werken, die ich von ihr noch nicht hatte, eingedeckt.
Bei der Kurzgeschichte Das Schilfrohr (Erzählungen 1957-1965) stutzte ich: Irgendjemand, ich glaube, es war Stefan Heym, hatte kritisiert, dass der Plot technisch nicht möglich sei – man könne, wenn man unter Wasser sei, durch ein Schilfrohr nicht atmen, weil das Rohr eben Knoten besäße. Die Stelle lautet bei Seghers:
…hatte sie jemand gerettet, sie wußte nicht mehr vor wem und warum, indem er unter das Wasser getaucht war und durch ein Schilfrohr geatmet hatte, solange sie nach ihm suchten. Kurt Steiner sagte, das sei erfundenes Zeug, das sei in Wirklichkeit nicht möglich. (…) Und sie zwang ihn, ins Wasser zu kriechen, und sie schnitt ein geeignetes Schilfrohr ab.
Die Frage, ob es möglich sei, stellten sich schon andere, ohne die Geschichte zu kennen. Fazit: „Bei Karl May oder James Bond geht das ganz gut – ein Schilfrohr abschneiden, abtauchen und atmen. Das ist bis zu einem gewissen Grad auch realistisch, schließlich nutzen auch Gerätetaucher in bestimmten Fällen Schnorchel. Das klappt aber nur bis zu einer geringen Tiefe.“
Deswegen ist das Wort geeignet genau richtig.
In einem der gebrauchten Bücher der Anna Seghers fand ich die obige Widmung. Es wäre spannend zu erfahren, wer sich dahinter verbarg und wie es diesem Menschen ergangen ist. 1923 geboren – zwei Jahre älter als meine Mutter, die noch als Kind die Weimarer Republik erlebt hat und sich an Ereignisse, zumal sie durch – leider sehr wenige – Fotos gestützt werden, erinnern kann. Und wer mag der „Getreue“ aus Zwickau gewesen sein, der Bücher von Seghers verschenkte?
Northern Lights aka Aurora Borealis
A viral item gives a genuine glimpse of the aurora borealis (or aurora australis) from far above the planet.
Man könnte staunen und es dabei belassen. Guckst du aber hier: „Are These the Northern Lights Seen From Space? A purported photograph of an aurora is actually a screenshot from a computer animation.“
Wer es dennoch von oben und dreidimensional mag: Earth’s Magnetic Field to Aurora und ORBIT – A Journey Around Earth in Real Time.
Unterkunft, Verpflegung, 13 Dollar und 75 Cent
Damit ist die Mondlandung eindeutig bewiesen.
Faktencheck aka fake news
Fake News, revisited. Was stimmt nicht? Gab es keine Selbstinszenierung oder hat Giffey den Vorwurf nicht erhoben? O tempora, o mores, o Logik!
China und anderes
Vor zehn Jahren schrieb ich hier: „Mir fällt gerade nichts ein. Beim Lesen der aktuellen Tagesnachrichten fühle ich mich oft wie die virtuelle Dame hier in Second-Life-Gor.“
Was sonst noch geschah:
– Spiegel online preist die Vorzüge des Kommunismus Staatskapitalismus – die chinesischen Eisenbahnen sind besser und umweltfreundlicher als hierzulande: “ In nur viereinhalb Stunden wird der Zug 1318 Kilometer zurücklegen, eine Distanz wie von der Ostsee zum Mittelmeer. Während der Fahrt reißt das WLAN kein einziges Mal ab. Bahnfahren ist in China eine echte Alternative zum Fliegen, besonders in den dicht besiedelten Regionen im Osten des Landes, wo heute praktisch jede Stadt per Zug erreichbar ist.“
Ein weiterer Grund, den BER erst gar nicht zu eröffnen und kleine innerdeutsche Flughäfen zu schließen. Dazu fehlt aber der politische Wille.
– South China Morning Post über Hongkong: „The city will never be like Macau, and that’s why it will reach the end of the line come 2047 and will not be anything like the one we have loved and treasured. (…) Now that so many Hong Kong people have shown their readiness to work with American and British politicians against their own governments, the city has crossed a red line to which there is no return.“
Vermutlich werde ich noch erleben, dass Hongkong ganz in die Volksrepubik China eingeliedert wird. Das ist auch gut so: „Die Unternehmenssteuern sind mit 16,5 Prozent die niedrigsten in der westlichen Welt. Die Währung Hongkong-Dollar ist an den US-Dollar gebunden, die Zentralbank ist praktisch eine Filiale der Federal Reserve. Mit 215 Mrd. US-Dollar an US-Staatsschulden gehören Hongkonger Spekulanten nach Japan und China zu den größten Finanziers der westlichen Supermacht.“
Ach so ist das? Schon mal etwas in den Mainstream-Medien über den Konzern Jardine Matheson Holdings gehört? It’s the economy, stupid! „Der größte Konzern ist bis heute, ununterbrochen seit 187 Jahren, Jardine Matheson. Kontrolliert wird er von der Keswick-Familie, direkte Nachfahren des Gründers William Jardine. Mit den Gewinnen aus dem Opium-Schmuggel wurde ein weitverzweigter Mischkonzern aufgebaut…“ Enteignen, sage ich, und in chinesisches Staatseigentum überführen!
Noch was zu China. Telepolis über „Instrumentalisierung der Menschenrechte“ beim Thema Uiguren. Ich bin immer misstrauisch, vor allem dann, wenn die Zahlen zwischen einer Million und „Zehntausende“ schwanken, und informierte mich eher zum Beispiel bei der BBC oder bei der New York Times. (Ich habe in einigen deutschen Zeitungen online einen Link zum Leak der New York Times gesucht, aber nicht gefunden. Ich welchem Jahrhundert leben die eigentlich? Linkfreie Artikel sind unverschämt und verprellen die Leser. Oder sind die einfach nur zu doof für das Internet?)
Beim Thema Uiguren sympathisiere ich eher mit der Politik der chinesischen Regierung. Religion (Islam) und Terrorismus? Die Chinesen sind nicht besser oder schlechter als die USA, nur effektiver. Alles andere ist Heuchelei.

Foto: Storkower Strasse, Berlin, 03.12.2009
– Auch bei der Rettung der boat people auf dem Mittelmeer sollte man auf die Ökonomie sehen: „Die nicht beabsichtigten Folgen der Seenotrettung von Migranten“ titelt die Neue Zürcher Zeitung: „Die Vermutung steht schon lange im Raum, dass die Seenotrettung im Mittelmeer von Schleppern genutzt wird, um ihren Profit zu maximieren. Drei Ökonomen haben die These jetzt überprüft.“
„Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass die Seenotrettung insgesamt kaum einen Sicherheitsgewinn bringe, da sie Überfahrten verbillige und so die Nachfrage erhöhe. Zudem schöpfen die Schlepper einen Teil des Nutzens ab, den die Rettung stiftet: Sie setzen die Migranten statt in seetüchtige teure Holzboote in billige chinesische Schlauchboote mit schwachen Aussenbordmotoren.“
Möchte das jemand hören? Natürlich nicht.
– New York Times: „He Was One of Mexico’s Deadliest Assassins. Then He Turned on His Cartel.“ Wie Killer geschult werde. Kriegt mal Albträume von.
Im Bonsaiformat hat die Berliner Morgenpost etwas: „2018 hat in Neukölln eine Clan-Familie ohne Genehmigung auf ihrem Grundstück ein Haus gebaut. Davon wusste der Baustadtrat.“ Verantwortlich ist (Paywall) der grüne (natürlich!) Baustadtrat Jochen Biedermann [sic].
„‚Dem Bezirksamt ist auf dem besagten Grundstück ein Flachbau bekannt, für den kein Antrag und insofern auch keine Genehmigung vorliegt‘, erklärte Biedermann. Auf Nachfrage sagte ein Rathaus-Sprecher, dass man bereits seit dem vergangenem Jahr von dem Bau wisse. Biedermann habe zwar daraufhin eine Überprüfung angeordnet. Allerdings ist seitdem nichts weiter passiert.“
Warum auch.
– Telepolis hat ein Fetaure über die hiesige Brexit-Berichterstattung: „Das Wahlergebnis zeigte, dass die Berichte über den großen Brexit-Frust in Großbritannien Chimären waren“. Nein! Doch! Oh!
Hachis!
Ich habe jetzt sechs 12-Stunden-Schichten in sieben Tagen, mit nur einem Tag Pause dazwischen, und muss mich mental vorbereiten. Ich koche Erbsensuppe für drei Tage vor, aber heute gibt es Hachis parmentier!
БОГА НЕ СУЩЕСТВУЕТ, reloaded
Falls Verehrer höherer Wesen (was diese verhüten mögen) mich besuchen sollten, hat mein neues Kissen die richtige Botschaft für deren Allerwertesten.
Die spinnen, die Übersprungshandler [Update]

Brexit (Symbolbild)
Meine prophetischen Fähigkeiten Ich kann nicht so gut prophezeien, wie ich dachte. Die Niederlage Corbyns habe ich vorhergesehen, aber nicht, dass es ein Durchmarsch zur absoluten Mehrheit sein würde. Das englische Wahlsystem ist aber so kompliziert, dass Details viel wirken.
Zum Thema las ich die New York Times: “ How Conservatives Won in a Landslide“ und den Guardian: „Five reasons why Labour lost the election – Corbyn’s unpopularity, a muddled manifesto and its Brexit stance cost the party dear“.
Interessant ist, welche Konsequenz das für uns hat und ob man vergleichen kann. Seit dem Deutschen Zollverein von 1833 wissen wir der Ökonomie kundige Leser, dass der Kapitalismus letztlich die nationale Kleinstaaterei abschafft. (Es wäre eine ausführlich Diskussion wert, inwiefern neue Nationalstaaten wie „Kurdistan“, Katalanien und jetzt „England“ den Gesetzen des Kapitalismus zuwiderlaufen und ob das nicht ein Nebenwiderspruch sei.)
Die Mehrheit der Briten hat sich also irrational entschieden (wie die meisten Wähler allüberall). Mich erstaunt aber um so mehr, dass die herrschende Klasse Großbritanniens gegen ihre eigenen Interessen handelt – die hat ihr Klasseninstinkt noch nie verlassen. Aber stimmt das? Wer wen? würde Lenin fragen. It’s the economy, stupid!. Und die Deutschen gewinnen.
Man kann Johnson durchaus mit Trump vergleichen: Bei haben sich „gegen“ das „Establishment“ kostümiert; bei Johnson kam noch dazu, dass die Krise des Kapitalismus mit den bekannten Nebenwirkungen für die kleinen Leute wie in einer Übersprunghandlung der EU zugeschoben wurde – so ähnlich wie ein Teil der AfD-Wähler im Beitrittsgebiet, die – zu Recht! muss man natürlich als Linker sagen – etwas „gegen das System“ haben, aber nicht den wahren Gegner – das Großkapital – bekennen wollen oder können, sondern stattdessen sich dem ökonomisch nicht wirklich relevanten Thema „Einwanderung“ widmen.
In Großbritannien setzt sich der europaweite Trend fort, dass die klassischen Wähler der Arbeiterklasse sich von der Linken abwenden und Rechtspopulisten wählen. Genderklos und-sprache, „Klimadings“ und „Nachhaltiges“ interessiert die Leute nicht. Das wird die hiesige Gefühlslinke noch bitter aufstoßen.
Das wird alles auch auf uns auch zukommen, obwohl ich glaube, dass das hiesige Parteisystem alle diejenigen, die Charisma haben und unabhängig denken, schon aussondert, bevor sie nach „oben“ kommen. Jemanden wie Johnson und Trump würde der jeweilige Ortsverein schon zu Beginn in den Orkus schicken.

Brexit (Symbolbild)
[Update] Der Guardian stellt das Programm der Konservativen vor. Das zum Thema „links kostümieren“.
Die New York Times schreibt über „The Labour Party’s devastating defeat in an ex-stronghold has grave consequences for a party: Its two wings — older and working class and urban and educated — appear to have irreconcilable differences“. Genau wie hier, und auch die hiesige Linke hat den Schuss nicht gehört.
Karibische Agitprop oder: Revo stay up
Gesehen und fotografiert auf Grenada (Kleine Antillen) während der leider fast vergessenen Revolution 1982. Auf dem großen Schild steht: EVERY WORKER A LEARNER, rechts unten Revo stay up, das kleine Schild wirbt für Bier aus Trinidad.
Alles künstlich
Kommt trotzdem keine Stimmung auf….
Terminator: Dark Fate
Gestern habe ich mir Terminator: Dark Fate angesehen. Mist – lohnt sich nicht. Außer Arnold Schwarzenegger und Linda Hamilton kann man auch die Schauspieler vergessen. Natalya Reyes („Dani Romos“) passt überhaupt nicht für die Rolle, die ihr zugedacht ist, und Mackenzie Davis als die Beschützerin der Heldin ist wohl nur ein Tribut an die geforderte political correctness: Jetzt sollen auch Lesben und Androgyne eine Identifikationsfigur haben. Fraser James macht den „Quotenneger“ – als hätte man kurz vor Schluss noch gemerkt, dass immer ein Farbiger mitspielen muss und ihn dann ohne Grund Hals über Kopf irgendwo eingebaut.
Und dann erst die deutschen Stimmen! Der pseudospanische Akzent der Latinos klingt grässlich. Ich bin Synchronisation fremdsprachiger Filme gar nicht mehr gewöhnt, weil ich alles im Original mit Untertiteln anschaue.
EJ Moreno: „The only positive of this film is it confirmed for me that I don’t think there will ever be a good Terminator film after 1991. A complete miss.“
Full ack.
VietBowl
Gestern war ich mit einer guten Freundin im neu eröffneten VietBowl hier im böhmischen Viertel von Rixdorf aka Neukölln. Empfehlenswert! Trotz des gendrifizierten und sehr geschmackvollen Interieurs sind auch die Preise akzeptabel.
Das Essen schmeckte hervorragend. Ich hatte die Suppe Pho Ha Noi (Classic Hanoi Style) und als Hauptgericht Pho soja (Lang thuong style) mit Tofu. Auch die Bedienung war freundlich und des Deutschen mächtig, was bei asiatischen Lokalen nicht selbstverständlich ist, aber sinnvoll, wenn man kleine Modifikationen der Mahlzeiten wünscht.
Ich hatte ursprünglich eine Wantan-Suppe bestellt, man machte mich aber darauf aufmerksam, dass das ein Hauptgericht sei. Das nächste Mal weiß ich schon, was ich probieren werde – und natürlich auch die Nachspeise.
Rumpelstilzchen und merkwürdige Verbrechen
„Deshalb ist es auch ziemlich egal, ob man Herrn Höcke „Faschist“ nennen darf, was jetzt manche Antifaschisten gerne tun, vor allem im Fernsehen, in der kindlichen Hoffnung, dann würden „die Menschen“ sagen: Ja wenn das so ist!, und wieder SPD wählen oder wenigstens AKK. Dabei übersehen sie, dass Herr Höcke nicht gewählt wird, obwohl er Faschist ist, sondern weil er es ist. Und dass Herr Höcke sich nicht wie Rumpelstilzchen in der Luft zerreißt, wenn man seinen geheimen Namen herausgefunden hat. Die heutige Jugend jeden Alters glaubt leider an Zauberwörter und denkt, „Faschismus“ sei, wenn man Juden hasst, albern spricht und Antifaschisten zusammenschlägt. Das täuscht.“ (Thomas Fischer, 05.12.2019)
„In Augsburg ist ein Mann durch Gewalteinwirkung getötet worden; ein zweiter Mann wurde verletzt. Wenn man den seither anhaltenden Verlautbarungen und Berichten folgt, ist die Tat, vorab und auf jeden Fall, als entsetzlich, grauenhaft, fürchterlich, schockierend, zutiefst verstörend, unfassbar usw. zu bezeichnen. Alles andere wäre fast schon wieder selbst ahndungswürdig, da es „verharmlost“, die Opfer missachtet, die Realität verkennt, Verbrechen entschuldigt, usw. Man kann sich also vermutlich, sofern man nicht alsbald, ungefragt und bedingungslos in das lautest mögliche Wehgeschrei einstimmt, nur unbeliebt machen, mindestens aber verdächtig der Förderung von Gewalt, Verrohung und Menschenverachtung.“ (Thomas Fischer, 11.12.2019)





































