Zur Lage und Frontberichte
Innere Front
– In der bürgerlichen Presse aka Qualitätsmedien lese ich: „“Ein interner Lagebericht der deutschen Botschaft in Pakistan wirft laut einem Bericht des „Spiegel“ privaten Hilfsorganisationen und dem Auswärtigen Amt gravierende Versäumnisse bei der Umsetzung der Aufnahmeprogramme für gefährdete Afghanen vor. Demnach sollen NGOs Geflüchteten [sic] gefälschte oder an das Verfahren angepasste Dokumente besorgt und diese sogar zu Falschangaben im Visumverfahren ermutigt haben.
Das Auswärtige Amt habe laut internen Mails auf eine möglichst großzügige Visapraxis gedrängt. Identitäten konnten häufig nicht eindeutig geklärt werden, Sicherheitsbedenken wurden offenbar oft ignoriert. In der Folge sollen nach Recherchen des „Spiegel“ mutmaßlich Tausende Afghanen mit fragwürdigen Fluchtgeschichten nach Deutschland eingereist sein – darunter auch Islamisten oder Personen mit Verbindungen zu den Taliban.“
Jetzt habe ich glatt vergessen, wer damals im Auswärtigen Amt verantwortlich war…
Intellektuelle Front
In a near-future university, lecture halls are filled with students hunched over glowing screens. The library, once a sanctuary of quiet pages and focused minds, has become a forgotten relic, its doors permanently closed. The shelves gather dust; the books lie untouched. These students were raised on snippets—short videos, bite-sized posts, and instant summaries. When assigned a novel or a research monograph, many feel a deep sense of frustration, even panic. “It’s too long,” they complain. “Can’t I just watch a summary?” Concentration wanes after a few paragraphs. Paragraphs become walls, and pages, mountains. Professors struggle. They assign readings, but few complete them. Discussions grow shallow, stripped of nuance. The habit of critical reading has eroded, replaced by a craving for speed and simplicity. The idea of sitting for hours with a complex text now feels, to many students, archaic—like using a quill. A literature professor sighs during office hours: “They can analyze TikTok trends but not Shakespeare. They know how to scroll, not how to read.” In an age of information overload, depth has been traded for efficiency, and the book—once a pillar of education—has become a symbol of a past too slow for the present.
– Ebenfalls in der bürgerlichen Presse ein Interview mit Michael Sommer, Geschichtsprofessor an der Uni Oldenburg.
„Sommer: Wir haben eine Art Gaußsche Glockenkurve von Studenten. Es gibt eine Gruppe von 20 bis 25 Prozent, bei der man sagt, die gehören nicht an die Uni. Die gab es aber immer. Dann haben wir nach wie vor eine Spitzengruppe von ebenfalls etwa 20 Prozent, die sind super. Die lesen und machen alles mit. Und dann gibt es eine Mittelgruppe von etwa 60 Prozent, wo man früher gesagt hätte: Ja, die sind vielleicht nicht ‚super‘, aber mit denen kann man eigentlich ganz gut arbeiten. Die kann man ungefähr dahin bringen, wo man sie bei einem akademischen Abschluss haben möchte. (…) Die sind vielfach nicht mehr kompatibel mit den Erwartungen, die man in einer akademischen Institution an Studenten hat. Sie erfüllen zum einen nicht die Eingangsvoraussetzungen, haben aber zum anderen auch nicht das Entwicklungspotenzial, dahin zu kommen, wo man sie haben will. (…) Fakt ist jedenfalls, dass einem Großteil der Studenten bereits das Lesen von, sagen wir mal, mäßig schweren Texten Schwierigkeiten bereitet.“
Die lesen also hier nicht mit. Gelobt und gepriesen sei die Vorsehung und mein Alter, dass ich nicht mehr an einer Uni mit Studenten zu tun haben.
Front im Nahen Osten
Die russische Propaganda (also automatisch voll gelogen) lässt Huseyin Özoguz (schon klar, @actuarium auf TikTok) mit antisemitischer Hetze zu Wort kommen. Überschrift: „Gruppen ultranationalistischer israelischer Juden sind am Montag durch muslimische Viertel in Ostjerusalem gezogen. Dabei skandierten sie „Tod den Arabern!“ und „Verdammt seien die Palästinenser!“
„82 Prozent der Befragten unterstützten die gewaltsame Deportation der Bewohners des Gazastreifens. Zudem unterstützten 56 Prozent die Deportation arabischer Staatsbürger Israels.“
Ach. Ach was. Und wie viele Araber in Palästina unterstützen den Terror gegen Juden und wollen den Staat Israel von der Landkarte tilgen? Und Jerusalem ist die Hauptstadt Israels und mitnichten die Hauptstadt eines nicht real existierenden Staates „Palästina“. Vielleicht sollte jemand das dem Huseyin Özoguz oder den Russen mal erklären.
Bonus: [Irgendein deutscher Politiker, bitte selbst ausfüllen] kritisiert Israels Vorgehen im Gazastreifen. „Deutsch bleibt Deutsch, da helfen keine Pillen.“
Ostfront
„Germany has announced to rearm for the third time in it’s modern history.“
Dazu altbekanntes deutsches Liedgut:
Nun brausen nach Osten die Heere
Ins russische Land hinein.
Kameraden, nun an die Gewehre!
Der Sieg wird unser sein!
Qualitätsmedien
Warum sollte ich eine dieser traditionellen Zeitungen kaufen – oder gar lesen?
Le monde diplomatique sagt den Sieg des Zhōngguó tèsè shèhuìzhǔyì voraus. Nun gut. Wenn ich das nicht schon wüsste, würde ich neugierig. Nein, kaufe und lese ich nicht.
Der Titel der WAZ: Viele Kinder können nicht schwimmen. (Jede Wette, dass darin nicht gefragt wird, ob die Zahl der muslimischen Kinder anders ist als die der Nicht-Muslime. Man weiß schon vorher, was kommt.) Ist das jetzt die wichtigste oder interessanteste Meldung des Tages? Echt jetzt?
Die Westfälische Rundschau widmet sich dem „Kampf gegen Rechts“, mittlerweile ein völlig ausgeleiertes Thema mit immer denselben Textbausteinen und vielen Komparativen (immer öfter, immer mehr – und das seit drei Jahrzehnten). Das könnte mittlerweile sogar die KI.
Die Titelgeschichte der Süddeutschen: Durchhalteparolen gegen die Russen. Charkow – eine Stadt, die sich nicht aufgibt. Früher haben die Qualitätsmedien so über Afghanistan berichtet. In Kabul – eine Mädchenschule, die nie aufgibt – oder so ähnlich. Warum sollte ich Kriegspropaganda lesen oder gar dafür bezahlen? Was will mir der Künstler mit dieser Überschrift sagen? Wir verteidigen ein edles Ziel und keine besonderen Interessen?!
Das Handelsblatt – gefühltes Zentralorgan der Kleinbourgeoisie, die gern Großbourgeoisie wäre – jammert über das fehlende Wachstum™. Was bedeutet das konkret? Finden wir garantiert nicht in dem Artikel, weil „Wachstum™“ für die Lautsprecher des Kapitals ein positiver Wert an sich ist, den man keinesfalls kritisch betrachten darf. Gemeint ist der Profit, der immer steigen muss, sonst geht die Welt unter. Sogar Wikipedia erklärt das korrekt (nur die Anführungszeichen sind überflüssig):
„Der Begriff der Profitrate ist eine ökonomische Kategorie, die bei Karl Marx (1818–1883) eine zentrale Rolle spielt. Sie drückt den Verwertungsgrad des angewandten Kapitals aus. Es handelt sich hier um eine Lehnübersetzung aus dem Englischen „rate of profit“, auch „profit rate“. Im deutschen Sprachgebrauch ist das Wort „Profitrate“ marxistisch vorgeprägt. Stattdessen werden „bürgerliche“ Begriffe wie „Rentabilität“, „Kapitalrentabilität“, Rendite oder Return on Investment verwendet.“
Die Welt – Zentralorgan der Eigenheimbesitzer und Kleinaktionäre – hat dasselbe Thema: Wachstum™. Moment, irgendjemand sagt „Nicht-Wachstum“ voraus. Also den tendenziellen Fall der Profitrate, der so sicher kommt wie der 31. Dezember? Nein, der Begriff ist bestimmt verboten. Anderenfalls würde jemand auf die Idee kommen, Karl Marx im Original zu lesen. Das würde die Bevölkerung verunsichern.
Dann meine Heimatzeitung Hellweger Anzeiger. Das Blatt ist natürlich entschuldigt, weil schon der Titel suggeriert, dass es nicht um das große Ganze, sondern um das kleine Lokale geht. Was sagt uns aber „Weniger Rauschgift[sic]verfahren“? Wer Cannabis als Gift bezeichnet, nennt garantiert Alkohol und Nikotin nicht Gift. Man sollte doch hier konsequent sein, wie die lokalen Zeitungen in den USA, und lokale Meldungen, die für alle außerhalb des „Hellwegs“ irrelevant sind, auch auf die erste Seite stellen.
Dann die Zeit: Wird die Welt wieder männlicher? Ihr habt sie doch nicht mehr alle. Wer liest so etwas – Tunten und Transen und Studienräte?
Dwell
Während ich mir gestern eine Pause gönnte und nur in meiner alten Heimat herumchillte, waren die Rollenspieler auf meiner Sim sehr aktiv und katapultierten „uns“ unter die ersten sechs der „goreanischen“ Spielorte – von rund 170. (Der Suchbegriff „btb“ in der Secondlife-internen Suchmaschine bedeutet „by the books“, womit die Bücher John Normans gemeint sind. Damit deckt man 95% aller „Gor“-Sims ab.)
In absoluten Zahlen bedeutet das: Gestern waren durchschnittlich permanent zwei Dutzend Avatare auf meiner Sim. Normalerweise ist der Traffic – also die Anzahl der Spieler in 24 Stunden – unter 2000. So wird es ab Mitte Juni wieder sein, wenn das spezielle Event vorbei ist.
„Linden Lab offered a $US reward to the 2% of landowners who receive the most dwell – in proportion to the dwell their properties received“. Dazu gehöre ich leider nicht.
Mulinhusun im Brukterergau und die Embisccara
Gestern bin ich den ganzen Tag herumgedüst, mehr als 30 Kilometer, was mit einem E-Bike natürlich ein Klacks ist. Natürlich beobachte ich auch die Weltlage, aber aus der Perspektive landwirtschaflich genutzer Flächen im östlichen Ruhrpott etwas distanziert. (Die automatisch voll gelogene Russenpropaganda wird mir hier wegzensiert, so daß ich aufs Handy via VPN ausweichen muss – ich habe vergessen, wie man das beim Laptop per Linux aktiviert. Es funktionierte schon, es liegt also menschliches Versagen meinerseits vor. Kommt auf die To-Do-Liste und wird alsbald erledigt, wenn ich morgen nach Hause komme.)
Mühlhausen wurde erstmals urkundlich um das Jahr 890 als Mulinhusun in einem Abgabenverzeichnis der Abtei (Essen-)Werden zusammen mit anderen Orten am Hellweg erwähnt: Im Brukterergau im Dorf Mulinhusun hat Folkbracht für eine halbe Hufe jährlich 10 Scheffel Gerste, 10 Scheffel Roggen, 8 Denare Heerschilling, 2 Scheffel Mehl zu leisten. Hierfür ist Salz zu kaufen.
Zum Vergleich: „Taos Pueblo im Nordosten des US-Bundesstaates New Mexico gilt als der älteste dauerhaft bewohnte Ort der gesamten Vereinigten Staaten. Vorfahren der indigenen Menschen Indianer (…) haben diese Gegend seit mindestens 1000 Jahren besiedelt.“ – Um 850 n.Chr. führte Alfred der Große, König von Wessex, die Verteidigung gegen die dänischen Wikinger. Da gab es Mühlhausen schon ein paar Jahrhunderte.
Ich bin also vermutlich Brukterer, wenn es nach der „Logik“ der Araber in Gaza, Judäa und Samaria geht, die sich noch in der wasweißichwievielten Generation „Palästinenser“ nennen.
Im Milchhof der Familie Lategahn in Unna-Mühlhausen kaufte ich das, was ich immer kaufe und was auf dem Foto oben da duftend nach Fleisch und Blut vor sich hin liegt.
Anschließend radelte ich auf gewundenen Pfaden zur Emscher. (Ja, ich war plötzlich mitten auf der Baustelle unter der Liedbachtalbrücke, was vermutlich nicht erlaubt war. Ich winkte den Bauarbeitern huldvoll zu und radelte irgendwie wieder auf der anderen Seite hinaus.) Ich kam am Krüper vorbei, über den ich schon 2011 schrieb: „Der kleine Tunnel ist hier, meine Tante nannte ihn immer den „Krüper“, offenbar ein seltenes Wort für „kleiner Tunnel“. In meiner Kindheit bin ich immer im Winter den Abhang bis fast in den Tunnel hineingerodelt; Autos fuhren damals so gut wie nie.“
Die erste schriftliche Erwähnung der Emscher fand im 10. Jahrhundert als Embisccara statt. Der Name ist keltischer Herkunft und war vermutlich ursprünglich ein Ethnonym. Der erste Namensbestandteil stammt wohl von der keltischen Wurzel ambi- mit der Bedeutung ‚um, herum‘. Der zweite Bestandteil war vielleicht der ursprüngliche Flussname, also etwa *Skaria oder *Iskara. Demzufolge wäre der Name mit ‚die um die Skaria/Iskara Wohnenden‘ zu übersetzen.
Die Emscher ist ein armer Fluss,
die wie kein anderer leiden muß
Die Emscher
Am Hellweg wo sie hell entspringt,
ahnt sie noch nicht was man ihr singt…
Im Emscherquellhof kehrte ich ein und aß leckere Waffeln. Empfehlenswert!
Das war eine gute und nötige Grundlage, weil ich mich am Abend mit meiner Großcousine ins Nachtleben Unnas stürzte, bis man uns weit nach Mitternacht – als die letzen Gäste – aus der Bar komplimentierte, so dass ich heute am Morgen, als ich zum Geburtstagsbrunch meiner Urgroßcousine eintraf, ein wenig schlapp war.
Burg Altena und mehr
Gestern besichtigte ich die Burg Altena. Der Eintritt war frei, weil keine Eintrittskarten mehr da waren. Gutes Timing. #schland #deutschland #infrastrukturapokalypse
Ich bekam interessante Anregungen, wie mit dem Antisemitenpack, das hier erwähnt wurde, zu verfahren sei, was aber den Gebräuchen der Neuezeit krass widerspräche.
Ich muss darüber ein eigenes Feudalismus-Addendum anfertigen, was alsbald geschehen wird.
Der Arbeiterklasse im Sauerland geht es derweilen an den Kragen, in der Stahlbranche, in der Autobranche, in der Papierbranche. So isser, der Kapitalismus.
Unter Speläologen im Suderlande
Gestern machte ich eine Klassenfahrt einen Halbtagesausflug zur Dechenhöhle [aka Deutsches Höhlenmuseum Iserlohn], eine Tropfsteinhöhle im Sauerland (überregional bekannt durch seine Flussnamen).
Ich war mehrfach motiviert: a) Als Kind war ich schon einmal da, konnte mich aber ums Verrecken an nichts mehr erinnern, b) habe ich so etwas und Ähnliches schon in Secondlife gebaut und c) war das Sauerland in meiner Kindheit eines der beiden möglichen Urlaubsgebiete (neben der Nordsee).
In Wahrheit besteht die Dechenhöhle aus mehr als 60 Höhlen, die auch noch nicht aller restlos erforscht sind. „Für Besucher ausgebaut sind 400 von 902 Metern der Höhle“ mit insgesamt rund 17 Kilometern Ganglänge. „Zu den Bewohnern der Höhle zählen die Große Höhlenspinne (Meta menardi) und Fledermäuse.“
Hätten Sie’s gewusst? Die Höhlenforschung gliedert sich in die Hauptbereiche Speläotopographie, Speläogenese und Speläobiologie.
Ich war schon mehrfach unter erschwerten Bedingungen „unter Tage“, wie man im Ruhrpott sagt, in Silberminen Boliviens, oder in unterirdischen Pyramidengängen in Mexiko, wo es mir schummrig wurde. In Deutschland ist alles bestens gesichert und man ist froh, dass keine Helmpflicht besteht, obwohl ein Führer natürlich unabdingbar ist.
Man kann aus finanziellen, kulturellen und touristischen Gründen in solchen Höhlen allerlei Tamtam veranstalten, Lesungen, Musik und Gespenstisches. Das finde ich eher uninteressant. Ich wollte wissen, was man da gefunden hat und wie alt das ist und seit wann da Menschen hausten oder auch nicht, weil es zu dunkel und unheimlich war.
Auf dem obigen Foto sieht man in der großen Versionen einen Pfeil, der auf einen Knochen zeigt. Die Höhlen, „die durch die Lösung von Kalkstein durch leicht saures Wasser (Kohlensäureverwitterung) über sehr lange Zeiträume hinweg entstanden sind“, sind zwischen 1,5 und einer Million Jahre alt. Die Tropfsteine (Stalaktiten und Stalagmiten) selbst wachsen extrem langsam – im Durchschnitt etwa 1 mm in 100 Jahren, sind also auch uralt. An einigen Orten, wie auch hier, wurden Knochen von Höhlenbären (Ursus spelaeus) gefunden, sogar die eines Wollnashorns, und die geologischen Schichten der Fundorte waren zwischen 120.000 und 150.000 Jahre alt. Wollmammuts und Höhlenlöwen (Panthera leo spelaea, alle ausgestorben) liefen da auch herum.
Bonus: Der Neandertaler hat diese Tierchen gesehen und vermutlich auch gefagt, aber ist nicht durch Löcher in die Karst- bzw. Tropfsteinhöhlen gefallen – man hat keine Menschenknochen gefunden. Werkzeuge und Tierknochen mit Spuren menschlicher Nutzung aus der Zeit des Neandertalers wurden sehr wohl entdeckt.
Der Mensch ist versucht, dem, was er nicht versteht oder was Menschlichem nicht ähnelt, Namen zu geben, die aber natürlich sinnlos sind. Das rot Beleuchtete ist ein „Höllenloch“. Man muss natürlich an die Existenz einer Hölle glauben, um das irgendwie unheimlich zu finden. Drastischer wäre ein unbeleuchtetes Skelett eines verunglückten Höhlenforschers, um Nachahner abzuhalten. Aber das schickt sich nicht.
Ich war von einigen – zum Glück – wenigen Rentnern umrahmt, die sich aber ordentlich benahmen und auch angenehmere Gesellschaft waren als große kreischende Kindergruppen im Berlin Naturkundemuseum, samt des oft überforderten pädagogischen Begleitpersonals, insbesondere, wenn es Hidschab trägt.
Unaer Guide führte uns auch vor, wie man durch Klopfen an die Stalaktiten [Eselsbrücke, nicht jugendfrei: Die Mi(e)ten steigen und die Tit(t)en hängen] eine ganz ordentliche Melodie erzeugt. Wir durften das aber nicht versuchen.
Interessant wurde es auch im angeschlossenen Museum, wo man die Überreste einer Fälscherwerkstatt bewundern kann, die in einer der Höhlen versteckt war.
Bei den übergroßen Plastik-Dinos und dem Modell eines Höhlenlöwens war ich weniger begeistert. Da bin ich vom Naturkundemuseum, wo ich oft arbeite, verwöhnt. Alles unterhalb vom Tyrannosaurus ist Pipifax. Und der Höhlenlöwe sieht aus wie ein trauriges Kuscheltier aus dem Hause Steiff. Da hätte man besser die Berliner Taxidermisten rangelassen.
Trotzdem war es alles in allem ein interessanter Trip, den ich mit einem Selfie samt Dame an der Bushaltestelle beende.
The army of anti-Semites
Zu dem Thema muss man nichts mehr sagen. Ekelhaft. Aber zu einem anderen aktuellen schreibt Elisaveta Blumina auf Fratzenbuch:
„30-year-old Elias Rodriguez, who killed two Israeli embassy staff near the Jewish Museum in Washington, was not an Islamic fanatic or an ISIS militant. He was a Marxist-Leninist and an anti-Semite. Rodriguez was a member of PSL Chicago – the Chicago branch of the Party for Socialism and Liberation, a group uniting fighters “for all that is good against all that is bad.”
According to the official PSL website, the party, founded in 2024, “adheres to Marxist-Leninist ideology” and advocates for the replacement of capitalism with socialism, where “power and resources are under the control of the working class.” Today’s proletarians declare themselves [tun sie gar nicht] defenders of women’s rights, immigrants, LGBTQ+ people, and the vanguard in the fight against racism, police violence, colonialism, and imperialism. Among the issues PSL particularly focuses on are workers’ rights, international solidarity, the liberation of the oppressed, and even the expansion of reproductive rights for the working people.
The party sees groups like Hamas, Hezbollah, and others as ideologically close, believing they are engaged in a struggle against Zionism, which they regard as an integral part of imperialism.
PSL takes one of the harshest anti-Zionist and pro-Palestinian stances among far-left movements.
The party’s main points regarding the Palestinian issue:
• The dismantling of Israel as a Zionist state
• The creation of a unified secular state on the entire historical territory of Palestine
• The view of Israel as a colonial and racist entity, established by imperialism led by the U.S. and the U.K.
• Support for resistance, including armed resistance
After October 7, 2023, the party stated that the events were the “result of 75 years of colonial occupation.”
It is already known that Elias Rodriguez fired 15 bullets at Israeli embassy staff, then entered the Jewish Museum, where he asked someone to call the police. People, thinking he was a victim of a terrorist attack, tried to help him. When the police arrived, Rodriguez pulled a keffiyeh (Arab scarf) from his pocket and began shouting “Free Palestine!” and also: Intifada! Revolution!” The calculation was correct. The video has already gone viral on social media. The army of anti-Semites has a new hero—and a role model…“
Auch die ultrastalinistischen Sekten und andere Pseudo-Linken hierzulande sind antisemitisch bis auf die morschen Knochen – wie zum Beispiel die MLPD, auch wenn letztere sich pro forma von der Hamas distanziert.
Bei mir kocht bei dieser Mischpoke immer eine Kombination der Wörter „Gaza“, „Flug“, „durchlöcherter Fallschirm“ hoch. So viel Gewaltfantasie gönn‘ ich mir.
Was fehlt, was ist neu, unter Mundabwischenden und Lünschermannsweg
Es begab sich aber, dass ich wieder auf der Reichsstrasse 1, zu meinen Lebzeiten also known as Bundesstrasse 1, zur Zeit des Frühfeudalismus als Hellweg, noch früher als via regia, nach Westen radelte. Def gut ausgebaute Radweg ist dem Publikum schon spätestens sei dem letzten Jahr bekannt. Was jetzt folgt, auch. (Wer sich beginnt zu langweilen, sollte sich testen statt hier herumzulesen – mein Ergebnis ist 44. Oder amüsiert euch über das Gejammere der Medien.)
Was mir in Berlin fehlt, sind die Aussichten über sanfte, begrünte Hügel, mit vielen Bäumen und einer abwechslungsreichen Mixtur aus Feldern, Wiesen und Wäldern. Leut Google war ich auf der Chaussee (so haben wir den Hellweg als Kinder genannt) – der Verlängerung der Provinzialstrasse, aber mein Foto ist natürlich besser.
Und nun zu uns, Holzwickede! Warum ist der westliche Radweg der Nordstrasse eigentlich gesperrt, obwohl da nichts kaputt zu sein scheint? Oder ist nur die Berliner Seuche, überall rot-weiße Plastikabsperrgitter hinzupflanzen, obwohl dahinter nie die schuftende Bauarbeiterklasse zu sehen ist, in den Ruhrpott geschwappt?
Lustig: Die Neuapostolische Kirche, in der ich als Kind mindestens fünf Mal in der Woche war und die mangels Verehrer höherer Wesen dieser speziellen Sorte schon vor einigen Jahren aufgegeben wurde, gehört jetzt den Buddhisten. Ich wusste gar nicht, dass es so etwas in Holzwickede gibt. Es würde mich schon interessieren, ob die vorher eine Art Exorzismus betrieben haben, um die christlichen Geister zu vertreiben. (Eine Frage ans Ordnungsamt: Wieso dürfen Buddhisten elektische Leitungen wie Lichterketten außen an den Mauern aufhängen, sodass einem als Hobby-Elektriker die Haare zu Berge stehen?)
Vor meinem Geburtshaus machte ich wie gewohnt eine kleine Pause, war aber leicht indigniert, da mir die paternalistische Attitüde, jeden Furz normgerecht vorschreiben zu wollen, nicht behagt: Atmen sie regelmäßig, vergessen sie nicht zu kacken, und wischen sie sich mit der Serviette neben ihrem Kuchen nicht den Arsch, sondern Mund ab! Eine Serviette gibt mir keine Anweisungen, was ich zu tun habe!
Falls ich nicht mehr wüsste, wann ich geboren bin, könnte ich im Rathaus Holzwickede fragen. Im Kirchenbuch der Evangelischen Kirche ist noch mein Vater verzeichnet, obwohl der noch als Kind zwangsweise in die Sekte wechselte.
Die ortskundigen Leser warten selbstredend voller Spannung auf den Lünschermannsweg (bei Google komme ich jetzt an dritter Stelle) bzw. die Quellenstrasse. Ich war natürlich ausgerüstet für das obligatorische Selfie.
Ich zitiere mich selbst (13.05.2024): Wieso fotografiere ich eigentlich immer dasselbe Motiv – wie hier (Oktober 2017), hier (Juli 2012) und hier (März 2012) und hier (November 2011) und hier (Juli 2011)?
Ich hätte da noch eine Frage an die hier mitlesenden Landwirte und andere Bauern. Was wurde da gepflanzt? Kartoffeln sind es nicht, Mais ist es auch nicht. Vielleicht Hafer?
Außerdem verstehe ich nicht, wie man mit einem Pflug so gerade Furchen ziehen kann, als hätte jemand mit einem kilometerlangen Lineal danebengestanden?! Oder ist das schon künstliche Agrarintelligenz?
Den Hixterwald mit den Rinnsalen, die ein paar hundert Meter weiter unten die Emscherquelle bilden, kennt hier mittlerweile jeder. Auch hier wiederholen wir gemeinsam: Wir reden über das Siepensystem des Selbachs (Link korrigiert).
Ich kann mich noch daran erinnern, dass mein Opa bei den Spaziergängen mit mir im Hixterwald erzählte, die großen Löcher, die man überall sieht (vgl. Foto in der Mitte), seien Bombenkrater. Das war natürlich Unfug. Er wusste es nicht besser. Aber ChatGPT weiß es:
Ja, im Ruhrgebiet gibt es einen speziellen Begriff für solche Löcher oder Krater in Wäldern, die durch den frühen, meist oberflächennahen Abbau von Kohle entstanden sind:
Eine Pinge (Plural: Pingen) ist ein trichterförmiger, meist abgesackter oder eingestürzter Bereich des Bodens, der durch alten Bergbau verursacht wurde – oft durch sogenannten „Pingenbau“ oder durch Einsturz alter Stollen. Im Ruhrgebiet und anderen Bergbauregionen Deutschlands finden sich solche Pingen häufig in Wäldern, an Böschungen oder auf Brachflächen, wo im 18. oder 19. Jahrhundert Kohleflöze nahe der Erdoberfläche durch kleinen Schachtbau oder Handarbeit abgebaut wurden.
Merkmale von Pingen: oft muldenförmig oder trichterartig, heute meist bewachsen, wirken wie kleine Senken oder Kuhlen, manchmal in Reihen oder Gruppen auftretend.
Umgangssprachlich werden sie in manchen Gegenden auch „Kuhlen“, „Schlote“ oder einfach „alte Schächte“ genannt, aber „Pinge“ ist der korrekte fachliche Begriff. Wenn du z. B. durch einen Wald bei Essen, Bochum oder Dortmund [der Hixterwald liegt größtenteils in Dortmund-Sölderholz] gehst und solche Kuhlen siehst, handelt es sich sehr wahrscheinlich um Pingen des Altbergbaus. Viele dieser Stellen sind heute als bergbauliche Relikte unter Schutz gestellt oder mit Warnschildern versehen, da sie nach wie vor absacken können.
Ich wollte natürlich mein komplettes Pflichtprogramm abspulen und radelte noch zum Kellerkopf. Das Kriegerdenkmal ließ ich aus und genoss stattdessen wieder die Aussicht ins Tal der Ruhr.
Ich wollte das alles schon gestern posten, aber ich befleißigte mich nach meiner Rückkehr im Don Camillo zusammen mit meinem Schuldfreund Harald, mit dem ich die meisten politischen Ansichten teile, der Todsünde der Völlerei und Trinkerei. Die Speisen waren wie immer großartig lecker. Ich habe so viel Geld verballert wie manche Leute am Tag verdienen. Das musste mal gesagt werden, weil ich zwar arm, aber (noch) privilegiert bin.
ChatGPT: Mögliche legale Tätigkeiten mit etwa 60 € Tagesverdienst:
🧹 Mini-Jobs / Geringfügige Beschäftigung
Reinigungskräfte (Teilzeit, z. B. 4–5 Stunden am Tag)
Zeitungsausträger
Küchenhilfen / Spülkräfte
Lagerhelfer oder Kommissionierer (z. B. 4 Stunden pro Tag)
Verkäufer/in auf 450-€-Basis (bzw. 538 € seit 2024)
Wisst ihr Bescheid.
Venus de‘ Medici
Ich darf das nackte Weiber liebende kulturaffine Publikum auf eine Vorfall hinweisen, bei dem ich ursprünglich annahm, es handele sich um Satire. Die bürgerliche Presse berichtet: „Die „Venus Medici“ ist ein Klassiker, das Original der Statue steht in den Uffizien in Florenz. Für Berliner Verhältnisse jedoch ist das Kunstwerk offenbar zu anstößig: Nach einem Hinweis der Gleichstellungsbeauftragten wurde die Bronzestatue aus einem Bundesamt entfernt.“
RA Steinheifel twittert (wie heißt das jetzt: Xtet?): „Wie wäre es, wenn man stattdessen die Skulptur zurückbringt und die Gleichstellungsbeauftragte des Bundesamtes für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen entlässt und ihr Amt komplett auflöst?“
Der Skandel ist doch nicht, dass eine Beauftragte für Prüderie, Bilderstürmerei und vermutlich auch Gendersprache dummes Zeug von sich gibt, sondern dass sofort nachgegeben wird. Was sind denn das für unterwürfige und opportunistische Hampelmänner da im „Bundesamtfür zentrale Dienste und offene Vermögensfragen“ (aka Bundesausgleichsamt)? Oder sind die alle dort zum islam übergetreten?
Let the Process Begin
Wird aber nicht funktionieren.
„Ukraine will never withdraw troops from its territory and will not give in to Russia’s ultimatums — Zelensky“ schreiben russische Qualitätsmedien.
Charming little ruhrpöttische Town, noch mal revisited
Urlaub heißt: Man fährt irgendwo hin oder auch nicht. Ich wählte die erste Option, nach dem Motto „Charming little ruhrpöttische Town, noch mal revisited“. Ein Woche chillen, obwohl ich mir ein straffes Programm vorgenommen habe, vom dem ich noch etwas weglassen muss.
Übrigens, Deutsche Bahn: Ihr wisst schon, dass japanische Lokführer bei einer Minute Verspätung Harakiri begehen oder sich zumindest so tief entschuldigend vor den Fahrgästen verneigen, dass ihre Zunge den blitzsauberen Bahnhofsfußboden berühren? „The great inconvenience we placed upon our customers was truly inexcusable“ – soll ich euch das übersetzen?
Ich musste zum Glück nur einmal in eine Regionalbahn umsteigen, die alle naselang fährt und auch pünklich ist. Zum Ausgleich macht der Lokführer – und nicht irgendeine KI! – in verständlichem Deutsch informative und höfliche Ansagen. Das Internet war wie gewohnt auf Akustikkoppler-Niveau, so dass ich es irgendwann ausschaltete zugunsten mobiler Daten. Einige Klos waren gesperrt, und die Bordküche hatte keine warmen Speisen. Aber wir sind ja auch nicht im volkschinesischen Eisenbahn-Kommunismus.
Dortmund war schon immer keine architektonische Perle, aber jetzt kommen zur Verhässlichung nochj Hidschabs dazu. Muss ich nicht haben. Das Logo der Union-Brauerei überragt immer noch die Hausdächer und erinnert an Zechen, Schlote, Kneipen, Bier und Korn wie die legendären Plaste und Elaste aus Schkopau an den real gar nicht existierenden Sozialismus.
Ich habe auch das obligatorische Selfie mit der Marktcam gemacht und mich ortsüblich verpflegt.
Morgen bin ich mit dem Elektroradl hier und dort.
Plan G

Ich wollte das Publikum eigentlich nicht schon wieder mit diesem Thema belästigen. Aber ich versteh’s nicht: Warum nimmt nicht jemand mal die Genossin Wagenknecht zur Brust und erklärt ihr, was für einen völkischen Quark sie da verzapft, wenn nicht sogar antisemitischen Bullshit?
Was würde passieren, wenn Israel keine Waffen mehr kaufen könnte? Das kann man sich doch angesichts des Geisteszustands der meisten dortigen Araber vorstellen. Das nimmt die Wagenknecht also billigend in Kauf. Ich fass es nicht….
Der Autor im „Neuen Deutschland“ Raul Zelik ist ausnahmsweise, wie bei diesem Thema sonst üblich, kein Quotenjude, beruft sich aber auf Jüdische Diaspora-Organisationen, womit das geklärt ist. „Und zweitens sind in dieser Frage auch Palästinenser Betroffene. (…) Worüber nicht gesprochen werden soll, sind die völkerrechtswidrigen Vertreibungspläne in Gaza und die Urteile der internationalen Justiz. Die nämlich schreiben verpflichtend vor, jede Kooperation mit israelischen Institutionen einzustellen, die an der Besatzungspolitik beteiligt sind“. Mehr muss man gar nicht wissen.
Natürlich darf jeder Israel kritisieren. Das mache ich auch, wenn mir jemand erzählen will, irgendwelche „Rechte“ gäbe es, weil das in frommen Büchern stehe. Da zitiere ich dann ganz schnell Israel Finkelstein: Alles Fake News.
Ich begrüße den Plan der „US-Aministration“ (was nur aus dem Englischen rückübersetzt ist, weil man das deutsche Work „Verwaltung“ nicht mehr kennt). Es gibt nur ein Problem – laut Israel heute: „Ausländische Organisationen haben kürzlich im Gazastreifen eine umfassende Umfrage durchgeführt, in der es um die Frage ging, ob die Bewohner des Gebiets bereit wären, den Gazastreifen zu verlassen, so N12. (…)
Laut der Umfrage wollen 50 % der Palästinenser des Gazastreifens nach dem Ende des Krieges verlassen. 80 % von ihnen gaben an, dass sie tatsächlich aktiv Schritte unternehmen wollen, um den Gazastreifen zu verlassen. 66 % der Befragten glauben, dass der sogenannte „Trump-Plan“, der einen Wegzug von Bewohnern aus dem Gazastreifen vorsieht, tatsächlich umgesetzt werden wird.
57 % derjenigen, die ausreisen möchten, nannten als Hauptgrund mangelnde persönliche Sicherheit.
36 % begründeten ihren Wunsch mit Arbeits- und Wirtschaftsgründen, und nur 4 % gaben Flucht vor Armut und Hunger als Hauptmotiv an. (…)
Bevorzugtes Auswanderungsziel der Gaza-Bewohner ist Europa, 73 % der Ausreisewilligen möchten in ein europäisches Land auswandern.“
Welches könnte das wohl sein? Wir schaffen das!

Credits: The Times und The Sunday Times via Telegram-Kanal „Israel Syrien Jemen Iran“
Pharia [Update]
Man ist für Lob empfänglich. Ein Rollenspieler war von der „griechischen Insel“ Pharia, die ich für einen bestimmten Plot in Secondlife gebaut habe, so begeistert, dass er (oder sie) gleich sehr hübsche Fotos gemacht und hochgeladen hat. Ich muss noch herausfinden, wie man Screenshots macht, die nur den Fokus scharf zeigen und den Rest unschärfer. Das geht mit guten Kameras ja auch. #gamedesigner
[Update] [07:24] XXX: great pix
[07:25] XXX: question: How do I get only the focus to be sharp in screenshots and the background to be blurred? For me, everything is always equally sharp.
[07:30] Ganima: it’s the depth of field, if you are using firestorm you can find it in the Dof/Glow tab of the phototools [Menu: World / Photo and Video / Photo Tools / Doc/Glow / enable Dept of field / Dept of Field focus follows pointer]
[07:32] Ganima: also, using the „center focus“ filter sharpen only the center of the screenshot
[07:33] Ganima: with this filter you get the center sharp and the border blurry without even activating the depth of field
[07:47] Ganima: good, this filter is nice when you don’t wanna spent hours to tweak the camera focus with the depth of field ^^
Exodus
Telegram-Kanal „Israel Syrien Jemen Iran“: „Trump beschließt, Araber aus Gaza nach Libyen zu schicken“.
„Die Vereinigten Staaten verhandeln über die dauerhafte Umsiedlung einer Million palästinensischer Araber aus dem Gazastreifen nach Libyen, berichtet NBC unter Berufung auf informierte Quellen. Es wird behauptet, dass die libysche Regierung im Austausch für die Aufnahme der Palästinenser Zugriff auf Milliarden von Dollar erhält, die in amerikanischen Banken eingefroren sind.
Aus dem Bericht geht allerdings nicht hervor, mit welcher libyschen Regierung verhandelt wird. Libyen ist seit dem Sturz des Regimes von Muammar Gaddafi im Jahr 2011 instabil. Das Land ist weiterhin zweigeteilt: Im Westen steht die Regierung unter Abdul Hamid Dbeibah, im Osten regiert Marschall Khalifa Haftar.
Libyen erstreckt sich über ein riesiges Gebiet von etwa 1,8 Millionen Quadratkilometern und hat etwas mehr als sieben Millionen Einwohner. Zum Vergleich: Das benachbarte Ägypten hat eine Fläche von 1 Million Quadratkilometern und dort leben mehr als 100 Millionen Menschen.“
Niña Tojolabal
San Christobal [Cristóbal de las Casas], 29.10.81
Ihr Lieben,
Nach 5 Wochen Mexico sind wir jetzt im Süden angelangt, werden aber durch schwere Regenfälle aufgehalten. Dafür haben wir aber auch ein extrem billiges Hotel mit türkischem Bad. Gestern hat es 7 Stunden gegossen, sodaß man nicht mehr über die Straße gehen konnte, weil das Wasser ca. 40cm hoch in Bächen durch die Stadt floß. Aber wir haben auch schon viel Sonne gehabt. In ein paar Tagen werden wir, wenn die Straße noch existiert, wieder auf Meereshöhe sein, wo das Wetter wieder ganz anders ist. Christobal [Cristóbal] liegt über 2000m hoch. Hier im Bundesstaat Chiapas leben über 150000 Indianer, die teilweise noch ihre alten Sprachen sprechen. Herzliche Grüße
Das Foto auf der Postkarte ist von José Ángel Rodríguez, gedruckt von Litográfica Turmex, S.A. de C.V.
„Niña [Mädchen] Tojolabal“
(Die Briefmarke fehlt, weil ich die Postkarte in einem Briefumschlag verschickt hatte.)
What can we do now
Manche Avatare haben schon einen schrägen Geschmack…
Nachtschicht
Ich muss mich erst einmal von den vier 12-Stunden-Nachtschichten erholen. Hatte ich schon erwähnt, dass ich jetzt bis Anfang Juni Urlaub habe?
Ich musste heute zudem ein wenig stundenlang herumfummeln und -konfigurieren, weil mir der älteste und unwichtigste Rechner verreckt ist. Man hat ja auch sonst nichts zu tun.
Hermannplatz, revisited
Berlin, Hermannplatz, zur gleichen Zeit wie das Foto von vor ein paar Tagen. Das fachkundige Publikum meinte, es seien eher die 70-er als die 80-er. Da man mein eigenes Taxischild im Rückspiegel sehen kann und ich erst seit 1977 Taxi gefahren bin, ist das Foto Ende der 70-er oder Anfang der 80-er entstanden: Das Bild ist ein eingescanntes Dia, und die Kamera hatte ich mir – falls ich mich richtig erinnere – erst vor der Südamerika-Reise 1979/80 gekauft.
Bulf oder die Kunst, E-Mails nicht zu lesen

A stunning blonde woman in short pants in an office, facing a computer. Seen from behind the monitor, her face is tense and focused as she intently reads the screen. [Ursprünglich hatte ich „swim suit“ geschrieben, aber das wollte die AI nicht akzeptieren. Complaint ist raus.]
Das „asynchone Kommunikationsmedium“ E-Mail gibt es schon länger. Um so mehr muss man sich wundern, dass viele Leute in Organisationen und Firmen elektronisch herumkasematuckeln, als wären sie im zweiten Schuljahr und hart an der Grenze zum Analphabetismus.
Was da alles hereingeschwemmt wird! Obwohl mein Provider (er sei gelobt und gepriesen) schon so ultraharte Spam-Filter hat wie eine Domina im BDSM-Milieu, ist 95 Prozent dessen, was ich lesen soll, Spam oder unverlangter Müll oder beides.

Qualität in der IT? (Ich habe die iX noch nie gelesen, ist also Spam und unerwünscht sowieso.) Qualität ist, wenn fremde Leute, die etwas von mir wollen, in mein Impressum schauen, sich meinen öffentlichen Schlüssel besorgen und mir dann eine verschlüsselte E-Mail schreiben. Alles andere ist dumm, dreist und unhöflich.
Und dann sollte natürlich im Text der Ten-Standard eingehalten werden. Wait a minute. (Gunter schüttelt den Kopf.) Das ist wieder für die, die eiskalt duschen, nur veganes Knäckebrot essen und beim Sex auf dem Kopf balancieren. Aber man kann doch wohl verlangen, dass jemand, der E-Mails schreibt, sich ein paar Gedanken macht, ob die Nachricht auch lesbar ankommt und nicht etwa zu altakkadischen Hieroglyphen zerhauen wird?
Wenn eure Scheiß-HTML-E-Mails unleserlich sind, dann liegt das nicht an mir, sondern daran, dass meine E-Mail-Programme so etwas nicht anzeigen sollen. Ich gebiete es so. Das ist kein Bug, sondern ein Feature.

Screenshot oben: Fast nichts ist erwünscht außer den Google Alerts, die ich selbst eingerichtet habe, alles um mein Heise-Abo, das Abo der Jerusalem Post oder um Vereinsmeierei. Und dass alles trudelt bei mir ein und ist nur ein schmaler Ausschnitt. Da kann man auch nichts herausfiltern.
Ganz besonders bescheuerte E-Mails sendet Xing, das ich so gut wie nie nutze, sondern nur, wenn ich über jemanden sonst nichts finde in den sozialen Medien. Die „gesponsorten“ Beiträge sind fast ausschließlich inhaltlich irrelevant – wie meine Beiträge auf meinen Telegram-, Bluesky- oder Mastodon-Kanälen, die ich nur als Propagandaschleuder für meine Blog-Beiträge gebrauche. Ich wüsste nicht, für was sonst. Ist pure Zeitverschwendung.
Jetzt kommen wir also zu MILF BULF. Ich habe den Verdacht, dass die gar nichts BULF meinen, obwohl ich kurz in das „Lehrvideo“ hineingeschaut und das Gestammel angehört habe, sondern BLUF (nicht das extrem Hässliche):
„Bottom line up front, or BLUF, is the practice of beginning a message with its key information. This provides the reader with the most important information first. By extension, that information is also called a BLUF.“ (Schön dazu: How to Write Email with Military Precision.)
Vermutlich hat da jemand in der AgitProp-Abteilung von Xing irgendwelche unanständigen Assoziationen gehabt und deshalb die Reihenfolge der Buchstaben durcheinandergekegelt…

Geleakt
NIUS hat das Schlechtachten „Gutachten“ des Verfassungsschutzes über die AfD geleakt.
Noch einmal zum Mitschreiben: „Verfassungsfeindliche Bestrebungen“ sind kein juristisches Argument für ein Parteiverbot (vgl. Leitsätze zum Urteil des Zweiten Senats vom 17. Januar 2017). Das BVerfG wird das einfach in die Tonne treten.
„Eine gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung gerichtete Zielsetzung einer Partei reicht für die Anordnung eines Parteiverbots nicht aus. Vielmehr muss die Partei auf die Beeinträchtigung oder Beseitigung der freiheitlichen demokratischen Grundordnung „ausgehen“.“




































































































