Qualitätsmedien
Warum sollte ich eine dieser traditionellen Zeitungen kaufen – oder gar lesen?
Le monde diplomatique sagt den Sieg des Zhōngguó tèsè shèhuìzhǔyì voraus. Nun gut. Wenn ich das nicht schon wüsste, würde ich neugierig. Nein, kaufe und lese ich nicht.
Der Titel der WAZ: Viele Kinder können nicht schwimmen. (Jede Wette, dass darin nicht gefragt wird, ob die Zahl der muslimischen Kinder anders ist als die der Nicht-Muslime. Man weiß schon vorher, was kommt.) Ist das jetzt die wichtigste oder interessanteste Meldung des Tages? Echt jetzt?
Die Westfälische Rundschau widmet sich dem „Kampf gegen Rechts“, mittlerweile ein völlig ausgeleiertes Thema mit immer denselben Textbausteinen und vielen Komparativen (immer öfter, immer mehr – und das seit drei Jahrzehnten). Das könnte mittlerweile sogar die KI.
Die Titelgeschichte der Süddeutschen: Durchhalteparolen gegen die Russen. Charkow – eine Stadt, die sich nicht aufgibt. Früher haben die Qualitätsmedien so über Afghanistan berichtet. In Kabul – eine Mädchenschule, die nie aufgibt – oder so ähnlich. Warum sollte ich Kriegspropaganda lesen oder gar dafür bezahlen? Was will mir der Künstler mit dieser Überschrift sagen? Wir verteidigen ein edles Ziel und keine besonderen Interessen?!
Das Handelsblatt – gefühltes Zentralorgan der Kleinbourgeoisie, die gern Großbourgeoisie wäre – jammert über das fehlende Wachstum™. Was bedeutet das konkret? Finden wir garantiert nicht in dem Artikel, weil „Wachstum™“ für die Lautsprecher des Kapitals ein positiver Wert an sich ist, den man keinesfalls kritisch betrachten darf. Gemeint ist der Profit, der immer steigen muss, sonst geht die Welt unter. Sogar Wikipedia erklärt das korrekt (nur die Anführungszeichen sind überflüssig):
„Der Begriff der Profitrate ist eine ökonomische Kategorie, die bei Karl Marx (1818–1883) eine zentrale Rolle spielt. Sie drückt den Verwertungsgrad des angewandten Kapitals aus. Es handelt sich hier um eine Lehnübersetzung aus dem Englischen „rate of profit“, auch „profit rate“. Im deutschen Sprachgebrauch ist das Wort „Profitrate“ marxistisch vorgeprägt. Stattdessen werden „bürgerliche“ Begriffe wie „Rentabilität“, „Kapitalrentabilität“, Rendite oder Return on Investment verwendet.“
Die Welt – Zentralorgan der Eigenheimbesitzer und Kleinaktionäre – hat dasselbe Thema: Wachstum™. Moment, irgendjemand sagt „Nicht-Wachstum“ voraus. Also den tendenziellen Fall der Profitrate, der so sicher kommt wie der 31. Dezember? Nein, der Begriff ist bestimmt verboten. Anderenfalls würde jemand auf die Idee kommen, Karl Marx im Original zu lesen. Das würde die Bevölkerung verunsichern.
Dann meine Heimatzeitung Hellweger Anzeiger. Das Blatt ist natürlich entschuldigt, weil schon der Titel suggeriert, dass es nicht um das große Ganze, sondern um das kleine Lokale geht. Was sagt uns aber „Weniger Rauschgift[sic]verfahren“? Wer Cannabis als Gift bezeichnet, nennt garantiert Alkohol und Nikotin nicht Gift. Man sollte doch hier konsequent sein, wie die lokalen Zeitungen in den USA, und lokale Meldungen, die für alle außerhalb des „Hellwegs“ irrelevant sind, auch auf die erste Seite stellen.
Dann die Zeit: Wird die Welt wieder männlicher? Ihr habt sie doch nicht mehr alle. Wer liest so etwas – Tunten und Transen und Studienräte?
Kommentare
10 Kommentare zu “Qualitätsmedien”
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Das Elend des „Kampf gegen Rechts“ offenbart sich darin daß die Kämpfer kein Argument anbieten als die Diffamierung ‚Du stinkst‘.
Wenn die Kämpfer sich ehrlich machten würden sie ihr eigenes Staatsverständnis erklären und wo genau der Unterschied zu „rechts“ liegt.
Wenn die Kämpfer das nicht tun haben sie Gründe.
Einer davon daß sie fühlen aber nicht denken.
Die Hitlerei war schlimm, ja, aber mit Plan.
Ein anderer das republikanische Staatsverständnis.
CSU bis SPD papageien AfD-Sprech nach.
Ach waren das noch Zeiten als man im Bus als Trittbrettleser alle News vom Vordermann oder -frau oder [das gabs noch nicht als Begriff] mitbekam.
Nur Zischen und Gluckern war gefährlich – zu viele Trittbretttrinker…hx.
@ Schwimmen
sorry – Hobby von mir
wenn du denken sollen tun tätest, Araber, Perser usw. aka Muslime würden schlechter bzw. weniger schwimmen, dann täuschst du dich gewaltig.
Es ist vor allem der degenerierte Biodeutsche Bewegungslegastheniker (Gattungen Homo Dönerensis
und Homo ChickenMcNuggetis), der hier die Statistik verhunzt.
Subjektiv gefolgt vom Nachwuchs der südosteuropäischen Billigarbeitskräfte…
@ „Kampf gegen Rechts“
Das erinnert inzwischen auch an die Durchhalteparolen der offiziellen Kriegspropaganda.
Wann gestehen sich mal welche ein, dass der Kampf verloren ist?
Preußische Allgemeine, so dann und wann…
@ K(r)ampf gegen Rrrääächts:
der treibt inzwischen sehr eigenartige Blüten im Überbietungswettkampf um die dümmste Idee:
„Meldestellen“
https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/politik/lehrer-demokratiefeindlich-meldestelle-lehrerverband-100.html
„Beratungsdienste“ und Aussteiger-Zeugs
https://jump-mv.cjd.de/de
Seit diese Jugendlichen vor ein paar Tagen unter Terrorverdacht verhaftet wurden, geht ein panikbehafteter Aktionismus um.
Die Gegner der AfD können nicht denken, sie halten die AfD für eine der ihren, für unerlaubte Konkurrenz. Ihre Gegnerschaft ist erbärmlich.
Ständig faseln sie „unsere Demokratie“.
Tatsächlich konfligieren Weltbilder und Pläne fürs Staat machen. Gläubige von Sekten kämpfen.
1 ist es nicht „unsere“, die Gesellschaft ist keine Gemeinschaft, das imaginierte Volk keine Ethnie.
2 Die AfD fantasiert der Staat wäre ihr Diener.
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1191503.rechtsextrem-afd-in-talkshows-nicht-mehr-willkommen.html
Es hat auch damit zu tun daß die Hitlerei als Diktatur vorgestellt wird. Hätte Elser Erfolg gehabt stünde Hitler als größter Staatsmann in den Büchern.
Merz will zurück vor ’68
https://jungle.world/artikel/2025/21/helmut-kohl-geistig-moralische-wende-bitte-wenden-wolfram-weimer-und-der-kulturkreis-vom-tegernsee
Die AfD will zurück vor 1940.
Der „Kampf“ ist formal Diffamierung (Konkurrenz) statt inhaltlich Argument.
Kriminalisierung gilt „links“ statt „rechts“.
Nicht nur Qualitätsmedien, Burks! Nicht nur!
In Berlin leben noch richtige Teufelskerle. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner von der CDU ist ein Teufelskerl. Er will die Olympiade für Berlin im Jahr 2036. Die letzte Olympiade fand 1936 in Berlin statt. Das wäre genau vor 100 Jahren. Das kann kein Zufall sein! Was will er uns damit für ein Zeichen senden?
Bis 2036 wird Berlin keine verläßliche Stromerzeugung, keine leistungsfähige Infrastruktur und keine Industrie mehr haben. Wohl aber von Esel gezogene Karren und Hausschlachtungen direkt vor der Haustür auf dem Gehweg. Dies der Weltöffentlichkeit vorzuführen, darauf freue ich mich, vorausgesetzt ich lebe noch.
Berlin in 11 Jahren unter einer Regierung Wegner? Das wird nix. So viel Geld kann keiner – am wenigsten das niedergehende Deutschland – in das shithole Berlin pumpen, um den Verfall, die Verwahrlosung, den Dreck, die Kriminalität vor der Welt zu verstecken.
Sorry Burks, habe es glatt übersehen. Du bist wieder in Berlin. Die haben Dich nicht abgewiesen. Deine Wohnung hast Du ebenfalls unversehrt vorgefunden. Vermutlich hast Du gekochtes Blut zum Frühstück gegessen und noch mit reichlich Schweineblutgeschmack auf der Zunge tippst Du provozierende Fragen ins Internet. Du hättest auch fragen können Wer liest mein Blog? und die Antwort – zur Unterhaltung Deines Publikum – gleich mitliefern können.
Sei froh das gekochtes Schweineblut nicht zu Ausdünstungen führt und über den Schweiß stinkt. Einige hätten das bei Deinem morgendlichen Streifzug durch Neukölln doch glatt als Provokation auffassen können und ein Mob hätte Dich durch die Straßen gejagt, Dich gestellt und Dich wie einen Dönerspieß filetieren können oder sowas ähnliches. Danach hätten die Medien über die Tat berichtet „gesichert Rechtsextremer provoziert Spaziergänger“. :)
@blu_frisbee
„Hätte Elser Erfolg gehabt stünde Hitler als größter Staatsmann in den Büchern.“
Er ist anscheinend oder vielleicht sogar gesichert zum Maßstab aller reaktiven Vorgänge in dieser unserer Gesellschaft geworden – und darüber hinaus auch international.
Es beginnt damit, dass Jugendliche durch das Aufsprühen von dilettantisch hingeschmierten Hakenkreuzen die Aufmerksamkeit erhalten, die sie sich als Pubertierende aller Herkünfte nur wünschen können.
Nicht wokes Verhalten bringt meist den Stempel „Nazi“ ein und man ist raus aus der Genderdödelei.
Wählt man AFD, gilt man wenigstens als gesichert rechtsextrem, weil man den 1000-Jahre-Jodelgesängen thüringischer Dorflehrer lieber zuhört als hirnzermatschten GrünInnen, die jegliche Scham vor ihrem Amt verloren haben und Reiche essen wollen und exekutivverächtliche Akronyme auf ihrem T-Shirt geil finden.
Hitler ist hippe Messlatte für Leute, die sich nicht nur politisch langweilen und so kann man auf bestimmten Sendern nicht nur Putin sondern auch Hitler in vollem Ornat nächtelang verfolgen, wie er sich durch die Mengen kurven und bejubeln lässt.
Morgens gibts dann wieder Tauruslabereien von Menschen, die sich gern nach diesen vergangenen Zeiten sehnen oder einfach nur dieses Jucken verspüren, das wohl jeden überfällt, wenn er seinem gewaltsamen Ende entgegensieht(nicht umsonst sagt man der Alraune nach, sich vom Sperma der Gehängten unter dem Galgen zu ernähren).
Übertroffen wird der Hitlerwahn nur vom Geräusch einer unterirdisch zischenden Flaschenöffnung, das wie eh und JEVERspannungen politischer und kultureller Art jäh auflöst und manchmal, aber wirklich nur manchmal den Blick klärt für das, was außer Mist noch existiert auf der Welt – z.B. Burks Cürriewurst, in die man lesend niemals reinbeißen kann.
Ob Hitler wohl seinen eigenen Speichel geschluckt hat? Es bleiben Fragen, deren Antworten die Geschichte wohl nie preisgeben wird…hx.
https://youtu.be/gLab63c2Vec