Chapeau, Zheng Yisao!

Darstellung aus den 1830-er Jahren, rechts Zheng Yisao
Ich darf die der Piraterie und gleichzeitig dem Feminismus zugeneigten Leserschaft das Leben der Zheng Yisao aka Cheng Shi (* 1775; † 1844) zur Lektüre empfehlen.
„Der Aufstieg Ching Shihs zur Macht zählt zu den unwahrscheinlichsten Erfolgsgeschichten der Seefahrtsgeschichte. Sie wurde 1775 in der Provinz Guangdong als Shih Yang geboren und verbrachte ihre frühen Jahre als Prostituierte auf einem sogenannten „Blumenboot“, einem schwimmenden Bordell, im Hafen von Kanton.
Ihr Leben änderte sich grundlegend im Jahr 1801, als sie vom berüchtigten Piratenkommandanten Cheng I gefangen genommen wurde – oder ihn möglicherweise aus strategischen Gründen heiratete. Anstatt sich mit der Rolle einer bloßen Trophäenfrau zufriedenzugeben, handelte sie einen formellen Partnerschaftsvertrag aus, der ihr 50 Prozent der Beute sowie einen gleichberechtigten Anteil an der Führung seiner wachsenden Piratenkonföderation zusicherte.
Nach dem Tod ihres Mannes im Jahr 1807 stand Ching Shih vor einem Machtvakuum, das ihr leicht das Leben hätte kosten können. Stattdessen handelte sie mit entschlossener politischer Klugheit: Sie sicherte sich die Loyalität der mächtigsten Kommandanten ihres Mannes und ging ein enges Bündnis mit dessen Adoptivsohn Cheung Po Tsai ein. Indem sie die sogenannte „Rotflaggenflotte“ unter ihre uneingeschränkte Kontrolle brachte, verwandelte sie einen losen Zusammenschluss von Gesetzlosen in eine disziplinierte, bürokratisch organisierte Macht.
Sie führte einen äußerst strengen Gesetzeskodex ein: Jeder Pirat, der ohne Erlaubnis Befehle erteilte oder einem Vorgesetzten nicht gehorchte, wurde auf der Stelle enthauptet. Der Diebstahl aus der gemeinsamen Kasse galt als Kapitalverbrechen. Auf dem Höhepunkt ihrer Macht war Ching Shih die faktische Herrscherin des Südchinesischen Meeres und befehligte rund 80.000 Piraten sowie etwa 1.800 Schiffe.
Ihre Flotte war derart schlagkräftig, dass sie den vereinten Seestreitkräften der Qing-Dynastie, der britischen Royal Navy und der portugiesischen Marine erfolgreich widerstand. Sie beschränkte sich nicht auf das Kapern von Schiffen, sondern betrieb ein ausgeklügeltes Schutzgeldsystem, besteuerte Küstendörfer und kontrollierte den Salzhandel. Jedes Schiff, das sich weigerte, für ihren „Schutz“ zu zahlen, wurde gnadenlos verfolgt und zerstört. Damit war sie mächtiger als viele der formellen Kaiser ihrer Zeit.
Ihre wohl legendärste Leistung jedoch war ihr Ausstieg aus dem Piratenleben. Als sie erkannte, dass sich das Blatt durch den Fortschritt der internationalen Marinetechnik wendete, trat sie 1810 in Friedensverhandlungen mit der chinesischen Regierung ein. Mit bemerkenswerter Kühnheit betrat sie unbewaffnet das Büro des Generalgouverneurs, um die Bedingungen zu besiegeln. Es gelang ihr, eine vollständige Begnadigung für sich selbst und den Großteil ihrer Mannschaft auszuhandeln – einschließlich der Erlaubnis, ihren immensen Reichtum zu behalten.
Sie zog sich nach Guangzhou zurück, eröffnete dort ein erfolgreiches Spielhaus und starb im Alter von 69 Jahren friedlich in ihrem Bett – eine der wenigen Piratenlegenden, die als freie und wohlhabende Frau eines natürlichen Todes starben.“
Vielleicht sollte ich auch ein Spielcasino betreiben und irgendwelche psychotrophen Substanzen schmuggeln? Oder auf der Havel eine Seeräuberflotte aufstellen und Segelschiffe überfallen und die dortigen attraktiven Damen entführen?
Kommentare
5 Kommentare zu “Chapeau, Zheng Yisao!”
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jede Wette, dass man das auch als strukturellen Sexismus oder strukturelle Misogynie antun kann – die gute Frau war quasi gezwungen, sich zu Sexualisieren, um Anerkennung, Geld usw. zu erhalten.
Die Erzählung „Frau vögelt sich erfolgreich nach oben (und ist dann schlimmer als ihre männlichen Kollegen)“ ist out.
Sich nach oben vögeln ist nicht mehr die Lücke im System, den es zu finden gilt, sondern der Fehler im System, der beseitigt werden soll – wenn auch nur verbal im Wunschtraum
Das einprogrammierte Sexualverhalten ist der Tausch Rang gegen Schönheit, beides Indikatoren für Fruchtbarkeit.
Natürlich gibts sowas wie Körpergeruch: Abgleich der Immunsysteme.
90% der Weltliteratur verhandeln den Fall.
Im Übrigen hat sexuelle Attraktion begrenzte Haltbarkeit, Verfallsdatum wenn das Kind aus dem Gröbsten raus ist (etwa 6 Jahre).
Aber schließen: Schlitztiere sind halt so, ist unzulässiges Essentialisieren =Verallgemeinern.
https://www.youtube.com/watch?v=054XkNgMsWU
Die Natur behandelt Männer als expendables.
Das mit dem Spielcasino ist ne gute Idee. Da hat der Staat ganz gut seine Finger drin. Also Wer gerne Steuern zahlt und Spielt. Ab ins Spielkasino. Die Piratenlady hat nebenbei mit Salz gehandelt. Besser als das Staatsmonopol mit den psychotrophen Stoffen zu brechen versuchen.
https://share.google/aimode/Y5RROQMj2noPDgRdN
<8*) Die Ai hat ne Liblingsfigur auf der Scheibenwelt. Wie cool ist das den?
Es geht nachfolgend um den Sex der Kartoffeln und deren Umgang mit bestimmten Formen davon.
Das mit dem nach Oben vögeln gibt es mit Sicherheit noch. Die BILD berichtet gerade vom Ball des Sport.
Der Ball des Sports war ein Schaulauf der Abnehmspritze, äh, der Askese, der Selbstdisziplin und von viel Sport.
Nicht nur Jürgen ist KLOPPfit: Johannes B. Kerner fastet sich sieben Kilo schlanker.
Ergebnis: Fit und attraktiv beim Ball des Sports.
Klopp ist mittlerweile dermaßen abgemagert, bei dem drückt sich sogar das offensichtlich zu große Gebiss durch die dünne Haut der Wangen. Knopp trug weiße Kegelschuhe (?) zum Smoking. Irgendwie finden bei dem Diät, neue Zähne und Anzugsordnung nicht zusammen. Wie auch immer. Trotz deren mehrfachen Multi-Millionen läßt sich nicht alles kaufen.
Äh, zurück zum Thema. Wenn ich mir anschaue, wer mit wem, dann kann das mit dem Vögeln stimmen. Von mancher Ehefrau aus dem Vorstand eines an der Börse geführten Unternehmens wurde gemunkelt „pssst, die war im Escort“. Das war besonders in der Aera Helmut Kohl ein nettes Gesprächsthema. Heute ist das Tabu. Andere machen es freiwillig. Ich meine Schauspieler und Schauspielerinnen. Das sind die, die dann 30 Jahre später vor Gericht auf Entschädigung klagen. Das müssen Hunderttausende sein. Ich meine noch lebende Opfer.
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Von anderen Frauen läßt sich das unschwer behaupten und deswegen werden wir davon im Burksblog und anderswo niemals etwas über diese Personen lesen.
Angela Merkel ist Deutschlands größte Architektin. Sie ließ 60 Großstädte mit je 100.000 Bewohner binnen eines Jahrzehnt für [bitte selbst ausfüllen] bauen. Das wurde auf dem Parteitag mehrere Stunden bejubelt. Dieser Jubel, also „langanhaltener stürmischer Applaus, für unsere Partei und Staatsführung“, wurde jäh abgebrochen, weil die Merkel am Abend ihren Sonderzug nach Berlin erreichen mußte. Das führte zu Irritationen bei Presse und ÖRR, aber niemand erlaubte sich eine Frage. Da stehen wir Deutschen nun vor den Trümmern unseres einst blühenden Vaterlandes und die Hauptverursacherin der Zerstörungen wird von ihren [bitte selbst ausfüllen] bejubelt wie ein Hollywood- oder Popstar.
Über deren Privatleben ist fast nichts bekannt. Danke liebe Leitmedien. Unbestätigte schwarz-weiß Nacktfotos – natürlich von den Russen lanciert – gibt es bereits und ich bin mir sicher für manchen Zeitgenossen ist die tatsächlich ein Sexsymbol, so wie manche den Friedrich Merz für ein Sexsymbol halten und mit den neuen Software-Tools schlummern bei denen vielleicht schon heute mehrere tausend AI Fotos auf den Computern und warten auf Veröffentlichung. Das dürfte in ’schland mit dem § 188 sehr schwer sein und ehrlich gesagt will ich die Fotos gar nicht sehen. Mir ist es auch völlig egal wie Frau Aigner, Frau Merkel, Herr Merz, Herr Dobrinth oder Frau Roth – die war früher ein richtiges Schnuppel – nackt aussehen. Ich will so was nicht sehen.
Wie sich die Geschichten immer gleichen…
https://en.wikipedia.org/wiki/Wang_Zhi_(pirate)
Der dürfte wohl auch Vorlage für Clavells 4-Finger-Wu gewesen sein.