Wahlen in Deutsch-Südwest
Das ist einfach zu erklären. Die gute Nachricht: Die AfD landet weit unter den 50 Prozent. (Man muss das so formulieren – im Einklang mit den Anstalten -, damit es negativ klingt, obwohl die AfD ihr Ergebnis verdoppelt hat.) Gut ist ebenfalls, dass die so genannte Linke und die FDP es nicht geschafft haben.
Natürlich wird es eine starke Wählerwanderung von der sozialislamischendemokratischen Partei zu den Grünen gegeben haben, weil denen Özdemir lieber ist als der CDU-Kandidat, dessen Namen mir gerade nicht einfällt.
„Grüne verlieren im Vergleich zu 2021 kaum.“ Ach?! Die Grünen haben verloren? Das muss die Journaille, die bekanntlich mehrheitlich „rot“ oder grün wählt, dann positiv umschreiben: Die Grünen verlieren weniger als erwartet oder so. Hört sich gleich viel besser an.
Und nun das Wetter- Und ich muss gleich noch auf eine Messe, obwohl ich morgen wieder Frühschicht habe.
Fehlercode
Diese Meldung bekam ich heute rund zwei Dutzend Male, weil ich meine Eingabemethoden per Browser/PC, per Authenticator-App und sonstwie variiert hatte. Die Datev („Arbeitnehmer“ online, har har) akzepiert ab Anfang März kein Einloggen per SMS-Tan mehr.
Eine halbe Stunde meiner kostbaren Lebenszeit ging dabei drauf. Was die Datev an Usability anbietet, kann man nur als extrem böswillige Nutzerfeindlichkeit bezeichnen. 15 Schritte sind angeblich nötig.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass das jemand von der einschlägigen Klientel – zum Beispiel aus der Sicherheitsbranche – überhaupt hinkriegt, vor allem die eingewanderten Bürger und deren Nachfahren, die auch nach mehreren Jahrzehnten in Deutschland immer noch keinen korrekten Satz herausbringen.
Irgendwann kapierte ich zumindest das Problem. Ich hatte noch mein altes Handy ohne Sim-Karte, das ich zuhause natürlich benutzen könnte, weil es sich über mein WLAN einwählt. Eigentlich nur, wenn ich mein normales Handy über Nacht vergessen habe aufzuladen und beim Frühstück kurz surfen möchte. Da war auch noch die Authenticator-App drauf.
Die musste ich erst löschen, und dann noch meinen schon eingerichteten Datev-Account, warum auch immer. Was wäre, wenn ich mein altes Hand nicht mehr gehabt oder es verloren hätte oder es schlicht nicht mehr funktionsfähig wäre? Und darf ich mich nur mit einem Handy authentifizieren? Geht der Trend nicht bekanntlich zum Vierthandy – vor allem bei den Bürgern, die mit minderlegalen Tätigkeiten beschäftigt sind?
Wenn ich schon lese: „Schauen Sie in den Brief, den wir ihnen (vor wie vielen Jahren?) geschickt hatten mit den Zugangsdaten für das Datev-Konto“… Dann krieg ich schon einen Hals.
So wird das nichts mit der Digitalisierung.
Avatare sehen dich an, revisited
Spulenfiepen
Vielleicht war mein kleiner alter Laptop gar nicht kaputt, vor allem auch deswegen, weil eine SSD-Festplatte gar keine Geräusche macht. Da war ich gedanklich vermutlich noch im letzen Jahrtausend. Ich habe also das Gerät mühsam und vorsichtig aufgeschraubt und mal in die elektronischen Eingeweide geschaut und mich gleichzeitig von der KI über Captive Screws belehren lassen. Innen sah alles reinlich aus.
ChatGPT sagte mir: „Wenn der Lüfter im Dell Latitude 5400 sauber ist und sich leicht und ohne Kratzen drehen lässt, ist es gut möglich, dass das schleifende Geräusch nicht vom Lüfter kommt. Bei diesem Modell gibt es noch ein paar andere typische Geräusche:
Spulenfiepen / Elektronikgeräusche
Das kommt relativ häufig vor, besonders bei Business-Laptops mit Intel Core i5-8365U.
Merkmale:
– klingt wie leises Rasseln, Zirpen oder elektrisches Summen
– verändert sich, wenn der Prozessor arbeitet
– tritt z. B. auf beim Scrollen, Laden von Webseiten oder CPU-Last
Ursache sind kleine Spulen im Spannungswandler auf dem Mainboard. Das ist nicht gefährlich, nur manchmal hörbar.“
Gut zu wissen.
Flaschen und Klauen
Drei Tage Freizeit. Das bedeutet, alle Computerprobleme lösen zu können, denen man so zwischendurch begegnet ist. Ich habe jetzt Bottles auf allen Rechnern installiert. Das gefällt mir wesentlich besser als Wine und ist auch benutzerfreundlich. Eigentlich brauchte ich das Programm nur auf meinem schmalbrüstigen Ubuntu-Laptop, das ich im Urlaub und auf der Arbeit benutze und auf dem Firestorm für Linux ständig abschmiert. Ich habe die Software für Secondlife dort mit Alchemy ersetzt (nicht zu verwechseln mit Alchemy Linux), das einigermaßen stabil läuft, auch bei lahmer Verbindung.
Ein ungelöste Frage ist immer noch das E-Mail-Programm. Ich schrieb schon im Januar: Ich benutze bekanntlich Thunderbird für Linux, mit der Option des Umstiegs auf Mutt, Claws Mail für Windows (weil das zuverlässig kein HTML anzeigt und auch Attachments sehr sicher handelt; Verschlüsseln geht aber nur auf dem Umweg über Kleopatra) und für Android FairEmail.
Ich wüsste nicht, was es zu Verbessern gäbe, und schon gar nicht mit KI. [Weibliche Stimme in verführerischem Tonfall: „Sie haben zu verschlüsseln vergessen!“] Aber das habe ich auch schon gesagt, als ich noch Crosspoint benutzte.
Jetzt habe ich gar kein Windows mehr und könnte auch Claws Mail überall installieren. Die Kriterien, nach denen normalerweise die Vor- und Nachteile aufgelistet werden überzeugen mich aber nicht: „modern“, „Plugins“, „Erweiterbaurkeit“ – brauche ich alles nicht. Für mich zählt nur: Wie geht das Programm mit HTML um (will ich nicht sehen oder angezeigt bekommen!) und wie viel Stunden wie lange brauche ich, um eine E-Mail zu verschlüsseln?
Mein Laptop meckert mich gerade von der Seite an, mein PGP-Schlüssel sei abgelaufen? Muss ich mal nachsehen. Man hat ja sonst nichts zu tun….
| Kriterium | Thunderbird | Claws Mail |
|---|---|---|
| Zielgruppe | Komfortorientierte Nutzer, die eine vollständige Mail-Suite mit vielen Funktionen möchten. | Minimalisten und Power-User, die einen schnellen und schlanken Mailclient bevorzugen. |
| Funktionsumfang | Sehr umfangreich: E-Mail, Kalender, Kontakte, RSS, Add-ons. | Basisfunktionen für E-Mail, erweiterbar über Plugins. |
| Benutzeroberfläche | Modern und relativ benutzerfreundlich. | Klassisch und technisch, wirkt teilweise veraltet. |
| Ressourcenverbrauch | Relativ hoch im Vergleich zu minimalistischen Clients. | Sehr gering, ideal für ältere Rechner oder schlanke Systeme. |
| Geschwindigkeit | Solide, aber nicht besonders schnell beim Start. | Sehr schnell beim Starten und Arbeiten. |
| Erweiterbarkeit | Viele Erweiterungen und große Entwickler-Community. | Plugins vorhanden, aber deutlich weniger als bei Thunderbird. |
| HTML-Mail | Voll unterstützt. | Teilweise eingeschränkt, oft über Plugins. |
| Eignung für Ubuntu | Standard-Mailclient vieler Linux-Distributionen. | Beliebt bei Linux-Power-Usern und Minimal-Systemen. |
ChatGPT: „Hier ist ein praxisnaher Vergleich von Mozilla Thunderbird und Claws Mail unter Ubuntu/Linux. Beide sind freie Open-Source-Mailprogramme, verfolgen aber sehr unterschiedliche Konzepte: Thunderbird ist eine umfangreiche Mail-Suite, Claws Mail ein extrem leichtgewichtiger, schneller Client.“
Unter Putschisten
Ich lese gerade zwischendurch von Sven Felix Kellerhoff: „Der Putsch: Hitlers erster Griff nach der Macht“ – „Es ist die bis dahin größte Bedrohung für die Weimarer Republik: Mit roher Gewalt wagt Hitler von München aus den Umsturz – und scheitert. Die Demokratie hält stand. Sven Felix Kellerhoff richtet den Fokus auf bislang übersehene Zeugnisse und schildert die tatsächlichen Hintergründe des 8. und 9. November 1923.“
Zitat: „Einem dänischen Journalisten gelang es, in diesen Novembertagen 1922 ein Gespräch mit Hitler zu führen; zunächst am Rande einer Veranstaltung im Bürgerbräukeller, danach am folgenden Vormittag im Parteibüro der NSDAP. »Schon überall wird Hitler der bayrische Mussolini genannt«, begann der Reporter der Regionalzeitung Århus Stiftstidende seinen Artikel, dann schilderte er sein Gespräch mit dem NSDAP-Chef: »Das erste Wort Hitlers an uns ist sehr taktlos: ›Sind Sie Jude?‹ Wir bemerken ihm gegenüber, dass wir nicht gekommen sind, um ein Glaubensbekenntnis abzulegen, sondern um ein Interview zu bekommen. ›Skandinavische Juden sind mir ebenso unsympathisch wie deutsche Juden‹, murrt Hitler.« Dann begann das eigentliche Gespräch: »Wir versuchen, die Frage zu stellen, was die Nationalsozialisten wirklich wollen? ›Wir wollen den Bolschewismus niederschlagen!‹, erklärt Hitler mit einer unangenehm knurrenden Stimme, die wahrscheinlich Entschlossenheit und Energie ausdrücken soll. Er fährt fort: ›Das ist kurz und gut unser Programm.‹ Wir sagen: ›Sind mit diesem lobenswerten Zweck nicht auch bestimmte Absichten für die Wiederherstellung der Monarchie verbunden?‹ ›Die Staatsform ist uns ganz und gar gleichgültig‹, antwortet Hitler: ›Monarchie oder Republik, darauf kommt es nicht an. Wir werden das Gesindel beseitigen, das Deutschland in den Ruin getrieben und das Deutschland zum Sklaven der ganzen Welt gemacht hat.‹ ›Und wie wollen Sie das machen?‹ Hitler antwortet mit einem Zitat: »Und willst Du nicht mein Bruder sein, dann schlag’ ich Dir den Schädel ein.« Um Missverständnisse zu vermeiden, fügt er hinzu: »Und willst Du nicht ein Deutscher sein, dann schlag’ ich Dir den Schädel ein.« Wir sagen: »Glauben Sie denn, dass das Ansehen Deutschlands im Ausland durch solche Gewalttaten verbessert wird?« »Vorläufig sind unsere Bemühungen nicht auf das Ausland gerichtet.««“
Ich kenne den Kellerhof schon sehr lange; wir waren gemeinsam Mitglied in allerlei Vereinen von und für Journalisten. Im Kugelhagel würde ihn nicht an meiner Seite haben wollen, er wäre eh schon vorher geflohen. Das zu charakterlichen Fragen. Alle Bücher Kellerhofs sind angenehm zu lesen und fundiert. Er ist aber ein typisch bürgerlicher Historiker mit den dazu passenden ideologischen Scheuklappen.
„Der Putsch“ ist interessant, wenn man die Situation in der Weimarer Republik mit der heute vergleicht, insbesondere wenn es um die AfD geht. Kann jemand wie Hitler, dem Zeitgenossen vermutlich zu Recht bescheinigten, er sei keine intellektuelle Leuchte und sogar dümmer als Mussolini, plötzlich an die Macht kommen?
Das Buch bestätigt, was schon das Standardwerk zum Thema – Karsten Heinz Schönbachs „Die deutschen Konzerne und der Nationalsozialismus 1926–1943“ – mit ausführlich zitierten Quellen belegt: Hitler wäre nie an die Macht gekommen, wenn relevante Fraktionen der deutschen Großbourgeoisie ihn und seine Partei nicht finanziell massiv unterstützt hätten.
Man muss also das Wirtschaftsprogramm der AfD lesen und ob es den Interessen des deutschen Kapitals dient oder nicht. (Fast alles, was aber die Anstalten und andere staatsnahen Medien verbreiten, ist suggestive Propaganda und überzeugt nicht.) Alle anderen Themen wie Einwanderung, Sprachesoterik oder völkisches Gefasel usw. sind irrelevant.
Unter Nachdenkenden
Oh yeah. Nimm dies, Kollege Fleischhauer:

Air-to-air combat

Ein F-35I-Kampfjet der israelischen Luftwaffe startet von einem Luftwaffenstützpunkt in Israel zu Angriffen im Iran. (Foto: IDF, 03.03.2026)
„Das jetzt von einer F-35 abgeschossene Modell YAK 130 gehört zu einer Flotte, die der Iran erst 2023 von Russland erworben hat. Das Modell, das ursprünglich als Jet-Trainingsflugzeug konzipiert wurde, ist in technischer Hinsicht gegen eine israelische F-35 praktisch chancenlos“, berichtet die paywallgeschützte bürgerliche Presse.
Das wissen doch alle Beteiligten? Warum lassen die Perser dann so ein Flugzeug in die Luft? War der israelische Pilot eine Frau und somit sowieso besser? (Har har) Oder wollte es Allah so? Oder war es eine Frage der Ehre, sich abschießen zu lassen?
„The last time IAF jets shot down a manned enemy aircraft was on November 24, 1985, over Lebanon. In that incident, an IAF F-15 downed two Syrian MiG-23 fighters.“
Zwei gegen 28 funktioniert übrigens auch.
Gesichert Bullshitrelevantes

Verfassungsschützer überprüfen Gedrucktes auf gesichert Extremistisches (Symbolbild). A satirical political illustration depicting the „Totalitarianism Doctrine“ a, ironic tone, detailed, high-resolution, political cartoon style, dramatic lighting. –ar 3:2 –s 750
„Deutscher Buchhandlungspreis: Kulturstaatsminister streicht linke Buchläden von der Liste“ des Deutschen Buchhandlungspreises, zum Beispiel den von der Jury schon nominierten Laden Zur schwankenden Weltkugel im Prenzlauer Berg.
Der Preis wird von der Bundesregierung finanziert, ist also Staatsknete, Das muss man leider erst recherchieren, da die berichtenden Medien uns nicht geruhen mitzuteilen, wieso Weimer das kann und darf.
Der Tip Berlin schreibt (natürlich ohne Links – wo kämen wir denn dahin, wenn wir die Leser informierten!): „Als Begründung nennt das Ministerium „verfassungsschutzrelevante Erkenntnisse“. Laut Berichten der „Süddeutschen Zeitung“ lieferte die Grundlage dafür das wenig bekannte sogenannte „Haber-Verfahren“. Es geht auf einen Erlass aus dem Jahr 2017 zurück, der Bundesministerien empfiehlt, vor der Vergabe staatlicher Fördermittel den Verfassungsschutz einzuschalten, um zu verhindern, dass öffentliche Gelder an extremistische Akteure gelangen. Die Prüfung erfolgt dabei im Hintergrund: Der Verfassungsschutz teilt lediglich mit, ob Erkenntnisse vorliegen oder nicht – ohne Details offenzulegen. Die Betroffenen erfahren also weder, welche Vorwürfe existieren, noch nach welchen Maßstäben entschieden wurde.“
Die bürgerliche Presse textbausteint etwas von einem „Extremismusverdacht“.
Wie ich schon öfter anmerkte, gibt es eine Art freiwillige Gleichschaltung der deutschen Medien, die zum Teil auf Opportunismus beruht, zu einem Teil auf dem Klassenstandpunkt der so genannten „Medienschaffenden“, zum Teil auf ideologischer Überzeugung: Was politisch opportun ist, lässt man in Deutschland von einem Inlandsgeheimdienst definieren. Das darf nicht angezweifelt werden. (Oder kennt jemand Beispiele, dass ein Journalist das wagt und dann publiziert wird?)
Ich kenne kein anderes Land auf der Welt, in dem sich die Presse so weit in den weltanschaulichen Schlamm sinken lässt. Das liegt natürlich auch an der unausgesprochenen Staatsdoktrin des Totalitarismus, die dann den sinnfreien Begriff „Extremismus“ gebiert. Damit kann man alles und nichts diskreditieren. Oder elegant umgehen, wenn man gar nichts entscheiden möchte – wie am Beispiel „Islam“, der hierzulande nur dann böse ist, wenn man ein Ismus anhängt.
Wenn man erst am Tropf der Staatsknete hängt wie unsere kleinbürgerlichen marginalisierten (Zeitvertrags-Akademiker), Künstler und verwandte Milieus, darf man nicht jammern, wenn die Kohle plötzlich ausbleibt. Unseren Internet-Blockwarten, die sich als pseudo-„fortschrittliche „NGO“ gerieren und denunzieren, wenn sie „Hass und Hetze“ meinen aufgespürt zu haben, wird so etwas natürlich nicht passieren, auch nicht unter einen CDU-Regierung.
„Diogenes der Weise aber kroch ins Fass Und sprach: Ja, ja, das kommt von das!“ (Wilhelm Busch)
Ins Spiel bringen
Breaking: „Pistorius bringt Völkerrecht ins Spiel.“ Weitere Meldungen: „Putin bringt Menschenrechte ins Spiel.“- „Taliban bringen Feminismus ins Spiel.“
Strukturalismus
„Wenn das Feindbild bekannt ist, hat der Tag Struktur.“ (Volker Pispers)
Salamis, reloaded
„Things you can post about in the year 480 BC and in 2026.“
Hoch gestapelt
Die Taz (ausnahmsweise gendersprachenfrei) über den Schulleiter Hudhaifa Al-Mashhadani aus Berlin-Neukölln: Der wurde durch einen angeblichen Mordversuch auf ihn bekannt. „An seiner Darstellung kommen nun Zweifel auf.“
Auf der Webseite des Bezirksamts Neukölln, das ihm erst im Dezember die lokale „Ehrennadel“ verlieh, wird er als „Prof. Dr. phil. Hudhaifa Al-Mashhadani“ geführt. Auf Nachfrage zu den Titeln verweist das Bezirksamt auf ein Dokument der irakischen Botschaft, das ihm vorliegen soll. Daraus gehe hervor, dass ihm die beiden Titel ab 2015 von einer „Universität für Verteidigungsstudien“ verliehen worden seien. Das Bezirksamt Neukölln weigert sich bislang, der taz eine Kopie des Dokuments auszuhändigen.
Zudem tritt er wiederholt als Sprecher eines ominösen „Deutsch-Arabischen Rats“ auf. Aus wem dieser Rat besteht – außer aus Vereinen, die er selbst führt -, ist unklar.
Den angeblichen Angriff auf sich im November 2025 nutzt er ebenfalls zur Selbstdarstellung. Die Süddeutsche Zeitung widmet seinem Fall im Dezember sogar ihre prominente Reportage-Seite 3. Darin kolportiert sie ein angebliches Telefonat zwischen dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder und Al-Mashhadani. Demnach soll Söder den Schulleiter angerufen, ihm einen Umzug nach Bayern empfohlen und der Berliner Polizei unterstellt haben, sie schütze ihn nicht genug. Das Büro des Ministerpräsidenten erklärt gegenüber der taz, es habe „keinerlei Gespräch oder Kontakt“ seitens Söders mit Al-Mashhadani gegeben.
Doch nicht nur der Autor könnte einem Hochstapler aufgesessen sein. Am Ende waren die vielen Übertreibungen Al-Mashhadanis wohl vor allem eines: zu nützlich für jene, die ihn brauchten.
Kill Chains
Hier nützliche Informationen von Daniel Leon (auf Facebook, alle Links sind von mir):
„Die IDF warf innerhalb von 30 Stunden über 2.000 Bomben ab und erlangte am ersten Tag die Luftüberlegenheit über den iranischen Luftraum. Lesen Sie das noch einmal. Die Luftüberlegenheit über einem Land mit 88 Millionen Einwohnern und dem größten Arsenal an ballistischen Raketen im Nahen Osten wurde noch vor dem zweiten Sonnenaufgang erreicht. (…)
Der HQ-9B-Luftabwehrring, der Teheran schützt, wurde deaktiviert. Die S-300PMU-2-Batterien, die Russland 2016 geliefert hatte und die das Kronjuwel der integrierten iranischen Luftabwehr sind, wurden in den ersten Angriffswellen zusammen mit den dazugehörigen Radarsystemen zerstört. Die IDF führte 700 Einsätze durch. CENTCOM traf über 1.000 Ziele. Die New York Times bestätigte, dass die Hälfte der iranischen ballistischen Raketenwerfer nun im Rahmen der Kampagnen von Juni 2025 und Februar 2026 zerstört worden sind. Die Hälfte.
Der Iran ging mit schätzungsweise 3.000 ballistischen Raketen und rund 400 mobilen Abschussvorrichtungen in das Jahr 2025, die über drei Jahrzehnte hinweg auf gehärteten Standorten, Tunnelnetzen und verstreuten Positionen verteilt worden waren. Die IRGC Aerospace Force baute die modernste straßenmobile Raketenarchitektur außerhalb Chinas und Russlands. Ghadr-1-Varianten mit einer Reichweite von 1.950 Kilometern. Präzisionsgelenkte Emad-Wiederkehreinsätze. Kheibar-Shekan-Feststoffraketen, die speziell zur Umgehung der israelischen Frühwarnung entwickelt wurden. (…)
Die IDF veröffentlichte Aufnahmen von F-35I Adirs, die TEL-Fahrzeuge (Transporter-Erector-Launcher) auf offenen Straßen zerstörten. CENTCOM veröffentlichte ein Video von Tomahawks, die gehärtete Raketenlagerstätten trafen. B-2-Stealth-Bomber trafen mit 2.000-Pfund-Durchschlagsmunition Standorte, die die Juni-Kampagne überstanden hatten. Die Schlachtfeldanalyse von Israel-Alma verzeichnete 62 separate Wellen iranischer Raketenstarts, wobei jede Welle kleiner war als die vorherige, was die fortschreitende Verschlechterung der Startkapazität in Echtzeit bestätigte.
Damit ist das Problem der Scud-Jagd aus dem Jahr 1991 gelöst.
Die Koalitionsstreitkräfte verbrachten den gesamten Golfkrieg damit, die mobilen Scud-Raketenwerfer des Irak in der westlichen Wüste zu bekämpfen, ohne Erfolg. Trotz Tausender Einsätze lag die Trefferquote bei nahezu null. Der Unterschied heute: kontinuierliche ISR-Daten von weltraumgestützten Sensoren, KI-gestützte Zielerfassung und F-35-Sensorfusion schaffen Kill Chains, die die Zeit zwischen Erkennung und Zerstörung von Stunden auf Minuten verkürzen. Der mobile Raketenwerfer, der früher durch den Standortwechsel zwischen den Abschüssen überlebte, wird nun bereits während des Aufbaus getroffen.
(…)
Das iranische Luftabwehrnetzwerk ist das Einzige, was zwischen den verbleibenden Anreicherungen von Uran und einem zukünftigen Angriff steht, der diese dauerhaft beseitigen würde. Die 408 Kilogramm zu 60 % angereichertes Material, die die IAEO vor Juni 2025 gemeldet hatte, wurden nie vollständig nachgewiesen. Verteidigungsminister Katz gab zu, dass Israel nicht weiß, wo das gesamte Material geblieben ist. Wenn dieses Material in irgendeiner wiederverwertbaren Form existiert, brennt die Luftabwehrarchitektur, die es während eines Ausbruchsversuchs geschützt hätte, nun in 24 Provinzen.
Der Iran verliert nicht nur einen Krieg. Der Iran verliert die physische Fähigkeit, das einzige Gut zu schützen, das das Überleben des Regimes garantiert hat: die latente nukleare Option.
Ohne Luftabwehr, ohne Abschussrampen, ohne Kommandostruktur ist die nukleare Absicherung ungeschützt. Die Islamische Republik ist gerade der erste Staat an der Schwelle zur Atommacht geworden, dem unter den Augen der Weltöffentlichkeit in Echtzeit seine Abschreckungsmittel genommen wurden.
Das Video (oben) zeigt die Bombardierung Teherans heute, wobei alle Luftschläge äußerst präzise sind, und Bombardierung von Zivilisten sich als der typische HamaSS-Fake erwiesen haben. Heute gab die IDF zudem bekannt, dass die Abschussrate von iranischen Raketen um 70% Prozent zurückgegangen sei. Woran das nur liegt?“
Der Osten ist rot
6:00 Uhr – Morgendämmerung über der französischen und russischen Botschaft in Berlin.
Überstunden für die 72 Jungfrauen
Aber es sind nicht 72, sondern nur „prächtige“ gleichaltrige (!) weibliche Wesen.
Khamenei Compound
„The fact that Israel had a photo of Ali Khamenei’s body is beyond comprehension.“
Ach. Ach was. Steckte gar der Mossad dahinter?
Unsere Anstalten verbreiten übrigens Fake News am laufenden Band. Das muss man sich nicht antun. Wahr ist ein toter Mahmoud Ahmadinejad. Rest in pieces. Many many pieces. Auch China is not amused.
Ich frage mich jedoch, wie das funktionieren soll. Einen Regimewechsel per Luftangriff hat es noch nie gegeben. Das persischen Regime handelt genau so irrational wie die Nationalsozialisten. Jeder einigermaßen normale Mensch hätte damals die weiße Fahne gehisst, als die Russen schon in Ostpreußen standen, um die größtmögliche Zerstörung des Landes zu vermeiden. Aber nein: Sie hoffen auf den Endsieg wie die Islamischen „Revolutions“garden heute.
Israel hat in zwei Tagen die Lufthoheit gewonnen. Das muss man erst einmal hinkriegen. Der Kopf der Hydra ist weg, aber es sind vermutlich noch genug Köpfe übrig:
Israeli army officials announced that some 40 top military commanders, including the chief of staff of the Iranian armed forces, were killed in the opening strike. They also said that US and Israeli military jets hit hundreds of ballistic missile sites, launchers, and multiple weapons manufacturing plants, preventing the embittered regime from producing additional rockets, UAVs, cruise missiles, and more.
Irrational ist auch, sich mit allen anzulegen und die islamischen Nachbarstaaten ebenfalls zu bombardieren. Optimal wäre es natürlich, wenn auch ein paar Geschosse des Iran in der Türkei einschlagen würden. Aber Erdogan würde vermutlich Israel dafür verantwortlich machen.
Wie könnte das enden? Ich glaube, dass es nicht unbedingt gut endet, auch nicht für Trump. Natürlich wird er vor den nächsten Midterms behaupten, dass er Erfolg hatte, und da die US-Amerikaner sowieso nur selten wissen, wo der Iran liegt, könnten sie es – trotz toter Soldaten – glauben. Was letztlich zählt, ist bekanntlich aber die Ökonomie.
Wer jetzt im Iran auf die Knöpfe drückt, hat nichts mehr zu verlieren. Vielleicht implodieren die Machtstrukturen. Aber bisher haben die massenhaften Proteste das Regime kaum angekratzt, trotz der jubilierenden Medienberichte. Es gibt, wie in jeder Diktatur, ziemlich viele Jubelperser, die davon profitieren. Erst kommt das Fressen, dann die Moral, wie überall.

Das Oberkommando der dunklen Seite der Macht gibt bekannt

Ich schreib morgen früh etwas. Man muss sehr wahrscheinlich warten, dass sich ein paar Rauchwolken verziehen.
Miscellaneous
– Die Bundesregierung rät dringend von Reisen nach Israel ab. Aber das macht sie ja oft. Ich habe schon gebucht. By the way: „Von Reisen nach Israel sowie nach Ostjerusalem“? What the fuck? „Ostjerusalem“ gehört auch zu Israel.
– Wir haben einen neuen Krieg. Jetzt Muslims untereinander. Man könnte sich entspannt zurücklehnen. Aber ich habe dazu eine beunruhigende Verschwörungstheorie: Die Grünen und „Linken“ haben die Taliban bestochen, einen Krieg anzufangen, damit Afghanistan wieder als „unsicheres Land“ gilt und Afghanen aus Deutschland dann nicht mehr abgeschoben werden können.
– Das AFD-Verbotsverfahren ist mausetot. Das Verwaltungsgericht Köln lehnt Eilantrag der AfD zur befürchteten Einstufung als „gesichert extremistische Bestrebung“ ab. “ Aus den jüngsten Aussagen des Präsidenten des Bundesamts für Verfassungsschutz zur AfD ergäben sich keine Anhaltspunkte für eine solche „Hochstufung“ vom Verdachtsfall zur „gesichert extremistischen Bestrebung“.“
Kein Problem. Man „prüft“ einfach so lange weiter, bis das Ergebnis stimmt.
Ich kann diese Textbausteine nicht mehr hören. Der Verfassungsschutz ist bei mir ein permanenter gesicherter Verdachtsfall für Bullshit und heiße Luft.
– Ceterum censeo: Die Türkei sollte als Reiseland boykottiert werden.
Bewegliche Volksmenge
Nimm diesv Social-Media-Mob: „Das Oberlandesgericht zeigt auch nicht auf, dass der Begriff „Mob“ gemeinhin als Synonym für „Abschaum“ verstanden wird. Mit Blick auf den lateinischen Ursprung (mobile vulgus), der sich wörtlich mit „bewegliche Volksmenge“ übersetzen lässt, und der Entlehnung des Begriffs aus dem Englischen („mob“), der dort eine „aufgebrachte, aufgewiegelte Volksmenge“ bezeichnet, erscheint die vom Oberlandesgericht unterstellte synonyme Verwendung der Begriffe „Mob“ und „Abschaum“ fernliegend.“ (Entscheidung des BVerfG 12/2025)“






























