Alles muss raus

Was macht eigentlich der US-Imperialismus? Die bürgerliche Presse schreibt: „Vor einigen Jahren verkaufte die Bundesregierung Gasspeicher ins Ausland. Die Abgabe kritischer Infrastruktur erwies sich als Fehler. Nun strebt ein US-Unternehmer, der US-Präsident Donald Trump nahesteht, nach einem Fünftel der deutschen Öl-Speicher. Die Bundesregierung schweigt vielsagend.“

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Die „Tagesschau“ künftig mit Avataren?

Frühstück

Ein Artikel von mir im aktuellen Nitro-Magazin (3/2025): „Die Tagesschau künftig mit Avataren?“

Würde es den Zuschauern auffallen, wenn die Nachrichtensprecher der „Tagesschau“ von künstlicher Intelligenz generiert würden? Man ahnt, was Zyniker antworten. In China aber stellt sich das Problem ganz real. Was noch vor wenigen Jahren nach Science-Fiction klang, ist heute Teil des regulären Fernsehalltags: Nachrichtensprecher aus Fleisch und Blut werden zunehmend durch digital erzeugte Avatare ersetzt – oder zumindest ergänzt. Chinesischer Sender wie Xinhua und die Hangzhou Culture Radio Television Group sind die technischen Pioniere.

Im Jahr 2018 stellte Xinhua international den ersten vollständig KI-generierten Nachrichtensprecher vor – in Kooperation mit dem Technologieunternehmen Sogou. Der virtuelle Moderator heiß Qiu Hao – ein Avatar, der auf der realen Person eines bekannten Xinhua-Sprechers basierte. Er konnte auf Grundlage von Textvorlagen eigenständig Nachrichten präsentieren, Mimik und Sprache wirkten für viele Zuschauer überraschend natürlich. [Mehr lesen (pdf)]

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Flash

solimoes
Mündung des Rio Negro in den Solimoes (Amazonas) bei Manaus, fotografiert Februar 1980

Ich hatte jüngst nostalgische Anwandlungen. An welche Momente auf meinen Reisen kann ich mich besonders gut erinnern, und welche haben eine Art „Flash“ erzeugt? Das kann man schwer beschreiben, und es sind gar nicht so viele, die extrem positive Gefühle und Adrenalin hervorriefen.

Auf meiner ersten Reise 1979/80 durch die USA, Mexiko, Belize, Guatemala, Honduras, Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien, Brasilien, Guyana und Barbados habe ich das trotz der Exotik nicht gespürt. In Belize gefiel es mir außerordentlich, vor allem, weil ich so gut wie nichts über das Land wusste. Aber es fehlte dieser „Wow“-Moment.

Ziemlich nah dran war, als ich zum ersten Mal den Amazonas sah. In dem Milieu, aus dem ich komme, waren Reisen dieser Art damals gar nicht denkbar bzw. vorstellbar, genau so wenig wie der Berufswunsch „Journalist“ oder „Schriftsteller“.

Leimus
Der Rio Coco, Grenzfluss zwischen Honduras und Nicaragua (auf der gegenüberliegenden Seite), fotografiert Dezember 1981.

Auf der zweiten Reise gab es so einen unvergesslichen Moment. Als wir in einer gottverlassenen Pampa und allein am Rio Coco in Honduras saßen und einen Einbaum sahen, der uns herüberholen wollte, gesteuert von einem Mädchen, das fast noch ein Kind war. Und dann am anderen Ufer der misstrauische Empfang durch bis an die Zähne bewaffneten Sandinistas, die unser gesamtes Gepäck auseinandernahmen. Und – endlich! – die Einladung des „Revolutionskommandanten“ zu einem comida international („internationalen Essen“) mit allen zusammen, womit Spagetti gemeint war. Das war wie ein „Flash“ – nach dem Motto: Das glaubt uns keiner! Und das lässt sich nicht wiederholen.

salar
Salzwüste in Bolivien westlich von Oruro, 1984

Dritte Reise 1984, sieben Monate Peru und Bolivien. Zwei Tage Fußmarsch durch eine Salzwüste, zuerst mit schwerem Gepäck, dann mit leichtem. Und dann endlich am späten Nachmittag die primitiven Hütten von Chipaya am Horizont. In einer der ersten wurde gerade Brot gebacken. Die Nachricht, dass damals in Bolivien eine Inflation wie in der Weimarer Republik war, war noch bis dorthin nicht vorgedrungen. Die beiden Brote, die wir kauften, kosteten weniger als damals zehn Pfennig. Ich habe noch nie so leckeres (Weiß)Brot gegessen. Das war schon wie im Film. Man fragt sich: Ich das jetzt real oder nur ein Traum?

Ausangate
Ein Dorf östlich von Urcos in Peru. Der schneebedeckte Berg ist der Ausangate (6.384 m) am westlichen Rand der Cordillera Vilcanota 1984.

Der zweite Flash-Moment ist klar zu benennen, aber nicht der Ort (vielleicht Mahuayani). Ich war mit einem LKW (illegaler Holztransport, rund 20 Personen auf der Ladefläche und ein paar Benzinkanister) unterwegs von Puerto Maldonado im Urwald von Peru nach Cusco, zwei Tage und eine Nacht, auf einer der damals gefährlichsten Straßen (Teil der Interoceanica Sur) der Welt.

In der Nacht hatten wir bei klirrender Kälte den Pass nördlich des Lago Sinkrinaqucha (4.377 m, spanisch: Singrenacocha) überquert. Ich weiß noch, dass der LKW gegen Mitternacht ein paar Stunden anhielt, weil der Fahrer sich nicht traute weiterzufahren, und dass ich austreten musste und fast alles anzog, was ich hatte, um nicht zu Eis zu erstarren: Zwei Pullover, Wollmütze, Wollhandschuhe. Wir führen weiter und erreichten kurz darauf dieses Dorf kurz nach Sonnenaufgang.

Ich sprang immer noch bibbernd vor Kälte vom LKW. Dann kam mir ein Reiter entgegen, der vom Pferd stieg und die anderen „Fahrgäste“ fragte, wer ich sei (ich trug eine Art Poncho und einen Hut). Alles war total unwirklich, aber ein unvergessliches Erlebnis.

coro
Mein Rucksack auf der Plaza Falcón in Coro, Venezuela, kurz vor Sonnenaufgang, 18.1.1998

Auch 1998 in Venezuela gab es Momente wie die Tänzerinnen in Coro. Aber noch mehr flashte mich ein paar Tage vorher die Ankunft dort:

Der Bus fährt direkt nach Coro. Krachendes TV, daily soap auf venezolanisch, ich brauche nicht lange, um mich daran zu gewöhnen und trotzdem zu schlafen. Um kurz nach fünf rüttelt mich jemand – wir sind schon da. Eine Brise, irgendwo muss das Meer sein. Mit schweren Füßen durch schmale, holprige Straßen einer Vorstadt. Ich bin ganz allein. Hunde bellen mich an, ohne mich zu sehen. [Ich habe mir das angesehen: Der Terminal Terreste Polica Salas – der Busbahnhof – von Coro ist an der Calle Maparari, es sind von dort gut zwei Kilometer zu Fuß bis ins Stadtzentrum.]

Endlich: die Plaza von Santa Ana de Coro, gegründet 1527 vom Spanier Juan de Ampiés, der sich dazu die Erlaubnis des Kaziken Manaure holte. Die kleine Kathedrale, dem heiligen Franziskus geweiht. Als Georg Hohermuth von Speyer und Philipp von Hutten 1528 auf diesem Platz standen, war sie noch nicht fertig. Sonnenaufgang.

Ich sitze auf einer Bank und versuche mir vorzustellen: 400 deutsche Landsknechte und sächsische Bergknappen, die hier, genau an dieser Stelle, damals, vor fast 500 Jahren, aufgebrochen sind nach El Dorado. Ich schaue auf die Uhr. Es ist unfassbar. Von Berlin nach Coro in weniger als 48 Stunden.

coro

Je mehr ich in Erinnerungen schwelge, um so mehr fällt mir ein. Aber einen Flash habe ich noch, und der ist gar nicht so lang her.

Jaffa Gate
Jaffa Gate, Jerusalem, 10.10.2023

Ich kann mich daran erinnern, als ob es gestern gewesen wäre. Es war wie im Fieber. Ich hätte am liebsten einen Passanten gepackt und ihn gebeten, mich zu schütteln. Bin ich wirklich hier? Ist das wahr?

Im Oktober werden ich ein bisschen gelassener sein, wenn ich wieder da stehe.

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Kernräume

Israelk

Ich musste schmunzeln. Wer – wenn nicht Bezalel Smotrich – würde sich das trauen. Das Label „rechtsextrem“ von Wikipedia halte ich für völlig bescheuert, aber rationale Argumente helfen bekanntlich nicht.

Israel heute (Telegram): „Die von Finanzminister Bezalel Smotrich vorgestellte Karte eines möglichen israelischen Annexionsplans im biblischen Kernland Judäa und Samaria zeigt: Die großen arabischen Städte (gelb markiert) sollen als autonome Zonen bestehen bleiben, während der übrige biblische Kernraum unter direkte israelische Zivilverwaltung gestellt würde.

Die Karte wurde mit dem Logo des israelischen Verteidigungsministeriums veröffentlicht.

Die Rufe nach einer Ausweitung der israelischen Souveränität über Judäa und Samaria nehmen zu – gerade jetzt, da sich die UN-Generalversammlung nähert, bei der mehrere westliche Staaten beabsichtigen, einen unabhängigen Palästinenserstaat anzuerkennen.“

Die gelben Orte sind Jenin und Tulkarm im Norden, Jericho, Hebron und Ramallah.

Biblisches Kernland – das genau ist das Problem mit den Verehrern höherer Wesen der jüdischen Art. Wie kann man politische Forderungen mit einem Buch voller frommer Legenden, Mythen und Märchen begründen wollen? Als der moderne Staat Israel entstand, war das gar nicht nötig. Soll ich mich etwa als atheistischer zionistischer Goi auf die Bibel berufen? Gott bewahre Das fehlte noch.

Unstrittig ist, dass Israel schon 3000 Jahre existiert, in welchem Umfang auch immer. Das allein ist auch kein Argument, weil die Deutschen auch mehrere Jahrhunderte in Osteuropa siedelten und irgendwann weichen mussten.

Es hat sich eben historisch ergeben, dass Palästina der einzige Ort ist, in dem Juden heute sicher sind. Wenn das die Araber nicht wollen, ist das ihr Pech. Sie hätten es anders haben können, waren aber zu blöd dazu und sind es immer noch. Die herrschenden Klassen in allen muslimischen Staaten brauchen ein äußeres Feindbild, um vom internen Klassenkampf abzulenken. Das wird sich so schnell nicht ändern.

Alle Nationalstaaten, außer vielleicht Island, sind mit Gewalt entstanden, mitsamt ihrer Grenzen. Die Römer hatten die richtige pragmatische Haltung dazu: Vae victis!

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FYI Frühstück und mehr

Frühstück

Seitdem ich wieder kauen und nicht nur flüssige Nahrung zu mir nehmen kann, lebe ich noch gesunder als vorher. Falls die Zeit dazu bleibt zum Frühstück: jugo especial à la Arequipa (das Rezept stammt von dort) à la Burks mit einer Banane, einer Birne, einem Ei, einem Esslöffel Honig und Milch, dazu Müsli (eine Mischung aus Müsli mit Nüssen und Rosinen und Kölnflocken). Kaffee natürlich auch.

Zur Zeit sind zwei Mahlzeiten am Tag das Maximum, weil einfach keine Zeit für mehr ist. FYI: 22.8. 12 Std. Tagschicht, 23.8. 12 Std. Tagschicht, 24.8. 12 Std. Tagschicht, 25.8. 10 Std. Tagschicht, 26.8. 8 Std. Nachtschicht, 27.8. 8 Std. Nachtschicht, 29.8. 4 Std. Tagschicht, 30.08. 12 Std. Tagschicht, 31.8. 9 Std. Tagschicht, 2.9. 8 Std. Nachtschicht, 3.9. 8 Std. Nachtschicht, 4.9. 8 Std. Nachtschicht, 5.9. 8 Std. Nachtschicht, 6.9. 12 Std. Nachtschicht, 7.9. 12 Std. Nachtschicht. Ich bin jung und brauche das Geld.

Ihr könnt also froh sein, dass ich überhaupt zum Bloggen komme.

Nachher, vor der Nachtschicht, gibt es Dal.

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Angriff der Klonkrieger, viereckig geordnet

china parade

Ich habe mir die chinesische Militärparade zum Thema „the 80th anniversary of the victory in the Chinese People’s War of Resistance against Japanese Aggression and the World Anti-Fascist War“ angesehen. Wo ist der strukturelle Unterschied zum Nürnberger Reichsparteitag?

Wait a minute. Was war 1945? „Gemäß den Bedingungen der von den Vereinigten Staaten diktierten bedingungslosen Kapitulation Japans sollten sich die japanischen Truppen den KMT-Truppen ergeben und nicht der KPCh, die in einigen der besetzten Gebiete präsent war. In der Mandschurei jedoch, wo die KMT keine Truppen hatte, kapitulierten die Japaner vor der Sowjetunion. Chiang Kai-shek befahl den japanischen Truppen, auf ihrem Posten zu bleiben, um die Kuomintang zu empfangen und ihre Waffen nicht an die Kommunisten abzugeben“.

„Im letzten Monat des Zweiten Weltkriegs in Ostasien startete die Rote Armee die Sowjetische Invasion der Mandschurei gegen die japanische Kwantung-Armee in Mandschukuo und entlang der chinesisch-mongolischen Grenze. Diese Operation zerstörte die Kwantung-Armee in nur drei Wochen und führte dazu, dass die UdSSR bei Kriegsende die gesamte Mandschurei besetzte und ein totales Machtvakuum der lokalen chinesischen Streitkräfte entstand.“ – „Der Waffenstillstand wurde im Juni 1946 gebrochen, als am 26. Juni 1946 ein umfassender Krieg zwischen KPCh- und KMT-Kräften ausbrach. China befand sich daraufhin in einem Bürgerkrieg, der mehr als drei Jahre andauerte.“

Welches Jubiläum feiern die eigentlich?

china parade

Zu Militärparaden an sich hatte ich mich schon geäußert. („Gedämmte Flüsse“, 09.05.2022) Theweleit, übernehmen Sie! (Männerphantasien 1, S. 447ff: Damm und ‚Fluss – das Ritual der Massenaufmärsche“). Oder ist das unangemessen?

Die Flut bekommt einen Namen. „Fahneneinmarsch““ (codierter Strom). Ihr überschwemmendes Element ist getilgt. man geht in ihr nicht unter, aber erregend und faszinierend ist sie immer noch. Ihr bedrohlicher Teil ist ihr sicher durch die Formierung genommen, die Verwandlung der Flüsse in „Säulen“, des fließenden „Weiblichen“ in etwa starres „Männliches““.(…)

china parade

Versetzen wir uns einen Augenblick in einen Anthropologen, der gerade vom Planeten Kepler-452b angereist ist und das Verhalten des Homo Sapiens studieren will und zufällig nach Peking gerät, wo die Massen in Vierecken geordnet an ihm vorbeimarschieren, während die zuschauenden Massen in ebenfalls viereckigen Kästen sitzen.

Man könnte naiv fragen: Warum eckig und nicht rund? Aber dann brauchte man vermutlich viel mehr Platz. Und Friedensreich Hundertwasser Regentag Dunkelbunt, den man fragen könnte, ist schon tot.

china parade

Noch einmal ganz von vorn. Menschen laufen an anderen Menschen vorbei. Warum nicht gemütlich, sondern im anstrengenden Gleichschritt? Es gibt offenbar ein unsichtbares Band zwischen dem Herrscher und den beherrschten Marschierern: Ersterer, so soll suggeriert werden, kann Massen organisieren und sie zu Klonen Marionetten machen. Und das sollten die zuschauenden Massen sehen und würdigen. Und niemand darf aus der Reihe tanzen. Das sähe doof aus.

china parade

Warum hat keiner der Männer einen Bart?

Je mehr ich darüber nachdenke, um so weniger möchte ich schreiben. Wenn die Chinesen hier mitläsen, verstünden sie eh nicht, was ich meine. Und wenn doch, lassen sie mich vielleicht nicht nach China einreisen.

china parade

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SSL

SSL
A modern flat-style infographic illustration showing secure data transfer with SSL: on the left, a computer with an open lock symbol, on the right, a server with a golden closed lock. Bright data packets (blue and green glowing streams) flow between them, wrapped inside a transparent protective shield. Background filled with abstract digital matrix lines, symbolizing cybersecurity and encryption. Futuristic, clean, and professional design

Die SSL-Konfiguration von burks.de. sollte jetzt wieder korrekt sein, vgl. Feed Validator Results sowie SSL Checker.

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Alles grün

secondlife

Kartenausschnitt von Secondlife aus Satellitensicht: Jeder grüne Punkt ist ein Avatar.

Merke: Wenn deutsche Medien über etwas nicht berichten, bedeutet das nicht, dass etwas nicht existiert oder uninteressant wäre. Es sagt eher etwas über deutsche Medien aus.

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Gegen nichts

ukraine

Das Institut for the Study of War (von dem die Karten sind) hat unausgesprochen die Kriegsziele Russlands erläutert: Lithium, Nichteisenmetalle, Polymetalle, Seltene Erden, Titanium, Zirkonium, Uranium.

„Berichten zufolge fordern Kremlvertreter, dass die Ukraine im Rahmen eines Waffenstillstandsabkommens strategisch wichtiges unbesetztes Gebiet in der Oblast Donezk an Russland abtritt und die Frontlinie in anderen Gebieten einfriert. Die Kapitulation des restlichen Gebiets Donezk als Voraussetzung für einen Waffenstillstand ohne Verpflichtung zu einem endgültigen Friedensabkommen zur Beendigung des Krieges würde die Ukraine zwingen, ihren „Festungsgürtel“ aufzugeben, die seit 2014 die wichtigste befestigte Verteidigungslinie in der Oblast Donezk bildet, ohne Garantie, dass die Kämpfe nicht wieder aufgenommen werden. Putins Vorschlag verlangt Berichten zufolge, dass die Ukraine diese kritische Verteidigungsposition aufgibt, die die russischen Streitkräfte derzeit nicht schnell einschließen oder durchdringen können, und zwar offenbar gegen nichts.“

Ach. Ach was.

ukraine

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Zirkumzensierter Knöterich

knöterich

Vor zwei Jahren schrieb ich, dass mein Knöterich auf dem winzigen Balkon mit Erlaubnis meiner Nachbarn im dritten Stock schon zum vierten Stock unterwegs sei. Das Problem war nur, dass die Pflanze jetzt nur noch ein paar kümmerliche Blätter trieb, die schnell wieder verwelkten, weil der Kasten wahrscheinlich gar keine Erde mehr enthält, sondern nur noch Wurzeln, die, erlaubte man ihnen das zügellose Wachsen, vermutlich schon bis in andere Stadtteile reichen würden.

Ich entschloss mich also zu einer radikalen Lösung und köpfte ihn und zerrte die unzähligen Verästelungen von oben herunter. Der Knöterich „ist eines der wenigen echten Gehölze der Familie, wächst äußerst schnell und erreicht bei entsprechender Kletterhilfe mühelos Wuchshöhen um zehn Meter.“

Und siehe: In nur zwei Tagen hat der Rest-Knöterich schon wieder Blätter geworfen und beginnt, sich nach oben zu ranken. Dem kann man beim Wachsen fast zugucken. Mit Blättern sieht eine Pflanze einfach besser aus.

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Unter Gedankenlesern

computer

Sehr interessanter Artikel auf Telepolis: „Gedankenlesen ist keine Science-Fiction mehr. Durchbruch bei Gehirn-Computer-Schnittstellen: Forscher gelingt es erstmals, Gedanken direkt in Sprache zu übersetzen – ganz ohne Sprechen.“

Source EurekAlert: „Scientists have pinpointed brain activity related to inner speech – the silent monologue in people’s heads – and successfully decoded it on command with up to 74% accuracy“ sowie die Original-Forschungsergebnisse „Inner speech in motor cortex and implications for speech neuroprostheses“.

Speech brain-computer interfaces (BCIs) show promise in restoring communication to people with paralysis but have also prompted discussions regarding their potential to decode private inner speech. Separately, inner speech may be a way to bypass the current approach of requiring speech BCI users to physically attempt speech, which is fatiguing and can slow communication. Using multi-unit recordings from four participants, we found that inner speech is robustly represented in the motor cortex and that imagined sentences can be decoded in real time. The representation of inner speech was highly correlated with attempted speech, though we also identified a neural “motor-intent” dimension that differentiates the two. We investigated the possibility of decoding private inner speech and found that some aspects of free-form inner speech could be decoded during sequence recall and counting tasks. Finally, we demonstrate high-fidelity strategies that prevent speech BCIs from unintentionally decoding private inner speech.

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Großes Vertrauen

gaza
Gaza im Jahr 2050, im Hintergrund der neue Trump-Tower

Ich finde die Idee ganz großartig. Die Qualitätsboulevardmedien berichten: Der „GREAT“-Plan („Gaza Reconstitution, Economic Acceleration and Transformation“; dt.:“Wiederaufbau, wirtschaftliche Beschleunigung und Transformation in Gaza“) sieht Gaza für mindestens zehn Jahre unter US-Treuhandverwaltung, „bis eine reformierte und entradikalisierte palästinensische Staatsgewalt bereit ist, an seine Stelle zu treten.“
Das Gebiet soll in ein Tourismus- und Hightech-Zentrum verwandelt werden. Die zwei Millionen Einwohner würden vorübergehend „freiwillig“ auswandern oder in gesicherte Zonen ziehen.“

Die Araber werden, wie schon seit 1948, gegen alles sein. Eine „Reform“ der korrupten Mischpoke, die meint, die Araber Palästinas außerhalb Israels zu regieren, wird es natürlich auch niemals geben. Was kommt danach?

Die Israelis reagieren schon: „Eine Gruppe israelischer Geschäftsleute präsentierte der Trump -Verwaltung in einem neuen Gaza -Projekt namens „Great Trust“ ein Slide -Deck.

Das Konzept sieht ein Nachkriegsgaza vor, in dem das gesamte öffentliche Land in einem Trust gelegt wird, um die wirtschaftliche Entwicklung in der Region zu fördern und zu fördern. Das „große Vertrauen“ würde dann das öffentliche Land von Gaza an Investoren als tokenisierte Vermögenswerte auf der Blockchain verkaufen.

Mit dem „großen Vertrauen“ können die Gazaner in privatem Besitz in das Vertrauen in den Austausch gegen Token übertragen. Diese Token geben den Gazanern das Recht, einen dauerhaften Wohnraum zu besitzen.“ (Der Text ist so holprig verfasst, dass er garantiert von einer KI generiert wurde.)

Vermutlich wird es so ausgehen: Bis Ende 2025 soll die Hamas komplett vernichtet werden. Gaza-Stadt und eine sehr verbreiterte Philadelphi-Passage werden annektiert werden. Den Rest werden sie Trump überlassen. Es kann also auch sein, wie schon am Toten Meer, dass die Araber nicht mehr an den Strand dürfen.

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Äpfel

Äpfel

Ein Arbeitskollege hat einen Garten und brachte die Äpfel mit, aber niemand wollte sie haben. Da habe ich sie mitgenommen. Es hat aber 90 Minuten gedauert, bis ich sie geschält und gestückelt hatte. Lecker Apfelmus mit Zimt und Vanillezucker!

Bin auf dem Weg der Besserung. Arbeiten geht ja immer.

Äpfel

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Shakshuka

Shakshuka

Ich habe mir einen Männerschnupfen zugelegt und fühle mich matschig in der Birne. Demnächst wieder etwas Gehaltvolleres.

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FYI Kraftvolle Wiederholungen und das Wort zum Sonntag

jemen

וְהָיָה בַּיּוֹם הַהוּא אֲבַקֵּשׁ לְהַשְׁמִיד אֶת־כָּל־הַגּוֹיִם הַבָּאִים עַל־יְרוּשָׁלִָם׃

„Vnd zu der zeit, werde ich gedencken zu vertilgen alle Heiden, die wider Jerusalem gezogen sind.“ (Sacharja 12,9)

Übersetzt von Maariv – Autor Avi Aschkenasi:

Wie eine kraftvolle Wiederholung des „Pager“-Coup: Der Schlag, den Israel dem Jemen und den Huthis versetzte, kommt ans Licht.

Der dramatische Angriff in Sanaa gilt als einer der eindrucksvollsten operativen und nachrichtendienstlichen Erfolge Israels im Jemen. Kampfflugzeuge der Luftwaffe, die nach der Identifizierung des Huthi-Generalstabschefs auf die Freigabe warteten, warfen zehn Ein-Tonnen-Bomben ab und zerstörten das Gebäude mit hochrangigen Regierungsvertretern.

Der gestrige (Donnerstag) Angriff im Jemen war ein dramatischer nachrichtendienstlicher und operativer Erfolg, der sogar die „Pager“-Operation im Libanon übertraf.

Trotz der großen Distanz zu Israel – über zweitausend Kilometer – kreisten zahlreiche Kampfflugzeuge der Luftwaffe, beladen mit Tonnen von Bomben, und warteten auf das grüne Licht, um die Sitzung der Huthi-Regierung in einem geheimen Gebäude in Sanaa anzugreifen. Die Maschinen hielten sich zurück, weil der Huthi-Generalstabschef, den Israel bereits vor einigen Monaten während der Operation „Am Kol-Lavi“ zu eliminieren versucht hatte, zu der Sitzung erwartet wurde. Doch es war unklar, ob er tatsächlich eintreffen würde.

Bevor den Piloten der Befehl erteilt wurde, ohne Bombenabwurf umzukehren, fiel die Entscheidung, das Gebäude anzugreifen, in dem sich bereits fast alle Minister der Huthi-Regierung aufhielten – darunter der Innen- und der Verteidigungsminister, die neben dem Generalstabschef als Schlüsselfiguren bei der Führung der militärischen Angelegenheiten im Jemen gelten.

Der israelische Nachrichtendienst übermittelte eine Verknüpfung in der Kirya, wonach sich alle für die Ausschaltung vorgesehenen Zielpersonen im Gebäude befanden, und damit begann das Rennen gegen die Zeit. Der Generalstabschef, Generalleutnant Ejal Samir, informierte Verteidigungsminister Israel Katz und Premierminister Benjamin Netanjahu über das rote Telefon. Der Luftwaffenchef, General Tomer Bar, und seine Leute erhielten fortlaufend Updates über den Treibstoffstand der Angriffsflugzeuge und den Zeitpunkt ihres Übergangs vom Wartegebiet zum Angriff auf Sanaa, das tief im bebauten Gebiet des Jemen liegt. Ab dem Moment, in dem der Premierminister die Freigabe für den Angriff gab, gingen die Flugzeuge nacheinander hinein und warfen binnen Sekundenbruchteilen zehn Bomben ab – jede mit einer Tonne Sprengstoff – auf das Gebäude. In der Armee geht man davon aus, dass keiner der Anwesenden in dem Gebäude einen solchen Bombardement überleben konnte.

In der Armee heißt es, das Niveau der Aufklärung und die Entschlossenheit der Luftwaffe hätten den Erfolg der Operation ermöglicht. „Die Piloten und die Nachrichtendienstler zeigten Entschlossenheit und Kaltblütigkeit und signalisierten den Kommandeuren, dass sie fest entschlossen sind, auf die Bestätigung des Eintreffens des Huthi-Generalstabschefs im Gebäude zu warten. Der Erfolg der Operation resultierte aus der Beharrlichkeit von unten, von denen, die gehandelt haben“, sagte ein Militärvertreter, der in die Aktion eingeweiht war.

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Avatarinnen sehen dich an, reloaded

avatar

Hübscher Avatar, aber bewaffnet!

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Kreatives Handwerk, made in Germany

Tasse

Alfashirt hat krasses Zeug; vielleicht ist das eine Tarnfirma von Zahal (har har). Das Galil ist in der ganzen Welt verbreitet. Wieder ein Argument, dass erstens die Position der sogenannten „Linken“, gegen die Rüstungsindustrie zu sein, völlig meschugge ist und zweitens, dass der Kapitalismus ohnehin keine Moral kennt, weil es selbstredend um den Profit geht – und um sonst nichts. Rüstungsindustrie vergesellschaften!

Übrigens werde ich jetzt nicht mehr zu den Filmfestspielen in Venedig eingeladen.

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Über alles

ney york times

Ich kann mich des Gefühls nicht erwehren, dass die New York Times das bewusst so suggestiv formuliert hat. Wir hatten das schon ähnlich als Meme: „Wer gewann die erste Tour de France?“- „Die 9. Panzerdivision.“

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Unter Ohnmächtigen

„Die Ohnmacht der ausgebeuteten Klassen im Kampf gegen die Ausbeuter erzeugt ebenso unvermeidlich den Glauben an ein besseres Leben im Jenseits, wie die Ohnmacht des Wilden im Kampf mit der Natur den Glauben an Götter, Teufel, Wunder usw. erzeugt.

Denjenigen, der sein Leben lang arbeitet und Not leidet, lehrt die Religion Demut und Langmut hienieden und vertröstet ihn mit der Hoffnung auf himmlischen Lohn. Diejenigen aber, die von fremder Arbeit leben, lehrt die Religion Wohltätigkeit hienieden, womit sie ihnen eine recht billige Rechtfertigung ihres ganzen Ausbeuterdaseins anbietet und Eintrittskarten für die himmlische Seligkeit zu erschwinglichen Preisen verkauft.

Die Religion ist das Opium des Volks. Die Religion ist eine Art geistigen Fusels, in dem die Sklaven des Kapitals ihr Menschenantlitz und ihre Ansprüche auf ein halbwegs menschenwürdiges Leben ersäufen.“ (W.I. Lenin: Sozialismus und Religion, 1905)

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Pigeon Point

Trinidad TobagoTrinidad Tobago

Tobago 1982.

„This idyllic scene is typical of many of Tobago’s famed beauty spots. Pigeon Point is an easy jumping off place for Buccoo Reef and the Nylon Pool.“

Dort waren wir nicht, weil alle Touristen dort sind, sondern auf der gegenüberliegenden Seite der Insel in Charlotteville. Warum ich geschrieben habe, die Kamera sei kaputt, weiß ich nicht. Sie hat bis zur Rückkehr nach Deutschland funktioniert.

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