Kazik aka Simcha Rotem

Times of Israel: „Simcha Rotem, last surviving fighter in Warsaw Ghetto Uprising, dies at 94″. Ein Held!

Wolfgang Pohrt ist tot

Wolfgang Pohrt ist tot. Er wird fehlen.

„Wenn ein Idiot heute weder von Religion noch von Politik und auch sonst keine Ahnung hat – von der ,Scharia‘ quasselt er immer. Wenn es um den Islam geht, ist jeder Dorftrottel plötzlich Spezialist für Glaubensfragen, Orientalistik und Islamwissenschaft, ja sogar für Arabisch.“

Geheime Solidarität

geheime soldarität

Habe ich mir selbst geschenkt, spannende Lektüre für zwischendurch. Klaus Storkmann: Geheime Solidarität: Militärbeziehungen und Militärhilfen der DDR in die »Dritte Welt«.

Unten eine interessante Tabelle über Ermittlungsverfahren der zuständigen Militärstaatsanwaltschaften gegen ausländische „Militärkader“ an den Offizierhochschulen in Stralsund und Prora, 1979 bis 1989 (Auswahl) (click to enlarge):

geheime soldarität

Guter Stoff

Dalwhinnie

In der Flasche ist ein 15 Jahre alter Dalwhinnie.

Platonisch und kommunistisch

alexander von plato

Neu in meiner Bibliothek. Alexander von Plato: Die Vereinigung Deutschlands – ein weltpolitisches Machtspiel sowie Lutz Niethammer und Alexander von Plato: „Wir kriegen jetzt andere Zeiten“. Auf der Suche nach der Erfahrung des Volkes in nachfaschistischen Ländern. Lebensgeschichte und Sozialkultur im Ruhrgebiet 1930 bis 1960. Band 3.

Und das kam so: Ich beschäftigte mich mit einigen Aspekten der Novemberrevolution, und dabei kommt man, wie man im Ruhrpott so sagt, von Hölzken auf Stöcksken. In der Z. Zeitschrift Marxistische Erneuerung, Ausgabe 115 Von der Novemberrevolution zum „deutschen Oktober“, las ich den Artikel von Harald Jentsch: „Die KPD 1919 bis 1924“, über deren Abspaltungen und deren zeitweiligen politischen Zickzack-Kurs, Fakten, die die offizielle Parteigeschichtsschreibung immer unter den Tisch hat fallen lassen. Alles sehr spannend. alexander von plato

Da erinnerte ich mich an ein Buch, das ich 1974 gelesen hatte und das hier etwas zerfleddert herumsteht: Alexander von Plato: Zur Einschätzung der Klassenkämpfe in der Weimarer Republik: KPD und KOMINTERN, Sozialdemokratie und Trotzkismus, Berlin., Oberbaumverlag – Verlag für Politik und Ökonomie, 1973. Von Plato zählte in den 1970er Jahren zur Spitze der Kommunistischen Partei Deutschlands (Aufbauorganisation), also „meiner“ Partei und deren Vorsitzenden Christian Semler. Ich stöberte darin herum und meine Haare kräuselten sich vor Entsetzen ob des sektiererischen Jargons, der typisch deutschen Rechthaberei und der Attitude, Ernst Thälmann habe alles richtig gemacht mit der „Bolschewisierung“ der KPD. Von Plato ist aber jemand, der alle Fakten kennt und minutiös jeden auch noch so irrelevanten Furz aufdröselt. Auch wenn er damals falsche Schlussfolgerungen zog, man kann sein Buch als Quellensammlung benutzen.

Ich schaute mir an, was er später geschrieben hat. In seinem Buch über die Wiedervereinigung heißt es über den „nationalen Vereinigungsmythos“: Es werde „in einem medialen overkill ein Bild von der Wiedervereinigung und der Beendigung des Kalten Krieges in Europa gemalt, das wie die frühe Fixierung eines nationalen Mythos erscheint.“

Mythen muss man zertrümmern, ich wette, das geschieht – ich muss nur erst die 500 Seiten lesen.

alexander von plato

Unterer Screenshot aus „KPD und KOMINTERN“

Aufstehen und runterfallen [Update]

„Wir möchten Euch informieren, dass wir vorläufig auf die Domain www.aufstehenbewegung.de umgezogen sind. Hintergrund ist eine juristische Auseinandersetzung mit einer Firma, die versucht, die noch junge Sammlungsbewegung zu beschädigen.

Konkret geht es um einen Konflikt mit zwei Initiatoren der Sammlungsbewegung. Sie haben in der Gründungsphase ehrenamtlich wie alle anderen Initiatoren für Aufstehen gearbeitet, u.a. für den Online-Auftritt. Im Nachhinein haben sie Aufstehen eine hohe Rechnung präsentiert. Trotz weitgehender Zugeständnisse unsererseits haben sie die Drohung, die Domain der Sammlungsbewegung abzuschalten, falls ihre Bedingungen nicht vollständig erfüllt werden, jetzt mit einer Frist von wenigen Stunden wahrgemacht.

Wir lassen uns von diesen und anderen Versuchen, unserer jungen Bewegung Steine in den Weg zu legen, nicht entmutigen und bauen weiter auf eure Unterstützung. Ihr könnt dazu beitragen, dass auch die neue Domain in Zukunft leicht im Netz auffindbar ist, indem ihr www.aufstehenbewegung.de teilt und möglichst verlinkt.“

Das ist ja lustig. Ich kann es kaum glauben. Wer sind die beiden Initiatoren? Wieso werden mir die Namen verschwiegen? (Oder sind die beim Verfassungsschutz?) Das kommt davon, wenn man nicht alles vorher schriftlich festlegt.

[Update] N-TV hat mehr zu den Details und auch die Namen.

FYI Chebli

chebli

Dazu fällt mir Harald Martenstein ein, der über Sawsan Chebli schrieb: „Diese Politikerin ist selber für alles Mögliche bekannt, aber am allerwenigsten für das Bemühen um Unauffälligkeit“.

Offene Gesetze

Das wird ein juristischer Leckerbissen: Das Bundesgesetzblatt ist jetzt komplett online. „Ein privater Verlag bestimmt darüber, wie unsere Gesetze in Kraft treten. Wer deutsche Gesetzesblätter durchsuchen, kopieren oder ausdrucken will, wird zur Kasse gebeten. Das ändern wir!“

Chapeau!

Nichts gelernt und nichts begriffen, revisited

Stefan Laurin auf Ruhrbarone:
„Das Establishments, in Frankreich, wie in anderen westlichen Ländern, besteht aus einer mehr oder weniger informelle Koalition aus Ökologen, Identitätspolitikern und Neoliberalen, der eine gewisse Verachtung der Arbeiterklasse und der unteren Mittelschicht gemein ist. Sie passen weder wirtschaftlich noch von ihrer Lebensart zu der gesellschaftlichen Vision einer ebenso weitgehend deindustrialisierten wie deregulierten Gesellschaft, die sich der Diversität und der Ökologie verpflichtet fühlt, aber gegenüber sozialen Fragen eher desinteressiert ist.“

„Establishment“ meint vermutlich „herrschende Klasse“. Dann kann man das auch so sagen.

„Die moderne Staatsgewalt ist nur ein Ausschuß, der die gemeinschaftlichen Geschäfte der ganzen Bourgeoisklasse verwaltet.“ (Karl Marx, Kommunistisches Manifest)

„Jugendwiderstand“ [Update]

Die Pseudo-Maoisten des so genannten „Jugendwiderstands“ sind „Brandenburger Gymnasiasten aus dem südlichen Berliner Speckgürtel.“

Sehr gut recherchierter Artikel im Tagesspiegel über die Neuköllner Antisemiten-Bande: „Der „Jugendwiderstand“ attackiert systematisch Andersdenkende – am liebsten ebenfalls Linke. Nun kommt raus: Ihr Wortführer ist ein Kreuzberger Kindergärtner“.

Taktikka, der Wortführer der Schlägertruppe, heißt im wahren Leben Patrick. Von Beruf ist der 27-Jährige Kindergärtner. Seine Kita liegt in Kreuzberg in der Nähe vom Lausitzer Platz. Kitaleitung und Trägerverein wollen sich nicht äußern. Es heißt, mit den Kindern gehe Patrick liebevoll um. Manchen Eltern sei sein Engagement beim Jugendwiderstand durchaus bekannt. Er habe ihnen allerdings versichert, dass die Gerüchte über seine Gruppe nichts weiter als bösartige Lügen seien.

Ausführlich und mehr auf Friedensdemowatch.de.

[Update] Ich habe versucht, die Stellungnahme der Judäischen Befreiungsfront „SoL“ (Sozialistische Linke) zu lesen, ich schaffe es einfach nicht…. Ich musste immer an ein Zitat Mao Zedongs denken: „Das Dogma ist weniger wert als ein Kuhfladen.“

„Die Gelbwesten haben den Kulturkampf gewonnen“

Interessantes Interview auf Welt online: „Der Soziologe Christophe Guilluy ist der Prophet der sozialen Spaltung Frankreichs. Dafür wurde er als Populist gescholten. Die Gelbwesten haben ihn wieder salonfähig gemacht. Jetzt warnt er, dass Deutschland dasselbe erleben könnte.“

Scarborough, revisited

Scarborough

Da bin ich, neben mir ein alter Araber aus Jerusalem, der irgendwie in dem schäbigen „Hotel“, wo wir untergekommen waren, gestrandet war. Er versuchte mir, ein paar Wörter Arabisch beizubringen. (Scarborough, Republic of Trinidad and Tobago, 1982)

Die größten Lumpen [Update]

Willst wissen du, mein lieber Christ, wer aller Menschen Auswurf ist? Die Antwort liegt ja auf der Hand: Es ist allein der Denunziant. Gefährlich ist ein toller Hund, gefährlich ist der Lügenmund, gefährlich ist, wer stiftet Brand, gefährlicher der Denunziant. Verpestet ist fürwahr die Luft, wo atmet solch ein Schelm und Schuft. Verpestet ist ein ganzes Land, wo schleicht herum der Denunziant. Wird er erblickt im Freundeskreis, macht man ihm bald die Hölle heiß und ruft, ist er erst einmal erkannt: Hinaus! Er ist ein Denunziant. Und wenn er einst im Grabe liegt und seine Seel‘ nach oben fliegt, ruft Petrus: Fort, Halunk! Verbannt von hier ist jeder Denunziant. (Max Kegel, 1850-1902, Sozialdemokrat)

Übrigens: Das Zentrum für politische Schönheit fordert dazu auf, Nazis und andere kackbraune Kameraden bei ihrem „Arbeitgeber“ (sic) zu denunzieren.

[Update] Fefe hat auch etwas dazu.

Vergewaltigung in der Ehe

Der Deutsche Bundestag beschloss 1997, dass Vergewaltigung auch innerhalb der Ehe strafbar sein soll. Sexuelle Gewalt zwischen Eheleuten galt bis dahin nur als „schwere Nötigung“.

Das Abstimmungsverhalten der Abgeordneten ist interessant: Damals stimmten nicht nur Erika Steinbach gegen den neuen Straftatbestand (was zu erwarten war), sondern auch Horst Seehofer und Friedrich Merz.

Komisch, dass kein CDU-Mitglied das Merz heute vorwirft oder ihn danach befragt.

Der zweite Mann

Wer ist der zweite Mann?

In Zellenform

Betriebszellen

Aus: Alexander von Plato: Zur Einschätzung der Klassenkämpfe in der Weimarer Republik: KPD und KOMINTERN, Sozialdemokratie und Trotzkismus.

Liebe „Linke“! Nur so sollte eine linke Partei organisiert sein. Alles andere ist revisionistischer und reformistischer Bullshit, wenn ihr wisst, was ich meine.

Proletarisch – Revolutionär

proletarisch

Das waren noch Zeiten, als es Verlage gab, die solche Bücher publizierten…

Streisand-Effekt, reloaded

Für diesen Text wurde Hamed Abdel-Samad von Facebook gesperrt.

„Ihr Feiglinge! Viele junge Muslime/Muslimas leben im Westen und genießen die Vorzüge der Freiheit, setzen sich sich aber für diese Freiheit kaum ein. Viele sind gut gebildet und haben einen guten Job, bleiben aber in den Zwängen der Religion und der eigenen Community verhaftet. Ihre Bildung und Engagement stellen sie selten in den Dienst der Aufklärung und des Gemeinwesens, sondern eher in den Dienst des Islam oder der Parallelgesellschaften. Sie kritisieren die rechte Ideologie, solange sie von Bio-Deutschen kommt, aber wir hören von ihnen kaum Kritik gegen die reaktionären Islamverbände, die nationalistischen Grauen Wölfe oder die patriarchalischen Strukturen in den eigenen Familien. Im Gegenteil, viele von Ihnen sind Krawatten-Islamisten, die Erdogan, die grauen Wölfe und die Muslimbruderschaft unterstützen und das Patriarchat verteidigen. Sie zitieren Kant und Adorno, um die Aufklärung zu relativieren und den Islamismus zu verniedlichen. Sie verlangen Sonderrechte für Muslime in Deutschland, lehnen aber die Minderheitenrechte für Kurden in der Türkei oder für Christen in der arabischen Welt ab. Selbst viele muslimische Intellektuelle und Journalisten sind in diesen Sippen verhaftet und werben ständig um Verständnis für den Islam und die Parallelgesellschaft statt ihre Leute mit Kritik herauszufordern. Selbst wenn diese Kritik manchmal kommt, ist sie oft leise und relativiert sich nach zwei Sätzen, indem die Debatte in Richtung Kampf gegen Islamophobie driftet.

Migrantenkinder der zweiten und dritten Generationen wissen ganz genau, was schief läuft in der Erziehung und in den Communities, und haben selbst oft darunter gelitten, nehmen aber ihre Leute sippenhaft in Schutz wenn Kritik von außen kommt. Statt Selbstkritik zu üben, geben sie den anderen die Schuld für die Misere. Die Frauenhäuser sind voll von entrechteten muslimischen Frauen, aber viele gebildete Muslimas machen lieber Kampagnen für das Kopftuch und den Burkini. Statt sich vom Joch der patriarchalischen Tradition zu emanzipieren, starten sie Initiativen und Projekte, um einen Propheten, der Frauen als Kriegsbeute nahm und ein sechsjähriges Mädchen heiratete, als Vorbild für den modernen Menschen zu rehabilitieren!

Ich sage euch, ihr seid Feiglinge und Heuchler! Ihr seid keine freien mündigen Bürger, sondern Untertanen eurer Religion und eurer Community! Und wenn ihr genauso vehement gegen die Missstände in Euren eigenen Reihen vorgehen würdet, wie gegen Islamkritik, wäre diese Kritik überflüssig! Wenn ihr mehr Mut zeigen würdet statt Opferhaltung, wäre die Gesellschaft reicher. Wenn ihr euch für die Freiheit aller einsetzen würdet, statt nur Sonderbehandlung für euch zu verlangen, wäre viel gewonnen!“

Über die Shoah

Buchenwald

Foto: Konzentrationslager Buchenwald

Das darf doch nicht wahr sein?! „Viele junge Deutsche wissen laut einer CNN-Umfrage kaum etwas über den Holocaust. Von den Befragten in der Altersklasse von 18 bis 34 gaben rund 40 Prozent an, „wenig“ oder „gar nichts“ darüber zu wissen. Insgesamt schätzte ein Drittel (33 Prozent) der befragten Europäerinnen und Europäer seinen Kenntnisstand entsprechend gering ein. Etwa jeder 20. Europäer hat der Studie zufolge sogar noch nie etwas über die systematische Vernichtung der Juden durch die Nationalsozialisten gehört.“ (Quelle: Zeit online).

Fällt der Geschichtsunterricht überall aus? Oder sind die Lehrer unfähig?

«Der Mann ist das Problem» – wirklich?

Neue Zürcher Zeitung: „Im Zeichen von Feminismus und #MeToo kann man «den Mann» heute fast beliebig schlechtreden und beschuldigen. Dieser Trend ist nicht nur gänzlich undifferenziert, er ist sexistisch. Und er zementiert die Opferrolle der Frau.“

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