Praise be to Allah und anderes

trump

Propaganda-Front

Man muss schon zugeben, dass Trump eine Sprache spricht, die Muslime überall auf der Welt verstehen. Unsere Politiker würden sich eher die Zunge abbeißen, anstatt Klartext zu reden.

By the way. Nimm dies, Göttingen: (Sound!) Praise be to Allah again!

Innere Front

Wir haben noch Harald Martenstein hinter der Paywall der bürgerlichen Presse: „Sippenhaft, Kontakt- und Kollektivschuld sind totalitäre Ideen. Der Druck, aufzustehen und sich öffentlich zu bekennen oder zu distanzieren, ist bei religiösen Fanatikern, bei Nazis, bei Woken und bei Kommunisten üblich. In einer Demokratie muss man sich von Straftätern nicht ausdrücklich distanzieren. Es reicht, selbst kein Straftäter zu sein.“

Vade retro! Der ist auf Fratzenbuch mit jemandem „befreundet“, der einen Putinisten kennt! Soziale Ächtung sofort!

Persische Front

Die Qualitätsboulevardmedien berichten zuverlässig über das, was andere schon längst herausgefunden haben: „Laut dem Rechercheportal Axios verbreitete der US-Auslandsnachrichtendienst CIA innerhalb des Irans die Information, dass US-Streitkräfte den vermissten Offizier bereits gefunden hätten und versuchten, ihn über Land zu evakuieren. Ziel dieser Täuschung war es, iranische Kräfte in die Irre zu führen und die tatsächliche Suchaktion zu verbergen.“

Bonus (Instagram): „Two Israeli commando units — Sayeret Matkal and Unit 5101 “Shaldag” — participated in the rescue of the American pilot near Isfahan, according to the latest reports. Sayeret Matkal is the IDF’s elite general‑purpose commando unit with deep‑penetration and hostage‑rescue capabilities. Shaldag is an Israeli Air Force special forces unit trained for clandestine operations, reconnaissance, and combat search‑and‑rescue missions behind enemy lines.“

Das schreit natürlich nach einer Netflix-Version.

Mesh

Secondlife-Front

Ich kämpfe schon seit mehreren Stunden Tagen mit komplizierten Mesh-Texturen, während ChatGPT mich immer wieder in die Irre führt. Ich war nur zu faul, mich durch die einschlägigen Tutorials zu zappen. Es kann doch nicht so schwierig sein, die Textur eines einfachen virtuellen Sackes zu modifizieren? Ist es aber – verdammt kompliziert… Also doch die Tutorials. Man lernt nie aus.

Mesh

Tierische Front

Für Randy erfüllte sich ein Männertraum. (Habe übersehen, dass die Story schon 2014 spielte.)

Papiernes Impfen

impfpass/

Ich war heute mit meinem uralten Impfpass in der tropenmedizinischen Amulanz der Charite und habe mich gegen allerlei Exotisches impfen lassen.

Mit der Digitalisierung ist es nicht weit her. Ich kann mich zwar über Doctolib anmelden und Dokumente hochladen, was ich auch tat, aber die können das da nicht herunterladen. Zudem muss man alles noch mal per Hand machen: Den Fragebogen gibt es zwar auf der Website, aber man kann online das pdf nicht ausfüllen, sondern müsste es ausdrucken, ausfüllen und dann wieder einscannen… halt, nein, man kann es nirgendwohin verschicken, sondern müsste es in Papierform mitnehmen.

Wird sich das irgendwann ändern? Ich fürchte nicht. Immerhin habe ich dort keine Faxgeräte gesehen. Aber vermutlich habe ich nur nicht genau genug hinschaut.

Alte Knochen

Handgelenk

Nein, die Aufnahme zeigt keine Dinosaurier-Knochen, sondern mein Handgelenk aus radiologischer Sicht.

Deutschland, rot-weiß

reichstag

Es gibt wohl kein öffentliches Gebäude in Berlin mehr, das nicht durch die omnipräsenten hässlichen rot-weißen Plastik-Absperrgitter verunziert worden ist. Touristen, die das fotografieren, werden zuhause erklären müssen, warum das in anderen Ländern nicht so ist. Ich wüsste darauf keine Antwort, außer vielleicht, dass auf vielen Memes in sozialen Medien die Deutschen immer mit Schutzhelm gezeigt werden. #Nachtschicht

Air-to-air combat

F-35I-Kampfjet
Ein F-35I-Kampfjet der israelischen Luftwaffe startet von einem Luftwaffenstützpunkt in Israel zu Angriffen im Iran. (Foto: IDF, 03.03.2026)

„Das jetzt von einer F-35 abgeschossene Modell YAK 130 gehört zu einer Flotte, die der Iran erst 2023 von Russland erworben hat. Das Modell, das ursprünglich als Jet-Trainingsflugzeug konzipiert wurde, ist in technischer Hinsicht gegen eine israelische F-35 praktisch chancenlos“, berichtet die paywallgeschützte bürgerliche Presse.

Das wissen doch alle Beteiligten? Warum lassen die Perser dann so ein Flugzeug in die Luft? War der israelische Pilot eine Frau und somit sowieso besser? (Har har) Oder wollte es Allah so? Oder war es eine Frage der Ehre, sich abschießen zu lassen?

„The last time IAF jets shot down a manned enemy aircraft was on November 24, 1985, over Lebanon. In that incident, an IAF F-15 downed two Syrian MiG-23 fighters.“

Zwei gegen 28 funktioniert übrigens auch.

Salamis, reloaded

salamis

„Things you can post about in the year 480 BC and in 2026.“

Der Osten ist rot

pariser Platz

6:00 Uhr – Morgendämmerung über der französischen und russischen Botschaft in Berlin.

Überstunden für die 72 Jungfrauen

terroristen

Aber es sind nicht 72, sondern nur „prächtige“ gleichaltrige (!) weibliche Wesen.

Bewegliche Volksmenge

Nimm diesv Social-Media-Mob: „Das Oberlandesgericht zeigt auch nicht auf, dass der Begriff „Mob“ gemeinhin als Synonym für „Abschaum“ verstanden wird. Mit Blick auf den lateinischen Ursprung (mobile vulgus), der sich wörtlich mit „bewegliche Volksmenge“ übersetzen lässt, und der Entlehnung des Begriffs aus dem Englischen („mob“), der dort eine „aufgebrachte, aufgewiegelte Volksmenge“ bezeichnet, erscheint die vom Oberlandesgericht unterstellte synonyme Verwendung der Begriffe „Mob“ und „Abschaum“ fernliegend.“ (Entscheidung des BVerfG 12/2025)“

Unter Rollernden

pariser platz

Das erste Mal in diesem Jahr mit dem volksrepublikchinesischen-kommunistischen Roller zur Arbeit: 20 Minuten schneller als mit der BVG.

Chapeau, Zheng Yisao!

Zheng_Yisao
Darstellung aus den 1830-er Jahren, rechts Zheng Yisao

Ich darf die der Piraterie und gleichzeitig dem Feminismus zugeneigten Leserschaft das Leben der Zheng Yisao aka Cheng Shi (* 1775; † 1844) zur Lektüre empfehlen.

„Der Aufstieg Ching Shihs zur Macht zählt zu den unwahrscheinlichsten Erfolgsgeschichten der Seefahrtsgeschichte. Sie wurde 1775 in der Provinz Guangdong als Shih Yang geboren und verbrachte ihre frühen Jahre als Prostituierte auf einem sogenannten „Blumenboot“, einem schwimmenden Bordell, im Hafen von Kanton.

Ihr Leben änderte sich grundlegend im Jahr 1801, als sie vom berüchtigten Piratenkommandanten Cheng I gefangen genommen wurde – oder ihn möglicherweise aus strategischen Gründen heiratete. Anstatt sich mit der Rolle einer bloßen Trophäenfrau zufriedenzugeben, handelte sie einen formellen Partnerschaftsvertrag aus, der ihr 50 Prozent der Beute sowie einen gleichberechtigten Anteil an der Führung seiner wachsenden Piratenkonföderation zusicherte.

Nach dem Tod ihres Mannes im Jahr 1807 stand Ching Shih vor einem Machtvakuum, das ihr leicht das Leben hätte kosten können. Stattdessen handelte sie mit entschlossener politischer Klugheit: Sie sicherte sich die Loyalität der mächtigsten Kommandanten ihres Mannes und ging ein enges Bündnis mit dessen Adoptivsohn Cheung Po Tsai ein. Indem sie die sogenannte „Rotflaggenflotte“ unter ihre uneingeschränkte Kontrolle brachte, verwandelte sie einen losen Zusammenschluss von Gesetzlosen in eine disziplinierte, bürokratisch organisierte Macht.

Sie führte einen äußerst strengen Gesetzeskodex ein: Jeder Pirat, der ohne Erlaubnis Befehle erteilte oder einem Vorgesetzten nicht gehorchte, wurde auf der Stelle enthauptet. Der Diebstahl aus der gemeinsamen Kasse galt als Kapitalverbrechen. Auf dem Höhepunkt ihrer Macht war Ching Shih die faktische Herrscherin des Südchinesischen Meeres und befehligte rund 80.000 Piraten sowie etwa 1.800 Schiffe.

Ihre Flotte war derart schlagkräftig, dass sie den vereinten Seestreitkräften der Qing-Dynastie, der britischen Royal Navy und der portugiesischen Marine erfolgreich widerstand. Sie beschränkte sich nicht auf das Kapern von Schiffen, sondern betrieb ein ausgeklügeltes Schutzgeldsystem, besteuerte Küstendörfer und kontrollierte den Salzhandel. Jedes Schiff, das sich weigerte, für ihren „Schutz“ zu zahlen, wurde gnadenlos verfolgt und zerstört. Damit war sie mächtiger als viele der formellen Kaiser ihrer Zeit.

Ihre wohl legendärste Leistung jedoch war ihr Ausstieg aus dem Piratenleben. Als sie erkannte, dass sich das Blatt durch den Fortschritt der internationalen Marinetechnik wendete, trat sie 1810 in Friedensverhandlungen mit der chinesischen Regierung ein. Mit bemerkenswerter Kühnheit betrat sie unbewaffnet das Büro des Generalgouverneurs, um die Bedingungen zu besiegeln. Es gelang ihr, eine vollständige Begnadigung für sich selbst und den Großteil ihrer Mannschaft auszuhandeln – einschließlich der Erlaubnis, ihren immensen Reichtum zu behalten.

Sie zog sich nach Guangzhou zurück, eröffnete dort ein erfolgreiches Spielhaus und starb im Alter von 69 Jahren friedlich in ihrem Bett – eine der wenigen Piratenlegenden, die als freie und wohlhabende Frau eines natürlichen Todes starben.“

Vielleicht sollte ich auch ein Spielcasino betreiben und irgendwelche psychotrophen Substanzen schmuggeln? Oder auf der Havel eine Seeräuberflotte aufstellen und Segelschiffe überfallen und die dortigen attraktiven Damen entführen?

Wüstendrachen oder: Gebaute Gemeinschaft

Taş Tepeler
Menschliche Männliche Statue, ca. 9600-8200 vor. Chr.

Wie schon angedeutet, war ich jüngst in der Ausstellung „Gebaute Gemeinschaft – Göbeklitepe, Taş Tepeler und das Leben vor 12.000 Jahren“. (Nicht im heutigen Türkiye“, wie die staatlichen Museen belieben zu schreiben, sondern in der heutigen Türkei.)

Fazit: Kann man machen. Man braucht ca. eine Stunde. Für jemanden, der noch nicht im Israel-Museum oder in Jericho war (sage ich mal ganz arrogant), ist das exotisch. Über Göbeklitepe lesen wir bei Wikipedia: „Als am besten etabliert kann die von Schmidt aufgestellte Hypothese gelten, wonach es sich um jungsteinzeitliche Bergheiligtümer handelt, deren Errichtung mit einem Arbeitsaufwand einherging, den zu erbringen nur ein gruppenübergreifendes Bündnis in der Lage gewesen sei. In dieser kognitions-archäologisch konzipierten Betrachtung gilt das Dasein der Monumente als Beleg der These, dass die überschaubar kleinen Jäger-und-Sammler-Gruppen des Homo sapiens bereits vor zwölftausend Jahren fähig waren, politische Organisationen zu vereinbaren.“

Taş Tepeler

Ich hatte am 14.03.2019 schon gefragt: Was und zu welchem Ende studieren wir die Urgesellschaft Steinzeit? Noch genauer: Ist das jetzt, sehr geehrte marxistischen Historiker, Urgesellschaft oder gar, da es um koordiniertes Handeln vermutlich recht großer Gruppen geht, unsere berüchtigte „asiatische Produktionsweise“? Oder wieder etwas, das bei schematischen Denkern gar nicht vorgesehen ist? Wie ich schon über Jericho schrieb: Zehn Jahrtausende vor unter Zeitrechnung? Was war da hierzulande los? Lebte man noch auf Bäumen?

– Die Weichsel-Kaltzeit (die letzte Eiszeit) ging gerade zu Ende.
– Große Teile Norddeutschlands waren noch von Tundra oder Steppe bedeckt.
– Die Gletscher hatten sich weitgehend zurückgezogen, aber:
– In Skandinavien lagen noch mächtige Eisschilde.
– Die Ostsee war damals ein Süßwassersee (Ancylussee).

Das heutige Nordseegebiet war kein Meer, sondern eine riesige, fruchtbare Steppe: die sogenannte Doggerland-Ebene, die Großbritannien mit dem europäischen Festland verband. Es gab Rentiere, Wildpferde, Wollnashörner und Mammut, Riesenhirsche, Auerochsen, Wisente, Bären, Wölfe, Luchse und Füchse.

Taş Tepeler

Das Projekt Taş Tepeler („Taş Tepeler“ Projesi / The Taş Tepeler Project) (Text der Ausstellung)

Das Taş-Tepeler-Projekt ist ein vom türkischen Ministerium für Kultur und Tourismus initiiertes archäologisches Großprojekt (Start 2021). Es wird von der Universität Istanbul koordiniert und untersucht mehrere neolithische Fundstätten in der Provinz Şanlıurfa (Südostanatolien), darunter Orte aus dem 10.–8. Jahrtausend v. Chr..

Ziel des Projekts ist: die systematische Erforschung dieser frühen Siedlungen, die Sicherung des Kulturerbes, die Rekonstruktion der Umwelt und Lebensweise der Menschen der Jungsteinzeit, sowie die Dokumentation archäologischer Beobachtungen. (Vgl. zur Jungsteinzeit Çatalhöyük, revisited (07.04.2016 bzw. Çatalhöyük (31.01.2010.)

Taş Tepeler

Das Projekt ist international angelegt: Wissenschaftler aus der Türkei, Deutschland, Japan, Großbritannien und weiteren Ländern arbeiten gemeinsam. Alle Ausgrabungen folgen einheitlichen wissenschaftlichen Standards, um die Ergebnisse vergleichbar zu machen.

Die bisherigen Forschungen haben bereits bahnbrechende Erkenntnisse geliefert und verändern unser Verständnis der neolithischen Revolution und der frühen Gesellschaften in dieser Region grundlegend. (Text des Museums)

Taş Tepeler

Die Zeitleiste ordnet die Funde ein in: Pleistozän, Eiszeit, Jungpaläolithikum / Neolithikum. Sie zeigt Zeiträume etwa zwischen 30.000 und 9.000 v. Chr. und stellt die Entwicklung bis zu frühen symbolischen Darstellungen (z. B. Venus von Laussel) dar. (Text des Museums)

fruchtbarer halbmond
Der so genannte „Fruchtbare Halbmond“, vgl. Schädel bei Pflaunloch (05.01.2022)

Die ersten niedergelassenen Gemeinschaften lebten noch als Jäger. Mit der gemeinschaftlich organisierten Jagd sicherten sie lange Zeit die Fleischversorgung ihrer Gruppen. Dazu errichteten sie Fallen aus Steinmauern, die trichterförmig angeordnet zu einem Pferch am Ende führten. Sie werden in Englisch als „desert kites“, Wüstendrachen, bezeichnet und sind noch heute auf Luft- oder Satellitenbildern zu sehen. Treiber und Jäger arbeiteten zusammen, um Herdentiere wie Gazellen oder Wildesel in den Pferch zu treiben. Von dort konnten die Tiere nicht entkommen und die Jäger konnten auswählen, welche Tiere sie töten wollten.

Als Jagdwaffen nutzten sie in Holzschäfte eingesetzte Geschossspitzen aus Feuerstein oder Obsidian. Die Größe war auf das Jagdwild abgestimmt, Material und Gestalt zeigen ihre Herkunft und Produktionstradition an. Zur Vorbereitung des Holzes dienten Pfeilschaftglätter, die Tiermotive tragen konnten.

Mit der Verbreitung von Haustieren verlor die Jagd ihre wirtschaftliche Bedeutung. Die Jagd auf gefährliche Tiere blieb aber weiterhin ein wichtiges soziales Ereignis. (Text des Museums)

Taş Tepeler

Die jungsteinzeitlichen Gemeinschaften in der Region Şanlıurfa errichteten in ihren Siedlungen monumentale Gebäude aus lokalem Kalkstein. Diese waren wie künstliche Höhlen tief in den Untergrund eingegraben, deshalb war es innen dunkel. Die Bauten konnten über eine Öffnung im Dach oder einen seitlichen Zugang betreten werden.

In der Mitte des zentralen Raums standen zwei große T-förmige Steinpfeiler als zentrale Dachstützen. Mit seitlichen Armen und vor dem Körper gefalteten Händen zeigt ihre abstrahierte Gestalt sie als Menschen. Entlang der Außenwände standen kleinere Pfeiler, oft mit Tierbildern im Relief bedeckt. Das Flackern von Fackeln erzeugte die Illusion von Bewegung. Die Errichtung dieser Bauwerke und Aufstellung der Pfeiler erforderte zahlreiche Hände. Gewaltige Mengen Aushub mussten bewegt werden und jeder monolithische T-Pfeiler wog mehrere Tonnen. (Text des Museums)

Taş Tepeler

Bei vielen der ausgestellten Objekten (von denen mal nicht immer weiß, ob sie ein Original oder eine Reproduktion sind) merkt man, dass viel herumspekuliert wird, weil wir nicht wirklich wissen, wozu die da waren. Die Begleittexte sind allgemeiner Natur; vermutlich bekäme man genau so viel oder sogar mehr Informationen, wenn man Fotos davon von ChatGPT interpretieren lassen würde.

In den Ausgrabungstätten gibt es riesige Pfeiler und große Statuen. Gleichzeitig hat man aber auch winzige Versionen davon gefunden, wie in einem Museumsshop. Es liegt natürlich nahe zu vermuten, dass den Gegenständen eine Art magische Kraft zugeschrieben wurde, die man „mit nach Hause“ nehmen konnte. Das wäre ein Argument dafür, dass es sich nicht um bloße Nutzbauten handelte.

Es gab garantiert schon zu der Zeit Warlords, Mächtige und weniger Mächtige. Aber gab es schon eine etablierte herrschende Klasse wie die Priesterschaft und Pharaos der ägyptischen Dynastien? Die sind erst rund 5000 Jahre später entstanden!

Taş Tepeler

Gruppen versammelten sich anlässlich von Ritualen und Festen in den Pfeilergebäuden. Dabei wurde die soziale Ordnung erneuert und der Zusammenhalt bekräftigt. Vielleicht trugen einige Teilnehmer anschließend Miniaturpfeiler (oben) als Erinnerung mit sich. (Text des Museums)

Taş Tepeler Taş Tepeler

Viele Gebäude wurden mehrfach repariert und die Wände von innen verstärkt, wenn der Druck des umgebenden Erdreichs zu stark war. Am Ende ihrer Lebenszeit wurden die Gebäude mit Steinen und Erdreich verfüllt und so symbolisch beerdigt. (Text des Museums)

Taş Tepeler
Pfeilspitzen Typ Byblos. Material: Feuerstein, Fundort: Gürcütepe. Datierung: 7.500–7.000 v. Chr. Şanlıurfa Museum, Türkei

Taş Tepeler

Tiere nehmen in der steinzeitlichen Bildwelt einen zentralen Platz ein. Die aus Kalkstein geschlagenen Skulpturen fangen den charakteristischen Ausdruck der wilden Tiere ein und zeugen von der genauen Beobachtung der Künstler. (Text des Museums)

Taş Tepeler

Die Darstellungen fokussieren den Blick auf besonders gefährliche Tiere: Leoparden mit gefletschten Zähnen, mit gesenktem Kopf angreifende Auerochsen, rennende wilde Eber. All diese Tiere sind männlich gekennzeichnet und wirken aggressiv. Hinzu treten wimmelnde Schlangen und Skorpione, und auch Füchse, Strauße und Wasservögel sind zu sehen. (Text des Museums)

Taş Tepeler

Die Motivwahl verdeutlicht, dass die Bildwerke keineswegs die damalige Umwelt abbilden, denn das wichtigste Jagdwild, die Gazellen, fehlen unter den Motiven. Vielmehr beschwören die Skulpturen eine Welt voller Gefahren herauf, in der Menschen auf der Hut sein und ihren Mut beweisen müssen. (Text des Museums)

Taş Tepeler

Eine besondere Stellung nehmen Skulpturen ein, die wilde Tiere und Menschen zusammenführen. Ihre Interpretation entzieht sich bisher einer Deutung. Leoparden auf dem Rücken von Menschen – sind sie eine Gefahr oder ein Schutz? (Text des Museums)

Taş Tepeler

Durch das ganze Neolithikum hindurch stellen Menschen sich selbst dar. Ihre Bildnisse aus Stein oder Ton heben die Besonderheiten der menschlichen Körper und ihre biologischen Fähigkeiten hervor. Die Darstellung der primären Geschlechtsorgane erlaubt für viele eine klare Unterscheidung in männliche und weibliche Skulpturen. Zugleich sind zahlreiche schematische und uneindeutige Figuren bekannt. (Text des Museums)

Taş Tepeler

Männerbilder überwiegen während der frühen Phasen der Jungsteinzeit. Skulpturen von Männern zeigen einen oft übergroßen erigierten Penis als sichtbaren Ausdruck männlicher Zeugungskraft. Auch die großen zentralen T-Pfeiler der Sondergebäude bilden Männer ab, und Männer sind ebenso zentral in den Szenen aus Sayburç. Weibliche Figuren werden in den späteren Phasen der frühen Jungsteinzeit häufig, als Ackerbau und Viehzucht bereits etabliert sind. Die nun oftmals nur handgroßen Frauenfiguren betonen die lebensspendende Gabe der Frauen durch ihre körperliche Fülle. (Text des Museums)

Taş Tepeler

Wir wissen wenig über die tatsächlichen Rollen von Männern und Frauen in den jungsteinzeitlichen Gesellschaften. Die Bildwerke verweisen auf idealisierte Weise auf die sichtbaren Beiträge von Männern und Frauen zum Fortbestand der Gruppe. (Text des Museums)

Taş Tepeler
Geierstatue, Karahantepe,ca. 9400-8000 v. Chr.

Mich haben am meisten die Gesichter fasziniert, soweit man sie noch erkennen kann. Dass Menschen sich als halbes Tierwesen darstellen, ist aus allen Kulturen bekannt, von tribalistischen bis zu Hochzivilisationen. Aber was haben die gedacht? Waren die uns entfernt ähnlich? Für mich ist jemand, der an höhere Wesen glaubt, genauso weit „entfernt“ wie ein Mensch aus der Altsteinzeit.

Taş Tepeler

Es ging auch damals um die einfachen Dinge: Erst kommt das Fressen, dann die Moral.

Taş Tepeler

Von Unten nach Oben

Zeughaus

Erwartet einen Museums-Besuch…

Guter Zweck

iboycptt palestine

Vielen Dank für den Hinweis, Facebook, aber man kann nicht etwas boykottieren, was es gar nicht gibt?!

Nachtschicht, reloaded

Brandenburg gate

Mit fällt gerade nichts ein. Daher poste ich Bilder vom Arbeitsplatz.

Sie werden gegendert, widerstand ist aber nicht zwecklos

Landesarbeitsgericht Hamburg: „Das Landesarbeitsgericht Hamburg hat am 5. Februar 2026 festgestellt, dass zwei Abmahnungen und eine fristlose Kündigung gegenüber einer Strahlenschutzbeauftragten unwirksam sind.“

„Das Bundesamt erteilte der Klägerin zwei Abmahnungen und sprach schließlich eine außerordentliche Kündigung mit Auslauffrist aus, weil die Klägerin eine von ihr entworfene Strahlenschutzanweisung entgegen den Aufforderungen ihrer Vorgesetzten nicht vollständig genderte und an einer Stelle eine Konkretisierung nicht in den Entwurf einarbeitete.“

Es geht nicht um das Gendern an sich, weil dieses Gericht dafür nicht zuständig wäre. Der so genannte Arbeitgeber durfte aber die Anweisung gar nicht erteilen, weil das aus dem Arbeitsvertrag nicht abzuleiten war – eine salomomische Entscheidung.

Danke, Mojib!

schnee

Es könnte kalt werden. Bitte bevorraten Sie sich. #Klima #Winter #Helmpflicht #Apokalypse

27. Januar 1944

verteidiger Leningrads
Credits:

Heute vor 82 Jahren – am 27. Januar 1944 – befreite die Rote Armee Leningrad von der Belagerung durch die Nazis.

Helden der Nacht

pariser pletz

Pariser Platz, 04:12 Uhr.

Nachtschicht in Preußen

brandenburg gate

#Nachtschicht

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