Abgeriegelt

Blick auf Jericho, Judäa, Israel, vom Wadi Qelt aus gesehen, 25.10.2025 (bisher unveröffentlicht)
Jetzt jammern die deutschen Medien wieder mit den gewohnten Textbausteinen. „Grenzschließungen und die Vertreibung von rund 2000 Palästinensern sorgen für Kritik.“ Bei wem? Das sagen sie bewusst nicht. „Bei den üblichen Verdächtigen“ eben, die immer auch noch die Phantasmagorie „Palästinenserstaat“ im Kopf haben.
Israel hatte im Sechstagekrieg 1967 unter anderem das Westjordanland und Ost-Jerusalem erobert und hält dieses Gebiet seither besetzt. Dort leben heute inmitten von drei Millionen Palästinensern rund 700.000 israelische Siedler, schreibt die bürgerliche Presse.
Wait a minute. Die Sowjetunion hatte Ostpreußen im 2. Weltkrieg erobert und hält dieses Gebiet seither besetzt. Was sagt das Revanchistenpack dazu? Oder: In Judäa und Samaria leben rund 700.000 Israelis inmitten von drei Millionen arabischen Siedlern.
Puls und Atmung noch normal?
Die Lage im Westjordanland hat sich seit dem Hamas-Massaker am 7. Oktober 2023 in Israel und dem dadurch ausgelösten Gaza-Krieg weiter verschärft.(…) Aber auch die Gewalt radikaler israelischer Siedler gegen Palästinenser hat stark zugenommen.
Aber auch? Zieht man etwa einen Vergleich? Ihr ekelt mich an. Es läuft doch immer wieder untergründig auf „die Juden sind an allem schuld“ hinaus. Oder: Deutsch bleibt deutsch, da helfen keine Pillen.
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