5 Reasons Why Trump Will Win

Michael Moore: „5 reasons why Trump will win“.

Eine brilliante, ernst gemeinte und auch amüsante Analyse. Vermutlich hat er recht.

Die Mainstream-Medien geben sich alle Mühe, immer nur schlecht über Trump zu schreiben und nur Fotos zu verwenden, auf denen er möglichst dämlich aussieht. Aber das interessiert dessen Wähler nicht: „Unfortunately, you are living in a bubble that comes with an adjoining echo chamber where you and your friends are convinced the American people are not going to elect an idiot for president.“

Interessant finde ich den „Jesse-Ventura-Effekt“: „And because of that, and the anger that so many have toward a broken political system, millions are going to vote for Trump not because they agree with him, not because they like his bigotry or ego, but just because they can. Just because it will upset the apple cart and make mommy and daddy mad. And in the same way like when you’re standing on the edge of Niagara Falls and your mind wonders for a moment what would that feel like to go over that thing, a lot of people are going to love being in the position of puppetmaster and plunking down for Trump just to see what that might look like.“

Ich fühle mich ertappt. Plunking down for to see what that might look like. Har har.

Kommentare

9 Kommentare zu “5 Reasons Why Trump Will Win”

  1. flatter am Juli 24th, 2016 6:19 pm

    Ich halte dagegen. Trump hat in zu vielen Segmenten der Bevölkerung keinen Rückhalt, und wo er die Hasardeure motiviert, wird die Angst seine Gegner antreiben. Ich erwarte – vobehatlich entscheidender Ereignisse – einen Erdrutschsieg für Clinton.

  2. Martin Däniken am Juli 24th, 2016 6:33 pm

    Also wenn nicht rechtzeitig ne Alieninvasion kommt oder die Nazis aus Neuschwabenland ausbrechen…

  3. Paul Simon am Juli 25th, 2016 2:23 am

    natürlich ist es wahrscheinlich, dass clinton verlieren wird, aber es war auch schon unwahrscheinlich, dass trump die nominierung kriegt, also… us-wahlen werden immer sehr knapp entschieden, bei sehr niedriger wahlbeteiligung und in wenigen staaten. und trump wirkt auf seine anhänger bei weitem nicht so „radikal“ wie er hier in den medien dargestellt wird. und clinton ist, wie moore ausführt, die denklich ungünstigste gegnerin gegen ihn. nein, es ist noch alles möglich. den brexit hat auch niemand hervorgesagt…

  4. Vox Populist am Juli 25th, 2016 11:59 am

    John Oliver brachte vor einigen Wochen einen interessanten Beitrag über die NRA – eine Organisation mit nur fünf Millionen Mitgliedern in einem Land von 320 Millionen Einwohnern (nur zum Vergleich: Der ADAC hat 19 Mio Mitglieder bei 80 Mio Einwohnern), die dennoch mächtiger ist als jene 80 % der US Bevölkerung, welche für Waffenregulierung plädieren.

    Weil die NRA immer nur „Nein!“ sagen muss, während ihre Gegner komplizierte Gesetzespläne austüfteln. Ein Nein versteht Jeder, auch Bürger ohne politische Bildung. Weil ihre Mitglieder enorm engagiert und aggressiv sind, ihre Abgeordneten mit Mails und Telefonanrufen zumüllen und immer zur Bürgersprechstunde auftauchen, um ihre einfache Position darzulegen – Nein, nein, nein zu jeglicher Waffenregulierung. Liberale Bürger mögen nach jedem Amoklauf im Internet lamentieren, aber die Mitglieder der NRA üben größeren Einfluss auf die Abgeordneten aus.

    Die Republikaner sind Heute ebenso die Partei des Neins und der Verweigerung. Mit dieser Politik halten sie derzeit beide Häuser des Kongresses mit großer Mehrheit, 31 von 50 Gouverneursposten und 70 von 99 Parlamentskammern in den Bundesstaaten. In 22 Bundesstaaten ist die Legislative und Exekutive komplett in den Händen der Republikaner (Gouverneur, House und Senat), gegenüber nur sieben Bundesstaaten bei den Demokraten.

    Die Demokraten mögen noch das Weiße Haus kontrollieren, aber die überwältigende Mehrheit der Gesetze welche das tägliche Leben der Amerikaner regeln werden schon Heute von Republikanern gemacht. Sollte Trump gewinnen, werden die Republikaner außerdem wieder die Mehrheit im Verfassungsgericht und die Bundesregierung stellen, also eine Machtfülle haben die in 240 Jahren keine Partei in den USA auf sich vereinigen konnte – und das zu einem Zeitpunkt, wo die Partei noch nie so radikale Positionen hatte wie jetzt.

    Auf klassische Demoskopie gebe ich bei dieser Wahl nichts, wie auch schon beim Brexit und bei den enormen Erfolgen der AfD bei den letzten drei Landtagswahlen werden viele rechte Wähler nämlich ihre Wahlentscheidung bei Meinungsumfragen verbergen. Wenn junge Wähler, Frauen, Latinos und Schwarze zu Hause bleiben weil sie mit dem weiblichen Richard Nixon nichts anfangen können, dann hat Donald Trump eine Chance zu gewinnen. Denn seine Wähler werden am Wahltag den Arsch hochbekommen, egal wie lange die Schlangen vor den Wahllokalen sind, oder wie mistig das Wetter.

  5. Mobilisierung entscheidet Wahlen : Burks' Blog am Juli 26th, 2016 12:49 pm

    […] Fleischhauer schreibt auf Spiegel online ganz richtig (Moore hat er gelesen); „Donald Trump ist näher dran, das Weiße Haus zu erobern, als viele […]

  6. Iannis70 am Juli 26th, 2016 3:44 pm

    Leider liegt Michael Moore mit seinen Prognosen, wer der nächste Potus wird fast immer daneben :-(

  7. Iannis70 am Juli 26th, 2016 3:46 pm

    Ich meinte natürlich, Gott sei Dank, lag er bisher immer daneben, so hoffentlich auch dieses Mal ;-)

  8. ... der Trittbrettschreiber am Juli 31st, 2016 3:01 pm

    ach, ginge es nur um die präsidentschaft… es geht auch um das überleben eines soliden, fast vergessenen unworts in einer „klimafreundlichen Zeit“: HAARSPRAY!

  9. Martin Däniken am August 3rd, 2016 7:11 pm

    Und automatisch hatte ich „I want to break free“ vor Augen!

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