Unter onlinedurchsuchenden Trojanern

Trojan horse
Ein „Trojaner“ in einem überwachten Computer

Sie wollen wieder onlinedurchsuchen, berichtet die bürgerliche Presse (und wissen nicht, wie – mit Magie?)

„Ein Kernstück ist auch die sogenannte Quellen-Telekommunikationsüberwachung, um verschlüsselte Kommunikation abhören zu können. Denn bei Telefonaten etwa über Whatsapp hilft die klassische Telefonüberwachung nicht. Bei der „Quellen-TKÜ“ greift Überwachungssoftware die Daten ab, bevor sie verschlüsselt werden. „Dabei liegt der Fokus auf der Abwehr von Organisierter Kriminalität und Terrorismus. Und selbstverständlich gilt hier auch der Gerichtsvorbehalt“, sagte Spranger. Auch Kryptowährungen können dann präventiv beschlagnahmt werden.“

So, die Überwachungssoftware greift also ab. Aber wie kommt die auf das Smartphone oder (m)einen Rechner? Schauen wir mal:

FinSpy: Eine Trojaner-Software, die Fernzugriff auf einen bereits infizierten Rechner ermöglicht. Die Software läuft unter Windows, macOS sowie Linux.

Ach. Ach was. FinSpy was installed on several computer systems inside Internet Cafes in critical areas in order to monitor them for suspicious activity, especially Skype communication to foreign individuals. Using the Webcam, pictures of the Targets were taken while they were using the system.

Schon klar. „Internet-Cafe“, vermutlich im Iran?

When FinSpy is installed on a computer system it can be remotely controlled and accessed“ – und wie soll jemand so etwas auf meinen zur Zeit acht Rechnern (PC mit Linux, 4 Laptops mit Windows und Linux, 1 Netbook, 2 Android-Handys – habe ich was vergessen?) installieren? Ihr spinnt doch… So etwas geht nur im „Tatort“ und bei Game of Thrones.

FinFireWire: Software durch welche mithilfe von FireWire und DMA ein komplettes Abbild des Arbeitsspeichers heruntergeladen werden kann. Wie oben.

FinFly USB: Installation von zuvor gewählter Software nur durch Einstecken eines zuvor präparierten USB-Sticks.

Und wie kommen die in ein BIOS, das so etwas gar nicht gestattet? (Das ist natürlich auch geschützt.) Ohne dass ich das merke? Ich würde natürlich bei einer attraktiven Mossad-Agentin oder einer Pilotin schwach, falls so eine mich socialengineerte.

Jede einigermaßen seriöse Firma verbietet den Angestellten so etwas – außer bei der Taz. (Anmerkung: Ich habe schon bei einigen Unternehmen an deren Rechnern gesessen: Bei den meisten war alles erlaubt und das Passwort klebte auf dem Monitor. Aber für Blödheit anderer kann ich nichts.)

FinFly ISP: Eine auf Internet-Provider-Ebene installierte Software, die unter anderem gezielt momentan geladene Dateien mit Überwachungssoftware infizieren kann.

Natürlich, ist ja auch total legal. Das möchte ich sehen. Und was sagt mein Router dazu? By the way: Was sind eigentlich „gezielt momentan geladene Dateien“? Und was sind „ungezielte“ ungeladene Dateien von vorgestern?

Spranger faselt dummes Zeug, und die Qualitätsmedien plappern wie gewohnt alles unkritisch nach.

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Kommentare

6 Kommentare zu “Unter onlinedurchsuchenden Trojanern”

  1. ... der trittbrettschreiber am Juni 21st, 2025 8:11 p.m.

    „Spranger faselt dummes Zeug,…“

    Oh wie ich solche Leute beneide – sinnhaft leben und auch noch dafür bezahlt werden…hx.

  2. blu_frisbee am Juni 21st, 2025 10:21 p.m.

    Dem bullshitter gehts nicht um Wahrheit in der Sache sondern Dominanz im Gespräch.
    Es laufen viele Blöde rum die nachplappern.

    Inzwischen besteht das Personal des Politzirkus aus bullshittern. zB Spranger.

  3. nOby am Juni 22nd, 2025 11:34 a.m.

    Der moderne deutsche Politiker ist den Gestrigen immer einen Schritt voraus. Trojaner sind von Gestern. Niemand muß sich mit den Details von IT und Telekommunikation auseinandersetzen. Die Zukunft kann jede Quotenfrau, jeder Quotenmigrant ohne Deutschkenntnisse.

    Da paßt es, dass ich unter meinem Klarnamen demnächst Leserkommentare schreiben muß. Womöglich noch unter meiner echten Adresse und mit Berufsbezeichnung, damit mich die „Antifa“ schneller findet? Daniel Günther von der CDU will das.

    Niemand schreit auf.

    Daniel Günther gehört für Klonovsky zu denen, die zum Islam konvertieren würden. Er schreibt:

    Ich hege übrigens nicht den geringsten Zweifel daran, dass Figuren wie Hendrik Höfgen resp. Wüst und Daniel Günther ohne mit der Zimper zu wucken zum Islam konvertieren würden, wenn es ihrer Karriere dienlich schiene; das nur an die Adresse derer, die sich von der Ausbreitung des Mohammedanismus wenigstens personelle Veränderungen erträumen. Zu schweigen von meinem Lieblingstoren H. Lind, der als Ehren-Emir der Schariapolizei Wuppertal mit einem gewissen Recht auf die Zuteilung von zwei bis sogar drei Kopftuchmädchen spekulieren dürfte, die er dann nächtelang vollquatschen könnte.

    Klarnamen selbstverständlich ja, wenn auch jeder Kriminelle und Verdächtige mit Klarnamen, Staatsangehörigkeit, Rasse und Ethnie benannt wird.

  4. ... der trittbrettschreiber am Juni 22nd, 2025 1:05 p.m.

    @nOby

    Unerhört – Du, nOby, schreibst hier nicht unter Deinem Klarnamen? Da brat mir doch einer einen [bitte in der eigenen Teflon-Pfanne].

    …hx.

  5. blu_frisbee am Juni 22nd, 2025 2:51 p.m.

    Juristerei dupliziert Realität, angereichert mit Normen des Sollens zu einer Wunschwelt.
    Mittelmäßige Juristen übersehen Nebeneffekte.

    Joachim Herrmann, bayerischer Innenminister entgegnete in einer Diskussion Clara Hinrichs
    daß notwendige Klimamaßnahmen dann nicht mehr „demokratisch“ wären.

    Herrmann glaubt Physik wäre politisch.
    Das soll er mal mit der Gravitation versuchen.
    Nieder mit den Alpen, freie Sicht zum Mittelmeer.

    Herrmann glaubt seine juristischen Traumwelt wäre wirklich. Im Koalitionsprogramm steht Bayern müsse Kernfusion machen weil das dem Klima hilft.
    Kenner halten Politiker für irre.
    Letztere haben die Gewalt.

    Bürgerliche glauben wenn „Volk“ murrt weiß der Staat nicht genug um der Opposition Maulverbot zu erteilen.
    Vor 1789 war Paris erfüllt von anonymen Gerüchten.

  6. ... der trittbrettschreiber am Juni 22nd, 2025 3:29 p.m.

    @blu_frisbee

    „Herrmann glaubt Physik wäre politisch.“

    Derzeit zeigt sich: Politik ist physisch…hx.

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