Die Gesamtsituation et al, wo auch Milch und Honig fliessen

tuxedo
Getränke: Oban Single Malt, Shake: Banane, Birne, Honig und Milch, Kaffee: Guatemala Grande, Musik: Kwaku Ananse.

Ja, ich weiß, ich habe das nach klugen Gedanken lechzende Publikum sträflich vernachlässigt. Die Ursache vgl. mein letzte Posting – ein neuer Rechner, von dem aus ich jetzt zum ersten Mal blogge. Aber natürlich ging erst einmal alles schief – ich hätte vielleicht Beta-Tester werden sollen.

Der Rechner von Tuxedo kam schnell, aber leider hat man mir kein Ubuntu 18.04 verschlüsselt geliefert, wie bestellt, sondern eine unverschlüsselte Version. Tuxedo hat sich sogleich entschuldigt und angeboten, dass ich den Rechner auf deren Kosten zurückschicken könnte. Ich habe das abgelehnt, da der mitgelieferte WebFAI-Stick eine Neuinstallation ermöglicht. Ich vergaß Murphys Gesetz.

tuxedo

Das Problem: Wenn alles getan ist (dauerte bei mir ca. 20 Minuten, schnelle Leitung, LAN benötigt), kriegt man Ubuntu nicht auf: please unlock disk sdb[n]_crypt. Ich hatte aber nie ein Passwort definieren können. Natürlich passierte das nicht nur mir – aber es gibt nicht wirklich eine Lösung.

You’ve got it set for full-disk-encryption, in which case there is nothing anyone can do to help you to recover the password for it.
Not really sure what you’re trying in regards to reinstalling that brings up the same screen. As a proper reinstall should wipe that out and then allow you to install and boot into a system properly.
Na super.

Dummerweise erkannte mein BIOS auch den WebFAI-Stick nicht mehr. Ich konnte diesen Missstand nur beseitigen, indem ich das BIOS auf „Werkseinstellungen“ zurücksetzte.

Dann also Ubuntu unverschlüsselt – ich arbeite ohnehin mit Veracrypt, eine Komplettverschlüsselung ist ein bisschen ooverkill. Nur stürzte die Kiste danach ab und ließ sich nicht mehr hochfahren.

tuxedo

Auch diese Fehlermeldung gab es schon. By the way: Was hätte ich gemacht, wenn ich nur den neuen Computer gehabt hätte und nicht einen zweiten, mit dem ich die Fehler suchte? Alles per Smartphone? Es war Freitag – eine Hotline gibt es am Wochenende nicht. Vorschlag eines Nutzers:

kernel: [ 0.982630] Couldn’t get size: 0x800000000000000e
kernel: [ 0.982929] MODSIGN: Couldn’t get UEFI db list
kernel: [ 0.986380] Couldn’t get size: 0x800000000000000e

The errors seem to be related to an attempt to import UEFI keys for Secure Boot. I do not have Secure Boot enabled in my BIOS but do only boot in UEFI.(…) I was able to stop the errors simply by changing a setting in the BIOS from [Customized] to [Standard] for Secure Boot Mode. The Customized setting allows you to modify the secure boot keys manually. The Standard just sets the default keys.
Note: This fixed my error even though I previously had Secure Boot [Disabled] in BIOS settings.
Security -> Secure Boot -> Secure Boot Mode -> [Standard]

Ich war schon in der Laune des HB-Männchens, zumal ich beim ersten Mal frohgemut eine Stunde lang Programme installiert hatte, die natürlich futsch waren.

tuxedo

Zähneknirschend habe ich Ubuntu zum dritten Mal installiert – und es gab wieder eine Fehlermeldung, die man aber offenbar ignorieren kann, aber auf die auch niemand eine Antwort hat (wäre nett, wenn jemand in den mitgelieferten Manuals darauf hinweisen würde, weil unbedarfte Nutzer vermutlich in Panik gerieten).

Die erste Datensicherung ging auch schief (dafür kann Tuxedo nichts): Datensicherung fehlgeschlagen
Sicherungsordner »/tmp/duplicity-hqblIp-tempdir/mktemp-pSdRoE-401« ist nicht vorhanden.

Mal sehen, woran das liegt… Und wo ist jetzt mein virtuelles Windows, das ich bestellt hatte? Ich werde am Montag mal telefonieren….

Kommentare

5 Kommentare zu “Die Gesamtsituation et al, wo auch Milch und Honig fliessen”

  1. Roman Bardet am September 21st, 2019 12:51 pm

    Das ist doch schon richtig blöde oder?

    Da kauft man sich einen sehr teuren explizit für Linux konfigurierten und beworbenen Computer und dann läßt sich Linux nicht installieren.

    Bei meiner letzten Debian Installation war das so: Computer booten, USB-stick einstöpseln und nach 70 Minuten war ein minimales Debian installiert. Den nächsten Schritt habe ich einem bash script überlassen. 2 Stunden später waren alle packages aus den diversen repositories installiert. Oder anders ausgedrückt, ich hatte meinen alten Rechner geclont.

    Und Herr Burks, ein von Fremden eingerichtes verschlüsseltes Dateisystem oder ganzer Rechner, das geht doch überhaupt nicht. Ich meine auch, in alten Artikel von Ihnen hatten Sie davor die Leser und die geneigte Leserin ausdrücklich gewarnt. Hier könnten Sie von den Reichsbürgern lernen oder haben Sie schon irgendwo gelesen das die aktuellen Gehilfen unserer Machthaber deren Computer entschlüsselt haben?

  2. ... der Trittbrettschreiber am September 21st, 2019 5:43 pm

    Burks, du nimmst einfach die falschen Getränke zu dir. Milch, Honig, Kaffee und Whisky. Das ist [bitte hier selbst krass betiteln]. Computer haben wie Mortorräder auch Seelen, die leiden, wenn deren Produkt-Owner in Sachen life-style failen. Nur die Soft-Version von James Brown (Musik: Kwaku Ananse) hat sicher verhindert, dass sich Dein neues Linux nicht schnurstracks über Deine Balkon-Reeling in den Rixdorfer Sommer gestürzt hat. Ich sichere meine Daten stets in einem Humpen mit hoch viskoser Flüssigkeit. Schon nach ein paar Minuten werden selbst die belanglosesten Daten unzugänglich – bis auf dieses Blasen bildende Blubbern deutet nichts mehr auf deren sichere Existenz hin.

  3. Wolf-Dieter Busch am September 21st, 2019 9:30 pm

    Als mein altes Thinkpad kaputt ging, besorgte ich ein neues (gebrauchtes), tauschte die SSD von alt nach Neu und machte weiter, wo ich aufgehört hatte. (Mint). Hab allerdings nix mit Verschlüssung am Hut.

    == Murphy’s Law ==

    Rule 1: If you wash your car, it will rain.
    Rule 2: Washing your car to make it rain does not work.

  4. Messdiener am September 22nd, 2019 8:37 am

    Hi Burki,
    schon mal probiert? Smoothie mit Schuss.

    https://www.kuechengoetter.de/smoothie/smoothie-rezepte-mit-alkohol

  5. blowfish am September 22nd, 2019 11:09 am

    Ich installiere eigentlich seit Jahren immer mal wieder Ubuntu und ähnlichen Kram (Mint, Debian) mit verschlüsselter Home- und Swap-Partition. Das funktioniert eigentlich immer, und an irgendeiner Stelle wird einem angeboten, sich das (generierte, ziemlich lange) Passwort anzeigen zu lassen. Man braucht das Passwort aber nicht wirklich, so lange nix schiefgeht, und das ist es bei mir noch nie.
    Auch das nachträgliche Verschlüsseln hat schon mindesten einmal bei Debian problemlos funktioniert. Allerdings bin ich ganz konservativ immer noch bei Ubuntu 16.04 LTS (nomen est omen).

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