Unter Katecheten
Lesenswert in der Jungle World von Leander F. Badura: „Der Katechismus der Antirassisten – Manche Spielarten des Antirassismus dieser Tage gleichen mehr einer religiösen Bewegung als einer kritischen Reflexion des Rassismus.“
Quod erat demonstrandum. „Dass in Deutschland der Tod Floyds eine Massenmobilisierung auslöste, was weder die rassistischen Morde von Hanau noch der antisemitische Anschlag von Halle vermochten, verweist nicht nur auf die Wirkkraft antiamerikanischer Ressentiments, sondern macht die quasireligiöse Identifikation umso leichter, da sie kaum Konsequenzen für das eigene Leben verlangt.“
Großartig! Ich fühle mich jetzt nicht mehr so allein.
Fiat iustitia et pereat mundus
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„Männer wollen wirken, Frauen wollen verstehen.“
Warnung 1: Es wird gutes, kompliziertes Deutsch druckreif gesprochen (sogar mit Nebensätzen! Können heutige Journalisten kaum noch.).
Warnung 2: Das Interview ist lang (so lange können Nachgeborene sich gewöhnlich nicht konzentrieren).
Warnung 3: Ein gewisses intellektuelles Niveau ist notwendig, um zu verstehen. (Wer Privatfernsehen sieht, sollte wegzappen.)
Sehr interessant die Passagen über ihr Eichmann-Buch!
Palästina [Update]
„Palästina“ ist das einzige Land in der Geschichte der Menschheit, das vor seiner „Besetzung“ nicht existiert hat. (Arye Sharuz Shalicar)
Ich schrob schrieb in irgendwelchen sozialen Medien: Niemand braucht einen Staat „Palästina“, genausowenig wie man einen Staat Baskenland oder Kurdistan braucht (und deren jeweils herrschende Klasse oder korrupte Cliquen) #nationalismus #erfundene_völker
[Update] Wie Israel zu Cisjordanien kam (und warum das unwiderruflich zu Israel gehören wird), beschrieb der „Spiegel“ am 12.06.1967.
About: Folks
Meine Wahlverhersage, dass Trump gewinnen wird, muss ich angesichts der Pandemie relativieren. Jetzt prophezeie ich: Wenn Trump Texas gewinnt, hat er auch die Wahl gewonnen. So einfach ist das.
A tour through the magical world of the Polish state television
Zur aktuellen Lage in Polen empfehle ich einen Artikel des Guardian:
…come with me on a tour through the magical world of the evening News programme on Polish state television (TVP).
We start on Sunday 14 June. The first item marks the 80th anniversary of the first deportation of Poles to Auschwitz in 1940. This is indeed a moment worthy of the most solemn remembrance. Too many people around the world forget that innocent and sometimes heroic Poles were the first prisoners in Auschwitz. But in the entire news item, lasting more than four minutes, the words ‘Jewish victims’ do not appear once. Instead, the head of the Institute of National Remembrance tells viewers: “That was the purpose of Auschwitz – that there would never be an independent Poland; to murder it.” No other groups of victims are mentioned until the footage of a memorial ceremony in Berlin, where the Polish ambassador to Germany says that from the moment of the creation of Auschwitz „we talk of the Holocaust“.
Man fasst es nicht. Zum Glück gibt es das Internet, um sich zu informieren… Einer der seltenen Momente, für die so genannten „öffentlich-rechtlichen Anstalten“ in Deutschland dankbar zu sein. (Gut, wenn es um die Ukraine geht, gibt sich das Gefühl sehr schnell wieder.)
Mina Kami und so genannte Kooperativen
Das obige Foto zeigt eine Demonstration bolivianischer Minenarbeiter im Mai 1984. Leider war das Licht „hart“, wie oft auf 3.500 Metern Höhe – so hoch liegt La Paz. Die Gesichter sind daher nicht zu erkennen (ich hatte nur eine kleine Taschenkamera), aber ich konnte einige Wörter auf den Transparenten erkennen: Mina Kami zum Beispiel – daher stammen die Demonstranten.
Interessant ist die aktuelle Situation der Minen. (Vom spanischen Wikipedia-Eintrag übersetzt:) „Die Situation der Minen hat sich seit der Krise geändert. Viele Minen sind jetzt „Kooperativen“ [weil der Staat nicht beteiligt ist], was aber in vielen Fällen nur heisst, dass diese von privaten Unternehmern finanziert werden. Das bedeutet: Hinter den so genannten „Kooperativen“ stehen die privaten Eigentümer, die den gesamten Profit einstreichen, und die Arbeiter werden mit minimalen Löhnen abgefunden.“
Die Minenarbeiter sind seit jeher das Rückgrat der Linken in Bolivien und extrem militant. Leider hat die bolivianische Regierung die staatlichen Minen privatisiert, die meisten wurden ganz geschlossen.
In Llallagua durfte ich eine Mine besichtigen, was ich als eine Ehre empfand und wofür ich heute noch dankbar bin.
Das untere Foto zeigt den privaten und „illegalen“ Abbau von Zinn.
Queerimperialistische Pizza Hawaii
O je, die Pizza Hawaii wird jetzt auch (von wem, sagen Journalisten normalerweise nicht, gemeint ist die soziale Medienblase), „kontrovers diskutiert“. (Ist das nicht ein Pleonasmus?) Von „linken Aktivisten“? Das bestreite ich. Diese Leute sind nicht „links“, sondern kleinbürgerliche Lifestyle-Reaktionäre oder, wie Engels das ausdrückte, „deklassierte Bürgerliche“, was im übrigens auch exakt das Milieu beschreibt, aus dem – nicht nur in Deutschland – unsere Kapitalismus-affinen Gender und Diversity-Fans fast ausschließlich stammen.
Dazu habe ich aktuell ein paar interessante Texte gefunden. René Pfister im Spiegel (man erlebt noch Zeichen und Wunder! Paywall, aber der Teaser ist korrekt): Die Linke wäre besser beraten, sich auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren, statt sich mit der Frage zu verzetteln, wer am meisten Leid durch die Verhältnisse erfährt: Frauen, Latinos, Schwarze oder vielleicht doch Transgender.
Wir wissen alle, dass die Angesprochenen sich jetzt beide Ohren zuhalten, solange, bis sie unter die Fünf-Prozent-Hürde gefallen sind. Zugunsten der „Linken“ muss man sagen, dass die vergessen hat gar nicht mehr weiß, was ihr Kerngeschäft ist. Weniger als ein Fünftel der Mitglieder der „Linken“ sind Arbeiter, aber mehr als die Hälfte Akademiker. Was will man da an Klassenbewusstsein erwarten?
Vojin Saša Vukadinović auf Welt online (Paywall) über den „Kulturkampf“: Verbunden wird diese Vorstellung, die sich selbst für Fortschritt hält, von einer Reihe an auffälliger Formulierungen, die mittlerweile wie Bekenntnisse vorgetragen werden. „Es gibt keinen Rassismus gegen Weiße“ lautet ein solches Mantra, „Transfrauen sind Frauen“ ein anderes. Die ritualhafte Wiederholung dieser Sätze unterstreicht den ersatzreligiösen Eifer, mit dem rhetorisch operiert wird, und verleiht Erhabenheit. Sie fungiert als digitaler Rosenkranz und als grelle Leuchtreklame, die Gleichgesinnten signalisieren soll, dass vom jeweiligen „Sprechort“, wie es im Jargon heißt, die vermeintlich richtige Einstellung strahlt.(…)
Neben diesen Fallstricken fallen an der heutigen Identitätspolitik vor allem psychologische Aspekte auf: das Verbannen von Unliebsamem; der Wille, zu zerstören; die Tendenz zur Phalanx. Penetranz im Auftritt und kraftmeierische Rhetorik, Apodiktik der Forderungen und Lust an öffentlicher Zurechtweisung weisen Ähnlichkeiten mit autoritären Phänomenen der 70er-Jahre wie den K-Gruppen auf. Während die maoistischen Sekten jedoch auf sich selbst angewiesen waren, weiß die identitätspolitische Agenda heute Teile der Geistes- und Sozialwissenschaften hinter sich. Sie drangsaliert zielgenau diejenigen Kollegen und Kolleginnen, die andere Positionen vertreten.
Als ich das las, kam aus den Tiefen meiner Seele wieder der Maoismus hoch, und ich war versucht, laut zu rufen: „Studenten in die Produktion„! Aber ich habe es mir verkniffen.
Antirassisten glauben, politische Korrektheit rückwirkend durch die Zerstörung alter Denkmäler durchsetzen zu können. Sie erinnern mich an militante Islamisten, die Buddha-Statuen in Afghanistan und sumerische Tempel im Irak in die Luft jagten mit der Begründung, sie seien nicht islamisch!“ (Hamed Abdel-Samad, Leserbrief in der aktuellen „konkret“)
Stefan Laurin schreibt auf Ruhrbarone: Und deswegen „darf“ eine PoC-Autorin wie Hengameh Yaghoobifarah in den Augen intersektional Denkender auch „alles“, wie es hieß. Wer ihr das abspricht – und etwa an der Kolumne herummäkelt –, ist kein guter „ally“, Verbündeter der Diskriminierten, sondern verteidigt seine Privilegien. Und wer ihr das abspricht und selber PoC ist, ist in dieser Lesart ein „token“, also von Weißen manipuliert.
Entscheidend ist die Zugehörigkeit zu einem privilegierten oder zu einem unterdrückten Kollektiv. Aus Letzterem soll Definitionsmacht erwachsen – das Recht also, zu bestimmen, was diskriminierend ist. Rassistisch etwa ist demnach, was von einer (…) PoC so empfunden wird. Für intersektional Denkende ist dies zwingend.
Diese sektiererischen Anglizismen und Kunstwörter sind in diesem Milieu Klassismus in Reinkultur – niemand kapiert das, der nicht dazugehört, und gleichzeitig werden die, die nur Bahnhof verstehen, ausgegrenzt. Das ist der Sinn und Zweck eines Jargons.

Sogar ein Old-School-Liberaler wie Harald Martenstein wird mit einem Shitstorm überschüttet, wenn er auf die historisch unstrittige Tatsache hinweist: Es gibt keine besseren oder schlechteren Menschen, nach Hautfarbe sortiert. Sklaverei war Teil der Menschheitsgeschichte – und ist keine Frage der Hautfarbe oder einzelner Kulturen.
Waldemar Alexander Pabst auf Fratzenbuch: Hengameh möchte Polizeischutz. Natürlich ist es völlig legitim, darüber erst einmal laut loszulachen. Muss sie durch. All diese Befindlichkeitswesen, die nur austeilen können, sind mir zutiefst zuwider.
Aber Hengameh beweist gegen ihren Willen, was das Beste an unserer Gesellschaft ist. Der von alten weißen Männern erfundene Rechtsstaat, in dem jeder vor dem Gesetz gleich ist und jeder gleichen Schutz verlangen und erwarten kann, egal wer er ist und ob er die, die ihn schützen sollen hasst. Kein subjektives Kriterium ist gestattet, keine Sympathie oder Antipathie, keine richtige oder falsche Überzeugung. Vor dem Gesetz müssen alle gleich sein. Nur das zählt.
Danke Hengameh, dass Du das heraus gearbeitet hast. Natürlich hast Du ein Recht auf Schutz durch die Polizei!
Noch mal der Historiker Vukadinović: Rassismus und andere Formen von Diskriminierung, Demütigung und Hass werden die identitätspolitischen Forderungen der Gegenwart nicht aus der Welt schaffen; Form und Inhalt dürften das Problem vielmehr noch vertiefen.
Kapitäne der Badewanne
Der Tag fängt gut an. (Versucht nicht, den Titel des Aufsatzes zu entziffern.)
By the way: „Kolumnisten haben Entlastungsfunktionen. So wird der Eindruck erweckt, in dieser Zeitung dürfe geschrieben werden, wie und was die Schreiber wollen … Sie werden relativ gut bezahlt, ihre Namen werden fett gedruckt. Kolumnen sind Luxusartikel, Kolumnisten sind Stars, in ihrer Badewanne sind sie Kapitän.“ (Ulrike Meinhof)
Gilt das auch für Blogger? Ich schrob schrieb auf Fratzenbuch: „Heute werden sie nicht gut bezahlt, ihr Wert bemisst sich in der Anzahl der Twitter-Hashtags. Freiberufliche Journalisten können heute nicht von ihrem Honorar leben, genausowenig wie Hengameh Yaghoobifarah. Sie hat entweder reiche Eltern, macht das Schreiben als Hobby und ist Aufstockerin oder hat eine wohlhabende Lebensabschnittsgefährtin.“ Ich weiß, wieviel in der Branche wofür bezahlt wird.
Wird man ja mal fragen dürfen. Klassenstandpunkt und so. Zum Thema hat das Neue Deutschland einen guten Artikel: „Wer nicht mit uns ist, ist gegen uns – Solidarität und Müll: Die Zuteilung von Identitätsrechten schreibt jene Ungleichheit fest, die eigentlich aufgelöst werden soll“.
Aber Aufklärung der Diversitysten wird nicht helfen. (Manchmal ist das Deutsche ungenau: Gemeint ist das Passiv – sie werden aufgeklärt – Widerstand ist zwecklos!)
By the way II: Müssen die Bismarckheringe nicht jetzt umbenannt werden? Vielleicht zu Yuhki-Kamatani-Hering?
In Ungnade oder: Zombies und der Twitter-Mob-Slacktivism

Drei Frauen am Pranger, China, Anonym, um 1875
Cancel culture refers to the popular practice of withdrawing support for (canceling) public figures and companies after they have done or said something considered objectionable or offensive. Cancel culture is generally discussed as being performed on social media in the form of group shaming.
Der Tagesspiegel publizierte vor einem Jahr eine überraschend kritische Definition:
Gerade nach #Metoo erwuchs in den sozialen Netzwerken eine Praxis, die heute im englischsprachigen Raum als „Cancel Culture“ zusammengefasst wird. Ziel ist die systematische Boykottierung und „Annullierung“ einer Person, die durch zweifelhafte Aussagen oder diskriminierende Handlungen auf sich aufmerksam gemacht hat. Eine Verbannung aus dem öffentlichen Leben als Strafmaß für Verstöße gegen die politische Korrektheit.
Markus Gelau (Link führt zu RT Deutsch – der Twitter-Mob würde gleich triggern!) schrieb auf Fratzenbuch:
Es gibt im Englischen einen Begriff für die moderne Form des Bildersturms, dessen Zeugen wir werden: Man spricht von Cancel Culture. Alles, was nicht den moralischen Anforderungen genügt, muss den Augen und Ohren entzogen werden. Das können Filme sein. Oder Denkmäler. Oder Straßennamen. Wer glaubt, der Bildersturm gehe an Deutschland vorbei, hält die Grüne Jugend auch für eine Nachfolgeorganisation der Pfadfinder. Was geht da vor sich? John Cleese hat eine Theorie. Je emotional instabiler ein Mensch sei, desto größer seine Neigung, sich aufzuregen. „Wenn Leute ihre eigenen Emotionen nicht im Griff haben, müssen sie anfangen, das Verhalten anderer zu kontrollieren“, sagte er in einem Interview. Ich glaube, da ist was dran.
Schwache Charaktere neigen zur Identifikation mit dem Stärkeren, deshalb üben Ideologien auf sie einen so großen Reiz aus. Sie sind auch die Ersten, die ihre Loyalität durch besondere Aufmerksamkeit gegenüber Glaubensverstößen unter Beweis stellen. Es sind selten die gefestigten, in sich ruhenden Persönlichkeiten, die überall moralische Verfehlungen wittern – es sind in der Regel die Unglücklichen, vom Schicksal Niedergedrückten und Gebeutelten.
Mein Verdacht ist, dass der Kampf gegen den Rassismus die Empörungsbereitschaft auch deshalb befördert, weil viele Teilnehmer den Vorwurf fürchten, sie wollten sich in Wahrheit nur auf die Schnelle ein gutes Gewissen verschaffen. Es gibt für diese Form des Protests, der bequem zwischen Yogastunde und Urlaubsplanung passt, ebenfalls schon ein Wort: Slacktivism. Es ist eine Kombination aus „Aktivismus“ und „Slacker“, dem englischen Begriff für „Bummelant“.

Frans Hogenberg: The Calvinist Iconoclastic Riot of August 20, 1566 (Hamburg, Kunsthalle). Text: Nach wenigh Predication / Die Calvinische Religion / Das bildenssturmen fiengen an / Das nicht ein bildt davon bleib stan / Kap Monstrantz, kilch, auch die altar / und wess sonst dort vor handen war / Zerbrochen all in kurtzer stundt / Gleich gar vil leuten das ist kundt. Anno Dnj. M. D. LXVI XX Augusti
Das ist zwar phänotypisch richtig beobachtet, zu psychologisieren greift aber zu kurz. Ich stelle die Klassen-, nicht die Charakterfrage: Welche sozialen Klassen betreiben (Online-)Pranger – und immer öfter? Und warum?
Das ist ganz einfach. Interessiert so ein Quatsch die herrschende Klasse? Nur, wenn der Profit sänke. Auch das ununübersetzbare Diversity wird nur akzeptiert, weil man sonst die zahlungskräftigen Mittelschichten tendenziell als Käufer verlöre.
Was sagt das Proletariat ähm… die Unterschicht die Arbeiterinnen dazu? Die haben eh keine Zeit, sich damit zu beschäftigen, weil sie andere Sorgen plagen. („Liebe Arbeiter*innen, wir müssen Sie leider freisetzen…“ Dagegen hätte unsere politisch korrekte Sprachpolizei vermutlich nichts.)
Der politische Ikonklasmus ist weder „links“ noch irgendwie fortschrittlich. Diese Leute sind nur die Wiedergänger des Protestantismus unter kapitalistischen Bedingungen: Den Mittelschichten, die zwischen denen da oben und denen da unten ökonomisch zerrieben werden, fällt, wie gewohnt, nichts besseres ein, als auf ein „korrektes“ (Sprach)Verhalten zu pochen, als sei damit ihr sozialer Status garantiert, was – auch wie gewohnt – ein tragischer Irrtum ist.
Mein Mitleid für diese Art des schleimigen moralischen Opportunismus hält sich in Grenzen. Das gilt auch für die „Diversity“-Mischpoke. Wenn es hart auf hart käme, würden die sich alle in die Arme der Herrschenden flüchten und mit dem denunzierenden Finger auf die da unten zeigen, die sich nicht so verhalten, wie die Gendersprecher „man“ es soll. (Pegida lässt grüßen.)
Doppelt gemoppelter Irrealis?
„Ich glaube nicht, dass es einen Sinn ergibt, mit einem Verschwörungstheoretiker ein Gespräch zu führen.“ (Markus Söder)
Nie im Leben hätte ich mir vorstellen können, dass ich jemals einem CSU-Politiker beipflichten würde.
Frage an die hier mitlesenden Oberstudienräte: Muss es nicht statt des RelativNebensatzes besser heißen „jemals einem CSU-Politiker beizupflichten“? „Beizupflichten“ ist aber nicht der Irrealis, der hier gemeint ist?! Oder wäre der Irrealis im Nebensatz doppelt gemoppelt?
Only right now: Biden will win
Economist: „Forecasting the US elections“. „Right now, our model thinks Joe Biden is very likely to beat Donald Trump in the electoral college.“
Immerhin eine solide Faktenbasis. Das Problem ist aber, dass die Wähler, die Trump wählen würden, das eventuell nicht sagen, daher bei Umfragen gar nicht vorkommen. Vgl. Michael Moore (2016) über den „Jesse-Ventura-Effekt“:
And because of that, and the anger that so many have toward a broken political system, millions are going to vote for Trump not because they agree with him, not because they like his bigotry or ego, but just because they can. Just because it will upset the apple cart and make mommy and daddy mad. And in the same way like when you’re standing on the edge of Niagara Falls and your mind wonders for a moment what would that feel like to go over that thing, a lot of people are going to love being in the position of puppetmaster and plunking down for Trump just to see what that might look like.
Church of und wo das alles enden kann
Vielen Dank der Genossin edlen Spenderin, die mir die Lettre (2017) zugeschickt hat. Darin ein Artikel von Elaine Mokhtefi über „Panther in Algerien – Eldrige Cleavers Exil im gelobten Land des Antikolonialismus„.
„After spending seven years in exile in Cuba, Algeria, and France, Cleaver returned to the US in 1975, where he became involved in various religious groups (Unification Church and CARP) before finally joining the Church of Jesus Christ of Latter-day Saints, as well as becoming a conservative Republican, appearing at Republican events.“ (Wikipedia)
Tja. Ich lese noch. Sehr interessant, aber vermutlich wissen die Nachgeborenen nicht, wovon die Rede ist. (Stimme im Hintergrund: „Boomer!“)
Schon wieder Lenin, Stuttgart und Unbequemes

– Von Journalisten erwarte ich schlankes und verständliches Deutsch, keine bürokratischen Bläh- und Furz-Textbausteine („Migrationshintergrund“), kein überflüssiges Denglisch („urbaner Migrant“) und keine eitlen Verrenkungen, um sich von den einfachen Leuten abzugrenzen („Narrativ“). Wer das nicht hinkriegt, sollte das Handwerk des Schreibens neu lernen. (Passt hier gar nicht hin, aber irgendwo musste ich es unterbringen.)
Stuttgart Riots
– Zu Stuttgart (Randale und so) fiel mir ein Artikel ein, den ich vo 22 Jahren geschrieben habe und den man nicht verändern muss. Er ist aktuell:
Wer Macht hat, redet nicht über Gewalt. Die Herrschenden können andere beauftragen, Gesetze zu erlassen, die die Beherrschten zwingen, ihren Wünschen nachzukommen (Asylgesetz alias “Ausländer raus”). Wer über Gewalt kommuniziert, demonstriert, daß er selbst über nur begrenzte Macht verfügt. Man will, daß die, die den eigenen sozialen Status potentiell bedrohen, sich an Regeln halten, die man selbst aufgestellt hat. Nur die Mittelschichten fordern von allen anderen, sich an Regeln zu halten, weil sie “Angst vor dem Absturz” (Barbara Ehrenreich) haben. Wer aufsteigen will, muß die Werte der Gesellschaft verinnerlichen und sich selbst kontrollieren. Beherrsche dich, und nicht etwa andere! Der soziale Aufsteiger ist gegen Gewalt, weil Gewalt archaisch ist und die Regeln, die ihm ein gesichertes Leben ermöglichen, ad absurdum führt. Der klassische Radfahrer tritt nach unten, aber fordert gleichzeitig, daß die da oben das nicht tun. Sie sollen ihn dafür belohnen, daß er sich an die Regeln hält.
Gewalt ist eine Ikone, ein sinnliches, also medial vermitteltes Bild eines Phänomens, das unterschiedliche Gruppen jeweils verschieden wahrnehmen und interpretieren. Hooligans finden Gewalt geil. Sie verschafft ihnen alles, was das Leben versprechen kann: Körpergefühl, Überschreiten der Grenzen, Macht, Gruppendynamik, Thrill. Ein Trip ohne psychotrope Hilfsmittel. (…)
Der Diskurs über Gewalt definiert immer ein Außen-Innen-Verhältnis. Gewalt ist um so gefährlicher, je mehr sie von den Rändern kommt: Jugend – ein Schritt von der Mitte entfernt, Randgruppe, zwei Schritte, Ausländer, drei Schritte. Die Inkarnation des Bösen ist ein gewalttätiger jugendlicher Ausländer. Ein Widerspruch in sich ist ein erwachsener deutscher, aber nur in der Freizeit prügelnder Hooligan, der weder sozial marginalisiert ist noch ein politisches Motiv hat, was ihn einer Randgruppe zuordnen würde. So etwas gibt es nicht, genausowenig wie es Rassisten und Antisemiten im Bundestag gibt, die man einsperren oder verbieten könnte.
Hooligans sind die Rache des Kapitalismus: Er nimmt die Wut und die Sehnsucht der armen Schweine und verkauft sie an privilegierte junge Männer aus den Mittelschichten. Die inszenieren den Aufstand so, daß er der Gesellschaft in den Kram paßt, unpolitisch, mittels erlaubter Drogen und nur punktuell die Grenzen überschreitend, daß nicht zu viele auf der Strecke bleiben“.
– Merke: Die Gewerkschaft der Polizei ist nicht die Deutsche Polizeigewerkschaft. Das nur, weil mir ein Kollege warnend schrieb, ein Viertel der deutschen Journalisten kennten den Unterschied gar nicht. Thomas Mohr, der Vorsitzender der GdP, schrieb auf Fratzenbuch:(als Kontrapunkt zu meinem erwähnten Artikel):
Wer hier die Randalierer einer „Event und Party-Szene“ zuordnet, verharmlost das Grundproblem. Nach Schilderungen der Einsatzkräfte vor Ort handelte es sich um überwiegend migrantische Jugendliche, Heranwachsende, aber auch Erwachsene in größerer Zahl, die sich grundsätzlich an keine Verhaltensregeln halten. Das sind weitgehend testosterongeladene junge Männer, die in der Gruppendynamik schnell eskalieren! Der Organisierungsgrad, oft durch die sozialen Plattformen emotional transportiert, ist bei dieser Gruppe hoch.(…)
Die Politik fordert Rückhalt für die Polizei! Das ist dann andernorts die gleiche Politik, die bewusst und gewollt „ihre Polizei“ durch ein Antidiskriminierungsgesetz, wie in Berlin, oder durch Aussagen der Polizei generell Rassismus unterstellt, sie am liebsten auf die „Müllhalde“ zu entsorgen, wie es medial publiziert wurde. Das motiviert und befeuert solche Ereignisse nicht nur in Stuttgart.(…)
Die Polizei kann gesellschaftliche Probleme nicht alleine lösen. Seit Jahren stelle ich fest, dass uns, der Gesellschaft, womöglich viele junge Männer, die in Deutschland geboren sind und einen Migrationshintergrund haben, die überwiegend in einer „virtuellen Parallelwelt“ (sozialen Netzwerken) leben, entgleiten.
Die kein Benehmen haben, keinen Respekt gegenüber ihren Mitmenschen haben, staatliche Institutionen verhöhnen und lächerlich machen, fremdes Eigentum mutwillig zerstören und explosiv in der Gruppe gewaltbereit sind. Die Coronakrise und den Konsum von Alkohol kausal dafür mitverantwortlich zu machen, ist meiner Meinung nach zur kurz gesprungen.
Müll et al
– Zur hier schon erwähnten Kolumne: Über einen älteren Artikel zur Analyse der letzten US-Wahl könnte die taz auch etwas schreiben lassen – „alle Deutschen auf den Müll, weltweit“ – oder so ähnlich: „Why are the German-Americans Trump’s most loyal supporters?“
Kerngeschäft
– Und nun zu uns, Linke. Angus Deaton, Wirtschaftsnobelpreisträger, sagt:
„Die US-Demokraten haben es aufgegeben, die Gewerkschaften zu vertreten. Sie haben umgesattelt auf die gebildete Elite und auf Minderheiten. Die weiße Arbeiterschaft blieb ohne politische Repräsentanz zurück. In dieser Hinsicht war Hillary Clinton 2016 die schlimmste Kandidatin, die man sich vorstellen konnte. Sie ist eine typische Vertreterin der Elite, die weder Verständnis noch Sympathie für die Arbeiterklasse hat.“ (Quelle: Der Spiegel)
Hat nicht das gesamte deutsche Feuilleton sich die Finger wundgeschrieben, dass Clinton die bessere Präsidentin sei? Und was sagt uns das?
Und beschäftigt sich die „Linke“ hierzulande mehr mit der weißen Arbeiterklasse oder eher mit #blacklivesmatter in den USA und mit Flüchtlingen? Auf der gesamten Homepage der „Linken“ finde ich rund 70 Mal das Wort „Arbeiterklasse“, dafür aber rund 1.200 Mal „Flüchtlinge“. Wem wollen sie diesen Schwerpunkt wie verkaufen?
Wir sehen uns an der Fünf-Prozent-Hürde bei der nächsten Bundestagswahl!
Lima, Ancash y Carabaya
Und siehe, ich kramte in den Tiefen meines digitalen Archivs und fand ein Bild, das sich ein paar Jahre vor mir versteckt hatte, fotografiert 1984.
Ich habe einige Zeit nach dem richtigen Blickwinkel gesucht: Es ist die Jíron Ancash, Ecke Jíron Carabaya.
Da ich während der damaligen Reise zwei Mal in der peruanischen Hauptstadt war, kann ich nicht mehr sagen, in welchem Monat das war – ich vermute aber der Februar.
Im Hintergrund kann man die Basílica y Convento de San Francisco de Lima erkennen. Deren Katakomben hatte ich 1979 fotografiert.
Betr.: Y.

Foto Marianne Wex: „Weibliche“ und „männliche“ Körpersprache als Folge patriarchalischer Machtverhältnisse.
Zugegeben, Hengameh Yaghoobifarah macht es einem leicht, sie nicht zu mögen. Ich war versucht, ihren Text, der in der Medienblase (und nur dort) zur Zeit diskutiert wird, umzuschreiben:
Wenn die Polizei abgeschafft wird, der Kapitalismus jedoch nicht, in welche Branchen kann man die „queere“ und gendernde Sprachpolizei dann überhaupt noch reinlassen? Spontan fällt mir nur eine geeignete Option ein: die Mülldeponie. Nicht als Müllmenschen mit Schlüsseln zu Häusern, sondern auf der Halde, wo sie wirklich nur von Abfall umgeben sind. Unter ihresgleichen fühlen sie sich bestimmt auch selber am wohlsten.
Aber das wäre gehässigt und geht gar nicht. Dennis Graemer schrieb auf Fratzenbuch: „Die Texte von Yaghoobifarah sind, das kann man durchaus so sagen, für gewöhnlich eine Zumutung. Es schmerzt, sie zu lesen. Inhaltlich handelt es sich um identitätspolitischen Unsinn, um postmoderne Propaganda. Der Schreibstil muss als aktiv verdummend beschrieben werden, man fühlt sich erinnert an peinliche Tumblrblogs und weinerliche Rants woker College Kids. Das ist kein Journalismus, keine Theorie, das ist Gonzo im schlechtesten Sinne.“
Schon klar. Stefan Reinecke hat in der taz mit kühlem Kopf nachgelegt: „Warum die Polizei-Müll-Kolumne aus der taz mehr als grenzwertig ist und radikale Identitätspolitik in bleiernes Schweigen führt.“
Das ist auch mein Vorwurf: Der Text wäre als Kunstprojekt denkbar, so ist er keine Satire, sondern nur Gepöbel, kostümiert als Satire.

Screenshot: Facebook-Profil Hengameh Yaghoobifaras
Mir fiel aber spontan etwas zu ihren Gunsten ein. Wenn die üblichen Verdächtigen aufheulen, ist das zuerst einmal gut und nicht schlecht. Das macht Spaß, wenn es sich um einen eleganten Degen der Sprache handelt, wie bei Deniz Yücel. Wenn aber jemand mit Dachlatten um sich haut, um möglichst viele zu treffen, ist das langweilig.
Die kackbraunen Kameraden haben aber Schaum vor dem Mund, weil Yaghoobifarah alles in Frage stellt, woran sie meinen glauben zu müssen. Auch entsprichen ihr Aussehen und ihre Attitude nicht dem Klischee von dem, was der Normalotto vielleicht denkt. Die Beine breit und nicht rasieren? Es ist zum Totlachen, dass die sich darüber aufregen.
Yaghoobifara zeigt denen, dass „Kultur“, also auch die Rollen von Frauen und Männern, historisch gewachsen ist und jeweils neu definiert wird und mitnichten eine anthropologische Konstante ist, wie unsere braun gebrannten Schlichtdenker meinen.

Foto Marianne Wex: „Weibliche“ und „männliche“ Körpersprache als Folge patriarchalischer Machtverhältnisse.
Die taz ist weitaus weniger souverän wie sie sich gibt. Einen Text von Eva C. Schweitzer in ihrem Blog hat jemand von der medialen Sittenpolizei gelöscht, deswegen dokumentiere ich ihn hier zum gefälligen Beachten. Schweitzer hat ihren Text auf Facebook rekonstruiert:
„Jetzt habe ich wahrhaftig doch noch ein PoC, ein people of color auf der Leipziger Buchmesse entdeckt, glaube ich zumindest, nämlich Hengameh Yaghoobifarah, die (oder das) ein Buch herausgegeben hat, Eure Heimat ist unser Albtraum. Bei der Lesung war ich allerdings nicht, weil ich erst mal die Frage klären wollte, was ist ein Yaghoobifarah?
>Wie ich recherchierte, ist das ein nicht-binäres Wesen, dessen Familie aus dem Iran stammt. Iraner sind bei uns — und damit meine ich Amerika — weiß, so ähnlich wie Israelis, ich habe aber keine Ahnung, welche Farbe die in Deutschland haben. Auf Fotos sieht Yabba — wir Amerikaner verwestlichen gerne komplizierte ausländische Namen — allerdings ziemlich käsekuchenfarben aus und definitiv weißer als Attila Hildmann oder Xavier Naidoo. Aber wer bin ich, jemanden zu verwehren, sich als PoC selbstzudefinieren, das wäre ja transfeindlich.
Yabba ist auch mit einem Zitat am taz-Stand vertreten, nämlich; das Einzige, was Almans mehr Angst bereitet als linksradikale, queere, trans, feministische, antirassistische, dicke Kanax seien antideutsche, linksradikale, queere, trans, feministische, antirassistische, dicke Kanax.
>Also, wenn du Angst hat, dick zu werden, liebes Yabba, da ist die Buchmesse definitiv der falsche Ort. Hier wird man an allen Ecken und Enden vollgestopft mit Keksen, Gummibärchen, Schokoriegeln und Sektgläschen. Ich selber sehe schon aus wie BB-8. Was hingegen die Angst der Almans angeht, Yabba, da bist du auf dem Holzweg. Almans haben die meiste Angst vor jungen, schlanken, cis-männliche und gänzlich unqueeren Kanax, und inbesondere davor, Sven-Sebastian und Sophie-Emily auf die gleiche Schule wie diese Kanax schicken zu müssen.
An zweiter Stelle kommt die Angst vor Sachsen, die „Merkel muss weg“ rufen, dann die Angst vor dem Klimawandel, dem Waldsterben, dem sauren Regen, dem Ozonloch, den Chemtrails, den Feinstaub und Dieselabgasen. Habe ich irgendwas vergessen? Dann erst Yabba.
Natürlich ist es fies, Yabba, wenn man als antideutsches Binärwesen in Deutschland festsitzt und Albträume hat, weil man nicht in den Iran zurückkann, weil die dort queere, trans-feministische Kanax gerne an Baukränen aufhängen und andererseits die traditionellen Einwanderungsländer wie Amerika ungerne Berufsmotzer ohne formale Qualifikationen aufnehmen. Gerade in den angelsächischen Ländern kommt man mit deutsch nicht sehr weit.
Aber wie wäre es mit Österreich? Da kannst du deutschsprachlich brillieren, Antideutsche mögen die dort auch sehr gerne, und damit du gleich das richtige Branding für dich prägst, nennst du dich am besten Yabba the Hun. Und ich finde, nach dem Transfer von Dolfi dem Schicklgrub wäre das ein echt gerechter Ausgleich.“
Verfahrensfragen
Der Salonfaschist Andreas Kalbitz bleibt Mitglied der AfD. I told you so.
Die Zivilkammer 63 hat ihre Entscheidung damit begründet, dass die Antragsgegnerin das in § 10 des Gesetzes über die politischen Parteien (PartG) vorgeschriebene Verfahren nicht beachtet habe, sodass ein Rechtschutzbedürfnis für die erlassene vorläufige Regelung bestehe.
Da 5 Blood und so
Unbedingt sehenswert: Da 5 Blood von Regisseur Spike Lee.
Action und Bildung – man erfährt alles, was man über afroamerikanische Geschichte wissen muss, in Kurzform und unterhaltsam.
Gemeinsam mit der Peer Group und den Nachgeborenen anschauen! Das ist besser als auf lächerliche Demos zu gehen, wo weiße Deutsche zusammen mit „palästinensischem“ Antisemitenpack für Farbige in den USA „Gesicht zeigen“.
Übrigens: Spiked bringt es auf den Punkt: „Why did the protests over George Floyd turn into mass hysteria? A new culture of groupthink is emerging, and it is causing mass psychosis. (…) From Hollywood to the churches, from big business to public-health officials, the word is out: support for BLM is essential, and in some cases mandatory.“
Full ack.
Kommunisten gegen Hitler und Stalin
Neu in meiner Bibliothek: Kommunisten gegen Hitler und Stalin: Die linke Opposition der KPD in der Weimarer Republik. Ich freue mich schon auf die Lektüre!
Und jetzt alle: Wir beobachten!
Eilmeldung: Der Verfassungsschutz wird jetzt als Beobachtungsfall eingestuft.
Protestantisch
Weiße Deutsche aus der Mittelklasse demonstrieren, weil ein Afroamerikaner getötet wurde. So funktioniert Protestantismus: Man muss allen zeigen, dass man ein reines Gewissen hat und zu den Guten gehört. Am besten noch mit Lichterketten. Ich fremdschäme mich.
Dazu passt das Zitat: „Nicht die Tugend verlangt man von uns, sondern ihre Maske.“ (Donatien Alphonse François de Sade)


























