Deutschland, rot-weiß
Es gibt wohl kein öffentliches Gebäude in Berlin mehr, das nicht durch die omnipräsenten hässlichen rot-weißen Plastik-Absperrgitter verunziert worden ist. Touristen, die das fotografieren, werden zuhause erklären müssen, warum das in anderen Ländern nicht so ist. Ich wüsste darauf keine Antwort, außer vielleicht, dass auf vielen Memes in sozialen Medien die Deutschen immer mit Schutzhelm gezeigt werden. #Nachtschicht
Air-to-air combat

Ein F-35I-Kampfjet der israelischen Luftwaffe startet von einem Luftwaffenstützpunkt in Israel zu Angriffen im Iran. (Foto: IDF, 03.03.2026)
„Das jetzt von einer F-35 abgeschossene Modell YAK 130 gehört zu einer Flotte, die der Iran erst 2023 von Russland erworben hat. Das Modell, das ursprünglich als Jet-Trainingsflugzeug konzipiert wurde, ist in technischer Hinsicht gegen eine israelische F-35 praktisch chancenlos“, berichtet die paywallgeschützte bürgerliche Presse.
Das wissen doch alle Beteiligten? Warum lassen die Perser dann so ein Flugzeug in die Luft? War der israelische Pilot eine Frau und somit sowieso besser? (Har har) Oder wollte es Allah so? Oder war es eine Frage der Ehre, sich abschießen zu lassen?
„The last time IAF jets shot down a manned enemy aircraft was on November 24, 1985, over Lebanon. In that incident, an IAF F-15 downed two Syrian MiG-23 fighters.“
Zwei gegen 28 funktioniert übrigens auch.
Salamis, reloaded
„Things you can post about in the year 480 BC and in 2026.“
Der Osten ist rot
6:00 Uhr – Morgendämmerung über der französischen und russischen Botschaft in Berlin.
Überstunden für die 72 Jungfrauen
Aber es sind nicht 72, sondern nur „prächtige“ gleichaltrige (!) weibliche Wesen.
Bewegliche Volksmenge
Nimm diesv Social-Media-Mob: „Das Oberlandesgericht zeigt auch nicht auf, dass der Begriff „Mob“ gemeinhin als Synonym für „Abschaum“ verstanden wird. Mit Blick auf den lateinischen Ursprung (mobile vulgus), der sich wörtlich mit „bewegliche Volksmenge“ übersetzen lässt, und der Entlehnung des Begriffs aus dem Englischen („mob“), der dort eine „aufgebrachte, aufgewiegelte Volksmenge“ bezeichnet, erscheint die vom Oberlandesgericht unterstellte synonyme Verwendung der Begriffe „Mob“ und „Abschaum“ fernliegend.“ (Entscheidung des BVerfG 12/2025)“
Unter Rollernden
Das erste Mal in diesem Jahr mit dem volksrepublikchinesischen-kommunistischen Roller zur Arbeit: 20 Minuten schneller als mit der BVG.
Chapeau, Zheng Yisao!

Darstellung aus den 1830-er Jahren, rechts Zheng Yisao
Ich darf die der Piraterie und gleichzeitig dem Feminismus zugeneigten Leserschaft das Leben der Zheng Yisao aka Cheng Shi (* 1775; † 1844) zur Lektüre empfehlen.
„Der Aufstieg Ching Shihs zur Macht zählt zu den unwahrscheinlichsten Erfolgsgeschichten der Seefahrtsgeschichte. Sie wurde 1775 in der Provinz Guangdong als Shih Yang geboren und verbrachte ihre frühen Jahre als Prostituierte auf einem sogenannten „Blumenboot“, einem schwimmenden Bordell, im Hafen von Kanton.
Ihr Leben änderte sich grundlegend im Jahr 1801, als sie vom berüchtigten Piratenkommandanten Cheng I gefangen genommen wurde – oder ihn möglicherweise aus strategischen Gründen heiratete. Anstatt sich mit der Rolle einer bloßen Trophäenfrau zufriedenzugeben, handelte sie einen formellen Partnerschaftsvertrag aus, der ihr 50 Prozent der Beute sowie einen gleichberechtigten Anteil an der Führung seiner wachsenden Piratenkonföderation zusicherte.
Nach dem Tod ihres Mannes im Jahr 1807 stand Ching Shih vor einem Machtvakuum, das ihr leicht das Leben hätte kosten können. Stattdessen handelte sie mit entschlossener politischer Klugheit: Sie sicherte sich die Loyalität der mächtigsten Kommandanten ihres Mannes und ging ein enges Bündnis mit dessen Adoptivsohn Cheung Po Tsai ein. Indem sie die sogenannte „Rotflaggenflotte“ unter ihre uneingeschränkte Kontrolle brachte, verwandelte sie einen losen Zusammenschluss von Gesetzlosen in eine disziplinierte, bürokratisch organisierte Macht.
Sie führte einen äußerst strengen Gesetzeskodex ein: Jeder Pirat, der ohne Erlaubnis Befehle erteilte oder einem Vorgesetzten nicht gehorchte, wurde auf der Stelle enthauptet. Der Diebstahl aus der gemeinsamen Kasse galt als Kapitalverbrechen. Auf dem Höhepunkt ihrer Macht war Ching Shih die faktische Herrscherin des Südchinesischen Meeres und befehligte rund 80.000 Piraten sowie etwa 1.800 Schiffe.
Ihre Flotte war derart schlagkräftig, dass sie den vereinten Seestreitkräften der Qing-Dynastie, der britischen Royal Navy und der portugiesischen Marine erfolgreich widerstand. Sie beschränkte sich nicht auf das Kapern von Schiffen, sondern betrieb ein ausgeklügeltes Schutzgeldsystem, besteuerte Küstendörfer und kontrollierte den Salzhandel. Jedes Schiff, das sich weigerte, für ihren „Schutz“ zu zahlen, wurde gnadenlos verfolgt und zerstört. Damit war sie mächtiger als viele der formellen Kaiser ihrer Zeit.
Ihre wohl legendärste Leistung jedoch war ihr Ausstieg aus dem Piratenleben. Als sie erkannte, dass sich das Blatt durch den Fortschritt der internationalen Marinetechnik wendete, trat sie 1810 in Friedensverhandlungen mit der chinesischen Regierung ein. Mit bemerkenswerter Kühnheit betrat sie unbewaffnet das Büro des Generalgouverneurs, um die Bedingungen zu besiegeln. Es gelang ihr, eine vollständige Begnadigung für sich selbst und den Großteil ihrer Mannschaft auszuhandeln – einschließlich der Erlaubnis, ihren immensen Reichtum zu behalten.
Sie zog sich nach Guangzhou zurück, eröffnete dort ein erfolgreiches Spielhaus und starb im Alter von 69 Jahren friedlich in ihrem Bett – eine der wenigen Piratenlegenden, die als freie und wohlhabende Frau eines natürlichen Todes starben.“
Vielleicht sollte ich auch ein Spielcasino betreiben und irgendwelche psychotrophen Substanzen schmuggeln? Oder auf der Havel eine Seeräuberflotte aufstellen und Segelschiffe überfallen und die dortigen attraktiven Damen entführen?
Wüstendrachen oder: Gebaute Gemeinschaft

Menschliche Männliche Statue, ca. 9600-8200 vor. Chr.
Wie schon angedeutet, war ich jüngst in der Ausstellung „Gebaute Gemeinschaft – Göbeklitepe, Taş Tepeler und das Leben vor 12.000 Jahren“. (Nicht im heutigen Türkiye“, wie die staatlichen Museen belieben zu schreiben, sondern in der heutigen Türkei.)
Fazit: Kann man machen. Man braucht ca. eine Stunde. Für jemanden, der noch nicht im Israel-Museum oder in Jericho war (sage ich mal ganz arrogant), ist das exotisch. Über Göbeklitepe lesen wir bei Wikipedia: „Als am besten etabliert kann die von Schmidt aufgestellte Hypothese gelten, wonach es sich um jungsteinzeitliche Bergheiligtümer handelt, deren Errichtung mit einem Arbeitsaufwand einherging, den zu erbringen nur ein gruppenübergreifendes Bündnis in der Lage gewesen sei. In dieser kognitions-archäologisch konzipierten Betrachtung gilt das Dasein der Monumente als Beleg der These, dass die überschaubar kleinen Jäger-und-Sammler-Gruppen des Homo sapiens bereits vor zwölftausend Jahren fähig waren, politische Organisationen zu vereinbaren.“
Ich hatte am 14.03.2019 schon gefragt: Was und zu welchem Ende studieren wir die Urgesellschaft Steinzeit? Noch genauer: Ist das jetzt, sehr geehrte marxistischen Historiker, Urgesellschaft oder gar, da es um koordiniertes Handeln vermutlich recht großer Gruppen geht, unsere berüchtigte „asiatische Produktionsweise“? Oder wieder etwas, das bei schematischen Denkern gar nicht vorgesehen ist? Wie ich schon über Jericho schrieb: Zehn Jahrtausende vor unter Zeitrechnung? Was war da hierzulande los? Lebte man noch auf Bäumen?
– Die Weichsel-Kaltzeit (die letzte Eiszeit) ging gerade zu Ende.
– Große Teile Norddeutschlands waren noch von Tundra oder Steppe bedeckt.
– Die Gletscher hatten sich weitgehend zurückgezogen, aber:
– In Skandinavien lagen noch mächtige Eisschilde.
– Die Ostsee war damals ein Süßwassersee (Ancylussee).
Das heutige Nordseegebiet war kein Meer, sondern eine riesige, fruchtbare Steppe: die sogenannte Doggerland-Ebene, die Großbritannien mit dem europäischen Festland verband. Es gab Rentiere, Wildpferde, Wollnashörner und Mammut, Riesenhirsche, Auerochsen, Wisente, Bären, Wölfe, Luchse und Füchse.
Das Projekt Taş Tepeler („Taş Tepeler“ Projesi / The Taş Tepeler Project) (Text der Ausstellung)
Das Taş-Tepeler-Projekt ist ein vom türkischen Ministerium für Kultur und Tourismus initiiertes archäologisches Großprojekt (Start 2021). Es wird von der Universität Istanbul koordiniert und untersucht mehrere neolithische Fundstätten in der Provinz Şanlıurfa (Südostanatolien), darunter Orte aus dem 10.–8. Jahrtausend v. Chr..
Ziel des Projekts ist: die systematische Erforschung dieser frühen Siedlungen, die Sicherung des Kulturerbes, die Rekonstruktion der Umwelt und Lebensweise der Menschen der Jungsteinzeit, sowie die Dokumentation archäologischer Beobachtungen. (Vgl. zur Jungsteinzeit Çatalhöyük, revisited (07.04.2016 bzw. Çatalhöyük (31.01.2010.)
Das Projekt ist international angelegt: Wissenschaftler aus der Türkei, Deutschland, Japan, Großbritannien und weiteren Ländern arbeiten gemeinsam. Alle Ausgrabungen folgen einheitlichen wissenschaftlichen Standards, um die Ergebnisse vergleichbar zu machen.
Die bisherigen Forschungen haben bereits bahnbrechende Erkenntnisse geliefert und verändern unser Verständnis der neolithischen Revolution und der frühen Gesellschaften in dieser Region grundlegend. (Text des Museums)
Die Zeitleiste ordnet die Funde ein in: Pleistozän, Eiszeit, Jungpaläolithikum / Neolithikum. Sie zeigt Zeiträume etwa zwischen 30.000 und 9.000 v. Chr. und stellt die Entwicklung bis zu frühen symbolischen Darstellungen (z. B. Venus von Laussel) dar. (Text des Museums)

Der so genannte „Fruchtbare Halbmond“, vgl. Schädel bei Pflaunloch (05.01.2022)
Die ersten niedergelassenen Gemeinschaften lebten noch als Jäger. Mit der gemeinschaftlich organisierten Jagd sicherten sie lange Zeit die Fleischversorgung ihrer Gruppen. Dazu errichteten sie Fallen aus Steinmauern, die trichterförmig angeordnet zu einem Pferch am Ende führten. Sie werden in Englisch als „desert kites“, Wüstendrachen, bezeichnet und sind noch heute auf Luft- oder Satellitenbildern zu sehen. Treiber und Jäger arbeiteten zusammen, um Herdentiere wie Gazellen oder Wildesel in den Pferch zu treiben. Von dort konnten die Tiere nicht entkommen und die Jäger konnten auswählen, welche Tiere sie töten wollten.
Als Jagdwaffen nutzten sie in Holzschäfte eingesetzte Geschossspitzen aus Feuerstein oder Obsidian. Die Größe war auf das Jagdwild abgestimmt, Material und Gestalt zeigen ihre Herkunft und Produktionstradition an. Zur Vorbereitung des Holzes dienten Pfeilschaftglätter, die Tiermotive tragen konnten.
Mit der Verbreitung von Haustieren verlor die Jagd ihre wirtschaftliche Bedeutung. Die Jagd auf gefährliche Tiere blieb aber weiterhin ein wichtiges soziales Ereignis. (Text des Museums)
Die jungsteinzeitlichen Gemeinschaften in der Region Şanlıurfa errichteten in ihren Siedlungen monumentale Gebäude aus lokalem Kalkstein. Diese waren wie künstliche Höhlen tief in den Untergrund eingegraben, deshalb war es innen dunkel. Die Bauten konnten über eine Öffnung im Dach oder einen seitlichen Zugang betreten werden.
In der Mitte des zentralen Raums standen zwei große T-förmige Steinpfeiler als zentrale Dachstützen. Mit seitlichen Armen und vor dem Körper gefalteten Händen zeigt ihre abstrahierte Gestalt sie als Menschen. Entlang der Außenwände standen kleinere Pfeiler, oft mit Tierbildern im Relief bedeckt. Das Flackern von Fackeln erzeugte die Illusion von Bewegung. Die Errichtung dieser Bauwerke und Aufstellung der Pfeiler erforderte zahlreiche Hände. Gewaltige Mengen Aushub mussten bewegt werden und jeder monolithische T-Pfeiler wog mehrere Tonnen. (Text des Museums)
Bei vielen der ausgestellten Objekten (von denen mal nicht immer weiß, ob sie ein Original oder eine Reproduktion sind) merkt man, dass viel herumspekuliert wird, weil wir nicht wirklich wissen, wozu die da waren. Die Begleittexte sind allgemeiner Natur; vermutlich bekäme man genau so viel oder sogar mehr Informationen, wenn man Fotos davon von ChatGPT interpretieren lassen würde.
In den Ausgrabungstätten gibt es riesige Pfeiler und große Statuen. Gleichzeitig hat man aber auch winzige Versionen davon gefunden, wie in einem Museumsshop. Es liegt natürlich nahe zu vermuten, dass den Gegenständen eine Art magische Kraft zugeschrieben wurde, die man „mit nach Hause“ nehmen konnte. Das wäre ein Argument dafür, dass es sich nicht um bloße Nutzbauten handelte.
Es gab garantiert schon zu der Zeit Warlords, Mächtige und weniger Mächtige. Aber gab es schon eine etablierte herrschende Klasse wie die Priesterschaft und Pharaos der ägyptischen Dynastien? Die sind erst rund 5000 Jahre später entstanden!
Gruppen versammelten sich anlässlich von Ritualen und Festen in den Pfeilergebäuden. Dabei wurde die soziale Ordnung erneuert und der Zusammenhalt bekräftigt. Vielleicht trugen einige Teilnehmer anschließend Miniaturpfeiler (oben) als Erinnerung mit sich. (Text des Museums)
Viele Gebäude wurden mehrfach repariert und die Wände von innen verstärkt, wenn der Druck des umgebenden Erdreichs zu stark war. Am Ende ihrer Lebenszeit wurden die Gebäude mit Steinen und Erdreich verfüllt und so symbolisch beerdigt. (Text des Museums)

Pfeilspitzen Typ Byblos. Material: Feuerstein, Fundort: Gürcütepe. Datierung: 7.500–7.000 v. Chr. Şanlıurfa Museum, Türkei
Tiere nehmen in der steinzeitlichen Bildwelt einen zentralen Platz ein. Die aus Kalkstein geschlagenen Skulpturen fangen den charakteristischen Ausdruck der wilden Tiere ein und zeugen von der genauen Beobachtung der Künstler. (Text des Museums)
Die Darstellungen fokussieren den Blick auf besonders gefährliche Tiere: Leoparden mit gefletschten Zähnen, mit gesenktem Kopf angreifende Auerochsen, rennende wilde Eber. All diese Tiere sind männlich gekennzeichnet und wirken aggressiv. Hinzu treten wimmelnde Schlangen und Skorpione, und auch Füchse, Strauße und Wasservögel sind zu sehen. (Text des Museums)
Die Motivwahl verdeutlicht, dass die Bildwerke keineswegs die damalige Umwelt abbilden, denn das wichtigste Jagdwild, die Gazellen, fehlen unter den Motiven. Vielmehr beschwören die Skulpturen eine Welt voller Gefahren herauf, in der Menschen auf der Hut sein und ihren Mut beweisen müssen. (Text des Museums)
Eine besondere Stellung nehmen Skulpturen ein, die wilde Tiere und Menschen zusammenführen. Ihre Interpretation entzieht sich bisher einer Deutung. Leoparden auf dem Rücken von Menschen – sind sie eine Gefahr oder ein Schutz? (Text des Museums)
Durch das ganze Neolithikum hindurch stellen Menschen sich selbst dar. Ihre Bildnisse aus Stein oder Ton heben die Besonderheiten der menschlichen Körper und ihre biologischen Fähigkeiten hervor. Die Darstellung der primären Geschlechtsorgane erlaubt für viele eine klare Unterscheidung in männliche und weibliche Skulpturen. Zugleich sind zahlreiche schematische und uneindeutige Figuren bekannt. (Text des Museums)
Männerbilder überwiegen während der frühen Phasen der Jungsteinzeit. Skulpturen von Männern zeigen einen oft übergroßen erigierten Penis als sichtbaren Ausdruck männlicher Zeugungskraft. Auch die großen zentralen T-Pfeiler der Sondergebäude bilden Männer ab, und Männer sind ebenso zentral in den Szenen aus Sayburç. Weibliche Figuren werden in den späteren Phasen der frühen Jungsteinzeit häufig, als Ackerbau und Viehzucht bereits etabliert sind. Die nun oftmals nur handgroßen Frauenfiguren betonen die lebensspendende Gabe der Frauen durch ihre körperliche Fülle. (Text des Museums)
Wir wissen wenig über die tatsächlichen Rollen von Männern und Frauen in den jungsteinzeitlichen Gesellschaften. Die Bildwerke verweisen auf idealisierte Weise auf die sichtbaren Beiträge von Männern und Frauen zum Fortbestand der Gruppe. (Text des Museums)

Geierstatue, Karahantepe,ca. 9400-8000 v. Chr.
Mich haben am meisten die Gesichter fasziniert, soweit man sie noch erkennen kann. Dass Menschen sich als halbes Tierwesen darstellen, ist aus allen Kulturen bekannt, von tribalistischen bis zu Hochzivilisationen. Aber was haben die gedacht? Waren die uns entfernt ähnlich? Für mich ist jemand, der an höhere Wesen glaubt, genauso weit „entfernt“ wie ein Mensch aus der Altsteinzeit.
Es ging auch damals um die einfachen Dinge: Erst kommt das Fressen, dann die Moral.
Von Unten nach Oben
Erwartet einen Museums-Besuch…
Guter Zweck

Vielen Dank für den Hinweis, Facebook, aber man kann nicht etwas boykottieren, was es gar nicht gibt?!
Nachtschicht, reloaded
Mit fällt gerade nichts ein. Daher poste ich Bilder vom Arbeitsplatz.
Sie werden gegendert, widerstand ist aber nicht zwecklos
Landesarbeitsgericht Hamburg: „Das Landesarbeitsgericht Hamburg hat am 5. Februar 2026 festgestellt, dass zwei Abmahnungen und eine fristlose Kündigung gegenüber einer Strahlenschutzbeauftragten unwirksam sind.“
„Das Bundesamt erteilte der Klägerin zwei Abmahnungen und sprach schließlich eine außerordentliche Kündigung mit Auslauffrist aus, weil die Klägerin eine von ihr entworfene Strahlenschutzanweisung entgegen den Aufforderungen ihrer Vorgesetzten nicht vollständig genderte und an einer Stelle eine Konkretisierung nicht in den Entwurf einarbeitete.“
Es geht nicht um das Gendern an sich, weil dieses Gericht dafür nicht zuständig wäre. Der so genannte Arbeitgeber durfte aber die Anweisung gar nicht erteilen, weil das aus dem Arbeitsvertrag nicht abzuleiten war – eine salomomische Entscheidung.
Danke, Mojib!
Es könnte kalt werden. Bitte bevorraten Sie sich. #Klima #Winter #Helmpflicht #Apokalypse
27. Januar 1944
Heute vor 82 Jahren – am 27. Januar 1944 – befreite die Rote Armee Leningrad von der Belagerung durch die Nazis.
Helden der Nacht
Pariser Platz, 04:12 Uhr.
Nachtschicht in Preußen
#Nachtschicht
Mega-Deals

Ich verstehe wirklich nicht, was mir die Algorithmen damit sagen wollen oder was sie über mich denken (Anzeige in der bürgerlichen Presse).
Discombobulator

Das Active Denial System (ADS) des Air Force Research Laboratory Directed Energy Directorate ist eine nicht-tödliche, gegen Personen gerichtete Energiewaffe. Die Energie breitet sich mit Lichtgeschwindigkeit aus, trifft das Ziel und dringt nur etwa 1/64 Zoll tief in die Haut ein. Sie erzeugt ein Hitzegefühl, das innerhalb von Sekunden unerträglich wird und die betroffene Person instinktiv dazu zwingt, sich aus dem Wirkungsbereich zu entfernen. (U.S. Air Force photo, Official United States Air Force Website)
CNN berichtet von einer neuen CyberWaffe der USA. In Kürze:
„US-Präsident Donald Trump erklärte, die USA hätten bei der Festnahme des damaligen venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro eine Waffe eingesetzt, die er als Discombobulator bezeichnete. Ein ranghoher US-Beamter sagte jedoch, Trump vermische vermutlich mehrere militärische Mittel zu einer einzelnen Waffe, die so nicht existiere.
Nach Angaben des Beamten nutzten US-Streitkräfte während der Operation Cybermittel, um venezolanische Radar-, Kommunikations- und Luftverteidigungssysteme auszuschalten. Zudem seien akustische Systeme eingesetzt worden, um Personal am Boden zu desorientieren. Unklar bleibt, ob auch das sogenannte Active Denial System, eine nicht-tödliche Hitzestrahlenwaffe, verwendet wurde.
CNN hatte zuvor berichtet, dass das Active Denial System elektromagnetische Wellen einsetzt, die ein starkes Hitzegefühl auf der Haut erzeugen und Menschen zum Rückzug zwingen.
Nach Maduros Festnahme verbreitete die Sprecherin des Weißen Hauses Aussagen eines mutmaßlichen venezolanischen Sicherheitsbeamten, der von einer intensiven schallartigen Wirkung sprach, die zu Nasenbluten und körperlicher Handlungsunfähigkeit geführt habe. Diese Angaben konnten nicht unabhängig bestätigt werden.“
ChatGPT meint dazu:
– Discombobulator stammt aus dem amerikanischen Englisch (19. Jh.)
– wird häufig ironisch oder scherzhaft benutzt
– taucht in Popkultur, Satire und Comics auf
– kein militärischer Standardbegriff
Wenn jemand von einer „Discombobulator“-Waffe spricht, meint er wahrscheinlich keinen konkreten Apparat, sondern verwendet einen laienhaften Sammelbegriff für Effekte wie: Desorientierung, Funktionsstörungen von Technik, psychologische oder sensorische Überforderung. Deshalb sagen Fachleute, der Begriff beschreibe eher eine Wirkung als eine reale Waffe.
Trump wusste also durchaus, was er sagte und was es bedeutete.
Stärke und Schönheit oder: Yasuke, Daimos und Samurai, Addendum
„The small garrison force was quickly defeated, but according to the Sō Shi Kafu, one samurai, Sukesada, cut down 25 enemy soldiers in individual combat.“ (James P. Delgado: Khubilai Khan’s Lost Fleet: In Search of a Legendary Armada, 2009)
Hier weitere Fotos aus dem Samurai-Museum und ein paar kritische Gedanken dazu, die historischen Wissenschaften der marxistischen Art betreffend, was der hiesigen Leserschaft schon bekannt vorkommen mag – eingedenk der Tatsache, dass das erste Posting dieser Reihe vor zehn Jahren erschien.
Vorbemerkung I:
Die Frage, ob man Japan zu Recht als feudal geprägt bezeichnen kann, ist keineswegs geklärt. Obwohl westliche Historiker seit über hundert Jahren über „japanischen Feudalismus“ schreiben, ist die Berechtigung dieser Bezeichnung unter Historikern, insbesondere unter denen, die sich auf das mittelalterliche Europa spezialisiert haben, nach wie vor umstritten. Für eine lange Reihe westlicher Historiker (…) stand die Angemessenheit der Bezeichnung „feudal“ für Japan jedoch außer Frage. Auch der zeitgenössische japanische Historiker hinterfragt diesen Begriff nicht, da er zu einem so wichtigen Bestandteil seines Fach- und Alltagsvokabulars geworden ist. In einem Japan, in dem die Leserschaft täglich daran erinnert wird, dass der „Kampf gegen den Feudalismus“ noch immer geführt wird, erscheint der Feudalismus als eine gegenwärtige Realität, deren Existenz in Japans Vergangenheit sich naturgemäß nicht leugnen lässt.
Übersetzter Auszug aus John Witney Hall: Feudalism in Japan – a Reassessment, Cambridge 2009, zuerst erschienen 1962/63, abgedruckt in Heide Wunder; Feudalismus – 10 Aufsätze). Hall referiert die Diskussion zum Thema ab den 1920-er Jahren. Vgl. Yasuke, Daimos und Samurai [I] (24.07.2019)
Vorbemerkung II
In allen Ländern Westeuropa’s [sic] ist die feudale Produktion durch Theilung des Bodens unter möglichst viele Untersassen charakterisirt. Die Macht des Feudalherrn, wie die jedes Souverains, beruhte nicht auf der Länge seiner Rentenliste, sondern auf der Zahl seiner Unterthanen, d.h. der Zahl der auf ihren Gütern ansässigen Bauern.*
* Japan, mit seiner rein feudalen Organisation des Grundeigenthums und seiner entwickelten Kleinbauernwirthschaft, liefert in vieler Hinsicht ein viel treueres Bild des europäischen Mittelalters, als unsre sämmtlichen, meist von bürgerlichen Vorurtheilen diktirten Geschichtsbücher. Es ist gar zu bequem, auf Kosten des Mittelalters »liberal« zu sein.
Marx bezieht sich auf H[ermann] Maron: Bericht an den Herrn Minister für die landwirthschaftlichen Angelegenheiten über die japanische Landwirthschaft. In: Annalen der Landwirthschaft in den Königlich Preußischen Staaten [Monatshefte] (Berlin), Jg. 20, Bd. 39, von Januar 1862, pp. 44 u. 50, zit. nach: Justus von Liebig: Die Chemie in ihrer Anwendung auf Agricultur und Physiologie. 7. Aufl. Th. 2, Braunschweig 1862, pp. 425 u. 432. Ich zitiere nach Das Kapital: Kritik der politischen Ökonomie | Erster Band Buch I: Der Produktionsprozess des Kapitals Neue Textausgabe, bearbeitet und herausgegeben von Thomas Kuczynski. Vgl. Yasuke, Daimos und Samurai [II] (03.05.2020)
Vorbemerkung III
Meine These in Yasuke, Daimos und Samurai [II] (03.05.2020), es habe in Japan keine Sklaverei gegeben, ist komplett falsch. In der Yamato-Zeit (ca. 3.–7. Jh.) existierte echte Sklaverei. Diese Menschen wurden Nuhi (奴婢) genannt. In der Zeit vor den Shogunaten wurde Sklaverei durch die Ritsuryō-Gesetze geregelt.
Ab dem 8. Jahrhundert ging die klassische Form der Sklaverei zurück, erstaunlicherweise fast zeitgleich mit der Entwicklung in Nordwesteuropa, obwohl es keine Verbindung gab. Die Bevölkerungs- und Steuerregister (Shōsōin-Dokumente) aus dem 8. Jh. belegen unstrittig eine sinkende Zahl registrierter Sklaven und eine wachsende Zahl halbfreier oder freier Bauern. Staatliche Sklaven tauchen immer seltener auf.
Das verblüfft mich. Wie kann es sein, dass eine ökonomische Entwicklung – von einer Gesellschaft mit Sklaven zum klassischen Feudalismus – in zwei Regionen der Welt faktisch parallel abläuft, ohne dass es irgendeine Form des Kontakts gab? Sollte Marx doch Recht haben mit der These, es gebe eine historische Gesetzmäßigkeit?
Mal abgesehen von China, was ein eigenes Kapitel ist, kann man also die Thesen aufstellen:
– Die Sklavenhaltergesellschaft geht weltweit dem Feudalismus voraus, sowohl in Asien also auch in Europa und Afrika. Südamerika und Australien müssen nicht berücksichtigt werden, weil die Entwicklung der Produktivkräfte dort noch in der Bronzezeit verharrten bzw. auf dem Niveau von Jägern und Sammlern.
– Eine direkte Entwicklung von einer sich auflösenden Urgesellschaft, also von tribalistischen Formen der Gesellschaft, zum Feudalismus gibt es nicht.
– Die so genannte Asiatische Produktionsweise „verlangsamt“ die Entwicklung zum klassischen Feudalismus.
Interessant ist auch, dass es noch mehr strukturelle (meint: das Verhältnis der Klassen zu den Produktionsmitteln) Parallelen zwischen Japan und Nordwest- und Mitteleuropa gibt, was gleichzeitig den Beweis erhärtet, dass Religion, also der luftige Überbau, für die Ökonomie keine wesentliche Rolle spielt. Das Christentum in Europa legitimierte den Feudalismus, sowohl der Islam als auch der Buddhismus die Skalvenhaltergesellschaft und den Feudalismus. Religion legitimiert immer das herrschende System; neue Religionen versprechen, dass die Klassenschranken durchlässiger werden, werden aber immer irgendwann – wie das Christentum im Römischen Reich – von den herrschenden Klassen übernommen.
Die Zeit vor den Shogunaten in Japan lässt sich mit dem Frühfeudalismus in Nordwesteuropa – also den Karolinger- und Frankenreichen – vergleichen. In der Asuka-Zeit (ca. 592–710) und in der Nara-Zeit (710 bis 794) setzt sich der Buddhismus als „Staatsreligion“ durch. Grund und Boden gehören zum großen Teil dem Herrscher/Kaiser. Die ökonomische Tendenz ist aber genau wie in Europa: Klöster und die Feudalklasse eigneten sich immer mehr Land an, es entsteht eine Art von „Beamten“ (in Europa: Ministerialen). In der Heinan-Zeit (794–1192) wird die Macht des zentralen Herrschers gebrochen. In der Edo-Zeit beginnt der „klassische“ Feudalismus und die Herrschaft der Shoguns und Samurais – also des „Schwertadels“. Wikipedia drückt sich marxistisch aus: „Feudal-Clans verwalteten in zunehmendem Maße die steigende landwirtschaftliche Produktion und die bäuerlichen Tätigkeiten.“
Die Feudalklasse bekriegt sich gegenseitig („japanisches Mittelalter“ ist ein nichtssagender Begriff) bis hin zur Zeit der Streitenden Reiche, die man mit der Situation im „Alten Reich“ vergleichen kann. Sogar Stände wie in Europa gab es in Japan.
Man erwartet spätestens jetzt eine Stärkung einer zentralen Gewalt zuungunsten der Feudalklasse – in europa der Absolutismus, ökonomisch der Merkantilismus, in Japan.
Die Endphase der Edo-Zeit wird auch als Bakumatsu-Zeit bezeichnet. Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts verlangten westliche Mächte immer stärker Zugang zu Japan und seinen Märkten, allen voran Russland, England und die USA. Mitte des 19. Jahrhunderts kam es zu Bauernaufständen, viele Samurai waren hoch verschuldet. Dem Shōgunat entglitt zunehmend die Kontrolle.
Jetzt wird es interessant. Wir haben alles, was dazugehört: Bauernkriege, Interventionen auswärtiger Mächte wie in Deutschland, zur Zeit des 30-jährigen Krieges, wirtschaftlicher Abstieg von Teilen der Feudalklasse. Die Europäischen Staaten waren aber ökonomisch weiter und im späten 19. Jahrhundert schon im Kapitalismus angelangt.
Wir machen hier aber kein Seminar zur japanischen Geschichte. Mir reicht, dass ich mir ein paar Fragen beantworten konnte. Also zurück zum Samurai-Museum.
„Dieser eindrucksvolle Helm ist eine sogenannte Nomonari kabutobachi (wörtl. „pfirsichförmige Helmschale“), ein japanischer Helmtyp, der durch spanische Cabasset-Helme beeinflusst wurde. Mit der Ankunft portugiesischer Händler im Jahr 1545 begann der sogenannte Nanban-Handel (wörtl. „südliche Barbaren-Handel“) zwischen Japan und verschiedenen europäischen Ländern.
Momonari kabuto haben eine erhöhte und spitz zulaufende Schale mit einem Flansch in der Mitte und ähneln insgesamt der Form eines Pfirsichs. Während der Momoyama-Zeit (1573–1615) erfreuten sie sich zunehmender Beleibtheit.“
Diese Pferdemaske besteht aus gekochtem und geformtem Leder, welches anschließend gold lackiert wurde. Pferdemasken nahmen generell die Gestalt von Karikaturen eines Drachens oder Pferdes an. In diesem Fall ist es wahrscheinlicher, dass es sich um die Karikatur eines Drachens handelt. Die Maske besteht aus zwei vorderen Stücken, die unter dem Teil für die Augen zusammengebunden sind, und zwei Seitenstücken, die an dem oberen Teil der Maske befestigt sind. Dies gewährleistet Flexibilität, wenn die Maske von einem Pferd getragen wird. (K. Ogorek)
Als Reaktion auf die Verbreitung von Schusswaffen und die Einfuhr europäischer Rüstungsteile durch portugiesische und holländische Händler ab dem 16. Jahrhundert begannen japanische Rüstungsschmiede, Helmschalen und Kürasse aus robustem und kugelsicherem Eisen herzustellen.
Zu dieser Zeit benutzten die Japaner die Sammelbezeichnung Nanban (wörtl. „südliche Barbaren“) sowohl für importierte ausländische Rüstungen und Rüstungsteile, die für den japanischen Träger angepasst wurden, als auch für Rüstungen japanischer Hersteller, die sich an ausländischen Rüstungsmodellen orientierten.
Heute werden japanische Rüstungen, die das Erscheinungsbild vermeintlich exotischer europäischer Rüstungen imitieren, als wasei nanban yoroi (wörtl. „in Japan gefertigte südliche Barbaren-Rüstung“) bezeichnet, um sie von den importierten Rüstungen zu unterscheiden.
Bei dem Kürass dieser eleganten Rüstung handelt es sich um einen sogenannten wasei nanban dō (wörtl. „in Japan gefertigter südlicher Barbaren-Kürass“), auch hatomune dō (wörtl. „Taubenbrustkürass“) genannt. Dieser ist aus Eisenplatten mit rostbraunem Patina-Finish (tetsu sabi-ji) gefertigt. Charakteristisch für diesen Rüstungstyp ist der Mittelgrat auf der Frontplatte des Kürasses, der das Ableiten gegnerischer Waffen begünstigt.
„Shishi-Löwen“ sind auch in einem japanischen Sprichwort zu finden, welches folgendermaßen übersetzt werden kann: „Zu den Löwen noch Pfingstrosen“. Beide Motive werden oft miteinander dargestellt und symbolisieren Stärke sowie Schönheit. Dies umfasst somit gleich zwei gute Eigenschaften, die eine Einheit bilden und gewissermaßen zusammengehören, ähnlich, wie wir es im Deutschen von der Redewendung „wie Pech und Schwefel“ kennen.
Man kann auch hier den minimalen technischen Vorsprung Europas erkennen. Im Gegensatz zu China hat die japanische Feudalklasse keine Schusswaffen entwickelt, die den europäischen Waffen hätten Paroli bieten können. Auch der Kürass aus Metall ist keine japanische Erfindung.
Es muss mal gesagt werden: Die Samurai waren keine besseren Krieger als etwa die Kreuzritter. Wenn man von Kind alle vorhandenen Waffen trainiert, ist man vermutlich genauso fit wie ein heutiger Navy Seal, für den es auf Handwaffen wie Schwerter nicht ankommt. Auch die Ritterrüstungen entsprachen dem heutigen Marschgepäck mit etwa 30 Kilogramm.
Das Albernste an „Der letzte Samurai“ fand ich, dass der Held nach wenigen Monaten so gut mit dem Katana umgehen kann wie ein Samurai, der schon seit dem dritten Lebensjahr damit übt. Das ist einfach scientologischer Blödsinn.
Und warum sieht man keinen Samurai-Film, bei dem die Krieger einen Helm tragen, auf dem übergroße Flügel von Fliegen oder anderen Insekten montiert sind? Weil das für das heutige Publikum blöd aussieht?
Die kleinen Metalltierchen mit winzigen Scharnieren sind in Europa eher unbekannt, aber technisch nicht aufwändiger herzustellen als etwa die uns wohlbekannten Reliquienbehälter aus diversen Domschätzen.
Fazit: Das (übrigens private] Museum lohnt sich und ist auch auf dem neuesten technischen Stand (wenn man es mit einem israelischen Museum vergleicht).
Natürlich kann man kein inhaltliches Niveau als etwa das von burks.de erwarten, das einem Wissenschaftler viel Neues aufbereitet. Auch eine Analyse der Gesellschaftsform (Kasten? Klassen?) sucht man vergeblich – aber das ist auch nicht der Sinn des Museums. Übrigens gibt es in ganz Europa nichts Vergleichbares.
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Bisher zum Thema Feudalismus erschienen:
– Reaktionäre Schichttorte (31.01.2015) – über die scheinbare Natur und die Klasse
– Feudal oder nicht feudal? tl;dr, (05.05.2019) – über den Begriff Feudalismus (Fotos: Quedlinburg)
– Helidos, ubar hringa, do sie to dero hiltiu ritun (08.05.2019) – über die Funktion der verdinglichten Herrschaft in oralen Gesellschaften (Quedlinburger Domschatz I)
– Tria eburnea scrinia com reiquis sanctorum (09.05.2019) – über Gewalt und Konsum der herrschenden Feudalklasse als erkenntnistheoretische Schranke (Quedlinburger Domschatz II)
– Die wâren steine tiure lâgen drûf tunkel unde lieht (10.05.2019) – über die Entwicklung des Feudalismus in Deutschland und Polen (Quedlinburger Domschatz III)
– Authentische Heinrichsfeiern (13.05.2019) – über die nationalsozialistische Märchenstunde zum Feudalismus (in Quedlinburg)
– Der Zwang zum Hauen und Stechen oder: Seigneural Privileges (15.06.2019)
– Yasuke, Daimos und Samurai [I] (24.07.2019)
– Yasuke, Daimos und Samurai [II] (03.05.2020)
– Agrarisch und revolutionär (I) (21.02.2021)
– Trierer Apokalypse und der blassrose Satan (17.03.2021)
– Energie, Masse und Kraft (04.04.2021)
– Agrarisch und revolutionär II (15.05.2021)
– Gladius cum quo fuerunt decollati patroni nostri (Essener Domschatz I) (28.10.2021)
– Magische koloniebildende Nesseltiere mit kappadokischem Arm und Hand (Essener Domschatz II) (14.11.2021)
– Ida, Otto, Mathilde und Theophanu, kreuzweise (Essener Domschatz III) (27.11.2021)
– Hypapante, Pelikane und Siebenschläfer (Essener Domschatz IV) (17.12.2021)
– Pantokrator in der Mandorla, Frauen, die ihm huldigen und die Villikation (Essener Domschatz V) (23.12.21)
– Jenseits des Oxus (09.01.2022)
– Blut, Nägel und geküsste Tafeln, schmuckschließend (Essener Domschatz VI) (18.04.2022)
– Missing Link oder: Franziska und kleine Könige (28.05.2022)
– Die Riesen von Gobero (Die Kinder des Prometheus Teil I) (18.07.2022)
– Die Liebhaber von Sumpa, Ackergäule und Verhüttung (Die Kinder des Prometheus Teil II) (25.07.2022)
– Mongolen, Ming und Moguln (Die Kinder des Prometheus Teil III) (09.03.2025)
– Abstrahierte ökonomische Universale, revisited (08.05.2025)
– Unter Drahtziehern (29.06.2025)
– Sklavenhaltergesellschaften in Afrika I (02.01.2026)
– Sklavenhaltergesellschaften in Afrika I, Addendum (16.01.2026)
– Sklavenhaltergesellschaften in Afrika II (18.01.2026)
Zum Thema Sklavenhaltergesellschaft:
Doppeldenk oder: Die politische Macht kommt aus den Legionen [Teil I]) (05.11.2020)
Doppeldenk oder: Die politische Macht kommt aus den Legionen [Teil II]) (27.12.2020)







































































