Unter Nichteinreisenden

Frage an Radio Scharhörn: Ist es richtig, dass Bundeskanzler Merz untersagt hat, dass Bürger aus den sogenannten palästinensischen Gebieten sowie Gaza nicht mehr nach Deutchland einreisen dürfen, weil zu wenig Informationen über die Antragsteller aus diesen Gebieten vorlägen, um die von ihnen ausgehenden Risiken zu beurteilen?

Radio Scharhörn: Im Prinzip ja. Aber es war nicht Bundeskanzler Merz, sondern US-Präsident Trump. Und nicht Deutschland ist gemeint, sondern die USA. Und es waren nicht die sogenannten palästinensischen Gebiete sowie Gaza, sondern die Länder Afghanistan, Myanmar, Tschad, die Republik Kongo, Äquatorialguinea, Eritrea, Haiti, Iran, Libyen, Somalia, Sudan und Jemen.

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Only Fear. Only the System.

orwell
Imagine a world where the sky is always grey—not just from smog, but from the suffocating weight of fear and control. Society is ruled by an all-seeing regime. Every home, every street, every screen watches you. The “Eye of Order” never blinks.

There are no free media. All information is controlled by the “Ministry of Truth,” which rewrites reality to serve the state. Independent thought is a crime—thoughtcrime—and even facial expressions can betray disloyalty. Language itself has been reshaped to eliminate dissent; words like “freedom” are forgotten.

Children are raised to spy on their parents. Love is forbidden. Loyalty to the regime is absolute. Everyone smiles out of fear. Everyone nods while silently screaming. No one knows if the leader exists, but everyone must worship him—or disappear.

History is rewritten. Memory is controlled.
There is no truth. No freedom.
Only fear.
Only the system.

Manchmal ist es zum Gruseln, wenn man in der eigenen Peer Group zum Beispiel hört, dass ein AfD-Verbot ganz gut sei oder dass Campact unterstützenswert sei oder ähnlichen Unsinn. Man kann dagegen gar nicht argumentieren, weil das Weltbild, das so etwas hervorbringt, von teflonartiger Härte und Glätte ist, an dem jeder kritische Einwand abperlt wie Nordseewasser an Ostfriesennerzen.

Mal eine schüchterne Frage. Meint das Publikum, dass ich dieses Blog mit vergleichbaren Inhalten auch noch in zehn Jahren betreiben könnte? Ich bin da vorsichtig und gebe zu, dass ich es nicht weiß. Wahrscheinlicher ist es doch, dass irgendjemand irgendeine der Blockwartemeldestellen auf mich hetzt, weil ich dem Kommunismus positiv gegenüberstehe und immerzu „Kapitalismus“ sage statt „moderne soziale Marktwirtschaft, die alle reich und glücklich macht“. Mich schützt, dass ich unbekannt und unwichtig bin und kein TikToker mit Tätowierungen. Aber ob das reicht?

Aus Wokistan hören wir: „Zum 75. Jubiläum von George Orwells dystopischem Roman „1984“ ist eine neue Ausgabe erschienen – versehen mit einer Triggerwarnung. In dem Vorwort erklärt die Autorin und Literaturdozentin Dolen Perkins-Valdez, dass in dem Roman „überhaupt keine schwarzen Charaktere“ vorkämen. Eine „zeitgenössische Leserin“ wie sie selbst bringe das ins Stutzen, schreibt sie weiter. Zudem äußert sie, es sei schwierig, „einen kleinen Funken Verbindung“ zu einem Buch herzustellen, das „nicht viel über Rasse und Ethnizität spricht“.“

Es ist eigentlich ein lahmer Witz, dass Orwells Roman 1984 reine Fiktion sei und nicht als Handlungsanleitung gedacht war. Aber mittlerweile bin ich mir da gar nicht mehr so sicher, wie das manche Leute sehen. Das ist aber nicht neu (2022):

„Männer und Frauen bestimmter Studiengänge werden an der britischen Universität Northampton vor einem Klassiker der Literatur gewarnt. Laut britischen Medienberichten teilte die Uni den Studierenden des Kurses „Identity Under Construction“ mit, hier würden „schwierige Themen im Zusammenhang mit Gewalt, Geschlecht, Sexualität, Klasse, Rasse, Missbrauch, sexuellem Missbrauch, politischen Ideen und anstößiger Sprache“ behandelt. Dazu gehört der Universität zufolge auch das Buch 1984 von George Orwell.“

Darf ich vor dem Koran warnen? Noch? Oder nicht mehr?

„Und tötet sie [d.h. die heidnischen Gegner], wo immer ihr sie zu fassen bekommt, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben.“ (Sure 2,191 – „Als die schlimmsten Tiere gelten bei Allah diejenigen, die ungläubig sind und auch nicht glauben werden“, (Sure 8,55)

In der bürgerlichen Presse (Paywall) lese ich etwas über „Das freundlich lächelnde Gesicht des deutschen Zensurkomplexes“.

„Als offizieller „Trusted Flagger“ darf die Berliner NGO HateAid künftig vermeintlich rechtswidrige Inhalte auf Internetplattformen markieren. Was harmlos klingt, ist tatsächlich ein tiefer Eingriff“.

Ich kann mir durchaus vorstellen, dass die These, in Deutschland gebe (nicht gäbe) es Zensur, demnächst strafbewehrt sein wird. Die gute Nachricht: Zensur lehrt die Leute zwischen den Zeilen zu lesen oder Witze zu machen wie Radio Eriwan.

„Als vertrauenswürdiger Hinweisgeber darf HateAid künftig Plattformen wie X, Facebook oder YouTube nicht nur Hinweise auf vermeintlich rechtswidrige Inhalte geben. Diese müssen dann auch vorrangig bearbeitet werden. Mit anderen Worten: HateAid darf mit staatlicher Legitimation Inhalte markieren, die dann von den Digitalunternehmen oft automatisiert entfernt werden. Kein Gericht, kein öffentlicher Diskurs, kein Gegengewicht.“

Frage an Radio Scharhörn: Gibt es in der Deutschland eine Zensur?
– Im Prinzip nein. Es ist uns aber leider nicht möglich, auf diese Frage näher einzugehen.

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#WaffenfürIsrael

waffen für Israel

Hysterisch kreischende Frauen sollte man ignorieren. Aber nimm dies, taz: Warum nicht mal wieder eine Leserkampagne?! Jetzt aber: Waffen für Israel!

waffen für Israel

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Unter Noch-nicht-so-weit-Seienden

robot
Roboter der Zukunft für die AltenSeniorenpflege (Symbolbild): A humanoid robot of the future is a highly advanced, lifelike machine designed to resemble and interact with humans. It features realistic skin-like materials, fluid movements, and expressive facial features. Equipped with artificial intelligence, it can understand language, recognize emotions, and adapt its behavior in real-time. These robots are used in various fields–healthcare, education, and companionship–seamlessly blending into human environments while continuously learning and improving through interaction. show the whole body but no human face –chaos 100 –s 750

Ich darf das natürlich intelligente Publikum auf einen interessanten Artikel in Shanghai Daily (Shine) aufmerksam machen: „Humanoid robots fascinate us, but it will be years before they reach an ‚iPhone moment‘ in our lives“. (Ich hoffte natürlich auch, dass die KI mir allerliebste Bilder dazu machen würde.)

Die KI übersetzte mir eine Passage: „Sun Lining, Dekan der Fakultät für Maschinenbau und Elektrotechnik der Soochow-Universität, sagte, dass humanoide Roboter mindestens fünf Jahre von ihrem „iPhone-Moment“ der Massenkommerzialisierung entfernt seien. Er fügte hinzu, dass fortschrittliche Humanoide, die in der Lage sind [KI: es muss „seien“ heißen], komplexe Aufgaben in Bereichen wie Landwirtschaft, Fabrikarbeit und Altenpflege zu übernehmen, möglicherweise erst in einem Jahrzehnt oder später erscheinen werden.

Für den Moment geht die Show weiter, während Pioniere der Branche ihre neuesten Versionen humanoider Roboter in eher theatralischen Ausstellungen präsentieren. Sie mögen einen Ausblick auf die Zukunft geben – aber sie sind noch nicht so weit.“

robot
Robotlehrer der Zukunft für Grundschulen (Symbolbild)

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FYI Asche zu Asche, Staub zu Staub

gaza
Credits: Israel Syrien Jemen Iran | Ben Tzion Macales

Ich will sie zerstoßen zu Staub vor dem Winde, ich werfe sie weg wie Unrat auf die Gassen. (Psalm 18, Vers 43)

„Karte der Kontrolle der IDF-Streitkräfte im Gazastreifen – 3. Juni 2025.

Die Schwergewichte des Bodenmanövers im Gazastreifen im Rahmen der Operation „Gideons Streitwagen“ sind zweigeteilt: Im nördlichen Gazastreifen, in der Region Beit Lahia und auf dem Militärstützpunkt Jabalia. Es lässt sich feststellen, dass sich die Aktivitäten auch auf die Außenbezirke von Beit Hanoun und der Stadt Jabalia ausweiten.

Im südlichen Gazastreifen liegt der Schwerpunkt auf der Einkreisung von Khan Yunis von Süden, Osten und Norden. In all diesen Bereichen werden erhebliche Fortschritte bei der Eroberung der offenen Gebiete und der Peripherie der Stadt erzielt. Die Operation umfasst die Zerstörung aller terroristischen Infrastruktur und Strukturen unter der Sicherheitskontrolle der israelischen Armee.

Viele Bereiche in beiden Bereichen zerfallen zu Staub.“

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Ojos Color Tierra

chiapas

Hier noch ein weitere Postkarte in einem Brief aus Cristóbal de las Casas, Chiapas, Mexiko, vom 29.10.81 (vgl. Niña Tojolabal). Dieser war an meine Eltern gerichtet und kam am 9.11. an; meine Mutter hat auf den Umschlag „Gott sei Dank“ geschrieben, weil sie lange nichts mehr von uns gehört hatte. Der vorherige Brief ging wohl an andere Verwandte.

Das Foto auf der Postkarte ist ebenfalls von José Ángel Rodríguez, gedruckt von Litográfica Turmex, S.A. de C.V.. Unten links: Ojos Color Tierra [wörtlich: erdfarbene Augen]

Ihr Lieben,
Nach gut 5 Wochen Mexico [sic] wird es Zeit, daß wir mal das Land wechseln. Wir hoffen, in 1 Woche in Belize zu sein. Gestern haben wir von einem anderen Deutschen eine deutsche Zeitung zu sehen bekommen, es scheint ja ganz schön was los zu sein in Berlin und überhaupt. Wir sind gespannt auf die Post in Belize.

Vor einer Woche haben wir ein Seepaket [das war billiger als Luftpost] mit Souvenirs losgeschickt, es dürfte in 4 Monaten in Berlin ankommen (hoffentlich!). Mexico ist etwas teuer als wir angenommen haben, aber wir haben unseren Etat kaum überschritten.

Herzliche Grüße…

chiapas

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Fenster und Schwänze

windosw

Nur dass das mal hier ein Ende findet. Mein kleiner Uralt-Windows-Laptop (auf dem läuft noch Dune 32-Bit!) , den ich nur auf der Arbeit und im Urlaub mitnehme, weil alle anderen Rechner zu groß sind, läuft jetzt wieder, und ich habe als Reserve noch Tails auf einem Stick.

Nachdem ich die Maschine neu aufgesetzt hatte, musste ich alles neu installieren – das war erstaunlich wenig.

– Browsen: Chrome und dem Tor-Browser
– Mailen: Clawsmail, dazu Gpg4Win und Kleopatra (kommt jetzt beides zusammen – das war früher nicht so). Dazu die vorhandenen Schlüsselbünde importieren.
– Sicherheit I: KeePass
– Sicherheit II Veracrypt
– Sicherheit III: Wireguard und die schon vorhandene wg_config.conf importieren
– Sicherheit IV: Windows Defender abschalten, alle Virenscanner löschen (ich weiß gar nicht, wie dieses McAfee-Schlangenöl auf meine Rechner kam?!), alles, was ungefragt hochpoppt, abwürgen
– FTP: FileZilla und einrichten
– HTML: Bluefish
– Grafik: Gimp sowie Nomacs
– Sound: VLC
– Text: OpenOffice
– Lesen: Kindle für Windows
– Optional: Far Manager (nur wegen des Norton-Commander-Gefühls).

Das Hintergrundbild ist die Bahnstrecke von Cuauhtémoc in Mexiko nach El Sufragio (Ferrocarril Chihuahua al Pacífico), fotografiert 1979.

Habe ich etwas vergessen, was man dringend braucht, wenn man gezwungen ist, Windows zu benutzen?

Far Manager

PS Telegram hatte ich vergessen.

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Schwänze [Update]

tails

Geht doch. Falls ich auf die Kiste nicht Mint/XFCE draufgespielt bekomme, kann ich immerhin Tails benutzen. Windows kann weg.

[Update] Leider habe ich Windows wieder zum Laufen bekommen – komplett den Rechner neu aufgesetzt. Ich sage nur: Dune! Jetzt habe ich also beides, wenn ich will.

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Unter USB Ordnenden

usb

Zeit am vorletzten Urlaubstag, ein wenig Ordnung ins USB-Chaos zu bringen. Jetzt sind noch vier übrig geblieben, die weder von Linux noch von Windows erkannt werden, deren Zweck mir verborgen bleibt.

Vielleicht kriege ich Tails auf meine uralten zweiten Windows-Rechner, der nicht mehr richtig starten will, zum Laufen. Secure Boot hat mich aber schon immer genervt.

usb

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Worüber geredet werden muss

linke

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Unter Qualitätsoffensiven

telepolis

Ich darf das geschätzte Publikum auf meinen Artikel auf Telepolis aufmerksam machen: „Warum eine Qualitätsoffensive bei Telepolis überfällig war – und keine Verschwörung ist“.

„Je genauer man hinschaut, umso weniger begreift man, warum (ehemalige) Leser und Autoren von Telepolis jetzt so starke Gefühle zeigen, als nähme man den „Omas gegen Rechts“ die Lichterkette und die Staatsknete weg. Stattdessen muss man sich fragen, warum die Qualitätsoffensive nicht schon viel früher in Angriff genommen worden ist.“

Der Artikel wurde leicht verändert, da bin ich schmerzfrei.

Wörter aber wie „jedenfalls“ und „erstmals“ kommen bei mir nicht vor. Auch keine pädagogischen Hinweise wie „dazu gleich mehr“ (Letzteres hat Raymond Chandler ausdrücklich verboten). Ich beginne auch keine Sätze mit „denn“.

Der Schluss lautete im Originalmanuskript so:

Wer etwas anderes will, kann zahllose Blogs konsumieren, die am Rand der Bedeutungslosigkeit und ohne nennenswerte Einnahmen vor sich hin werkeln. Aber auch für die so genannte Gegenöffentlichkeit gilt das eherne Gesetz der Medienwissenschaft: Medien ändern kaum Meinungen, sondern bestärken das, was der Konsument eh schon denkt. Jeder sucht sich die Fakten und die Weltanschauung, die ihm passen. Daher waren Portale wie Mastodon und Bluesky schon zur Irrelevanz verdammt, bevor sie zur Alternative zu „X“ verklärt wurden.

Harald Neubauer schrieb vor kurzem: „Telepolis vollbringt Wunder: Verbrannte Bücher bald wieder lesbar!“ Die alten Texte, entsprechen sie den gewünschten Standards, werden also wieder online verfügbar sein. Das wurde schon von Beginn an „irgendwie“ angekündigt, aber es schien kaum jemand, der das Ende des Abendlands witterte, ernst genommen zu haben. „Übrigens hätten wir dort eine Zeitangabe einfügen sollen, um den Eindruck zu vermeiden, es handele sich um eine dauerhafte Zugangssperre. Hinterher ist man immer klüger.“

Also viel Lärm um nichts?

Man kann prognostizieren: Die Leser werden teilweise zurückkommen, genauso so wie die Medien und Institutionen, die mit dramatischer moralischer Geste und vollmundig ihre Abkehr von X also known as Twitter verkündeten und sich jetzt reumütig fragen, wer eigentlich ihre Kurznachrichten noch liest?

Man darf gespannt sein, ob sich die Zugriffe auf das demnächst freigeschaltete Telepolis-Archiv im Promillebereich bewegen werden oder ob plötzlich ein starkes Interesse an der Vergangenheit zu beobachten ist.

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Fstab, revisited, oder: Failed to start default target

fstab

Ich habe etwas verschwiegen. Nachdem ich gestern schon laut Halleluja gesungen hatte, weil beide zusätzlichen Festplatten eingebunden worden waren (Plusquamperfekt Passiv), misstraute ich der Sache immer noch. Und siehe, beim erneuten Booten blieben die Monitore schwarz und waren zudem mit kryptischen Fehlermeldungen verunziert.

fstab

Wenn ich nicht noch einen zweiten Rechner gehabt hätte, wäre ich gescheitert – ChatGPT per Smartphone ist sehr mühsam, und ich hätte alles eintippen müssen. Ich bekam noch nicht einmal eine ordentliche Shell.

Ich habe mehr als drei Stunden gebraucht, um das hinzukriegen. Die Tipps der KI waren nicht immer ganz richtig. Ich musste auf learning by doing ausweichen. Aber ohne ChatGPT wäre ich total hilflos gewesen – noch nicht einmal der recovery modus funktionierte. Ich begann schon, auf dem Laptop per Balena Etcher ein iso von Ubuntu auf einen USB-Stick zu beamen, um dem Gewürge ein Ende zu setzen.

Aber irgendwann kriegte ich dann ein richtiges Terminal und begann, den Ratschlägen der KI folgend, herumzukommandozeilen. Ich hätte die beiden externen Festplatten in der fstab gleich auskommentieren sollen, weil es heute morgen schon wieder losging mit den schwarzen Monitoren (vgl. Foto oben). Die Befehle von Nano kann ich mittlerweile auswendig und esse dennoch weder Knäckebrot noch dusche ich kalt.

Ganz kapiere ich es nicht. Die beiden zusätzlichen Festplatten werden in der fstab nicht berücksichtigt – sie sind aber per Nautilus vorhanden. Nur die Namen – datadisk1 und datadisk2 – stehen da nicht, sondern unter „andere Orte“ zwei Mal „Datenträger 1 TB“. Ist also alles so, wie ich es wollte, aber warum, könnte ich nicht erklären.

„Du hast das Problem systematisch gefunden und gelöst – das ist nicht selbstverständlich, besonders bei Bootproblemen mit schwarzem Bildschirm!“ Ach. Ach was.

fstab

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Fefe, revisited

Das Publikum suggeriert, ich möge investigativ recherchieren, was eventuell geschehen sei. Ich wüsste wie, habe aber weder Zeit noch Lust dazu.

Vorschlag: Laut Wikipedia ist Fefe Mitgründer der Firma Code Blau. (Berlin Amtsgericht Berlin (Charlottenburg) HRB 84777 – Code Blau GmbH, es kostet etwas, die Dokumente einzusehen).

Özgür Kesim, der andere Gesellschäftsführer, ist Mathematiker (mit E-Mail-Adresse). Er ist auch auf Mathstodon, aber nicht aktuell aktiv. Auf X findet man ihn und auch seine Website kesim.org. Die ist zwar leer, aber man kann info@ versuchen.

Ich würde vermutlich anders vorgehen. Kesim ist passionierter Laien-Musiker an der Deutschen Oper. Die Kollegen von meiner Firma sitzen dort Tag und Nacht an der Rezeption und kennen vermutlich jeden… Nur theoretisch natürlich. Länger als ein, zwei Tage würde ich nicht brauchen.

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Come being kidnapped – Adventure awaits!

abduction

Come being kidnapped by an alien ship and flown through space – Adventure awaits!

Hier für die zweieinhalb Leser, die das interessiert: So sieht ein Rollenspiel-Plot in Secondlife aus. Der Organisator macht das schon ein paar Jahre mit unterschiedlichen Szenerien und hat großen Zulauf.

Alien agents plan your capture to drag you away to Gor!

Aktuell findet das Event auf meiner Sim statt; ich habe auch das Environment dafür – die „griechische“ Insel – gebaut. Alles, was man als Teilnehmer sieht, ist auf einer Skybox, also einer ziemlich weit oben in der „Luft“ schwebenden Plattform mit Sim Surround. Die habe ich aber nicht gekauft, sondern selbst konstruiert. Wenn man dort „oben“ ist, merkt man nicht mehr – als Avatar -, dass man auf einer schwebenden Plattform herumläuft. Alles ist Íllusion! (Secondlife-Weisheit).

abduction

Mittlerweile ist habe ich „Pharia“ wieder komplett abgerissen (rund 7000 Prims), weil die Teilnehmer (rund zwei Dutzend) schon alle im virtuellen Raumschiff sind und dort herumrollenspielen. Ich hatte einen Fotowettbewerb mit Geldpreisen ausgelobt, weil von dem virtuellen Ereignis nichts bleiben wird außer ein paar Screenshots. Hier der Beitrag von Tori James (der Name des Avatars), der mir bisher am besten gefällt.

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Die kleinteilige Dekoration – wie die Zeitschriften, das Kneipeninventar und die „Luftmatraze“ usw. – stammt übrigens teilweise von Nephtides na Neidos (nephtides – Avatarname), dem Organisator des zweiwöchigen Events.

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Waffen-SZ

sz

Michail Ristov kommentiert auf Facebook: „Die Waffen-SZ verbreitet antisemitische Lügen, und wird auf X/Twitter korrigiert. Scheint mir das einzige soziale Medium zu sein, in dem Fakten nahezu in Echtzeit gecheckt und ggf. Korrekturen gepostet werden. (…) Angesichts dieser faktenbasierten Korrekturfunktion versteht man natürlich, warum besonders die grüne Bubble das Medium X/Twitter verlassen hat.“

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Unter Sprachpanschenden oder: We love Wank

sprachpanscher

Der Verein Deutsche Sprache wählt den Sprachpanscher des Jahres 2025. Ich muss das hier dokumentieren, es ist zu schön:

Die diesjährigen Kandidaten:

„Die Stadt Chemnitz
„C the Unseen“ lautet das Motto für die Kulturhauptstadt Europas 2025. Der Spruch soll helfen, bislang Ungesehenes und Unentdecktes sichtbar zu machen. Der Kunst- und Skulpturenweg PURPLE PATH präsentiert zeitgenössische Skulpturen und erzählt Geschichten aus der Region. Aber warum sollen Besucher auf Englisch darauf aufmerksam gemacht werden?

Der Bund Deutscher Radfahrer (BDR)
1884 gegründet, organisiert der BDR Trainingslager, Wettkämpfe, Trainerausbildung und die Jugendarbeit im Leistungs- und Breitensport rund um das Fahrrad. Damit ist jetzt Schluss: Neuerdings heißt der Verband „German Cycling“. „Wir werden unsere Strukturen und die vielfältigen Aktivitäten im Radsport weiter konsequent modernisieren“, erklärt Verbandspräsident Rudolf Scharping. Da darf die deutsche Sprache natürlich keine Rolle spielen.

Die Continental AG
Beim Reifenhersteller aus Hannover kommen in der Werbung nur noch Reste der deutschen Sprache vor: „Engineered for the Unknown“ sind alle Produkte. „Die Terra Gravel Range ist ausgestattet mit unseren neuesten Innovationen, darunter BlackChili und Pure Grip Compound, unsere fortschrittliche Tubeless- und Hookless-Technologie und führt Grip Compoun für Trail Casings ein.“ Vermeintlich fortschrittliche Sprache schließt hier jeden aus, der kein (Fach-)Englisch kann

Landrat Marco Prietz (Rotenburg/Wümme)
Landrat Prietz machte Schlagzeilen mit einer Dienstanweisung, in der amtlichen Kommunikation „nur noch weibliche statt männliche“ Amtsbezeichnungen zu verwenden, und zwar „aus Gründen der besseren Lesbarkeit“. Die Mehrzahl der Beschäftigten sei schließlich weiblich. Er selbst macht sich damit zur Landrätin.

Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG
Dass Denglisch meistens schiefgeht, musste die Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG in Garmisch-Partenkirchen im vergangenen Winter erleben. Der Werbespruch lautete „We love Wank“ und man meinte eigentlich den Hausberg von Partenkirchen, den Wank. Auf Englisch heißt „to wank“ allerdings umgangssprachlich masturbieren. Das war dem Ski-Weltverband zu schlüpfrig, sodass er entsprechende Werbebotschaften bei seinen Rennen untersagte.“

Ich habe die Continental AG gewählt.

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Sudo Festplatten [Update]

festplatten
Make a symbolic image of three computer hard drives with the Linux operating system –s 750

Ich muss den hier mitlesenden EDV-Opas und den kommandozeilenaffinen DFÜ-Omas etwas beichten. Es ist mir peinlich. Ich hatte mir vor sechs Jahren den Tuxedo-Gamer-PC mit Ubuntu zugelegt (vor dem ich gerade sitze und schreibe). Dunkel erinnerte ich mich, dass ich damals drei Festplatten orderte. Bei sowas ist man als Laie natürlich vorsichtig: Ich habe schon einmal, noch mit Debian, vor rund zwei Jahrzehnten alle meine Daten gelöscht, weil ich eine virtuelle nicht von einer physisch real existierenden Festplatte unterscheiden konnte. Ich hatte nur ein Backup auf der virtuellen, und das war natürlich weg, als ich die Harddisk formatierte.

Ich war mir irgendwann nicht mehr sicher: Habe ich nun zwei oder drei? Und wie heißen und und wo tauchen die wie auf? Ich sah die anderen beiden nur mit Nautilus als sudo-Admin und benutzte sie schlicht als Backup.

Aber einem nicht existierenden höheren Wesen sei Dank gibt es ja jetzt ChatGPT.

festplatten

Zu meiner Entschuldigung sei angemerkt, dass man das, wenn man kein IT-Admin irgendwo ist, nur alle paar Jahre einmal macht.

Schritt x: Mount-Verzeichnisse erstellen (falls noch nicht vorhanden). Schritt 3: In die Datei /etc/fstab eintragen Bearbeite die Datei mit einem Editor: sudo nano /etc/fstab.

Da musste ich improvisieren, also einen normalen editor als root aufrufen. nano ist nur was für Knäckebrotesser.

Füge am Ende Folgendes hinzu (ersetze UUID=… durch deine tatsächlichen UUIDs und USERNAME durch deinen Benutzernamen): UUID=yyyy-yyyy-yyyy-yyyy-yyyyyyyyyyyy /mnt/datadisk1 ntfs-3g defaults,uid=USERNAME,gid=USERNAME,umask=0022 0 0 .

Schritt x: Optional – Besitz der Verzeichnisse ändern:
sudo chown -R USERNAME:USERNAME /mnt/datadisk1
sudo chown -R USERNAME:USERNAME /mnt/datadisk2 (Ja, man muss seinen Benutzernamen eintragen – mit whoami suchen.)

Wenn du willst, kann ich dir auch bei der konkreten fstab-Zeile helfen, wenn du mir die Ausgabe von lsblk -f oder sudo blkid gibst. Bitte!

Danke für die ausführliche Ausgabe! Du hast:
/dev/sda1 → /datadisk1, UUID: a3a93863-a581-463b-9c32-95145357b9dd
/dev/sdb1 → /datadisk2, UUID: 565b8a28-f5ca-4c20-83d3-fe92e46df964
Dein Systemlaufwerk ist /dev/sdc mit Root-Partition auf /sdc2. Heureka!
Jetzt richten wir ein, dass /datadisk1 und /datadisk2 automatisch beim Start eingebunden werden und dein Benutzer Zugriff hat.

Falls noch nicht vorhanden oder du dir nicht sicher bist: Mountpoints sicherstellen
sudo mkdir -p /datadisk1
sudo mkdir -p /datadisk2

Mounts aktivieren
sudo mount -a

Besitz ggf. setzen (nur einmal nötig) (den eigenen Benutzernamen statt „max“ eintragen)
sudo chown -R max:max /datadisk1
sudo chown -R max:max /datadisk2

Wie du die Systemfestplatte mit Nautilus erkennst: Die Systemfestplatte ist auf / (Root-Verzeichnis) eingebunden. Sie hat keinen eigenen Namen, weil: Sie ist immer eingebunden als Wurzel des Dateisystems. Sie enthält Ordner wie /home, /etc, /usr, /var, usw.. Dein „Persönlicher Ordner“ (/home/deinbenutzer) liegt ebenfalls darauf.

Bonus-Tipp: Label (Namen) für Datenträger setzen
Wenn du möchtest, kannst du der Systemfestplatte einen „sichtbaren“ Namen geben – das ist aber nicht üblich und auch nicht notwendig, da sie ohnehin immer als / eingebunden ist.
Wenn du die Labels für datadisk1 oder datadisk2 ändern willst (damit sie in Nautilus anders erscheinen), sag einfach Bescheid – ich zeige dir gern, wie das geht.

Danke, aber das muss heute nicht sein. Ich hab’s kapiert, dass ich drei Festplatten habe, die jetzt immer und automatisch zu sehen sind. Und ich muss mich noch nicht einmal für die Hilfe bedanken!

festplatten

[Update] Wichtig für die Zukunft: Bearbeite Systemdateien niemals per sudo nautilus oder sudo gedit, weil sie oft falsche Zeichencodierungen verwenden (Windows- statt UNIX-Format), sie versteckte Metadaten/Backups erzeugen, die Probleme machen.

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Unter Beschränkten

Nehmt dies, deutsche Meldestellen: „Außenminister Rubio kündigt Visabeschränkungen für Verantwortliche von „Online-„Zensur“ an.

Danke, USA!

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Wo ist Fefe?

fefe

Günter Born fragt das auch, hat aber keine Antworten, ähnlich wie Hadmut Danisch. Es gibt aber kryptische Hinweise von Kris (Kristian Köhntopp).

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Das Interesse des Kapitals

Eric X. Li

Ich darf die Leserschaft auf ein kurzes, aber höchst interessantes Interview (auf Instagram und auf Facebook) mit dem chinesischen Milliardär Eric Xun Li (IMHO) aufmerksam machen. (Übersetzung unten)

„Why this Chinese billionaire says the West got it all wrong“

In America you can change political parties but you can’t change the policies. In China you cannot change the party but you can change policies.

Question: So in that time, China seeks to be communist. Is that what you are saying?

Well, China is a market economy and it’s a vibrant market economy but it is not a capitalist country. Here’s why. There’s no way a group of billionaires could control the poly bureau. As billionaires control American policy making. So in China you have a vibrant market economy but capital does not rise above political authority. Capital is not.. does not have enshrined rights.

In America, capital, the interest of capital and capital itself has risen above the American nation. The political authority cannot check the power of capital. That’s why America is a capitalist country but China is not.

Us so in the 65 or 66 years, China is being run by one single party yet … the political changes have taken place in China in this past 66 years have been wider and broader and greater than probably any other major country in modern memory.“

„In Amerika kann man die politische Partei wechseln, aber man kann die Politik nicht ändern. In China kann man die Partei nicht wechseln, aber man kann die Politik ändern.

Frage: Also zu dieser Zeit strebt China danach, kommunistisch zu sein. Ist das, was Sie sagen?

Nun, China ist eine Marktwirtschaft, und es ist eine lebendige Marktwirtschaft, aber es ist kein kapitalistisches Land. Und zwar aus folgendem Grund: Es ist undenkbar, dass eine Gruppe von Milliardären das Politbüro kontrollieren könnte – so wie Milliardäre die amerikanische Politik bestimmen. In China gibt es also eine dynamische Marktwirtschaft, aber das Kapital steht nicht über der politischen Autorität. Das Kapital hat keine verbrieften Rechte.

In Amerika hingegen ist das Kapital – das Interesse des Kapitals und das Kapital selbst – über die amerikanische Nation hinausgewachsen. Die politische Autorität ist nicht in der Lage, die Macht des Kapitals einzuschränken. Deshalb ist Amerika ein kapitalistisches Land, China aber nicht.

In den 65 oder 66 Jahren, in denen China von einer einzigen Partei regiert wurde, haben politische Veränderungen stattgefunden, die breiter, tiefgreifender und umfassender waren als in wahrscheinlich jedem anderen bedeutenden Land in der neueren Geschichte.“

Ist es das, was Marx mit der „Diktatur des Proletariats“ vorschwebte – dass die Politik über den Interessen des Kapitals steht? Darüber muss ich noch nachdenken.

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