Keine Zukunft für die so genannte Linke
Interview mit Andrej Hermlin, Pianist und Ex-Mitglied der so genannten „Linken“:
„Die Kritiker Israels haben in der deutschen Öffentlichkeit sehr viel Raum: in den Universitäten, in der Presse, auf den Bühnen der Theater, bei fast jeder Preisverleihung. Dagegen haben die Verteidiger Israels kaum noch Raum in der Öffentlichkeit. Kritik an Israels Regierung oder seiner Kriegsführung ist legitim, aber hier passiert etwas ganz anderes: Israel wird als Staat delegitimiert. Die Antisemitismus-Definition, auf die sich die Linke nun beruft, ist ja keine wissenschaftliche, sondern eine politische. Wenn darin behauptet wird, die Israel-Boykottbewegung BDS sei nicht antisemitisch oder wenn darin eine Ein-Staat-Lösung im Nahen Osten als akzeptabel angesehen wird, dann rüttelt man wissentlich am Existenzrecht Israels. Das ist so schwerwiegend, dass die Partei damit den Kanon der anständigen Parteien verlassen hat. (…)
Aufgrund meiner Herkunft fühle ich mich nicht nur bedroht von der AfD, sondern ebenso von arabischen Schreihälsen auf der Sonnenallee oder von Studenten, die Bluthände an die Wände unserer Universitäten schmieren und damit das Leben jüdischer Menschen in unserem Land gefährden. Mir dreht sich der Magen um bei dem Gedanken, dass die Linke dies nun offensichtlich toleriert und allen Bekenntnissen zum Trotz der Propaganda der Hamas nachläuft. (…)
Dass sich in Deutschland angeblich progressive Kräfte mit islamofaschistischen Kräften im Nahen Osten zusammentun, anstatt ihnen entgegenzutreten, ist eine der niederschmetterndsten und ekelhaftesten Entwicklungen der jüngsten Vergangenheit. So hat die Linke keine Zukunft.“ (Quelle: Tagesspiegel Checkpoint Kurzstrecke, 13.5.25), von Andrej Hermlin auf Facebook)
Unter Fädenziehenden
Ich vermute, dass auch die der Geschichte des Nahen Ostens kundigen Leser das dumpfe Gefühl haben, nicht vollständig über die Geschehnisse informiert zu werden. Nein, ich rede meine nicht die völlig indiskutablen deutschen Medien, sondern alle. Welche Deals werden da hinter den Kulissen abgeschlossen?
Ich habe mir zum Thema einen interessanten Kommentar in der Jerusalem Post von Peled Arbeli übersetzen lassen. (Auch die Jerusalem Post kann keine vernünftigen Links setzen.)
„US-Präsident Donald Trumps geplantes Treffen mit dem syrischen Präsidenten Ahmed al-Sharaa und dem Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde Mahmoud Abbas in Saudi-Arabien sei ein strategischer Schachzug gewesen, der von Trump selbst initiiert wurde – und nicht eine Falle, die ihm von arabischen Führern gestellt wurde, erklärte Dr. Edy Cohen, Mitarbeiter des Israel Center for Grand Strategy und Nahost-Experte, am Dienstag gegenüber Maariv.
Die Amerikaner schützen die Golfstaaten vor dem Iran. Also ist Trump der Boss.
„Wenn es eine geplante Falle gibt, dann müssen wir verstehen, dass derjenige, der sie geplant hat, Trump ist – und nicht umgekehrt“, sagte Cohen. „Die Golfstaaten erhalten Schutz von den Vereinigten Staaten. Es gibt amerikanische Stützpunkte – vor allem in Katar – und die Amerikaner schützen die Golfstaaten vor dem Iran. Also ist Trump der Boss.“
Cohen warnte zudem vor weit verbreiteter Desinformation im Zusammenhang mit den Berichten über den Besuch.
„Es gibt viel Desinformation über diesen Besuch, viele Lügen und Illusionen“, sagte er. „Einerseits behaupten Araber in den sozialen Medien, dass Trump sich abwendet – wegen des Deals, den er mit den Huthis gemacht hat und bei dem Israel außen vor blieb – und deshalb kommen sie zu dem Schluss, dass er gegen Israel ist. Diese Vorstellung ist online so verbreitet, dass einige sogar behaupten, Trump werde einen palästinensischen Staat ausrufen. Das weise ich entschieden zurück.“
Cohen beschrieb eine Atmosphäre der Hoffnung auf arabische Einheit, enthüllte jedoch auch einige der Dynamiken hinter den Kulissen.
„Eine weitere Erzählung, die sich online verbreitet, spricht von einem Treffen ähnlich den Abraham-Abkommen – nur ohne Israel – unter Beteiligung des Präsidenten des Libanon, des Präsidenten Syriens und einem Schritt in Richtung arabischer Versöhnung“, sagte er. „Ich habe keine Antworten darauf, ob so etwas tatsächlich passieren wird, aber das ist derzeit die Stimmung. Es wird behauptet, Trump werde die arabische Versöhnung sicherstellen.“
Cohen fügte hinzu, dass Trumps Beweggründe wahrscheinlich nicht ideologischer Natur seien.
„Meiner Meinung nach macht Trump das nicht umsonst. Niemand liebt die Kataris einfach so. Sie kaufen sich alles mit ihrem Geld“, sagte er. „Wenn Trump sich entscheidet, so etwas zu tun, dann deshalb, weil er hineingezogen wurde. Katar will überall mitmischen. Es ist klar, dass sie dominieren und die Führung in der arabischen Welt anstelle von Ägypten übernehmen wollen. Die Kataris haben den Ägyptern bereits die Führungsrolle abgenommen. Die Weltmeisterschaft war in Katar, und Al Jazeera dominiert die arabische Welt.“
Israel muss Katars Einfluss auf Trump und die arabische Welt verringern
Cohen rief Israel dazu auf, entschlossene diplomatische Schritte als Reaktion auf Katars wachsenden Einfluss zu unternehmen.
„Israel muss jetzt entschieden auf Katars wachsende Macht reagieren“, sagte er. „Beziehungen abbrechen, Katar als Terrorstaat oder Terrorunterstützer einstufen – dann ist es möglich, ihr ganzes Prestige zu zerstören. Ihr Ansehen in der arabischen Welt ist nur deshalb gestiegen, weil sie für uns vermittelt haben. Wir haben ihnen das gegeben.“
Cohen schloss mit einer Warnung und einer hoffnungsvollen Botschaft:
„Die israelische Diplomatie muss aktiver werden. Wir müssen keinen Streit mit Trump anfangen, aber wir müssen ihm die ganze Wahrheit sagen“, sagte er. „Und ich hoffe, dass das den Plan gegen den Iran nicht beeinträchtigt. Ich glaube, Israel und die USA haben gute Beziehungen, und wir greifen effektiv im Jemen an – aber trotzdem bleibt das Gefühl, dass er uns diesmal übergangen hat.““
Pallywood, reloaded

Screenshot der SRF-Tagesschau mit Rami Abu Taima.
„In der SRF-Tagesschau vom 25. April 2025 wurde ein Interviewpartner aus dem Gazastreifen als einfacher „Bewohner von Gaza“ vorgestellt. Nach Recherchen von Audiatur-Online handelt es sich bei dem Mann jedoch um einen bekannten Korrespondenten des katarischen Pro-Hamas-Senders Al Jazeera.“ (AchGut.com)
Unter Doxxenden
Ich muss das Publikum leider mit einem Thema behelligen, mit dem ich mich rein gar nicht auskenne – „Rechtsextremismus“. Bei so etwas muss ich immer Experten fragen, am besten solche, die oft im Fernsehen sind und die das aus dem Bauch heraus schon alles wissen.
Angeblich reden alle zur Zeit über ein angebliches Doxxing, das ein Insasse der öffentlich-rechtlichen Anstalten mit Namen Böhmermann mit einem „großen rechten Influencer“ (taz), der unter dem Pseudonym „Clownswelt“ agiert und angeblich mehr als 300.000 Follower bzw. Abonnenten hat, abzog. Ich benutze das Wort „Doxxing“ nicht, eher „Social Engineering„. Das ist bekanntlich nichts Neues, sondern seit jeher ein Mittel und Instrument investigativer Recherche. Nur dient die, falls sie eine solche ist, der staatsbürgerlichen Aufklärung.
Da ich auch kein Fernsehen schaue, sondern mich auf die Streaming-Dienste beschränke, kann ich auch über den Böhmermann nichts sagen. Diskussionen innerhalb der Medienbubble gehen mir am Gesäß vorbei. Ich habe mir jedoch die Sendung ausnahmeweise angesehen, unter Qualen und permanentem Drücken der Vorlauftaste. Wie kann man sich so etwas antun? Findet der Kerl sich lustig? Ich finde ihn zum Fremdschämen.
Man weiß bei dem Thema schon vorher, was wer schreibt. Es ist also zum Gähnen langweilig. Die Rechten oder wer auch immer sind empört; die Gefühlslinken und Lichterkettenträger finden das Outing mit Namen großartig. Warum um eines nicht existierenden höheren Wesens willen betreibt jemand, der politisch sein will, seinen Youtube-Kanal anonym? Jede popelige Website in Deutschland ist zu einem Impressum verpflichtet. Mit Ansage: Wer den Klarnamen herauskriegen will, schafft das auch. Also kann man das geheime Getue auch gleich lassen.
Der Böhmermann ist fast so peinlich wie der DJV, wenn der sich über Israel äußert. Er wendet sich ausschließlich an ein Publikum, vom dem er meint, dass es ohnehin seiner Meinung ist. Alle anderen sind vermutlich rrrrächts. Alle Nazis außer Mutti und Böhmermann. Dazu passt die Meute im Studio, die auf Bestellung hirnlos klatscht (ich war selbst oft genug in Studios und weiß, wovon ich rede). So überzeugt man niemanden.
Aber ich glaube auch gar nicht, dass das Böhmermanns Absicht ist. Es geht nur darum, dass sich die üblichen Verdächtigen als bessere und gute Menschen fühlen und anschließend die SPD oder die Grünen oder die Linke wählen. Ein Zirkus sondergleichen!
Bei ganz einfachen Fragen sind solche Leute glatt intellektuell überfordert. Was sagen sie zum ehemaligen marxistischen Präsidenten von Peru? „…Gesellschaftspolitisch befürwortet er die Todesstrafe, den Austritt Perus aus der Amerikanischen Menschenrechtskonvention, ist gegen die Einführung der Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften und gegen die Legalisierung von Abtreibung…“ Ist das also ein rechter Marxist?
Oder wenn man nach Deutschland einwandern will? „Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Zustimmung der deutschen Regierung, da die Vergabe der Staatsbürgerschaft in Deutschland stark reguliert ist. Die deutsche Staatsbürgerschaft wird in der Regel nur an Personen vergeben, die einen bedeutenden Beitrag zur Entwicklung des Landes geleistet haben oder die aus besonderen Gründen wie familiären Bindungen die Staatsbürgerschaft erhalten möchten.“
Haaaalt! Wait a minute. Ich habe mich vertan – es geht um China! Wer so strikt wie die Volksrepublik China mit der Staatsbürgerschaft umgeht, ist natürlich rechts. Wer die deutsche Staatsbürgerschaft verramscht, ist links. Oder nicht?
Es ist alles so kompliziert heute. Ich blicke gar nicht mehr durch. Ich dachte immer, lechts und rinks könne man nicht velwechsern?
Hermannplatz
Berlin, Hermannplatz, vermutlich Ende 80-er oder frühe 90-er Jahre. Das Kaufhaus im Hintergrund gehört noch zu Kreuzberg, der Rest ist Neukölln.
Max & Moritz und die Völlerei
Ich hatte schon am 21.01.2024 erwähnt, warum das erste Stockwerk des Kreuzberger Wirtshauses Max und Moritz mit Erinnerungen behaftet ist. Ich durfte gestern noch einmal hochsteigen.
Wie das Publikum schon errät, befleißigte ich mich wieder der Todsünde der Völlerei, kombiniert mit der Aufnahme dazu passender Getränke, in Gesellschaft von Aakshay Raghaveendra. Wir besprachen die Weltläufte, Software, Indien, China und alles andere.
Der Flammkuchen war der beste, den ich jemals gegessen habe. Den Apfelstrudel könnte ich auch selbst machen, was auf meiner To-Do-Liste steht.
Anschließend besuchten wir die ebenfalls zu empfehlende Misfit Bar am Leuschnerdamm und nahmen dieses und jenes Getränk zu uns.
Kreuzberg hat sich total verändert, vor allem die Oranienstrasse. An einem Samstag kommt man kaum über den Bürgersteig, weil der überfüllt ist – von der Stiege, die es schon in dern 70-er Jahren gab, bis zum Görlitzer Bahnhof. Ich mag es da nicht mehr – zu viele Hipster und anderes Kroppzeug. Und auf de Straße die üblichen Verdächtigen mit schwanzverlängernden Fahrzeugen.
Ich beschloss, ein wenig zu Fuß heimwärts zu laufen, um den Mangel an Bewegung auszugleichen, und musste bestürzt feststellen, dass der hier schon mehrfach erwähnte Drogendealer meines Vertrauens das Geschäft offenbar aufgeben hat. Es bleibt also zukünftig nur noch der Klick auf das Angebot der Großbourgeoisie…
Macht und Herrschaft im Strandkorb
Meine damalige Freundin und ich irgendwo an der Nordsee (1972). Das Original-Foto ist zu klein, aber auf der digitalen Version kann man erkennen, was ich gerade lese – Urs Jaeggi: Macht und Herrschaft in der Bundesrepublik Taschenbuch (1969). Ich habe das schon etwas fleckige Buch gleich in einem meiner Bücherregale wiedergefunden. Vermutlich habe ich es seit 1972 nicht mehr angefasst – außer bei Umzügen.
Unter Frustrierten
– Jerusalem Post: „Trump remains frustrated at being unable to end Gaza, Ukraine-Russia wars“. Wer hätte das gedacht.
– Middle East Monitor: „Trump cuts off communication with Netanyahu, Israel media says“ – „…due to concerns that Netanyahu has been manipulating him.“ Ach. Ach was.
Museum in Neu Magdeburg 2.0
Nur falls jemand anfinge zu googeln: Das Kulturhistorisches Museum Neumagdeburg [Sim: Koozebane] gibt es in der Realität nicht. Auch ich bin drauf zunächst reingefallen, weil ich, da zur Eröffnung eingeladen, flüchtig „Neubrandenburg“ gelesen hatte. (Neumagdeburg gibt es auch nicht; das Museuem für Naturkunde dortselbst sehr wohl.)
Ich frage mich immer, warum jemand die Realität virtuell abbildet, wenn man doch alles das tun könnte, was in der Realität aus physikalischen Gründen nicht funktionierte: Fliegende Häuser mangels Schwerkraft, Reiten auf Drachen, Fliegen in Steampunk-Raumschiffen, in den hängenden Gärten von Babylon herumfläzen, das Tannhauser Gate ansteuern und allerlei sonstigen Unsinn.
Hier hat sich jemand die Mühe gemacht, ein Museum einzurichten, das bis ins kleinste Detail einem realen Museum ähnelt. Man muss schmunzeln. Diese hässlichen Absperrseile und pseudogoldenen Pfosten, ein typisch deutsches Schild „wegen Baumaßnahmen vorübergehend geschlossen“, genormte Lampen, die Gemälde beleuchten. (Sorry Leute, mein Avatar ist zu groß und passt nicht durch die Eingangstür – ich musste hineincheaten.) Das Niveau des „Bauens“ ist hier eher Mittelmaß und nicht so professionell wie das der wenigen Leute, die damit Geld verdienen können, aber als Gamedesigner auch eine Klasse für sich sind.
Natürlich hat ein virtuelles Museum große Vorteile – man denke an den virtuellen Dresdner Zwinger in Secondlife oder die Georgskirche. Oder an Çatalhöyük“ – leider alles schon wieder verschwunden, obwohl pädagogisch lehrreich.
Wenn ich nie die Chance hätte, etwa arm wäre und gleichzeitig in Port Moresby wohnte, könnte ich als Avatar in den Museen herumwandern, die mich interessieren, gesetzt den Fall, ich hätte schnelles Internet. Und ich müsste noch nicht einmal Eintritt zahlen.
Ich habe nie verstanden, warum deutsche Museen die Chance nie ergriffen haben – vermutlich weil man niemandem schmackhaft machen kann, 200 Dollar im Monat auszugeben (für die Miete einer Sim) und nur zweistellige Besucherzahlen vorweisen zu können.
Man bleibt natürlich auch virtuell nicht von den üblichen Idioten verschont. Das virtuelle Museum erinnert an Auschwitz und an den 80. Jahrestag der Befreiung der Konzentrationslager und auf „Nie wieder ist jetzt“. Und schon faselte jemand etwas von „Gaza“ und „Kindermord“.
Mein Avatar war ausnahmsweise unbewaffnet und auch für ein Museum völlig unpassend gekleidet (der Neg Dunkelhäutige mit roten Shorts), aber ich habe mich dennoch nicht zurückhalten können und geantwortet – nach dem Motto: Heute schon einen Antisemiten verdroschen beleidigt?
Der Nachteil virtueller Museen, die nicht so riesig sind wie weiland der Zwinger in Secondlife, dass man nach einer halben Stunde alles gesehen hat. Warum sollte man also wiederkommen?
High-Quality Content
Danke, Fratzenbuch! Natürlich sind alle Beiträge von mir allüberall von hoher Qualität!
Abstrahierte ökonomische Universale, revisited

The image depicts humanity’s historical progression: from communal hunter-gatherers in the Primitive Communism era, to chained laborers under monumental construction in Slavery, to peasants working under armed nobility in Feudalism, and finally to industrial workers and striking laborers in a cityscape dominated by factories and skyscrapers in Capitalism. –ar 3:2
Fortsetzung von Mongolen, Ming und Moguln (Die Kinder des Prometheus Teil III).
Wir können jetzt eine vorläufige Arbeitshypothese aufstellen: Die marxistisch geprägte Geschichtswissenschaft irrte, wenn sie die Abfolge der Gesellschaftsformationen, wie sie in Europa zu beobachten ist, auf den Rest der Welt übertragen wollte. Es gab weder überall eine Sklavenhaltergesellschaft, wie in der Antike, vor allem im römischen Reich, noch ist sie eine notwendige Entwicklungsstufe zum Feudalismus.
Das Problem wurde schon früh erkannt, aber weniger von Wissenschaftlern der sogenannten „sozialistischen“ Ländern, sondern eher von den – nicht sehr zahlreichen – Historikern im „Westen“, die ihren Marx gelesen hatten. Ich erwähnte vor fünf Jahren schon Wilhelm Backhaus: „Marx, Engels und die Sklaverei. Zur ökonomischen Problematik der Unfreiheit„, der immer noch das Standardwerk ist, wenn es darum geht, die Diskussion seit den 70-er Jahren zusammenzufassen.
Backhaus schreibt: „Kurioserweise wurden bis vor wenigen Jahren [das Buch erschien 1974] auch die altorientalischen Gesellschaften als Sklavenhalterordnungen bezeichnet, obwohl dort die „Zahl der Sklaven verhältnismäßig gering“ war und „die Sklaverei noch nicht die gesamte Produktion erfaßt“ hatte. (1) Man habe stattdessen wieder „auf die Marxsche Kategorie der asiatischen Produktionsweise [APW] zurückgegriffen, die ja von Anfang an einen einfachen Weg geboten hätte, alle sonst nicht eindeutig klassifizierbaren, despotisch geführten Gesellschaften systemimmanent zusammenzufassen. Aber gerade der Fall China scheint jetzt Anlaß zu geben, aus leicht erahnbaren Motiven (2) die kaum vollständig wiedererweckte Theorie der asiatischen Produktionsweise zum zweiten Mal zu „liquidieren“.“
Übersetzt heißt das: Wenn statt der Sklavenhaltergesellschaft die „asiatischen Produktionsweise“ die Vorstufe zum Feudalismus gewesen wäre, vor allem in China, bedeutete das damals für die Diskussion unter marxistischen Historikern, dass es einen chinesischen Sonderweg zum Kapitalismus und zum „Sozialismus“ gegeben hätte. Das durfte aber nicht sein.
| Dagegen nahmen Marx und Engels die Formen der Produktion als Kriterien zur Strukturierung des historischen Prozesses, der zur Bildung der kapitalistischen oder bürgerlichen Produktionsform führte. Nirgends aber stellten sie ein festes Periodisierungsschema auf, gar mit dem Anspruch auf zeitlich universale und räumlich lückenlose Geltung. Vielmehr beschränkten sie sich bewußt auf den europäisch-mediterranen Bereich, mit nur gelegentlichem Seitenblick auf Asien. (Imanuel Geiss: Zwischen Marx und Stalin Kritische Anmerkungen zur marxistischen Periodisierung der Weltgeschichte, in: APuZ (Aus Politik und Zeitgeschichte), 41/1974) |
Man muss sich also verabschieden von der Idee, man könne weltweit die Geschichte nach einem festen Schema periodisieren. Gegen diese These gibt es aber ein gewichtiges Argument: Die ökonomische Entwicklung verlief bisher nie „rückwärts“. Feudale Gesellschaften im weiteren Sinn münden immer und ausschließlich im Kapitalismus, nie aber in Sklavenhaltergesellschaften oder in einer Art vorfeudaler Despotie.
Man könnte auch entgegen, der „Sozialismus“ in Osteuropa habe sich bekanntlich wieder in Kapitalismus verwandelt, außer in China – also gebe es doch ein „Zurück“ im Schema. Das halte ich aber nicht für überzeugend, da man durchaus meinen kann, der sowjetische „Sozialismus“ und der seiner Vasallenstaaten sein zwar ein „gültiger“ Versuch, wie die Herrschaft Ciompi in Italien ein „gültiger“ Versuche gewesen sei, den Kapitalismus einzuführen oder die Pariser Kommune für den Sozialismus, nur eben völlig verfrüht, weil die Produktivkräfte noch nicht weit genug entwickelt gewesen seien. (Ich kann mich daran erinnern, ein Interview mit Jack Ma gelesen zu haben, der sinngemäß sagte, Sozialismus könne man erst dann planen (zu etablieren), wenn alle Daten über die Produktion und den Konsum vorlägen, was erst jetzt zu ersten Mal der Fall sei – und nur in China.)
Wenn das aber stimmt, wie steht es dann mit dem berühmten Satz aus dem „Kommunistischen Manifest“, der Anlass für unzähligen Revolutionstheorien war?
| „Die Geschichte aller bisherigen Gesellschaft ist die Geschichte von Klassenkämpfen. Freier und Sklave, Patrizier und Plebejer, Baron und Leibeigner, Zunftbürger und Gesell, kurz, Unterdrücker und Unterdrückte standen in stetem Gegensatz zu einander, führten einen ununterbrochenen, bald versteckten bald offenen Kampf, einen Kampf, der jedesmal mit einer revolutionären Umgestaltung der ganzen Gesellschaft endete, oder mit dem gemeinsamen Untergang der kämpfenden Klassen.“ (Karl Marx/Friedrich Engels: Manifest der Kommunistischen Partei, 1848, in: MEW 4, S. 462) |

CahtGPT: Eine metaphorische Bildbeschreibung, die die marxistische Periodisierung der Weltgeschichte (Urgesellschaft → Sklavenhaltergesellschaft → Feudalismus → Kapitalismus) veranschaulicht, könnte wie folgt aussehen…
Dahinter versteckt sich die noch wichtigere Frage: Wo wird das alles enden – oder auch nicht? Und kann man Prognosen treffen? Bevor wir das angehen und bevor wir das Needham-Rätsel lösen, sollten wir die „abstrahierte ökonomische Universale“ diskutieren. Was bedeutet das genau?
Und wieder mal: It’s the Produktionsverhältnisse, stupid. Der idealtypische Arbeiter im Kapitalismus hat nichts weiter mehr als seine Arbeitskraft, die er verkauft, auch wenn er mehrere unser Oma ihr klein Häuschen besitzt. Das Gegenteil wäre eine – auch idealtypische – „Urgesellschaft“, in der alle Produktionsmittel dem Kollektiv gehören. (Ein Warlord oder Stammesführer eignet sich nicht die Produktionsmittel an wie etwa Jarl Haraldson in „Vikings“, sondern schöpft nur den Überfluss ab – wie der germanischen Stämme bei ihren Raubzügen ins römische Reich. Reichtum allein schafft keine Klassengesellschaft.

Ein idealtypischer Bauer betreibt Subsistenzwirtschaft, muss niemandem etwas abgeben und besitzt alle Produktionsmittel, die er braucht.
Man kann alle genannten Formationen (in Klassengesellschaften) hinreichend beschreiben, wenn man sich die Position des jeweiligen Arbeiters, also desjenigen, der Werte schafft, zu den Produktionsmitteln ansieht. Sklaven besitzen nichts, für ihren Unterhalt und ihre Nahrung muss aber der Besitzer aufkommen. Bauern im Feudalismus besitzen ihre Produktionsmittel, müssen diese aber auch für den Feudalherrn einsetzen. Dieser besaß aber nicht unbedingt ihr Land: bis zur frühen Neuzeit gab es auch vielfältige Formen gemeinsamen bäuerlichen Grundbesitzes wie etwa die Allmende. Für andere Arbeiten (Mühlen, Wassermühlen, Handwerk) hat sich die „Grundherrschaft“ etabliert, die nicht nur Werte abschöpft, sondern auch das Gewaltmonopol durchsetzt und „gemeinschaftliche“ Arbeit organisiert. Im Unterschied etwa zur so genannten „asiatischen Produktionsweise“ herrscht der Feudalherr über die Bauern, nicht etwa ein „gemeinsamer“ Despot oder König, zu größeren kollektiven Arbeiten (etwa Pyramidenbau) kommt es nicht.
Eine sich auflösende „Urgesellschaft“ entwickelt sich also im Weltmaßstab zu feudalen Formen, idealtypisch in Japan. Die antike Sklavenhaltergesellschaft war ein „Sonderweg“ und eine Ausnahme, die aber durch ihre Spätformen wie das Kolonat den Weg zum Feudalismus in Nordwesteuropa beschleunigte.
Der Feudalismus bringt immer und überall den Kapitalismus hervor – aber nicht überall gleich schnell. Wer das Rennen zum Kapitalismus gewinnt, kann die ganze Welt erobern und seine Wirtschaftsform allen anderen aufzwingen, wie teilweise im Britischen Weltreich geschehen. Es heißt aber nicht, dass diese Ökonomie dort auch automatisch etwas schafft, was über die kapitalistischen Produktionsverhältnisse hinaus weist. Wir müssen uns also China zuwenden…
To be continued.

Dieser Bäuerin wurden alle Produktionsmittel weggenommen, und sie muss jetzt in die Stadt ziehen und dort ihre Arbeitskraft einem Kapitalisten verkaufen, falls sie anständig bleiben will.
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(1) Backhaus verweist auf W.I. Awdijew: Geschichte des alten Orients, dt. Berlin 1953, A.W. Mischulin: Geschichte des Altertums, Dt. Berlin/Leipzig 1948, Wolfgang Helck: Die soziale Schichtung des ägyptischen Volkes im 3. und 2. Jahrtausend v. Chr., JESHO (Journal of the Economic and Social History of the Orient) 1 (1959), 1-36, Abd El-Mohsen Bakir: Slavery in Pharaonic Egypt, Kairo 1952. Die erwähnten sowjetischen Historiker, deren Büchern ins Deutsche übersetzt wurden, waren an den Stalinschen Unsinn zum Thema gebunden und konnten nicht frei forschen.
(2) Karl August Wittfogel hatte den Begriff der „orientalischen Despotie“ (Oriental Despotism, 1957) geprägt, galt aber, obwohl er sich auf Marx berief, als „bürgerlicher“ Wissenschaftler und durfte deshalb im Ostblock nicht recht haben.
Bisher zum Thema Feudalismus erschienen:
– Reaktionäre Schichttorte (31.01.2015) – über die scheinbare Natur und die Klasse
– Feudal oder nicht feudal? tl;dr, (05.05.2019) – über den Begriff Feudalismus (Fotos: Quedlinburg)
– Helidos, ubar hringa, do sie to dero hiltiu ritun (08.05.2019) – über die Funktion der verdinglichten Herrschaft in oralen Gesellschaften (Quedlinburger Domschatz I)
– Tria eburnea scrinia com reiquis sanctorum (09.05.2019) – über Gewalt und Konsum der herrschenden Feudalklasse als erkenntnistheoretische Schranke (Quedlinburger Domschatz II)
– Die wâren steine tiure lâgen drûf tunkel unde lieht (10.05.2019) – über die Entwicklung des Feudalismus in Deutschland und Polen (Quedlinburger Domschatz III)
– Authentische Heinrichsfeiern (13.05.2019) – über die nationalsozialistische Märchenstunde zum Feudalismus (in Quedlinburg)
– Der Zwang zum Hauen und Stechen oder: Seigneural Privileges (15.06.2019)
– Yasuke, Daimos und Samurai [I] (24.07.2019)
– Yasuke, Daimos und Samurai [II] (03.05.2020)
– Agrarisch und revolutionär (I) (21.02.2021)
– Trierer Apokalypse und der blassrose Satan (17.03.2021)
– Energie, Masse und Kraft (04.04.2021)
– Agrarisch und revolutionär II (15.05.2021)
– Gladius cum quo fuerunt decollati patroni nostri (Essener Domschatz I) (28.10.2021)
– Magische koloniebildende Nesseltiere mit kappadokischem Arm und Hand (Essener Domschatz II) (14.11.2021)
– Ida, Otto, Mathilde und Theophanu, kreuzweise (Essener Domschatz III) (27.11.2021)
– Hypapante, Pelikane und Siebenschläfer (Essener Domschatz IV) (17.12.2021)
– Pantokrator in der Mandorla, Frauen, die ihm huldigen und die Villikation (Essener Domschatz V) (23.12.21)
– Jenseits des Oxus (09.01.2022)
– Blut, Nägel und geküsste Tafeln, schmuckschließend (Essener Domschatz VI) (18.04.2022)
– Missing Link oder: Franziska und kleine Könige (28.05.2022)
– Die Riesen von Gobero (Die Kinder des Prometheus Teil I) (18.07.2022)
– Die Liebhaber von Sumpa, Ackergäule und Verhüttung (Die Kinder des Prometheus Teil II) (25.07.2022)
– Mongolen, Ming und Moguln (Die Kinder des Prometheus Teil III) (09.03.2025)
– Abstrahierte ökonomische Universale, revisited (08.05.2025)
– Unter Drahtziehern (29.06.2025)
– Sklavenhaltergesellschaften in Afrika I (02.01.2026)
– Sklavenhaltergesellschaften in Afrika I, Addendum (16.01.2026)
– Sklavenhaltergesellschaften in Afrika II (18.01.2026)
Zum Thema Sklavenhaltergesellschaft:
Doppeldenk oder: Die politische Macht kommt aus den Legionen [Teil I]) (05.11.2020)
Doppeldenk oder: Die politische Macht kommt aus den Legionen [Teil II]) (27.12.2020)
8. Mai
Guter Horror
Zur Zeit fällt es mir schwer, irgendwelche Filme der Streaming-Dienste zu empfehlen. Ich glotz TV ohnehin nur, um einzuschlafen, wenn ich zum Beispiel von einer Nachtschicht komme. Das geht bei der Qualität des Angebotenen meistens sehr schnell, so dass ich nur noch „Alexa, TV aus“ hauchen muss.
Meine Libelingskategorie „Science Fiction“ bei Netflix bietet entweder Filme, die ich schon kenne, oder absoluten Fantasy-Schrott (seit wann ist ein „Hexer“ „Science“?) oder dämliches Herumgeballere. Das mache ich lieber selbst in Secondlife.
Jüngst versuchte ich „Horror“ und sortierte erst einmal alle Zombie-und Vampirfilme und „Schüler treffen auf etwas wie Freddy Krüger“ aus. Viel blieb nicht übrig.
Bei The Hunt (2020) blieb ich hängen. Der Plot ist nicht besonders neu.
🏹 1. The Hunt (2020)
Inhalt: Reiche Eliten entführen und jagen „normale Leute“ in einem Waldgebiet.
Thema: Gesellschaftssatire auf politische Extreme (liberal vs. konservativ).
🏃♂️ 2. Hard Target (1993)
Regie: John Woo
Hauptdarsteller: Jean-Claude Van Damme
Inhalt: Reiche Männer jagen obdachlose Kriegsveteranen zum Sport.
🏹 3. The Most Dangerous Game (1932, mehrere Remakes)
Basierend auf: Der gleichnamigen Kurzgeschichte von Richard Connell.
Inhalt: Ein Schiffbrüchiger wird auf einer Insel von einem reichen Jäger gejagt.
Remakes: u.a. A Game of Death (1945), Surviving the Game (1994).
🔫 4. Surviving the Game (1994)
Hauptdarsteller: Ice-T, Rutger Hauer
Inhalt: Obdachloser Mann wird in die Wildnis gelockt und von reichen Männern gejagt.
🩸 5. Ready or Not (2019)
Inhalt: Eine Frau heiratet in eine reiche Familie ein, die sie in der Hochzeitsnacht jagen muss – Teil eines alten Familienrituals.
🔥 6. Turkey Shoot (1982) / Escape 2000
Australischer Exploitation-Film mit ähnlichem Konzept, oft in die Kategorie „B-Movie“ oder Kultfilm eingeordnet.
🎯 7. The Purge (2013–2021, Franchise)
Inhalt: Einmal im Jahr ist für 12 Stunden jedes Verbrechen legal, inklusive Mord.
Reiche jagen oft gezielt die Armen.
Bei „The Hunt“ weiß man ziemlich bald, warum es geht, aber nicht sofort, wer von den potenziellen Opfern überleben wird. Der Film hat einige Längen, besonders die extrem langweilige Kampfszenen (weil man das alles schon Fantastillarden Mal gesehen hat), vor allem am Schluss zwischen den beiden Protagonisten. Auch der Plot ist nichts Neues und manchmal albern – von „schwarzem Humor“ oder „Satire“ keine Spur.
Aber das Highlight ist Betty Gilpin als „Crystal“. Die Gilpin hat ähnliche körperliche Qualitäten wie Sidney Sweeney (Sex kommt bei dem Plot natürlich nicht vor.) Die werden oft betont und die Gilpin von der Seite aufgenommen, damit man besser betrachten kann.
Fazit: Kann man ansehen, wenn man auf Frauen mit interessanter und unüblicher Mimik steht, die reihenweise hässliche Männer umnieten und denen eine Knarre gut steht.
Eine große Überraschung für mich war Devil – „Fahrstuhl zur Hölle“. Ich wollte nur kurz hineinschnuppern, habe aber bis zum Schluss durchgehalten.
🎥 „Devil“ (2010)
Regie: John Erick Dowdle, nach einer Geschichte von M. Night Shyamalan.
Plot: Fünf Menschen bleiben in einem Hochhausfahrstuhl stecken – und einer von ihnen ist der Teufel. Während die Spannung steigt, beginnt einer nach dem anderen zu sterben.
Besonderheit: Der komplette Hauptplot spielt fast ausschließlich im Fahrstuhl.
🎥 „Elevator“ (2011)
Regie: Stig Svendsen.
Plot: Neun Menschen bleiben in einem Aufzug im New Yorker Wolkenkratzer stecken – einer davon mit einer Bombe. Die Situation eskaliert schnell.
🎥 „Blackout“ (2008)
Regie: Rigoberto Castañeda.
Plot: Drei Fremde bleiben in einem Krankenhausfahrstuhl während eines Stromausfalls stecken. Einer von ihnen ist ein gesuchter Mörder.
🎥 „The Shaft“ (auch bekannt als „Down“, 2001)
Regie: Dick Maas.
Plot: In einem Wolkenkratzer in New York beginnt ein Fahrstuhl ein mörderisches Eigenleben. Menschen sterben auf grausame Weise.
„The Shaft“ ist albern – ich habe nur angefangen. Eine Gruppe von Menschen, die festsitzen und bei denen einer der Bad Guy ist, überzeugt auch nicht wirklich. Bei „Devil“ hingegen ist das sehr originell gemacht, obwohl man mich mit Filmen, in denen Religiöses vorkommt, normalerweise zum Wegzappen bringt. Aber es geht wie in einem Kammerspiel zu – man könnte die Geschichte in einem Theater aufführen.
„The Devil“ ist eine moralische Parabel, die man auch als Ungläubiger interessant finden kann. Außerdem weiß man bis zum Schluss nicht, wer nun der „Teufel“ ist. Das macht die Sache sehr spannend.
Fazit: Kann man ansehen, wenn man nicht sehr klaustrophobisch oder schreckhaft ist.
Wein, Rharbarber und keine Mücken
Ich muss zum Kauf guter Weine nicht mehr in den Konsumtempel des Westens gehen, sondern habe jetzt den Onlineshop IsraelWein bemüht. Dahinter steckt ein kleines Unternehmen, das in dem mir bisher völlig unbekannten hessischen Ort Mücke sitzt. (Aus der Rubrik „nützliches Wissen“: „In dem heutigen Mücker Ortsteil Flensungen befindet sich der geographische Mittelpunkt Hessens.“)
Der Name des hessischen Ortes Mücke hat nichts mit dem Insekt zu tun, sondern stammt aus einer älteren sprachlichen Wurzel. Er geht auf das mittelhochdeutsche Wort „Mucke“ oder „Mucca“ zurück, das sich vermutlich aus dem Althochdeutschen „muhha“ oder einem ähnlichen Begriff entwickelt hat. Ursprünglich bezeichnete der Name einen Ort an einem Sumpf, Moor oder feuchten Gelände – also eine geografische Lagebeschreibung.
Sorry, ChatGPT, du irrst. Ich als Althochdeutscher bevorzuge ohnehin die Wortwurzel mūhhāri, mūchāri*, mūhhari, muchari*, mūhheri, ahd., st. M. (ja): nhd. Wegelagerer, Räuber, Meuchelmörder. Für „Mücke“ gibt es schon im Mittelhochdeutschen „mücke“, „mocke“ oder „mugge“. Oder wir nehmen gleich Wikipedia: „Der Ortsname stammt aus dem keltischen Sprachschatz. Es leitet sich von „much“ bzw. „mack“ ab, das so viel wie feucht und sumpfig bedeutet.“
Das Publikum sieht übrigens im Vordergrund einen Rharbarberkuchen mit Vanillecreme und Streusel; und die Gläser hinter den Flaschen sind für die Rharbarbermarmelade, die ich soeben heiß in dieselben gefüllt habe.
Staatsknete für [bitte selbst ausfüllen]

„Die Meldung „netzwerkrecherche.org hat dich zu oft weitergeleitet. Lösche deine Cookies.“ bedeutet, dass dein Browser beim Versuch, die Webseite zu laden, in eine Endlosschleife von Weiterleitungen geraten ist. Das kann z. B. passieren, wenn eine Seite ständig zwischen zwei oder mehr Adressen hin- und herleitet (z. B. A → B → A → B …), ohne eine gültige Zielseite zu erreichen.“ (ChatGPT – das passiert mit allen Browsern und liegt nicht an mir, sondern an den Pappnasen, die dort die Website „pflegen“.)
In verschiedenen Medien kann man die aktuellen Fragen Steinhöfels an die Bundesregierung nachlesen. Ich dokumentiere sie. Die Links musste ich mir mühsam zusammensuchen. So etwas können deutsche Journalisten offenbar immer noch nicht.
Es ist jedoch seltsam, dass die Antwort verweigert wurde: Warum sollte das geheim bleiben? Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Der Begriff „Vorfeldorganisation“, den die so genannten „Linken“ früher oft gebrauchten, wenn es „gegen Rechts“ ging, bekommt eine ganz neue Bedeutung…
„Die ersten 31 Fragen stammen aus der Feder Steinhöfels selbst, die übrigen 60 basieren auf den ursprünglichen Punkten der Unionsanfrage, wurden jedoch in Teilen sprachlich überarbeitet, um gezielter auf Auskünfte zu tatsächlichen Vorgängen abzuzielen:“
1) Welche Bündnisse, Vereine, Organisationen und sonstige private Träger erhielten und erhalten 2024 und 2025 institutionelle und projektbezogene Fördermittel aus dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend? In welcher Höhe liegen diese?
2) Welche Bündnisse, Vereine, Organisationen und sonstige private Träger erhielten und erhalten 2024 und 2025 institutionelle und projektbezogene Fördermittel aus dem Auswärtigen Amt? In welcher Höhe liegen diese?
3) Welche Bündnisse, Vereine, Organisationen und sonstige private Träger erhielten und erhalten 2024 und 2025 institutionelle und projektbezogene Fördermittel aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz? In welcher Höhe liegen diese?
4) Welche Bündnisse, Vereine, Organisationen und sonstige private Träger erhielten und erhalten 2024 und 2025 institutionelle und projektbezogene Fördermittel aus dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung? In welcher Höhe liegen diese?
5) Welche Bündnisse, Vereine, Organisationen und sonstige private Träger erhielten und erhalten 2024 und 2025 institutionelle und projektbezogene Fördermittel aus dem Bundesministerium für Justiz? In welcher Höhe liegen diese?
6) Welche Bündnisse, Vereine, Organisationen und sonstige private Träger erhielten und erhalten 2024 und 2025 institutionelle und projektbezogene Fördermittel aus dem Bundesministerium für Bildung und Forschung? In welcher Höhe liegen diese?
7) Welche Bündnisse, Vereine, Organisationen und sonstige private Träger erhielten und erhalten 2024 und 2025 institutionelle und projektbezogene Fördermittel aus dem Bundesministerium des Innern und für Heimat? In welcher Höhe liegen diese?
8) Welche Bündnisse, Vereine, Organisationen und sonstige private Träger erhielten und erhalten 2024 und 2025 institutionelle und projektbezogene Fördermittel aus dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales? In welcher Höhe liegen diese?
9) Welche Bündnisse, Vereine, Organisationen und sonstige private Träger erhielten und erhalten 2024 und 2025 institutionelle und projektbezogene Fördermittel aus dem Bundesministerium der Finanzen? In welcher Höhe liegen diese?
10) Welche Bündnisse, Vereine, Organisationen und sonstige private Träger erhielten und erhalten 2024 und 2025 institutionelle und projektbezogene Fördermittel aus dem Bundesministerium der Verteidigung? In welcher Höhe liegen diese?
11) Welche Bündnisse, Vereine, Organisationen und sonstige private Träger erhielten und erhalten 2024 und 2025 institutionelle und projektbezogene Fördermittel aus dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft? In welcher Höhe liegen diese?
12) Welche Bündnisse, Vereine, Organisationen und sonstige private Träger erhielten und erhalten 2024 und 2025 institutionelle und projektbezogene Fördermittel aus dem Bundesministerium für Gesundheit? In welcher Höhe liegen diese?
13) Welche Bündnisse, Vereine, Organisationen und sonstige private Träger erhielten und erhalten 2024 und 2025 institutionelle und projektbezogene Fördermittel aus dem Bundesministerium für Digitales und Verkehr? In welcher Höhe liegen diese?
14) Welche Bündnisse, Vereine und Organisationen erhielten und erhalten 2024 und 2025 institutionelle und projektbezogene Fördermittel aus dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz? In welcher Höhe liegen diese?
15) Welche Bündnisse, Vereine und Organisationen erhielten und erhalten 2024 und 2025 institutionelle und projektbezogene Fördermittel aus Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen? In welcher Höhe liegen diese?
16) Welche Bündnisse, Vereine, Organisationen und sonstige private Träger erhielten und erhalten 2024 und 2025 institutionelle und projektbezogene Fördermittel aus dem Budget der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien? In welcher Höhe liegen diese?
17) Welche Bündnisse, Vereine, Organisationen und sonstige private Träger erhielten und erhalten 2024 und 2025 institutionelle und projektbezogene Fördermittel aus dem Budget der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration? In welcher Höhe liegen diese?
18) Auf welche Höhe taxiert die Bundesregierung die Gesamtausgaben der institutionellen und projektbezogenen Fördermittel für Bündnisse, Vereine, Organisationen und sonstige private Träger im Bereich der Nichtregierungsorganisationen im Jahr 2024?
19) Welche Bündnisse, Vereine, Organisationen und sonstige private Träger verantworteten und verantworten im Bundesprogramm „Demokratie leben!“ die „Partnerschaften für Demokratie“ in den Jahren 2024 und 2025? Welche Zuwendungen erhielten (2024) und erhalten (2025) sie aus dem Familienministerium? (Bitte aufschlüsseln nach Träger und Ort)
20) An welche Bündnisse, Vereine, Organisationen und sonstige private Träger wurden und werden 2024 und 2025 im Rahmen der „Partnerschaften für Demokratie“ des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ Zuwendungen als Letztempfänger weitergeleitet? (Bitte aufschlüsseln nach örtlicher „Partnerschaft für Demokratie“ und allen jeweiligen Letztempfängern)
21) Welche Bündnisse, Vereine, Organisationen und sonstige private Träger verantworteten und verantworten die „Landes-Demokratiezentren“ des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ in den Jahren 2024 und 2025? Welche Zuwendungen erhielten sie aus dem Familienministerium? (Bitte aufschlüsseln nach Träger und Ort)
22) An welche Bündnisse, Vereine und Organisationen wurden und werden 2024 und 2025 im Rahmen der „Landes-Demokratiezentren“ Zuwendungen als Letztempfänger weitergeleitet? (Bitte aufschlüsseln nach örtlichem Landes-Demokratiezentrum und allen jeweiligen Letztempfängern)
23) Anfang des Jahres veröffentliche das Bundesfamilienministerium die „Gesamtevaluation des Bundesprogramms ‚Demokratie leben!‘ in der zweiten Förderphase 2020-2024“. Trifft es zu, dass das mit der Evaluation beauftragte Deutsche Jugendinstitut Fördermittel aus dem Bundesfamilienministerium erhalten hat? Wenn ja, beabsichtigt die Bundesregierung die Evaluation zurückzuziehen? Wenn nein, beabsichtigt die Bundesregierung der Evaluation einen sinngemäßen Hinweis darauf hinzuzufügen, dass die Evaluation durch einen abhängigen Leistungsempfänger und keine unabhängige wissenschaftliche Institution beauftragt wurde?
24) Erkennt die Bundesregierung ein Problem darin, dass an der Evaluation des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ in Gestalt von Diana Zierold auch eine Kommunalpolitikerin der Grünen beteiligt war, wenn ein zentrales Wahlversprechen der Grünen die Ausweitung von Fördermitteln für „zivilgesellschaftliche Akteure“ über Bundesprogramme wie „Demokratie leben!“ ist?
25) Liegen der Bundesregierung dazu Erkenntnisse vor, ob abgesehen von Frau Zierold auch die vier weiteren verantwortlichen Wissenschaftler der Evaluation (Maren Jütz, Frank König, Tobias Roscher und Diana Wilken) Mitglied einer Partei sind und wenn ja welcher?
26) Als Beweis für die Wirkung von „Demokratie leben!“ dient in der Evaluation eine Umfrage unter „programmexternen Fach-Expert:innen und Politiker:innen auf der Ebene der Bundesländer“. Eine deutliche Mehrheit dieser Experten und Politiker stimmt demnach der Aussage zu, wonach „Demokratie leben!“ dafür sorgt, „dass neue Ideen, Arbeitsansätze und/oder Strukturen für die Stärkung von Demokratie und die Prävention von Rassismus und Extremismus entstehen“. Bitte benennen Sie die befragten Politiker und deren Parteizugehörigkeit? Welche „programmexternen Fach-Expert:innen“ haben die Umfrage beantwortet? Wie viele „programmexterne Fach-Expert:innen und Politiker:innen auf der Ebene der Bundesländer“ von wie vielen befragten Personen dieser Gruppe insgesamt waren Mitglieder von Vereinen oder Organisationen, die Fördermittel über das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ erhalten?
27) Die dritte Förderperiode des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ läuft von 2025 bis 2032, also über acht Jahre und nicht wie zuvor über vier Jahre. War die Verlängerung der Förderperiode von vier auf acht Jahre eine Idee der Ministerin Lisa Paus? Falls nein, von wem ging im Bundesfamilienministerium der Vorschlag aus?
Hat die Bundesregierung a) die rechtliche Möglichkeit oder b) die Absicht, die Förderperiode wieder zu verkürzen?
28) Welche institutionellen und projektbezogenen Fördermittel erhielt der Verein „Villa Aurora & Thomas Mann House“ in den vergangenen fünf Jahren (2019 bis 2024) durch das Auswärtige Amt und die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien?
29) Der Vorstand der Villa Aurora & Thomas Mann House e.V. hat beschlossen, keine AfD-Mitglieder und AfD-Politiker in den Residenzhäusern in Los Angeles zu empfangen. Sieht die Bundesregierung aufgrund des Neutralitätsgebots der Verfassung ein Problem darin, dass ein durch Steuermittel finanzierter Verein Politikern von im Bundestag vertretenen Parteien den Zutritt zu ihren Räumlichkeiten verwehrt?
30) Welche institutionellen und projektbezogenen Fördermittel hat der Bund für das in Köln geplante „Haus der Einwanderungsgesellschaft“ seit Projektbeginn bereitgestellt und welche künftigen Ausgaben sind bereits eingeplant? Wann soll das Museum nach jetzigem Stand eröffnet werden? Welche Vereine und Organisationen sind an der Planung des Migrationsmuseums beteiligt? Wer hat die unterschiedlichen Kooperationspartner für das Museum und den Trägerverein „DOMiD e.V. — Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland“ ausgewählt und was waren die für die Auswahl entscheidenden Gründe?
31) Welche institutionellen und projektbezogenen Fördermittel erhielt die Amadeu Antonio Stiftung durch den Bund seit ihrer Gründung 1998? Welche institutionellen und projektbezogenen Fördermittel sind für 2025 eingeplant?
32) Gibt es personelle Überschneidungen und/oder familiäre Verbindungen zwischen Organen, Vorständen oder sonstigem leitenden Personal der CORRECTIV gGmbH und Regierungsbehörden, wenn ja, welche? Wenn ja, sind hiervon auf Seite der Regierungsbehörden Mitarbeiter von Abteilungen betroffen, die mit der Mittelvergabe an die CORRECTIV gGmbH befasst sind?
33) Hat die Bundesregierung Kenntnis davon, ob die CORRECTIV gGmbH von internationalen Organisationen oder NGOs aus dem Ausland Gelder erhält, wenn ja, von welchen internationalen Organisationen oder NGOs und in welcher Höhe jeweils?
34) Hat die CORRECTIV gGmbH nach Kenntnis der Bundesregierung in den letzten vier Jahren eine Erhöhung oder Kürzung staatlicher Mittel erfahren?
35) Gibt es personelle Überschneidungen und/oder familiäre Verbindungen zwischen Organen, Vorständen oder sonstigem leitenden Personal des Vereins Omas gegen Rechts Deutschland e. V. und Regierungsbehörden, wenn ja, welche? Sind hiervon auf Seite der Regierungsbehörden Mitarbeiter von Abteilungen betroffen, die mit der Mittelvergabe an den Verein Omas gegen Rechts Deutschland e. V. befasst sind?
36) Hat die Bundesregierung Kenntnis davon, ob der Verein Omas gegen Rechts Deutschland e. V. von internationalen Organisationen oder NGOs aus dem Ausland Gelder erhält, wenn ja, von welchen Organisationen oder NGOs und in welcher Höhe?
37) Hat der Verein Omas gegen Rechts Deutschland e. V. in den letzten vier Jahren eine Erhöhung oder Kürzung staatlicher Mittel erfahren?
38) Gibt es personelle Überschneidungen und/oder familiäre Verbindungen zwischen Organen, Vorständen oder sonstigem leitenden Personal des Vereins Campact e. V. und Regierungsbehörden, wenn ja, welche? Sind hiervon auf Seite der Regierungsbehörden Mitarbeiter von Abteilungen betroffen, die mit der Mittelvergabe an den Campact e. V. befasst sind?
39) Hat die Bundesregierung Kenntnis davon, ob der Verein Campact e. V. von internationalen Organisationen oder NGOs aus dem Ausland Gelder erhält, wenn ja, von welchen Organisationen oder NGOs und in welcher Höhe?
40) Hat der Verein Campact e. V. in den letzten vier Jahren eine Erhöhung oder Kürzung staatlicher Mittel erfahren?
41) Ist der Bundesregierung bekannt, welcher prozentuale Anteil an den finanziellen Mitteln des Attac Trägervereins e. V. aus staatlichen Förderprogrammen stammt?
42) Gibt es nach Kenntnis der Bundesregierung personelle Überschneidungen und/oder familiäre Verbindungen zwischen dem Attac Trägerverein e. V. und Regierungsbehörden, wenn ja, welche? Sind hiervon auf Seite der Regierungsbehörden Mitarbeiter von Abteilungen betroffen, die mit der Mittelvergabe an den Attac Trägerverein e.V. befasst sind?
43) Hat die Bundesregierung davon Kenntnis, ob der Attac Trägerverein e. V. von internationalen Organisationen oder NGOs aus dem Ausland Gelder erhält, wenn ja, von welchen Organisationen oder NGOs und in welcher Höhe?
44) Hat der Attac Trägerverein e. V. in den letzten vier Jahren eine Erhöhung oder Kürzung staatlicher Mittel erfahren?
45) Gibt es personelle Überschneidungen und/oder familiäre Verbindungen zwischen Organen, Vorständen oder sonstigem leitenden Personal der Amadeu Antonio Stiftung und Regierungsbehörden, wenn ja, welche? Sind hiervon auf Seite der Regierungsbehörden Mitarbeiter von Abteilungen betroffen, die mit der Mittelvergabe an die Amadeu Antonio Stiftung befasst sind?
46) Welche öffentlichen Fördermittel erhält die Amadeu Antonio Stiftung nach Kenntnis der Bundesregierung, und aus welchen Einzelplänen stammen diese?
47) Hat die Bundesregierung Kenntnis davon, ob die Amadeu Antonio Stiftung von internationalen Organisationen oder NGOs aus dem Ausland Gelder erhält, wenn ja, von welchen internationalen Organisationen oder NGOs und in welcher Höhe?
48) Hat die Amadeu Antonio Stiftung nach Kenntnis der Bundesregierung in den letzten vier Jahren eine Erhöhung oder Kürzung staatlicher Mittel erfahren?
49) Gibt es personelle Überschneidungen und/oder familiäre Verbindungen zwischen Organen, Vorständen oder sonstigem leitenden Personal des Peta Deutschland e. V. und Regierungsbehörden, wenn ja, welche? Sind hiervon auf Seite der Regierungsbehörden Mitarbeiter von Abteilungen betroffen, die mit der Mittelvergabe an Peta Deutschland e.V. befasst sind?
50) Hat die Bundesregierung Kenntnis darüber, ob der Peta Deutschland e. V. von internationalen Organisationen oder NGOs aus dem Ausland Gelder erhält, wenn ja, von welchen und in welcher Höhe?
51) Hat der Peta Deutschland e. V. in den letzten vier Jahren eine Erhöhung oder Kürzung staatlicher Mittel erfahren?
52) Ist der Bundesregierung bekannt, welcher prozentuale Anteil an den finanziellen Mitteln des Vereins Animal Rights Watch e. V. aus staatlichen Förderprogrammen stammt?
53) Gibt es nach Kenntnis der Bundesregierung personelle Überschneidungen und/oder familiäre Verbindungen zwischen Organen, Vorständen oder sonstigem leitenden Personal des Animal Rights Watch e. V. und Regierungsbehörden, wenn ja, welche? Sind hiervon auf Seite der Regierungsbehörden Mitarbeiter von Abteilungen betroffen, die mit der Mittelvergabe an den Animal Rights Watch e. V. befasst sind?
54) Welche öffentlichen Fördermittel erhält die Animal Rights Watch e. V. nach Kenntnis der Bundesregierung und aus welchen Einzelplänen stammen diese?
55) Hat die Bundesregierung Kenntnis davon, ob Animal Rights Watch e. V. von internationalen Organisationen oder NGOs aus dem Ausland finanzielle Zuwendungen erhält, wenn ja, von welchen internationalen Organisationen oder NGOs und in welcher Höhe jeweils?
56) Hat die Animal Rights Watch e. V. in den letzten vier Jahren nach Kenntnis der Bundesregierung eine Erhöhung oder Kürzung staatlicher Mittel erfahren?
57) Gibt es personelle Überschneidungen und/oder familiäre Verbindungen zwischen Organen, Vorständen oder sonstigem leitenden Personal des Foodwatch e.V. und Regierungsbehörden, wenn ja, welche? Sind hiervon auf Seite der Regierungsbehörden Mitarbeiter von Abteilungen betroffen, die mit der Mittelvergabe an Foodwatch e.V. befasst sind?
58) Hat die Bundesregierung Kenntnis davon, ob Foodwatch e. V. von internationalen Organisationen oder NGOs aus dem Ausland Zuwendungen erhält, wenn ja, von welchen Organisationen oder NGOs und in welcher Höhe jeweils?
59) Hat Foodwatch e. V. nach Kenntnis der Bundesregierung in den letzten vier Jahren eine Erhöhung oder Kürzung staatlicher Mittel erfahren?
59) Ist der Bundesregierung bekannt, welcher prozentuale Anteil an den finanziellen Mitteln des Vereins Dezernat Zukunft e. V. aus staatlichen Förderprogrammen stammt?
60) Gibt es nach Kenntnis der Bundesregierung personelle Überschneidungen und/oder familiäre Verbindungen zwischen Organen, Vorständen oder sonstigem leitenden Personal des Dezernat Zukunft e. V. und Regierungsbehörden, wenn ja, welche? Sind hiervon auf Seite der Regierungsbehörden Mitarbeiter von Abteilungen betroffen, die mit der Mittelvergabe an den Dezernat Zukunft e. V. befasst sind?
61) Hat die Bundesregierung Kenntnis davon, ob der Dezernat Zukunft e. V. von internationalen Organisationen oder NGOs aus dem Ausland Zuwendungen erhält, wenn ja, von welchen von Organisationen oder NGOs und in welcher Höhe jeweils?
62) Hat der Dezernat Zukunft e. V. nach Kenntnis der Bundesregierung in den letzten vier Jahren eine Erhöhung oder Kürzung staatlicher Mittel erfahren?
63) Ist der Bundesregierung bekannt, welcher prozentuale Anteil an den finanziellen Mitteln der Deutschen Umwelthilfe e.V. aus staatlichen Förderprogrammen stammt?
64) Gibt es nach Kenntnis der Bundesregierung personelle Überschneidungen und/oder familiäre Verbindungen zwischen Organen, Vorständen oder sonstigem leitenden Personal der Deutschen Umwelthilfe e.V. und Regierungsbehörden, wenn ja, welche? Sind hiervon auf Seite der Regierungsbehörden Mitarbeiter von Abteilungen betroffen, die mit der Mittelvergabe an die Deutsche Umwelthilfe e. V. befasst sind?
65) Hat die Bundesregierung Kenntnis davon, ob die Deutsche Umwelthilfe e. V. von internationalen Organisationen oder NGOs aus dem Ausland Zuwendungen erhält, wenn ja, von welchen Organisationen oder NGOs und in welcher Höhe jeweils?
66) Hat die Deutsche Umwelthilfe e. V. nach Kenntnis der Bundesregierung in den letzten vier Jahren eine Erhöhung oder Kürzung staatlicher Mittel erfahren?
67) Ist der Bundesregierung bekannt, welcher prozentuale Anteil an den finanziellen Mitteln der Agora Agrar gGmbH aus staatlichen Förderprogrammen stammt?
68) Gibt es nach Kenntnis der Bundesregierung personelle Überschneidungen und/oder familiäre Verbindungen zwischen Organen, Vorständen oder sonstigem leitenden Personal der Agora Agrar gGmbH und Regierungsbehörden, wenn ja, welche? Sind hiervon auf Seiten der Regierungsbehörden Mitarbeiter von Abteilungen betroffen, die mit der Mittelvergabe an die Agora Agrar gGmbH befasst sind?
69) Hat die Bundesregierung Kenntnis davon, ob die Agora Agrar gGmbH von internationalen Organisationen oder NGOs aus dem Ausland Gelder erhält, wenn ja, von welchen Organisationen oder NGOs und in welcher Höhe jeweils?
70) Hat die Agora Agrar gGmbH nach Kenntnis der Bundesregierung in den letzten vier Jahren eine Erhöhung oder Kürzung staatlicher Mittel erfahren?
71) Hat die Bundesregierung Kenntnis davon, ob die Agora Energiewende gGmbH von internationalen Organisationen oder NGOs aus dem Ausland Zuwendungen erhält, wenn ja, von welchen Organisationen oder NGOs und in welcher Höhe jeweils?
72) Hat die Agora Energiewende gGmbH nach Kenntnis der Bundesregierung in den letzten vier Jahren eine Erhöhung oder Kürzung staatlicher Mittel erfahren?
73) Ist der Bundesregierung bekannt, welcher prozentuale Anteil an den finanziellen Mitteln des Vereins Greenpeace e. V. aus staatlichen Förderprogrammen stammt?
74) Gibt es nach Kenntnis der Bundesregierung personelle Überschneidungen und/oder familiäre Verbindungen zwischen Organen, Vorständen oder sonstigem leitenden Personal des Greenpeace e. V. und Regierungsbehörden, wenn ja, welche? Sind hiervon auf Seite der Regierungsbehörden Mitarbeiter von Abteilungen betroffen, die mit der Mittelvergabe an Greenpeace e. V. befasst sind?
75) Hat die Bundesregierung Kenntnis davon, ob Greenpeace e. V. von internationalen Organisationen oder NGOs aus dem Ausland Gelder erhält, wenn ja, von welchen Organisationen oder NGOs und in welcher Höhe jeweils?
76) Hat Greenpeace e. V. nach Kenntnis der Bundesregierung in den letzten Jahren eine Erhöhung oder Kürzung staatlicher Mittel erfahren?
77) Ist der Bundesregierung bekannt, welcher prozentuale Anteil an den finanziellen Mitteln des BUND e. V. aus staatlichen Förderprogrammen stammt?
78) Gibt es nach Kenntnis der Bundesregierung personelle Überschneidungen und/oder familiäre Verbindungen zwischen Organen, Vorständen oder sonstigem leitenden Personal des BUND e. V. und Regierungsbehörden, wenn ja, welche? Sind hiervon auf Seite der Regierungsbehörden Mitarbeiter von Abteilungen betroffen, die mit der Mittelvergabe an den BUND e. V. befasst sind?
79) Hat die Bundesregierung Kenntnis davon, ob der BUND e. V. von internationalen Organisationen oder NGOs aus dem Ausland Zuwendungen erhält, wenn ja, von welchen Organisationen und NGOs und in welcher Höhe jeweils?
80) Hat der BUND e. V. nach Kenntnis der Bundesregierung in den letzten Jahren eine Erhöhung oder Kürzung staatlicher Mittel erfahren?
81) Ist der Bundesregierung bekannt, welcher prozentuale Anteil an den finanziellen Mitteln des Netzwerk Recherche e. V. aus staatlichen Förderprogrammen stammt?
82) Gibt es nach Kenntnis der Bundesregierung personelle Überschneidungen und/oder familiäre Verbindungen zwischen Organen, Vorständen oder sonstigem leitenden Personal des Netzwerk Recherche e. V. und Regierungsbehörden, wenn ja, welche? Sind hiervon auf Seite der Regierungsbehörden Mitarbeiter von Abteilungen betroffen, die mit der Mittelvergabe an den Netzwerk Recherche e. V. befasst sind?
83) Hat die Bundesregierung Kenntnis davon, ob das Netzwerk Recherche e. V. von internationalen Organisationen oder NGOs aus dem Ausland Zuwendungen erhält, wenn ja, von welchen Organisationen oder NGOs und in welcher Höhe jeweils?
84) Hat das Netzwerk Recherche e. V. nach Kenntnis der Bundesregierung in den letzten Jahren eine Erhöhung oder Kürzung staatlicher Mittel erfahren?
85) Ist der Bundesregierung bekannt, welcher prozentuale Anteil an den finanziellen Mitteln des Vereins Verein Neue deutsche Medienmacher*innen e. V. aus staatlichen Förderprogrammen stammt?
86) Gibt es nach Kenntnis der Bundesregierung personelle Überschneidungen und/oder familiäre Verbindungen zwischen Organen, Vorständen oder sonstigem leitenden Personal des Vereins Neue deutsche Medienmacher*innen e. V. und Regierungsbehörden, wenn ja, welche? Sind hiervon auf Seite der Regierungsbehörden Mitarbeiter von Abteilungen betroffen, die mit der Mittelvergabe an den Verein Neue deutsche Medienmacher*innen e. V. befasst sind?
87) Hat die Bundesregierung Kenntnis davon, ob der Verein Neue deutsche Medienmacher*innen e. V. von internationalen Organisationen oder NGOs aus dem Ausland Zuwendungen erhält, wenn ja, von welchen Organisationen oder NGOs und in welcher Höhe jeweils?
88) Hat der Verein Neue deutsche Medienmacher*innen e. V. nach Kenntnis der Bundesregierung in den letzten vier Jahren eine Erhöhung oder Kürzung staatlicher Mittel erfahren?
89) Gibt es nach Kenntnis der Bundesregierung personelle Überschneidungen und/oder familiäre Verbindungen zwischen Organen, Vorständen oder sonstigem leitenden Personal der Delta1 gGmbH und Regierungsbehörden, wenn ja, welche? Sind hiervon auf Seite der Regierungsbehörden Mitarbeiter von Abteilungen betroffen, die mit der Mittelvergabe an die Delta 1 gGmbH befasst sind?
90) Hat die Bundesregierung Kenntnis davon, ob die Delta1 gGmbH von internationalen Organisationen oder NGOs aus dem Ausland Zuwendungen erhält, wenn ja, von welchen Organisationen oder NGOs und in welcher Höhe jeweils?
91) Hat die Delta1 gGmbH nach Kenntnis der Bundesregierung in den letzten vier Jahren eine Erhöhung oder Kürzung staatlicher Mittel erfahren?
EID
Kurze Durchsage: Der Vorsitzende des Ausschusses, der die gemeinschaftlichen Geschäfte der ganzen Bourgeoisklasse verwaltet, heißt jetzt Friedrich Merz. Die Iden des Merz kommen aber vermutlich erst in vier Jahren.
Von Belize nach Honduras
La Ceiba, Honduras, 19.11.81 [Dieser Brief gehört zeitlich vor den vom 09.12.1981 aus Managua.]
Liebe Eltern,
Bevor wir wieder in Gebiete ohne sichere Postverbindung fahren, ein kleines Briefchen. Wir sind jetzt an der Nordküste von Honduras, ungefähr in der Mitte, und werden am Samstag mit einem Schiffchen Richtung Osten nach Puerto Lempira fahren. Das liegt nahe and der Grenze zu Nicaragua, und dort gibt es eine Menge Unruhe zwischen den beiden Ländern. Wir wissen nicht, ob es an der Ostküste Nicaraguas Postverbindungen gibt und werden vielleicht erst in 3 Wochen in Managua schreiben.
Wir waren 2 Wochen in Belize, wo es uns bis jetzt am besten gefallen hat. Das ganze Land hat nur 160.000 Einwohner [mittlerweile rund 440.000], so viel wie Kreuzberg, und die Hauptstadt [Belmopan hat heute ca. 27.000 Einwohner] ist kleiner als Holzwickede [heute rund 17.000], die größte Stadt – Belize City [heute rund 63.000 Einwohner] – ist so groß wie Unna [rund 60.000 – aber unklar].
In Belize lebt ein richtiges Völkergemisch, größtenteils Schwarze (frühere Sklaven und Landarbeiter der Engländer), die Geschäfte haben die Chinesen in der Hand, dann gibt es noch Indios (Maya), Inder, die deutsche sprechenden Mennoniten, Spanisch sprechende Mestizen (Einwanderer aus Mexiko), Creolen mit eigener Sprache (Mischlinge aus Schwarzen, Weißen und Indern) und zuletzt Cariben, das sind Neger, die aber vor mehreren hundert Jahren sich mit den indianischen Ureinwohnern (die es jetzt nicht mehr gibt, nur Reste in Guyana) vermischt haben und die auch eine eigene Sprache haben. Wir sind getrampt und haben an einer Straßenkreuzung 4 Sprachen auf einmal gehört. In den Dörfern sieht es aus wie im Wilden Westen vor 150 Jahren, alles zweigeschossige Holzhäuser, unten die Kramläden, oben die Wohnungen – aber ihr werdet die Fotos ja sehen.

Dangriga, Belize
Wir haben eine ziemlich gefährliche Situation hinter uns. Die Grenze zwischen Guatemala und Belize ist geschlossen. Wir waren im äußersten Süden von Belize und standen vor der Alternative, entweder wieder in den Norden zu fahren, um ein direktes Schiff von Belize City nach Honduras (unter Umgehung von Guatemala) zu bekommenm oder zu versuchen, die Grenze trotzdem zu überschreiten – es gibt keine Straße, nur Boote, von Punte Gorda in Belize nach Livingstone in Guatemala.
Wir wohnten in Punta Gorda bei einem Cariben-Eheppar, und der Mann hatte Beziehungen in Guatemala, weil die Schwarzen trotz der geschlossenen Grenze alles Mögliche hin- und herschmuggeln. Wir sind dann nachts um 3 heimlich mit unserem Gepäck und dem Mann in einen Einbaum gestiegen und nach Guatemala rüber.
Dort standen wir morgens am Strand und die Leute sagten uns, wir würden keinen Einreisestempel bekommen wegen der geschlossenen Grenze, zur Polizei dürften wir auch nicht gehen, die würden uns sofort verhaften. Der Mann, der uns rüber gebracht hatte, kannte zum Glück den „Beamten“, der normalerweise die Stempel ausgibt. Wir mußten ihn allerdings mit 30 DM bestechen, zum Glück hatten wir bare Dollar dabei.
Wie das Ganze abgelaufen ist, muß man erzählen, das ist zu kompliziert. Jedenfalls hatten wir endlich am Mittag den Stempel und haben uns beeilt, wieder aus Guatemala herauszukommen, weil das Land praktisch im Bürgerkrieg lebt – zwischen der Regierung und den Guerilleros und einige Gegenden ziemlich gefährlich sind, zum Glück nicht da, wo wir hinmußten. Vorgestern sind wir dann an der Grenze zu Honduras angekommen, wo auch an jeder Ecke eine Militärkontrolle steht, die alle Leute filzt. und gestern in einer 10-stündigen Bus-Gewalttour bis an die Atlantikküste gefahren, wo alles ein wenige entspannter ist.
Hier im Hotel können wir selbst kochen und wir freuen uns jeden Tag mehr, daß wir den kleinen Benzinofen mitgenommen haben, und außerdem ist es billiger, als immer in Restaurants zu essen. Wir haben schon wesentlich mehr Geld ausgegeben als geplant und müssen jetzt sehr sparen. Zum Glück wird es in Nicaragua und Costa Rica billger.
Wir werden unsere Reiseroute ein wenig ändern (nach heißen Diskussionen): Weihnachten feiner wir in San José, Costa Rica, fahren dann nach Panama City, den Kanal nach Norden nach Colon, von wo es Schiffe nach den kolumbianischen San-Andres-Inseln gibt (da war ich das letzte Mal mit Hartmut auch schon), von da aus fliegen wir ca. Neujahr nach Bogotá. Wir haben schon wieder jemanden getroffen, der im Norden von Kolumbien ausgeraubt worden ist, das wollen wir möglichst vermeiden. [Daraus wurde nichts, siehe unten.]

Die Karte zeigt die Reiseroute, die ich 1982 geplant hatte. Meine damalige Lebensabschnittsgefährtin wollte dann aber doch nicht durchs Darien Gap (awesome story!) marschieren. (Ja! Zu Fuß und per Boot und nicht per Jeep! Das geht!) Wir sind (leider) von Panama nach Kolumbien geflogen. Ich weiß nicht, ob ich da jemals noch hinkomme. Allein würde ich das nicht machen, aber eine Lebensabschnittsgefährtin müsste schon sehr tough sein.
Von Europa haben wir seit ca. 4 Wochen keinen Ton mehr gehört, und das wird sich wohl erst in Nicaragua ändern. Es ist schon etwas komisch, wenn man hier nachts den Sternenhimmel betrachtet und die vertrauten Sternbilder, die ich eigentlich nur unbewußt oder ungefähr kenne, fehlen ganz oder stehen auf dem Kopf. Der Mond nimmt auf der anderen Seite zu und die Mondsichel hängt hier nach unten. Dafür kann man die Milchstraße sehr gut sehen.
Überhaupt ist das Wetter seit Mexiko ausnehmend freundlich, fast immer zwischen 25 und 30 Grad, ab und zu mal angenehm bedeckt. Es wäre vielleicht mal ganz nett, statt der ewigen Palmen, die wir mit einer Unterbrechung von ein paar Tagen seit 3 Wochen unentwegt sehen, mal eine anständige deutsche Eiche zu erblicken.
In Belize auf den Inseln sind wir morgens aufgestanden, an den Strand gegangen, haben uns eine nachts heruntergefallene Kokosnuß genommen, sie mit einer Machete geknackt und gegessen – wie im Film. Ein Frau auf der Insel, wo wir waren, sagte uns ganz wehmütig, sie möchte irgendwann in ihrem Leben einen richtigen Apfelbaum sehen, Es gibt in Belize zwar Äpfel, aber die werden aus Mexiko importiert.
Das Essen ist an der Atlantikküste von Mittelamerika im Gegensatz zu Südamerika ziemlich reichhaltig, ziemlich viel Fisch, Kartoffeln, Reis, Kokosnüsse, ananas (eine ganze Staude kostet 20 Pfg.! [Pfennig]), jede Mange Bananen, Gemüse und viele bei uns recht unbekannte Früchte: Chayote, Jiganea [Jackfruchtbaum], Yucca.
Wir werden gerade ein wenig gestört, es ist abends gegen 8 Uhr, wir sitzen im Hof der Herberge und es läuft eine Fußballübertragung Salvador gegen Haiti, und der Reporter spricht wie ein Maschinengewehr gleichzeitig, so schnell und so laut. Honduras hat sich gerade für die nächste Fußballweltmeisterschaft qualifiziert [Spanien 1982], zum ersten Mal überhaupt, und das ganze Land spricht nur noch vom Fußball, und uns Deutsche halten sie natürlich für Spezialisten für das Thema.

Hotel California, La Ceiba, Honduras
Meine billige Uhr, die ich für 15 Mark gekauft hatte, habe ich schon in Mexiko verloren, als ich mich im Dschungel von Palenque ein wenig verlaufen hatte und viel geschwitzt hatte. Zum Glück hatte ich meine Kompaß dabei, man sieht nämlich nichts, weil die Bäume so hoch sind und am Boden alles voller Lianen und Gestrüpp ist, in das man alle naselang reinfällt. Aber wir haben noch den Reisewecker und eine Uhr braucht man sonst eigentlich nicht.
Eigentlich ist es jetzt schon Zeit, dir – Mama – zum Geburtstag zu gratulieren. Es geschehe hiermit also. Leider wird der Brief etwas zu früh ankommen aber später als ist unpassender. Ich hoffe, daß es euch gut geht und das wir bald etwas erfahren. Herzliche Grüße an alle, wir sind beim Kartenschreiben jetzt einmal herum. Grüße auch von Susanne.
Burkhard
Gideon Streitwagen und bewegte Bevölkerung

In the center of the canvas, Gideon stands proudly in a bronze-gilded chariot drawn by two powerful white horses, rearing in mid-charge. His garments blend ancient Hebrew robes with the stylized armor of a Roman general — a breastplate gleaming in the sun, a crimson cloak billowing behind him. His right arm is raised high, holding a short sword or spear, while his left hand grips the reins. A golden helmet with a plume rests on his head, although his face is visible, stern and resolute.
Behind him, a small but determined band of warriors follows on foot, recalling the 300 chosen men from the biblical narrative. The battlefield is scattered with broken Midianite arms and chariots, with enemy figures fleeing in disarray. The sky above is dramatic, with rays of divine light breaking through storm clouds, illuminating Gideon — suggesting divine favor and destiny.
In the background, rugged hills evoke the landscape of ancient Israel, and an angelic figure hovers faintly in the clouds, referencing the angel who called Gideon in Judges 6.
The painting blends biblical narrative with the visual language of classical antiquity — portraying Gideon not as a humble judge, but as a heroic liberator chosen by God. [Nein, in der Bibel steht nichts davon, dass Gideon einen Streitwagen hatte.]
Politische Quelle: „Israel will den Gazastreifen erobern“.
„Das Sicherheitskabinett hat einstimmig den Operationsplan genehmigt, den der Generalstabschef zur Vernichtung der Hamas im Gazastreifen und zur Rückführung der Geiseln vorgelegt hat“. Der Generalstabschef erklärte in der Sitzung: „Wir sind auf dem Weg, die Hamas zu besiegen und das wird auch zur Rückführung der Geiseln beitragen.“
„Der Plan beinhaltet unter anderem die Eroberung des Gazastreifens und die anschließende Kontrolle der eroberten Gebiete, die Bewegung der Bevölkerung in den Süden zum eigenen Schutz, die Verhinderung der Verteilung humanitärer Hilfsgüter durch die Hamas“.
Netanjahu betonte, „dass sich dieser Plan von früheren unterscheide, da man nicht mehr nur auf punktuelle Razzien setze, sondern auf eine dauerhafte Besetzung des Streifens“. Auch soll Trumps Plan umgesetzt werden, der eine freiwillige Ausreise von Palästinensern ermöglichen solle, und dass hierzu Gespräche mit mehreren Staaten geführt würden. (Israel heute, Telegram-Kanal)
„Die Operation, die gestern Abend vom Sicherheitskabinett genehmigt wurde, wird den Namen „Gideons Streitwagen“ tragen – das teilte heute eine Sicherheitsquelle mit.
Gemäß dem Beschluss wurde der Hamas faktisch ein Ultimatum gestellt: Entweder Hamas bewegt sich in Richtung eines Geiselabkommens bis zum Besuch von Trump im Nahen Osten in etwa zwei Wochen oder es beginnt eine umfassende Bodenoffensive im Gazastreifen, das bis zur Entscheidung und „totalen Sieg“ fortgesetzt wird.
„Falls kein Geiselabkommen zustande kommt, wird die Operation mit großer Wucht eröffnet und erst enden, wenn Israel alle seine Ziele erreicht hat“, so ein Vertreter der Sicherheitsbehörden in den israelischen Medien.“ (Israel heute, Telegram-Kanal)
Vielleicht kann ich im Oktober schon am Strand im Gazastreifen herumspazieren?
Auf Nachtwache
Deine nächste Mission
Ich wollte ein Spiel spielen, das realistisch feministische Außenpolitik simuliert. (Ich weiß gar nicht mehr, welches es war – habe es schon wieder gelöscht.)
Die Entwickler geben sich noch nicht einmal mehr die Mühe, einigermaßen korrektes Deutsch zu schreiben, obwohl die KI das mittlerweile besser könnte. Das Publikum will natürlich Titten sehen so etwas auch gar nicht. Frage für einen Freund: In welcher Armee tragen Frauen solche Uniformen?





















































