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temu

Ich verstehe wirklich nicht, was mir die Algorithmen damit sagen wollen oder was sie über mich denken (Anzeige in der bürgerlichen Presse).

Discombobulator

Active Denial System
Das Active Denial System (ADS) des Air Force Research Laboratory Directed Energy Directorate ist eine nicht-tödliche, gegen Personen gerichtete Energiewaffe. Die Energie breitet sich mit Lichtgeschwindigkeit aus, trifft das Ziel und dringt nur etwa 1/64 Zoll tief in die Haut ein. Sie erzeugt ein Hitzegefühl, das innerhalb von Sekunden unerträglich wird und die betroffene Person instinktiv dazu zwingt, sich aus dem Wirkungsbereich zu entfernen. (U.S. Air Force photo, Official United States Air Force Website)

CNN berichtet von einer neuen CyberWaffe der USA. In Kürze:

„US-Präsident Donald Trump erklärte, die USA hätten bei der Festnahme des damaligen venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro eine Waffe eingesetzt, die er als Discombobulator bezeichnete. Ein ranghoher US-Beamter sagte jedoch, Trump vermische vermutlich mehrere militärische Mittel zu einer einzelnen Waffe, die so nicht existiere.

Nach Angaben des Beamten nutzten US-Streitkräfte während der Operation Cybermittel, um venezolanische Radar-, Kommunikations- und Luftverteidigungssysteme auszuschalten. Zudem seien akustische Systeme eingesetzt worden, um Personal am Boden zu desorientieren. Unklar bleibt, ob auch das sogenannte Active Denial System, eine nicht-tödliche Hitzestrahlenwaffe, verwendet wurde.

Active Denial System

CNN hatte zuvor berichtet, dass das Active Denial System elektromagnetische Wellen einsetzt, die ein starkes Hitzegefühl auf der Haut erzeugen und Menschen zum Rückzug zwingen.

Nach Maduros Festnahme verbreitete die Sprecherin des Weißen Hauses Aussagen eines mutmaßlichen venezolanischen Sicherheitsbeamten, der von einer intensiven schallartigen Wirkung sprach, die zu Nasenbluten und körperlicher Handlungsunfähigkeit geführt habe. Diese Angaben konnten nicht unabhängig bestätigt werden.“

ChatGPT meint dazu:
– Discombobulator stammt aus dem amerikanischen Englisch (19. Jh.)
– wird häufig ironisch oder scherzhaft benutzt
– taucht in Popkultur, Satire und Comics auf
– kein militärischer Standardbegriff

Wenn jemand von einer „Discombobulator“-Waffe spricht, meint er wahrscheinlich keinen konkreten Apparat, sondern verwendet einen laienhaften Sammelbegriff für Effekte wie: Desorientierung, Funktionsstörungen von Technik, psychologische oder sensorische Überforderung. Deshalb sagen Fachleute, der Begriff beschreibe eher eine Wirkung als eine reale Waffe.

Trump wusste also durchaus, was er sagte und was es bedeutete.

Stärke und Schönheit oder: Yasuke, Daimos und Samurai, Addendum

Samurai museum

„The small garrison force was quickly defeated, but according to the Sō Shi Kafu, one samurai, Sukesada, cut down 25 enemy soldiers in individual combat.“ (James P. Delgado: Khubilai Khan’s Lost Fleet: In Search of a Legendary Armada, 2009)

Samurai museum

Hier weitere Fotos aus dem Samurai-Museum und ein paar kritische Gedanken dazu, die historischen Wissenschaften der marxistischen Art betreffend, was der hiesigen Leserschaft schon bekannt vorkommen mag – eingedenk der Tatsache, dass das erste Posting dieser Reihe vor zehn Jahren erschien.

Samurai museum

Vorbemerkung I:

Die Frage, ob man Japan zu Recht als feudal geprägt bezeichnen kann, ist keineswegs geklärt. Obwohl westliche Historiker seit über hundert Jahren über „japanischen Feudalismus“ schreiben, ist die Berechtigung dieser Bezeichnung unter Historikern, insbesondere unter denen, die sich auf das mittelalterliche Europa spezialisiert haben, nach wie vor umstritten. Für eine lange Reihe westlicher Historiker (…) stand die Angemessenheit der Bezeichnung „feudal“ für Japan jedoch außer Frage. Auch der zeitgenössische japanische Historiker hinterfragt diesen Begriff nicht, da er zu einem so wichtigen Bestandteil seines Fach- und Alltagsvokabulars geworden ist. In einem Japan, in dem die Leserschaft täglich daran erinnert wird, dass der „Kampf gegen den Feudalismus“ noch immer geführt wird, erscheint der Feudalismus als eine gegenwärtige Realität, deren Existenz in Japans Vergangenheit sich naturgemäß nicht leugnen lässt.
Übersetzter Auszug aus John Witney Hall: Feudalism in Japan – a Reassessment, Cambridge 2009, zuerst erschienen 1962/63, abgedruckt in Heide Wunder; Feudalismus – 10 Aufsätze). Hall referiert die Diskussion zum Thema ab den 1920-er Jahren. Vgl. Yasuke, Daimos und Samurai [I] (24.07.2019)

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Vorbemerkung II

In allen Ländern Westeuropa’s [sic] ist die feudale Produktion durch Theilung des Bodens unter möglichst viele Untersassen charakterisirt. Die Macht des Feudalherrn, wie die jedes Souverains, beruhte nicht auf der Länge seiner Rentenliste, sondern auf der Zahl seiner Unterthanen, d.h. der Zahl der auf ihren Gütern ansässigen Bauern.*
*
Japan, mit seiner rein feudalen Organisation des Grundeigenthums und seiner entwickelten Kleinbauernwirthschaft, liefert in vieler Hinsicht ein viel treueres Bild des europäischen Mittelalters, als unsre sämmtlichen, meist von bürgerlichen Vorurtheilen diktirten Geschichtsbücher. Es ist gar zu bequem, auf Kosten des Mittelalters »liberal« zu sein.

Marx bezieht sich auf H[ermann] Maron: Bericht an den Herrn Minister für die landwirthschaftlichen Angelegenheiten über die japanische Landwirthschaft. In: Annalen der Landwirthschaft in den Königlich Preußischen Staaten [Monatshefte] (Berlin), Jg. 20, Bd. 39, von Januar 1862, pp. 44 u. 50, zit. nach: Justus von Liebig: Die Chemie in ihrer Anwendung auf Agricultur und Physiologie. 7. Aufl. Th. 2, Braunschweig 1862, pp. 425 u. 432. Ich zitiere nach Das Kapital: Kritik der politischen Ökonomie | Erster Band Buch I: Der Produktionsprozess des Kapitals Neue Textausgabe, bearbeitet und herausgegeben von Thomas Kuczynski. Vgl. Yasuke, Daimos und Samurai [II] (03.05.2020)

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Vorbemerkung III

Meine These in Yasuke, Daimos und Samurai [II] (03.05.2020), es habe in Japan keine Sklaverei gegeben, ist komplett falsch. In der Yamato-Zeit (ca. 3.–7. Jh.) existierte echte Sklaverei. Diese Menschen wurden Nuhi (奴婢) genannt. In der Zeit vor den Shogunaten wurde Sklaverei durch die Ritsuryō-Gesetze geregelt.

Ab dem 8. Jahrhundert ging die klassische Form der Sklaverei zurück, erstaunlicherweise fast zeitgleich mit der Entwicklung in Nordwesteuropa, obwohl es keine Verbindung gab. Die Bevölkerungs- und Steuerregister (Shōsōin-Dokumente) aus dem 8. Jh. belegen unstrittig eine sinkende Zahl registrierter Sklaven und eine wachsende Zahl halbfreier oder freier Bauern. Staatliche Sklaven tauchen immer seltener auf.

Das verblüfft mich. Wie kann es sein, dass eine ökonomische Entwicklung – von einer Gesellschaft mit Sklaven zum klassischen Feudalismus – in zwei Regionen der Welt faktisch parallel abläuft, ohne dass es irgendeine Form des Kontakts gab? Sollte Marx doch Recht haben mit der These, es gebe eine historische Gesetzmäßigkeit?

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Mal abgesehen von China, was ein eigenes Kapitel ist, kann man also die Thesen aufstellen:

– Die Sklavenhaltergesellschaft geht weltweit dem Feudalismus voraus, sowohl in Asien also auch in Europa und Afrika. Südamerika und Australien müssen nicht berücksichtigt werden, weil die Entwicklung der Produktivkräfte dort noch in der Bronzezeit verharrten bzw. auf dem Niveau von Jägern und Sammlern.

– Eine direkte Entwicklung von einer sich auflösenden Urgesellschaft, also von tribalistischen Formen der Gesellschaft, zum Feudalismus gibt es nicht.

– Die so genannte Asiatische Produktionsweise „verlangsamt“ die Entwicklung zum klassischen Feudalismus.

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Interessant ist auch, dass es noch mehr strukturelle (meint: das Verhältnis der Klassen zu den Produktionsmitteln) Parallelen zwischen Japan und Nordwest- und Mitteleuropa gibt, was gleichzeitig den Beweis erhärtet, dass Religion, also der luftige Überbau, für die Ökonomie keine wesentliche Rolle spielt. Das Christentum in Europa legitimierte den Feudalismus, sowohl der Islam als auch der Buddhismus die Skalvenhaltergesellschaft und den Feudalismus. Religion legitimiert immer das herrschende System; neue Religionen versprechen, dass die Klassenschranken durchlässiger werden, werden aber immer irgendwann – wie das Christentum im Römischen Reich – von den herrschenden Klassen übernommen.

Die Zeit vor den Shogunaten in Japan lässt sich mit dem Frühfeudalismus in Nordwesteuropa – also den Karolinger- und Frankenreichen – vergleichen. In der Asuka-Zeit (ca. 592–710) und in der Nara-Zeit (710 bis 794) setzt sich der Buddhismus als „Staatsreligion“ durch. Grund und Boden gehören zum großen Teil dem Herrscher/Kaiser. Die ökonomische Tendenz ist aber genau wie in Europa: Klöster und die Feudalklasse eigneten sich immer mehr Land an, es entsteht eine Art von „Beamten“ (in Europa: Ministerialen). In der Heinan-Zeit (794–1192) wird die Macht des zentralen Herrschers gebrochen. In der Edo-Zeit beginnt der „klassische“ Feudalismus und die Herrschaft der Shoguns und Samurais – also des „Schwertadels“. Wikipedia drückt sich marxistisch aus: „Feudal-Clans verwalteten in zunehmendem Maße die steigende landwirtschaftliche Produktion und die bäuerlichen Tätigkeiten.“

Die Feudalklasse bekriegt sich gegenseitig („japanisches Mittelalter“ ist ein nichtssagender Begriff) bis hin zur Zeit der Streitenden Reiche, die man mit der Situation im „Alten Reich“ vergleichen kann. Sogar Stände wie in Europa gab es in Japan.

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Man erwartet spätestens jetzt eine Stärkung einer zentralen Gewalt zuungunsten der Feudalklasse – in europa der Absolutismus, ökonomisch der Merkantilismus, in Japan.

Die Endphase der Edo-Zeit wird auch als Bakumatsu-Zeit bezeichnet. Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts verlangten westliche Mächte immer stärker Zugang zu Japan und seinen Märkten, allen voran Russland, England und die USA. Mitte des 19. Jahrhunderts kam es zu Bauernaufständen, viele Samurai waren hoch verschuldet. Dem Shōgunat entglitt zunehmend die Kontrolle.

Jetzt wird es interessant. Wir haben alles, was dazugehört: Bauernkriege, Interventionen auswärtiger Mächte wie in Deutschland, zur Zeit des 30-jährigen Krieges, wirtschaftlicher Abstieg von Teilen der Feudalklasse. Die Europäischen Staaten waren aber ökonomisch weiter und im späten 19. Jahrhundert schon im Kapitalismus angelangt.

Wir machen hier aber kein Seminar zur japanischen Geschichte. Mir reicht, dass ich mir ein paar Fragen beantworten konnte. Also zurück zum Samurai-Museum.

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„Dieser eindrucksvolle Helm ist eine sogenannte Nomonari kabutobachi (wörtl. „pfirsichförmige Helmschale“), ein japanischer Helmtyp, der durch spanische Cabasset-Helme beeinflusst wurde. Mit der Ankunft portugiesischer Händler im Jahr 1545 begann der sogenannte Nanban-Handel (wörtl. „südliche Barbaren-Handel“) zwischen Japan und verschiedenen europäischen Ländern.

Momonari kabuto haben eine erhöhte und spitz zulaufende Schale mit einem Flansch in der Mitte und ähneln insgesamt der Form eines Pfirsichs. Während der Momoyama-Zeit (1573–1615) erfreuten sie sich zunehmender Beleibtheit.“

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Diese Pferdemaske besteht aus gekochtem und geformtem Leder, welches anschließend gold lackiert wurde. Pferdemasken nahmen generell die Gestalt von Karikaturen eines Drachens oder Pferdes an. In diesem Fall ist es wahrscheinlicher, dass es sich um die Karikatur eines Drachens handelt. Die Maske besteht aus zwei vorderen Stücken, die unter dem Teil für die Augen zusammengebunden sind, und zwei Seitenstücken, die an dem oberen Teil der Maske befestigt sind. Dies gewährleistet Flexibilität, wenn die Maske von einem Pferd getragen wird. (K. Ogorek)

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Als Reaktion auf die Verbreitung von Schusswaffen und die Einfuhr europäischer Rüstungsteile durch portugiesische und holländische Händler ab dem 16. Jahrhundert begannen japanische Rüstungsschmiede, Helmschalen und Kürasse aus robustem und kugelsicherem Eisen herzustellen.

Zu dieser Zeit benutzten die Japaner die Sammelbezeichnung Nanban (wörtl. „südliche Barbaren“) sowohl für importierte ausländische Rüstungen und Rüstungsteile, die für den japanischen Träger angepasst wurden, als auch für Rüstungen japanischer Hersteller, die sich an ausländischen Rüstungsmodellen orientierten.

Heute werden japanische Rüstungen, die das Erscheinungsbild vermeintlich exotischer europäischer Rüstungen imitieren, als wasei nanban yoroi (wörtl. „in Japan gefertigte südliche Barbaren-Rüstung“) bezeichnet, um sie von den importierten Rüstungen zu unterscheiden.

Bei dem Kürass dieser eleganten Rüstung handelt es sich um einen sogenannten wasei nanban dō (wörtl. „in Japan gefertigter südlicher Barbaren-Kürass“), auch hatomune dō (wörtl. „Taubenbrustkürass“) genannt. Dieser ist aus Eisenplatten mit rostbraunem Patina-Finish (tetsu sabi-ji) gefertigt. Charakteristisch für diesen Rüstungstyp ist der Mittelgrat auf der Frontplatte des Kürasses, der das Ableiten gegnerischer Waffen begünstigt.

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„Shishi-Löwen“ sind auch in einem japanischen Sprichwort zu finden, welches folgendermaßen übersetzt werden kann: „Zu den Löwen noch Pfingstrosen“. Beide Motive werden oft miteinander dargestellt und symbolisieren Stärke sowie Schönheit. Dies umfasst somit gleich zwei gute Eigenschaften, die eine Einheit bilden und gewissermaßen zusammengehören, ähnlich, wie wir es im Deutschen von der Redewendung „wie Pech und Schwefel“ kennen.

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Man kann auch hier den minimalen technischen Vorsprung Europas erkennen. Im Gegensatz zu China hat die japanische Feudalklasse keine Schusswaffen entwickelt, die den europäischen Waffen hätten Paroli bieten können. Auch der Kürass aus Metall ist keine japanische Erfindung.

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Es muss mal gesagt werden: Die Samurai waren keine besseren Krieger als etwa die Kreuzritter. Wenn man von Kind alle vorhandenen Waffen trainiert, ist man vermutlich genauso fit wie ein heutiger Navy Seal, für den es auf Handwaffen wie Schwerter nicht ankommt. Auch die Ritterrüstungen entsprachen dem heutigen Marschgepäck mit etwa 30 Kilogramm.

Das Albernste an „Der letzte Samurai“ fand ich, dass der Held nach wenigen Monaten so gut mit dem Katana umgehen kann wie ein Samurai, der schon seit dem dritten Lebensjahr damit übt. Das ist einfach scientologischer Blödsinn.

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Und warum sieht man keinen Samurai-Film, bei dem die Krieger einen Helm tragen, auf dem übergroße Flügel von Fliegen oder anderen Insekten montiert sind? Weil das für das heutige Publikum blöd aussieht?

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Die kleinen Metalltierchen mit winzigen Scharnieren sind in Europa eher unbekannt, aber technisch nicht aufwändiger herzustellen als etwa die uns wohlbekannten Reliquienbehälter aus diversen Domschätzen.

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Fazit: Das (übrigens private] Museum lohnt sich und ist auch auf dem neuesten technischen Stand (wenn man es mit einem israelischen Museum vergleicht).

Natürlich kann man kein inhaltliches Niveau als etwa das von burks.de erwarten, das einem Wissenschaftler viel Neues aufbereitet. Auch eine Analyse der Gesellschaftsform (Kasten? Klassen?) sucht man vergeblich – aber das ist auch nicht der Sinn des Museums. Übrigens gibt es in ganz Europa nichts Vergleichbares.

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Bisher zum Thema Feudalismus erschienen:
– Reaktionäre Schichttorte (31.01.2015) – über die scheinbare Natur und die Klasse
– Feudal oder nicht feudal? tl;dr, (05.05.2019) – über den Begriff Feudalismus (Fotos: Quedlinburg)
– Helidos, ubar hringa, do sie to dero hiltiu ritun (08.05.2019) – über die Funktion der verdinglichten Herrschaft in oralen Gesellschaften (Quedlinburger Domschatz I)
– Tria eburnea scrinia com reiquis sanctorum (09.05.2019) – über Gewalt und Konsum der herrschenden Feudalklasse als erkenntnistheoretische Schranke (Quedlinburger Domschatz II)
– Die wâren steine tiure lâgen drûf tunkel unde lieht (10.05.2019) – über die Entwicklung des Feudalismus in Deutschland und Polen (Quedlinburger Domschatz III)
– Authentische Heinrichsfeiern (13.05.2019) – über die nationalsozialistische Märchenstunde zum Feudalismus (in Quedlinburg)
– Der Zwang zum Hauen und Stechen oder: Seigneural Privileges (15.06.2019)
– Yasuke, Daimos und Samurai [I] (24.07.2019)
– Yasuke, Daimos und Samurai [II] (03.05.2020)
– Agrarisch und revolutionär (I) (21.02.2021)
– Trierer Apokalypse und der blassrose Satan (17.03.2021)
– Energie, Masse und Kraft (04.04.2021)
– Agrarisch und revolutionär II (15.05.2021)
– Gladius cum quo fuerunt decollati patroni nostri (Essener Domschatz I) (28.10.2021)
– Magische koloniebildende Nesseltiere mit kappadokischem Arm und Hand (Essener Domschatz II) (14.11.2021)
– Ida, Otto, Mathilde und Theophanu, kreuzweise (Essener Domschatz III) (27.11.2021)
– Hypapante, Pelikane und Siebenschläfer (Essener Domschatz IV) (17.12.2021)
– Pantokrator in der Mandorla, Frauen, die ihm huldigen und die Villikation (Essener Domschatz V) (23.12.21)
– Jenseits des Oxus (09.01.2022)
– Blut, Nägel und geküsste Tafeln, schmuckschließend (Essener Domschatz VI) (18.04.2022)
– Missing Link oder: Franziska und kleine Könige (28.05.2022)
– Die Riesen von Gobero (Die Kinder des Prometheus Teil I) (18.07.2022)
– Die Liebhaber von Sumpa, Ackergäule und Verhüttung (Die Kinder des Prometheus Teil II) (25.07.2022)
– Mongolen, Ming und Moguln (Die Kinder des Prometheus Teil III) (09.03.2025)
– Abstrahierte ökonomische Universale, revisited (08.05.2025)
– Unter Drahtziehern (29.06.2025)
– Sklavenhaltergesellschaften in Afrika I (02.01.2026)
– Sklavenhaltergesellschaften in Afrika I, Addendum (16.01.2026)
– Sklavenhaltergesellschaften in Afrika II (18.01.2026)

Zum Thema Sklavenhaltergesellschaft:
Doppeldenk oder: Die politische Macht kommt aus den Legionen [Teil I]) (05.11.2020)

Doppeldenk oder: Die politische Macht kommt aus den Legionen [Teil II]) (27.12.2020)

Unter Samurai

Samurai

Ich war heute im Samurai-Museum und habe unzählige Fotos gemacht, aber heute leider nicht genug Zeit, um darüber ausführlich zu schreiben.

AHAWAH oder: Das Vergessene Haus

ahawah

„Dieses Haus wurde vom Architekten Knoblauch und dem Baumeister Hähnel im Auftrag der Berliner Jüdischen Gemeinde errichtet. Von 1861 bis 1914 befand sich hier das jüdische Krankenhaus, das Arme und Wohlhabende, Juden und Christen ohne Unterschied aufnahm. Dieses Krankenhaus, das durch Spenden von Berliner Jüdinnen
und Juden unterhalten wurde, war eines der modernsten in Europa. 1915 kamen in dieses Haus jüdische Flüchtlinge aus dem Osten Europas. Aus dem Flüchtlingsheim wurde ein Kinderheim, die AHAWAH (hebräisch: Liebe). 1934 und 1935 ging ein Teil der Kinder mit der Leiterin nach Palästina, wo die Arbeit der AHAWAH bis heute fortgesetzt wird. Das Heim AHAWAH in der Auguststraße blieb bestehen als Heimstatt für verlassene jüdische Kinder, deren Spuren sich schließlich in nationalsozialistischen Vernichtungslagern verlieren.“

„Liebe“ heißt auf Ivrit „אַהֲבָה“. Es gibt ein Buch und auch etwas auf Youtube zu dem Haus.

Hinter Gittern

berlin demo

100 Meter Berlin Shithole-city

berlin shithole Hertzbergstrasseberlin shithole Hertzbergstrasseberlin shithole Hertzbergstrasseberlin shithole Hertzbergstrasseberlin shithole Hertzbergstrasseberlin shithole Hertzbergstrasseberlin shithole Hertzbergstrasseberlin shithole Hertzbergstrasse

Weniger als 100 Meter – von der Hetzbergstraße 10 bis Treptower Ecke Stuttgarter Straße in Berlin-Neukölln. Es sieht aus wie in Aqabat Jabr bei Jericho. Manche Ecken in Neukölln sind zu einem Drecksloch verkommen, das man so nur in Slums der so genannten „Dritten Welt“ findet oder in Bangla Desh. Japaner werden Berlin-Aufenthalte als „Abenteuer-Urlaub“ ansehen, den man nur mit Mundschutz ertragen kann und der nur noch von Frankfurt/Main getoppt wird.

Tor, unbeleuchtet

brandenburg gate

Das Brandenburger Tor gibt es auch unbeleuchtet. #Nachtschicht

Am verlorenen Berg

Monte Perdido
Pirineo Aragones – Monte Perdido. – Alt. 3.355m. Foto: Foto Peñarroya – Jaca

Heute noch etwas weit jenseits des Zeitgeschehens. Ich habe auf einem sehr abgelegenen Bücherregal ein paar Reiseführer über Spanien und die Pyrenäen entdeckt und erinnerte mich, dass ich da mal war – vermutlich 1987. Ich hatte keinen Fotoapparat dabei; Handy natürlich auch nicht, weil es das noch nicht gab. Ich musste ein paar Wochen allein in den Bergen herumwandern, weil ich – wie man heute so sagt – einfach den Kopf freibekommen wollte, vor allem wegen einer unglücklich ausgegangenen …ähem… ich bleibe lieber diskret, weil das Mädel die reizende Künstlerin, mit der ich damals in einer großen WG zusammenlebte, noch quicklebendig ist und ihr charmantes Lächeln behalten hat.

Ich habe auch noch eine Postkarte gefunden und einen Brief. Ich bin von Berlin aus mit einer Mitfahrgelegenheit über Frankreich – mit einer Übernachtung – nach Pamplona gefahren. Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich am Steuer saß, als wir die Pässe der westlichen Pyrenäen-Ausläufer überquerten und ich mir Rennen mit den einheimischen Autos lieferte.

reiseführer

8.9.[1987]
Liebe Eltern!
30 Grad im Schatten, seit einer Woche keine Wolke zu sehen – das ist fast zu heiß zum Wandern. Ich sitze auf einer Terrasse (gehört zu einem feudalen Campingplatz inklusive Dusche und Waschmaschine) mit einem kühlen Getränk und mache einen Tag Pause. Die Pyrenäen sind wunderschön, fast wie die Dolomiten – bis 2000 m bewaldet und dann schroff aufsteigende Felsen bis 3000.

Die ersten Tage (nach 2 Tagen in Pamplona mit einer tollen Altstadt und vielen Kneipen wie in Berlin) hatte ich mich in die Berge geschlagen zum trainieren. In einem Seitental wanderte ich von einem Dorf zum anderen – alle unbewohnt, weil von den Bewohnern aufgegeben – malerische Ruinen im Abendlicht, Totenstille, nur Grillen zirpen und ein plätschernder Bach – Wassermangel ist hier das größte Problem. [Die Route finde ich nicht mehr, es war südwestlich von Pamplona. Die Dorfruinen waren angeblich mozarabisch.]

Das Marschieren war anstrengend. mit Zelt wieder mein Gepäck 25 kg. Dann bin ich in den Nationalpark von Ordesa [Nationalpark Ordesa y Monte Perdido] – ein riesiger Canyon mit über 15km Länge und über 1000m tief.

Den bin ich raufgekraxelt und am nächsten Tag auf den Pass, den ihr am oberen Kreuzchen auf der Karte seht. Der Abstieg war, was die Aussicht angeht, atemberaubend; Ich könnte sogar das Maladetta-Massiv [gemeint ist der Pic de Maladeta] sehen, wohin ich erst in 3 Wochen will, ansonsten aber fürchterlich – Geröll und Gletscherfelder.

Das zweite Schneefeld nahm ich im Sturzflug auf dem Hinterteil, schließlich konnte ich mich mit einem Eispickel festhalte. Beim unteren Kreuzchen passierte es: Eine Kletterpassage, normaler Schwierigkeitsgrad, aber das blöde Zelt und der Rucksack sind einfach zu schwer für so etwas. Die letzten 10m bin ich hinuntergekracht – holterdipolter den Felsen lang auf das Schneefeld, was unter dem 2. Kreuzchen zu sehen ist – außer Hautabschürfungen und zerrissenen Riemen ist nix passiert.

Nach weiteren 3 Stunden Abstieg kam ich laut fluchend an einem kristallklaren Gletschersee an [Ibón Helado], umgeben von Wiesen und bunten Blumen. Dort habe ich alles geflickt, gerichtet und mich erholt – allerdings kamen mir nach 3 Tagen das Müsli und die guten Suppen von Knorr schon zu den Ohren raus.

Übermorgen werde ich zur nächsten Tour aufbrechen, weniger halsbrecherisch, aber anstrengender, weil 5 Tage – von Bielsa (wo ich morgen den Brief abwerfe) zu Fuß zum Maladetta [Maladeta] Massiv, von da aus zum anderen Nationalpark (Vall d’Aran, von da aus Anfang Oktober nach Barcelona, wo eine Freundin wohnt und wo ich auch B. treffe.

Ich versuche noch inzwischen, mal ein Kärtchen loszuwerden – aber die bewohnten Orte sind erstens selten und zweitens so teuer wie bei uns (Essen 20 Mark).
Bis bald und Gruß Burkhard

Heute kann ich die Tour zum Teil nachvollziehen. Ich bin erst – von Süden aus – zum Refugio de Góriz – Ordesa (2200 m) marschiert und dann nordwestlich über den Pass am Soum de Ramond vorbei hinunter ins Tal, wo ich mein Zelt aufschlug, bis zum Refugio de Pineta, wo ich am nächsten Tag übernachtete. Auf der Karte des Alpenvereins ist der kleine See gut zu erkennen. Auch die Gletscherfelder sind noch da; sie waren damals aber ausgedehnter, und es war schon Spätherbst.

Der Plan, zum Pico de la Maladeta zu Wandern, zerschlug sich, weil es schon vor Bielsa anfing, heftig zu schneien. Ich bin daher von Bielsa nach Süden getrampt. Ein freundlicher Autofahrer setzte mich irgendwann an einem Stausee ab, wo der erwähnte Campingplatz war. Dann bin ich nach Graus – an die großartige Altstadt kann ich mich noch erinnern. Und von dort aus über Lleida nach Barcelona – wieder getrampt und mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich irgendwann in einem trockenen Flussbett unter einer Brücke geschlafen habe – vermutlich am im Tal des Llobregat in der Nähe der abtei Montserrat, weil ich mir die noch angesehen habe.

Es wäre witzig, würde ich die Tour noch einmal machen, aber dieses Mal mit Fotos. Ich zweifele aber, ob ich heute noch so fit wäre, in zwei oder drei Tagen die höchsten Pässe der Pyrenäen zu Fuß überqueren zu können.

Trutz, blanke Elli!

Brandenburg Gate

Ich weiß nicht, woher diese Mischung aus Paternalismus und Apokalyse in Deutschland kommt. Ein bisschen Winter, an dem vermutlich das Klima schuld ist oder die Erderwärmung, und die Qualitätsboulevardmedien möchten, dass ich zuhause bleibe. Ich denke gar nicht dran.

Bild

Ich könnte jetzt darüber räsonnieren, warum der Klassenkampf im Iran mit einer Niederlage der Rebellierenden enden wird. Für diese These habe ich viele Argumente, nur leider heute keine Zeit, sie darzulegen.

Unter den Linden

Es wäre auch interessant nachzuprüfen, welche der Organisationen, die die USA verlassen wollen, wirklich überflüssig sind, wer sie finanziert und wer sonst noch Mitglied ist. Aber wie oben.

Unter den Linden

Also noch mal zum Mitschreiben: Ich werde um 4:30 Uhr aufstehen und nach Frühstück und viel Kaffee meinen Fedora aufsetzen, der wärmt, und mit der U-Bahn zur Arbeit fahren.

ES IST NICHT KALT! Kalt ist es bei Putin.

Bild

Frühschicht

Brandenburg Gate

Fünf Uhr aufstehen, Schicht von sieben bis 19 Uhr… Drei Mal hintereinander.

Von Schönheit und Frieden

neujahrsgruesse

Neujahrsgrüße von Heinz aus Havelberg,

Unter Operatoren

delta force
„Operator“ der Delta Force mit dem Karabiner Colt M4 Carbine.

Ich habe mir den Wikipedia-Eintrag über die Ausbildung der Delta Force aka 1st Special Forces Operational Detachment-Delta (Airborne), angesehen. Das ist schon beeindruckend. Eines aber ist für mich besonders interessant:

Den Operators wird in Zusammenarbeit mit Psychologen über Jahre die Fähigkeit vermittelt, im Scharfschützeneinsatz willentlich ihre Herzfrequenz zu verlangsamen, um zwischen den Herzschlägen den Abzug der Waffe zu betätigen. Das Pochen des Herzens kann über große Schussdistanz das Projektil bis zu einem Meter vom Ziel ablenken. Darüber hinaus wird, ähnlich wie bei Kampfsportarten (wie dem Wushu der Shaolinmönche), das gezielte Leiten von Körperwärme in bestimmte Regionen gelehrt. Damit ist ein Schütze/Beobachter-Team in der Lage, über Stunden mit aktivem Geist in einer Art von körperlichem „Standby-Modus“ das Ziel zu beobachten, um dann in kürzester Zeit aktiv zu werden (zum Beispiel durch Intensivierung der Durchblutung des Abzugsfingers).

Willentlich ihre Herzfrequenz verlangsamen? Darüber wollte ich mehr wissen. Die KI musste aber ermahnt werden, das nicht als Wellness-Thema zu sehen.

„Der Körper schreit, aber der Geist entscheidet.“

Willentlich die Herzfrequenz senken – Training in Eliteeinheiten des US-Militärs

Hier geht es um operativ trainierte Selbstkontrolle (Stressdominanz), wie sie in Teilen der Ausbildung
von US-Spezialkräften vermittelt und überprüft wird. Ziel ist nicht „Entspannung“, sondern
steuerbar handlungsfähig bleiben unter Schmerz, Kälte, Angst, Zeitdruck und Sauerstoffstress.


Wer lernt das?

Solche Fähigkeiten werden u. a. bei Teilen von Spezialkräften und spezialisierten Communities trainiert (je nach Schule/Lehrgang
unterschiedlich stark), z. B. bei Navy SEALs, U.S. Army Special Forces (Green Berets), Air Force Pararescue (PJs) und Marine Raiders (MARSOC).

1) Combat Breathing / Tactical Breathing

Eine Standardtechnik zur schnellen parasympathischen Aktivierung – häufig in stressintensiven Settings geübt (z. B. Lärm, Zeitdruck, Schmerzreiz).

Klassisches Schema (Box):

  • 4 Sekunden einatmen
  • 4 Sekunden halten
  • 4 Sekunden ausatmen
  • 4 Sekunden halten

Effekt: Puls und Stressreaktion können innerhalb von 30–60 Sekunden messbar sinken; Zittern, Tunnelblick und Panik werden oft reduziert.

2) Stress Inoculation Training (SIT)

Kernprinzip: Der Körper lernt, dass extreme Reize nicht automatisch Kampf/Flucht erzwingen müssen.
Atemkontrolle und Entscheidungskompetenz werden unter Belastung gekoppelt.

  • Atemkontrolle trotz Lärm, Zeitdruck und körperlicher Erschöpfung
  • Kognitive Aufgaben parallel (z. B. Zählen, Funkdisziplin, schnelle Entscheidungen)
  • Graduell steigende Stressoren, um „Stressdominanz“ aufzubauen

3) Tauchreflex & CO2-Toleranz

Für wasserbezogene oder atemstressreiche Lagen ist es entscheidend, Panik zu verhindern. Training setzt oft auf
CO2-Toleranz (nicht auf riskante Sauerstoff-Deprivation).

  • Gesichtskälte + Atemanhalten (Tauchreflex kann Herzfrequenz senken)
  • Kontrollierte Apnoe-Drills mit Aufgaben (typisch streng überwacht)
  • Graduelle Gewöhnung an Atemnot-Signale (CO2-Anstieg)

4) HRV-Training (Herzratenvariabilität) & Biofeedback

Mit Biofeedback lernt man, welche Atmung und welcher Fokus die Regulation verbessert. Ziel ist maximale vagale Kontrolle:
schnell hochfahren für Leistung, schnell herunterfahren für Präzision und klare Entscheidungen.

  • Messung von Puls/HRV in Echtzeit
  • Optimierung der Atemfrequenz (oft um ~6 Atemzüge/Minute)
  • Training unter realitätsnahen Stressbedingungen

5) Mentale Kontrolle unter Zwang

Viele Ausbilder beschreiben das als: „Der Körper schreit, aber der Geist entscheidet.“
Praktisch heißt das: Aufmerksamkeit steuern, innere Sprache reduzieren, den Fokus auf unmittelbare Handlungen verengen.

  • Beobachterperspektive / Distanzierung vom Stressreiz
  • Fokus auf Mikrorhythmen (Atem, Puls, Bewegungsablauf)
  • Reduktion von Grübeln/innerem „Alarm-Dialog“

6) Warum das operativ entscheidend ist

Ein unkontrollierter Puls kann Feinmotorik, Zielerfassung und Entscheidungsqualität verschlechtern.
Deshalb trainieren viele Programme die Fähigkeit, in einem funktionalen Bereich zu bleiben.

Grobe Praxis-Orientierung (oft genannt):

  • Handlungsfähig häufig bis etwa ~140 bpm
  • Optimal für Präzision oft ~90–120 bpm (kontextabhängig)

Da ist viel dabei, was ich aus der Zen-Meditation kenne. „Reduktion von Grübeln“…

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Welche Techniken gibt es bei der Ausbildung von Elite-Soldaten, um gezielt Körperwärme in bestimmte Regionen zu leiten?

Wiederholte Kälteexposition trainiert den Wechsel zwischen:
– Vasokonstriktion (Wärme sparen)
– reaktiver Vasodilatation (gezielt Wärme zurückführen)

Praxis:
– Kälte an Extremitäten
– Danach bewusste Wiedererwärmung ohne Bewegung
– Fokus + Atmung
Ergebnis:
– Erfahrene Soldaten können Hände/Füße gezielt wieder aufwärmen, während der Körperkern geschützt bleibt.

Jetzt muss man sich vorstellen, was passiert, wenn ein Dutzend dieser „Operatoren“ auf eine Kompanie venezolanischer Fuerzas Especiales trifft…Das geht ungefähr so aus wie eine Schlacht zwischen berittenen Spaniern mit Musketen und Adlerkriegern.

Unter den Linden

unter den linden

05:46 Uhr morgens – verdächtige Person auf dem Heimweg von einer 12-stündigen Nachtschicht.

China

Auf meiner To-Do-Liste steht 2027 oder 2028 eine Reise nach China. Da mir aber Gruppenreisen zutiefst zuwider sind, habe ich eventuell eine Alternative: per Rad! Wir werden sehen….

Miszellen zur Frontlage

hijacking robots
Glowing with code and neural networks, hackers remotely hijacking humanoid robots via wireless signals and artificial intelligence. Visualized radio waves, data streams, and AI circuitry connecting hackers and robots. Cinematic lighting, high detail, ultra-realistic, dramatic atmosphere, sci-fi thriller style, 8k, depth of field, neon accents, dark tone, dystopian future, ominous mood, photorealistic. Obwohl ich den Prompt für Midjourney habe formulieren lassen, kapiere die dortige KI den Sinn nicht. Gemini war auf Anhieb besser.

Cyberfront

Schade, dass ich mich nicht in diverse Burkse teilen kann. Der Science-Fiction-Plot: „Hacker übernehmen Roboter“ ist mittlerweile Realität. Heise berichtet vom CCC-Kongress: „Forscher übernehmen humanoide Roboter per Funk und KI“.

Das Ergebnis der Analyse war erschreckend: Es gibt keine Verschlüsselung und nur eine extrem schwache Authentifizierung. Die Forscher konnten den sogenannten „Sync-Word-Parameter“ (2 Bytes) per Brute-Force knacken und so die Kontrolle über fremde Roboter übernehmen. In einer aufgezeichneten Demo zeigten sie, wie ein Angreifer einen G1 fernsteuern kann, ohne jemals physischen Zugriff oder das Pairing-Passwort gehabt zu haben.

hijacking robots
(Bild: CC by 4.0 media.ccc.de)

Was könnte man daraus nicht alles machen!? Mord per ferngesteuertem Roboter! Roboter verursachen Autounfälle zwecks Versicherungsbetruges! Roboter verprügeln böse Menschen – wer böse ist, bestimmt derjenige, der den Roboter übernommen hat! Roboterhunde beißen Hunde, die auf den Bürgersteig gekackt haben!

Naher-Osten-Front

Im Iran gibt es wieder Massenproteste.

Für mich überraschend:

🌆 Städtische Bevölkerung
– Etwa 77 % der Iraner leben in Städten oder urbanen Ballungsräumen (also in Großstädten und städtisch geprägten Orten). Bei einer Gesamtbevölkerung von etwa 91–92 Millionen Menschen (2024/2025) wären das ungefähr 70 Millionen Menschen in städtischen Gebieten.

🌄 Ländliche und kleinere Orte
– Demgegenüber leben rund 22–23 % der Bevölkerung in ländlichen Gebieten oder kleineren Siedlungen außerhalb der großen urbanen Zentren. Das wären ungefähr 20–21 Millionen Menschen auf dem Land oder in kleineren Städten/Dörfern (2024/2025).

👉 Fazit: Eine klare Mehrheit der Menschen im Iran lebt in städtischen Gebieten, viele in Großstädten wie Teheran, Mashhad, Isfahan, Karaj, Schiraz und Täbris.

Land Städtische Bevölkerung Ländliche / kleinere Siedlungen
Deutschland ca. 78 % ca. 22 %
Frankreich ca. 82 % ca. 18 %
Spanien ca. 82 % ca. 18 %

Das bedeutet: Das Verhältnis zwischen Stadt und Land ist im Iran ähnlich wie in Deutschland.

Iran: Laut Wikipedia macht der Industriesektor rund 35,9 % des iranischen BIP aus (Datenquelle 2017, aber repräsentativ für die Struktur). Das bedeutet, dass ein großer Teil des wirtschaftlichen Outputs auf Industrieproduktion entfällt.

Deutschland: In Deutschland beträgt der Anteil des Industriesektors am BIP etwa 23,1 % (2024). Die deutsche Wirtschaft ist stärker dienstleistungsorientiert mit einem großen tertiären Sektor, aber die Industrie bleibt im Vergleich zu vielen anderen Industrieländern relativ hoch.

Die Arbeiterklasse ist also im Iran im Verhältnis zur gesamten arbeitenden Bevölkerung größer als in Deutschland. Ich muss meine Meinung korrigieren. Ich dachte bisher, es sei irrelevant, was in den großen Städten Persiens politisch passiert, ähnlich wie in Russland.

iran

Ostfront

Was machen eigentlich die Russen?

Das Theater in Mariupol wurde wiedereröffnet. Alternative Überschriften/Texte: „Russland feiert sich im ehemals zerbombten Theater von Mariupol“ (N-TV). – „Nach umfangreichem Wiederaufbau hat das Russische Dramatische Theater in Mariupol wieder seine Türen für Zuschauer geöffnet. Das Gebäude war im März 2022 von ukrainischen Neonazis des Asow-Bataillons gesprengt worden.“ (RT.de) – „Russian terrorists cynically reopened the rebuilt Drama Theater in Mariupol, where hundreds of Ukrainians, mostly women and children, were killed in a Russian airstrike in March 2022.“ (Jürgen Nauditt auf X, Franchiser und Bandera-Versteher)

By the way: „Der russische Präsident Wladimir Putin und hochrangige russische Militärkommandeure übertreiben weiterhin taktische Details, um den falschen Eindruck zu erwecken, die ukrainischen Verteidigungsanlagen an der Front stünden kurz vor dem Zusammenbruch.“ (ISW)

„Putin und die Kommandeure stellen zukünftige russische Bemühungen zur Eroberung des Festungsgürtels in der Oblast Donezk weiterhin fälschlicherweise als schnelles und einfaches Unterfangen dar. Der Festungsgürtel besteht aus vier stark befestigten Ballungszentren – Kostjantyniwka, Druschkiwka, Kramatorsk und Slowjansk –, die das Rückgrat der ukrainischen Verteidigung in der Oblast Donezk bilden.“

Wir sprechen uns in einigen Monaten wieder.

Afrika-Front

Israel hat Somaliland anerkennt. „Die Republik Somaliland (Somali Jamhuuriyadda Soomaaliland, arabisch جمهورية صوماليلاند Dschumhūriyyat Ṣūmālīlānd) ist eine völkerrechtlich zu Somalia gehörende autonome Region. Sie ist als De-facto-Regime ein praktisch unabhängiger, international mit Ausnahme Taiwans und Israels von keinem Land anerkannter Staat in Ostafrika. Die Region umfasst den Nordwesten Somalias, das ehemalige Kolonialgebiet Britisch-Somaliland.“

Im Sinn: Somalia ohne Somaliland war italienische Kolonie, Somaliland britisch. „Das heutige Somaliland hatte sich nach seiner Unabhängigkeit von Großbritannien 1960 mit Italienisch-Somaliland zu Somalia vereinigt. Am 18. Mai 1991 erklärte es sich einseitig für unabhängig, als die somalische Regierung gestürzt worden war und der Bürgerkrieg in Somalia eskalierte. Seither hat es seine politische Stabilität weitgehend gewahrt und Schritte zur Demokratisierung unternommen.“

Chor im Hintergrund in Baerbock-Moll: Aber das Völkerrecht! Aber das Völkerrecht! Wait a minute:

Die zwei zentralen völkerrechtlichen Prinzipien
🧭 1. Selbstbestimmungsrecht der Völker: Verankert u. a. in der UN-Charta und in den UN-Menschenrechtspakten.
Bedeutet: Völker haben das Recht, frei über ihren politischen Status zu entscheiden.
👉 Dieses Recht entstand historisch vor allem im Kontext der Entkolonialisierung.

🛑 2. Territoriale Integrität von Staaten
Ebenfalls ein Kernprinzip der UN-Charta. Bedeutet: Bestehende Staaten dürfen nicht ohne Weiteres zerteilt werden.
👉 Die internationale Ordnung basiert darauf, dass Grenzen stabil bleiben.

Definiere: „Die internationale Ordnung!

„Aber es gibt Ausnahmefälle, in denen Abspaltungen als legitim gelten können: Remedial Secession (Notstands-Sezession) – In der Rechtswissenschaft diskutiert, aber nicht klar kodifiziert.“

„Trotz der weltweit zunehmenden separatistischen und Autonomiebewegungen scheint der internationale Rechtsrahmen die einseitige Sezession als Reaktion auf jegliches Zwangsverhalten eines Mutterstaates zu unterstützen.“

Ach. Ach was. Die durften das also.

Warum Israel Somaliland anerkannt hat? Nicht aus den Gründen, die ich schon durchgenommen hatte. Nein, wegen der Lage. Die Huthis können schon mal die Schirme gegen Stahlgewitter aufspannen.

golf von aden
Von Tecumseh*1301Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0

Fehlt noch etwas? Vielleicht die Sparkasse in Gelsenkirchen?

Unter parasozialen Influenzenden

influenzer

Ich habe euch alle ab 2003 belogen. Ich sehe gar nicht so aus wie auf dem kleinen Foto rechts über der Blogroll, sondern so wie auf diesen beiden Fotos, die ich bisher nie veröffentlicht habe.

Wie die bürgerliche Presse ganz richtig schreibt: Ich will jetzt ein problematisches Bedürfnis zu Geld machen, das jeder hat. Das Publikum hier also auch.

„Es geht um die problematische Kommerzialisierung von Nähe. Mit dem Aufkommen sozialer Medien und dem Siegeszug der sogenannten Influencer ist erneut das psychologische Phänomen der parasozialen Beziehung in den Fokus gerückt: eine einseitige Bindung an eine öffentliche Figur, die mit der Illusion verbunden ist, sich auf Augenhöhe zu befinden.“

Ihr seid also ab sofort auf meiner Augenhöhe und dürft euch in dem Wahn suhlen, ihr lebtet ein so luxuriöses normales Leben wie ich.

Du kannst sein wie ich, ich bin so wie Du!

Fast hätte ich es vergessen: Überweist mir Geld! Viel Geld! Dann seid ihr noch näher dran an mir. (Kontonummer rechts oben)

influenzer

Unter Türendemolierenden

tür

Ich habe ein paar heftige, mit Pflichten und Küren voll gepackte Tage und Nächte – letztere schlaflos – hinter mir. Die ungeduldig mit den Hufen Pantoffeln unter den Ohrensesseln scharrenden Leser werden hoffentlich verzeihen, dass mein Worte nur spärlich tröpfelten. Aber der Reihe nach.

Frühschicht heißt manchmal, wenn ich nicht an meinem gewohnten Arbeitsplatz in der Deutschen Staatsoper bin: Aufstehen um 3.35 Uhr. Was aber, wenn man durch ein höllisches Krachen an der Wohnungstür um zwei in der Frühe aus dem Schlaf gerissen wird, als versuchte, eine Bonsai-Ausgabe eines Merkava-Streitwagens mit Karacho und Anlauf durch die Tür zu fahren?

Ich springe also halbnackt und halb schlafend auf, renne zur Tür, wo das Donnern noch zu kulminieren scheint und bereite mich mental darauf vor, die Gestapo die Nazis „Israelkritiker“ oder sonstwelche antisemitische Spackos Einbrecher Araber irgendjemandem mit Worten und friedlich gewaltsam und mit Schmackes die Treppe hinunterwerfen zu müssen, dergestalt, dass dieser(n) Person(en) die Lust verginge, fürderhin das Haus zu betreten.

tür

Aber es war nur die freundliche Berliner Feuerwehr mit ortsüblichem Rammgerät. Ich muss vermutlich ziemlich blöde aus der nicht vorhandenen Wäsche geguckt haben, als ich stammelte, was los sei. „Alles ok bei Ihnen?“ wurde ich gefragt, und als ich das bestätigte, zogen die Herren wohlgemut von dannen. Der Feuerwehrhäuptling murmelte noch etwas von einer „Verkettung unglücklicher Umstände“.

Als dann auch noch die Polizei anrückte, klärte sich die Sache einigermaßen auf. Beachte: Ich wohne im tiefsten Neukölln – in Zehlendorf oder Dahlem wäre das so nicht passiert.

Die Freundin meines Untermieters wohnt nicht in Berlin, arbeitet aber bis spät in der Nacht in einem Restaurant, weil sie als Studentin sich und das Studium irgendwie finanzieren muss. Sie hat keinen Schlüssel und kam nicht hinein, weil mein Untermieter – ebenfalls Student und nebenher auch noch schuftend – nicht wach wurde. Das Mädel geriet irgendwie in Panik und kam mit ihrer Atmung nicht klar. Dummerweise tauchte eine Nachbarin auf, die ebenfalls kein Deutsch spricht, aber auch kein Telugu oder Kannada oder Hindi oder Englisch, und glaubte, es handele sich um einen Notfall und rief die 112 an.

Ich kenne das aus unzähligen Erzählungen rund um die Notaufnahme, wo ich sechs Jahre arbeitete: Ist die Berliner Feuerwehr erst einmal in Fahrt, hält sie weder Ochs noch Esel auf. Das Mädel auch nicht, dass völlig verdattert an der Tür stand und einfach beiseite geschoben wurde, um dem Rammgerät Platz zu schaffen. Für Google Translator ist bei Notfällen keine Zeit.

Die Polizei ist in Neukölln gar nicht gewohnt, dass freundliche Leute in nicht pennerhafter ziviler Kleidung entspannt mit ihr reden. Sie blieben so lange und plauderten, so dass ich gleich wach bleiben konnte, um zur Lohnschinderei zu fahren. Die – bis jetzt unbekannte – Nachbarin wird eine Anzeige wegen Missbrauchs des Notrufs bekommen. (Ich wette, dass die Sache komplett folgenlos bleibt.)

Zum Glück hat mein Untermieter eine Haftpflichtversicherung. Wegen solcher Petitessen belästige ich meinen Hausbesitzer nicht. Und der mich auch nicht, etwa mit so hässlichen Dingen wie Mieterhöhungen.

tür

Zu meiner Tür: Da kommt man gar nicht so einfach durch. Ich war stolz auf die. Wenn das eine normale Tür wäre, hätte die Feuerwehr das Schloss nach ein paar Versuchen einfach weggehauen. Die Herren wunderten sich, dass das nicht funktionierte. Der Grund: Die gesamte Tür – älter als ein Jahrhundert – wurde von einem der Vormieter noch mit einer Platte verstärkt, so dass die Sache in Richtung sechs Zentimeter Massivholz geht. Und die wird noch von einem stabilem Stangenschloss gehalten.

Vielleicht war der unbekannt bleibende Vormieter meiner Wohnung mit minderlegalen Angelegenheiten beschäftigt oder hatte unbequeme Feinde, weil ich mich bei meinem Einzug vor 17 Jahren wunderte, warum in der Wohnungstür oben ein massiver Spalt klaffte, der von Axthieben stammte, da jemand offenbar gemeint hatte, man käme nicht anders hinein. Mein Vermieter zuckte damals nur mit den Achseln, murmelte „drei Monate mietfrei“ und „kann ich sonst noch etwas für sie tun?“

Ist eben Neukölln und nicht Zehlendorf oder Dahlem.

tür

Ich habe also das Schloss ausgetauscht, den Schließzylinder gewechselt (die Schrauben waren natürlich zu kurz – ich musste improvisieren), die Tür vorn mit einer Platte verstärkt, da man Holz nicht ausbeulen kann, und alles verspachtelt, abgeschliffen und mehrfach gestrichen. Und siehe, mein Werk gefällt mir.

Epilog: Was sollte das?

Down in the river

Ich muss mich vermutlich bei den bibelunkundigen Leserinnen und den der Theologie abholden Lesern entschuldigend erklären. Was sollten also die drei Postings über die Apiru, Elohim und sonstigen weithin völlig unbekannten Gestalten, Begriffe, die fast vier Jahrtausende alt sind?

Und dann noch ein Mao-Zitat dazu? Das erklärt doch schon etwas. Ein Bibel- bzw. Tora-Wissenschaftler, der zustimmend Mao über die Revolution erwähnt? Da konnte ich nicht widerstehen…

Ich muss das Publikum, um es mental einzustimmen, in einer fremde Welt entführen, die ihre eigenen Regeln und Gesetze hat, aber manchmal gleich um die Ecke ist. Nur merkt es keiner. Wie bei den Absonderlichkeiten in Jerusalem braucht man einen „ortskundigen“ Führer. Ich biete mich gern an.

Down in the river

Wer sich durch die drei Texte gequält hat (die das erste Kapitel von Robert Wolfes: „From Habiru to Hebrews and Other Essays“ sind), wird eines sofort feststellen: Obwohl Fantastilliarden von Theologen und sonstigen Heilige-Schriften-Kundigen seit 200 Jahren herumforschen, gibt es keine eindeutigen, wissenschaftlich validen Ergebnisse. Mit demselben Material, in letzter Zeit flankiert von handfester Archäologie, kann man ganz unterschiedliche Schlüsse ziehen.

Und: Es kommt auf den politischen Hintergrund des jeweiligen Wissenschaftlers an.

Man nimmt wohlwollend zur Kenntnis, dass Wolfe Marxist ist – eine aussterbende Gattung – und die legendäre Gestalt des jüdischen Königs David zu einem Sozialrevolutionär machen will. Das wirkte bis in die Gegenwart, weil, wie er kühn behauptet, deswegen die Juden fortschrittlicher seien als die Araber. Das ist sicher so, aber wohl kaum aus dem Grund.

Finkelstein hingegen, den Wolfe natürlich kennt, zitiert gibt sich als Zyniker und – wie ihn die ebenfalls alte Steine ausbuddelnden Kollegen nennen – als „Minimalist“, das heißt: Er glaubt nichts, was sich nicht eindeutig beweisen lässt. Alles sei Fake News, ist seine Standard-Antwort auf Heilige Bücher. Für ihn war David ein Räuberhauptmann, der mitnichten ein großes „Reich“ gegründet habe.

nak

Beide Standpunkte haben starke Argumente. Aber man braucht nicht darauf zu hoffen, dass die Archäologen etwas finden, das alle Fragen beantwortet.

Was beide für mich interessant macht: Sowohl Wolfe als auch Finkelstein – beide sind Juden – legen sich vehement mit allen Verehrern höherer Wesen der christlichen und jüdischen Art an. Und das sind eine ganze Menge.

So etwas wäre unter Muslimen undenkbar: Es gibt bei denen weder eine Tradition der Aufklärung noch eine kritische Theologie. Für die reitet Mohammed noch immer auf irgendwelchen Fabeltieren in den Himmel, und wer das nicht glaubt, wird mit dem Tod bedroht.

Ach so, die Bilder bzw, die Videos dahinter der „fremden Welt“ Es wandelt eine heil’ge Schar. Hausaufgabe: Was sind die Unterschiede und was ist allen gemeinsam, außer dass bei orthodoxen Juden keine Frauen zu sehen sind?

Und man möge sich schaudernd vorstellen, dass das dritte Foto bzw. Video auch mich zufällig hätte zeigen können, wenn es ein vor einem halben Jahrhundert aufgenommen worden wäre… (Bist du vom Lebenskampf Bei den Titeln der NAK-Liedern gruselt es mich heute noch.)

Malchus Chor

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